CH638951A5 - Insektizide, akarizide und ovizide auf der basis von 0,0-dialkyl-s-chlormethyldithiophosphaten. - Google Patents

Insektizide, akarizide und ovizide auf der basis von 0,0-dialkyl-s-chlormethyldithiophosphaten. Download PDF

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CH638951A5
CH638951A5 CH1246378A CH1246378A CH638951A5 CH 638951 A5 CH638951 A5 CH 638951A5 CH 1246378 A CH1246378 A CH 1246378A CH 1246378 A CH1246378 A CH 1246378A CH 638951 A5 CH638951 A5 CH 638951A5
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CH
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insecticides
compounds
soil
diethyl
pests
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Application number
CH1246378A
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Vaclav Konecny
Stefan Varkonda
Stefan Truchlik
Rudolf Steskal
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Vyzk Ustav Agrochem
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N57/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds
    • A01N57/10Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds having phosphorus-to-oxygen bonds or phosphorus-to-sulfur bonds
    • A01N57/12Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic phosphorus compounds having phosphorus-to-oxygen bonds or phosphorus-to-sulfur bonds containing acyclic or cycloaliphatic radicals

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Description

Die Erfindung betrifft Insektizide, Akarizide und Ovizide auf der Grundlage von 0,0-DiaIkyl-S-chIormethyIdithio-phosphaten, insbesondere zum Schutz von landwirtschaftlichen Kulturpflanzen gegen im Boden lebende Schädlinge.
Wegen der ständigen Zunahme und Entwicklung pflanzlicher Kulturen gewinnt der Schutz von Kulturpflanzen gegen im Boden lebende Schädlinge immer mehr an Bedeutung. Bisher wurden zu diesem Zweck als Bodeninsektizide Mittel auf der Grundlage von Verbindungen aus der Gruppe von chlorierten Insektiziden, wie «DDT», «Lin-dan», «Chlordan», «Heptachlor», «Dieldrin», und andere verwendet. Diese bewährten sich sehr gut als Mittel zum Vertilgen der postembryonalen Entwicklungsstadien der Insektengruppe von Coleoptera, Lepidoptera und Diptera. Ein beträchtlicher Nachteil solcher Mittel besteht jedoch darin, dass sie sehr schwierig biologisch abbaubar sind, sich im Boss
6a
65
(b) Verbindungen der allgemeinen Formel II RO<
R
0' s
■s—CH2—Cl
CID
(c) Verbindungen der allgemeinen Formel III
,1,
R 0,
1
R 0
— S—CH2—Cl cui)
in welchen R eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und R1 eine von der Gruppe R unterschiedliche Alkyl-
gruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten. Das Gemisch enthält 10 bis 30% der Komponente (a), 30 bis 60% der Komponente (b) und 10 bis 40% der Komponente (c).
Ein wichtiger Vorteil der erfindungsgemässen Mittel besteht darin, dass sie es ermöglichen, solche Eigenschaften wie der anfängliche und residuale pestizide Effekt je nach den Verhältnissen der einzelnen Komponenten im Gemisch in breitem Bereich zu modifizieren.
Ferner besteht ein Vorteil der erfindungsgemässen Mittel im Vergleich mit den bisher angewandten Insektiziden mit 0,0-Diäthyl-S-chlormethyldithiophosphat («Dotan», «Chlormefos»), in einer beträchtlich niedrigeren Toxizität bei warmblütigen Wirbeltieren.
Die Gemische, die die wirksame Komponente der erfindungsgemässen Mittel darstellen, können beispielsweise so hergestellt werden, dass zunächst ein Ausgangsgemisch von O.O-Dialkyldithiophosphorsäuren durch Reaktion eines Gemisches von aliphatischen Alkoholen mit Phosphorpenta-sulfid hergestellt wird, wobei das Mol-Verhältnis der Alkohole zueinander verschieden gewählt wird und das Mol-Verhältnis zwischen den Alkoholgemischen und dem Phosphorpentasulfid etwa 8:1 (siehe US-PS 2 983 644) betragen soll. Das so gewonnene Gemisch wird nach Verwan-
3 638 951
dein in Salzform mit entsprechendem Chlorbrommethan auf bekanntem Wege reagieren gelassen. Auf diese Art und Weise kann man eine vom Gesichtspunkt der Anwendung sehr vorteilhafte Zusammensetzung der Gemische von 0,0-Di-s alkyl-S-chlormethyldithiophosphaten erzielen, die sich wider Erwarten durch ihre Wirksamkeit gegen postembryonale Entwicklungsstadien von Insektengruppen Coleoptera, Le-pidoptera und Diptera auszeichnen.
Die Gemische der wirksamen Organophosphorverbin-lo düngen der Erfindung können zu emulgierbaren Konzentraten, Bestäubungskonzentraten, Bestäubungsmitteln, hydrophilen Bestäubungsmitteln, granulierten Präparaten oder dergleichen verarbeitet werden. Da diese auch in technisch reinem Zustand flüssig sind, können sie in extra niedrigen i5 Volumendosierungen und Mikrokapselform appliziert werden.
Die nachfolgenden Ausführungsbeispiele sollen die biologische Wirksamkeit der erfindungsgemässen Mittel näher erläutern, jedoch nicht beschränken.
20 Zum Testen der insektiziden, akariziden und oviziden Wirksamkeit wurden die erfindungsgemässen Gemische verwendet, deren Zusammensetzung und Toxizität bei den warmblütigen Wirbeltieren die nachstehende Tabelle I zeigt.
Tabelle I
Zusammensetzung von Gemischen und akute orale Toxizität bei Rattenmännchen vom Webstar-Stamm
Testmittel R R1 Prozent-Werte LD50
abc mg/kg i
c2h5
c3h7
24,5
48,9
18,6
36,0
ii c2h5
i-C4H9
27,4
57,5
14,5
145,0
iii c2hs i-C3H7
24,0
51,0
23,0
42,0
iv ch3
i-C3H7
12,8
43,7
27,5
20,0
v ch3
C3H7
15,2
33,6
29,5
190,0
vi ch3
i-C4H9
19,6
42,7
32,8
340,0
vii ch3
c2H5
16,7
32,1
29,1
92,0
viii c3h7
x-c3H7
21,7
51,7
25,7
84,0
ix c3h7
i-C4H9
27,2
50,9
21,8
160,0
x i-C3H7
i-C4H9
29,8
52,0
18,3
305,0
xi c2h5
i-C4H9
18,3
42,3
39,4
160,0
«Chlormefos»-
Standard 0,0-Di-
äthyl-S-chlormethyl-
dithio-phosphat
(Vergleich)
c2h5
c2H5
100,0
7,0
Beispiel 1
Bestimmung der akariziden Wirkung auf Weibchen von Tetranychus urticae Koch.
Arbeitsvorgang:
In Erlenmayer-Kolben mit Leitungswasser wurden Blätter von Bohnenpflanzen eingelegt. Auf dem Blatt wurde mit unaustrockenbarem Klebemittel eine Quadratfläche von 2,5 x 2,5 cm abgegrenzt, in die mit Hilfe eines feinen Pinsels 30 Zuchtweibchen pro Quadrat übertragen wurden. Die Blätter wurden dann durch Eintauchen in zubereitete Testmittellösungen behandelt, deren Konzentrationen nach geometrischer Progression (1,2) abgestuft wurden. Nach der Behandlung wurden die Pflanzen in einen klimatisierten Raum (24 °C; 60 bis 90% relativer Feuchtigkeitsgehalt) gelagert. Als Kontrolle dienten die Weibchen auf unbehandelten Blättern. Zum Vergleich wurden konventionelle Mittel «Kar-bofention» («Akarition») verwendet. Testergebnisse sind den nachstehenden Tabellen II und III entnehmbar.
Beispiel 2
Bestimmung der akarizid-oviziden Wirkung auf Eier von Tetranychus urticae.
Arbeitsvorgang:
Auf eine kreisförmige Unterlage aus PVC wurden Filterpapierscheiben (Durchmesser 9 cm) gelegt und mit Wasser gesättigt. Auf das Papier wurde ein Bohnenblatt mit abgegrenztem Quadrat von 2,5 x 2,5 cm niedergelegt. In jedes Quadrat wurden 12 bis 15 Weibchenindividuen übertragen, worauf die Blätter in klimatisiertem Raum (24 +1 °C; 60 bis 90% relativer Feuchtigkeitsgehalt) gelagert wurden. Nach 24 Stunden wurden die Individuen aus den Quadraten gesammelt. Die Eier wurden mit Hilfe eines Atomisators mit einer Lösung des Testmittels bespritzt. Die Konzentrationen wurden wiederum nach geometrischer Progression (1,2) abgestuft, wobei das Volumen pro zwei Blätter 2 ml betrug. Die Eieranzahl pro Blatt wurde mit Hilfe eines Stereomikroskops ermittelt. Die behandelten Blätter wurden wiederum
55
60
638951
4
in dem klimatisierten Raum gelagert, wo sie einer 7- bis 9tägigen Inkubation unterworfen wurden. Die mit dem Bohnenblatt mit dem Behandlungsmittel versehenen Filterpapierscheiben wurden ständig feucht gehalten. Als Kontrolle dienten die unbehandelten Eier. Zum Vergleich wurden konventionelle Mittel «Karbofention» («Akarition») verwendet. Für die Testergebnisse siehe Tabelle IL
Beispiel 3
Bestimmung der aphiziden Kontaktwirkung auf Aphie fabae (Tauchmethode).
Arbeitsvorgang:
In Zylinder (Durchmesser 4 cm), deren untere Stirnseiten mit Gaze versehen waren, wurden je 33 Läuse von homogener Population eingelegt, worauf die Zylinder mit Petrischalen zugedeckt wurden. Das Behandlungsmittel in den nach vorangehenden Beispielen I und 2 abgestuften Konzentrationen wurde durch Eintauchen der Insektindividuen (dreimal 3 Sekunden) appliziert. Nach der Behandlung wurden die Läuse auf dem Filterpapier abgetrocknet. Nachher wurden die Zylinder mit den Läusen in Petri-Schalen gelegt, die je eine Filterpapierscheibe enthielten. Als Kontrolle dienten die unbehandelten Individuen. Zum Vergleich wurde «Malation»-Standard verwendet. Die Testergebnisse sind wiederum der Tabelle II entnehmbar.
Beispiel 4
Die Wirkung der erfindungsgemässen Präparate auf Drahtwürmer (Schnellkäferlarven, Elateridae) wurde durch den nachstehenden Vorgang untersucht: Die zum Versuch zu verwendende Erdmasse wurde zunächst ausgetrocknet, durchgesiebt und zu geforderter Struktur verarbeitet. Die so zubereitete Erdmasse wurde dann je 200 g pro Konzentrationsstufe abgewogen. Die Erdprobe zusammen mit der betreffenden genau abgewogenen Präparatmenge wurde in ein Zweiliter-Pulvergefäss eingeschüttet. Dieses wurde verspun-
Tabelle II
Testmittel
Konzentra
Wirksamkeit
tion der
T. urti
A. fa
T. urti
wirksamen cae bae cae
Substanz
(Weib
%
(Eier)
(PPm)
chen) %
%
I
100
100
100
500
100
1000
100
100
5000
100
II
100
100
500
72
1000
100
5000
100
III
100
100
500
82
1000
100
5000
100
«Akarition»-Stan-
100
100
dard 0,0-Diäthyl-S-
500
100
(4-chlorphenylthio-
1000
100
methyldithiophos-
5000
100
phat (Vergleich)
«Malation»-Stan-
100
•—
100
dard 0,0-Dimethyl-
1000
100
S-( 1,2-dicarbäthoxy/
äthyldithiophosphat
(Vergleich)
Tabelle III
Vergleich zwischen der akariziden Wirksamkeit von selbständigen Komponenten und deren experimentaier Mischung
Testmittel LCS0 Index der Toxizi tät im Vergleich zu «Chlormefos»
«Chlormefos»-Standard 0,0-Diäthyl-S-chlormethyl-
dithiophosphat (Vergleich) 0,0031 100,0 0,0-DÜsobutyl-S-chlor-
methyldithiophosphat 0,15 2,0 G-Äthyl-O-isobutyl-S-chlor-
methyldithiophosphat 0,013 23,8
II 0,0019 163,0
det und 5 Minuten in einem mechanischen Rührer verarbeitet. Das so vorbereitete Versuchssubstrat wurde dann im Zylinder (Durchmesser 5 cm, Höhe 12 cm) eingeschüttet, deren Inneres mit Igelitfolie verseift war; der Unterteil der Folie wurde zum Zylinder mittels Polyamidgewebe befestigt und mit Gummiband festgehalten. Der Zylinder wurde dann - mit der Gewebeseite nach unten - auf eine Petri-Schale gestellt. In jedem Zylinder wurden fünf Drahtwürmer eingelegt und mit 10 ml Wasser Übergossen. Um Kannibalismus unter den Individuen zu vermeiden, wurden in jeden Zylinder drei Maiskörner eingelegt. Die Zylinder wurden nachher in einem klimatisierten Raum mit Temperaturen von 22 + 2 °C und entsprechendem relativem Feuchtigkeitsgehalt gelagert. Das Experiment wurde mit jeder Konzentrationsstufe sechsmal wiederholt. Alle zwei Tage wurden jedem Zylinder 10 ml Wasser zugegeben. Nach 14 Tagen wurde der Versuch so ausgewertet, dass die toten Individuen zusammengezählt wurden. Aus drei Wiederholungen wurde schliesslich der durchschnittliche Mortalitätsprozentsatz der toten Individuen ausgerechnet.
Die residuale Wirkung nach 14 Tagen wurde ebenso bestimmt, jedoch mit der Ausnahme, dass die Drahtwürmer erst nach 14 Tagen vom Anfang des Experimentes an (d.h. vom Vermischen der Erdmasse mit dem Präparat und Einschütten in den Zylinder an) dem Substrat zugesetzt werden. Das Experiment wurde wiederum nach 14 Tagen ausgewertet. Die Ergebnisse sind den Tabellen IV bis IX entnehmbar.
Tabelle IV
Testmittel Konzentra- Anfangs- Residual tion der wirk- effekt effekt samen Substanz
(ppm)
I
12
100
100
6
93
100
3
93
100
1,5
73
86
II
12
100
100
6
100
100
3
80
90
1,5
14
60
«Pyridation»-Stan-
12
100
100
dard O-Äthyl-O-iso-
6
73
100
propyl-0-(5-meth-
3
73
100
oxy-l-methyl-6-oxo-
1,5
33
53
1 H-pyridazin-4-yl)-
thiophosphat
(Vergleich)
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
Tabelle V
Insektizide Wirksamkeit der 0,0012%igen Dosis der wirksamen Substanz, ermittelt unter Laboratoriumsbedingungen
Testraittel Aussetzungszeit: 7 Tage
Mortalität {%)
H 100
«Pyridation»-Standard O-Äthyl- 100 0-isopropyl-0-(5-methoxy-l-methyl-6-oxo-lH-pyridazin-3-yl)-thiophos-phat (Vergleich)
Kontrolle null
Tabelle VI
Insektizide Wirksamkeit gegen Drahtwürmer nach der Bodenbehandlung in der Lokalität Malinovo
(Mai 1978)
Testmittel XI
«Dursban-5G-Chlorpyrifos»-Standard 0,0-Diäthyl-0-3,5,6-trichlor-2-pyridylthiophosphat (Vergleich) «Dyfonate-10G-Fonofos»-Standard O-Äthyl-S-phenyläthyl-dithiophosphonat (Vergleich)
«Furadan-5G-Carbofuran»-Standard 2,3-Dihydro-2,2-di-methylbenzofuran-7-yl-methylcarbamat (Vergleich) «Dotan-5G-Chlormefos»-Standard 0,0-Diäthyl-S-chlor-methyldithiophosphat (Vergleich)
«Vydate-1 OG-Oxamyl»-Standard 1 -Dimethylcarbamoyl-1 -methylthiomethylenaminomethylcarbamat (Vergleich) «Disyston-5G-Disulfoton»-Standard 0,0-Diäthyl-S-äthyI-thio-äthyldithiophosphat (Vergleich)
Kontrolle (unbehandelt)
wirksame Substanz kg/ha biologische Wirksamkeit 14Tage(%) 28Tage(%)
1
63,3
56,6
1,5
96,6
86,6
2
100
100
2,5
100
100
3
100
100
2
86,6
93,3
3
93,3
100
2
100
94,6
2
100
100
3
100
100
2
96,6
100
null null
Tabelle VII
Residuale Wirksamkeit gegen Drahtwürmer nach der Bodenbehandlung der Lokalität Malinovo
(April 1978)
Testmittel wirksame Sub- biologische Wirksamkeit stanz kg/ha 14Tage(%) 28Tage(%) 42Tage(%)
XI
«Dursban-5G-Chlorpyrifos»-Standard (Vergleichsversuch) 0,0-Diäthyl-0-3,5,6-trichlor-2-pyridylthiophosphat «Dyfonate-10G-Fonofos»-Standard O-Äthyl-S-phenyläthyldithiophosphat (Vergleichsversuch)
«Furadan-5G-Carbofuran»-Standard (Vergleichsversuch) 2,3-Dihydro-2,2 dimethyl-benzófuran-7-yl-methylcarbamat «Dotan-5G-Chlormefos»-Standard (Vergleichsversuch) O.O-Diäthyl-S-chlor-methyl-dithiophosphat
1
1,5
2
2,5
3
82,5 83,3 100 93,3 100
76,3 100 100 96,6
93,3 96,6 100 100 100
86,3 96,6 100 100
96,6 83,3 100 100 100
50 98,7 100 100
638951
6
Tabelle VII (Fortsetzung)
Testmittel wirksame Sub- biologische Wirksamkeit stanz kg/ha 14Tage(%) 28Tage(%) 42Tage(%)
«Vydate-10G-Oxamyl»-Standard 1-DimethyI-carbamoyl-l-methylthiomethylenaminome-
thylcarbamat (Vergleichsversuch) 3 100 100 86
«Disyston-5G-Disulfoton»-Standard (Vergleichsversuch) 0,0-Diäthyl-S-äthylthio-
äthyl-dithiophosphat 2 100 96,6 86,6
Kontrolle (unbehandelt) - null null null
Tabelle VIII
Testmittel
XI
«Dursban-5G-Chlorpyrifos»-Standard 0,0-Di-
äthyl-0-3,5,6-trichlor-2-pyridylthiophosphat
(Vergleichsversuch)
«Dyfonate-10G-Fonofos»-Standard O-Äthyl-S-
phenyläthyldithiophosphonat (Vergleichsversuch)
«Furadan-5G-Carbofuran»-Standard 2,3-Dihydro-
2,3-dimethylbenzofuran-7-yl-methyIcarbamat
«Dotan-5G-ChIormefos»-Standard 0,0-Diäthyl-
S-chlormethyldithiophosphat
«Vydate-1 OG-Oxamyl»-Standard 1 -Dimethylcarb-
amoyl-l-methylthiomethylenaminomethylcarbamat
«Disyston-5G-Disulfoton»-Standard 0,0-Diäthyl-
S-äthylthioäthyldithiophosphat
Kontrolle (unbehandelt)
wirksame Sub- biologische Wirksamkeit stanz kg/ha I4Tage(%) 28Tage(%)
1
30
66,6
1,5
56,6
66,6
2
66,6
93,3
2,5
96,6
100
3
100
100
2
56,6
96,6
3
100
100
2
93
100
2
100
100
3
93,3
100
2
93,3
96,6
null nun
Tabelle IX
Anfängliche Einwirkung auf Drahtwürmer, bestimmt als Mortalitätsprozentsatz. Aussetzungszeit: 3 Tage
Testmittel
Konzentration der wirksamen Substanz (%) 0,0012 0,0006 0,0003
0,0001
«Chlormefos»-Standard 0,0-Diäthyl-S-chlor-methyldithiophosphat (Vergleich)
XI
Kontrolle
93 87
73 50
57 23
33 13
Beispiel 5
Zum Bestimmen der biologischen Wirksamkeit der erfindungsgemässen Gemische von Organophosphorverbindungen gegen im Boden lebende Schädlinge wurde die nachfolgende Methode benutzt:
Die Verbindungen wurden in Form von Bestäubungsmitteln, nämlich «Dotan»-Standard als 5%iges, «Pyridation»-Standard als 20%iges Granulat appliziert.
Aus der ausgetrockneten und durchgesiebten Erdmasse wurden Verriebpräparate mit den erfindungsgemässen Gemischen bzw. den zum Bekämpfen der Bodenschädlinge verwendeten Präparate auf der Grundlage von Organophosphorverbindungen zubereitet, um die erforderlichen Endkonzentrationen der aktiven Substanzen im Boden zu erzielen. Aus den zubereiteten Bodenmustern mit wirksamem Substanzgehalt wurden 50 g-Dosen abgewogen und in Petrischalen geschüttet, worauf nach 7 bzw. 21 bzw. 35 Tagen 60 4 ml Wasser und 20 Stück vier Tage alte Larven von Musca domestica L. in jede Schale eingegossen bzw. eingelegt wurden. Die Schalen wurden dann zusammen mit der Erdmasse und den Larven in einen Raum (24 bis 26 °C) gebracht, worauf nach 14 Tagen die entwickelten Fliegen zusammenge-65 zählt wurden. Die Wirksamkeit der applizierten Präparate wurde als durchschnittliche Larvenmortalitätsprozente ausgedruckt. Die Ergebnisse sind den Tabellen X und XI entnehmbar.
7
Tabelle X
638 951
Testmittel wirksame durchschnitt-
Substanz- liehe Mortali-dose (ppm) tat (%)
I
24
70
12
36
6
20
II
24
73
12
56
6
40
III
24
93
12
90
6
60
VI
24
93
12
80
6
26
V
24
76
12
53
6
10
VI
24
100
12
86
6
73
«Chlormefos»-Standard 0,0-Di-
24
76
äthyl-S-chlormethyldithiophos-
12
46
phat (Vergleich)
6
36
«Pyridation»-Standard O-Äthyl-
24
76
0-isopropyl-0-(5-methoxy-l-me-
12
46
thyl-6-oxo-1 H-pyridazin-4-yl)-
6
30
tbiophosphat (Vergleich)
Tabelle XI
Wirkung der Testmittel auf Fliegenlarven im Boden, ermittelt unter Laboratoriumsbedingungen und bestimmt als Mortalitätsprozent
Testmittel
Konzentration der wirksamen Substanz (%)
Wirkung nach 7 Tagen 21 Tagen
35 Tagen
I
0,0010
90
96
0,0006
66
73
_
II
0,0010
100
100
100
0,0006
53
100
90
III
0,0010
96
100
0,0006
66
96
IV
0,0010
86
100
_
0,0006
50
100
V
0,0010
100
100
0,0006
100
100
VI
0,0010
100
100
96
0,0006
80
100
80
VII
0,0010
96
100
0,0006
90
70
VIII
0,0010
83
93
0,0006
60
43
IX
0,0010
70
90
0,0006
86
80
X
0,0010
46
-
-
0,0006
23
«Chlormefos»-Standard 0,0-Diäthyl-S-chlormethyl-
0,0010
66
100
-
dithiophosphat (Vergleich)
0,0006
56
43
-
Beispiel 6
Die Wirkung der erfindungsgemässen Gemische wurde untersucht, mit der Ausnahme, dass keine Maiskörner der durch einen Modelltest an Larven von Tenebrio molitor L. Erdmasse zugegeben wurden. Die Ergebnisse sind den nach-usw. nach dem in Beispiel 4 beschriebenen Arbeitsvorgang stehenden Tabellen XII und XIII entnehmbar.
638951
8
Tabelle XII
Testmittel wirksame anfängliche
Substanz- Wirkung dosis(ppm) {Mortalitäts-
prozent)
II
12
95
6
64
3
38,5
«Pyridation»-Standard O-Äthyl-
1,5
12
100
0-isopropyl-0-(5-methoxy-l-
6
90
methyl-6-oxo-lH-pyridazin-4-
3
50
yl)-thiophosphat (Vergleich)
1,5
12,5
Tabelle XIII
Wirkung der Muster auf Larven von Tenebrio molitor L. im Boden, ermittelt in Laboratoriumsbedingungen und bestimmt als Mortalitätsprozent
Testmittel
Konzentration der wirksamen Substanz (%)
Wirkung nach 7 Tagen 14 Tagen
21 Tagen
I
0,0005
100
100
0,0003
100
73
II
0,0005
100
100
100
0,0003
100
100
100
III
0,0005
100
100
-
0,0003
86
100
-
IV
0,0005
100
100
-
0,0003
100
100
-
V
0,0005
100
100
0,0003
93
83
-
VI
0,0005
100
100
100
0,0003
100
100
100
VII
0,0005
100
100
-
0,0003
100
100
-
VIII
0,0005
-
-
0,0003
-
-
-
IX
0,0005
- -
-
-
0,0003
- -
-
-
X
0,0005
26
13
-
0,0003
-
-
-
«Chlormefos»-Standard 0,0-Diäthyl-S-chlormethyl-
0,0005
100
100
100
dithiophosphat (Vergleich)
0,0003
100
93
100
s

Claims (2)

  1. 638 951
    2
    PATENTANSPRÜCHE 1. Insektizide, Akarizide und Ovizide auf der Grundlage von 0,0-Dialkyl-S-chlormethyldithiophosphaten zum Schutz von Kulturpflanzen gegen Schädlinge, dadurch gekennzeichnet, dass sie als wirksame Komponente ein Gemisch von
    (a) Verbindungen der allgemeinen Formel I
    RO
    RO
    \ /X
    P- s —CH2—Cl
    (I)
    (b) Verbindungen der allgemeinen Formel II RO>
    i/î
    r'o' s
    - S —CH2—Cl CID
    und
    (c) Verbindungen der allgemeinen Formel III
    rV
    P— S — CH2— Cl CHI)
    R 0
    enthalten, in welchen
    R eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, und R1 eine von der Gruppe R verschiedene Alkylgruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoff atomen bedeuten,
    wobei das Gemisch 10 bis 30% der Komponente (a), 30 bis 60% der Komponente (b) und 10 bis 40% der Komponente (c) enthält.
  2. 2. Verfahren zum Schutz von Kulturpflanzen gegen Schädlinge, dadurch gekennzeichnet, dass man die Pflanzen oder den sie umgebenden Boden mit einem Gemisch gemäss Patentanspruch 1 behandelt.
    den anhäufen und zusammen mit den pflanzlichen Substanzen in den Nahrungsmittelzyklus gelangen. Ein weiteres bedenkliches, mit der Anwendung von chlorierten Insektiziden verbundenes Problem ist die Tatsache, dass durch deren 5 langandauernde bzw. wiederholte Applizierung manche Schädlinge bisweilen eine Resistenz dagegen erwarben, so dass Dosierungen solcher Mittel per Flächeneinheit of übermässig gesteigert werden müssen.
    Deswegen ging man in der letzten Zeit auf die Verwen-io dung von verschiedenen Mitteln auf der Grundlage von Organophosphorsäureestern über. So ist es beispielsweise bekannt, Mittel auf der Grundlage von 0,0-Diäthyl-0-(4-nitrophenyl)-thiophosphat («Parathion»), 0,0-Diäthyl-0-(2-isoprop]l-6-methylpyridin-4-yl)-thiophosphat («Diazi-i5 non»), 0,0-Diäthyl-0-(4-[methyIsulfinyl]-phenyl)-thio-phosphat («Fensulfotion»), 0-ÀthyI-0-(2,4,5-trichlor-phenyl)-äthylthiophosphonat («Trichloronat»), 0,0-Di-äthyl-S-(äthylthiomethyl)-dithiophosphat («Forat») und vielen anderen Organophosphorverbindungen zum Bekämpfen 20 der Bodenschädlinge zum Schutz der wichtigen Kulturpflanzen, wie z.B. Mais, Zuckerrüben, Kartoffeln, Getreidepflanzen, Baumwolle usw., einzusetzen.
    Die Verwendung von 0,0-Dialkyl-S-chlormethyldithio-phosphaten als Insektizide sowie Verfahren zu deren Her-25 Stellung sind bekannt und beispielsweise den nachstehenden Patentschriften entnehmbar: DE-PS 1 925 468, CH-PS 536 070, AU-PS 432 101 und US-PS 3 896 219.
    Keine der obenerwähnten Patentschriften enthält jedoch einen Hinweis auf die Verwendung von Organophosphor-30 Verbindungen, in denen zwei verschiedene Alkylgruppen mittels Sauerstoff gebunden sind, als Insektizide, insbesondere als Mittel zum Vertilgen von Bodenschädlingen.
    Es wurde jetzt ermittelt, dass zum Schutz von Kulturpflanzen, insbesondere gegen im Boden lebende Schädlinge, 35 Insektizide, Akarizide und Ovizide auf der Grundlage von 0,0-Dialkyl-S-chlormethyldithiophosphaten verwendet werden können. Die erfindxmgsgemässen Insektizide, Akarizide und Ovizide enthalten als wirksame Komponente ein Gemisch der nachfolgenden Verbindungen: (a) Verbindungen der allgemeinen Formel I
    40
    45
    RO»
    RO«
    .P—S—CH0 —Cl
    It
    S
    CD
CH1246378A 1977-12-09 1978-12-06 Insektizide, akarizide und ovizide auf der basis von 0,0-dialkyl-s-chlormethyldithiophosphaten. CH638951A5 (de)

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