CH639997A5 - Seifenzusammensetzung. - Google Patents

Seifenzusammensetzung. Download PDF

Info

Publication number
CH639997A5
CH639997A5 CH870478A CH870478A CH639997A5 CH 639997 A5 CH639997 A5 CH 639997A5 CH 870478 A CH870478 A CH 870478A CH 870478 A CH870478 A CH 870478A CH 639997 A5 CH639997 A5 CH 639997A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
soap
copolymer
composition according
soap composition
maleic
Prior art date
Application number
CH870478A
Other languages
English (en)
Inventor
Gerard Gerald Sonenstein
Original Assignee
Colgate Palmolive Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Colgate Palmolive Co filed Critical Colgate Palmolive Co
Publication of CH639997A5 publication Critical patent/CH639997A5/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D9/00Compositions of detergents based essentially on soap
    • C11D9/04Compositions of detergents based essentially on soap containing compounding ingredients other than soaps
    • C11D9/22Organic compounds, e.g. vitamins
    • C11D9/225Polymers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Seifenzusammensetzung mit verbeserter Beständigkeit gegen Rissbildung. Sie enthält anionische Polymaleinsäure-Elektrolyte und ist charakterisiert durch einen stabileren und cremigeren Schaum und durch ein grösseres Schaumvolumen als solche Zusammensetzungen, die keine anionischen Polymaleinsäure-Elektrolyte enthalten. Die erfindungsgemässen Produkte zeigen in der Regel bemerkenswerte, die Haut geschmeidig machende und glättende Wirkungen und zusätzlich dazu entzündungshemmende Eigenschaften.
Seifenzusammensetzungen und insbesondere Seifenstücke enthalten im allgemeinen bis zu etwa 20% Wasser, wobei das Wasser eine wesentliche Komponente in der Seife ist, die das Bearbeiten und Formen der Seife zu Seifenstücken ermöglicht. Die Anwesenheit von Wasser in Seifenstücken ergibt Probleme hinsichtlich der Rissbildung in der fertigen Seife, insbesondere beim Altern. Während des Alterns findet zweifellos eine Änderung der kristallinen Phase statt, und das Austreten von Feuchtigkeit trägt dazu bei, dass die Seifenstücke nicht formbeständig sind.
Es wurde nun gefunden, dass bestimmte anionische Poly-maleinsäure-Verbindungen, wenn man sie Seifenzusammensetzungen zusetzt und aus solchen Mischungen Seifenstücke herstellt, den Seifenstücken ausgezeichnete Formbeständigkeit und hervorragende Beständigkeit gegen Rissbildung verleihen. Zusätzlich wurde gefunden, dass viele andere wünschenswerte Eigenschaften der Seife vorteilhaft beeinflusst werden. So fand man, dass die erfindungsgemäss erhaltenen Seifenstücke einen cremigeren, länger anhaltenden Schaum und auch ein grösseres Schaumvolumen ergaben. Ferner wurde eine deutliche geschmeidigmachende oder «weichmachende» Wirkung gefunden, mit der eine bestimmte «Glattheit» auf der Haut verbunden war.
Es sind schon zahlreiche polymere Verbindungen zu Seife zugesetzt worden, z.B. ist aus US-PS 33 83 320 bekannt, ein thermoplastisches Harz als eine Matrix für Seife zu verwenden, um die ursprünglichen Abmessungen des Seifenstückes beizubehalten. Gemäss der GB-PS 1288805 werden wasserunlösliche Polymerteilchen der Seife zugesetzt, um ihr ein geschmeidiges Gefühl zu verleihen. Aus US-PS 3819525 ist es bekannt, festen, granulierten Polyvinylalkohol, dessen Teilchen durch Maschensiebe mit einer Appertur von 0,71— 0,044mm hindurchgehen, der Seife zuzusetzen, um der Seife zur Hautreinigung eine sanft schmirgelnde Eigenschaft zu geben. Die US-PS 3278444 beschreibt polymere Sulfonate wie z.B. Polystyrolsulfonat, die der Seife zugesetzt werden, um die Beständigkeit der Seife gegen ein Verschorfen zu verbessern. In der US-PS 2938887 wird vorgeschlagen, Copoly-mere einer aromatischen Vinylverbindung und einen Diester einer ungesättigten Dicarbonsäure als Dispersionsmittel für Kalkseifen-Niederschläge einzusetzen.
Polymaleinsäure-Verbindungen sind in nicht in Stückform vorliegenden Detergenz-Zusammensetzungen, besonders als Phosphatersatz, bekannt, siehe US-PS 3764559. Sie sollen auch dazu dienen, die Erhaltung des Weissgrades der Wäsche zu verbessern, siehe US-PS 3794605. Ferner wurde es mit Seife als ein Zusatz zu nichtionischen Seifenmischerauf-schlämmungen eingesetzt, um sprühgetrocknete teilchenför-mige Produkte herzustellen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine in Stückform herstellbare Seifenzusammensetzung zu schaffen, die sich im Unterschied zu den bisher bekannten Seifenzusammensetzungen durch eine verbesserte Beständigkeit gegen Rissbildung, einen stabilen, cremigen Schaum mit grossem Schaumvolumen und mit bemerkenswerten geschmeidigmachenden und die Haut glättenden Wirkungen auszeichnet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Seifenzusammensetzung gelöst, die gekennzeichnet ist durch einen Gehalt an einem wasserlöslichen Alkali-, Ammonium- oder niedrigmolekularen Aminsalz einer Cs- bis C24-Fettsäure und 0,1 bis 15 Gew.-%, bezogen auf die Menge des Fettsäuresalzes, eines Mischpolymeren aus
(1) Maleinsäure- oder Fumarsäureanhydrid oder Maleinoder Fumarsäure oder einem niederalkylsubstituierten Homologen davon und/oder einem gegebenenfalls im Ci-
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
DD
3
639 997
C4-Alkylrest substituierten C1-C4 Alkylpartialester der genannten Säuren oder deren niederalkylsubstituierten Homologen und
(2) einem Vinyllactam der Formel
CH=CH2
worin A die Ergänzung zu einem 5-7gliedrigen Heteroring bildet und die zusätzlichen Ringglieder aus Kohlenstoff-, Stickstoff-, Sauerstoff- und/oder Schwefelatomen bestehen, einem Vinylester einer aliphatischen Monocarbonsäure mit 2 bis 6 C-Atomen, einem Ci- bis C4-Alkylvinylether oder deren Mischungen.
Demnach sind als anionische Maleinsâure-Copçlymere in der erfindungsgemässen Seifenzusammensetzung insbesondere solche geeignet, die aus a) Maleinsäureanhydrid, Maleinsäure und/oder deren partiellen Ci- bis C4-Alkylestern oder z.B. mit OH-Gruppen usw. substituierten Ci- bis C4-Alkylestern und b) Ci- bis C4-Alkylvinylethern, Vinylestern von C2- bis Cö-Monocarbonsäuren,-Vinyllactamen, beispielsweise Vinylpyr-rolidon, Vinylmorpbiolinon, Vinyloxazolidinon usw., also Verbindungen mit 5-, 6-"oder 7gliedrigen Heteroringen, sowie Mischungen derselben bestehen.
Die hier beschriebenen, in der erfindungsgemässen Seifenzusammensetzung enthaltenen Misch- oder Copolymeren in Form ihrer freien Säure oder ihres Anhydrids sollen mit den wasserlöslichen Salzen derselben, z.B. mit den oben beschriebenen Natrium-, Kalium-, Ammonium- und Aminsal-zen äquivalent sein. In ähnlicher Weise umfasst der Maleinsäureanteil auch Fumarsäure-, Citraconsäure- und andere Ci-C4-alkylsubstituierte Maleinsäuregruppen.
Die Mischpolymeren sind im allgemeinen im Verhältnis 1:1 äquimolar zusammengesetzte Produkte, sie können aber auch Mol-Verhältnisse von Maleinsäureanhydrid zu Como-nomeren im Bereich von etwa 9:1 bis 1:9 aufweisen. Die Menge des anionischen Maleinsäure-Copolymeren liegt im Bereich von 0,1 bis etwa 15 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 10 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt von 1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Trockengewicht der Seife. Besonders hervorragende Wirkungen werden mit einem Gehalt von 1 bis 5 Gew.-% des Copolymeren, bezogen auf das Gewicht der Seife, erhalten.
Die erfindungsgemässen Seifenzusammensetzungen enthalten ein wasserlösliches Salz einer Fettsäure, beispielsweise sind für den erfindungsgemässen Zweck die Natrium-, Kalium- und andere Alkalisalze, ferner Ammoniumsalze und niedrigmolekulare Aminsalze geeignet, z.B. Mono-, Di- und Triethanol-, Pentaethoxyethanol-, Triethoxymethylamine u. dgl. Bevorzugt werden die Natriumseifen. Die Fettsäuren sind die Cs- bis C24-Säuren, besonders bevorzugt die C12- bis Cis-Säuren, die gesättigt, einfach oder mehrfach ungesättigt sein können. Die handelsüblichen Seifen werden überwiegend aus Talg und/oder hydriertem Talg (Talgfettsäuren und hydrierte Talgfettsäuren) und Kokosnussöl und/oder hydriertem Kokosnussöl (d.h. Fettsäuren) und deren Mischungen abgeleitet. Andere übliche Fettsäurequellen sind Baumwoll-saatöl, Sojaöl, Maisöl, Olivenöl, Palmöl, Erdnussöl, Fischöle usw. Bevorzugte Seifen enthalten etwa 50 bis 95 Gew.-% Talgfettsäuren und etwa 5 bis 50 Gew.-% Kokosfettsäuren. Besonders bevorzugt sind Seifen mit ca. 70 bis 90 Gew.-% Talgfettsäuren und etwa 10 bis 30 Gew.-% Kokosfettsäuren. Auch synthetische Fettsäuren können eingesetzt werden. Diese enthalten eine beträchtliche Menge (10 bis 50 Gew.-%) verzweigter Fettsäuren. Eine besonders geeignete Seife enthält 80 bis 88 Gew.-% Talgfettsäuren und etwa 12 bis 20 Gew.-% Kokosfettsäuren.
Die Seifenzusammensetzungen gemäss der Erfindung können, bezogen auf die erfindungsgemässe Seife, eine geringere Menge, z.B. 1 bis 10 Gew.-%, bis zu einer bedeutenden Menge (z.B. etwa 20 bis 100 Gew.-%) eines Detergenz auf Nicht-Seifenbasis enthalten. Beispiele sind a-sulfonierte C10-bis Cîo-Fettsâureester, die in der US-PS 3223645 beschrieben sind, höhere (Ciò- bis C20-) Alkylethersulfonate mit 1 bis 30 Molen Ethylenoxid, (Ciò- bis C20-) Paraffinsulfonate, (C10- bis C20-) a-Olefinsulfonate, C10- bis C2o-Fettsäuremonoglycerid-sulfate und Alkylbenzolsulfonate, z.B. Decyl-, Dodecyl-, Tri-decyl,- Tetradecyl-, Pentadecyl-(linear oder verzweigt)-ben-zolsulfonate. Falls gewünscht, können auch kleiner Mengen, z.B. etwa 1 bis 20 Gew.-%, eines nichtionischen Detergenz eingesetzt werden, vorzugsweise solche, die sich von linearen aliphatischen Alkoholen mit 9 bis 18 C-Atomen und Ethylenoxid (etwa 1 bis 50 Mole) ableiten. Mischungen von Ethylen-und Propylenoxid können ebenfalls eingesetzt werden, z.B. in einem Mol-Verhältnis Propylenoxid: Ethylenoxid von etwa 5:1 bis zu 1:10.
Es können auch andere übliche und konventionelle Zusätze und Hilfsmittel den erfindungsgemässen Seifenzusammensetzungen zugesetzt werden, z.B. Antioxidantien in einer Menge von etwa 0,01 bis 5 Gew.-%, Pigmente und Farbstoffe (etwa 0,01 bis 10 Gew.-%), Germicide, Baktericide und Fungicide (etwa 0,01 bis 5 Gew.-%), Parfüme, anorganische Füllmittel (etwa 0,1 bis 10 Gew.-%), Feuchtmittel (etwa 0,1 bis 10 Gew.-%), Konditioniermittel (etwa 0,1 bis 10 Gew.-%), chelatbildende Mittel (etwa 0,1 bis 5 Gew.-%) und ähnliche.
Die in der erfindungsgemässen Zusammensetzung eingesetzten anionischen Maleinsäure-Copolymeren können der Seifenzusammensetzung in jeder geeigneten Stufe der Seifenherstellung zugesetzt werden. Man kann die Polymeren der Kesselseife (in der Regel etwa 60 bis 70 Gew.-% Seife und 30 bis 40 Gew.-% Wasser) oder den Seifenflocken mit oder ohne Wasser zusetzen, um das Homogenisieren zu erleichtern. Das Vermischen von Seife und Polymeren kann in einem konventionellen Walzwerk, einem Sigma-Bandmischer oder einem Seifenmischer oder Amalgamator vorgenommen werden, und anschliessend wird die Mischung vorzugsweise stranggepresst (z.B. im Vakuum stranggepresst) und in die endgültige Stückform extrudiert. Es können sowohl Raumtemperaturen als auch höhere Temperaturen von etwa 60 bis 120 °C angewandt werden, wobei die höheren Temperaturen oft Löslichkeit, Fliessfähigkeit, Mischen, Bearbeitung und dgl. erleichtern. Der Ausdruck «Seifenstück» wird hier in dem Sinne gebraucht, dass man darunter jede feste Form in jeder Grösse und Gestalt versteht. Beispielsweise unterscheidet man Zusammensetzungen in Form von Granulaten, Teilchen, Kügelchen, Nudeln und ähnlichem.
Diese in der erfindungsgemässen Zusammensetzung brauchbaren anionischen Maleinsäure-Copolymeren sind bekannt und können durch bekannte konventionelle Verfahren zur Mischpolymerisation von Maleinsäureanhydid (oder dessen Partialester, z.B. Monoalkylester) mit dem oder den ausgewählten Monomeren hergestellt werden. In der Regel ist die Radikalpolymerisation (z.B. mit Benzoylperoxid) die in Frage kommende Methode. Beispiele für bestimmte Mischpolymere, die für die erfindungsgemässen Seifenzusammensetzungen geeignet sind, sind die folgenden, wobei in Klammern das angewandte Mol-Verhältnis angegeben ist:
a) Vinylpyrrolidon-Maleinsäureanhydrid (1 :l);
b) Vinylpyrrolidon-Monomethylmaleat (1:1);
c) Vinylpyrrolidon-Monoethylmaleat (1:2) ;
d) Vinylpyrrolidon-Monohydroxyethylmaleat (1:3);
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
o5
639 997
4
e) Vinylacetat-Monomethylmaleat (1:1);
f) '/s-Methylester von (a);
g) '/j-Methylester von (a);
h) Methylvinylether-Monomethylmaleat (1:1);
i) Methylvinylether-Maleinsäureanhydrid (2:3);
j) 'A-Methylester von (i);
k) '/i-n-Butylester von (i);
1) Isopropylvinylether-Monoethylmaleat (1:1).
Die polymeren Partialester können auch aus den entsprechenden Maleinsäureanhydrid-Mischpolymeren und Alkohol, z.B. 1 Mol Alkohol pro Mol Maleinsäureanhydrid in Mischpolymeren, um den Halbester zu erhalten, hergestellt werden. So können beispielsweise 15,6 g Methylvinylether-Maleinsäureanhydrid-Mischpolymeres (1:1) bei Zimmertemperatur in Methylalkohol im Überschuss (z.B. 100 ml) gelöst werden, um den '/2-Methylester zu erhalten.
Die für den erfindungsgemässen Zweck geeigneten Mischpolymeren werden darüber hinaus durch mittlere Molekulargewichte von insbesondere etwa 50000 bis 5000000, vorzugsweise von etwa 100000 bis 1500000, ganz besonders bevorzugt von etwa 150000 bis 1000000, charakterisiert.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele weiter erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein. Alle Mengen- und Verhältnisangaben sind, wenn nichts anderes angegeben ist, Gewichtsangaben.
Beispiel 1
18,0 g eines Vinylacetat-Monomethylmaleat-Mischpoly-meren (Verhältnis 1:1, Molekulargewicht 500000) wurden in 84,0 g heissem Wasser (70 °C) gelöst. 250 g Seifenflocken (Natriumseife aus 85% Talgfettsäuren und 15% Kokosfettsäuren) wurden zugesetzt, wobei man eine schwerflüssige Paste erhielt, die auf einem kleinen Walzwerk mit drei Walzen gemahlen wurde. Die Scherwirkung der Walzen reduzierte die Viskosität der Mischung, worauf weitere 248 g der Seifenflocken zugesetzt und das Mahlen fortgesetzt wurde. Die Mischung wurde anschliessend durch die drei Walzen eines grossen Walzwerks geschickt. Anschliessend wurde die Mischung ohne Vakuumbehandlung, d.h. ohne Entlüftung, zu Seifenstücken gepresst. Die Seifenstücke zeigten einen hohen Grad an Schlüpfrigkeit, und beim Händewaschen bildeten sie viel cremigen, kleinporigen, festen Schaum. Die Hände fühlten sich sehr geschmeidig an.
Beispiel 2
Zu 2500 g Seifenflocken aus Beispiel 1 wurde 1 1 Wasser in kleinen Mengen in einen mit Heizmantel versehenen Sigma* Bandmischer gegeben, wobei die Manteltemperatur mit Hilfe von Dampf auf 104,4 bis 110,0 °C gehalten wurde. Man erhielt eine sehr dickflüssige cremeartige Paste. Zu dieser Paste wurden langsam 120 g Pulver des Mischpolymerisats aus Beispiel 1 zugegeben, wobei die Temperatur auf etwa 101,5 °C anstieg. Nach einstündigem Mischen erhielt man eine glatte, homogene, weisse Paste. Diese Paste wurde in einem Trockenschrank mit Umwälzlüftung bei 60 °C über Nacht getrocknet. Das erhaltene Produkt wurde dann im Sig-ma-Bandmischer erneut gemischt, auf einem Drei-Walzenwerk gemahlen, ausgebreitet und dann ca. 70 Stunden an der Luft getrocknet. Der Feuchtigkeitsgehalt der Seifemasse betrug 3,4%. Anschliessend wurde der Feuchtigkeitsgehalt in einem Amalgamator auf 13,8% eingestellt, und 20 g Titandioxid und Parfüm zugesetzt. Anschliessend wurde die Masse wiederum gemahlen, um Flocken zu erhalten. Die Flocken wurden Vakuum-stranggepresst und zu ausgezeichneten Seifenstücken mit einer Anfangshärte von 85 bis 90 extrudiert. Die Seifenstücke wurden in üblicher Weise gepresst unter Verwendung einer standardisierten Glycerin/Salzlösung als Trennmittel. Es fand kein Kleben an der Form statt.
Die erhaltenen Seifenstücke wiesen eine grosse Schaumkapazität auf, zeigten auf der Haut eine angenehme Schlüpfrigkeit, riefen keinerlei Reizungen im Gesicht hervor und machten die Haut weich. Alle diese Merkmale wurden besser bewertet als bei der gleichen Seife ohne den erfindungsgemässen Polymerzusatz.
Bei der Prüfung auf Nassrissbildung wurden folgende Ergebnisse erhalten:
Vi Stunde nass
1 Stunde nass
Rissprüfungsindex
Rissprüfungsindex
Kontrollseifenstück1
50
43
Seifenstück aus
6
16
Beispiel 2
1 Die Kontrollseife hat die gleiche Zusammensetzung und wurde genauso hergestellt wie die Seife nach Beispiel 2; sie enthielt jedoch keinen Polymerzusatz.
Der Vi-Stunde-Risstest wird in folgender Weise durchgeführt: zunächst werden etwa 25 bis 30% der einen Fläche des Seifenstücks abgeschabt. Das Seifenstück wird dann für 30 Minuten in Wasser von 24 °C getaucht und anschliessend bei Raumtemperatur über Nacht getrocknet. Die Zahl und die Stärke der Risse auf der abgeschabten Oberfläche werden festgestellt. Die Stärke der Risse wird mit einer Skala von 1 bis 5 bewertet, wobei der Wert 1 für Bleistift- oder Haarrisse und der Wert 5 für tiefe und breite Risse gilt. Die Skalenzahl, multipliziert mit der Zahl der Risse, ergibt jeweils die in der obigen Tabelle aufgeführte Zahl.
Der 1-Stunde-Risstest wird ähnlich durchgeführt, jedoch werden von den einander gegenüberliegenden Flächen je 10% abgeschabt und das Seifenstück eine Stunde in Wasser liegengelassen.
Der Härtetest wird mit einem Dietert-Härtemesser durchgeführt und ergibt Werte von 0 bis 100, wobei 0 die geringste und 100 die grösste Härte angibt. Bei dem Test benutzt man einen federnden Ball, um das Eindrücken des Balles auf der Oberfläche des Seifenstückes zu messen. Werte von 85 sind die besten.
Beispiel 3
Beispiel 2 wurde wiederholt, wobei aber 175 g Mischpolymerisat (5%) verwendet wurden. Die fertigen Seifenstücke zeigten eine Anfangshärte von 88 bis 93 und einen Endfeuchtigkeitsgehalt von 10%.
Beispiel 4
Beispiel 2 wurde wiederholt unter Anwendung von 87,5 g Mischpolymerisat, und man erhielt ausgezeichnete Seifenstücke mit einer Härte nach dem Strangpressen von 88 bis 94. Bei dem Vi-Stunde-Risstest wies das Seifenstück einen Nass-rissindex von 20 auf.
Beispiel 5
Es wurden Seifenstücke mit 0%, 1%, 3% und 5% Mischpolymerisat aus Beispiel 1 hergestellt. Bei dem Verfahren wurde Kesselseife (68% Seifenfeststoff, gleiche Fettsäurezusammensetzung wie in den vorausgehenden Beispielen) in einem geschlossenen Mischer (um Wasserverlust zu vermeiden) bei 121,1 °C gemischt, bis sie transparent (glasig) wurde. Die Masse wurde dann gemahlen und mit 2,0 g Titandioxid und 1,5 g Parfüm vermischt, dann wieder gemahlen und stranggepresst.
Feuchtigkeitsgehalt, Härte und Rissindex sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
t>5
5
639 997
% Polymeres
Ursprüngliche
Ursprüngliche
'/z-Stunden-
Feuchtigkeit (%) Härte
Nassrissindex
0
10,6
85-88
126
1
13,8
89-91
100
3
12,6
89-92
70
5
10,5
90-93
32
Beispiel 6
Zu einer Mischung von Kesselseife (68% Seifenfeststoffe, chemisch sind die Seifenfettsäuren denen vom Beispiel 1 gleich) in einem Reed-Mischer wurden 4 Gew.-%, bezogen auf die Seifenfeststoffe, eines 1:1-Maleinsäureanhydrid-Vinylacetat-Copolymeren (Molekulargewicht 500000) zugesetzt. Die Temperatur der Mischung wurde 65 Minuten lang bei 112,8 bis 180,6 °C gehalten. Die Mischung wurde anschliessend aus dem Mischer entfernt gekühlt, dann zweimal gemahlen, stranggepresst und schliesslich zu Stücken gepresst. Man erhielt folgende Ergebnisse:
Härte 96-97
Feuchtigkeit der Flocken 13,0%
Feuchtigkeit des Seifenstücks 7,5%
'/î-Std.-Rissindex 35
Vergleichsindex der Kontrollseife (ohne 120 Polymere)
Beispiel 7
Beispiel 6 wurde wiederholt unter Verwendung des Mischpolymerisats aus Beispiel 1. Es wurde ein besonders gutes Seifenstück hergestellt. Schaumverhalten (Dauer) und Schaumvolumen waren ausgezeichnet. Die Schaumstruktur war sehr dicht, cremig (kleine Bläschen), und die Schaumstabilität erwies sich als hervorragend. Die erhaltenen Seifenstücke waren zähfest und hatten eine ausgezeichnete Schlagfestigkeit. Die «Nassschlüpfrigkeit» ist merklich, jedoch trocknet die Seife sehr schnell, ohne eine gallertartige, weiche oder schlüpfrige Oberfläche zu hinterlassen. Die Härte des Seifenstückes betrug 94-95, der Feuchtigkeitsgehalt 6,2% und der '/2-Stunde-Rissindex 16. Zum Vergleich erhielt man für die Kontrollseife einen entsprechenden Rissindex von 120.
Beispiel 8
Beispiel 6 wurde wiederholt unter Verwendung von 4 Gew.-%, bezogen auf den Seifenfeststoffgehalt, Gantrez S-97,
ein Methylvinylether-Maleinsäure-Copolymeres, Verhältnis 1:1. Die Seifenstücke hatten durchweg ausgezeichnete Eigenschaften. Die Härte betrug 91-92, der Feuchtigkeitsgehalt der Stücke 8,3%, der '/i-Stunden-Nassrissindex 9.
5
Beispiel 9
Beispiel 6 wurde wiederholt unter Verwendung von 4 Gew.-%, bezogen auf die Seifenfeststoffe, eines alternierenden Copolymeren von N-Vinylpyrrolidon und Maleinsäu-10 reanhydrid im Verhältnis 1:1. Das Herstellungsverfahren war das gleiche, nur dass die Manteltemperatur des Reed-Mischers 115,6 bis 120 °C betrug. Der Schaum war ausgezeichnet, es trat keine Verschorfung auf, und das Trocknen erfolgte sehr schnell. Der Nassrissindex war 9, und das gete-" stete Stück Seife zeigte keine Endrisse.
Beispiel 10
Beispiel 6 wurde wiederholt unter Verwendung der folgenden Polymeren in den angegebenen Mengen anstelle des 20 Mischpolymeren aus Beispiel 6:
a) N-Vinylpyrrolidon-Monomethylmaleat (1:1) 3%
b) 3% N-Vinylpyrrolidon-Mono-(hydroxyethyl)-maleat
25 (hl)
c) Ethylvinylether-Monomethylmaleat (1:1) 4%
d) Isobutylvinylether-Monoethylmaleat (1:2) 4%
e) Methylvinylether-Monomethylmaleat (1:1) 3%
f) N-Vinyloxazolidinon-Maleinsäureanhydrid 4%
*> (1:1)
g) '/2-Methylester von (0 4%
h) '/4-Isobutylester von (0 4%
i) N-Vinylmorpholinon-Maleinsäureanhydrid 4%
(1:1)
r> j) '/2-Methoxytriglykol-[CHjO(CH2CH20).iH]- 4%
Ester des Copolymeren aus Beispiel 6
k) '/4-Methylester des Polymeren aus Beispiel 6 4%
1) %-Methylester des Polymeren aus Beispiel 6 4%
Die vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die bevorzugten Ausführungsformen näher erläutert. Es versteht sich, dass mögliche Abänderung und Variationen, die dem Fachmann durch die Erfindung nahegelegt werden, ebenfalls unter den beanspruchten Gegenstand der Erfindung fallen.
G

Claims (9)

  1. 639 997
    2
    PATENTANSPRÜCHE 1. Seifenzusammensetzung, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem wasserlöslichen Alkali-, Ammonium- oder niedrigmolekularen Aminsalz einer Cs- bis C24-Fettsäure und 0,1 bis 15 Gew.-%, bezogen auf die Menge des Fettsäuresalzes, eines Mischpolymeren aus (a) Maleinsäure- oder Fumar-säureanhydrid oder Malein- oder Fumarsäure oder einem niederalkylsubstituierten Homologen davon und/oder einem gegebenenfalls im C1-C4 Alkylbrest substituierten C1-C4 Alkylpartialester der genannten Säuren oder deren niederalkylsubstituierten Homologen und (b) einem Vinyllactam der Formel
    CH=CH2
    worin A die Ergänzung zu einem 5-7gliedrigen Heteroring bildet und die zusätzlichen Ringglieder aus Kohlenstoff-, Stickstoff-, Sauerstoff- und/oder Schwefelatomen bestehen, einem Vinylester einer aliphatischen Monocarbonsäure mit 2 bis 6 C-Atomen, einem Ci- bis C4-Alkylvinylether oder deren Mischungen.
  2. 2. Seifenzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fettsäuresalz ein Natriumsalz einer C12- bis Cis-Fettsäure ist.
  3. 3. Seifenzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fettsäuresalz aus einer Mischung von Natriumsalzen von Fettsäuren besteht, die sich aus 70 bis 90 Gew.-% Talg und/oder hydriertem Talg und 10 bis 30 Gew.-% Kokosnussöl und/oder hydriertem Kokosnussöl herleiten.
  4. 4. Seifenzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischpolymere ein Mischpolymer aus (a) dem partiellen Methylester der Maleinsäure und (b) Vinylacetat ist.
  5. 5. Seifenzusammensetzung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischpolymere ein lA- bis '/2-PartiaI-ester ist.
  6. 6. Seifenzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischpolymere ein Vinylpyrroli-don-Maleinsäureanhydrid-Mischpolymeres ist.
  7. 7. Seifenzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie 10 bis 100 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Seife, eines anionischen oder nichtionischen Detergenz auf Nicht-Seifenbasis enthält.
  8. 8. Seifenzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischpolymere ein Vinylacetat-Maleinsäureanhydrid-Mischpolymeres ist.
  9. 9. Seifenzusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischpolymere ein Methylvinyl-ether-Maleinsäure-Mischpolymeres ist.
CH870478A 1977-08-17 1978-08-16 Seifenzusammensetzung. CH639997A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US82535077A 1977-08-17 1977-08-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH639997A5 true CH639997A5 (de) 1983-12-15

Family

ID=25243792

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH870478A CH639997A5 (de) 1977-08-17 1978-08-16 Seifenzusammensetzung.

Country Status (11)

Country Link
AU (1) AU522266B2 (de)
BE (1) BE869655A (de)
CA (1) CA1102205A (de)
CH (1) CH639997A5 (de)
DE (1) DE2835001A1 (de)
DK (1) DK333878A (de)
FR (1) FR2400554A1 (de)
GB (1) GB2002807B (de)
IT (1) IT1107953B (de)
MX (1) MX150142A (de)
PH (1) PH15242A (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
IN166486B (de) * 1984-12-24 1990-05-19 Goodrich Co B F
PT83523B (pt) * 1985-10-29 1988-11-30 Procter & Gamble Processo para a preparacao de uma composicao de cosmetica possuindo sabao de acidos gordos c8-24

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL302478A (de) * 1962-12-24
US3284364A (en) * 1963-01-25 1966-11-08 American Cyanamid Co Soil anti-redeposition agents
FR1473338A (fr) * 1965-02-09 1967-03-17 Procter & Gamble Compositions de savon
CA796279A (en) * 1966-02-08 1968-10-08 The Procter & Gamble Company Soap compositions
US3870648A (en) * 1971-01-14 1975-03-11 Gaf Corp Polyelectrolytes as detergent builders
US4083794A (en) * 1975-06-10 1978-04-11 Ciba-Geigy Corporation Detergent composition

Also Published As

Publication number Publication date
CA1102205A (en) 1981-06-02
AU3846778A (en) 1980-02-07
DE2835001A1 (de) 1979-03-01
BE869655A (fr) 1978-12-01
IT7850669A0 (it) 1978-08-09
PH15242A (en) 1982-10-07
AU522266B2 (en) 1982-05-27
GB2002807B (en) 1982-01-27
IT1107953B (it) 1985-12-02
DK333878A (da) 1979-02-18
FR2400554A1 (fr) 1979-03-16
GB2002807A (en) 1979-02-28
FR2400554B1 (de) 1983-08-12
MX150142A (es) 1984-03-20

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3330113C2 (de) Durchscheinende Seifenstücke und Verfahren zur Herstellung derselben
DE69114143T2 (de) Mit einer aus neutralisierter,carbonsäure-festen, ineinandergreifenden masche hergestellter geformter festkörper.
DE69110473T2 (de) Sucrose enthaltende seifenstücke.
CH641857A5 (de) Einen textilweichmacher aufweisendes mittel und verfahren zu seiner herstellung.
WO1992004437A1 (de) Flüssiges verfärbungsinhibierendes waschmittel
DE69826492T2 (de) Synthetische waschmittelformulierungen
DE2461080C2 (de) Toilettenseifenstück
EP0432437B1 (de) Granulares, alkalisches, phosphatfreies Reinigungsadditiv
DE69223904T2 (de) Toilettenseifenstück
DE2834224C2 (de) Farbstabile Präparationen von Waschmittelaufhellern
DE1076865B (de) Waschmittel in Stueckform
DE69105496T2 (de) Milde additive für hautreinigungsmittel.
DE2457218C2 (de) Verfahren zur Herstellung von pilierter Seife
DE602004010831T2 (de) Verfahren zur herstellung von seifenstücken mit niedrigem tensid- und hohem zuckeranteil
CH639997A5 (de) Seifenzusammensetzung.
DE1519469A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Reinigungs- und Bleichtabletten
DE952210C (de) Mundpflegemittel
DE69115714T2 (de) Syndet in stückform mit langkettigen alkylsulphaten zur verbesserung der verarbeitbarkeit und der stückeigenschaften
DE3715052C2 (de)
DE2830827C2 (de) Toilettenseifenstück
DE2310283C2 (de) Haarshampoos
DE2737739A1 (de) Zusammensetzung fuer toilettendetergenstuecke und bindemittel dafuer
EP0571436B1 (de) Granulares additiv für wasch- und reinigungsmittel
DE1959272A1 (de) Bleichmittelmischung
DE1792029A1 (de) Stueckfoermige synthetische Reinigungsmittel

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased
PL Patent ceased