CH640340A5 - Elektromechanische vorrichtung zur ausloesung eines schussvorganges bei sport-, jagd- oder luftdruckwaffen. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektromechanische Auslösevorrichtung zur Auslösung eines Schussvorganges bei Sport-, Jagd- oder Luftdruckwaffen, mit mechanischen Betätigungsmitteln sowohl für die Druckpunktauslösung mit verstellbarem Vorzug als auch für die Direktabzugsauslösung ohne Nachzug.
Bei einer bekannten elektronisch gesteuerten Abzugseinrichtung für Handfeuerwaffen, wie sie in der DE-OS 2 656 996 beschrieben ist, handelt es sich um eine Lichtschranke, die durch eine als Abzugshebel betätigte Feder unterbrochen wird. Bei Unterbrechung der Lichtschranke erfolgt über einen Elektromagneten die Auslösung des Schussvorganges in der Weise, dass der direkt auf die Patrone einwirkende Zündbolzen durch einen Elektromagneten freigegeben wird. Der Nachteil hierbei ist darin zu sehen, dass der Elektromagnet einen sehr grossen Stromverbrauch hat und somit die Stromquelle, die als Batterie ausgebildet sein kann, nur für eine begrenzte Anzahl von Schüssen ausreicht. Ferner ist in dieser Anordnung auch noch ein Schalter vorgesehen, der die gesamte Anordnung einschaltet bzw. ausschaltet. Hierdurch ergeben sich für die Bedienungsperson sowohl auf dem Schiessstand als auch zu Hause in der Weise Schwierig-5 keiten, dass der Schalter versehentlich nicht betätigt wurde, so dass entweder Schiessunfälle oder aber eine nicht vorhergesehene schnelle Batterieentladung stattfindet und diese Vorrichtung unbrauchbar macht. Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass die gesamte Vorrichtung nicht in bestehende Handfeuer-io waffen eingebaut werden kann. Ausserdem ist die Abzugsvorrichtung, die aus einer Blattfeder und einer Lichtschranke besteht, nicht geeignet, die für sportliche Zwecke vorgesehenen Anforderungen zu erfüllen, wie zum Beispiel richtiges Einstellen des Vorzugsgewichtes, des Vorzugsweges, des Abzugsge-15 wichtes oder dergleichen.
Eine andere bekannte Abzugseinrichtung für Handfeuerwaffen ist anstelle des Abzugsbügels mit einem Sensor ausgerüstet. Hierbei ist es unmöglich, die für den Wettkampf uner-lässlichen Voraussetzungen bzw. Anforderungen, die bereits 20 erwähnt worden sind, zu erfüllen. Ferner kann diese Vorrichtung nur in besonders konstruierte Handfeuerwaffen eingesetzt werden. Es ist nicht möglich, diese Vorrichtung in bereits bestehende Waffen einzusetzen.
Die Erfindung hat die Aufgabe, nicht nur die Nachteile 25 der bekannten Auslösevorrichtung zu beseitigen, sondern darüber hinaus noch eine elektromechanische Vorrichtung zu schaffen, die in bereits vorhandene Handfeuerwaffen, eventuell nach geringfügigen Anpassungen an der Auslösevorrichtung, eingebaut werden kann. Irgendwelche Umrüstungen 30 dieser Sport-, Jagd- oder Luftdruckwaffen sind nicht erforderlich.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 35 Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die elektronische Schaltung;
Fig. 2 in Querschnitt einen mechanischen Schalter als Verbindungsglied zwischen dem Abzugsmittel und der in Fig. 1 dargestellten Schaltung;
40 Fig. 3 in Schnittdarstellung die gesamte Vorrichtung.
Gemäss Fig. 1 ist die gesamte elektronische Schaltung an den Klemmen 1,2 mit der Spannungsquelle 3 verbunden. Diese Spannungsquelle ist eine Batterie von mindestens 15 V. Diese Batterie ist bei Bedarf austauschbar. Hinter der 45 ELlemme 1 ist eine Schutzdiode 4 vorgesehen, die so gepolt ist, dass bei versehentlich falschem Anschluss der Batterie 3 an die Klemmen 1 und 2 die Halbleiterbauteile der elektronischen Schalter nicht zerstört werden können. Diese Schutzdiode 4 ist ein Transistor 5 nachgeordnet, der in seinem Basis-50 Emitterkreis bzw. Basis-Kollektorkreis einen Widerstand 6 und einen Kondensator 7 enthält. Der Transistor 5 wird mit einer gewissen Zeitverzögerung nach jeder Schussauslösung in den durchgeschalteten Zustand gesteuert. Dies ist erforderlich, damit der Kondensator 8 über den Widerstand 10 sich 55 wieder aufladen kann. Der Elektromagnet 9 wird dann erregt, wenn das steuerbare Halbleiterelement 11, das in diesem Ausführungsbeispiel als Thyristor ausgebildet ist, in den durchgeschalteten Zustand gesteuert wird. Der Anker 91 des Elektromagneten 9 betätigt hierdurch die in der Fig. 1 nicht darge-60 stellte Auslöseklinke. Dies wird im Zusammenhang mit der Fig. 3 später noch näher beschrieben. Es sei angenommen, dass die Schaltungsanordnung der Fig. 1 sich im Zustand vor dem eigentlichen Schussvorgang befindet. Die Spannungsquelle 3 ladet über die Wicklung des Elektromagneten 9, 65 Spannungsteiler 12,13 den Kondensator 14 auf. Die für die Zündung des Thyristors 11 notwendige Zündspannung ist erst dann am Kondensator 14 vorhanden, wenn der Kondensator 8 auf einen Spannungswert aufgeladen ist, der für die
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einwandfreie Erregung des Elektromagneten 9 ausreicht. Es sei nun angenommen, dass der Schalter 15 durch die Betätigung des Abzugsmittels, was im Zusammenhang mit Fig. 3 noch näher beschrieben wird, geschlossen wird. Die Zündspannung des Kondensators 14 gelangt auf die Steuerelektrode des Thyristors 11 und bringt diesen in den durchgeschalteten Zustand. In diesem Moment kann sich der Kondensator 8 über den Elektromagnet 9 entladen, so dass der Anker 91 zur Schussauslösung bewegt wird. Nach Entladung des Kondensators 8 geht die Spannung am Elektromagnet 9 auf den Wert Null und weiter in den negativen Bereich. Dies bedeutet, dass der Thyristor 11 in jedem Fall in den Sperrzustand versetzt wird. Für die Auslesung des nächsten Schusses können sich die Kondensatoren 8 und 14 erst wieder nach Durchschaltung des Transistors 5 aufladen. Der Zündkondensator 14 ladet sich langsamer auf als der Kondensator 8. An dieser Stelle sei daraufhingewiesen, dass der Aufladevorgang beider Kondensatoren für die nächste Schussauslösung im Grössenbereich von 0,2 bis 3 Sekunden liegt. Der nächste Schuss wird durch Schliessen des Schalters 15 ausgelöst. Die Diode 16 ist dafür vorgesehen, dass bei einem eventuell hoch-ohmigen Spannungsüberschlag zwischen den Kontakten des Schalters 15 der noch nicht entladene Zündkondensator 14 eine nochmalige Nachzündung über die Steuerelektrode des Thyristors 11 veranlassen könnte. Diese nicht beabsichtigte Nachzündung bewirkt, dass der Thyristor 11 für eine längere Zeit im durchgeschalteten Zustand ist. Der Kondensator 8 kann sich hierdurch nicht mehr aufladen, da der gesamte Strom über den Elektromagneten 9 und Thyristor 11 zur Klemme 2 der Batterie 3 fliesst. Daher ist eine weitere Schussauslösung nicht mehr möglich. Der Widerstand 17 ist für eine Strombegrenzung über die Diode 16 vorgesehen. Der Widerstand 18 ist dafür vorgesehen, dass das Potential der Steuerelektrode des Thyristors 11 auf Massepotential liegt. In der Fig. 1 ist wahlweise ein weiterer Stromkreis an den Klemmen 1 und 2 angeordnet, der zur Anzeige des Batteriezustandes dient. Dieser Stromkreis besteht aus einem Schalter 19, einer Serieschaltung eines Widerstandes 20, einer Zenerdiode 21 und einer Leuchtdiode (LED) 22. Bei Schliessen des Schalters 19, der zum Beispiel am Batteriegehäuse angeordnet sein kann, leuchtet die Diode 22 bei Vorhandensein einer ausreichenden Spannung in der Batterie 3 auf. Die Bedienungsperson der Handfeuerwaffe kann dadurch feststellen, ob ein Batteriewechsel nötig ist. Die elektronische Schaltung der Fig. 1 und auch die Batterie 3 sind so aufeinander abgestimmt, dass der Stromverbrauch sehr klein ist, wie zum Beispiel maximal 10 nA. Pro Batterieeinheit können daher 15 000 bis 20 000 Schüsse ausgelöst werden. Der Stromverbrauch von 10 |iA ergibt sich in der sogenannten Ruhephase der elektronischen Schaltung und ist nicht höher als der normale Batterieentladungsstrom. Dies bedeutet, dass nach einer längeren Ruhephase der elektronischen Schaltung ein Batteriewechsel nur dann vorgenommen werden muss, wenn die Batterie infolge ihrer normalen Alterung selbst entladen ist.
Abschliessend wird daraufhingewiesen, dass die Schaltung der Fig. 1 vollkommen temperaturunabhängig arbeitet. Die Werte für die Schussfolge bleiben konstant im Bereich von - 20° bis + 60° Celsius.
Die gesamte elektronische Schaltung der Fig. 1 ist auf einer sogenannten Printplatte von 50 mm x 18 mm angeordnet. Die elektronischen Bauteile werden anschliessend mit einer Kunstharzmasse vergossen, so dass ein ausreichender Schutz egen Feuchtigkeit und mechanische Einflüsse gegeben ist. Ferner wird die elektronische Schaltung mechanisch stabilisiert, so dass sich Schaltbewegungen des Schalters 15 im Betrieb nicht nachteilig auswirken können. Die vergossene elektronische Schaltung wird nach dem Schubladenprinzip in das Abzugsgehäuse eingesetzt. Das gesamte Abzugsgehäuse einschliesslich elektronische Schaltung, das in der Fig. 3 näher beschrieben wird, kann in jede neue bzw. bestehende Handfeuerwaffe eingesetzt werden.
In der Fig. 2 ist der mechanische Schalter 14 näher ge-5 zeichnet. Dieser Schalter ist auf der Printplatte 23 der elektronischen Schaltung befestigt. Das Schaltergehäuse 24 wird durch den Kontaktteller 25, dessen eines Ende durch die Printplatte 23 geführt ist und dort umgebördelt wurde, an der Printplatte selbst befestigt. Der Tellerkontakt ist zum Beispiel io kreisrund ausgebildet und besteht aus einem stromleitenden Material, wie zum Beispiel Messing oder einer Legierung aus Kupfer bzw. Silber oder einer Goldlegierung. Auf der Oberfläche des tellerförmigen Kontaktes 25 ist ein Isolierring 26 angeordnet, der aus einer Kunststoffolie von maximal 35 |im !5 besteht. Das Material kann zum Beispiel aus «Tryafol» oder «Mylafol» (eingetragene Warenzeichen) bestehen. Bei einem Innendurchmesser von zum Beispiel 8 mm des Tellerkontaktes 25 hat der Ring 26 eine innere Öffnung mit einem Durchmesser von ca. 4-6 mm. Die Variation des Durchmessers der 20 Innenöffnung bestimmt die Auslösekraft für den Schuss. Oberhalb des Isolierringes 26 ist die Blattfeder 27 angeordnet, die mit dem einen Schaltkontakt des Schalters 15 gemäss Fig. 1 verbunden ist. Der Kontakt 28 des Kontakttellers 25 ist mit dem anderen Kontakt des Schalters 15 gemäss Fig. 1 verbun-25 den. Die Blattfeder 27 besteht aus einem Material mit einem hohen Elastizitätsmodul, wie zum Beispiel federharte Zinnbronze. Der Gehäusedeckel 29 wird nun in das Gehäuse 24 geschoben und arretiert die gesamte Anordnung, die aus Kontaktteller 25, Isolierring 26 und Blattfeder 27 besteht. In 30 dem Gehäusedeckel 29 ist in seiner Axialrichtung verschiebbar ein Stift 30 vorgesehen. Das eine Ende des Stiftes 30 wird von der Übertragungsklinke, die in Fig. 3 dargestellt ist, betätigt. Das andere Ende des Stiftes 30 weist eine Fläche 32 auf, die konvex ausgebildet ist. Der Radius dieser Fläche 32 liegt 35 bei maximal 4 mm. Wenn nun der Stift 30 durch Betätigung des Übertraungshebels in Richtung Blattfeder 27 verschoben wird, berührt die konvexe Fläche 32 punktförmig die Blattfeder 27 und bei weiterer Bewegung wird die Blattfeder 27 in Richtung Oberfläche des Kontakttellers 25 durchgebogen. 40 Bei Berührung der Blattfeder 27 mit dem Kontaktteller 25 erfolgt die elektrische Kontaktgabe, d.h. der Schalter 15 ist geschlossen. Die Schussauslösung ist wie bereits beschrieben im Zusammenhang mit der Fig. 1. Die Fläche 32 kann selbstverständlich auch mit einem anderen Radius hergestellt sein. Das 45 Verhältnis zwischen diesem Radius und dem Durchmesser der Öffnung des Isolierringes 27 muss so sein, dass der Radius der konvexen Fläche 32 kleiner ist als der Radius der Durchbiegung der Blattfeder 27 in Richtung Oberfläche des Kontakttellers 25. Es sei noch erwähnt, dass der Stift 30 aus elek-50 trisch isolierendem Material besteht, das nicht federt.
In der Fig. 3 ist die gesamte Vorrichtung im Schnitt dargestellt. Die Abzugszunge 31, die von der Bedienungsperson nach rechts bewegt wird, befindet sich auf einer Abzugsstange 32 und kann durch eine nicht dargestellte Befestigungsvor-55 richtung auf dieser Stange so verschoben werden, dass die Abzugszunge der Fingerlänge und der Fingerbeere der Bedienungsperson angepasst wird. Ein Verschieben der Abzugszunge 31 um ihren Drehpunkt 33 bewirkt, dass der Abzugshebel 34 um den Drehpunkt 35 bewegt wird. Der Drehpunkt 35 60 kann selbstverständlich auch in die Position 35a verschoben werden. Dies erfolgt nur dann, wenn ein anderer Abzugsbereich eingestellt werden soll. Der Abzugshebel 34 bewegt sein hinteres Ende gegen die Übertragungsklinke 36. Diese verschiebt sich um ihren Drehpunkt 37 und bewegt den Stift 30 65 des Schalters 15. Die Übertragungsklinke 36 kann zur Veränderung des Abzugsgewichtes einen anderen Hebelarm haben. Dies erfolgt dadurch, dass der andere Drehpunkt 37a weiter nach links verschoben wird. Die Betätigung des Schalters 15
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bis zur Auslösung des Schusses ist bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben. In der Fig. 3 ist die elektronische Schaltung nachdem Schubladenprinzip in das Abzugsgehäuse eingeschoben. Oberhalb der elektronischen Schaltung ist der Kondensator 8 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist der Elektromagnet 9 mit einer Steckverbindung an der elektronischen Schaltung angeschlossen. Diese Steckverbindung ist nicht besonders gezeichnet. Bei Erregung des Elektromagneten wird der Stift 91 gegen die untere Kante der Auslöseklinke 38 anstossen. Die Auslöseklinke bewegt sich um ihren Gelenkpunkt 39 und gibt den Haltehebel 40 frei. Der Haltehebel bewegt sich mit seinem Hebelarm auf die untere Schulter der Auslöseklinke 38 und gibt den eigentlichen Schussvorgang durch Absenken der Nase 41 frei. Beim Ladevorgang für den nächsten Schuss kann der Haltehebel 40 durch die Feder 42 wieder in die Ausgangsstellung zurückgeführt werden. Die gesamte Mechanik der Fig. 3 hat dann die dargestellte Ausgangsposition.
In der Fig. 3 ist eine Schraube 43 am unteren Teil des Abzugsgehäuses vorgesehen. Mit dieser Schraube wird das Vorzugsgewicht für die Abzugszunge 31 eingestellt. Wenn die Schraube 43 bis zum Anschlag bewegt wird, so kann die Bedienungsperson den gesamten Auslösemechanismus blockieren. Dies erfolgt mit Vorteil dann, wenn die Waffe nicht benutzt wird und in falsche Hände geraten kann, wie zum Beispiel in Kinderhände. Am unteren Teil des Abzugsgehäuses sind die Schrauben 44 und 45 vorgesehen, mit deren Hilfe der Vorzugsweg bis zum Direktabzug reguliert werden kann. Ferner ist eine Schraube 47 vorgesehen, mit deren Hilfe das Abzugsgewicht reguliert wird. Abschliessend kann festgestellt werden, dass das in der Fig. 3 dargestellte System für sämtliche Handwaffen auf dem Sport-, Jagd- bzw. Luftdruck- und
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Armbrustsektor verwendbar ist. Selbstverständlich muss dann der mechanische Teil des gesamten Systems den räumlichen Abmessungen der betreffenden Waffe angepasst werden. Das System ist verwendbar für neue Wäffen und ausser-5 dem ohne weiteres zum Einbauen in bereits bestehende Waffen konzipiert. Die Nase 41 gemäss Fig. 3 müsste an das vorliegende System angepasst werden.
Die Wartung und Pflege der beschriebenen Auslösevorrichtung für Schussvorgänge ist denkbar einfach. Die elektro-io nische Schaltung kann bei Defekt durch jeden Laien ausgewechselt werden. Der Elektromagnet kann ebenfalls mühelos und leicht ausgewechselt werden, da er mit der eigentlichen Elektronikschaltung gemäss Ausführungsbeispiel der Fig. 3 durch eine Steckverbindung verbunden ist. Im mechanischen 15 Teil kann ebenfalls der Laie die Abzugsgewichte bis 1,5 kg einstellen. Die Bedienungsperson kann mit einem einfachen, handelüblichen Schraubenzieher sämtliche Einstellvorgänge selbst durchführen und benötigt keinen Fachmann hierzu. Die Ersatzteile, wie zum Beispiel Teile der mechanischen Ein-20 richtung oder die Elektronikschaltung oder der Elektromagnet sind einzeln erhältlich und voll kompatibel. Auf Wunsch können auch höhere Abzugsgewichte wie oben angegeben erzeugt werden. Dies erfolgt durch entsprechende Korrektur des Isolierringes 26 im Schalter 15 und durch entsprechende 25 Formgebung der Fläche 32. Durch Verwendung der elektronischen Schaltung sind die mechanischen Bauteile so günstig zueinander angeordnet, dass ein Minimum an Oberflächenbeanspruchung der miteinander in mechanische Berührung gelangenden Teile notwendig ist. Dies ergibt den Vorteil, dass 30 die Bearbeitung der entsprechenden Oberflächen weniger aufwendig ist bei gleicher Sicherheit. Hierdurch werden die Herstellungskosten wiederum reduziert.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Elektromechanische Auslösevorrichtung zur Auslösung eines Schussvorganges bei Sport-, Jagd- oder Luftdruckwaffen, mit mechanischen Betätigungsmitteln sowohl für die Druckpunktauslösung mit verstellbarem Vorzug als auch für die Direktabzugauslösung ohne Nachzug, dadurch gekennzeichnet, dass im Hauptstrompfad eines Elektromagneten (9), der eine Auslöseklinke (38) zur Freigabe eines den Schussvorgang steuernden Haltehebels (40) betätigt, ein Halbleiterelement (10) angeordnet ist, das durch einen mit dem Abzugsmittel (31-36) in Verbindung stehenden, mechanisch betätigbaren elektrischen Schalter (15) durchgeschaltet wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der durch das Abzugsmittel (31-36) betätigbare Schalter (15) folgende Bauteile enthält:
- eine mit einem Pol von elektrischen Schaltungsteilen (1-22) verbundene Blattfeder (27) ist auf ihrem Umfang fest eingespannt und isoliert;
- ein mit dem anderen Pol der elektrischen Schaltungsteile verbundener Kontaktteller (25) ist in einem bestimmten Abstand von der Blattfeder (27) angeordnet und gegen diese isoliert;
- ein durch das Abzugsmittel (31-36) betätigbarer Stift
(30) enthält eine konvex geformte Fläche (32), die den beweglichen Teil der Blattfeder (27) in Berührung mit dem Kontaktteller (25) bringt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Radius der konvex geformten Fläche (32) angenähert der Ausdehnung des beweglichen Teils der Blattfeder (27) entspricht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abzugsmittel folgende Bauteile enthält:
- eine am Abzugshebel (32) verschiebbare Abzugszunge
(31) zum Einstellen auf die Fingerlänge und Fingerbeere der Bedienungsperson;
- ein von der Abzugszunge (31) betätigter Abzugshebel (34) zum Einstellen des Vorzugsweges und des Vorzugsgewichtes, der mit einer nachgeordneten Übertragungsklinke (36) in mechanischer Verbindung steht zum Übertragen des Vorzugsgewichtes auf den Stift (30) des Schalters (15);
- ein an der Übertragungsklinke (36) angreifendes Einstellmittel (47) zum Variieren des am Stift (30) des Schalters (15) angreifenden Abzugsgewichtes.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker (91) des Elektromagneten (9) die Auslöseklinke (38) verschiebt zum Ausklinken des Haltehebels (40) so dass der Schussvorgang ausgelöst wird.
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