CH640575A5 - Vorrichtung zum offen-end-spinnen von garn. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Offen-End-Spinnen von Garn gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei einer bekannten Offen-End-Spinnvorrichtung dieser Art werden die Fasern einer Kehle zugeführt, die zwischen den aneinander angrenzenden Mantelflächen zweier paralleler Trommeln gebildet ist, welche in derselben Richtung rotieren. In der Kehle werden die Fasern durch Reibungskontakt mit den sich bewegenden Trommelflächen zu einem Garn verdreht, welches dann quer zur Bewegung der Trommelflächen abgezogen wird. Bei einem weiteren bekannten Beispiel werden die Fasern einem sich bewegenden, perforierten Band zugeführt, wo die Fasern durch eine unterhalb des Bandes angeordnete Saugdüse in einer Garnbildungszone gehalten und durch das sich bewegende Band zu einem Garn verdreht werden. Das Garn wird dann quer zur Bewegungsrichtung des Bandes abgezogen.
Eine Schwierigkeit bei Offen-End-Spinnvorrichtungen dieser Art besteht in der unbefriedigenden Ablagerung von Fasern im Bereich des Schwanzendes des gesponnenen Garns für die Vereinigung mit diesem.
Ein Beispiel zur Erzielung der vorteilhaftesten Ablagerung von Fasern ist im britischen Patent Nr. 1 524 659 beschrieben. Die darin beschriebene Vorrichtung hat zwei nahe beieinander angeordnete, perforierte Saugtrommeln, welche in derselben Richtung rotieren und zwischen einander eine Kehle begrenzen, welcher die Fasern von Faserzuführmitteln zugeführt werden und in welcher ein Garn gebildet wird. Im Faserweg zwischen den Faserzuführmitteln und der Kehle ist eine gezahnte Scheibe angeordnet, welche in einer quer zur Bewegungsrichtung der Fasern liegenden Ebene rotiert. Es wird gesagt, dass die Fasern durch die Zähne auf der rotierenden Scheibe abgelenkt werden, so dass sie in eine zur Bewegungsrichtung des gesponnenen Garns parallele Richtung zu liegen kommen.
Ein Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass sich einige der Fasern um die Zähne wickeln, so dass sie vom Faserhauptstrom entfernt werden, was nicht annehmbar ist. Bei dieser Lösung ist es wegen der durch die rotierenden Trommeln gegebenen, körperlichen Begrenzungen nicht möglich, die rotierende Scheibe nahe der Garnbildungszone anzuordnen. Nach dem Kontakt mit den Zähnen verlieren die Fasern deshalb die parallele Orientierung, bevor sie die Garnbildungszone erreichen. Zudem erfordert eine rotierende Scheibe zusätzliche Antriebsmittel, wodurch die Vorrichtung kompliziert wird und eine Quelle möglicher Störungen ins System eingeführt wird.
In der DE-OS 2 809 599 wird im einzelnen ein Offen-End-Spinnsystem dieser allgemeinen Art beschrieben, jedoch dem Problem der richtigen Orientierung der Fasern im Garn beim Spinnen keine besondere Beachtung geschenkt.
Die erfindungsgemässe Offen-End-Spinnvorrichtung ist Gegenstand des Anspruchs 1.
Im folgenden wird anhand der beiliegenden Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine geschnittene Draufsicht auf eine Offen-End-Spinnvorrichtung, mit dem Schnitt längs der Linie I-I in Fig. 2,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1 und 3,
Fig. 3 eine teilweise, schematische Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 2, wobei lediglich die Antriebseinrichtung für die Trommeln 1 und 2 dargestellt sind und die Trommel 1 zur besseren Darstellung entfernt ist,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 1 und
Fig. 5 eine teilweise Draufsicht auf die Vorrichtung, welche Einzelheiten der Öffnungswalzeneinrichtung zeigt.
Die Vorrichtung hat zwei parallele, nahe beieinander angeordnete Trommeln bzw. Walzen 1 und 2. Ein Teil des Mantels der Trommel 1 ist perforiert, was mit dem Bereich 3 angedeutet ist, welcher in Fig. 4 schraffiert ist.
Die Trommel 2 bildet einen Metallkernzylinder 4, auf welchen eine zylindrische Verkleidung bzw. ein zylindrischer Überzug 5 aus elastischem Material, vorzugsweise einem natürlichen oder synthetischen Gummi, wie z.B. Polyurethan, Adipren («adiprene») oder Caprolactam («caprolac-tone»), aufgebracht ist. Sie hat keine Perforationen. Die Dicke der Verkleidung liegt in der Grössenordnung von 2 mm und die Härte des Materials liegt im Bereich von 40 bis 90 Shore A, vorzugsweise 60 Shore A. Die Mantelflächen der
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Trommeln 1,2 begrenzen einen Spalt zwischen einander, welcher sich verjüngt zu einer engen Kehle an der Stelle, wo die Mantelflächen einander am nächsten kommen.
Der Zylinder 4 der Walze 2 ist mittels Kugellagern 6 frei drehbar um eine Achse 7 gelagert, welche die Kugellager trägt. Die Achse selbst ist fest in je einer Bohrung in einem Armpaar 8,9 gehalten. Wie in Fig. 2 gezeigt, sind die Arme 8, 9 schwenkbar an einer Stange 10 angebracht, um welche sie und damit die Walze 2 geschwenkt werden können, um den Spalt zwischen den Walzen 1 und 2 zu vergrössern oder zu verkleinern.
Die Walze 1 umfasst den perforierten, zylindrischen Teil 3 und nicht perforierte Verlängerungen 11 und 12, welche den Teil 3 stützen und diesem Festigkeit geben. Innerhalb der Walze 1 ist ein Saugrohr 13 angeordnet, welches einen länglichen Zylinder aufweist, der mit der Walze einen engen Zwischenraum in der Grössenordnung von 25 oder 50 Mikrometer (1 oder 2 Tausendstel eines Inch) begrenzt, so dass die Walze frei um das Rohr 13 rotieren kann. Das Rohr 13 hat einen Schlitz 14 nahe der Kehle zwischen den Walzen 1 und 2, damit - wie weiter unten erläutert - die Saugwirkung innerhalb des Rohrs 13 mit der Kehle kommuniziert.
Das eine Ende des Rohrs 13 sitzt fest in einer Bohrung 14a, welche in einer Stütze 15 gebildet ist. Die Stütze ist an einem Maschinengestell 16 befestigt, an welches das Ende des Rohrs 13 stösst. Die Bohrung 14a ist zu einem zylindrischen Hohlraum 17 vergrössert, der ein Gehäuse für ein Lager 18 bildet, welches ein Ende der perforierten Trommel 1 drehbar lagert.
Das andere Ende des Rohrs 13 ist geschlossen und im Querschnitt zur Bildung eines Zapfens 19 verkleinert,
welcher ein Lager 20 trägt, das einen im Durchmesser verkleinerten Endteil 21 der Trommel 1 drehbar lagert. Das Innere des Rohrs 13 kommuniziert mit einer Saugquelle 22, die einen durch das Maschinengestell 16 verlaufenden Kanal aufweist.
Für den Antrieb der Trommeln 1 und 2 ist ein (nicht dargestellter) Motor vorgesehen, welcher ein Ende einer Vorgelegewelle 23 antreibt. Die Welle 23 ist mittels eines Lagerpaars 24 drehbar gelagert, welches in einem Gehäuse 25 angeordnet ist. Auf dem anderen Ende der Welle 23 sitzt eine Steuerriemenscheibe 28. Ein Steuerriemen 27 läuft um die Scheibe 26 und eine Steuerriemenscheibe 28. Wie in Fig. 1 besonders deutlich erkennbar, ist die Scheibe 28 am Ende der Trommel 2 durch einen Zapfverbindungsteil 29 gehalten, welcher in das Innere des Zylinders 4 der Trommel 2 gesteckt ist. Eine am Steuerriemen 27 angreifende Spannscheibe 30 ist so einstellbar, dass die richtige Antriebsspannung im Riemen bei verschieden grossen Scheiben 26 eingestellt werden kann, durch welche verschiedene Drehzahlverhältnisse der Trommeln erhalten werden können.
Zwischen der Scheibe 26 und dem Gehäuse 25 sitzt eine weitere Steuerriemenscheibe 31 auf der Welle 23. Die Scheibe 31 ist unmittelbar unter einer Steuerriemenscheibe 32 angeordnet, welche fest auf der Mantelfläche der Trommel 1 sitzt, und zwar an einer an das Lager 18 angrenzenden Stelle. Die Scheiben 31 und 32 sind durch einen Treibriemen (Steuerriemen) 3 miteinander verbunden.
Der (nicht dargestellte) Hauptmotor treibt die Welle 23 an, wodurch die Scheiben 26 und 31 in Drehung versetzt werden, und zwar in einer solchen Richtung, dass ihre jeweiligen Riemen die Trommeln 1 und 2 in derselben Richtung antreiben, nämlich - wie in Fig. 2 dargestellt - im Gegenuhrzeigersinn. Die Trommeln 1 und 2 rotieren so, dass der mit dem Überzug 5 versehene Mantel der Trommel 2 sich aus der Kehle heraus in Richtung auf die Seite bewegt, welche an den Faserzuführkanal 41 angrenzt und die mit dem perforierten Teil 3 versehene Mantelfläche der Trommel 1 sich von der an den Faserzuführkanal 41 angrenzenden Seite in die Kehle bewegt.
Eine allgemein mit 34 bezeichnete Faserspeisevorrichtung umfasst eine Speisewalze 35 für das Faserband, eine Mulde (Feed pedal) 36 und einen Schläger (beater) 37, der auf einer Welle 38 sitzend in einem Gehäuse 39 rotiert. Das Gehäuse 39 hat einen Auslass 40, durch welchen Verunreinigungen ausgeworfen werden. Diese Art Faserspeisevorrichtung 34 ist in Offen-End-Spinnsystemen vom Spinnrotortyp bekannt, ein Beispiel ist im einzelnen im britischen Patent Nr. 1 368 886 beschrieben.
Die Fasern werden von der Faserspeisevorrichtung 34 zur zwischen den Mantelflächen der Trommeln 1,2 gebildeten Kehle durch einen Faserzuführkanal 41 gefördert. Der Faserzuführkanal 41 hat einen ersten Kanalteil 42 mit einer Fasereinlassöffnung, welche mit einem im Gehäuse vorgesehenen, rechteckigen Durchgang 43 verbunden ist, und einen zweiten Kanalendteil bzw. eine Schnauze oder Düse 44, welche in einer länglichen Mündung 45 innerhalb der Kehle endet. Der erste Kanalteil 42 hat einen sich ändernden, rechteckigen Querschnitt und ist durch zwei Seitenwände 46, welche mit dem Näherkommen des ersten Kanalteils 42 an die Kehle allmählich konvergieren sowie durch eine Stirn- und eine Rückwand 47 und 48 gebildet. Die Längsachse des ersten Kanalteiles ist unter einem Winkel von 20 bis 45° und vorzugsweise 25 bis 30° in bezug auf die Achsen der Trommeln 1,2 geneigt.
Am Übergang vom ersten zum zweiten Kanalteil 42,44 endet die Stirnwand 47 in einem Luftkanal 49, der mit dem Endkanalteil 44 für einen später zu beschreibenden Zweck kommuniziert. Der Kanal 49 erstreckt sich vom Endkanalteil 44 in einer allgemein parallelen Richtung zu den Achsen der Trommeln 1,2 und ist mit einer schematisch dargestellten Saugquelle 50 verbunden. Die Wände des ersten Kanalteils 47,48 ändern ihre Richtung abrupt, um Wände 51,52 des Endkanalteils 44 zu bilden. Der Endkanalteil 44 weitet sich in der Nähe der Mündung 45, indem seine Rückwand 51 sich vom Eingang des Saugkanals 49 zu einer Position erstreckt, welche einem Ende des Schlitzes 14 entspricht, und indem seine Stirnwand 52 in einem solchen Winkel verläuft, dass sie sich zum anderen Ende des Schlitzes 14 erstreckt. Die Mündung 45 erstreckt sich also als enger Schlitz im wesentlichen über die ganze Länge des Schlitzes 14, so dass der mit dem Schlitz 14 in Verbindung stehende Mündungsbereich maximal ist. Das Ende der Wand 52 ist in Richtung der Garnachse weiter distanziert als das imaginäre (gedachte) Ende der Wand 47, wo dieses die Mündung 45 kreuzen würde. Für einen Zuführkanal, dessen erster Teil 42 einen Neigungswinkel von 25° hat, wurde gefunden, dass der geeignetste Abstand zwischen dem gedachten Punkt und dem Ende der Wand 52 an der Mündung 25 mm beträgt.
Der Kanal 49 hat eine obere und eine untere Wand 53, 54, welche mit zunehmender Entfernung des Kanals vom Inneren des Faserzuführkanals 41 divergieren. Die untere Wand 54 verläuft mit abnehmender Entfernung leicht nach oben und verbindet sich mit der Stirnwand 52 zur Bildung eines Ablenkelements («baffle»). Dieses Ablenkelement ist unter der oberen Wand 53 an einer in bezug auf die Verbindungsstelle zwischen den Wänden 47 und 53 versetzten Stelle angeordnet.
Die Kehle bildet eine Garnbildungszone, in welcher die Fasern durch das Rotieren der Trommeln 1,2 zu einem Garn «Y» verdreht werden, welches durch ein Abzugswalzenpaar 55 axial zu den Trommeln 1,2 längs der Kehle abgezogen und schliesslich zu einem Garnkörper 55a gewickelt wird. Die Abzugs walzen 55 sind auf der in bezug auf die Saugleitung 49 dem Faserzuführkanal 41 gegenüberliegenden Seite angeordnet. Es hat sich gezeigt, dass mit der Rotation, in welcher die Trommel 1 sich in die Kehle und die Trommel 2
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aus der Kehle heraus bewegt, ein verbesserter Drehwirkungsgrad (twisting efficiency) in bezug auf zwei perforierte Walzen mit Saugwirkung oder eine nicht perforierte, strukturierte Walze und eine perforierte Saugwalze erreicht wird. Die Trommeln geben einen hohen Dreh Wirkungsgrad und erlauben eine axiale Bewegung des Garns, ohne dass sich unannehmbar hohe Spannungen entwickeln können. Die Richtung der Walzen ist wichtig, um den richtigen Ausgleich des Garns in der Kehle zu gewährleisten. Ein Garnabzugsrohr 56 erstreckt sich von einer Wand 57 des Maschinengestells, in welcher es fest montiert ist, zu einer unmittelbar an die Enden der Trommeln 1,2 angrenzenden Stelle.
Im Betrieb wird ein Faserband «S» durch die zwischen der Speisewalze 35 und der Mulde 36 gebildete Berührungs- bzw. Klemmstelle der Öffnungs- und Kämmwirkung der Nadeln oder Zähne bzw. Zinken auf der Umfangsfläche des Schlägers 37 zugeführt. Die geöffneten Fasern werden auf der Umfangsfläche des Schlägers 37 zum Eingang des Faserspeisedurchgangs 43 gefördert, wo sie vom Schläger 37 abgenommen werden. Verunreinigungen werden durch den Aus-lass 40 ausgeworfen. In diesem Durchgang 43 werden die Fasern in einen Luftstrom eingeführt, der von der Saugquelle erzeugt wird, welche durch den Kanal 22 mit dem Inneren des Rohrs 13 verbunden ist. Diese Saugquelle kommuniziert durch den Schlitz 14, den perforierten Teil 3, die Mündung 45 und den Faserzuführkanal 41 mit dem Durchgang 43. Nach Passieren des Durchgangs 43 werden die Fasern durch den Luftstrom längs des ersten Kanalteils 42 gefördert, in welchem sie im allgemeinen in der Strömungsrichtung des Luftstroms ausgerichtet, also ungefähr unter einem Winkel von 25° zu den Achsen der Trommeln 1,2 entgegengesetzt zur Garnabzugsrichtung liegen.
Am Ende des ersten Kanalteils 42 kommen die Fasern unter den Einfluss der durch den Saugkanal 49 wirkenden Saugwirkung. Infolge dieser Saugwirkung entwickelt sich ein Luftstrom in einer zur Garnachse im wesentlichen parallelen Richtung. Dieser Luftstrom wird durch keinerlei zusätzliche, in den Zuführkanal eingeführte Luftströme gestört, so dass eine gleichmässige Strömung ohne Turbulenzen erzielt wird. Dieser Luftstrom bewirkt, dass die gesamte Luftströmung und wenigstens ein Teil der aufgegebenen Fasern ihre Bewegungsrichtung ändern. Das Zuführrohr 41 führt deshalb die Fasern unmittelbar in den Bodenbereich der Kehle, d.h. direkt in die Garnbildungszone, von wo das Garn in einer gestrichelt angedeuteten Richtung ( ) abgezogen wird,
welche einer Richtung nahekommt, die näher parallel zu den Achsen der Trommeln 1,2 ist. Die Tatsache, dass die Wand 52 axial vom Garn weiter entfernt ist als eine gedachte Verlängerung der Wand 47, gibt den Fasern Raum zum Drehen (zum Richtungswechsel) und zum Hinabgezogenwerden mittels der Saugwirkung durch die Mündung 45. Wenn jedoch der Abstand der Wand 52 längs der Achse zu gross ist, wird eine zu grosse Dreh Wirkung erreicht und die richtige Wirkung geht verloren. Demgemäss besteht dann eine grössere Wahrscheinlichkeit, dass Fasern in das Schwanzende des gesponnenen Garns «Y» aufgenommen werden, wie sie ausgerichtet oder im wesentlichen ausgerichtet zur Achse des Garns « Y» liegen. Das durch die Wände 52 und 54 gebildete
Ablenkelement (baffle) verhindert, dass der Luftstrom im Kanal 49 dem Luftstrom durch die Mündung 45 unmittelbar entgegenwirkt und vermeidet damit, dass Fasern aus der Garnbildungszone durch den im Saugkanal 49 erzeugten, absaugenden Luftstrom abgezogen werden. Der Saugkanal 49 kommuniziert mit dem Endkanalteil 44 in der Umgebung des Schwanzendes des Garns « Y». Dadurch ist sichergestellt, dass die Saugwirkung vom Kanal 49 wenigstens diejenigen Fasern beeinflusst, welche die Kernzone des Garns bilden werden, so dass diese eine grössere Wahrscheinlichkeit haben, bei der Aufnahme in das Garn im wesentlichen parallel zur Garnachse zu liegen. Von den das Garn «Y» bildenden Fasern tragen diejenigen, welche den Kern bilden, den Hauptteil zur Festigkeit des Garns bei, und es ist wichtig, dass diese Fasern in einer befriedigenden Weise in das Garn inkorporiert werden.
Es ist auch wichtig, sicherzustellen, dass die vom Saugkanal 49 und dem Saugschlitz 14 ausgehenden Saugkräfte in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander auf die Fasern wirken. Die Saugkraft vom Kanal 49 sollte natürlich nicht so stark sein, dass sie die Wirkung der vom Schlitz 14 auf die Fasern wirkenden Saugkraft vollständig überwindet, weil sonst brauchbare Fasern durch den Kanal 49 abgezogen würden. Die Saugwirkung sollte gerade ausreichend gross sein, um eine Neuausrichtung der Fasern zu verursachen, so dass diese im wesentlichen oder näher parallel zur Garnachse liegen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass ein Zug von ungefähr 32 cfm (1,5-10~2 mVsec) durch das Rohr 13 und ein solcher von 10 cfm (4,7-10~3 mVsec) durch den Kanal 49 zu einem geeigneten Gleichgewichtszustand führt. Der Kanal 49 grenzt an die Mündung 45 und die Kehle an, um so nahe wie möglich an der Mündung auf die Fasern einzuwirken, ohne jedoch den Luftstrom durch die Mündung störend zu überlagern, ohne also Fasern zu entfernen. Es wird angenommen, dass die Fasern im Zuführkanal die Tendenz haben, sich von der Zuführrichtung von 25° gegen die vertikale Richtung zu drehen, wenn sie in den direkten Einfluss der Saugwirkung durch den Schlitz 14 an der Mündung 45 gelangen. Die Erzeugung eines zusätzlichen Luftstroms durch den Kanal 49 über die Mündung 45 wirkt dieser Tendenz entgegen und bewirkt eine Änderung der Faserrichtung, so dass die Fasern sich der Wand 52 unter einem Winkel nähern, der näher an einer zur Garnachse parallelen Richtung liegt als der Winkel, unter dem die Fasern sich sonst nähern würden.
Obwohl dies wahrscheinlich weniger wünschbar ist,
könnte der Faserzuführkanal 41 in einer Richtung geneigt sein, welche entgegengesetzt der in Fig. 4 gezeigten ist. Bei einer solchen Vorrichtung wird die Neigung der Längsachse des ersten Kanalteils in bezug auf die Achsen der Trommeln 1,2 25° sein, und der entlang diesem Teil strömende Luftstrom wird die Fasern in einer Richtung fördern, welche der Richtung des gesponnenen Garns «Y» entspricht. Der Saugkanal 49 würde mit dem Faserzuführkanal 41 durch diejenige Wand kommunizieren, welche an die Abzugswalze angrenzt, um zu erreichen, dass die Fasern so neu gerichtet werden, dass sie in einer im wesentlichen parallelen Richtung zur Achse des gesponnenen Garns liegen.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
- 640 575PATENTANSPRÜCHE1. Vorrichtung zum Offen-End-Spinnen von Garn mit einer Garnbildungsfläche, einem Faserzuführkanal zum Fördern der Fasern auf die Fläche, Mitteln zum Bewegen der Fläche, um die darauf abgelagerten Fasern zur Bildung eines Garns zu verdrehen, und Mitteln zum Abziehen des Garns quer zur Bewegungsrichtung der Fläche, gekennzeichnet durch Mittel (49) zur Erzeugung eines Luftstroms in einem an die Fläche (3, 5) angrenzenden Teil (44) des Zuführkanals (41 ), um einen Richtungswechsel wenigstens eines Teils der Fasern beim Herankommen an die Fläche (3, 5) in dem Sinne zu verursachen, dass die Richtung der Fasern einer zur Achse des abgezogenen Garns parallelen Richtung näher kommt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (49) zur Erzeugung des Luftstroms so angeordnet ist, dass wenigstens ein Teil des Luftstroms im wesentlichen parallel zur Achse des abgezogenen Garns strömt, wodurch an die Fläche (3,5) herankommende Fasern in eine Richtung gedreht werden, welche der Garnachsenrichtung näher kommt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Mittel (22,13) zur Erzeugung eines zweiten Luftstroms durch den Zuführkanal (41), um die Fasern von Faserspeisemitteln (34) zur Fläche (3,5) zu transportieren.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch Saugmittel (22), welche an die Fläche (3,5) angrenzen und den zweiten Luftstrom erzeugen.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie so ausgebildet ist, dass der erste Luftstrom mit dem zweiten Luftstrom zusammenwirkt und frei von Störungen durch zusätzlich in den Faserzuführkanal eingeführte Luftströme ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Öffnung (49) in einem Wandbereich (47, 52) des Faserzuführkanals (41) durch welche (49) der erste Luftstrom den Kanal (41) verlässt.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch ein Saugmittel (50), welches den ersten Luftstrom durch die Öffnung (49) saugt.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserzuführkanal (41) schräg zur Garnachse verläuft, und die Öffnung (49) in dem der Garnachse abgewandten Wandbereich (47,52) des an die Fläche (3,5) angrenzenden Kanalteils (44) vorgesehen ist.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das an die Fläche (3,5) angrenzende Ende des der Garnachse abgewandten Wandbereichs (47,52) des Kanals (41) längs der Garnachse weiter distanziert ist, als das gedachte Ende einer Verlängerung desselben Wandbereichs (47) auf der anderen Seite der Öffnung (49).
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