CH641034A5 - Medizinische drahtklammer zur nahtweisen verklammerung von gewebeteilen. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine medizinische Drahtklammer zur nahtweisen Verklammerung von Gewebeteilen.
Eine grosse Anzahl medizinischer Klammervorrichtungen zum Verklammern von lebendem Gewebe ist bekannt. Die US-Patente 3 643 851, 3 662 939,3 837 555, 3 873 016 und 4 014 492 zeigen derartige Vorrichtungen mit Einrichtungen, die bei ihrer Betätigung mehrere offene Klammern über eine Bahn sich folgend zum Eingriff mit einem Amboss bewegen, so dass die am Amboss anliegende Klammer geschlossen wird und dabei in das am Amboss anliegende Gewebe eingreift.
Derartige Klammvorrichtungen sind gewöhnlich kompliziert und legen eine Klammer an, die nach ihrem Anlegen rechteckig oder viereckig ist. Derartige Klammern können in verschiedenartiger Weise angebracht werden.
Ein Verfahren ist es, mit der Hand die Kanten der zu verbindenden Gewebeteile (z. B. Haut oder Muskelhaut) zusammenzuziehen und nach aussen zu drehen, den Amboss der Klammvorrichtung quer zur Verbindungsstelle der Gewebeteile zu stellen und die Vorrichtung zu betätigen, um dadurch eine Klammer anzusetzen. Die angesetzte Klammer hat einen geradlinigen Mittelabschnitt (an dem der Amboss anliegt), der sich quer zur Verbindungsstelle der Gewebe erstreckt. Geradlinige Seitenabschnitte der Klammer zu beiden Seiten des Mittelabschnitts verlaufen längs der Aussenflä-chen des Gewebes und unter einem rechten Winkel zum Mittelabschnitt der Klammer. Aufeinander ausgerichtete, spitze Endabschnitte durchstossen das Gewebe und laufen dann aufeinander von den Enden der geradlinigen Abschnitte zu.
Bei einem anderen Verfahren werden der Amboss und getrennte, scharfe Endabschnitte einer offenen Klammer an die Oberflächen der zu verbindenden Gewebeteile angelegt, wenn diese Oberflächen koplanar sind; anschliessend wird s die Vorrichtung betätigt, so dass die Endabschnitte der Klammer in die Gewebeteile eindringen und diese beim Schliessen der Klammer zusammenziehen.
Nach dem mindestens teilweisen Verheilen der Gewebeteile werden die Klammern mit einem Werkzeug entfernt, io mit dem der Mittelabschnitt jeder Klammer auf U-Form umgebogen wird, wodurch die spitzen Endabschnitte der Klammer sich voneinander trennen.
Gewisse Schwierigkeiten treten bei diesem Zusammenklammern lebender Gewebeteile auf. Die offenen Klammern 15 werden vor ihrer Verwendung so gebogen, dass ein rechter Winkel zwischen ihren Seiten und den Endabschnitten entsteht. Bei Verwendung der Klammern zum Verbinden von Gewebeteilen mit koplanaren Oberflächen in der oben beschriebenen Weise müssen die scharf abgebogenen Abschnit-20 te der Klammern in das Gewebe eindringen, wodurch die Gewebeabschnitte neben den Eintrittspunkten zerrissen werden können. Beide Verfahren des Klammerns mit solchen Klammern haben eine sehr starke Zusammenfassung der zu verbindenden Gewebeteile zur Folge, was von manchen me-25 dizinischen Fachleuten nicht sehr geschätzt wird («Zusammenfassen» bedeutet in diesem Zusammenhang das Zusammenpressen benachbarter Abschnitte der zu verbindenden Gewebeteile, «zu starkes Zusammenfassen» bedeutet, dass mehr als benötigt von diesen benachbarten Gewebeabschnit-30 ten zusammengefasst wurde, um die Gewebeabschnitte bei und zwischen den Klammern in Berührung zu halten, während eine massige Spannung auf die Nahtstelle ausgeübt wird).
Nach dem Anlegen der Klammern schwillt das heilende 35 Gewebe um die Klammern herum an und umschliesst bedeutende Teile der Seitenabschnitte der Klammern. Wenn die Klammern dann durch Abbiegen ihrer Mittelabschnitte entfernt werden, zerreissen oder strecken die L-förmigen Seitenabschnitte und Endabschnitte der Klammern in schmerz-40 hafter Weise bei ihrem Abziehen die verbundenen Gewebeteile.
Eine an der Nahtstelle zwischen den Gewebeteilen auftretende Zugwirkung kann zu einem Verdrehen der angesetzten Klammern führen, bis die Gewebeteile zwischen ih-45 ren gegenüberliegenden Ecken festgehalten werden. Das Anschwellen des Gewebes um eine derart gedrehte Klammer herum kann die Ausrichtung der Klammer verdecken, so dass eine die Klammer entfernende Person unbeabsichtigt einen der Seitenabschnitte statt des Mittelabschnitts zur U-50 Form abbiegen kann. Die weitere Folge ist dann, dass der gegenüberliegende Seitenabschnitt und Endabschnitt in bedeutendem Masse die Gewebeteile zerreisst und Schmerzen bei der Entfernung der Klammer hervorruft.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine medizinische 55 Drahtklammer zu schaffen, die im geschlossenen Zustand nicht dazu neigt innerhalb der Gewebeabschnitte zu verdrehen und die von dem angeschwollenen, heilenden Gewebe bei minimaler Beschädigung desselben, abgezogen werden kann, wozu der Mittelabschnitt in der oben beschriebe-60 nen Weise abgebogen wird.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäss mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 erreicht.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, dass wenn die Klammer durch 65 Umbiegen des gekrümmten Teiles des Mittelabschnittes neben jedem der gekrümmten Aussenabschnitte geschlossen wird, die gekrümmten Aussenabschnitte in Gewebeteile eindringen und sie sanft wie die Nadel eines Chirurgen zusam
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menfassen können, so dass das verklammerte Gewebe nur in sehr geringem Masse geschädigt wird, und dass eine Einschränkung für die Drehung der geschlossenen Klammer als Folge der an der Nahtstelle zwischen den Gewebeteilen auftretenden Zugspannung erreicht werden kann. Zum Entfernen wird der Mittelabschnitt der Klammer umgebogen, worauf die gekrümmten Endabschnitte unter minimaler Beschädigung des Gewebes und unter sehr geringer Schmerzwirkung für den Patienten abgezogen werden können.
Die vorliegende Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen gleiche Bezugsnummern gleiche Teile kennzeichnen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Klammervorrichtung;
Fig. 2 eine vergrösserte Aufsicht auf die in Fig. 1 dargestellte Klammervorrichtung, die teilweise aufgeschnitten ist, um Einzelheiten hervortreten zu lassen;
Fig. 3 einen Querschnitt etwa längs der in Fig. 2 mit 3-3 bezeichneten Linie und die normale Stellung des Klammernantriebsmechanismus in der Vorrichtung;
Fig. 4 und 5 teilweise Querschnittsansichten etwa längs der in Fig. 2 mit 3-3 bezeichneten Linie und die Stellung, in die der Antriebsmechanismus nacheinander bei der Anbringung einer Klammer bewegt wird;
Fig. 6 und 7 Querschnitte längs der in Fig. 5 mit 6-6 bzw. 7-7 bezeichneten Linien;
Fig. 8 einen teilweisen Querschnitt etwa längs der in Fig. 6 mit 9-9 bezeichneten Linie;
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht eines auswechselbaren Klammermagazins, das in der in Fig. I dargestellten Klammervorrichtung verwendet wird;
Fig. 10 eine Seitenansicht des in Fig. 9 dargestellten Magazins;
Fig. 11 und 12 teilweise Querschnittsansichten, die die Folge der Vorgänge bei der Anbringung einer ersten Ausführungsform einer Klammer verdeutlichen, die mit der in Fig. 1 dargestellten Klammervorrichtung zum Vernähen lebender Gewebeteile verwendet wird;
Fig. 13,14 und 15 schliesslich teilweise Querschnittsansichten, die die Folge der Vorgänge bei der Anbringung einer zweiten Ausführungsform einer Klammer verdeutlichen, die mit der in Fig. 1 dargestellten Klammervorrichtung zum Vernähen lebender Gewebeteile verwendet wird.
Die in den Figuren dargestellte Klammervorrichtung 10 umfasst ein Gestell 11, einen am Gestell 11 befestigten Amboss 12 und Einrichtungen zur Bewegung mehrerer offener Klammern 13 längs einer Laufrille 14 zu Amboss 12 hin und in Eingriff mit ihm (Fig. 11), worauf die am Amboss 12 anliegende Klammer 13 (Fig. 12) geschlossen wird, wobei die Klammer 13 lebende Gewebeteile 16 (z.B. abgetrennte Hautabschnitte oder Muskelfaszie) neben dem Amboss nahtartig verbinden kann.
Wie insbesondere aus Fig. 3-7 ersichtlich, bestehen die Einrichtungen zur Bewegung der offenen Klammern längs der Laufrille 14 aus einem am Gestell 11 angebrachten Antriebsteil 18, das sich längs einer vorgegebenen Bahn zwischen eine ersten Stellung (Fig. 3) und einer zweiten Stellung (Fig. 5) bewegen kann, wobei das Antriebsteil 18 in der zweiten Stellung näher am Amboss gelegen ist. Das Klammeraufnahmeteil 19 umfasst mehrere in Abständen voneinander angebrachte Nasen 20, die Klammern 13 längs der Laufrille 14 aufnehmen können. Befestigt wird das Klam-mernaufnahmeteil durch Einrichtungen, die eine Bewegung des Teils aus einer ersten Stellung (Fig. 3) mit von den Klammern 13 abstehenden Nasen längs der Laufrille 14 in eine Kontaktstellung (Fig. 4) ermöglichen. Die Nasen 20 sind auf die längs Laufrille 14 angeordneten Klammern 13 ausgerichtet und befinden sich zwischen ihnen, während in einer ersten Bewegungsstellung das Antriebsteil 18 von der ersten in die zweite Stellung übergeht. Ferner ergibt Aufnahmeteil 19 eine Bewegung zusammen mit Antriebsteil 18, wobei Klammern 13 längs der Laufrille 14 aufgenommen und weiterbewegt werden und die vorderste Klammer 13 um Amboss 12 in einer zweiten Bewegungsstellung des Antriebsteils bei dessen Überführung in die zweite Stellung geschlossen wird (Fig. 5 und 12). Dadurch werden die Nasen 20 von der Laufrille 14 wegbewegt und ausser Eingriff mit den Klammern 13 in einer ersten Bewegungsstellung des Antriebsteils 18 gebracht, während dieses aus der zweiten Stellung (Fig. 5) in die erste Stellung zurückgeführt wird. Klammernaufnah-meteil 19 wird zusammen mit Antriebsteil 18 in die Anfangsstellung (Fig. 3) während eines zweiten Bewegungsabschnitts des Antriebsteils 18 bewegt, bei der das Antriebsteil in seine erste Stellung zurückkehrt.
Antriebsteil 18 umfasst einen länglichen Antriebsabschnitt 22 mit einer halbzylinderförmigen Anlagefläche 23 (Fig. 6 und 7) und einem sich in Längsrichtung erstreckenden, U-förmigen Schlitz 24 längs der Anlagefläche 23 gegenüberliegenden Seite, so dass der Antriebsabschnitt 22 im wesentlichen C-förmigen Querschnitt hat. Die Anlagefläche 23 des Antriebsabschnitts 22 kann gegen eine passende Anlagefläche 25 am Gestell 11 verschoben werden, so dass eine Bewegung auf Amboss 12 hin bzw. von ihm weg möglich ist. Antriebsteil 18 enthält ferner einen abgesetzten, zylindrischen, angetriebenen Abschnitt (siehe Fig. 3,4 und 5), der am Ende des Antriebsabschnitts 22 gegenüber dem Amboss 12 befestigt ist und dessen Achse mit der Verschiebungsrichtung des Antriebsteils 18 fluchtet. Der Antriebsabschnitt umfasst drei zylindrische Abschnitte 27,28 und 29, die koaxial in Abständen an einer zylindrischen Stange 30 befestigt sind. Der zylindrische Vorderabschnitt 27 befestigt Stange 30 an Antriebsabschnitt 22. Der zylindrische Mittelabschnitt
28 hält eine Druckfeder 31 in einer Kammer im Gestell 11 zwischen sich und einem am Gestell 11 angebrachten Flansch 32 fest, wodurch Antriebsteil 18 in die erste Stellung gedrückt wird. Der Abschnitt der Stange 30 zwischen dem Mittelabschnitt 28 und dem hinteren zylindrischen Abschnitt
29 ist verschiebbar in einem Lager 33 am Gestell 11 montiert, um zusammen mit den zylindrischen Anlageflächen 23 und 25 die Einrichtungen für die verschiebbare Befestigung des Antriebsteils 18 auf Gestell 11 zu ergeben.
Der hintere zylindrische Abschnitt 29 ist am Ende der Stange 30 befestigt und auf der Stange 30 gegenüberliegenden Seite konkav. Ein Auslöser 35 ist um einen Stift 36 drehbar an Griff 37 montiert und mit einem Knopf 34 an einem Ende versehen, der mit der konkaven Oberfläche des hinteren zylindrischen Abschnitts 29 und einem vom Griff 37 vorspringenden Abschnitt in Eingriff kommen kann. Wenn der vorspringende Abschnitt des Auslösers 35 mit der Hand in den Griff 37 hineingedrückt wird, liegt Knopf 34 am Antriebsteil 18 an und bewegt dieses in seine zweite Stellung, so dass eine der Klammern 14 angelegt wird.
Gestell 11, an dem Antriebsteil 18, Klammeraufnahmeteil 19 und Amboss 12 befestigt sind, ist gegen Griff 37 drehbar, so dass verschiedene Orientierungen der breiten Seite der Klammer in bezug auf die Hand des den Griff 37 umgreifenden Benutzers möglich sind. Eine vielseitige Verwendung der Klammervorrichtung 10 wird dadurch sowie durch die Veijüngung der Klammervorrichtung 10 auf den Amboss 12 hin möglich, da das zu verklammernde Gewebe stets gut sichtbar bleibt. Wie man aus Fig. 2 und 3 ersieht, hat Gestell 11 eine zylindrische Fläche 38 zwischen den in Abständen angebrachten Flanschen 39, und Griff 37 weist ein zylindrisches Lager 42 auf, das mit der zylindrischen Fläche 38 in Eingriff kommen kann, wodurch eine Verdrehung des Gestells 11 möglich ist und die Orientierung der abgegebenen Klammer verändert werden kann. Der Knopf 34 des
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Auslösers 35 kann an der konkaven Oberfläche des zylindrischen Abschnitts 29 bei jeder Orientierung desselben anliegen, so dass eine Betätigung der Klammervorrichtung 10 immer möglich ist.
Bei Bedarf kann Griff 37 entfernt werden, und die Klammervorrichtung 10 kann durch einen Druck betätigt werden, der mit der Hand direkt auf den zylindrischen Abschnitt 29 ausgeübt wird.
Klammeraufnahmeteil 19 ist länglich und hat im wesentlichen rechteckigen Querschnitt und zwei parallele Reihen von in Abständen längs einer der Oberflächen angebrachten Nasen 20. Klammernaufnahmeteil 19 ist verschiebbar in Schlitz 24 des Antriebsabschnitts 22 gelagert, wobei die Nasen 20 freiliegen und eine Verschiebung in Längsrichtung des Klammernaufnahmeteils 19 in bezug auf Antriebsteil 18 sowie eine Verschiebung des Klammernaufnahmeteils 19 in Rille 25 und aus ihr heraus in einer Richtung ermöglichen, die senkrecht zur Längsachse verläuft. Die Nasen 20 können sich damit auf Laufrille 14, auf der in Abständen die Klammern 13 angeordnet sind, hin und von ihr weg bewegen.
Klammernaufnahmeteil 19 umfasst zwei parallele Stifte 40, die sich quer zu den Achsen der Anlageflächen 23 und 25 erstrecken und mit Nockenschlitzen 41 in Antriebsabschnitt 22 in Eingriff kommen können, die zur Führung und Begrenzung der Relativbewegung des Antriebsteils 18 gegen Klammernaufnahmeteil 19 dienen. Die die Schlitze 41 definierenden Oberflächen sind geneigt, um Klammernaufnahmeteil 19 aus Schlitz 24 herauszubewegen (mit der Achse parallel zu der des Antriebsteils 18) und in eine Stellung zu überführen, in der sich die Nasen 20 zwischen den Klammern 13 längs der Laufrille 14 befinden, während Klammernaufnahmeteil 19 auf Amboss 12 zu und gegen das Antriebsteil 18 verschoben wird. Umgekehrt soll dadurch auch die Bewegung des Klammernaufnahmeteils 19 in Schlitz 24 hervorgerufen werden, wobei die Nasen 20 von den Klammern 13 längs Laufrille 14 abstehen, während Klammernaufnahmeteil 19 vom Amboss 12 weg und gegen Antriebsteil 18 verschoben wird. Zwei gegenüberliegende Reibungsglieder 45 sind vorgesehen, um die Bewegung zu verlangsamen (Fig. 7). Jedes Reibungsglied 45 umfasst ein Gehäuse 46, das in Gestell 11 eingeschraubt ist und sich durch eine Öffnung in Antriebsabschnitt 22 des Antriebsteils 18 erstreckt; zum Reibungsglied gehören ferner eine Feder 47 und eine Kugel 48, die durch Feder 47 in reibenden Kontakt mit einer Seite des Klammernaufnahmeteils 19 gedrückt wird. Dieser Reibungskontakt wird so eingestellt, dass eine Bewegung des Klammernaufnahmeteils 19 zusammen mit Antriebsteil 18 in Längsrichtung verhindert wird, bis die Stifte 40 die hinteren Enden der Schlitze 41 berühren. Wenn die Stifte 40 anfanglich an den vorderen Enden der Schlitze 41 gelegen sind (so dass die Nasen 20 von den Klammern 13 längs der Laufrille 14 abstehen) und wenn das Antriebsteil 18 in der ersten Stellung ist (Fig. 3), hat die Bewegung des Antriebsteils 18 zur zweiten Stellung zur Folge, dass die die Schlitze 41 bildenden Wände sich auf Amboss 12 hin und gegen die Stifte 40 bewegen, wodurch das Klammernaufnahmeteil 19 unter einem rechten Winkel zu seiner Achse bewegt wird und in die Eingriffsstellung gelangt; ausserdem wird damit Klammernaufnahmeteil 19 zusammen mit dem Antriebsteil 18 während eines zweiten Abschnitts der Bewegung des Antriebsteils 18 zu seiner zweiten Stellung bewegt, nachdem die Hinterkanten der Schlitze 41 mit Stiften 40 in Eingriff gekommen sind. Nach der Bewegung des Antriebsteils 18 aus einer zweiten Stellung zurück in die erste Stellung unter dem Einfluss der Feder 35 bewegen sich die die Schlitze 41 bildenden Wände zuerst längs der Stifte 40, um damit das Klammernaufnahmeteil von Laufrille 14 wegzubewegen; anschliessend wird das Klammernaufnahmeteil
19 in seine anfängliche Stellung zurückgebracht, nachdem die hinteren Enden der Schlitze 41 mit den Stiften 40 in Eingriff gekommen sind.
Die Laufrille 14, längs der die offenen Klammern 13 in 5 Abständen angeordnet sind, wird von einem länglichen Magazin 50 gebildet, das in Gestell 11 eingesetzt werden kann. Das insbesondere in Fig. 9 und 10 dargestellte Magazin 50 umfasst einen im wesentlichen rechteckigen Endabschnitt 51, der in einen Sockel im Gestell 11 passt und darin mit einer io Flügelschraube 53 festgehalten wird. Zum Magazin gehören ferner zwei parallele, längliche Schienen 54 mit gegenüberliegenden, parallelen Rillen, die die Laufrille 14 definieren. Die gekrümmten Endabschnitte der Klammern 13 befinden sich in den Rillen und liegen reibend an den Schienen 54 an. ls Die Klammern öffnen sich alle auf das Ende des Magazins 50 gegenüber dem Endabschnitt 51 hin und sind dicht nebeneinander längs der Rillen angebracht. Magazin 50 ist auf einer Seite der Schienen 54 offen, damit die am Klam-mernaufnahmeteii 19 angebrachten Nasen 20 eintreten kön-2onen; die Klammern 13 sind hierbei längs Laufrille 14 verteilt.
Die in der Klammervorrichtung verwendete offene Drahtklammer 13 und ihr Schliessen sind insbesondere aus Fig. 11 und 12 erkennbar, die die Anbringung einer der Klammern 13 am Gewebe z.B. an zerrissenen Hautteilen 16 25 darstellen, die vorher nach aussen gedreht wurden, wie dies notwendig sein kann, wenn das unter der Haut gelegene Fleisch die Haut nicht genügend abstützt, so dass die Klammer in koplanare Hautteile eindringt. Klammer 13 ist aus Metalldraht mit kreisrundem Querschnitt hergestellt, z. B. 30 aus rostfreiem 316L-Stahl mit einem Durchmesser von 0,058 cm. Im geöffneten Zustand besteht Klammer 13 aus einem U-förmigen Mittelabschnitt 60 mit zwei gekrümmten Teilen 61 und zwei sanft gebogenen Aussenabschnitten 63, die in scharfen, nadelartigen Spitzen 64 enden. Die Klammer wird 35 unter einem Winkel von 75-90 Grad an der Verbindungsstelle zwischen den Abschnitten 60 und 63 an jeder Seite abgebogen. Wenn Klammer 13 offen ist, befinden sich aufeinanderfolgende Teile der Aussenabschnitte 63 von dem benachbarten gekrümmten Abschnitt 61 ab in zunehmenden 40 Abständen vom Abschnitt 61 (wenn der Abstand längs gerader Linien zwischen den benachbarten Teilen der gekrümmten Aussenabschnitte 63 und des benachbarten gekrümmten Teils 61 gemessen wird). Wird die offene Klammer 13 durch Geradebiegen des gekrümmten Teils 61 ge-45 schlössen, so können die gebogenen Aussenabschnitte 63 in das neben dem Amboss 12 gelegene Gewebe (z.B. zertrennte Hautteile) eindringen und es glatt zusammenfassen. Die Form des U-förmigen Mittelabschnitts 60, jedes der gekrümmten Aussenabschnitte 63 und der Biegungen zwischen so Abschnitten 60 und 63 ist so ausgelegt, dass beim Geradebiegen des Mittelabschnitts 60 zum Schliessen der Klammer 13 (s. Fig. 12) diese praktisch D-förmig ist, wobei der maximale Abstand zwischen Aussenabschnitten 63 der geschlossenen Klammer auf einer Linie liegt, die im Abstand und parallel 55 zum Basisteil des U-förmigen Mittelabschnittes 60 verläuft. Dies ergibt die gewünschte Verdrehungssicherheit der geschlossenen Klammer 13.
Fig. 13,14 und 15 zeigen eine andere Ausführungsform einer erfindungsgemässen offenen Drahtklammer 68, die mit 60 der Klammervorrichtung 10 angelegt wird, um aufgetrennte Hautteile 69 koplanar zu verklammern. Klammervorrichtung 10 schliesst Klammern 68 zu der in Fig. 15 dargestellten D-Form. Wie Klammer 13 hat auch die offene Klammer 68 einen im wesentlichen U-förmigen Mittelabschnitt 70 mit 65 zwei gekrümmten Teilen 71 und zwei sanft gekrümmten Aussenabschnitten 73, die an scharfen Spitzen 74 enden. Klammer 68 ist unter einem Winkel von 75-90 Grad an der Verbindungsstelle der Abschnitt 70 und 73 zu beiden Seiten
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abgebogen. Wenn Klammer 68 offen ist (Fig. 13), befinden sich aufeinanderfolgende Teile der äusseren Abschnitte 73 von benachbarten gekrümmten Teilen 71 ab in zunehmenden Abständen von Teilen 71 (gemessen auf einer geraden Linie zwischen aufeinanderfolgenden Teilen der gekrümmten Aussenabschnitte 73 und des benachbarten gekrümmten Teiles 71). Wenn Klammer 68 dann durch Geradebiegen der gekrümmten Teile 71 geschlossen wird (Fig. 14), können die gekrümmten Aussenabschnitte 73 in neben dem Amboss 12 gelegenes Gewebe, z.B. auseinanderklaffende Hautteile 69, eindringen und dieses glatt zusammenfassen. Die Form des U-förmigen Mittelabschnitts 70 und jedes der gekrümmten Aussenabschnitte 73 ist so ausgelegt, dass bei geschlossener Klammer 68 der grösste Abstand zwischen den Aussenabschnitten 73 auf einer Linie liegt, die im Abstand und parallel zum Basisteil des U-förmigen Mittelabschnittes 70 verläuft. Dies ergibt die gewünschte Verdrehungssicherheit der geschlossenen Klammer. Zum Schliessen der Klammer 68 werden die gekrümmten Teile 71 etwas über geraden Verlauf hinaus gebogen, um einen leicht angehobenen Mittelabschnitt der geschlossenen Klammer 68 zu erhalten. Damit wird einem gewissen Anschwellen des verheilenden Gewebes
69 Rechnung getragen, und das Werkzeug zur Entfernung der Klammer kann leicht angesetzt werden.
Klammer 68 unterscheidet sich von Klammer 13 dadurch, dass die gekrümmten äusseren Abschnitte 73 einen 5 grösseren Krümmungsradius als die gekrümmten Abschnitte 63 der Klammer 13 haben. Die gekrümmten Abschnitte 73 dringen damit weniger tief als die gekrümmten Abschnitte 63 in das Gewebe 69 ein. Dies ist angezeigt, wenn auseinanderklaffende koplanare Hautteile 69 statt der nach aussen ge-io drehten Hautteile 16 miteinander verbunden werden sollen.
Die beschriebenen vorzugsweisen Ausführungsformen der Klammervorrichtung 10 und der Klammern 13 und 68 können in verschiedener Weise abgeändert werden. Zum Beispiel kann der Amboss 12 am Gestell der Klammervor-i5 richtung oder an einem herausnehmbaren Magazin befestigt werden, das als Teil des Gestells aufgefasst werden kann. Das Paar von Nasen 20 am distalen Ende des Klammernaufnahmeteils 19 kann Einkerbungen erhalten, um teilweise die gekrümmten Abschnitte 63 und 73 der zu schliessenden 20 Klammer aufzunehmen, wodurch gewährleistet wird, dass die Klammern beim Biegen auf die Laufrillen 14 ausgerichtet bleiben.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Medizinische Drahtklammer zur nahtweisen Verklammerung von Gewebeteilen, dadurch gekennzeichnet, dass die offene Klammer (13, 68) einen im wesentlichen U-förmigen Mittelabschnitt (60,70) mit mindestens einem gebogenen Teil (61,71) und sanft gekrümmte Aussenabschnitte (63, 73) aufweist, die in scharfen Spitzen (64, 74) enden, wobei aufeinanderfolgende Teile der Aussenabschnitte (63, 73) vom Mittelabschnitt (60, 70) aus beginnend zunehmende Abstände von dem benachbarten gekrümmten Teil (61, 71) des Mittelabschnitts aufweisen, so dass beim Schliessen der Klammer (13,68) durch Biegen des gekrümmten Teiles (61,71) des Mittelabschnitts (60, 70) neben jedem der gekrümmten äusseren Abschnitte (63, 73) die gekrümmten äusseren Abschnitte (63,73) in Gewebeteile eintreten und sie glatt zusammenfassen können, und wobei die Form des U-förmigen Abschnitts (60,70) und jedes der gekrümmten äusseren Abschnitte (63,73) so ausgelegt ist, dass bei geschlossener Klammer (13,68) die gekrümmten äusseren Abschnitte (63, 73) und der Basisteil des U-förmigen Mittelabschnittes (60, 70) in der gleichen Ebene liegen und der maximale Abstand zwischen den gekrümmten äusseren Abschnitten (63, 73) auf einer Linie liegt, die in einem Abstand parallel zum Basisteil verläuft.
2. Klammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der U-förmige Abschnitt (60, 70) der Klammer (13, 68) zwei in Abständen voneinander befindliche, gekrümmte Teile (61,71) aufweist, dass die Klammer (13, 68) unter einem Winkel von 75-90 Grad zwischen dem Mittelabschnitt und dem äusseren Abschnitt (60, 63; 70,73) zu beiden Seiten der Klammer (13,68) gebogen ist, und dass die Klammer (13, 68) im geschlossenen Zustand D-förmig ist.
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