CH641394A5 - Vorrichtung zur schaerfung von scheren. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Schärfung von Scheren, welche Vorrichtung eine Griffplatte und an dieser ein Paar unter einem spitzen Winkel zueinander befestigte Schärforgane in der Form von kreiszylindrischen Stäben mit glatter Oberfläche enthält, wobei diese Schärforgane beim Schärfen entlang der Innenseite und der Aussenseite der Schneidkante eines Scherblattes verschoben werden.
Eine gleichzeitig ausgeführte Schärfung der beiden Seiten der Schneidkante mit Vorrichtungen zur manuellen Schärfung von Messern ist nach den US-PS Nr. 2765680 und DE-PS Nr. 1577605 bekannt.
Es ist bekannt, Scherblätter, welche nach einer gewissen Benutzungszeit stumpf geworden sind, mit einer Schleifscheibe, einer Feile, einem Schleifstein usw. zu schärfen. Hierbei muss eine Schleifausrüstung zur Verfügung stehen und jedenfalls wird eine Geschicklichkeit vorausgesetzt, die unter Nichtfachleuten selten vorkommt, so dass eine solche Schärfung normalerweise ungenügend ist. In der Regel wird hierbei nur die Schneidkante geschärft. Es ist jedoch zur Entgratung oder Korrektur der Form der Schneidkante zuweilen notwendig, eine Bearbeitung der beiden, die Schneidkante bildenden Seiten vorzunehmen. In einem solchen Fall wird eine doppelseitige Bearbeitung verlangt, welche den bekannten Verfahren gemäss zwei separate Arbeitsgänge umfasst.
Eine Vorrichtung zur Bearbeitung der Innenseite einer Schneidkante ist in der US-PS Nr. 2468442 offenbart. Die Vorrichtung hat einen Handgriff und zwei mit den Flachseiten einander anliegende Metallscheiben, deren einander gegenüberliegende Kanten Messer aufweisen, welche gleichzeitig die beiden Scherblätter bearbeiten. Während der Schärfung liegt die Innenseite der Scherblätter an der Flachseite der einen Scheibe an. Mit dieser Vorrichtung wird kein befriedigendes Resultat erzielt, weil unter anderem zwischen den Scheiben immer ein Spalt vorhanden ist und weil wegen der einseitigen Bearbeitung die Form und der Grat der Schneidkante nicht bei der Schärfung beeinflusst werden.
Eine Vorrichtung zur gleichzeitigen Schärfung der beiden Scherblätter mit der Hilfe eines runden Zapfens mit glatter Oberfläche ist in der DE-PS Nr. 695188 offenbart. Die Vorrichtung hat einen scheibenförmigen Griff und einen runden Zapfen, welcher an einer Kante des Griffes befestigt ist und in gleicher Ebene mit dem Griff liegt. Der Zapfen bildet mit der Griffkante einen Winkel von ca. 60'. Die Schärfung wird so ausgeführt, dass mit der Schere eine Schnittbewegung ausgeführt wird, wobei der Zapfen zwischen den Scherblättern liegt und der Zapfen die Aussenseiten der Schneidkanten bearbeitet, während gleichzeitig die Scherblätter der Griffkante anliegen.
Auch diese Vorrichtung bearbeitet somit nur die äusseren Seiten _ der Schneidkanten, weshalb ein Schärfen nicht durchgeführt wird. Ausserdem ist die Führung der Scherblätter sehr unvollständig, wodurch die Scherblätter eine Lage senkrecht zum Zapfen einnehmen, was die Scherblätter verdirbt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine io Vorrichtung zum Schärfen von Scheren zu schaffen, bei der eine erwünschte Bearbeitung der beiden Scherblätter in einem einzigen Arbeitsgang erzielt wird und die Schärforgane während des ganzen Schärfvorganges in einer korrekten Stellung bezüglich der Seitenflächen der Scherblätter liegen, so dass auch ein Laie eine Schere mit 15 optimalem Resultat schärfen kann. Diese Aufgabe wird erfindungs-gemäss mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
Es ist von Vorteil, wenn die Stäbe gegeneinander in der Schärfrichtung versetzt sind. Der entstandene Grad kann hierdurch in ei-20 ner erwünschten Richtung durch denjenigen Stab bearbeitet werden, welcher später auf die Schneidkante wirkt, und weil die Stäbe dazu gebracht werden können, einander zu kreuzen, entsteht kein Spalt zwischen den Schärforganen.
25 In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Anordnung in Draufsicht,
Fig. 2 die Anordnung in Seitenansicht,
Fig. 3 die Anordnung in Stirnansicht,
30 Fig. 4 zwei Schärforgane und ein Scherblatt in grösserem Massstab, und
Fig. 5 den Schärfvorgang.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung enthält eine rechteckige Platte 1 aus Holz oder Kunststoff. Diese Platte weist zwei durchgehende Öffnungen 2 und 3 auf, die an einer Längsseite und einer Querseite mit Schärforganen in der Form von runden Stäben 4 und 5 mit glatter Oberfläche versehen sind. Die langen Stäbe 4 sind so angeordnet, dass deren der Öffnung zugewandte Seiten fluchtend 40 bzw. in gleicher Ebene liegen. Die Stäbe 4 und 5 bilden einen spitzen Winkel a miteinander, welcher wesentlich dem Winkel ß zwischen der Innen- und Aussenseite 6 bzw. 7 der Schneidkante 9 des Scherblattes 7 entspricht. Es hat sich als besonders günstig erwiesen, a etwas kleiner als ß zu machen, wie in Fig. 4 gezeigt ist. Wie ausserdem 45 in Fig. 4 angedeutet ist, befindet sich der Stab 5 hinter dem Stab 4.
An beiden Seitenflächen der Platte 1 sind Ausnehmungen 10 und 11 zum Halten der Platte ausgebildet. Die Ausnehmung 10 ist als eine in eine Längskante mündende Vertiefung ausgebildet, während die Ausnehmung 11 aus einer zur erwähnten Längskante parallelen so Rille besteht.
Fig. 5 veranschaulicht den eigentlichen Schärfvorgang. Der Benutzer fasst mit seiner linken Hand die Platte 1 so an, dass der Daumen in der Ausnehmung 10 liegt und die übrigen Finger in die Aus-55 nehmung 11 eingreifen. Hiernach werden die Scherblätter 8 einer Schere 12 durch die Öffnungen 2, 3 der Platte möglichst weit geführt, wonach eine Schnittbewegung ausgeführt wird, d.h. die Griffösen der Schere werden zueinander gedrückt, wodurch die Platte 1 nach links in der Fig. 5 verschoben wird, bis die Enden der Scher-60 blätter die Öffnungen verlassen. Während dieser relativen Bewegung zwischen der Platte 1 und der Schere 12 werden die Scherblätter 8 zwischen die Stäbe 4 und 5 gedrückt und die Aussen- und Innenseite 6, 7 der Schneidkante 9 von den Stäben bearbeitet. Dieser Vorgang wird zur Erzielung eines zufriedenstellenden Resultats einige Male .. wiederholt.
CO
Wie aus dem oben Angeführten ersichtlich ist, werden die Seitenflächen der Schneidkante bei der Schärfung nicht geschliffen oder gefeilt, sondern die Schärfung wird in erster Linie durch Bearbeitung
des aus der Schneidkante nach einer gewissen Verwendungszeit entstandenen Grates ausgeführt. Auf Grund der gegenseitigen Winkellage und Verschiebung in der Schärfrichtung der Stäbe 4, 5 bearbeitet der Stab 5 zuerst den Grat so, dass er schief abwärts nach links in Fig. 4 hervorragt. Durch den verformenden Einfluss des Stabes 4 5
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wird der Grat danach parallel mit dem Stab 4 direkt abwärts gerichtet, was dem Scherblatt eine optimale Schärfe gibt.
Es ist zu beachten, dass der Winkel zwischen den Schärforganen einstellbar gemacht werden kann, indem die Vorrichtung mit mehreren Schärforganen versehen wird.
R
1 Blatt'Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Schärfen von Scheren, welche Vorrichtung eine Griffplatte und an dieser ein Paar unter einem spitzen Winkel zueinander befestigte Schärforgane in Form von kreiszylindrischen Stäben mit glatter Oberfläche enthält, wobei diese Schärforgane beim Schärfen entlang der Innenseite und der Aussenseite der Schneidkante eines Scherblattes verschoben werden, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Paar von Schärforganen (4, 5) vorgesehen sind, wobei die Arbeitsflächen derjenigen Schärforgane (4), welche die Innenseite (6) der Schneidkanten (9) bearbeiten, zueinander fluchtend angeordnet sind, und dass jedes Paar der Schärforgane (4, 5) auf einer Breit- und einer Schmalseite einer in der Griffplatte (1) ausgesparten Öffnung (2, 3) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei jedem Paar von Schärforganen die Stäbe (4, 5) gegeneinander in Schärfrichtung versetzt angeordnet sind.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen den Stäben eines Paares von Schärforganen verstellbar ist.
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