CH641672A5 - Cytostatisch wirkende arzneimittelpraeparate. - Google Patents

Cytostatisch wirkende arzneimittelpraeparate. Download PDF

Info

Publication number
CH641672A5
CH641672A5 CH1060978A CH1060978A CH641672A5 CH 641672 A5 CH641672 A5 CH 641672A5 CH 1060978 A CH1060978 A CH 1060978A CH 1060978 A CH1060978 A CH 1060978A CH 641672 A5 CH641672 A5 CH 641672A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
tml
cytostatic
vincristine
active ingredient
ritosulfanum
Prior art date
Application number
CH1060978A
Other languages
English (en)
Inventor
Karoly Lapis
Bela Szende
Andras Jeney
Laszlo Kopper
Karoly Simon
Ernoe Tyihak
Lajos Kisfaludy
Lajos Kovacs
Gyoergy Doboe
Original Assignee
Richter Gedeon Vegyeszet
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Richter Gedeon Vegyeszet filed Critical Richter Gedeon Vegyeszet
Publication of CH641672A5 publication Critical patent/CH641672A5/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/33Heterocyclic compounds
    • A61K31/395Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins
    • A61K31/435Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins having six-membered rings with one nitrogen as the only ring hetero atom
    • A61K31/47Quinolines; Isoquinolines
    • A61K31/475Quinolines; Isoquinolines having an indole ring, e.g. yohimbine, reserpine, strychnine, vinblastine
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/185Acids; Anhydrides, halides or salts thereof, e.g. sulfur acids, imidic, hydrazonic or hydroximic acids
    • A61K31/19Carboxylic acids, e.g. valproic acid
    • A61K31/195Carboxylic acids, e.g. valproic acid having an amino group
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/66Phosphorus compounds
    • A61K31/675Phosphorus compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. pyridoxal phosphate

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein kombiniertes Arzneimittelpräparat mit cytostatischer Wirkung sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung. Das erfindungsgemässe Arzneimittel weist erheblich verminderte schädliche Nebenwirkungen auf.
Die erfindungsgemässe Arzneimittelkombination enthält als Wirkstoff ein oder mehrere cytostatische Mittel zusammen mit NE-Trimethyllysin (im weiteren als TML bezeichnet).
Diese neuen Arzneimittelpräparate zeigen eine, mindestens der Menge des anwesenden cytostatischen Mittels entsprechende, in vielen Fällen noch erhöhte cytostatische Wirksamkeit, wobei aber gleichzeitig die bekannte, das Knochenmark schädigende Nebenwirkung des cytostatischen Mittels erheblich vermindert ist, bzw. die auf die Schädigung erfolgende Restitution im beträchtlichen Mass beschleunigt wird.
Bekanntlich wird eine sehr schwerwiegende Hemmung der Chemotherapie der malignen Tumoren durch den Umstand verursacht, dass bei sämtlichen wirklich wirksamen cytostatischen Mitteln die Hemmung der Proliferation der Tumorzellen durch toxische Nebenwirkungen gegenüber dem Knochenmark und den Zellen der übrigen sich intensiv proliferierenden Geweben (z.B. der Darmschleimhaut, der Gonaden usw.) begleitet wird. Dadurch werden schwere Schädigungen deshämatopoetischen Systems und des Immunsystems verursacht, welche schliesslich zum Absterben des tumortragenden Organismus führen.
Die Zielsetzung der vorliegenden Erfindung war die Herabsetzung der Toxizität der cytostatischen Mittel, bzw. die Steigerung der Geschwindigkeit der auf solche Schädigungen folgenden Restitution der beschädigten Gewebe.
Es wurde gefunden, dass die toxischen Nebenwirkungen der verschiedensten bekannten cytostatischen Mittel in erheblichem Mass vermindert werden können, wenn man das cytostatische Mittel in mit TML kombinierter Form dem zu behandelnden Organismus verabreicht. Diese Erkenntnis ist äusserst überraschend, da es bekannt ist, dass das TML an sich das Wachstum der Tumore fördernd beeinflusst (vgl.: Szende u. Mitarb.: Neoplasma, 17,4,433-434 1970).
Die Erfindung ist also auf die Erkenntnis gegründet, dass 35 wenn man die cytostatisch wirkenden Mittel mit dem an sich die Proliferation von Tumoren und anderen Geweben (z.B. von dem Knochenmark) fordernd beeinflussenden TML kombiniert verabreicht, dann wird die Toxizität des cytostatischen Mittels erheblich herabgesetzt, wobei aber die cy-40 tostatische Wirksamkeit des Mittels nicht vermindert, sondern in einigen Fällen sogar erhöht wird.
Als cytostatische Mittel können in der erfindungsgemäs-sen Arzneimittelkombination die verschiedensten natürlichen, halbsynthetischen oder synthetisch hergestellten cyto-45 statisch wirkenden Verbindungen eingesetzt werden. Unter den cytostatischen Wirkstoffen natürlicher Herkunft können z.B. Vinblastin, Vincristin und Leurosin, unter den synthetischen Produkten z.B. l,4-Di-(2-methylsulfonyloxy-äthyl-amino)-l,4-didesoxy-erythrit-dimethylsulfonat (im weiteren so wird zur Bezeichnung dieser Verbindung der durch die Welt-Gesundheitsorganisation anerkannte Name «Ritosulfanum» verwendet), 2-[bis-(2-Chloräthyl)-amino]-tetrahydro-2H-l,3,2-oxaza-phosphorin-2-oxyd (im weiteren: Cyclophos-phamid) oder N-Formyl-leurosin mit gutem Erfolg in den ss erfmdungsgemässen Präparaten mit TML oder mit physiologisch annehmbaren Salzen davon kombiniert werden; die oben erwähnten Wirkstoffe sind aber nur als Beispiele genannt worden, da - wie es in zahlreichen Versuchen nachgewiesen werden konnte, - die vorteilhafte Wirkung der Kom-60 bination mit TML oder mit den physiologisch annehmbaren Salzen davon sich auch bei den anderen bekannten cytostatischen Wirkstoffen verschiedenster Art gleichsam erwiesen hat, so dass im Rahmen der vorliegenden Erfindung beliebige cytostatische Wirkstoffe mit TML bzw. mit Salzen davon 65 kombiniert werden können.
Das weiter oben genannte N-Formyl-blastin ist (3'a,4'a)-l-Demethyl-4'-deoxy-3',3'-epoxy-l-formyl-vincaleucoblastin und es weist die folgende Sturkturformel auf
3 641672
II
Die cyclostatischen Wirkstoffe können in den erfin-dungsgemässen Arzneimittelkombinationen in den bei den betreffenden Mitteln sonst üblichen Formen verwendet werden. Diese Wirkstoffe werden in der Therapie meistens in der Form von Salzen, und zwar von physiologisch unbedenklichen Säureadditionssalzen oder quaternären Salzen eingesetzt, da einerseits solche Salze im allgemeinen besser resorbierbar sind als die freien Basen und anderseits einige solche Basen, z.B. die Diindolalkaloide leicht zersetzlich, bzw. wärme- und lichtempfindlich sind und ihre Stabilität durch Salzbildung erhöht werden kann.
Das TML kann in den erfindungsgemässen Arzneimittelkombinationen sowohl in razemischer, als auch in optisch aktiver Form enthalten sein; auf Grund der durchgeführten Versuche scheint aber die linksdrehende Modifikation, das L-TML am vorteilhaftesten zu wirken. Das TML wird zweckmässig in der Form von physiologisch unbedenklichen Säureadditionssalzen eingesetzt. Zur Bildung von solchen Salzen können nichttoxische anorganische oder organische Säuren, z.B. Wasserstoffhalogenide, wie Salzsäure, Brom-wasserstoff- oder JodwasserstofFsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäuren, Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Citronensäure, Apfelsäure, Weinsäure, Ascorbinsäure, Asparaginsäure, Glutaminsäure usw. verwendet werden. Besonders vorteilhaft werden das Hydro-chlorid, das Monofumarat, das Acetat oder das Ascorbat 55 von TML, und in erster Linie das Monoglutamat in diesen Kombinationen angewendet. Die mit einem bzw. zwei Molekülen von Fumarsäure, Asparaginsäure bzw. Glutaminsäure gebildeten Salze von TML sind neue Produkte; diese Salze und das Verfahren zu ihrer Herstellung ist in der.ungari- 60 sehen Patentanmeldung Nr. RI-648 vom 13.10.1977 entsprechenden CH-PS 638 175 beschrieben.
Um die vorteilhaften pharmakologischen Eigenschaften der erfindungsgemässen Arzneimittelkombinationen nachzuweisen, wurden die blutbildschädigende Wirkungen der 65 verschiedenen cytostatischen Wirkstoffe mit den entsprechenden Wirkungen der mit TML kombinierten Mittel verglichen. Die Untersuchungen wurden an 35 weiblichen CBA
Mäusen von 25 g Körpergewicht auf die nachstehende Weise durchgeführt:
a) 5 Mäuse wurden nicht behandelt (Kontroll),
b) 5 Mäuse wurden einmal mit einer Dose von 30 mg/kg Ri-tosulfanum,
c) 5 Mäuse einmal mit einer Dose der Kombination von 30 mg/kg Ritosulfanum und 20 mg/kg TML,
d) 5 Mäuse einmal mit einer Dose von 50 mg/kg Cyclo-phosphamid,
e) 5 Mäuse einmal mit einer Dose der Kombination von 50 mg/kg Cyclophosphamid und 20 mg/kg TML,
f) 5 Mäuse einmal mit einer Dose von 2 mg/kg Vincristin,
g) 5 Mäuse einmal mit einer Dose der Kombination von 2 mg/kg Vincristin und 20 mg/kg TML
behandelt. Das TML wurde in sämtlichen Fällen in der Form von Hydrochlorid verwendet; die cytostatischen Mittel bzw. Kombinationen wurden intraperitoneal verabreicht.
Am der Behandlung vorangehenden Tag (in den nachstehenden Tabellen: 0 Tag) sowie an den 8 darauffolgenden Tagen wurde jeweils in der selben Tageszeit, nach 16 Stunden Fasten, das Blutbild der Tiere ermittelt. Die erhaltenen Ergebnissen wurden in den nachstehenden Tabellen I bis 3 sowie graphisch in den Abb. 1 bis 6 zusammengefasst. Tabelle 1 und Abbildungen 1 und 2 zeigen die Ergebnisse der mit Ritosulfanom, die Tabelle 2 und die Abbildungen 3 und 4 der mit Cyclophosphamid und die Tabelle 3 und die Abbildungen 5 und 6 der mit Vincristin durchgeführten Versuche. In den Abbildungen zeigen jeweils die mit I bezeichneten gestrichelten Linien den Verlauf der Änderungen des Blutbildes der nur mit den cytostatischen Wirkstoffen behandelten Tiere, während der Verlauf der Blutbildsänderungen der mit den erfindungsgemässen Kombinationen behandelten Tiere durch die mit II bezeichneten dicken Linien veranschaulicht wurde. Die Abbildungen 1, 3 und 5 zeigen die Änderungen der Zahl der roten Blutkörperchen in Millionen, die Abbildungen 2,4 und 6 die Änderungen der Zahl der weissen Blutkörperchen in Tausenden, während der 8 Tage der Versuche.
35
40
45
641672 4
Tabelle 1
Die durch Ritosulfanum verursachten Änderungen des Blutbildes
Tag Rote Blutkörperchen Millionen/mm3 Weisse Blutkörperchen Tausende/mm3
Ritosulfanum
Ritosulfanum +L-TML
Ritosulfanum
Ritosulfanum +L-TML
0
4,95 + 0,25
4,65 + 0,15
6,85 + 0,15
7,30 + 0,15
1
4,02 + 0,12
3,79 + 0,09
4,50 + 0,12
4,40 + 0,10
2
2,51 + 0,21
4,06 + 0,07
4,02 + 0,12
5,10 + 0,01
3
3,34 + 0,14
3,74 + 0,05
4,07 + 0,17
5,45 + 0,15
4
3,55 + 0,15
3,97 + 0,07
4,27 + 0,02
5,70 + 0,02
5
3,47 + 0,17
4,05 + 0,05
4,45 + 0,15
5,97 + 0,17
6
3,41+0,11
4,17 + 0,10
4,68 + 0,18
6,30 + 0,15
7
3,32 + 0,12
4,38 + 0,12
5,10 + 0,01
6,52 + 0,15
8
3,30 + 0,16
4,45 + 0,15
5,55 + 0,15
6,80 + 0,20
Tabelle 2
Die durch Cyclophosphamid (CPA) verursachten Änderungen des Blutbildes
Tag Rote Blutkörperchen Weisse Blutkörperchen
CPA
CPA +L-TML
CPA
CPA
+L-TML
0
4,92 + 0,20
4,92 + 0,10
6,35 + 0,20
7,05 + 0,20
1
4,19 + 0,08
4,03 + 0,05
3,75 + 0,12
4,07 + 0,07
2
3,45 + 0,10
4,05 + 0,07
4,15 + 0,17
5,35 + 0,15
3
3,60 + 0,20
4,96 + 0,10
4,45 + 0,22
5,25 + 0,15
4
3,78 + 0,15
4,84 + 0,09
4,75 + 0,23
5,30 + 0,17
5
3,82 + 0,09
4,80 + 0,12
4,90 + 0,28
5,47 + 0,20
6
3,88 + 0,20
4,82 + 0,10
5,15 + 0,17
5,72 + 0,22
7
3,90 + 0,15
4,84 + 0,08
5,30 + 0,15
5,95 + 0,15
8
3,98 + 0,12
4,94 + 0,10
5,75 ± 0,20
6,32 + 0,12
Tabelle 3
Die durch Vincristin verursachten Änderungen des Blutbildes
Tag Rote Blutkörperchen Weisse Blutkörperchen
Vincristin Vincristin Vincristin Vincristin
+L-TML + L-TML
0
4,60 + 0,10
4,60 + 0,10
6,80 + 0,20
6,80 + 0,20
1
4,80 + 0,15
4,50 + 0,08
5,10 + 0,10
5,30 + 0,12
2
4,85 ±0,15
4,80 + 0,20
4,50 + 0,15
4,70 + 0,15
3
3,30 + 0,08
4,50 + 0,08
4,30 + 0,12
4,70 + 0,15
4
3,40 + 0,10
4,60 + 0,10
4,50 + 0,15
4,90 + 0,15
5
3,60 + 0,12
4,80 + 0,20
4,60 + 0,15
5,10 + 0,25
6
3,90 + 0,15
4,80 + 0,20
4,60 + 0,17
5,30 + 0,10
7
4,10 + 0,10
4,75 + 0,15
4,75 + 0,20
5,50 + 0,12
8
4,10 + 0,10
4,60 + 0,10
4,80 + 0,20
5,70 + 0,15
Aus den Daten der Tabellen 1 bis 3, sowie aus den Abbildungen 1 bis 6 sind die folgenden überraschenden Vorteile der erfindungsgemässen Arzneimittelkombinationen ersichtlich:
.1. 2-3 Tage nach der Behandlung mit dem cytostatischen Mittel kann zwar eine Senkung der Zahl der roten Blutkörperchen auòh bei der erfindungsgemässen Kombination beobachtet werden, das Ausmass dieser Senkung ist aber erheblich niedriger als bei den nur mit dem cytostatischen Wirkstoff behandelten Tieren. Nach dieser anfanglichen Senkung beginnt aber am 3. bis 4. Tag nach der Behandlung eine schnelle Regeneration der roten Blutkörperchen, deren Zahl sich dann rasch an die Kontrollwerte nähert (im Fall von Cyclophosphamid -1- L-TML diese sorgar schon am 4. Tag erreicht).
2. Die Zahl der weissen Blutkörperchen sinkt zwar in den ss Fällen von Cyclophosphamid + L-TML und Ritosulfanum + L-TML am 2. Tag nach der Behandlung, die Restitution erfolgt aber verhältnismässig rasch und am 8. Tag ist die normale Zahl der weissen Blutkörperchen schon wieder erreicht.
60 3. Bei den mit der Kombination von Vincristin und TML behandleten Mäusen ist die Senkung der Zahl sowohl der Roten, als auch der weissen Blutkörperchen erheblich niedriger als bei den nur mit Vincristin behandelten Tieren.
65 Die Blutbild-Untersuchungen wurden auch unter Anwendung von TML-monoglutamat durchgeführt, und zwar in der folgenden Weise:
a) 12 gesunde, 8 Wochen alte, weibliche CFLP-(LATI)-
5
641672
Mäuse von 20-22 g Körpergewicht wurden mit einer ein-2igen i.p. Dose von 30 mg/kg Ritosulfanum behandelt. 6 Tiere wurden ausser dem Ritosulfanum auch mit 100 mg/kg TML-monoglutamat i-p. behandelt. Am 2., 4., 7., 10. und 17. Tag nach der Behandlung wurden qualitative und quantitative Blutbildbestimmungen durchgeführt. Es wurde in jeder Gruppe jeweils von je drei Tieren Blut genommen, und zwar immer um 15 Uhr, auf nüchternen Magen. Die Ergebnisse wurden in der Tabelle 4 zusammengefasst; es ist aus diesen Daten ersichtlich, dass bei der Behandlung mit der erfindungsgemässen Kombination die Blutkörperchenzahlen sowohl bei den roten als auch bei den weissen Blutkörperchen sich wesentlich günstiger gestaltet. Das Lymphozyten:
Granulocyten Verhältnis wird durch das Kombinieren des Wirkstoffes mit TML praktisch nicht beeinflusst.
b) 10 gesunde, 8 Wochen alte weibliche CFLP-(LATI)-Mäuse von 20-22 g Körpergewicht wurden einmal mit einer s i.p. Dose von 300 mg/kg Cyclophosphamid behandelt. Fünf von diesen Mäusen wurden ausserdem zugleich noch mit 100 mg/kg TML-monoglutamat i.p. behandelt. Am 4. und 10. Tag nach der Behandlung wurde das quantitative Blutbild von je 3 Tieren bestimmt; in der Tabelle 4 sind auch die-lo se Ergenbisse angegeben. Diese Daten zeigen, dass bei der mit Cyclophosphamid + TML-monoglutamat behandelten Tieren die Zahl der roten Blutkörperchen höher ist als bei den nur mit Cyclophosphamid behandelten.
Tabelle 4
Behandlung Tag Tiere Rote Blut- Weisse Blut körperchen körperchen
Million/mm3 Tausend/mm3
Ritosulfanum (allein)
Ritosulfanum +TML-glutamat
Cyclophosphamid (allein)
2.
1.
7,0
3,600
2.
6,8
3,200
3.
7,2
3,400
Durchschnitt:
7,0
3,400
4.
1.
5,6
3,400
2.
6,8
6,200
3.
6,4
5,200
Durchschnitt:
6,3
4,933
7.
1.
4,6
5,600
2.
4,0
2,600
3.
6,4
4,000
Durchschnitt:
5,0
4,066
10.
1.
7,4
11,800
2.
2,8
10,600
3.
5,6
6,600
Durchschnitt:
5,2
9,600
17.
1.
6,7
5,200
2.
6,0
5,000
3.
6,2
5,100
Durchschnitt:
6,3
5,100
2.
1.
7,6
2,600
2.
7,0
2,600
3.
7,6
2,600
Durchschnitt:
7,4
2,600
4.
1.
7,6
5,600
2.
7,0
6,200
3.
6,4
7,500
Durchschnitt:
7,0
6,366
7.
1.
6,6
5,000
2.
7,6
5,700
3.
7,0
6,400
Durchschnitt:
7,0
5,700
10.
1.
5,8
11,800
2.
5,6
8,000
3.
5,2
9,000
Durchschnitt:
5,5
9,600
17.
1.
10,0
10,400
2.
9,6
10,800
3.
9,2
10,600
Durchschnitt:
9,6
10,600
4.
1.
5,4
8,600
2.
6,0
3,500
3.
7,2
7,200
Durchschnitt:
6,2
6,433
10.
1.
4,8
18,000
2.
4,4
16,000
3.
9,2
14,000
Durchschnitt:
6,13
16,000
641 672 6
Tabelle 4 (Fortsetzung)
Behandlung
Tag
Tiere
Rote Blutkörperchen Million/mm3
Weisse Blutkörperchen Tausend/mm3
Cyclophosphamid
4.
1.
7,8
6,600
+TML-glutamat
2.
8,2
4,400
3.
7,0
9,000
Durchschnitt:
7,6
6,333
10.
1.
6,8
16,000
2.
9,6
16,000
3.
5,6
19,100
Durchschnitt:
7,3
17,200
In der toxischen, oft letalen Wirkung der cytostatischen Mittel spielt die Knochenmark-Schädigung eine wesentliche Rolle; in den folgenden Versuchen wurde deshalb untersucht, ob und inwieweit die Toxizität, bzw. der LD50-Wert der cytostatischen Mittel durch die Anwendung der erfindungsgemässen Kombination mit TML-Salzen in günstiger Richtung beeinflusst werden kann. In den durchgeführten vergleichenden Versuchen wurde die Toxizität von drei verschiedenen cytostatischen Mitteln: Ritosulfanum, Cyclophosphamid und Vincristin, mit der erfindungsgemässen Kombination von diesen Mitteln mti TML oder TML-monoglutamat verglichen.
Die Versuche wurden an weiblichen CBA Mäusen von 25 g Körpergewicht, mit Gruppen von je 5 Tieren durchgeführt; in den einzelnen Gruppen wurden die Tiere mit einer einmaligen i.p. Dose der nachstehend angegebenen Zusammensetzung behandelt:
1. Ritosulfanum 100 mg/kg
2. Ritosulfanum 67 mg/kg
3. Ritosulfanum 45 mg/kg
4. Ritosulfanum 30 mg/kg
5. Ritosulfanum 20 mg/kg
6. Ritosulfanum 100mg/kg + TML 20 mg/kg
7. Ritosulfanum 67 mg/kg + TML 20 mg/kg
8. Ritosulfanum 45 mg/kg + TML 20 mg/kg
9. Ritosulfanum 30 mg/kg + TML 20 mg/kg
10. Ritosulfanum 20 mg/kg + TML 20 mg/kg
11. Cyclophosphamid 1012 mg/kg
12. Cyclophosphamid 675 mg/kg
13. Cyclophosphamid 450 mg/kg
14. Cyclophosphamid 300 mg/kg
15. Cyclophosphamid 200 mg/kg
2o 16. Cyclophosphamid 1012 mg/kg + TML 20 mg/kg
17. Cyclophosphamid 675 mg/kg + TML 20 mg/kg
18. Cyclophosphamid 450 mg/kg + TML 20 mg/kg
19. Cyclophosphamid 300 mg/kg + TML 20 mg/kg
20. Cyclophosphamid 200 mg/kg + TML 20 mg/kg 25 21. Vincristin 1 mg/kg
22. Vincristin 2 mg/kg
23. Vincristin 5 mg/kg
24. Vincristin 7 mg/kg
25. Vincristin 10 mg/kg
30 26. Vincristin 1 mg/kg + TML 20 mg/kg
27. Vincristin 2 mg/kg + TML 20 mg/kg
28. Vincristin 5 mg/kg + TML 20 mg/kg
29. Vincristin 7 mg/kg + TML 20 mg/kg
30. Vincristin 10 mg/kg + TML 20 mg/kg
35 31. Ritosulfanum 50 mg/kg + TML-glutamat 100 mg/kg
32. Vincristin 5 mg/kg + TML-glutamat 100 mg/kg
33. Cyclophosphamid 600 mg/kg + TML-glutamat 100 mg/ kg-
40 An den ersten 10 Tagen und am 30. Tag nach der Behandlung wurde die Zahl der noch lebenden Teiren registriert; die Ergenibsse wurden in der Tabelle 5 zusammenge-fasst.
Tabelle 5
Behand
Zahl der überlebenden Tiere am
lung:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
20.
Tag nach der Behandlung
1.
1
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
2.
-
-
-
-
3.
5
5
5
5
4
4
3
2
2
2
2
4.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
6.
1
-
-
-
-
7.
1
-
-
8.
5
5
5
4
2
2
1
!
1
1
1
9.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
10.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
11.
-
-
-
-
-
-
— -
12.
13.
4
3
3
3
2
2
1
1
1
1
I
14.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
15.
5
.5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
16.
-
-
-
-
-
17.
1
1
1
i
-
-
-
-
-
7
Tabelle 5 (Fortsetzung)
641 672
Behand- Zahl der überlebenden Tiere am lung: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 20.
Tag nach der Behandlung
18.
4
4
4
3
3
3
2
1
1
1
1
19.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
20.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
21.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
22.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
23.
5
5
4
4
4
4
4
4
3
3
3
24.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
25.
5
5
5
5
2
-
-
-
-
26.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
27.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
28.
5
5
5
5
5
5
5
4
4
4
4
29.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
30.
5
5
5
5
5
5
5
5
4
4
4
31.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
4
32.
5
5
5
5
5
5
5
4
4
3
3
33.
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
3
Man sieht aus den Daten dieser Tabelle, dass das Ausmass und das Tempo des Ablebens der Tiere bei den mit den erfindungsgemässen kombinierten Mitteln Cyclophosphamid + TML bzw. Vincristin + TML behandelten Gruppen ein wesentlich günstigeres Bild zeigt, als bei den nur mit den genannten cytostatischen Mitteln behandelten Tieren. Die erfindungsgemässe Arzneimittelkombination zeigt also eine klar nachweisbare Schutzwirkung gegen den durch Cyclophosphamid bzw. Vincristin verursachten toxischen Effekt. Im Fall von Ritosulfanum konnte bei dem erfindungsgemässen kombinierten Präparat keine den letalen Effekt vermindernde Schutzwirkung festgestellt werden.
Es wurde ferner auch die Wirkung der erfindungsgemässen kombinierten Präparate auf das Wachstum der Tumorzellen untersucht. Dabei wurde die folgende Methode angewendet:
155 weibliche CFLP-Mäuse wurden i.p. mit Ehrlich'-schem Acites-Tumor infiziert (mit 106 Tumorzellen je
Maus). Am 10. Tag des Tumorwachstums wurden die Tiere 25 in Gruppen verteilt und in der folgenden Weise behandelt:
a) 30 Mäuse wurden nur mit physiologischer Kochsalzlösung behandelt (Kontrolle);
b) 25 Mäuse erhielten eine einmalige i. p. Dose von 20 mg/ kg TML;
30 c) 25 Mäuse erhielten eine einmalige i.p. Dose von 20 mg/ kg Cyclophosphamid;
d) 25 Mäuse erhielten eine einmalige i.p. Dose von 20 mg/ kg Ritosulfanum;
e) 25 Mäuse erhielten eine einmalige kombinierte i.p. Dose 35 von 20 mg/kg Cyclophosphamid + 20 mg/kg TML;
f) 25 Mäuse erhielten eine einmalige kombinierte i.p. Dose von 20 mg/kg Ritosulfanum + 20 mg/kg TML.
Nach der obigen Behandlung wurden an den 4 darauffolgenden Tagen täglich je 3 Tiere getötet und es wurde die Ge-40 samtzahl der vorhandenen Tumorzellen ermittelt.
Die erhaltenen Ergebnisse wurden in der Tabelle 6 zu-sammengefasst.
Tabelle 6
Behandlung Zahl der Ascites-Tumorzellen am
0. 1. 2. 3. 4. Tag nach der Behandlung
Kontroll 4,5 xlO8 4,5 xlO8 4,5 xlO8 4,5xl08 4,5 xlO8
TML 4,5 xlO8 6,2 xlO8 8,0 xlO8 5,5 xlO8 5,0 xlO8
Ritosulfanum 4,5 x 108 4,4 x 10® 3,5 x 108 1,8 x 108
Cyclophosphamid 4,5 x 108 4,5 x 108 3,6 x 108 4,0 x 108 5,8 x 108
Ritosulfanum+TML 4,4 xlO8 6,0 xlO8 0,2 x I08
Cyclophosphamid+TML 4,5 xlO8 6,5 xlO8 7,2 xlO8 6,0 x 108
Aus den Ergebnissen ist ersichtlich, dass die Gesamtzahl der Tumorzellen bei der kombinierten Anwendung von Ritosulfanum und TML viel stärker abnimmt, als bei alleiniger Anwendung von Ritosulfanum, im Fall von Cyclophosphamid kann nur festgestellt werden, dass die Gesamtzahl der Tumorzellen sich nicht erheblich verschlechtert.
In einer weiteren Versuchsreihe wurde die Kombination von Adriamydin und TML-Monoglutamat untersucht, um festzustellen, ob und in welchem Mass die verhältnismässig hohe Toxizität des gegen Leukämie und gegen gewisse Tumore wirksamen Adriamycins durch die gleichzeitige Verabreichung von TML-Monoglutamat herabsetzt wird.
Gruppen von je 3 männlichen und 3 weiblichen Mäusen mit durchschnittlich 20 g Körpergewicht wurden mit einer einmaligen Dose von 15 mg/kg oder 25 mg/kg Adriamycin, 60 bzw. 15 mg/Kg Adriamycin + 100 mg/kg TML-glu oder 25 mg/kg Adriamycin + 100 mg/kg TML-glu behandelt. Nach 30 Tagen sind von den mit der kombinierten Dose behandelten Tiere 3 männliche Tiere und 1 weibliches Tier am Leben, während von den nur mit Adriamycin behandelten 65 Mäusen nur 2 männliche Tiere die Behandlung überlebt hatten.
Ferner wurden je 10 mit L12i0-Tumor infizierte weibliche Mäuse mit einer einmaligen Dose von 10 mg/kg bzw.
641672
15 mg/kg Adriamycin allein, oder in Kombination mit 100 mg/kg TML-glu behandelt.
Nach 50 Tagen überlebten in den mit nur Adriamycin behandelten Gruppen je 2, in den mit der Kombination behandelten Gruppen je 6 Tiere.
Es ist also ersichtlich, dass die Kombinierung des Adri-amycins mit TML-glu einerseits die toxische Wirkung des Adriamycins auf die gesunden Mäusen herabsetzt, und anderseits auch bei mit Tumor infizierten Mäusen die Überlebenszeit erheblich verlängert.
Durch die erfindungsgemässe Kombination von cytostatischen Mitteln mit TML können also die schädlichen Nebenwirkungen der bekannten cytostatischen Mittel, besonders die Schädigung des Knochenmarks vermindert oder auch aufgehoben werden, wodurch auch die Möglichkeit einer erhöhten Dosierung von cytostatischen Mitteln eröffnet wird.
Die Tagesdose der cytostatischen Komponente in der erfindungsgemässen Arzneimittelkombination ist von der Art des verwendeten cytostatischen Mittels abhängig. So ist z.B. im Fall von Ritosulfanum 20-40 mg/kg, von Cyclophosphamid 10-100 mg/kg, von Vincristin 0,1-10 mg/kg, vorteilhaft 1-5 mg/kg. Die zweite Komponente, das TML wird zweckmässig in der Form von L-NE-Trimethyllysin-hydro-chlorid oder -monoglutamat in täglichen Dosen von 5-50 mg/kg, vorteilhaft 20-40 mg/kg eingesetzt. Die Grösse der in konkreten Fällen zu verabreichenden Dosen wird unter Berücksichtigung der Art der Behandlung, des Zustandes des Patienten und der Schwere der Erkrankung bestimmt. Die einzelnen erfindungsgemässen Arzneimittelkombinationen werden zweckmässig in zweierlei Dosierungen hergestellt: in mittelstarken bzw. starken (forte) Einzeldosen mit entsprechend bemessenem Gehalt an cytostatischen Wirkstoffen.
Das Mengenverhältnis zwischen dem cytostatischen Wirkstoff und NB-Trimethyllysin kann in den erfindungsgemässen Arzneimittelkombinationen, in Abhängigkeit von der üblichen Dosierung des cytostatischen Wirkstoffes, etwa 1:1 bis 1:100 betragen.
Die bevorzugten Zusammensetzungen und die Herstellungsweise der erfindungsgemässen kombinierten Arzneimittelpräparate wird durch die nachstehenden Beispiele näher veranschaulicht.
Beispiel 1
500 mg TML-monoglutamat, 500 mg N,N-bis-(2-chlor-äthyl)-tetrahydro-2H-l,3,2-oxazo-phosphorin-2-amin-2-oxyd (Cyclophosphamid) und 200 mg proteinfreie Gelatine werden in für Injektionen geeignetem destilliertem Wasser gelöst, das Volumen der Lösung wird auf 35,0 ml eingestellt und die Lösung durch Filtrieren unter aseptischen Bedingungen von Bakterien befreit. Von der sterilen Lösung werden Dosen von je 3,5 ml in sterile 10-ml-Fläschchen gefüllt,
die offenen Fläschchen werden 20 Stunden bei — 60 °C gehalten, dann unter 25 mmHg Druck bei —45 °C lyophilisiert und bei +20 °C 10 Stunden nachgetrocknet.
Die Fläschchen werden dann mit sterilen Gummistöpseln und Aluminium-Verschlusskappen abgeschlossen. Die auf diese Weise hergestellten Trockenampullen enthalten je Ampulle 50 mg TML-monoglutamat, 50 mg Cyclophosphamid und 20 mg Gelatine in lyophilisiertem Zustand. Vor der Verabreichung der Injektion wird der Inhalt des Fläschchens in 10 ml für Injektionen geeignetem destilliertem Wasser oder in isotonischer Kochsalz- oder Glucoselösung gelöst.
Beispiel 2
500 mg TML-monoglutamat, 300 mg l,4-Di-(2-Methyl-sulfonyloxy-äthylamino)-l,4-didesoxyerythrit-dimethylsul-fonat (Ritosulfanum) und 400 mg Gelatine werden in für Injektionen geeignetem destilliertem Wasser gelöst, die Lösung auf 10,0 ml Volumen eingestellt und auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise weiter behandelt, mit dem Unterschied, dass je 1 ml sterile Lösung in die Ampullen abgefüllt wird. Das fertige Präparat enthält je Ampulle 50 mg TML-mono-glutamat, 30 mg Ritosulfanum und 40 mg Gelatine in lyophilisiertem Zustand.
Beispiel 3
500 mg TML-monoglutamat, 5 mg Vincristinsulfat und 200 mg Gelatine werden in für Injektionen geeignetem destilliertem Wasser gelöst, die Lösung auf 10,0 ml Volumen eingestellt und auf die im Beispiel 2 beschriebene Weise weiter aufgearbeitet. Das fertige Präparat enthält je Trockenampulle 50 mg TML-monoglutamat, 0,5 mg Vincristinsulfat und 20 mg Gelatine in lyophilisiertem Zustand.
Beispiel 4
500 mg TML-monoglutamat, 5 mg Vincristinsulfat, 80 mg Polyvinylpyrrolidon und 365 mg Mannit werden in für Injektionen geeignetem destilliertem Wasser gelöst, das Volumen der Lösung auf 10,0 ml eingestellt und die Lösung auf die im Beispiel 2 beschriebene Weise weiter behandelt. Das erhaltene Präparat enthält je Trockenampulle 50 mg TML-monoglutamat, 0,5 mg Vincristinsulfat, 8 mg Polyvinylpyrrolidon und 36,5 mg Mannit in lyophilisiertem Zustand.
Beispiel 5
50 mg TML-monoglutamat, 50 mg Cyclophosphamid, 1 mg kolloidale Kieselsäure, 1 mg Magnesiumstearat, 2 mg Talk und 56 mg Kartoffelstärke werden in der Form von trockenem Pulver homogen vermischt und das erhaltene 160 mg Pulvergemisch wird in eine harte Gelatinekapsel gefüllt. Das erhaltene Präparat ist zur oralen Verabreichung geeignet.
8
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
S
3 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

641 672
1. Kombiniertes Arzneimittelpräparat, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen cytostatischen Wirkstoff und NE-Trimethyllysin oder pharmazeutisch anwendbare Salze davon enthält.
2. Arzneimittelpräparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mengenverhältnis zwischen dem cytostatischen Mittel und dem Ns-Trimethyllysin bzw. dem Salz davon 1 : 1 bis 1 : 100 beträgt.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Arzneimittelpräparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es N,N-bis-(2-Chloräthyl)-tetrahydro-2H-l,3,2-oxaza-phosphorin-2-amin-2-oxyd als cytostatischen Wirkstoff enthält.
4. Arzneimittelpräparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es l,4-Di-(2-methylsulfonyloxy-äthyl-amino)-l,4-didesoxyerythrit-dimethylsulfonat als cytostatischen Wirkstoff enthält.
5 net, dass man cytostatische Wirkstoffe mit Ne-Trimethyl-lysin oder mit pharmazeutisch anwendbaren Salzen davon und mit pharmazeutischen Hilfs- und Trägerstoffen vermischt und das Gemisch zu Injektionslösungen, Lyophilisaten, Tabletten, Dragées, Kapseln oder Suppositorien verar-io beitet.
5. Arzneimittelpräparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es Vincristin, Vinblastin oder (3'a,4'a)-l-Demethyl-4'-deoxy-3',3'-epoxy-l-formyl-vincaleucoblastin als cytostatischen Wirkstoff enthält.
6. Arzneimittelpräparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es L-Ns-Trimethyllysin-monoglutamat als NE-T rimethyllysinsalz enthält.
7. Verfahren zur Herstellung von cytostatischen Arzneimittelpräparaten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich-
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man N,N-bis-(2-Chloräthyl)-tetrahydro-2H-l,3,2-oxa-za-phosphorin-2-amin-2-oxyd als cytostatischen Wirkstoff verwendet.
15
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man l,4-Di-(2-methylsulfonyloxy-äthylamino)-l,4-di-desoxyerythrit-dimethylsulfonat als cytostatischen Wirkstoff verwendet.
10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich-20 net, dass man Vincristin, Vinblastin oder (3'a,4'a)-l-De-methyl-4'-deoxy-3',3'-epoxy-l-formyl-vincaleucoblastin als cytostatischen Wirkstoff verwendet.
CH1060978A 1977-10-13 1978-10-12 Cytostatisch wirkende arzneimittelpraeparate. CH641672A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
HU77RI649A HU179753B (en) 1977-10-13 1977-10-13 Process for producting synergetic pharmaceutical compositions of citostatic activity

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH641672A5 true CH641672A5 (de) 1984-03-15

Family

ID=11001045

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1060978A CH641672A5 (de) 1977-10-13 1978-10-12 Cytostatisch wirkende arzneimittelpraeparate.

Country Status (13)

Country Link
US (1) US4260595A (de)
AT (1) AT357261B (de)
AU (1) AU520724B2 (de)
BE (1) BE871197A (de)
CA (1) CA1108054A (de)
CH (1) CH641672A5 (de)
DE (1) DE2844534A1 (de)
DK (1) DK455278A (de)
FR (1) FR2405710A1 (de)
GB (1) GB2006010B (de)
HU (1) HU179753B (de)
IL (1) IL55644A0 (de)
NL (1) NL7810332A (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4659699A (en) * 1983-08-22 1987-04-21 Cetus-Ben Venue Therapeutics Process for freeze drying cyclophosphamide
ATE77754T1 (de) * 1988-02-11 1992-07-15 Matrix Pharma Zusammensetzungen zur behandlung von gehirntumoren.

Also Published As

Publication number Publication date
AT357261B (de) 1980-06-25
GB2006010A (en) 1979-05-02
GB2006010B (en) 1982-06-23
DE2844534C2 (de) 1988-03-17
US4260595A (en) 1981-04-07
FR2405710A1 (fr) 1979-05-11
FR2405710B1 (de) 1981-07-31
BE871197A (fr) 1979-04-12
ATA714678A (de) 1979-11-15
DK455278A (da) 1979-04-14
AU4059678A (en) 1980-04-17
HU179753B (en) 1982-12-28
DE2844534A1 (de) 1979-04-19
IL55644A0 (en) 1978-12-17
AU520724B2 (en) 1982-02-25
CA1108054A (en) 1981-09-01
NL7810332A (nl) 1979-04-18

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69923322T2 (de) Verwendung von propionyl-l-carnitin und acetyl-l-carnitin zur herstellung von arzneimittel mit antikrebs wirkung
DE69822665T2 (de) Verwendung von 9-desoxy-2',9-alpha-methano-3-oxa-4,5,6-trinor-3,7-(1',3'-interphenylen)-13,14-dihydroprostaglandin-f1 zur behandlung von peripheren vaskulären erkrankungen
DE3886075T2 (de) Verwendung von Metformin zur Herstellung von Arzneimitteln.
DE69927584T2 (de) Pharmazeutische zubereitungen zur behandlung von magengeschwüren
DE2710327A1 (de) Carcinostatisches mittel
EP0185210A2 (de) Verwendung von Dipeptidderivaten für die Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung von an amyotropher Lateralsklerose Erkrankten
DE68915269T2 (de) Polyvalentes entzündungshemmendes mittel.
EP0655249B1 (de) Moenomycin als Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren
DE2823346C2 (de) Verwendung von Glycinderivaten zur Herstellung von antiviriellen Mitteln
DE69937574T2 (de) Verwendung des pharmazeutischen präparates "histochrome" zur behandlung des akuten herzinfarkts und ischämischer herzerkrankungen
EP0268100A1 (de) Wirkstoffe zur Anwendung bei der Behandlung von Tumoren
DE3619426A1 (de) Mittel zur erhoehung der widerstandskraft gegen erkaeltungskrankheiten bei patienten mit eingeschraenkter lungenfunktion
EP1001756B1 (de) Synergistisch wirkende zusammensetzungen zur selektiven bekämpfung von tumorgewebe
EP0214933A2 (de) Kombinationspräparate zur Behandlung von Malaria
DE3445183A1 (de) Proglumide enthaltende arzneimittel mit analgetischer wirkung
CH641672A5 (de) Cytostatisch wirkende arzneimittelpraeparate.
DE2528460A1 (de) Verwendung von l-carboxamido-2- cyan-aziridin als immunstimulans
DE3440621A1 (de) Pharmazeutische zusammensetzung zur bekaempfung von vireninfektionen und deren verwendung
DE69115102T2 (de) Stabilisator für eine 4-ethyl-2-hydroxyimino-5-nitro-3-hexenamide enthaltende Zusammensetzung und Stabilisierungsverfahren.
DE3011274A1 (de) Synergistische strahlenschuetzende pharmazeutische praeparate sowie deren herstellung
DD141995A5 (de) Verfahren zur herstellung detoxifizierter zubereitungen von cytostatika
CH649918A5 (de) Verwendung von n-amidino-2-phenylacetamiden als wirkstoff zur herstellung von pharmazeutischen zubereitungen gegen schizophrenie.
DE1963223A1 (de) Mittel zur Behandlung von Virusinfektionen
DE2314387C3 (de) Arzneimittel zur Behandlung bösartiger Neubildungen
DE3780702T2 (de) Verwendung von etodolac zur senkung des blutgehalts an harnsaeure.

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased
PL Patent ceased