CH641834A5 - Wasch- und reinigungsmittel. - Google Patents

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CH641834A5
CH641834A5 CH432679A CH432679A CH641834A5 CH 641834 A5 CH641834 A5 CH 641834A5 CH 432679 A CH432679 A CH 432679A CH 432679 A CH432679 A CH 432679A CH 641834 A5 CH641834 A5 CH 641834A5
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alkali
phosphate
ortho
tripolyphosphate
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Werner Gohla
Klaus Dr Hestermann
Joachim Dr Kandler
Horst-Dieter Dr Wasel-Nielen
Karl Dr Merkenich
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Hoechst Ag
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/02Inorganic compounds ; Elemental compounds
    • C11D3/04Water-soluble compounds
    • C11D3/06Phosphates, including polyphosphates

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Description

Gegenstand der Erfindung sind Wasch- und Reinigungsmittel, welche Tenside, Gerüststoffe sowie Zusatzstoffe enthalten, wobei die Gerüststoffe ein Gemisch aus bestimmten kondensierten und nichtkondensierten Phosphatsalzen sind.
Es ist bekannt, dass die Wasch- und Reinigungskraft von Seifen und synthetischen Tensiden durch Zusatz bestimmter Substanzen gesteigert werden kann. Derartige Substanzen werden als Gerüststoffe oder Builder bezeichnet.
Der Mechanismus und die Einzelheiten über die Wirkung von Gerüststoffen sind noch nicht vollkommen geklärt, so dass eine grundsätzliche Vorhersage, welche Verbindungstypen hierfür geeignet sein könnten, nicht möglich ist.
Aufgrund der Vielzahl der Einzelwirkungen, die insgesamt zur Verstärkung der Waschkraft von Tensiden beitragen, sind anhand der heute vorliegenden Kenntnisse folgende Anforderungen an einen Builder zu stellen. Der Builder muss befähigt sein,
1. die Härtebildner des Wassers, wie die Calcium- und Magnesiumionen, zu binden,
2. Pigmentschmutzteilchen als Hauptbestandteil des Wäscheschmutzes in der Waschflotte zu dispergieren,
3. abgelösten Schmutz in der Waschflotte zu stabilisieren, um ein erneutes Aufziehen der Schmutzpartikel auf die Faser zu vermeiden,
4. in der Waschflotte vorhandene Mineralbestandteile zu inaktivieren und
5. die Tensidadsorption an der Faser zu verringern.
Um Aufschluss über das Leistungsvermögen und die Eignung einzelner Produkte als Builder zu erhalten, prüft man zweckmässig ihre Verhaltensweise und ihren Wirkungsgrad beim Wasch- und Reinigungsprozess. Damit wird sichergestellt, dass alle an der Builderwirkung beteiligten Faktoren qualitativ und quantitativ Berücksichtigung finden.
Bekannte Builder sind die wasserlöslichen Alkalisalze von Mineralsäuren, wie Alkalicarbonate, -borate, -phosphate, -polyphosphate, -bicarbonate und -silikate.
Eine bevorzugte Stellung unter den bekannten Buildern nehmen die Alkalipolyphosphate ein, da von letzteren alle vorgenannten Bedingungen erfüllt werden, wobei sich in Bezug auf die Waschwirkung in Kombination mit grenzflächenaktiven Substanzen synergistische Effekte ergeben. Infolgedessen stellen sie heute in allen Fein-, Grob- und Buntwaschmitteln den wesentlichsten Builder dar. Hierbei wird vor allem das Pentanatriumtriphosphat eingesetzt. Der Anteil dieses Gerüststoffes in Waschmitteln beträgt etwa 25-65% und in Reinigungsmitteln teilweise bis zu 90 Gew.-%.
Infolge des erheblichen Verbrauchsanstieges phosphat-haltiger Wasch- und Reinigungsmittel sowohl im Haushalt als auch im Gewerbe hat sich der Gehalt der natürlichen Gewässer an diesen Phosphaten erhöht. Bei der Diskussion über die Ursachen der zunehmenden Gewässereutrophierung wurden in letzter Zeit den wasserlöslichen Nitrat- und Phosphatsalzen die Eigenschaft zugesprochen, das Wachstum bestimmter Algenspezies unter bestimmten Bedingungen zu fördern und somit auf diesem Wege zur Eutrophierung der Gewässer beizutragen, wodurch der Sauerstoffhaushalt der Gewässer erheblich gestört wird. Wenn auch eine eindeutige Klärung des Anteils der phosphathaltigen Wasch- und Reinigungsmittel an der Gewässereutrophierung zum augenblicklichen Zeitpunkt noch nicht möglich ist, erscheint es dennoch erstrebenswert, entweder potentielle stickstoff- und phosphorfreie Ersatzstoffe für die bisher in Waschmittelformulierungen verwendeten Gerüstsubstanzen zu entwickeln oder durch Kombination der bisher eingesetzten Alkalipolyphosphate mit anderen geeigneten Waschmittelkomponenten eine Reduzierung des Gesamtphosphorgehaltes der Waschmittelformulierung zu erreichen.
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Es wurden daher bereits verschiedene organische Verbindungen als Gerüststoffe vorgeschlagen, wie z.B. Nitrilotri-essigsäure, Äthylendiamintetraessigsäure, Citronensäure, Oxydiessigsäure, Oxydibernsteinsäure, Cyclocarbonsäuren oder polymere Carbonsäuren, wie Polymaleinsäure und Poly-acrylsäure sowie deren Mischpolymerisate mit ungesättigten Carbonsäuren, Olefinen oder kurzkettigen, ungesättigten aliphatischen Äthern bzw. Alkoholen.
Die vorgenannten Gerüststoffe haben sich nicht in jeder Beziehung als befriedigend erwiesen, da sie entweder eine zu starke Komplexbildung mit Schwermetallen und Übergangsmetallen zeigen, wodurch auf dem Wege der direkten Sequestrierung oder nachträglichen Remobilisierung des Flusssedimentes Schwermetalle in Oberflächengewässern angereichert werden und dadurch in das Trinkwasser gelangen können oder indem sie nicht in ausreichendem Masse die eingangs erwähnten Buildereigenschaften besitzen und dadurch keine zufriedenstellenden Waschergebnisse ergeben. Ausserdem mangelt es teilweise an wirtschaftlichen Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen.
Es ist seit langem bekannt, dass höher kondensierte, lineare Polyphosphate mit einem Kondensationsgrad grösser als 3, insbesondere solche mit 4-1000 P03-Einheiten, wovon auch die Gruppe der Grahamschensalze, die früher Hexame-taphosphate genannt wurden und im folgenden aufgrund ihrer Herstellungsweise als Schmelzphosphate bezeichnet werden, umfasst sind, sehr gute Buildereigenschaften im Waschprozess aufweisen. So wird gemäss DE-PS 747770 die Verwendung von wässrigen Lösungen von Alkalimetaphosphaten, beispielweise Hexametaphosphat, gegebenenfalls in Mischung mit Alkalipyrophosphat und gegebenenfalls Seifen als Wasch-, Reinigungs- und Spülmittel vorgeschlagen. Weiterhin referiert H. Stüpel ausgiebig in «Seifen-Öle-Fette-Wachse» 79 (1953) 21, Seiten 537-539, bzw. 79 (1953) 22, Seiten 570-574, bzw. 79 (1953) 23, Seiten 592-593, über die Verwendung kondensierter Phosphate als Aufbaustoffe für synthetische Waschmittel. Obwohl Stüpel Waschmittelformul-lierungen diskutiert, die neben Schmelzphosphat auch Alkalipyrophosphat oder Alkalitripolyphosphat enthalten, fällt auf, dass diese Formulierungen ausdrücklich frei von Alkaliorthophosphat sind. Offensichtlich bestand in der Fachwelt ein Vorurteil gegen den gleichzeitigen Einsatz von Schmelzphosphaten und Orthophosphaten in Vollwaschmitteln.
Weniger aus der Patent- als aus der wissenschaftlichen Literatur geht auch hervor, dass das reine Grahamschesalz als Schmelzphosphat stark hygroskopisch ist und als solches deshalb nur in besonders präparierten Verpackungen, die aus ökonomischen Gründen bei Haushaltvollwaschmitteln nicht üblich sind, lagerstabil ist. Inzwischen sind zwar modifizierte Schmelzphosphattypen bekannt, die aufgrund einer verminderten Hygroskopizität lagerstabile und rieselfähige Pulver darstellen und seit langem beim Waschprozess separat zum Waschmittel in die Waschmaschine eindosiert werden, doch ist es bisher nicht gelungen, Schmelzphosphate trotz ihrer bekannten guten Buildereigenschaften in pulverförmige, beispielsweise durch Sprühtrocknung hergestellte Universalwaschmittel einzuarbeiten, so dass letztere nicht hygroskopisch und nicht zusammenbackend sind.
Der Erfindung lag nunmehr die Aufgabe zugrunde, neue, umweltfreundlichere, pulverförmige Wasch- und Reinigungsmittel zu finden, die nicht nur lagerstabil und rieselfähig sind, sondern auch einen geringeren Gehalt als üblich an Phosphatbuildern aufweisen, ohne dabei an Waschkraft zu verlieren.
Gegenstand der Erfindung ist ein Wasch- und Reinigungsmittel, enthaltend ein anionisches und/oder kationisches und/oder zwitterionisches und/oder ampholytisches und/oder nichtionogenes Tensid, Phosphatsalze als Gerüststoffe sowie Zusatzstoffe, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass es folgende Komponenten enthält:
5-30 Gew.-0/o des Tensids,
10-30 Gew.-% eines Gerüststoffgemisches aus
Alkaliortho-, Alkalipyro-, Alkalitripoly-und Alkalischmelzphosphat, wobei das Gewichtsverhältnis der Summe aus Ortho-, Pyro- und Tripolyphosphat zu Schmelzphosphat 30:1 bis 1:30, das Gewichtsverhältnis von Ortho- zu Pyrophosphat 10:1 bis 1:10 und das Gewichtsverhältnis von Ortho- zu Tripolyphosphat 20:1 bis 1:20 beträgt,
Rest Zusatzstoffe.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt der Anteil des Gerüststoffgemisches im Waschmittel 15-25 Gew.-% und das Gewichtsverhältnis der Summe aus Ortho-, Pyro- und Tripolyphosphat zu Schmelzphosphat 10:1 bis 1:10, das Gewichtsverhältnis von Ortho- zu Pyrophosphat 5:1 bis 1:2 und das Gewichtsverhältnis von Ortho-zu Tripolyphosphat 10:1 bis 1:10.
Eine in der Praxis bewährte Waschmittelkomposition enthält beispielsweise
1 -10Gew.-%, insbesondere 3-8 Gew.-%,
Alkaliorthophosphat 0,5- 3 Gew.-%, insbesondere 0,5-1 Gew.-%,
Alkalipyrophosphat 1 -20 Gew.-%, insbesondere 1-5 Gew.-%, Alkalitripolyphosphat und 1 -25 Gew.-°/o, insbesondere 20-25 Gew.-%, Schmelzphosphat.
Das Schmelzphosphat besitzt bevorzugt einen Kondensationsgrad von grösser als 3, wobei die Anzahl der P03-Einhei-ten, im Molekül vorzugsweise 4-1000, insbesondere 4-200, beträgt, was im letztgenannten Falle einem P^Os-Gehalt von 60 bis 69,5 Gew.-% entspricht.
Die weiteren Bestandteile des erfindungsgemässen Wasch- und Reinigungsmittels, wie Tensidkomponente sowie Zusatzstoffe, können herkömmlicher Art sein. Vorzugsweise enthält es als Tensidkomponente Dodecylbenzolsulfonat, gehärtete Talgseife und/oder mit 11 Mol Äthylenoxid äthoxy-lierten Talgfettalkohol und als Zusatzstoffe die Alkali- oder Ammoniumsalze der Schwefelsäure, Kieselsäure, Kohlensäure, Borsäure, Alkylen-, Hydroxyalkylen- oder Aminoalky-lenphosphonsäure sowie Bleichmittel, Stabilisatoren für Peroxidverbindungen und wasserlösliche organische Komplexbildner. Neben dem Gerüststoffgemisch kann im Waschmittel zusätzlich auch Zeolith A in einer Menge von 1-20 Gew.-% oder Poly-a-hydroxyacrylsäure in einer Menge von 1 bis 7 Gew.-% enthalten sein.
Bevorzugt wird das Waschmittel durch Sprühtrocknung nach dem Heisssprühtrocknungsverfahren hergestellt.
Im einzelnen ist zu dem erfindungsgemässen Wasch- und Reinigungsmittel noch folgendes zu bemerken:
Falls notwendig, kann durch Zugabe von stark alkalischen Salzen zum Waschmittel erreicht werden, dass der pH-Wert der Waschmittelformulierung in Wasser 9-11 beträgt.
Unter anionischen Tensiden sind beispielsweise die wasserlöslichen Salze höherer Fettsäuren oder Harzsäure, wie Natrium- oder Kaliumseifen von gehärtetem oder ungehärtetem Kokos-Palmkern- oder Rüböl sowie von Talg und entsprechenden Gemischen davon zu verstehen. Weiterhin sind unter anionaktiven Substanzen im Sinne der Erfindung beispielsweise höhere alkylsubstituierte, einkernige, aromatische Sulfonate, wie Alkylbenzolsulfonate mit 9 bis 14 C-Atomen im Alkylrest, Alkylnaphtalinsulfonate, Alkyltoluolsulfonate, Alkylxylolsulfonate oder Alkylphenolsulfonate sowie sulfa-
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tierte aliphatische Alkohole oder Alkoholäther, wie Natriumoder Kaliumlauryl- bzw. -hexadecylsulfat, Triäthanolamin-laurylsulfat, Natrium- oder Kaliumoleylsulfat sowie Natriumoder Kaliumsalze von mit etwa 2 bis 6 Mol Äthylenoxid äthoxyliertem Laurylsulfat zu verstehen. Weitere geeignete anionische Tenside sind z.B. sekundäre lineare Alkansulfo-nate sowie Olefinsulfonate mit einer Kettenlänge von 12-20 C-Atomen.
Unter den nichtionogenen Tensiden sind im Rahmen der Erfindung beispielsweise solche Verbindungen zu verstehen, die eine organische, hydrophobe Gruppe sowie einen hydrophilen Rest aufweisen. Beispiele für nichtionogene Tenside sind die Kondensationsprodukte von Alkylphenolen mit Äthylenoxid bzw. von höheren Fettalkoholen mit Äthylenoxid, ferner die Kondensationsprodukte von Polypropylen-glykol mit Äthylenoxid oder Propylenoxid sowie die Kondensationsprodukte von Äthylenoxid mit dem Reaktionsprodukt aus Äthylendiamin und Propylenoxid. Auch langkettige tertiäre Aminoxide gehören in die Gruppe der vorgenannten Verbindungen.
Schliesslich sind in die Reihe der als Tensidbestandteile der erfindungsgemässen Wasch- und Reinigungsmittel geeigneten Produkte mit ampholytischem oder zwitterionischem Charakter beispieleweise folgende Verbindungen einzugliedern: Derivate von aliphatischen, sekundären und tertiären Aminen oder quarternären Ammoniumverbindungen mit 8 bis 18 C-Atomen und einer hydrophilen Gruppe im aliphatischen Rest, wie z.B. Natrium-3-dodecylaminopropionat, Natrium-3-dodecylaminopropansulfonat, 3-(N,N-Dimethyl-N-hexadecylamino)-propan-l-sulfonat oder Fettsäureamino-alkyl-N,N-dimethylacetobetain, wobei die Fettsäure 8 bis 18 C-Ätome und der Alkylrest 3 C-Atome enthält.
Zur Gruppe der Zusatzstoffe gehören z.B. Verbindungen wie Natriumperboratmono- oder -tetrahydrat, die Alkalisalze der Peroximono- oder -dischwefelsäure, die Alkalisalze der Perpyrophosphorsäure, wasserlösliches, gefälltes Magnesiumsilikat sowie die Alkalisalze der Iminodiessigsäure, Nitri-lotriessigsäure, Äthylendiamintetraessigsäure, Methylendi-phosphonsäure, Hydroxyäthandiphosphonsäure und Nitrilo-trismethylenphosphonsäure.
Stoffe, die das Schmutztragevermögen von Waschflotten erhöhen, wie z.B. Carboxymethylcellulose, Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrolidon oder Schaumregulatoren, wie z.B. Mono-und Dialkylphosphorsäureester mit 16 bis 20 C-Atomen im Alkylrest sowie Weisstöner, Desinfizienzien und/oder proteolytische Enzyme können ebenfalls zusätzliche Bestandteile des Wasch- und Reinigungsmittels sein.
Zusatzstoffe, die in Verbindung mit den übrigen Komponenten der erfindungsgemässen Wasch- und Reinigungsmittel zu einer Verbesserung des Wascheffektes beitragen, sind insbesondere Magnesiumsilikat, Natriumsilikat, Natriumperbo-rattetrahydrat, Natriumsulfat oder Carboxymethylcellulose.
Das erfindungsgemässe Wasch- und Reinigungsmittel ist als technisch fortschrittlich zu bezeichnen, da es trotz verminderten Phosphatgehaltes im Vergleich zu herkömmlichen Waschmittelformulierungen im Waschprozess keinen geringeren Wascheffekt entwickelt und ausserdem einen Beitrag zur Lösung des Eutrophierungsproblems leistet. Diese Vorteile resultieren ausschliesslich aus der speziellen Zusammensetzung des im Waschmittel enthaltenen Gerüststoffgemisches.
Der Gegenstand der Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert, ohne ihn jedoch darauf zu beschränken. Die in den Beispielen enthaltenen Angaben beziehen sich auf Gewichtsteile bzw. Gewichtsprozente, wobei, falls nicht ausdrücklich erwähnt, die Mengen der Inhaltsstoffe auf das wasserfreie Produkt berechnet sind.
Beispiel 1
Durch Sprühtrocknung wurde ein pulverförmiges Vollwaschmittel (Produkt 1) hergestellt, wobei von folgender nomineller Zusammensetzung ausgegangen wurde:
Gew.-%
Dodecylbenzolsulfonat 9,0
Talgfettalkohol äthoxyliert mit 11 Mol Äthylenoxid pro Mol Alkohol 3,0
Talgfettseife 3,0
Schmelzphosphat (etwa 68% P2O5) 20,0 Natriumorthophosphat 5,0 Magnesiumsilikat 3,0 Natriumsilikat 3,0
Natriumperborat • 4 H2O 22,0 Carboxymethylcellulose 1,0 Äthylendiamintetraessigsäure 0,2 Aufheller, Hilfsstoffe 0,5
Natriumsulfat 25,0
Wasser Rest
Da unter den Bedingungen des Heisssprühprozesses ein teilweise hydrolytischer Abbau des Schmelzphosphates nicht verhindert werden kann, betrug der tatsächliche Gehalt an Phosphaten in der fertigen Waschmittelformulierung etwa 17 Gew.-% Schmelzphosphat, 2,2 Gew.-% Tripolyphosphat, 0,6 Gew.-% Pyrophosphat und 5,2 Gew.-% Orthophosphat. Das Produkt besass eine gute Fliess- und Schüttfähigkeit und erwies sich, aufbewahrt in den marktüblichen Verpackungsmaterialien, als lagerstabil. Das Produkt (1) besass einen Gesamtphosphorgehalt von 7 Gew.-%.
Weiterhin wurde analog Produkt (1) ein Vergleichsprodukt (2) hergestellt, das sich von Produkt (1) lediglich darin unterschied, dass als Gerüststoff 35,5 Gew.-% Natriumtripo-lyphosphat eingesetzt wurden. Um die grössere Menge an Phosphat gegenüber dem Phosphatgehalt des Produktes (1) im Produkt (2) unterbringen zu können, wurde der Anteil des Natriumsulfats entsprechend verringert. Nach dem Sprüh-prozess enthielt das Fertigprodukt etwa 31 Gew.-% Natrium-tripolyphosphat, 3,7 Gew.-% Natriumpyrophosphat und 0,8 Gew.-% Natriumorthophosphat. Dieses Vergleichswaschprodukt (2) entsprach in seinen Inhaltsstoffen den handelsüblichen Qualitätswaschmitteln. Das Vergleichsprodukt (2) besass einen Gesamtphosphorgehalt von 9 Gew.-%.
Zum Vergleich der Waschkraft von (1) bzw. (2) wurde zunächst die Primärwaschkraft der einzelnen Produkte getestet:
Die Waschversuche wurden mit einem Standard-Baumwollgewebe mit Krefelder Anschmutzung in einem Launder-O-meter bei einer Waschflottentemperatur von 95 ° C durchgeführt. Standard-Gewebe mit Krefelder Anschmutzung sind in dem Buch von Kurt Lindner «Tenside, Textilhilfsmittel-Waschrohstoffe», Wissenschaftl. Verlagsgemeinschaft Stuttgart (1964), Band II, Seite 1837, definiert.
Das Waschwasser besass 18°dH und einen pH-Wert von 10, wobei letzterer durch Zugabe von Natronlauge in die Waschflotte eingestellt wurde. Die Waschzeit betrug 30 Minuten und das Flottenverhältnis, gekennzeichnet durch das Verhältnis von (kg) Waschgut zu (Liter) Waschflotte, 1:25 in Gegenwart von 10 Stahlkugeln.
Nach Ablauf der vorgeschriebenen Waschzeit wurde das Standard-Baumwollgewebe einmal heiss und einmal kalt mit Wasser gleicher Härte gespült und anschliessend mit dem Farbmessgerät RFC3 der Firma Zeiss der Weissgrad bei 530 nm gemessen. Die Waschkraft der Waschflotte wurde nach der Differenzmethode ermittelt, die sich aus folgender Gleichung ergibt:
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% WK = % WGg - % WGb worin bedeuten o/o WK = % Waschkraft
% WGg = % Weissgehalt des gewaschenen Stoffes % WGb = % Weissgehalt des ungewaschenen Stoffes
Beide Testwaschmittel ergaben Waschkraftwerte von im s statistischen Mittel um37%, ohne dass eine Bevorzugung eines der beiden Produkte erkannt werden konnte. Hieraus ergibt sich, dass im erfindungsgemässen Produkt (1) zwischen Tensid und Phosphat während des Waschprozesses der gleiche Synergismus, wie er zwischen Tensid und Tripolyphosphat 10 bekannt ist, besteht.
In einer weiteren Testreihe wurden die jeweiligen Gehalte an anorganischer Gewebeasche festgestellt, die sich unter Verwendung der Produkte (1) bzw. (2) nach 25 Waschzyklen auf Testgeweben ablagerten. 15
Dazu wurden die Produkte (1) bzw. (2) unter Haushaltbedingungen in handelsüblichen Waschautomaten bei einer Wasserhärte von 18°dH eingesetzt. Die Menge an verwendetem Waschmittel entsprach den für den Härtebereich 3 festgelegten Dosierungsempfehlungen. Die Maschinen wurden mit 20 3 kg anonym verschmutzter Haushaltswäsche und 1,5 kg eines Baumwoll-Testgewebes der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt beschickt. Es wurden Vollwaschprogramme durchgeführt.
Nach 25 Waschzyklen ergaben sich folgende Gewebe- 25 ablagerungen, ausgedrückt als anorganische Gewebeasche: Testprodukt (1): 0,7 Gew.-%
Testprodukt (2): 0,6 Gew.-%
Auch in diesem Waschtest zeigt sich das erfindungsge-mässe Produkt (1) dem Vergleichsprodukt (2) ebenbürtig. 30
Trotz der Gleichheit der Waschergebnisse zwischen diesen Produkten (1) und (2) besitzt unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit und der Umweltbelastung Produkt (1) wegen seines niedrigeren Phosphorgehaltes (7 Gew.-%) deutliche Vorteile gegenüber Produkt (2) mit 9 Gew.-% Phosphor. 35
Beispiel 2
Es wurde ein pulverförmiges Vollwaschmittel (Produkt 3) mit der gleichen Zusammensetzung, wie in Beispiel 1 beschrieben, hergestellt, wobei jedoch lediglich 15 Gew.-% 40 des Schmelzphosphates eingesetzt wurden. Aufgrund des geringeren Phosphatanteiles im Vergleich zu Beispiel 1 wurde
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der Gehalt des NaaSO-t im Waschmittel auf 30 Gew.-% erhöht. Das Produkt (3) besass einen Gesamtphosphorgehalt von 5,5 Gew.-%.
Weiterhin wurde als Vergleichsprodukt zu Produkt (3) ein Vollwaschmittel herkömmlicher Zusammensetzung (Produkt 4) hergestellt, dessen Gesamtphosphorgehalt ebenfalls 5,5 Gew.-% betrug. Produkt (4) unterschied sich von Produkt (3) dadurch, dass es als Phosphatkomponente 21,7 Gew.-% Natriumtripolyphosphat enthielt. Der NaaSCU-Gehalt betrug 28,3 Gew.-%.
Nach Durchführung des Waschtests analog Beispiel 1 wurde für Produkt (3) eine Waschkraft von 35% und für Produkt (4) eine Waschkraft von 34% ermittelt.
Die Gewebeablagerungen bzw. das Ausmass anorganischer Gewebeaschen betrugen bei Produkt (3) 3% und bei Produkt (4) 7%.
Beispiel 3
Es wurde analog Beispiel 1 verfahren, wobei jedoch 15 Gew.-% Schmelzphosphat und 5 Gew.-% Natriumorthophosphat im Waschmittel (Produkt 5) enthalten waren. Ausserdem wurden dem Waschmittel 20 Gew.-% Zeolith A zugesetzt und der Anteil des NaiSCU auf 10 Gew.-% reduziert. Die Waschkraft dieses Produktes betrug im Waschprozess 37%. Nach 25 Waschzyklen ergab der Gewebeaschetest einen Wert von 1,5 %.
Beispiel 4
Es wurde analog Beispiel 3 verfahren, wobei jedoch anstelle des Zeolith A 5 Gew.-% Poly-a-hydroxy-acrylsäure eingesetzt wurden. Der Na2S04-Gehalt betrug 25 Gew.-%. Der Waschkrafttest dieses Waschmittels (Produkt 6) ergab einen Wert von 37%, während der Wert der Gewebeaschebestimmung 0,5% betrug.
Beispiel 5
Es wurde analog Beispiel 1 verfahren, wobei jedoch 25 Gew.-% Schmelzphosphat und 7,5 Gew.-% Natriumorthophosphat und 17,4 Gew.-% Na2SC>4 eingesetzt wurden. Das Waschmittel (Produkt 7) besass einen Gesamtphosphorgehalt von 9%, während im Gewebeaschetest ein Wert von < 0,5% ermittelt wurde.
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Claims (11)

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1 - 5 Gew.-% Alkalitripolyphosphat und
20 -25 Gew.-% Schmelzphosphat enthält.
1 -10 Gew.-% Alkaliorthophosphat 0,5- 3 Gew.-% Alkalipyrophosphat 1 -20 Gew.-% Alkalitripolyphosphat und 1 -25 Gew.-% Schmelzphosphat enthält.
1. Wasch- und Reinigungsmittel, enthaltend ein anionisches und/oder kationisches und/oder zwitterionisches und/ oder ampholytisches und/oder nichtionogenes Tensid, Phosphatsalze als Gerüststoffe sowie Zusatzstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass es folgende Komponenten enthält:
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des Gerüststoffgemisches 15-25 Gew.-% beträgt.
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PATENTANSPRÜCHE
3-8 Gew.-% Alkaliorthophosphat
0,5- 1 Gew.-% Alkalipyrophosphat
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewichtsverhältnis der Summe aus Ortho-,
Pyro- und Tripolyphosphat zu Schmelzphosphat 10:1 bis 1:10, das Gewichtsverhältnis von Ortho- zu Pyrophosphat 5:1 bis 1:2 und das Gewichtsverhältnis von Ortho- zu Tripolyphosphat 10:1 bis 1:10 beträgt.
4. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es
5. Mittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass es
5-30 Gew.-% des Tensids,
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmelzphosphat einen Kondensationsgrad von grösser als 3 besitzt.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmelzphosphat 4-1000 P03-Ein-heiten im Molekül enthält.
8. Mittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmelzphosphat 4-200 P03-Einheiten im Molekül enthält und dementsprechend einen PîOs-Gehalt von 60 bis 69,5 Gew.-% besitzt.
9. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass es als Tensid Dodecylbenzolsulfonat, gehärtete Talgseife und/oder mit 11 Mol Äthylenoxid äthoxy-lierten Talgfettalkohol enthält.
10. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass es als Zusatzstoffe die Alkali- oder Ammoniumsalze der Schwefelsäure, Kieselsäure, Kohlensäure, Borsäure, Alkylen-, Hydroxyalkylen- oder Aminoalky-lenphosphonsäure sowie Bleichmittel, Stabilisatoren für Peroxidverbindungen und wasserlösliche organische Komplexbildner enthält.
10-30 Gew.-% eines Gerüststoffgemisches aus
Alkaliortho-, Alkalipyro-, Alkalitripoly-und Alkalischmelzphosphat, wobei das Gewichtsverhältnis der Summe aus Ortho-, Pyro- und Tripolyphosphat zu Schmelzphosphat 30:1 bis 1:30, das Gewichtsverhältnis von Ortho- zu Pyrophosphat 10:1 bis 1:10 und das Gewichtsverhältnis von Ortho- zu Tripolyphosphat 20:1 bis 1:20 beträgt,
Rest Zusatzstoffe.
11. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass es neben dem Gerüststoffgemisch zusätzlich Zeolith A in einer Menge von 1 -20 Gew.-% oder Poly-a-hydroxy-acrylsäure in einer Menge von 1-7 Gew.-% enthält.
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