CH643014A5 - Webverfahren und webmaschine zur durchfuehrung des webverfahrens. - Google Patents

Webverfahren und webmaschine zur durchfuehrung des webverfahrens. Download PDF

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CH643014A5
CH643014A5 CH812879A CH812879A CH643014A5 CH 643014 A5 CH643014 A5 CH 643014A5 CH 812879 A CH812879 A CH 812879A CH 812879 A CH812879 A CH 812879A CH 643014 A5 CH643014 A5 CH 643014A5
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weaving
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CH812879A
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Miklos Jederan
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Koennyueipari Gepgyarto Vallal
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/04Control of the tension in warp or cloth

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

Die Erfindung soll nun an Hand der beigefügten Zeichnung in ihren Einzelheiten näher erläutert werden:
In dieser zeigt:
Fig. 1 und Fig. 2 das Kräftespiel bei dem nach den bekannten Webverfahren durchgeführten Webvorgang;
Fig. 3 und Fig. 4 das Kräftespiel bei dem nach dem erfin-dungsgemässen Webverfahren durchgeführten Webvorgang,
Fig. 5 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsge-mässen Webmaschine in schematischer Seitenansicht,
Fig. 6 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsge-mässen Webmaschine ebenfalls in schematischer Seitenansicht und
Fig. 7 ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsge-mässen Webmaschine wiederum in schematischer Seitenansicht.
In den verschiedenen Figuren wurden die gleichen Teile mit den gleichen Bezugsziffern bzw. Zeichen bezeichnet.
Wie aus Fig. 1 und Fig. 2 zu ersehen ist, wird bei dem bekannten Webverfahren zwischen den gekreuzten Kettfäden 10 und 12 der Schussfaden 14 von einem Anschlagselement, im vorliegenden Fall des Blattes 16 in der Pfeilrichtung 18 mit der Kraft Fb vorwärts geschoben. Dies ist im Wesen der Webvorgang. In der Zeichnung ist mit 20 der Gewebestoff, mit 21 der Geweberand und mit 23 die Laufrichtung des Stoffes bezeichnet. Entsprechend den an sich bekannten Bedingungen der Anordnung der Kettfäden und der Fachbildung ist die sog. Grundspannung bei den Kettfäden 10 und 12 der Kettfadenteile vor dem Schussfaden 14 und der Kettfadenteile nach dem Schussfaden 14, d.h. der Wert der Resultierenden aus den in diesen erweckten Zugkräfte einander gleich (Fl = Fs). Dieser Zustand vor dem . Anschlag wurde in Fig. 2 mit gestrichelter Linie eingezeichnet, wobei die Teile vor dem Schussfaden 14 der Kettfäden 10 bzw. 12 mit 10a bzw. 12a, die in diesen erweckten Kräfte aber mit Fi' bezeichnet sind, während die dem Schussfaden 14 folgenden Teile der Kettfäden 10 bzw. 12 mit den Bezugsnummern 10b bzw. 12b, die in ihnen erweckten Kräfte aber mit Fo' bezeichnet wurden.
Aus Fig. 2 geht hervor, dass bei dem Anschlag die im Stoff erweckte Zugkraft Ps - welche gleich der Summe der Horizontalkomponenten der in den Kettfadenabschnitten 10a und 12a erweckten Kräfte Fi ist - abnimmt, während die Summe der Horizontalkomponenten der in den Kettfadenabschnitten 1 Ob und 12b erweckten Zugkräfte Fl auf ihren Höchstbetrag zunimmt. Die bei dem Anschlag erweckten Zugkräfte Fi bzw. Fo wurden in Fig. 2 fortlaufend dicht ausgezogen. Ferner wurde in der Zeichnung der von der Mittellinie 22 und den Kettfadenteilen 10a und 12a eingeschlossene Winkel mit Ai, der von der Mittellinie 22 und den Kettfadenabschnitten 10b bzw. 12b eingeschlossene Winkel aber mit ao bezeichnet.
Bei der Lösung gemäss der Erfindung (Fig. 3 und 4) besteht der grundlegende Unterschied im Vergleich zu den bisher bekannten Lösungen darin, dass die in den Kettfadenteilen 10b, bzw. 12b erweckte Zugkraft Fo sich während des Anschlags des Schussfadens 14 nicht bzw. nicht in nennenswertem Masse ändert. Bei diesem Vorgang wird nämlich die Zugkraft Fs beim Anschlag durch Lockerung um eine Kraft vermindert, die zweckmässig die gleiche Grösse hat, wie die Anschlagkraft Fb in den Kettfadenteilen 10a und 12a. Wenn also die Lockerungskraft die gleiche Grösse hat wie die Anschlagkraft Fb, bleibt in den Kettfadenteilen 10b und 12b die Zugkraft Fo unverändert, d.h. Fl = Fs + Fb.
Die in Fig. 5 dargestellte Webmaschine hat eine an sich bekannte Anschlagvorrichtung 24, welche an der Welle 26 in der Richtung des Pfeils 27 verschwenkbar gelagert ist. Die Anschlagvorrichtung 24 ist mit der Hauptwelle 25 über einen Kurbeltrieb 28 in an sich bekannter Weise als Betätigungsmechanismus verbunden. Die Webmaschine ist in an sich bekannter Weise mit einer Stoffspanneinheit, im vorliegenden Fall mit einer Stoffziehwalze 30 versehen, die dazu bestimmt ist, das Gewebe 20 zu spannen und aufzuwickeln.
Erfindungsgemäss ist die Webmaschine auch mit einer Stofflockerungsvorrichtung 32 versehen, welche von der Hauptwelle 25 angetrieben wird und die Stoffziehwalze 30 während des Anschlags im Sinne einer Lockerung betätigt. Sie hat die Aufgabe, die Spannung des Gewebes 20 während des Anschlags zu lockern. Die Vorrichtung 32 könnte auch ein in die Stofflockerungs-Endstellung verschiebbares Stoffablenkelement aufweisen, das zwischen der Stoffziehwalze 30 und dem Anschlagblatt 16 angeordnet ist. In dem dargestellten Fall ist das Stoffablenkelement als Walze 34 ausgestaltet, die an dem einen Ende eines zweiarmigen Hebels 38 verdrehbar gelagert ist. Der Drehpunkt des zweiarmigen Hebels 38 ist mit 36 bezeichnet. Das - im vorliegenden Fall -untere Ende des zweiarmigen Hebels 38 ist an einer Zugstange 40 gelenkig angeschlossen. Die Zugstange 40 schliesst mit ihrem andern Ende gleichfalls gelenkig an der Ladenschwinge 24 an. Erfindungsgemäss ist im zweiarmigen Hebel 38 eine HubeinstellVorrichtung vorgesehen. Diese Hubeinstellvorrichtung ist im vorliegenden Fall als eine in den Hebel 38 eingebaute Kulisse 42 ausgestaltet, mittels welcher der Hub des Hin- und Herschwingens in der Pfeilrichtung 46 der Stoffablenkwalze 34, und damit auch das Lockerungsaus-mass des Gewebes während des Anschlags reguliert werden kann.
Beim Anschlag wird also die Ladenschwinge 24 in der Richtung des vollausgezogenen Pfeiles 27 bewegt. Demzufolge erfährt die Stoffablenkwalze 34 der Stofflockerungsvorrichtung 32 eine Bewegung in der voll ausgezogenen Pfeilrichtung 46, sodass das Gewebe 20, und als Folge hiervon die Kettfadenteile 10a und 12a in einem durch die Kulisse 42 bestimmten Ausmass gelockert werden. Bei der Bewegung der Ladenschwinge 24 in entgegengesetztem Sinne, bewegt sich die Walze 34 in der gestrichelt gezeichneten Pfeilrichtung 46, und damit erlangt das Gewebe 20 seine Grundspannung zurück.
In Fig. 6 ist als Beispiel eine andere Ausführungsform zu sehen, bei der das webende Element nicht gesondert dargestellt ist. Bei dieser Ausführungsform ist erfindungsgemäss das Stoffablenkelement als Schiene 34' ausgestaltet, die mit dem freien Ende eines um den Drehpunkt 52 kippbaren Schwinghebels 50 verbunden ist. Auf der Hauptwelle 25 ist in an sich bekannter Weise ein Ansatzpaar 54 befestigt, das mit den Rollen 58 des um den Drehpunkt 60 kippbaren Rollenhalters 56 zusammenarbeitet. Der Rollenhalter 56 ist mit dem Schwinghebel 50 im vorliegenden Fall über eine Treibstange 62 gelenkig verbunden. Zu diesem Zweck ist der Schwinghebel 50 mit den Bohrungen 64 und/oder mit einer Kulisse 42 versehen. Je nach dem an welcher Bohrung 64 des Schwinghebels 50 die Treibstange 62 angeschlossen wird, kann die
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Es ist ferner auch eine solche Lösung möglich, bei welcher der Abschnitt zwischen dem Geweberand 21 des Gewebes 20 und der Ablenkschiene 70 durch Führungselemente, im vorliegenden Fall von zwei Walzen 68 abgestützt wird (Fig. 7). Zwischen den Walzen 68 ist in der Stoffbahn ein Stoffablenkelement der Stofflockerungsvorrichtung 32, im vorliegenden Fall die Walze 34" angeordnet. Die Walze 34" wird über eine Zugstange 72 in an sich bekannter - in der Zeichnung nicht dargestellter - Weise, vorteilhaft über einen Antrieb mit einstellbarem Hub, z.B. mit Hilfe eines pneumatischen oder hydraulischen Zylinders (Fig. 7) aufwärts bzw. abwärts bewegt. Beim Anschlag wird also die Walze 34" aufwärts bewegt und dadurch das Gewebe 20 gelockert.
Selbstredend ist im Rahmen der Erfindung auch eine solche Lösung möglich, bei welcher die Stofflockerungsvorrichtung 32 mit der Stoffspanneinheit 30 kombiniert ist.
Es sei daraufhingewiesen, dass die Formulierung «der vor dem Schussfaden gelegene Stoffteil während des Anschlags gelockert wird» wie folgt zu verstehen ist: Von der Berührung des Anschlagelementes mit dem letzten eingeschlossenen Schussfaden an bis zur Beendung des Anschlags wird der vor dem Schussfaden gelegene Stoffteil gelockert. Selbstredend kann diese Lockerung auch schon früher beginnen; wesentlich ist nur, dass der vor dem Schussfaden gelegene Teil des Stoffes während des Anschlags gelockert sei.
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Bei den Versuchen, die mit den beispielsweisen Ausführungsformen der dargestellten Lösung durchgeführt wurden, wurde die Erfahrung gemacht, dass bei dem Anschlag die in den Kettfadenteilen hinter dem Schussfaden erweckten io Spannungen im Vergleich zu den herkömmlichen Lösungen um 50-52% gesenkt werden können. Damit aber kann die Anzahl der Kettfadenrisse, wie auch die daraus folgenden Zwangstillstandzeiten, sowie die zusätzliche Belastung des Bedienungspersonals der Webmaschinen beträchtlich herab-15 gesetzt, und die Leistung der Webarbeit wesentlich erhöht werden. Ein weiterer Vorzug der beschriebenen Lösung besteht darin, dass dadurch auch die Verwendung vom Rohmaterial von geringerer Zerreissfestigkeit ermöglicht wird, so dass man nicht gezwungen ist, wegen der Beanspruchung 2o beim Anschlag teures Rohmaterial zu verarbeiten. Darüber hinaus können gemäss der vorgeschlagenen Lösung aus Fadenmaterial von gleicher Zerreissfestigkeit Gewebstoffe von grösserer Schussfadendichte hergestellt werden, als mit den bisher bekannten Lösungen.
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2 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

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1. Webverfahren, bei welchem aus Kettfäden ein offenes Fach gebildet, in das offene Fach ein Schussfaden eingeführt, danach dieser Schussfaden mit einem Anschlagelement angeschlagen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der vor dem letzten Schussfaden (14) gelegene Teil des aus den Kett- (10, 12) und Schussfäden (14) gebildeten Gewebestoffes (20) während des Anschlags gelockert wird.
2. Web verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Lockern des Gewebestoffes (20) die Spannung des Stoffes (Fs) um eine Kraft von gleicher Grösse wie die Anschlagskraft (Fb) vermindert wird.
3. Webmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, die mit einer Hauptwelle (25), einer mit dieser zusammenwirkenden Ladenschwinge (24), sowie mit einer Stoffspanneinheit (30) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Stofflockerungsvorrichtung (32) aufweist, die von der Hauptwelle (25) angetrieben wird und die Stoffspanneinheit (30) während des Anschlages in lok-kerndem Sinne betätigt.
4. Webmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stofflockerungsvorrichtung (32) ein in die Stofflockerungsstellung verschiebbares Stoffablenkelement (34,34'; 34") besitzt, das zwischen der Stoffspanneinheit (30) und der Ladenschwinge (24) angeordnet ist.
5. Webmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoffablenkelement als Walze (34) ausgebildet ist, die an einem Ende eines zweiarmigen Hebels (38) verschwenkbar gelagert ist, während das andere Ende des zweiarmigen Hebels (38) - zweckmässig über eine Hubeinstellvorrichtung (42) - mit der Ladenschwinge (24) gelenkig verbunden ist.
6. Webmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoffablenkelement (34') als Schiene ausgebildet ist, deren freies Ende mit einem, um einen fixen Drehpunkt (52) kippbaren Schwinghebel (50) verbunden ist, ferner die Hauptwelle (25) ein Ansatzpaar (54) aufweist, das mit den Rollen (58) eines um einen weiteren fixen Drehpunkt (60) kippbaren Rollenhalters (56) zusammenarbeitet, wobei der Rollenhalter (56) mit dem Schwinghebel (50) - vorteilhaft über eine Treibstange (62) von einstellbarer Länge - gelenkig verbunden ist.
Wie bekannt, besteht an den verschiedenen Webmaschinen der Web vorgang darin, dass aus Kettenfäden ein offenes Fach gebildet, und in das Fach ein Schussfaden eingeführt, danach der Schussfaden mit einer Anschlagvorrichtung angeschlagen wird. Beim Anschlagen wird also durch die Anschlagvorrichtung, z.B. ein Blatt, der zwischen die Kettenfäden eingeführte Schussfaden am Geweberand angepresst. Dieser Vorgang spielt sich in einer sehr kurzen Zeit ab, wobei sowohl die Kettenfäden, als auch die Weblade stark beansprucht werden. Bei dem Blattanschlag lockert sich das Gewebe (Stoff), was mit einer zusätzlichen Spannung der Kettfäden verbunden ist, in denen dann maximale Spannungen auftreten. Zufolge dieser, sowie der durch die Bewegungselemente der Kettfäden verursachten Beanspruchungen auf Reibung und Abnützung, können insbesondere beim Weben von dichten Stoffen die Kettfäden reissen. Zur Behebung solcher Kettfadenrisse muss die Webmaschine aber abgestellt werden. Das ist einerseits mit einem empfindlichen Leistungsausfall verbunden, andererseits bedeutet es für den im allgemeinen mehrere Webmaschinen bedienenden Weber eine zusätzliche Belastung mit weiteren Aufgaben. Darüber hinaus schliessen die obigen Spitzenbeanspruchungen von vornherein die Verwendung weniger zerreissfe-ster, meist billigeren Rohstoffe aus, was ansonst sehr wünschenswert wäre. Ferner ist die Grösse der in den Kettfäden während des Blattanschlags erweckten Zugkraft erfahrungs-gemäss von der Schussdichte des Gewebes abhängig. Auf diese Weise kann durch das Steigen der Zugkraft beim Anschlag auch die Schussdichte des Gewebes beschränkt werden.
Das Ziel der Erfindung ist die Beseitigung der dargelegten Mängel.
Dementsprechend besteht die durch die Erfindung zu lösende Aufgabe darin, ein Webverfahren und eine Webmaschine zur Durchführung des Verfahrens vorzuschlagen, mittels welcher die Kettfadenspannung beim Anschlag vermindert wird. Dadurch sollten die Kettfadenrisse und die damit verbundenen Zwangsarbeitspausen vermieden werden. Ferner sollte die Produktivität der Webarbeit erheblich gesteigert werden.
Es wird davon ausgegangen, dass bei dem Webvorgang die zum Anpressen des Schussfadens erforderlichen Kräfte nicht von der Grösse der in den Kettfäden erweckten Zugkraft, sondern von dem Verhältnis der Zugkräfte in den Kettfäden, bzw. im Gewebe beim Anschlag abhängig sind. Die gestellte Aufgabe kann also gelöst werden, wenn man durch Verminderung der Gewebespannung beim Anschlag im voraus das zum Anpressen des Schussfadens erforderliche optimale Zugkraftverhältnis zwischen Kettfaden und Stoff einreguliert. Auf diese Weise kann nämlich die maximale Kettspannung beim Anschlag im Vergleich zu den bisher bekannten Lösungen beträchtlich vermindert werden.
Bei dem Webverfahren gemäss der Erfindung wird demnach in an sich bekannter Weise aus Kettfäden ein offenes Fach gebildet, in dieses Fach ein Schussfaden eingeführt und danach der Schussfaden mit einer Anschlagvorrichtung angeschlagen. Die Erfindung besteht darin, dass der vor dem letzten Schussfaden gelegene Teil des aus den Kett-und Schussfäden gebildeten Gewebestoffes während des Anschlags gelockert wird. Es ist zweckmässig, wenn bei dem Lockern des Gewebestoffes die Spannung des Stoffes um eine Kraft vermindert wird, welche der Anschlagskraft entspricht.
Mit den obigen Massnahmen wird erreicht, dass die beim Anschlagen in den Kettfädenteilen hinter dem Schussfaden erweckte Zugkraft im Vergleich zum Zustand vor dem Anschlag unverändert bleibt, oder je nach dem Ausmass der Lockerung im Stoffabschnitt vor dem Schussfaden in viel kleinerem Masse zunimmt, als es bei den bekannten Lösungen der Fall ist.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann mit einer solchen Webmaschine durchgeführt werden, die in an sich bekannter Weise eine Hauptwelle, eine mit dieser zusammenarbeitende Anschlagvorrichtung, sowie eine Stoffspanneinheit besitzt. Letztere ist gemäss der Erfindung mit einer, durch die Hauptwelle angetriebenen Stofflockerungsvorrichtung versehen, welche die Stoffspanneinheit während des Anschlags im Sinne einer Lockerung betätigt.
Nach einer vorteilhaften Ausführung einer solchen Webmaschine ist die Gewebelockerungsvorrichtung mit einem, in die Stofflockerungsstellung verschiebbaren Stoffablenkelement versehen, welches zwischen der Stoffspanneinheit und dem Anschlagelement angeordnet ist. Diese Anordnung ermöglicht eine sehr einfache konstruktive Ausgestaltung.
Ferner ist es zweckmässig, wenn das Stoffablenkelement als Walze ausgeführt ist, die an dem einen Ende eines zweiarmigen Hebels verschwenkbar gelagert ist, während das andere Ende des zweiarmigen Hebels vorzugsweise über eine Hubeinstellvorrichtung mit der Anschlagvorrichtung gelenkig verbunden ist. Möglich ist jedoch auch eine solche Lösung, bei der das Stoffablenkelement als Schiene ausge5
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bildet ist, deren freies Ende mit einem, um einen fixen Drehpunkt kippbaren Schwinghebel verbunden ist. Ferner weist die Hauptwelle ein Ansatzpaar auf, das mit den Rollen eines um einen weiteren fixen Drehpunkt kippbaren Rollenhalters zusammenarbeitet, wobei der Rollenhalter vorzugsweise über eine Treibstange von einstellbarer Länge, mit dem Schwinghebel gelenkig verbunden ist. Bei der obigen Ausgestaltung kann die Schwingbewegung des Stoffablenkelementes der Stofflockerungsvorrichtung relativ sehr einfach von der Ladenschwinge, bzw. direkt von der Hauptwelle aus gelöst werden. Es ist ferner möglich mit der Hubeinstellvorrichtung bzw. der einstellbaren Länge der Treibstange die Lockerheit des Gewebes zu regulieren.
CH812879A 1978-10-25 1979-09-10 Webverfahren und webmaschine zur durchfuehrung des webverfahrens. CH643014A5 (de)

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