CH643096A5 - Vorrichtung zum bearbeiten der anschlussdraehte von elektrischen bauelementen. - Google Patents

Vorrichtung zum bearbeiten der anschlussdraehte von elektrischen bauelementen. Download PDF

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CH643096A5
CH643096A5 CH144079A CH144079A CH643096A5 CH 643096 A5 CH643096 A5 CH 643096A5 CH 144079 A CH144079 A CH 144079A CH 144079 A CH144079 A CH 144079A CH 643096 A5 CH643096 A5 CH 643096A5
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Thomas Weresch
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bearbeiten der Anschlussdrähte von elektrischen Bauelementen, mit die zu bearbeitenden Anschlussdrähte in Zahnlücken aufnehmenden Transportzahnrädern sowie Bearbeitungszahnrädern, die sämtlich koaxial angeordnet, von einer gemeinsamen, in einem Gehäuse gelagerten Hauptwelle drehantreibbar und in Achsrichtung der Hauptwelle verstellbar und klemmbar sind, sowie mit gehäusefest angeordneten Bearbeitungswerkzeugen, die in Richtung der Hauptwelle verstellbar und klemmbar sind und mit den Bearbeitungszahnrädern jeweils entsprechend zusammenwirken.
Bei dem Bearbeiten der Anschlussdrähte elektrischer Bauelemente handelt es sich um das Ablängen oder Schneiden, Sicken und Biegen der Anschlussdrähte der Bauelemente.
Bei den elektrischen Bauelementen, die mit Vorrichtungen der beschriebenen Gattung bearbeitet werden, handelt es sich üblicherweise um Widerstände, Kondensatoren, Dioden usw., also um Bauelemente, die in der Regel, wenn auch nicht notwendig je zwei Anschlussdrähte aufweisen, die diametral auseinander stehen und normalerweise miteinander und mit dem Bauelementkörper koaxial angeordnet sind. Diese Bauelemente können sowohl einzeln als auch zu einem Gurt aufgereiht bereitgestellt werden. Allgemein werden solche Bauelemente vom Hersteller in einer Form geliefert, in der sie vom Anwender nicht ohne weiteres in eine Schaltung eingebaut werden können. Die Anschlussdrähte sind mehr oder minder gerade und weisen in der Regel erhebliches Übermass auf. Sie müssen daher auf das vorgesehene Mass abgelängt und gebogen werden. Ausserdem ist es üblich, elektrische Bauelemente für die Montage in gedruckten Schaltungen oder dgl. mit «Füsschen», die im Rahmen der Erfindung als Sicke bezeichnet werden, zu versehen, damit sie vor dem Löten hinreichend fest in eine Leiterplatte eingesteckt werden können. Für die Ausführung der Biegung der Anschlussdrähte und der Sicken bestehen verschiedene Möglichkeiten, die nicht im einzelnen erläutert werden sollen.
Es ist bekannt (vgl. DE-OS 24 00 307), dass Ablängen, Sik-ken und/oder Biegen der Anschlussdrähte mittels einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung gleichsam in einem einzigen Arbeitsgang vorzunehmen und dabei einen ausserordentlich hohen Durchsatz an Bauelementen zu erreichen. Die Bauelemente werden dabei - aufgenommen in den Zahnlücken der verschiedenen, koaxial angeordneten Zahnräder, an den gehäusefest angeordneten Werkzeugen vorbeigeführt und dabei abgelängt, gesickt und gebogen. Üblicherweise ist dabei für jeden Anschlussdraht ein vollständiger Zahnradsatz mit Transport-, Sicken- und Biegezahnrad vorgesehen. Den Transportzahnrädern sind Schneidwerkzeuge, den Sickenzahnrädern Sickwerkzeuge und den Biegezahnrädern Biegewerkzeuge mit sogenannten Biegefingern zugeordnet, die entsprechend ihrer Anordnung am Umfang der Zahnräder und deren Drehrichtung zu unterschiedlichen Zeitpunkten, jedoch kurz nacheinander in Eingriff kommen. Dabei sind häufig die Schneid- und Sickwerkzeuge miteinander verbunden und als profilierte Rollen ausgeführt, die eine den Transportzahnrädern zugeordnete Schneidkante sowie ein oder mehrere den Sickenzahnrädern zugeordnete Schultern aufweisen.
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Beim Übergang zur Bearbeitung anderer oder für einen anderen Schaltungseinsatz vorgesehenen Bauelementen ist es regelmässig notwendig, sowohl die Zahnräder als auch die Werkzeuge entsprechend den vorgesehenen Längenverhältnissen in Achsrichtung der Hauptwelle zu verschieben und entsprechend festzuklemmen. Ausserdem ist es häufig notwendig, Zahnräder und/oder Werkzeuge auszuwechseln -beispielsweise, wenn andere Biegungen oder anders geformte Sicken verlangt werden.
Mit diesen Umrüstproblemen beschäftigt die genannte Druckschrift sich nicht. Bei einer (aus der Praxis) bekannten, konkreten Ausführungsform einer solchen Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung sind die Transportzahnräder mittels umfangsseitig übergreifender Zahnradführungsrollen mit besonderen, auf der Hauptwelle gleichfalls axial verschiebbaren Führungsteilen drehbar verbunden. Die Sick-und Schneidwerkzeuge sind an diesen Führungsteilen angeordnet und können folglich in einem Arbeitsgang gemeinsam mit den Transportzahnrädern sowie den mit diesen verbundenen Sickenzahnrädern einjustiert werden. Damit gestaltet sich zwar die axiale Einrichtung dieser Zahnräder mit den zugeordneten Werkzeugen verhältnismässig einfach, um so schwieriger ist es jedoch, eines der Zahnräder auszuwechseln, weil dazu die gesamte Hauptwelle und die Führungsteile mit den Werkzeugen demontiert werden müssen. Es kommt hinzu, dass diese bekannten Massnahmen die Stabilität der Vorrichtung beeinträchtigen, so dass bei der Bearbeitung von Bauelementen mit sehr starken Anschlussdrähten, beispielsweise von Leistungsdioden, Schwierigkeiten auftreten können. Einerseits ist die Zuordnung zwischen Transport- und Sickenzahnrädern und Schneid- und Sickenwerkzeugen über die Führungsteile nicht hinreichend starr. Andererseits hat die Verbindung zwischen Führungsteilen und Transportzahnrädern zur Folge, dass diese auf einem verhältnismässig grossen Teil ihres Durchmessers nicht abgestützt sind, so dass sich bei hohen Bearbeitungskräften Probleme ergeben können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung zu schaffen, die sich in einfacher Weise, insbesondere mit geringem Zeitaufwand umrüsten lässt und sich durch einen robusten Aufbau auszeichnet, der auch die Bearbeitung der stärksten in der Praxis vorkommenden Anschlussdrähte ohne weiteres zulässt. In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Bedeutung einer einfachen Umrüstmöglichkeit hinzuweisen, denn die ausserordentlich hohe Kapazität der bekannten gattungsge-mässen Vorrichtung lässt sich optimal nur dann nutzen, wenn auch die Umrüstung zwischen verschiedenen Bearbeitungslosen entsprechend schnell erfolgen kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Hauptwelle mit mindestens einem Abzugsende aus der Lagerung lösbar ist, dass die Zahnräder bei gelöster Klemmung über das Abzugsende von der Hauptwelle abziehbar sind und dass die Bearbeitungswerkzeuge unmittelbar am Gehäuse abgestützt und unabhängig von den Zahnrädern in Achsrichtung der Hauptwelleverstellbar sind. Damit wird zunächst vorgesehen, ohne Demontage der Hauptwelle die Zahnräder zum Umrüsten dadurch von der Hauptwelle abzunehmen, dass diese an einem als Abzugsende bezeichneten Ende aus ihrer Lagerung lösbar ist. Das kann auf veschie-dene, nachfolgend noch erläuterte Weisen erreicht werden. Es ist grundsätzlich auch möglich, die Hauptwelle nur einseitig zu lagern, was jedoch aus Stabilitätsgründen im allgemeinen nicht zu empfehlen ist. Ein unbehinderter Wechsel der Zahnräder wird dadurch ermöglicht, dass diese von den Werkzeugen völlig getrennt sind, weil nämlich die Werkzeuge unmittelbar am Gehäuse abgestützt und unabhängig von den Zahnrädern verstellbar sind. Der erforderliche Kraftschluss zwischen Zahnrädern und Werkzeugen ergibt sich nicht wie bei der bekannten Vorrichtung unmittelbar über entsprechende Führungsteile, sondern mittelbar über Hauptwelle, Lagerung und Gehäuse. Das führt im Ergebnis zu wesentlich verbesserter Stabilität und Robustheit des Aufbaues, es können ferner Kippmomente vermieden werden, die bei der bekannten Vorrichtung in den Führungsteilen unvermeidlich auftreten und die Bearbeitungsgenauigkeit mindern, und schliesslich wird auch die Möglichkeit geschaffen, die Zahnräder unabhängig von den Erfordernissen einer Kopplung an die Werkzeuge so anzuordnen, dass sie die auftretenden Kräfte ohne weiteres aufnehmen. Überdies wird der gesamte Aufbau der Vorrichtung wesentlich einfacher und übersichtlicher.
Für die Lösung des Abzugsendes der Hauptwelle aus der Lagerung bestehen verschiedene Möglichkeiten. Grundsätzlich empfiehlt sich eine Anordnung, bei der das Abzugsende der Hauptwelle dadurch zugänglich ist, dass ihre Achse eine Gehäuseausnehmung durchsetzt, wobei das Abzugsende in einem abnehmbaren Lagerschild gelagert ist. Dabei kann die Anordnung so getroffen werden, dass die Hauptwelle mit Abstand von der Gehäuseinnenwandung endet und in einem durch die Gehäuseausnehmung nach innen durchgreifenden Lagerschild gelagert ist, wobei die Zahnräder bei abgenommenem Lagerschild durch den Zwischenraum zwischen Abzugsende und Gehäuseinnenwandung entfernt werden können. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, dass die Zahnräder durch die Gehäuseausnehmung hindurch abziehbar sind, wobei das Abzugsende selbst bis in die Gehäuseausnehmung hineinragen kann. Der Lagerschild kann mittels radialer, in eine Umfangsnut eingreifender Halteschrauben oder auch mit einem auf die Gehäuseaus-senwandung aufgesetzten Flansch gehalten werden und ist in jedem Fall vorzugsweise mit einem entsprechenden Bund in der Gehäuseausnehmung zentriert.
Die Transport- und Sickenzahnräder, die üblicherweise miteinander verbunden sind und gemeinsam verstellt werden, können mit einer zwischengelegten Distanzscheibe auf eine gemeinsame Aussenhülse aufgespannt werden. Diese Aussen-hülse lässt sich drehfest sowie axial verschiebbar und klemmbar auf einer Innenhülse anordnen, die ihrerseits verstellbar ist und das entsprechende Biegezahnrad trägt. Die Zahnräder werden stirnseitig auf Planflächen dieser Hülsen bzw. daran angeschlossener Bünde aufgespannt. Dabei empfiehlt es sich, dass die Zahnräder auf einem Stützdurchmesser abgestützt sind, der im wesentlichen dem Fusskreisdurchmesser der entsprechenden Verzahnung entspricht. Dies gilt insbesondere für die Transportzahnräder, die beim Schneiden der Anschlussdrähte verhältnismässig hohe Beanspruchungen aufzunehmen haben, und bei denen lediglich darauf zu achten ist, dass zwischen Hülsenumfang und Zahngrund ggf. hinreichend Platz für Gurtstreifen vorhanden ist, mit denen die Bauelemente aufgereiht sein können. Diese grossflächige Abstützung, die durch die vorstehend erläuterten erfindungs-gemässen Massnahmen ermöglicht wird, führt zu einer wesentlich verbesserten Belastbarkeit der Zahnräder.
Die verschiedenen, den Zahnrädern zugeordneten Werkzeuge sind vorzugsweise an einer zur Hauptwelle parallelen Haupttraverse verschiebbar geführt und klemmbar, wobei diese Haupttraverse am Gehäuse festklemmbar und bei gelöster Klemmung senkrecht zur Hauptwelle gegen einstellbare Anschläge verschiebbar ist. Die an den Werkzeugen auftretenden Bearbeitungskräfte werden über diese geklemmte Haupttraverse in das Gehäuse der erfindungsgemässen Vorrichtung eingeleitet. Bei gelöster Klemmung kann die Haupttraverse zusammen mit den Werkzeugen zurückgeschoben werden, so dass die Zahnräder von den Werkzeugen freikommen und in der erkläuterten Weise gewechselt werden können. Anschliessend wird die Haupttraverse in Richtung zur
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Hauptwelle gegen die entsprechend justierten Anschläge zurückgeschoben, womit die Werkzeuge sich wieder in Arbeitsstellung befinden. Die Werkzeuge selbst sind dabei in jedem Fall unabhängig von den Zahnrädern an der Traverse abgestützt, geführt und im übrigen jeweils einzeln in zur Hauptwelle paralleler und senkrechter Richtung justierbar. Die Haupttraverse ist im Querschnitt vorzugsweise L-förmig mit einem horizontalen und einem vertikalen Schenkel ausgebildet, wobei in besonders vorteilhafter Weise die Schneid-und Sickwerkzeuge am vertikalen Schenkel gelagert und mit einer Schraubspindel radial zustellbar sind, während die Biegewerkzeuge mittels einer vertikalen Schwalbenschwanzführung am horizontalen Schenkel montiert sind.
Die erfindungsgemässe Anordnung sichert weitestgehende Zugänglichkeit der Hauptwelle. Damit besteht die vorteilhafte Möglichkeit, zusätzlich eine Hilfstraverse vorzusehen, die um etwa 90° gegenüber der Haupttraverse versetzt oberhalb der Hauptwelle angeordnet und zur Halterung zusätzlicher Werkzeuge eingerichtet ist. Bei diesen zusätzlichen Werkzeugen kann es sich zunächst um weitere Biege-und/oder Sickwerkzeuge handeln, es besteht aber sogar die Möglichkeit, unter Ausnutzung der Stabilität der erfindungs-gemässen Anordnung ein Schlag- bzw. Drückwerkzeug vorzusehen, um ggf. die Anschlussdrähte mit Abflachungen zu versehen. Im übrigen empfiehlt es sich, auch die Hilfstraverse ähnlich der Haupttraverse festklemmbar und bei gelöster Klemmung ausrückbar anzuordnen.
Es ist bekannt, bei gattungsgemässen Vorrichtungen Gegenhalter vorzusehen, die an einer zur Hauptwelle parallelen, gehäusefesten Hilfswelle gelagert sind, unter gegen die Werkzeuge gerichteter Federbeuafschlagung stehen und mit einer Zugentlastungsnase und/oder einem Auswerfer versehen sind. Diese Gegenhalter dienen einerseits dazu, unzulässige Beanspruchungen bei der Bearbeitung der Anschlussdrähte vom Bauelementkörper fernzuhalten, und andererseits dazu, die Bauelemente nach der Bearbeitung zuverlässig auszuwerfen. Üblicherweise sind zwei, nämlich für jeden Werkzeugsatz ein Gegenhalter vorgesehen, die mit entsprechend angepasster Kontur in eine an den Biegerädern vorgesehene Umfangsnut eingreifen und dadurch geführt sind. Bei der bekannten Ausführungsform sind die Gegenhalter mit je einer nach hinten offenen Gabel an der Hilfswelle abgestützt. Diese bekannte Anordnung erweist sich aber beim Wechsel der Zahnräder als sehr hinderlich, weil die Gegenhalter sich nur umständlich demontieren lassen. In dieser Hinsicht lehrt die Erfindung weiter, dass jeder Gegenhalter an seinem der Hauptwelle abgewandten Ende eine Kröpfung aufweist und mit der Kröpfung an der Hilfswelle gelagert ist, und dass die den Gegenhalter beaufschlagende Feder einen die Kröpfung elastisch verriegelnden Vorsprung aufweist. Die Kröpfung ist vorzugsweise nach oben geöffnet, wird also von unten her über die Hilfswelle geschoben und anschliessend durch den Vorsprung der Feder auf der Hilfswelle festgehalten.
Zugleich wird der Gegenhalter durch diese Feder bis zum Anschlag der hinteren Begrenzung der Kröpfung an der Hilfswelle nach vorn geschoben, so dass er beim Auftreten entsprechender Bearbeitungskräfte entgegend der Federkraft elastisch zurückgeschoben wird.
Die erfindungsgemäss vorgesehene unabhängige Führung und Zustellung der Werkzeuge bietet die weitere vorteilhafte Möglichkeit, eines der Sickenwerkzeuge in Drehrichtung -um in der Regel 2 bis 5 mm - vor dem anderen Sickenwerkzeug anzuordnen und dem in Drehrichtung vorderen Sickenwerkzeug einen Hilfsgegenhalter zuzuordnen, der eine Sik-kenführung aufweist. Sickenführung meint dabei eine Ausbildung des Hilfsgegenhalters derart, dass die durch das entsprechende Sickenwerkzeug gerade geformte Sicke in eine definierte Lage geführt wird. Eine besonders einfache und wirkungsvolle Ausführungsform einer Sickenführung besteht aus einer in Drehrichtung zwischen den Sickenwerkzeugen am Hilfsgegenhalter angeformten, in Drehrichtung radial auswärts ansteigenden Rampe. Der Hilfsgegenhalter ist vorzugsweise zwischen Transportzahnrad und Sickenzahnrad angeordnet und in einer Ringnut eines zwischen Transport-und Sickenzahnrad angeordneten Zwischenrings geführt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Ablängen, Sicken und Biegen der Anschlussdrähte von elektrischen Bauelementen in Aufsicht,
Fig. 2 eine perspektivische Explossionsansicht eines Teils der Vorrichtung gemäss Fig. 1.
Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zum Ablängen, Sicken und Biegen der Anschlussdrähte 1 von elektrischen Bauelementen, im Ausführungsbeispiel Wiederständen 2, die mittels Klebebändern 3 zu einem Gurt aufgereiht zugeführt werden.
Zur Bearbeitung jedes Anschlussdrahtes 1 ist ein Zahnradsatz aus Transportzahnrad 4, Sickenzahnrad 5 und Biegezahnrad 6 vorgesehen. Sämtliche Zahnräder 4, 5, 6 sind zueinander koaxial angeordnet und von einer gemeinsamen Hauptwelle 7 drehantreibbar. Den Zahnrädern 4, 5,6 sind gehäusefest angeordnete Werkzeuge zugeordnet, nämlich den Transportzahnrädern 4 Schneidwerkzeuge 8, den Sickenzahnrädern Sickenwerkzeuge 9 und den Biegezahnrädern Biegewerkzeuge 10. Die Schneid- und Sickenwerkzeuge 8,9 sind zu einem kombinierten Schneid-/Sickenwerkzeug zusammenge-fasst, das rotationssymmetrisch ausgebildet ist und aus einem Kegelstumpf mit einer mit dem Transportzahnrad 4 zusammenwirkenden Schneidkante 11 und dem eigentlichen, damit einstückig verbundenen Sickenwerkzeug 9 besteht. Die Schneid-/Sickenwerkzeuge 8,9 sind frei drehbar in je einer Halterung 12 gelagert, die am vertikalen Schenkel 13 einer im Querschnitt L-förmigen Traverse 14 angeordnet, in Achsrichtung der Hauptwelle 7 verstellbar und ausserdem mittels je einer Stellschraube 15 bezüglich der Hauptwelle 7 radial verstellbar ist. Die Biegewerkzeuge 10 bestehen jeweils aus einem Schaft 16, der mittels einer (nicht dargestellten) Schwalbenschwanzführung am horizontalen Schenkel 17 der Traverse 14 befestigt und gleichfalls radial und axial verstellbar ist, sowie einem an der Vorderseite des Schaftes 16 angeformten Biegefinger 18, der mit dem jeweiligen Biegezahnrad 6 zusammenwirkt. Damit sind sämtliche Werkzeuge 8,9,10 unabhängig von Hauptwelle 7 und den Zahnrädern 4, 5,6 unmittelbar am Gehäuse abgestützt und unabhängig von den Zahnrädern 4, 5, 6 in Achsrichtung der Hauptwelle 7 - und im übrigen auch radial dazu - verstellbar.
Die dargestellte Vorrichtung arbeitet grundsätzlich in der Weise, dass die Bauelemente 2 mit den Anschlussdrähten 1 in die Zahnlücken der Zahnräder 4, 5, 6 abgelegt und von diesen an den Werkzeugen 8,9,10 vorbeigeführt werden, wobei die Bearbeitung durch das Zusammenwirken der Zahnräder mit den jeweiligen Werkzeugen erfolgt. Durch geeignete Anordnung der Werkzeuge 8,9, 10 erfolgt eine zeitliche Staffelung der Bearbeitungsvorgänge und zwar üblicherweise so, dass die Anschlussdrähte 1 zunächst durch Transportzahnrad 4 und Schneidwerkzeug 8 abgelängt und dabei zugleich von den Klebebändern 3 des Gurtes getrennt werden, anschliessend zwischen Sickenzahnrad 5 und Sickenwerkzeug 9 zur Sicke geformt und schliesslich vom Biegezahnrad 6 über den Biegefinger 18 gebogen werden. Bei weiterer Drehung der Zahnräder werden die bearbeiteten Bauelemente 2 freigegeben und ausgeworfen. Die Anpassung an unterschiedliche Bauelementeabmessungen und Bearbeitungsaufgaben erfolgt
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dadurch, dass - wie bereits erläutert - die Werkzeuge 8,9, 10 radial und axial verstellt werden können, und dass ausserdem die Zahnräder 4, 5, 6 in Achsrichtung der Hauptwelle 7 verstellbar und klemmbar sowie ggf. auswechselbar sind.
Die Hauptwelle 7 ist auf einer Seite in üblicher Weise in einer Gehäusewandung 19 gelagert und von einem (nicht dargestellten) Antriebsmotor antreibbar. Das andere, hier als Abzugsende 20 bezeichnete Ende der Hauptwelle 7 ist nicht unmittelbar in der entsprechenden Gehäusewandung 21, sondern in einem Lagerschild 22 gelagert, der seinerseits in einer Gehäuseausnehmung 23 der Gehäusewandung 21 zentriert und mittels einer in eine Umfangsnut 24 radial eingreifenden (nicht dargestellten) Schraube fixiert ist. Durch Entfernung des Lagerschildes 22 aus der Ausnehmung 23 ist das Abzugsende 20 der Hauptwelle 7 aus der Lagerung lösbar, und da der lichte Durchmesser der Gehäuseausnehmung 23 entsprechend bemessen ist, lassen sich die Zahnräder 4, 5, 6 über das Abzugsende 20 und durch die Gehäuseausnehmung 23 hindurch zum Austausch abziehen.
Die Zahnräder 4, 5,6 sind dazu stirnseitig auf die Planflächen von Hülsen 25, 26 aufgespannt, die ihrerseits auf der Hauptwelle 7 verschiebbar und drehfest klemmbar sind. Die Biegezahnräder 6 sind jeweils auf eine eigene Innenhülse 25 aufgespannt. Die Transport- und Sickenzahnräder 4, 5 sind mit einer zwischengeschalteten Distanzscheibe 27 jeweils gemeinsam auf eine die Innenhülse 25 umgebende Aussen-hülse 26 aufgespannt und folglich gemeinsam verstellbar, wobei selbstverständlich die zu verschiedenen Anschlussdrähten 1 gehörigen Zahnräder 4, 5, 6 unabhängig verstellbar sind. Die Hülsen 25, 26 sind jeweils mit einem Bund 28 versehen, der einen Stützdurchmesser aufweist, der annähernd dem Fusskreisdurchmesser der entsprechenden Verzahnung entspricht, so dass die Abstützung der Zahnräder 4, 5, 6 annähernd bis zum Zahngrund reicht.
Zum Wechsel der Zahnräder 4, 5, 6 wird der Lagerschild 22 abgenommen, wird die Klemmung der Hülsen 25, 26 gelöst und werden darauf diese zusammen mit den Zahnrädern 4, 5, 6 durch die Gehäuseausnehmung 23 abgezogen. Um dabei eine Kollision mit den Werkzeugen 8,9, 10 zu vermeiden, kann die Traverse nach Lösen der Klemmschrauben 29 zurückgezogen werden. Nach dem Aufsetzen neuer Zahnräder 4, 5, 6 und ggf. entsprechender Einstellung der Werkzeuge 8, 9, 10 wird die Traverse 14 gegen einstellbare Anschlagschrauben 30 wieder in ihre vorgesehene Position geschoben und mittels der Klemmschrauben festgelegt. In den Figuren ist nicht dargestellt, dass ausserdem auch oberhalb der Hauptwelle 7, beispielsweise um etwa 90° gegenüber der vorstehend erläuterten Haupttraverse 14 versetzt eine weitere, zusätzliche Hilfstraverse zur Aufnahme weiterer Werkzeuge angeordnet werden kann.
Um Zugbeanspruchungen am Bauelementkörper zu vermeiden und ein zuverlässiges Auswerfen nach der Bearbei643 096
tung zu gewährleisten, sind Gegenhalter 31 vorgesehen, die anhand der Figur 2 erläutert werden sollen, in der ein Zahnrad* und Werkzeugsatz in Explossionsansicht dargestellt ist.
Der Gegenhalter 31 stellt im wesentlichen einen flachen Streifen dar, der mit entsprechend angepasster Kontur eine (nicht erkennbare) Umfangsnut umgreift. Der Gegenhalter 31 weist zunächst eine Zugentlastungsnase 32 auf, die mit dem Biegefinger 18 zusammenwirkt und Zugspannungen vom Körper des Bauelements 2 fernhält. Am unteren Ende des Gegenhalters 31 ist ferner ein Auswerfer 33 in Form einer über die Zähne des Biegezahnrades 6 ansteigenden Rampe vorgesehen, durch den die Bauelemente 2 nach der Bearbeitung ausgeworfen werden. Der Gegenhalter 31 weist an seinem rückwärtigen Ende eine Kröpfung 34 auf, die von unten her eine zur Hauptwelle 7 parallele Hilfswelle umfasst. Eine U-förmige Feder 36 drückt den Gegenhalter 31 nach vorn, so dass die Zugentlastungsnase 32 in Wechselwirkung mit dem Biegefinger 18 tritt, und weist zugleich einen Vorsprung 37 auf, durch den die Kröpfung 34 auf der Hilfswelle 35 festgehalten wird. Der Gegenhalter 31 lässt sich zum Wechsel der Zahnräder 4, 5, 6 in einfacher Weise dadurch abnehmen, dass zunächst die Kröpfung 34 von der Hilfswelle 35 abgenommen und danach der vordere Teil des Gegenhalters 31 vom Biegezahnrad 6 abgenommen wird.
Wie die Figur 2 weiter zeigt, ist Transport- und Sickenzahnrad 4, 5, die gegenüber den entsprechenden Zahnrädern des (nicht dargestellten) gegenüberliegenden Zahnradsatzes in Drehrichtung vorlaufend angeordnet sein mögen, ein Hilfsgegenhalter 38 zugeordnet, der mit entsprechend angepasster Kontur in eine Umfangsnut 39 der Distanzscheibe 27 eingreift und dadurch abgestützt ist. Dieser Hilfsgegenhalter, der im übrigen entsprechend dem Gegenhalter 31 an der Hilfswelle 35 gelagert ist, weist eine Sickenführung in Form einer in Drehrichtung radial auswärts ansteigenden Rampe 40 auf, die in Drehrichtung zwischen dem (dargestellten) höheren und dem (nicht dargestellten) niedereren Sickenwerkzeug angeordnet ist. Diese Rampe 40 dient dazu, die zuerst geformte Sicke vor der Ausbildung der zweiten Sicke in eine definierte Lage zu bringen, so dass im Ergebnis die Sicken anbeiden Anschlussdrähten 1 in genau definierter Lage zueinander orientiert sind. Zur Erläuterung sei erwähnt, dass ohnebesondere Massnahmen durch Reibungskräfte, elastische Rückstellung usw. die Orientierung der Sicken gewissen Schwankungen unterliegt. Durch entsprechende Ausbildung und Anordnung der Rampe 40 kann eine genau parallele Orientierung der Sicken erreicht werden. Insbesondere ist es aber auch möglich, die Sicken um genau gleiche Winkel in entgegengesetzten Richtungen aus der Längsmittelebene des Bauelementes 2 zu verdrehen, was dazu führt, dass die Anschlussdrähte 1 leicht gegeneinander verschränkt sind und infolgedessen fest und genau senkrecht in den Löchern einer Schaltplatine sitzen.
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1 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

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1. Vorrichtung zum Bearbeiten der Anschlussdrähte von elektrischen Bauelementen, mit die zu bearbeitenden Anschlussdrähte in Zahnlücken aufnehmenden Transportzahnrädern sowie Bearbeitungszahnrädern, die sämtlich koaxial angeordnet, von einer gemeinsamen, in einem Gehäuse gelagerten Hauptwelle drehantreibbar und in Achsrichtung der Hauptwelle verstellbar und klemmbar sind, sowie mit gehäusefest angeordneten Bearbeitungswerkzeugen, die in Richtung der Hauptwelle verstellbar und klemmbar sind und mit den Bearbeitungszahnrädern jeweils entsprechend zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptwelle (7) mit mindestens einem Abzugsende (20) aus der Lagerung lösbar ist, dass die Zahnräder (4, 5,6) bei gelöster Klemmung über das Abzugsende (20) von der Hauptwelle (7) abziehbar sind und dass die Bearbeitungswerkzeuge (8,9,10) unmittelbar am Gehäuse (14, 19,21) abgestützt und unabhängig von den Zahnrädern (4, 5,6) in Achsrichtung der Hauptwelle (7) verstellbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse der Hauptwelle (7) eine Gehäuseausnehmung (23) durchsetzt, dass das Abzugsende (7) in einem abnehmbaren Lagerschild (22) gelagert ist und dass die Zahnräder (4, 5, 6) durch die Gehäuseausnehmung (23) hindurch abziehbar sind.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerschild (22) in der Gehäuseausnehmung (23) zentriert ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Hülsen (25,26) die Hauptwelle (7) umgeben und die Zahnräder (4, 5, 6) an den Hülsen auf einem Stützdurchmesser abgestützt sind, der im wesentlichen dem Fusskreisdurchmesser der entsprechenden Verzahnung entspricht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge (8,9, 10) an einer zur Hauptwelle (7) parallelen Haupttraverse (14) verschiebbar geführt und klemmbar sind und dass die Haupttraverse (14) am Gehäuse (19,21) festklemmbar und bei gelöster Klemmung senkrecht zur Hauptwelle (7) gegen einstellbare Anschläge (30) verschiebbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Hilfstraverse (14), die um ca. 90° gegenüber der Haupttraverse (14) versetzt oberhalb der Hauptwelle (7) angeordnet und zur Halterung zusätzlicher Werkzeuge eingerichtet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 in der Ausführungsform mit mindestens einem den Zahnrädern (4, 5,6) zugeordneten Gegenhalter (31,38), der an einer zur Hauptwelle parallelen, gehäusefesten Hilfswelle (35) gelagert ist und unter gegen die Werkzeuge (8, 9, 10) gerichteter Federbeaufschlagung steht, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenhalter (31) an seinem der Hauptwelle (7) abgewandten Ende ein Kröpfung (34) aufweist und mit der Kröpfung (34) an der Hilfswelle (35) gelagert ist, und dass die den Gegenhalter (31) beaufschlagende Feder (36) einen die Kröpfung (34) elastisch verriegelnden Vorsprung (37) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Werkzeuge ein Sik-kenwerkzeug (9) ist, das in Drehrichtung vor einem anderen Sickenwerkzeug angeordnet ist, dass dem in Drehrichtung vorderen Sickenwerkzeug (9) ein Hilfsgegenhalter (38) zugeordnet ist und dass der Hilfsgegenhalter (38) eine Sickenfüh-rung aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfsgegenhalter (38) zwischen einem Transportzahnrad (4) und einem benachbarten Sickenzahnrad (5) angeordnet und in einer Umfangsnut (39) einer zwischen Transportzahnrad (4) und Sickenzahnrad (5) angeordneten Distanzscheibe (27) geführt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sickenführung aus einer in Drehrichtung zwischen den Sickenwerkzeugen (9) am Hilfsgegenhalter (38) angeformten, in Drehrichtung radial auswärts ansteigenden Rampe (40) besteht.
CH144079A 1978-04-01 1979-02-14 Vorrichtung zum bearbeiten der anschlussdraehte von elektrischen bauelementen. CH643096A5 (de)

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