DE2814100C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei den elektrischen Bauelementen, die mit Vorrichtungen der beschriebenen Gattung bearbeitet werden, handelt es sich üblicherweise um Widerstände, Kondensatoren, Dioden usw., also um Bauelemente, die in der Regel, wenn auch nicht notwendig, je zwei Anschlußdrähte aufweisen, die normalerweise miteinander und mit dem Bauelementkörper koaxial angeordnet sind. Diese Bauelemente können sowohl einzeln als auch zu einem Gurt aufgereiht bereitgestellt werden. Allgemein werden solche Bauelemente vom Hersteller in einer Form geliefert, in der sie vom Anwender nicht ohne weiteres in eine Schaltung eingebaut werden können. Die Anschlußdrähte sind mehr oder minder gerade und weisen in der Regel erhebliches Übermaß auf. Sie müssen daher auf das vorgesehene Maß abgelängt und gebogen werden. Außerdem ist es üblich, elek­ trische Bauelemente für die Montage in gedruckten Schaltungen oder dg. mit "Füßchen", die im Rahmen der Erfindung als Sicke bezeichnet werden, zu versehen, damit sie vor dem Löten hinreichend fest in eine Leiterplatte eingesteckt werden können. Für die Ausführung der Biegung der Anschlußdrähte und der Sicken bestehen verschiedene Möglich­ keiten, die nicht im einzelnen erläutert werden sollen.
Es ist bekannt (DE-OS 24 00 307), das Ablängen, Sicken und/oder Biegen der Anschlußdrähte mittels einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung gleichsam in einem einzigen Arbeitsgang vorzunehmen und dabei einen außer­ ordentlich hohen Durchsatz an Bauelementen zu erreichen. Die Bauelemente werden dabei - aufgenommen in den Zahnlücken der verschiedenen, koaxial angeordneten Zahnräder - an den im Gehäuse angeordneten Werkzeugen vorbeigeführt und dabei abgelängt, gesickt und gebogen. Üblicherweise ist dabei für jeden Anschlußdraht ein vollständiger Zahnradsatz mit Transport-, Sicken- und Biegezahnrad vorgesehen. Den Transportzahnrädern sind Schneidwerkzeuge, den Sickenzahn­ rädern Sickerwerkzeuge und den Biegezahnrädern Biegewerkzeuge mit sog. Biegefingern zugeordnet, die entsprechend ihrer Anordnung am Umfang der Zahnräder und deren Drehrichtung zu unterschiedlichen Zeitpunkten, jedoch kurz nacheinander in Eingriff kommen. Dabei sind häufig die Schneid- und Sickwerkzeuge miteinander verbunden und als profilierte Rollen ausgeführt, die eine den Transportzahnrädern zuge­ ordnete Schneidkante sowie ein oder mehrere den Sicken­ zahnrädern zugeordneten Schultern aufweisen.
Beim Übergang zur Bearbeitung anderer oder für einen anderen Schaltungseinsatz vorgesehenen Bauelementen ist es regelmäßig notwendig, sowohl die Zahnräder als auch die Werkzeuge entsprechend den vorgesehenen Längenverhältnissen in Achsrichtung der Hauptwelle zu verschieben und ent­ sprechend festzuklemmen. Außerdem ist es häufig notwendig, Zahnräder und/oder Werkzeuge auszuwechseln - beispielsweise wenn andere Biegungen oder anders geformte Sicken verlangt werden.
Bei einer (aus der Praxis) bekannten, konkreten Ausführungsform einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung sind die Transportzahnräder mittels umfangsseitig übergreifender Zahnradführungsrollen mit besonderen, auf der Hauptwelle gleichfalls axial ver­ schiebbaren Führungsteilen drehbar verbunden. Die Sick- und Schneidwerkzeuge sind an diesen Führungsteilen ange­ ordnet und können folglich in einem Arbeitsgang gemeinsam mit den Transportzahnrädern sowie den mit diesen verbundenen Sickenzahnrädern einjustiert werden. Damit gestaltet sich zwar die axiale Einrichtung dieser Zahnräder mit den zugeordneten Werkzeugen verhältnismäßig einfach, umso schwieriger ist es jedoch, eines der Zahnräder auszuwechseln, weil dazu die gesamte Hauptwelle und die Führungs­ teile mit den Werkzeugen demontiert werden müssen. Es kommt hinzu, daß diese bekannten Maßnahmen die Stabilität der Vorrichtung beeinträchtigen, so daß bei der Bearbeitung von Bauelementen mit sehr starken Anschlußdrähten, bei­ spielsweise von Leistungsdioden, Schwierigkeiten auftreten können. Einerseits ist die Zuordnung zwischen Trans­ port- und Sickenzahnrädern und Schneid- und Sickwerkzeugen über die Führungsteile nicht hinreichend starr. Anderer­ seits hat die Verbindung zwischen Führungsteilen und Transportzahnrädern zur Folge, daß diese auf einem ver­ hältnismäßig großen Teil ihres Durchmessers nicht abge­ stützt sind, so daß sich bei hohen Bearbeitungskräften Probleme ergeben können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung zu schaffen, die sich in einfacher Weise, insbesondere mit geringem Zeit­ aufwand umrüsten läßt und sich durch einen robusten Auf­ bau auszeichnet, der auch die Bearbeitung der stärksten in der Praxis vorkommenden Anschlußdrähte ohne weiteres zuläßt. In diesem Zusammenhang ist besonders auf die Bedeu­ tung einer einfachen Umrüstmöglichkeit hinzuweisen, denn die außerordentlich hohe Kapazität der bekannten gattungs­ gemäßen Vorrichtung läßt sich optimal nur dann nutzen, wenn auch die Umrüstung zwischen verschiedenen Bearbeitungs­ losen entsprechend schnell erfolgen kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Vorrichtung der gattungsgemäßen Art mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ist es möglich, ohne voll­ ständige Demontage der Hauptwelle die Zahnräder zum Umrüsten dadurch von der Hauptwelle abzunehmen, daß diese an einem, im Rahmen der Erfindung als Abzugsende bezeichneten Ende aus ihrer Lagerung lösbar ist. Zu diesem Zweck sitzt das Abzugsende in einem Lagerschild, das einerseits abnehmbar im Gehäuse sitzt, so daß nach Abnehmen des Lagerschildes des Abzugsendes freikommt und die Zahnräder von der Hauptwelle durch die Gehäuseausnehmung hindurch abgezogen werden können. Das Umrüsten ist also mit wenigen Handgriffen in kurzer Zeit möglich.
Das Lagerschild kann mittels radialer, in eine Umfangsnut eingreifender Halteschrauben oder auch mit einem auf die Gehäuseaußenwandung aufgesetzten Flansch gehalten werden und ist in jedem Fall vorzugsweise mit einem entsprechenden Bund in der Gehäuseausnehmung zentriert.
Die Transport- und Sickenzahnräder, die üblicherweise mit­ einander verbunden sind und gemeinsam verstellt werden, können mit einer zwischengelegten Distanzscheibe auf eine gemeinsame Außenhülse aufgespannt werden. Diese Außenhülse läßt sich drehfest sowie axial verschiebbar und klemmbar auf einer Innenhülse anordnen, die ihrerseits verstellbar ist und das entsprechende Biegezahnrad trägt. Die Zahn­ räder werden stirnseitig auf Planflächen dieser Hülse bzw. daran angeschlossener Bünde aufgespannt. Dabei empfiehlt es sich, daß die Zahnräder auf einem Stützdurchmesser abge­ stützt sind, der im wesentlichen dem Fußkreisdurchmesser der entsprechenden Verzahnung entspricht. Dies gilt ins­ besondere für die Transportzahnräder, die beim Schneiden der Anschlußdrähte verhältnismäßig hohe Beanspruchungen aufzu­ nehmen haben, und bei denen lediglich darauf zu achten ist, daß zwischen Hülsenumfang und Zahngrund ggf. hinreichend Platz für Gurtstreifen vorhanden ist, mit denen die Bauele­ mente aufgereiht sein können. Diese großflächige Abstützung führt zu einer wesentlich ver­ besserten Belastbarkeit der Zahnräder.
Die verschiedenen, den Zahnrädern zugeordneten Werkzeuge sind vorzugsweise an einer zur Hauptwelle parallelen Haupt­ traverse verschiebbar geführt und klemmbar, wobei diese Haupttraverse am Gehäuse festklemmbar und bei gelöster Klemmung senkrecht zur Hauptwelle gegen einstellbare Anschläge verschiebbar ist. Die an den Werkzeugen auftretenden Bearbeitungskräfte werden über diese geklemmte Haupt­ traverse in das Gehäuse der Vorrichtung eingeleitet. Bei gelöster Klemmung kann die Haupttraverse zusammen mit den Werkzeugen zurückgeschoben werden, so daß die Zahnräder von den Werkzeugen freikommen und in der erläuterten Weise gewechselt werden können. Anschließend wird die Haupttraverse in Richtung zur Hauptwelle gegen die ent­ sprechend justierten Anschläge zurückgeschoben, womit die Werkzeuge sich wieder in Arbeitsstellung befinden. Die Werk­ zeuge selbst sind dabei in jedem Fall unabhängig von den Zahnrädern an der Traverse abgestützt, geführt und im übrigen jeweils einzeln in zur Hauptwelle paralleler und senkrechter Richtung justierbar. Die Haupttraverse ist im Querschnitt vorzugsweise L-förmig mit einem horizontalen und einem vertikalen Schenkel ausgebildet, wobei in besonders vorteilhafter Weise die Schneid- und Sickwerkzeuge am vertikalen Schenkel gelagert und mit einer Schraubspindel radial zustellbar sind, während die Biegewerkzeuge mittels einer vertikalen Schwalbenschwanzführung am horizontalen Schenkel montiert sind.
Die vorgenannte Anordnung sichert eine weitestgehende Zugänglichkeit der Hauptwelle. Damit besteht die vorteilhafte Möglichkeit, zusätzlich eine Hilfstraverse vorzusehen, die um ca. 90° gegenüber der Haupttraverse versetzt oberhalb der Hauptwelle angeordnet und zur Halterung zusätzlicher Werkzeuge eingerichtet ist. Bei diesen zusätzlichen Werk­ zeugen kann es sich zunächst um weitere Biege- und/oder Sickwerkzeuge handeln, es besteht aber sogar die Möglichkeit, unter Ausnutzung der Stabilität der Anordnung ein Schlag- bzw. Drückwerkzeug vorzusehen, um ggf. die Anschlußdrähte mit Abflachungen zu versehen. Im übrigen empfiehlt es sich, auch die Hilfstraverse ähnlich der Haupttraverse festklemmbar und bei gelöster Klemmung aus­ rückbar anzuordnen.
Es ist bekannt, bei gattungsgemäßen Vorrichtungen Gegen­ halter vorzusehen, die an einer zur Hauptwelle parallelen, gehäusefesten Hilfswelle gelagert sind, unter gegen die Werkzeuge gerichteter Federbeaufschlagung stehen und mit einer Zugentlastungsnase und/oder einem Auswerfer versehen sind. Diese Gegenhalter dienen einerseits dazu, unzulässige Beanspruchungen bei der Bearbeitung der Anschlußdrähte vom Bauelementkörper fernzuhalten, und andererseits dazu, die Bauelemente nach der Bearbeitung zuverlässig auszuwerfen. Üblicherweise sind zwei, nämlich für jeden Werkzeugsatz ein Gegenhalter vorgesehen, die mit entsprechend angepaßter Kontur in eine an den Biegerädern vorgesehene Umfangsnut eingreifen und dadurch geführt sind. Bei der bekannten Aus­ führungsform sind die Gegenhalter mit je einer nach hinten offenen Gabel an der Hilfswelle abgestützt. Diese bekannte Anordnung erweist sich aber beim Wechsel der Zahnräder als sehr hinderlich, weil die Gegenhalter sich nur umständlich demontieren lassen. In dieser Hinsicht ist gemäß einem Ausführungsbeispiel weiterhin vorgesehen, daß jeder Gegenhalter an seinem der Hauptwelle abgewandten Ende eine Kröpfung aufweist und mit der Kröpfung an der Hilfswelle gelagert ist, und daß die den Gegenhalter beaufschlagende Feder einen die Kröpfung elastisch ver­ riegelnden Vorsprung aufweist. Die Kröpfung ist vorzugs­ weise nach oben geöffnet, wird also von unten her über die Hilfswelle geschoben und anschließend durch den Vorsprung der Feder auf der Hilfswelle festgehalten. Zugleich wird der Gegenhalter durch diese Feder bis zum Anschlag der hinteren Begrenzung der Kröpfung an der Hilfswelle nach vorn geschoben, so daß er beim Auftreten entsprechender Bearbeitungskräfte entgegen der Federkraft elastisch zurückgeschoben wird.
Die unabhängige Führung und Zustellung der Werkzeuge bietet die weitere vorteilhafte Möglichkeit, eines der Sickenwerkzeuge in Drehrichtung - um in der Regel 2 bis 5 mm - vor dem anderen Sickenwerkzeug anzuordnen und dem in Drehrichtung vorderen Sickenwerkzeug einen Hilfsgegenhalter zuzuordnen, der eine Sickenführung aufweist. Sickenführung meint dabei eine Ausbildung des Hilfegegenhalters derart, daß die durch das entsprechende Sickenwerkzeug gerade geformte Sicke in eine definierte Lage geführt wird. Eine besonders einfache und wirkungsvolle Ausführungsform einer Sickenführung besteht aus einer in Drehrichtung zwischen den Sickenwerkzeugen am Hilfsgegen­ halter angeformten, in Drehrichtung radial auswärts anstei­ genden Rampe. Der Hilfsgegenhalter ist vorzugsweise zwischen Transportzahnrad und Sickenzahnrad angeordnet und in einer Ringnut eines zwischen Transport- und Sickenzahn­ rad angeordneten Zwischenrings geführt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Ablängen, Sicken und Biegen der Anschlußdrähte von elektrischen Bauelementen in Aufsicht,
Fig. 2 eine perspektivische Explossionsansicht eines Teils der Vorrichtung gemäß Fig. 1
Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zum Ablängen, Sicken und Biegen der Anschlußdrähte 1 von elektrischen Bauelementen, im Ausführungsbeispiel Wiederstände 2, die mittels Klebebänder 3 zu einem Gurt aufgereiht zuge­ führt werden.
Zur Bearbeitung jedes Anschlußdrahtes 1 ist ein Zahnradsatz aus Transportzahnrad 4, Sickenzahnrad 5 und Biegezahnrad 6 vorgesehen. Sämtliche Zahnräder 4, 5, 6 sind zueinander koaxial angeordnet und von einer gemeinsamen Hauptwelle 7 drehantreibbar. Den Zahnrädern 4, 5, 6 sind im Gehäuse angeordnete Werkzeuge zugeordnet, nämlich den Transport­ zahnrädern 4, Schneidwerkzeuge 8, den Sickenzahnrädern Sickenwerkzeuge 9 und den Biegezahnrädern Biegewerkzeuge 10. Die Schneid- und Sickenwerkzeuge 8, 9 sind zu einem kombi­ nierten Schneid-/Sickenwerkzeug zusammengefaßt, das rotationssymmetrisch ausgebildet ist und aus einem Kegel­ stumpf mit einer mit dem Transportzahnrad 4 zusammen­ wirkenden Schneidkante 11 und dem eigentlichen, damit ein­ stückig verbundenen Sickenwerkzeug 9 besteht. Die Schneid-/ Sickenwerkzeuge 8, 9 sind frei drehbar in je einer Halterung 12 gelagert, die am vertikalen Schenkel 13 einer im Quer­ schnitt L-förmigen Traverse 14 angeordnet, in Achsrichtung der Hauptwelle 7 verstellbar und außerdem mittels je einer Stellschraube 15 bezüglich der Hauptwelle 7 radial ver­ stellbar ist. Die Biegewerkzeuge 10 bestehen jeweils aus einem Schaft 16 (Fig. 2), der mittels einer (nicht dargestellten) Schwalbenschwanzführung am horizontalen Schenkel 17 der Traverse 14 befestigt und gleichfalls radial und axial ver­ stellbar ist, sowie einem an der Vorderseite des Schaftes 16 angeformten Biegefinger 18 (Fig. 2), der mit dem jeweiligen Biegezahnrad 6 zusammenwirkt. Damit sind sämtliche Werk­ zeuge 8, 9, 10 unabhängig von Hauptwelle 7 und den Zahn­ rädern 4, 5, 6 unmittelbar am Gehäuse abgestützt und unabhängig von den Zahnrädern 4, 5, 6 in Achsrichtung der Hauptwelle 7 - und im übrigen auch radial dazu - verstell­ bar.
Die dargestellte Vorrichtung arbeitet grundsätzlich in der Weise, daß die Bauelemente 2 mit den Anschlußdrähten 1 in die Zahnlücken der Zahnräder 4, 5, 6 abgelegt und von diesen an den Werkzeugen 8, 9, 10 vorbeigeführt werden, wobei die Bearbeitung durch das Zusammenwirken der Zahnräder mit den jeweiligen Werkzeugen erfolgt. Durch geeignete Anordnung der Werkzeuge 8, 9, 10 erfolgt eine zeitliche Staffelung der Bearbeitungsvorgänge und zwar üblicherweise so, daß die Anschlußdrähte 1 zunächst durch Transportzahn­ rad 4 und Schneidwerkzeug 8 abgelängt und dabei zugleich von den Klebebändern 3 des Gurtes getrennt werden, an­ schließend zwischen Sickenzahnrad 5 und Sickenwerkzeug 9 zur Sicke geformt und schließlich vom Biegezahnrad 6 über den Biegefinger 18 gebogen werden. Bei weiterer Drehung der Zahnräder werden die bearbeiteten Bauelemente 2 frei­ gegeben und ausgeworfen. Die Anspassung an unterschiedliche Bauelementabmessungen und Bearbeitungsaufgaben erfolgt dadurch, daß - wie bereits erläutert - die Werkzeuge 8, 9, 10 radial und axial verstellt werden können, und daß außer­ dem die Zahnräder 4, 5, 6 in Achsrichtung der Hauptwelle 7 verstellbar und klemmbar sowie auswechselbar sind.
Die Hauptwelle 7 ist auf einer Seite in üblicher Weise in einer Gehäusewandung 19 gelagert und von einem (nicht dar­ gestellten) Antriebsmotor antreibbar. Das andere, hier als Abzugsende 20 bezeichnete Ende der Hauptwelle 7 ist nicht unmittelbar in der entsprechenden Gehäusewandung 21 sondern in einem Lagerschild 22 gelagert, der seinerseits in einer Gehäuseausnehmung 23 der Gehäusewandung 21 zentriert und mittels einer in eine Umfangsnut 24 radial eingreifenden (nicht dargestellten) Schraube fixiert ist. Durch Ent­ fernung des Lagerschildes 22 aus der Ausnehmung 23 ist das Abzugsende 20 der Hauptwelle 7 aus der Lagerung lösbar, und da der lichte Durchmesser der Gehäuseausnehmung 23 ent­ sprechend bemessen ist, lassen sich die Zahnräder 4, 5, 6 über das Abzugsende 20 und durch die Gehäuseausnehmung 23 hin­ durch zum Austausch abziehen.
Die Zahnräder 4, 5, 6 sind dazu stirnseitig auf die Plan­ flächen von Hülsen 25, 26 aufgespannt, die ihrerseits auf der Hauptwelle 7 verschiebbar und drehfest klemmbar sind.
Die Biegezahnräder 6 sind jeweils auf eine eigene Innen­ hülse 25 aufgespannt. Die Transport- und Sickenzahnräder 4, 5 sind mit einer zwischengeschalteten Distanzscheibe 27 jeweils gemeinsam auf eine die Innenhülse 25 umgebende Außenhülse 26 aufgespannt und folglich gemeinsam verstell­ bar, wobei selbstverständlich die zu verschiedenen Anschlußdrähten 1 gehörigen Zahnräder 4, 5, 6 unabhängig verstellbar sind. Die Hülsen 25, 26 sind jeweils mit einem Bund 28 versehen, der einen Stützdurchmesser aufweist, der annähernd dem Fußkreisdurchmesser der entsprechenden Ver­ zahnung entspricht, so daß die Abstützung der Zahnräder 4, 5, 6 annähernd bis zum Zahngrund reicht.
Zum Wechsel der Zahnräder 4, 5, 6 wird der Lagerschild 22 abgenommen, wird die Klemmung der Hülsen 25, 26 gelöst und werden darauf diese zusammen mit den Zahnrädern 4, 5, 6 durch die Gehäuseausnehmung 23 abgezogen. Um dabei eine Kollision mit den Werkzeugen 8, 9, 10 zu vermeiden, kann die Traverse nach Lösen der Klemmschrauben 29 zurückgezogen werden. Nach dem Aufsetzen neuer Zahnräder 4, 5, 6 und ggf. entsprechender Einstellung der Werkzeuge 8, 9, 10 wird die Traverse 14 gegen einstellbare Anschlagschrauben 30 wieder in ihre vorgesehene Position geschoben und mittels der Klemmschrauben festgelegt. In den Figuren ist nicht dargestellt, daß außerdem auch oberhalb der Haupt­ welle 7, beispielsweise um ca. 90° gegenüber der vorstehend erläuterten Haupttraverse 14 versetzt eine weitere, zusätzliche Hilfstraverse zur Aufnahme weiterer Werkzeuge angeordnet werden kann.
Um Zugbeanspruchungen am Bauelementkörper zu vermeiden und ein zuverlässiges Auswerfen nach der Bearbeitung zu gewähr­ leisten, sind Gegenhalter 31 vorgesehen, die anhand der Fig. 2 erläutert werden sollen, in der ein Zahnrad- und Werkzeugsatz in Explossionsansicht dargestellt ist.
Der Gegenhalter 31 stellt im wesentlichen einen flachen Streifen dar, der mit entsprechend angepaßter Kontur eine (nicht erkennbare) Umfangsnut umgreift. Der Gegenhalter 31 weist zunächst eine Zugentlastungsnase 32 auf, die mit dem Biegefinger 18 zusammenwirkt und Zugspannungen vom Körper des Bauelements 2 fernhält. Am unteren Ende des Gegen­ halters 31 ist ferner ein Auswerfer 33 in Form einer über die Zähne des Biegezahnrades 6 ansteigenden Rampe vorgesehen, durch den die Bauelemente 2 nach der Bearbeitung ausgeworfen werden. Der Gegenhalter 31 weist an seinem rückwärtigen Ende eine Kröpfung 34 auf, die von unten her eine zur Hauptwelle 7 parallele Hilfswelle umfaßt. Eine U-förmige Feder 36 drückt den Gegenhalter 31 nach vorn, so daß die Zugentlastungsnase 32 in Wechselwirkung mit dem Biegefinger 18 tritt, und weist zugleich einen Vorsprung 37 auf, durch den die Kröpfung 34 auf der Hilfswelle 35 festgehalten wird. Der Gegenhalter 31 läßt sich zum Wechsel der Zahnräder 4, 5, 6 in einfacher Weise dadurch abnehmen, daß zunächst die Kröpfung 34 von der Hilfswelle 35 abgenommen und danach der vordere Teil des Gegenhalters 31 vom Biege­ zahnrad 6 abgenommen wird.
Wie die Fig. 2 weiter zeigt, ist Transport- und Sicken­ zahnrad 4, 5, die gegenüber den entsprechenden Zahnrädern des (nicht dargestellten) gegenüberliegenden Zahnradsatzes in Drehrichtung vorlaufend angeordnet sein mögen, ein Hilfs­ gegenhalter 38 zugeordnet, der mit entsprechend angepaßter Kontur in eine Umfangsnut 39 der Distanzscheibe 27 eingreift und dadurch abgestützt ist. Dieser Hilfsgegenhalter, der im übrigen entsprechend dem Gegenhalter 31 an der Hilfswelle 35 gelagert ist, weist eine Sickenführung in Form einer in Drehrichtung radial auswärts ansteigenden Rampe 40 auf, die in Drehrichtung zwischen dem (dargestellten) höheren und dem (nicht dargestellten) niederen Sickenwerkzeug angeordnet ist. Diese Rampe 40 dient dazu, die zuerst geformte Sicke vor der Ausbildung der zweiten Sicke in eine definierte Lage zu bringen, so daß im Ergebnis die Sicken an beiden Anschlußdrähten 1 in genau definierter Lage zueinander orientiert sind. Zur Erläuterung sei erwähnt, daß ohne besondere Maßnahmen durch Reibungskräfte, elastische Rückstellung usw. die Orientierung der Sicken gewissen Schwankungen unterliegt. Durch entsprechende Aus­ bildung und Anordnung der Rampe 40 kann eine genau parallele Orientierung der Sicken erreicht werden. Insbesondere ist es aber auch möglich, die Sicken um genau gleiche Winkel in entgegengesetzten Richtungen aus der Längsmittelebene des Bauelementes 2 zu verdrehen, was dazu führt, daß die Anschlußdrähte 1 leicht gegeneinander verschränkt sind und infolgedessen fest und genau senkrecht in den Löchern einer Schaltplatine sitzen.

Claims (9)

1. Vorrichtung zum Bearbeiten der Anschlußdrähte von elektrischen Bauelementen, mit die zu bearbeitenden Anschlußdrähte in Zahnlücken aufnehmenden Transport­ zahnrädern und/oder mit Biegezahnrädern und/oder Sickenzahnrädern, die sämtliche koaxial angeordnet, von einer gemeinsamen, in einem Gehäuse gelagerten Hauptwelle antreibbar und in Achsrichtung der Hauptwelle verstellbar und klemmbar sind, sowie mit im Gehäuse angeordneten Schneid-, Sick- und/oder Biegewerkzeugen, die in Richtung der Hauptwelle ver­ stellbar und klemmbar und senkrecht zu dieser fortbewegbar sind und die mit den Transport-, Sicken- bzw. Biegezahnrädern jeweils entsprechend zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnräder (4, 5, 6) bei gelöster Klemmung über ein Abzugsende (20) von der Hauptwelle (7) abziehbar sind, daß die Achse der Hauptwelle (7) eine Gehäuseausnehmung (23) durchsetzt, daß das die Gehäuseausnehmung (23) durchsetzende Abzugsende (20) der Hauptwelle (7) in einem am Gehäuse (14, 19, 21) ange­ brachten, abnehmbaren Lagerschild (22) gelagert ist und daß die Zahnräder (4, 5, 6) durch die Gehäuseaus­ nehmung (23) hindurch abziehbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lagerschild (22) in der Gehäuseausnehmung (23) zentriert ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnräder (4, 5, 6) an die Hauptwelle (7) umgebenden Hülsen (25, 26) auf einem Stützdurchmesser abgestützt sind, der im wesentlichen dem Fußkreisdurchmesser der entsprechenden Verzahnung entspricht.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge (8, 9, 10) an einer zur Hauptwelle (7) parallelen Haupttraverse (14) ver­ schiebbar geführt und klemmbar sind und daß die Haupt­ traverse (14) am Gehäuse (19, 21) festklemmbar und bei gelöster Klemmung senkrecht zur Hauptwelle (7) gegen einstellbare Anschläge (30) verschiebbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekenn­ zeichnet durch eine Hilfstraverse, die um ca. 90° gegenüber der Haupttraverse (14) versetzt oberhalb der Hauptwelle (7) angeordnet und zur Halterung zusätzlicher Werkzeuge eingerichtet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 in der Ausführungsform mit mindestens einem den Zahnrädern zugeordneten Gegenhalter, der an einer zur Hauptwelle parallelen, gehäusefesten Hilfswelle gelagert ist, unter gegen die Werkzeuge gerichteter Federbeaufschlagung steht und mit einer Zugentlastungsnase und/oder einem Auswerfer versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenhalter (31) an seinem der Hauptwelle (7) abgewandten Ende eine Kröpfung (34) aufweist und mit der Kröpfung (34) an der Hilfswelle (35) gelagert ist, und daß die den Gegenhalter (31) beaufschlagende Feder (36) einen die Kröpfung (34) elastisch verriegelnden Vorsprung (37) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Sickenwerkzeuge (9) in Drehrichtung vor dem anderen Sickenwerkzeug angeordnet ist, daß dem in Drehrichtung vorderen Sickenwerkzeug (9) ein Hilfsgegenhalter (38) zugeordnet ist und daß der Hilfsgegenhalter (38) eine Sickenführung aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsgegenhalter (38) zwischen Transportzahn­ rad (4) und Sickenzahnrad (5) angeordnet und in einer Umfangsnut (39) einer zwischen Transportzahnrad (4) und Sickenzahnrad (5) angeordneten Distanzscheibe (27) geführt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Sickenführung aus einer in Drehrichtung zwischen den Sickenwerkzeugen (9) am Hilfsgegenhalter (38) angeformten, in Drehrichtung radial auswärts ansteigenden Rampe (40) besteht.
DE19782814100 1978-04-01 1978-04-01 Vorrichtung zum ablaengen, sicken und/oder biegen der anschlussdraehte von elektrischen bauelementen Granted DE2814100A1 (de)

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