CH643204A5 - Sammelpackung, verfahren zur herstellung derselben und verwendung. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine eine Anzahl wenigstens angenähert quaderförmige Einzelpackungen umfassende Sammelpackung gemäss dem Gattungsbegriff des unabhängigen Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung der Sammelpackung gemäss dem Gattungsbegriff des unabhängigen Patentanspruchs 7 und eine Verwendung der Sammelpackung gemäss dem Gattungsbegriff des unabhängigen Patentanspruchs 10.
Zur Frischhaltung wird der geröstete Bohnenkaffee in gesiegeltem Einfachbeutel verpackt. Durch die natürliche
Gasabgabe der frisch gerösteten Bohnen blähen sich die Packungen auf und erscheinen dann dem Käufer als schwach gefüllte Packungen. Wenn die Beutel nicht gasdicht versiegelt werden, damit das Gas, insbesondere Kohlendioxid, entweichen kann, entweichen aber auch Aromastoffe und es kann ein Gasaustausch erfolgen, wodurch Sauerstoff in die Packung hinein gelangen kann, was bekanntlich zu beschleunigtem Abbau von gewissen Aromastoffen führt. Die Packungen müssen deshalb in einer Zeitspanne zum Verkauf gelangen, in der noch keine oder höchstens eine schwache Blähung des Beutels feststellbar ist oder bevor das abgegebene Gas in spürbarem Umfang Aromastoffe mitführt.
Zur Verpackung von Nahrungsmitteln in vakuumdichten Folienbeuteln ist es gemäss der US-A Nr. 2 638 263 bekannt geworden, in die Folie ein Einwegventil einzubauen, um durch dieses Ventil Luft aus dem Beutel abzusaugen, aber einen späteren Luftzutritt von der Umwelt in den Beutel zu verhindern.
Aus der CH-PS 561 132 ist auch bekannt geworden, Gegenstände laufend in gasdichte Schrumpffolien zu verpacken und diese vor der gasdichten Verschliessung zu evakuieren.
Die Verwendung der obigen zwei beispelsweise herangezogenen Möglichkeiten für gasdichte Verpackungen für den eingangs genannten Röstkaffee zeigt einige Nachteile. Wenn bei jedem Einzelbeutel ein Überdruckventil vorhanden sein sollte, verteuert sich die Verpackung wesentlich. Zudem würde dies neue Verpackungsmaschinen bedingen, die bei hoher Leistung noch eine Ventilzuführung und Ver-schweissung derselben beherrschen müssen.
Eine Schrumpffolie kann nur bei Nahrungsmitteln Verwendung finden, die keine Gase absondern, weil sonst diese Verpackungen aufgebläht werden.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine Verpackung, insbesondere für Röstkaffee, zu schaffen, durch die die Lagerzeit von bisher einigen Tagen auf über zwei Monate verlängert werden kann und bei der die bisherigen Abfüll- und Verpackungsmaschinen ohne Änderung weiterhin verwendet werden können.
Erfindungsgemäss wird dies durch ein Sammelpackung mit den Merkmalen im unabhängigen Patentanspruch 1 erreicht. Das Verfahren zur Herstellung der erfindungsge-mässen Sammelpackung ist durch die Merkmale im unabhängigen Patentanspruch 7 gekennzeichnet und die Verwendung ergibt sich aus dem unabhängigen Patentanspruch 10.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Querschnittansicht durch eine bekannte Ausführungsform eines Überdruck-Einwegventils,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht von aufgereihten Einzelpackungen auf einer Unterlage,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der Einzelpackungen gemäss Fig. 1 auf einem Einschlagmaterial-Zuschnitt,
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Einzelverpackungen gemäss Fig. 1 nach einem ersten Verpackungsschritt, Fig. 5 eine perspektivische Ansicht der teilversiegelten Sammelpackung für das Evakuieren und/oder Begasen,
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäs-sen Sammelpackung, die zum Transport und zur Lagerhaltung bereit ist.
Das Überdruckventil 3 nach Fig. 1 umfasst ein zylindrisches Gehäuse 4 mit einem inneren Hohlraum 5, einem nach aussen ragenden Flansch 6 und einen nach innen vorstehenden Kragen 6a. Im Boden 7 des Gehäuses 4 sind rund um das Zentrum Bohrungen 8 angeordnet. Im Hohlraum 5 befindet sich ein Ventilkörper 9. Der Ventilkörper
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trägt an der oberen Partie mehrere Arme 10, die durch Durchbrüche 10a in einer sonst kreisrunden Scheibe gebildet sind. Die Arme 10 untergreifen den Kragen 6a. Die untere Partie des Ventilkörpers 9 trägt einen zylindrischen Zapfen 11, der auf der Bodenfläche 7a abgestützt ist. Der Ventilkörper 9 ist durch die Arme 10 zwischen der Bodenfläche 7a und dem Kragen 6a festgeklemmt und zentriert. Der Ventilkörper 9 trägt am ganzen Umfang eine elastische Dichtlippe 12. Links in Fig. 1 ist strichliert die entspannte Lage und mit stark ausgezogener Linie die Ruhelage der Dichtlippe dargestellt.
Rechts in Fig. 2 ist strichliert die Lage der Dichtlippe 12 bei einem Überdruck dargestellt. Die Verbindung zwischen den Bohrungen 8 und dem Ventilvorraum 5a erfolgt mittels einer zentral angeordneten Ausnehmung 13 und radialen Verbindungshohlräumen 14. Das Einschlagmaterial 1 weist einen halbkreisförmigen Schlitz 15 auf. Das Ventil 3 ist am Randflansch 6 mit dem Einschlagmaterial 1 dichtend verbunden.
Wenn nun ventilseitig des Einschlagmaterials 1 ein Überdruck entsteht, gelangt das Gas durch die Bohrungen 8 in die Ausnehmung 13 und über die Verbindungshohlräume 14 in den Ventilraum 5a. Hier bewirkt der Überdruck ein Anheben der Dichtlippe 12 gemäss der rechten Seite der Fig. 1, und über die Durchbrüche 10a und den Schlitz 15 gelangt das Gas nach aussen.
Es lässt sich leicht erkennen, dass ein solches Überdruckventil relativ billig herzustellen ist und dass seine Betriebssicherheit für die Verwendung in der Verpackungsindustrie für Nahrungsmittel genügt.
Bekanntlich gibt frisch gerösteter Kaffee noch während einiger Zeit Kohlendioxid ab. Wenn nun die Verpackung dicht ist, bläht sich der Beutel auf und erweckt den Anschein einer nicht vollständigen Füllung. Diesem Umstand könnte mit einem Überdruckventil der vorbeschriebenen Art in der Beutelwand abgeholfen werden. Eine Kostenbetrachtung zeigt jedoch rasch, dass auch ein solches billiges Ventil die Verpackung verteuern würde, weil in der Verpak-kungsmaschine eine Zuführvorrichtung für die Ventile und eine Siegelmechanik vorgesehen werden müsste, was bei den meisten heute gebräuchlichen Verpackungsmaschinen mit den üblichen hohen Arbeitstaktfrequenzen kaum realisierbar sein dürfte.
Als Lösung für diese Probleme wird erfindungsgemäss eine Sammelpackung vorgeschlagen, wobei die Beutel der Einzelpackungen in bisheriger Form mit einem Einroll-verschluss weiterverwendet werden können, weil eine Gasabgabe bei Überdruck erwünscht ist.
Fig. 2-6 zeigen fünf verschiedene Stadien der Herstellung einer Sammelpackung für beispielsweise 10 Einzelpackungen. Gemäss Fig. 2 werden die Einzelpackungen 20 auf einem flachen, hotmelt-verklebten Karton-Tray aufge643204
reiht. Selbstverständlich könnten mehr Einzelpackungen pro Reihe und/oder mehrere Reihen und/oder Lagen vorgesehen sein. Wie in Fig. 3 gezeigt, wird der Tray in den Ecken verklebt, um einen stabilen Boden 22 für die Einzelpackungen zu bilden.
Ab einer Rolle werden Einschlagmaterial-Zuschnitte 23 aus einer gasdichten Verbundfolie unter den Tray 22 geführt und es wird ein Überdruckventil 24 in den Zuschnitt eingesiegelt.
Gemäss Fig. 4 werden die aufgereihten Einzelpackungen 20 und der Tray 22 mit dem Zuschnitt 23 eingeschlagen und der Zuschnitt mit einer Finseal-Längsnaht 26 zu einem Rohr verbunden. Auf der Aussenseite des Zuschnitts 23 ist vom Überdruckventil 24 lediglich der Schlitz 25 ersichtlich. Nachdem die beiden Stirnseiten der Sammelpak-kung gefaltet und gespreizt sind, wird die hintere Stirnseite 27 mit einer Finseal-Naht verschlossen und die Sei-tenfaltzipfel werden eingeschlagen.
An der vorderen Stirnseite 28 wird vorerst die vordere Faltung mit mehreren Siegelpunkten zusammengeheftet, so das seine gasdurchlässige Siegelnaht 29 entsteht, um die Sammelpackung zu evakuieren und gegebenenfalls mit einem inerten Gas, wie beispielsweise C02, zu begasen.
Bei der Formung der Siegelnaht 29 wird noch eine Aufreisshilfe in Form eines Ausschnittes 30 ausgestanzt. Es könnte aber auch, wie bekannt, schon bei der Vorbereitung des Zuschnitts, z.B. beim Einsiegeln des Überdruckventils, ein Aufreissband auf die Verbundfolie 23 gesiegelt werden.
Nach erfolgter Evakuation und Begasung wird die Naht 29 noch gasdicht versiegelt, die Seitenzipfel 31 werden eingeschlagen und zur fertig verschlossenen Sammelpackung gemäss Fig. 6 verklebt.
Mit der vorgeschlagenen Sammelpackung kann eine längere Frischhaltezeit für die Vorratshaltung und Lagerung erreicht werden. Während gemäss der heutigen Verpackungsart zwischen dem Rösten des Kaffes und der Abgabe an die Verkaufsstellen höchstens eine Woche vergehen sollte, kann die Frischhaltezeit mit der Sammelpackung auf 2-3 Monate ausgedehnt werden. Dies erlaubt eine günstigere Ausnützung der Produktions- und Verpackungskapazität und für hohe Bedarfsspitzen stehen jederzeit genügend grosse Lager zur Verfügung.
Während der Lagerzeit kann Kohlendioxid aus dem frisch gerösteten Bohnenkaffee heraus diffundieren und durch den Einrollverschluss in die Sammelpackung und von da durch das einzige Überdruckventil ins Freie gelangen.
Zur Herstellung dieser Sammelpackung kann eine zusätzliche Arbeitsmaschine dienen, die neben den üblichen Verpackungsmaschinen Platz findet. Während vorgehend eine beispielsweise Herstellung der Sammelpackung durch Einschlagen der Einzelpackungen mit einem Zuschnitt beschrieben wurde, könnte ebensogut eine Verpackung mittels vorfabrizierter Säcke gewählt werden.
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2 Blätter Zeichnungen
Claims (10)
1. Eine Anzahl wenigstens angenähert quaderförmige Einzelpackungen umfassende Sammelpackung mit einer die Einzelpackungen (20) umschliessenden Aussenhülle (23), welche Einzelpackungen gasundicht sind und zur Aufnahme von gasabgebendem Gut vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelpackungen (20) auf einer Unterlage (21, 22) quaderartig in wenigstens einer Reihe und in wenigstens einer Lage angeordnet sind, und dass die Aussenhülle (23) aus einem gasdichten Einschlagmaterial besteht und mit einem Überdruckventil (24) zum Abblasen eines Überdrucks in der Sammelpackung versehen ist.
2. Sammelpackung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlage (22) in ebener, mit einem umlaufenden Rand versehener und in den vertikalen Kanten verklebter Tray ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Sammelpackung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlage (22) aus mit Heissleim verklebtem Karton besteht.
4. Sammelpackung nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenhülle (23) eine gasdichte Längsnaht (26) und zwei gasdichte Quernähte (29) aufweist.
5. Sammelpackung nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Überdruckventil (24) in einer Seitenfläche der quaderartig geformten Aussenhülle (23) angeordnet ist.
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6. Sammelpackung nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenhülle (23) eine Aufreisshilfe (30) aufweist.
7. Verfahren zur Herstellung der Sammelpackung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelpackungen (20) auf einer Unterlage (21) in quaderförmiger Anordnung zusammengestellt werden, dass dann eine Hülle (23) aus einem mit einem Überdruckventil (24) versehenen Einschlagmaterial um die Einzelpackungen und die Unterlage gefaltet und durch eine Längssiegelnaht (26) zu einem Rohr verschlossen wird, dass daraufhin die beidfen Stirnseiten eingefaltet und wenigstens die eine Stirnseite (29) nur teilweise dicht versiegelt wird, um bei dieser teilweise dicht versiegelten Stirnwand die eingeschlossene Gasatmosphäre abzusaugen und dann diese Stirnseite dicht zu versiegeln, und dass schliesslich die Faltzipfel (31) auf den Stirnseiten angeklebt werden.
8. Verfahren nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Absaugen der Gasatmosphäre die Sammelpackung mit einem inerten Gas begast wird.
9. Verfahren nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die dichte Versiegelung der vorerst nur teilweise dicht versiegelten Stirnwand (29) während des Absaugens dicht versiegelt wird.
10. Verwendung der Sammelpackung nach Patentanspruch 1 zum Verpacken und Lagern von geröstetem Bohnenkaffee.
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