CH643897A5 - Schloss an einer strickmaschine. - Google Patents

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CH643897A5
CH643897A5 CH1026279A CH1026279A CH643897A5 CH 643897 A5 CH643897 A5 CH 643897A5 CH 1026279 A CH1026279 A CH 1026279A CH 1026279 A CH1026279 A CH 1026279A CH 643897 A5 CH643897 A5 CH 643897A5
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CH
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knitting
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curve
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CH1026279A
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Bernhard Schuler
Adolf Seidel
Martin Elsaesser
Helmut Grimm
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Sulzer Morat Gmbh
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    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B15/00Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
    • D04B15/32Cam systems or assemblies for operating knitting instruments

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)
  • Knitting Of Fabric (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Schloss an einer Strickmaschine zur Steuerung von wenigstens je einen Fuss aufweisenden Strickwerkzeugen mit einer Vielzahl von auf die Füsse der Strickwerkzeuge einwirkenden, Abzugskurven mit negativer Steigung aufweisenden Abzugstellen.
Schlösser dieser Art weisen eine Vielzahl von Abzugsteilen mit Abzugskurven auf, die auf die Füsse von Stricknadeln, Platinen, Stössern oder deren Hilfsteilen einwirken und diese aus einer relativ hohen, mit Hilfe eines Austriebsteils erreichten Einschliess- oder Fangstellung in eine tiefere Stellung, z.B. die Durchlaufstellung oder die Abschlag- bzw. Kulierstellung, absenken. Dabei treffen die Füsse in Abhängigkeit von der Art der Steuerung in Höhe der Einschliess-, Fang- oder Durchlaufstellung auf die Abzugsteile auf. Diejenigen Abzugsteile, die unmittelbar auf Stricknadeln oder mit diesen fest gekoppelte Teile einwirken und diese in die Abschlag- bzw. Kulierstellung absenken, weisen in der Regel unmittelbar hinter dem tiefsten Punkt der Abzugskurve noch ein kurzes, ansteigendes Kurvenstück auf, das ein geringfügiges Anheben der Stricknadeln und damit eine Entspannung der in den Nadeln hängenden Maschen ermöglicht. Ausserdem sind den Abzugsteilen häufig Gegenführungsteile zugeordnet, die als Gegenführung für die Füsse während deren Bewegung in die tiefste Stellung dienen und unmittelbar hinter dem tiefsten Punkt der Abzugskurve angeordnete, kurze ansteigende Teile aufweisen, mittels derer die Nadeln zur Entspannung der Maschen geringfügig angehoben werden, wobei das entsprechende Kurvenstück des Abzugsteils als Gegenführung wirken kann. Manchmal fehlen diese Gegenführungsteile jedoch auch völlig, so dass die Füsse nach dem Abzug sofort wieder auf Austriebsteile aufprallen und von diesen in die Fang- oder Einschliessstel-lung angehoben werden. In Abhängigkeit davon, aus welcher
Stellung, unter welchen Winkeln und mit welcher Geschwindigkeit die Füsse der Strickwerkzeuge auf die Abzugskurve des Abzugsteils aufprallen, werden die Füsse von der Abzugskurve mehr oder weniger stark reflektiert und dann auf ihrem weiteren Weg mehr oder weniger abrupt von einem Gegenführungsteil oder einem Austriebsteil übernommen, wobei dieser Vorgang auch durch Gegenkräfte, z.B. durch Reibungskräfte oder durch die Haltekräfte der in den Nadelhaken befindlichen Maschen, beeinflusst wird. Es kann aus diesen Gründen im allgemeinen kein definierter Ort angegeben werden, an dem der Aufprall auf die Gegenführungsbahn stattfindet. Vielmehr ist es zweckmässig, von einer Auftreffzone zu sprechen, innerhalb von der der Aufprall unabhängig vom Einzelfall erfolgen wird.
Es wird seit langer Zeit vermutet, dass der Aufprall der Füsse auf die Abzugs- und/oder Gegenführungsteile irgendwie mit verschiedenen Verschleisserscheinungen an den Strickwerkzeugen, insbesondere mit Nadelkopf- oder Fussbrüchen zusammenhängt. In der Zeitschrift Deutsche Textiltechnik 22 (1972), Nr. 7 ist beispielsweise auf Seite 442 daraufhingewiesen, dass die im Kulierpunkt häufig auftretenden geraden Stösse Nadelkopfbrüche verursachen.
Zur Vermeidung derartiger Störungen, die eine weitere Vergrösserung der heute erzielbaren Strickgeschwindigkeiten unmöglich machen, ist es bekannt, Schlossbahnen für die Füsse der Strickwerkzeuge vorzusehen, die über ihre gesamte Länge im wesentlichen geschlossen sind, aufgrund ihrer Form ein «weiches» Auflaufen der Füsse auf die Abzugsund/oder Gegenführungsteile zulassen oder zusätzliche, die Bewegung der Füsse günstig beeinflussende Teile aufweisen (vgl. z.B. DE-AS 1 585 439 oder DE-OS'en 17 60 332, 23 57 053,26 06 585,26 36 020,26 43 185 und 27 33 012). All; bekannten Lösungsvorschläge lassen jedoch keine befriedigende Steigerung der Strickgeschwindigkeiten zu. Abgesehen davon sind einige bekannte Lösungsvorschläge mit einem unerwünscht hohen konstruktiven Aufwand verbunden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schloss zu schaffen, mit dem sich bei geringem konstruktiven Aufwand eine erhebliche Vergrösserung der Strickgeschwindigkeit erzielen lässt.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das eingangs bezeichnete Schloss erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass jedem Abzugsteil je ein Gegenführungsteil mit einer Auftreffzone für die vom Abzugsteil beeinflussten Füsse der Strickwerkzeuge zugeordnet ist und alle Auftreffzonen im Vergleich zu den Abzugskurven positive Steigungen haben.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass es zu Erzielung hoher Strickgeschwindigkeiten erforderlich ist, jedem Abzugsteil je ein Gegenführungsteil mit einer Auftreffzone mit positiver Steigung zuzuordnen. Dadurch wird eine Leistungssteigerung im Vergleich zu Schlössern üblicher Bauart um etwa 25% erzielt. Ausserdem wird durch die Erfindung ein weit verbreitetes Vorurteil beseitigt, das in der Annahme besteht, dass die Auftreffzone der Gegenführungsteile, sofern Gegenführungsteile im Zusammenhang mit der Vermeidung von Nadelbrüchen überhaupt für notwendig gehalten werden, entweder wie die Abzugsteile eine negative Steigung haben oder wenigstens horizontal verlaufen sollte. Dem gesamten Stand der Technik lässt sich kein Hinweis darauf entnehmen, dass die Fachwelt schon einmal die Zahl der auftretenden Nadelbrüche mit der Steigung der Gegenführungsteile in Beziehung gesetzt hat.
Erfindungsgemäss wird ausserdem stets allen an der Maschine vorhandenen Abzugsteilen je ein Gegenführungsteil zugeordnet, da andernfalls bevorzugt dort Nadelbrüche auftreten würden, wo kein erfindungsgemässes Gegenführungsteil vorgesehen ist.
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der Gegenführungsteile hat sich herausgestellt, dass Winkel zwischen 8° und 21°, insbesondere zwischen 10° und 25° am besten geeignet sind. Grössere Winkel haben zur Folge, dass die Füsse der Strick werkzeuge bei ihrem Aufprall auf das Gegenführungsteil eine zu abrupte Änderung ihrer Bewegungsrichtung erfahren und daher beispielsweise zu stark abgebremst werden, wie dies auch der Fall wäre, wenn das Gegenführungsteil fehlen würde und die Füsse stattdessen auf ein nachfolgendes Austriebsteil treffen würden, da die zum Austrieb in die Fang- oder Strickstellung verwendeten Austriebsteile normalerweise Steigungswinkel von weit mehr als 30° aufweisen. Kleinere Winkel als 8° haben dagegen zur Folge, dass die Füsse der Strickwerkzeuge ähnlich wie beim Aufprall auf ein gerades Gegenführungsteil von der Auftreffzone zurückprallen bzw. von dieser reflektiert werden, was ebenfalls unerwünscht ist.
Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 und 2 Schlösser mit Abzugsteilen herkömmlicher Bauart; und
Fig. 3 und 4 erfindungsgemässe Schlösser.
Fig. 1 zeigt ein Strickschloss bekannter Bauart mit einem Austriebsteil 1, dem ein Führungsteil 2 zugeordnet ist, und mit einem Abzugsteil 3, dem ein Gegenführungsteil 4 zugeordnet ist und das zum Abzug von Stricknadeln in eine Abschlag- bzw. Kulierstellung dient. Das Abzugsteil 3 weist eine im wesentlichen linear abfallende Abzugskurve 5, d.h. eine Abzugskurve 5 mit negativer Steigung auf, an die sich hinter dem tiefsten Punkt 6, dem Kulierpunkt, eine zunächst horizontal verlaufende, dann linear ansteigende und danach wieder horizontal verlaufende Kurve 7 anschliesst, die dazu dient, die am Kulierpunkt gebildete, im Haken der Nadel sitzende Masche zu entspannen. Entsprechend weist das Gegenführungsteil 4 eine der Abzugskurve 5 und der Kurve 7 zugeordnete Gegenführungsbahn 8 auf, die bis zu einer vor dem tiefsten Punkt 6 liegenden Stelle eine negative Steigung besitzt, dann in einen horizontalen Abschnitt 9 übergeht, der etwa an derselben Stelle wie der erste horizontale Abschnitt der Kurve 7 endet, und dann nach einem kurzen linear ansteigenden Abschnitt einen weiteren horizontalen Abschnitt aufweist. Der erste horizontale Abschnitt der Gegenführungskurve 8 kann als «Auftreffzone» für die schraffiert angedeuteten Füsse 10 der Strickwerkzeuge, z.B. Stricknadeln, bezeichnet werden, weil die Füsse 10 unabhängig davon, an welcher Stelle und mit welcher Geschwindigkeit sie auf die Abzugskurve 5 aufgelaufen sind, stets nur innerhalb des Abschnitts 9 auf die Gegenführungskurve 8 auftreffen können.
Während des Entlanggleitens der Füsse 10 an den Kurven 5 oder 8 bewegen sich entweder die zugehörigen Strickwerkzeuge zusammen mit ihrem Träger in Pfeilrichtung nach rechts oder die aus den Schlossteilen 1 bis 4 gebildeten Schlösser entgegen der Pfeilrichtung nach links. Dies hat zur Folge, dass die Strickwerkzeuge, die in gestrichelt angedeuteten Führungskanälen oder Schlitzen 11 ihres Trägers angeordnet sind, mit ihrer einen Breitseite zumindest so lange an der einen Seiten wand des zugehörigen Führungskanals 11, d.h. in Fig. 1 an dessen linker Seitenwand, anliegen, wie die zugehörigen Füsse an der Abzugskurve 5 entlanggleiten, und dann mit ihrer horizontal verlaufenden Unterkante auf den horizontalen Abschnitt 9 der Gegenführungsbahn 8 aufprallen, was als gerader Stoss bezeichnet wird und in Fig. 1 durch einen Pfeil 12 angedeutet ist. Beim Aufprall auf den Abschnitt 9 wird das Strick Werkzeug entweder völlig von der einen Seitenwand des zugehörigen Führungskanals 11 angehoben oder wenigstens leicht verkantet. Anschliessend läuft der Fuss 10 auf den leicht ansteigenden Teil der Gegenführungskurve 8 auf, bis an der mit einem Pfeil 13 bezeichneten Stelle wiederum ein gerader Stoss, diesmal beim Aufprall auf den zweiten horizontalen, als Gegenführung wirkenden Abschnitt der Kurve 7 erfolgt. Es wird angenommen, dass die beim geraden Stoss unvermeidlichen Kipp- oder Verschiebebewegungen der Strickwerkzeuge in ihren Führungskanälen 11 eine wesentliche Ursache für die genannten Verschleisser-scheinungen sind.
Fig. 2 zeigt ein bekanntes Schloss, bei dem die dem Schloss nach Fig. 1 entsprechenden Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind und das im Gegensatz zum Schloss nach Fig. 1 eine gekrümmte Abzugskurve 14 aufweist, die in ihrem ersten, in Fig. 2 linken Abschnitt zunächst eine relativ kleine negative Steigung besitzt, damit der Aufprallwinkel für die Füsse 10 klein ist, dann in einen Abschnitt mit relativ grosser negativer Steigung übergeht und schliesslich längs eines Bogens in einer Kurve 15 mit positiver Steigung mündet, die zur Entspannung der gebildeten Maschen dient. Eine den Kurven 14 und 15 zugeordnete Gegenführungskurve 16 besitzt eine ähnliche Form. Charakteristisch für Schlösser dieser Art ist, dass die Füsse 10, solange sie an dem abfallenden Abschnitt der Abzugskurve 14 entlanggleiten, mit der in Fig. 2 rechts oben befindlichen Ecke an diese Abzugskurve
14 anstossen, wie an der durch einen Pfeil 17 gekennzeichneten Stelle deutlich sichtbar ist. Prallt der Fuss 10 dagegen im weiteren Verlauf an der Stelle des Pfeils 17 oder auch erst an einer durch einen Pfeil 18 gekennzeichneten Stelle auf die Gegenführungskurve 16 auf, dann kommt er mit seiner in Fig. 2 linken unteren Ecke mit der Gegenführungskurve 16 in Berührung. Entsprechend stösst der Fuss im Bereich eines Pfeils 19 mit seiner rechten unteren Ecke an den steigenden Teil der Gegenführungskurve und etwas später mit seiner linken oberen Ecke an die als Gegenführung wirkende Kurve
15 des Abzugsteils. Es wird angenommen, dass diese ständigen Änderungen des Berührungspunktes in Verbindung mit den in Pfeilrichtung und senkrecht dazu vorhandenen Bewegungskomponenten unerwünschte Kipp- oder Schwenkbewegungen der Strickwerkzeuge in den Führungskanälen 11 zur Folge haben und dass die hierdurch auf die Strickwerkzeuge ausgeübten Momente die Ursache der genannten Verschleisserscheinungen, insbesondere von Nadelkopfbrüchen sind.
Beim Strickschloss nach Fig. 3, bei dem wiederum gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, ist dagegen ein Gegenführungsteil 4 mit einer Gegenführungsbahn 20 vorgesehen, die durchgehend linear ansteigt, d.h. eine konstante positive Steigung besitzt. Ein wesentlicher Unterschied im Vergleich zu den Gegenführungskurven 8 und 16 nach Fig. 1 und 2 ergibt sich daraus, dass die Füsse 10 der Strickwerkzeuge unabhängig davon, an welcher Stelle sie nach ihrem Abgleiten von einer Abzugskurve 21 auf die Gegenführungskurve 20 aufprallen, immer mit ihrer rechten unteren Ecke (Pfeil 23) mit der Gegenführungskurve 20 in Berührung kommen, während sie beim Gleiten an der Abzugskurve 21 immer mit der rechten oberen Ecke mit der Abzugskurve 20 in Berührung sind. Der Aufprall der Füsse 10 auf die Abzugsund Führungskurven 21 bzw. 20 erfolgt somit immer auf derselben Seite, d.h. in Fig. 3 von rechts her, so dass ohnehin schon an der in Fig. 3 linken Seitenwand des zugehörigen Führungskanals 11 anliegende Strickwerkzeug allenfalls noch stärker an diese Seitenwand gedrückt, nicht aber unkontrollierten Kipp- oder Schwenkbewegungen wie in den anhand Fig. 1 und 2 erläuterten Fällen unterworfen werden kann. Versuche mit Stricknadeln haben ergeben, dass bei Anwendung der Gegenführungsbahn 20 insbesondere Nadelkopfbrüche erheblich seltener auftreten bzw. dass mit
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Die auf die Abzugskurve 21 folgende, zur Entspannung der Maschen bestimmte Kurve 22 des Abzugsteils 3 besitzt dieselbe positive Steigung wie die Gegenführungsbahn 20 und endet in Höhe der Durchlaufstellung. Diese Ausführungsform ermöglicht auch eine besonders einfache Einstellung der Schlossteile 3 und 4 relativ zueinander.
Wie Fig. 3 zeigt, geht die Abzugskurve 21 an ihrer tiefsten, durch einen Pfeil 23 markierten Stelle abrupt in die Kurve 22 über. Versuche haben gezeigt, dass Abrundungen beider Kurven 21 und 22 an dieser Übergangstelle nicht erforderlich sind. Alternativ könnte die Kurve 22 zunächst einen horizontalen Abschnitt aufweisen, was aus stricktechnischen Gründen vorteilhaft sein kann.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 lässt sich in vielfältiger Weise abwandeln. Es ist beispielsweise möglich, der Gegenführungsbahn 20 eine sich ändernde positive Steigung zu geben. Insbesondere könnte sich die positive Steigung auch innerhalb der Auftreffzone für die Füsse 10 ändern.
Eine konstante Steigung der Gegenführungsbahn 20 im Bereich der Auftreffzone hätte allerdings den Vorteil, dass die Füsse 10 unabhängig davon, wo sie auf die Auftreffzone aufprallen, stets dieselbe Steigung vorfinden.
Abgesehen davon könnten der erste und der letzte Abschnitt der Gegenführungsbahn 20 auch negative Steigungen erhalten, wenn nur der mittlere Teil, auf die die von der Abzugskurve 21 beeinflussten Füsse 10 aufprallen, eine positive Steigung aufweist. Als Steigungswinkel ist beispielsweise ein Winkel von 20° geeignet. Mit Winkeln von 8° bis 27° lassen sich erfindungsgemäss die besten Ergebnisse erzielen. Unterhalb bzw. oberhalb dieser Werte werden die Ergebnisse dagegen zunehmend schlechter. Die im Einzelfall gewählte Form der Abzugskurve 21 ist nicht kritisch, d.h. die Abzugskurve kann sowohl entsprechend Fig. 1 als auch entsprechend Fig. 2 ausgebildet sein.
Die Anwendung der Erfindung ist nicht nur auf ein Strickschloss mit geschlossenem Vollaustrieb (Fig. 3) beschränkt. Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 können die Füsse 10 vielmehr auch längs Bahnen 24,25 und 26 zur Abzugskurve 21 geführt werden, wobei beispielsweise die Bahn 24 einer bis in die Einschliessstellung gehobenen Nadel, die Bahn 25 einer bis in die Fangstellung gehobenen Nadel und die Bahn 26 einer nicht strickenden, in der Durchlaufstellung verbleibenden Nadel zugeordnet ist. Die alle drei Anwendungsfälle (glatter Durchlauf, Fang und Vollaustrieb) umfassende Auftreffzone A ist durch eine verbreiterte Linie innerhalb der Gegenführungskurve 20 angedeutet.
Schliesslich ist die Erfindung nicht auf Schlossteile 3 und 4 mit schräg zu den übrigen Seitenflächen verlaufenden Kurven 20 bis 22 beschränkt. Die Kurven 21 und 22 einerseits und die Kurve 20 andererseits könnten vielmehr auch mit Schlossteilen verwirklicht werden, die beispielsweise eine im wesentlichen rechteckige äussere Kontur besitzen, jedoch derart an einer Trägerplatte befestigt sind, dass eine Seitenfläche derart schräg verläuft, wie in Fig. 3 und 4 für die
Kurven 21,21 und 22 gezeigt ist.
Eine Kurve mit «negativer» Steigung im Sinne der Erfindung ist eine Kurve, die mit der Pfeilrichtung nach Fig. 4, d.h. mit der Bewegungsrichtung des Strickwerkzeugträgers (oder mit der zur Bewegungsrichtung des Schlossträgers entgegengesetzten Richtung) einen Winkel a einschliesst, der im IV. Quadranten eines durch den Scheitel des Winkels a gelegten kartesischen Koordinationssystem liegen würde. Entsprechend ist eine Kurve mit «positiver» Steigung durch einen zwischen der Kurve und der Pfeilrichtung eingeschlossenen Winkel ß definiert, der im I. Quadranten eines durch seinen Scheitel gelegten kartesischen Koordinationssystems liegen würde (vgl. Fig. 4).
Die Erfindung lässt sich sowohl auf Flachstrickmaschinen als auch auf Rundstrickmaschinen mit drehbaren Nadelzylindern oder drehbaren Schlossmänteln und insbesondere sowohl auf Grossrundstrickmaschinen mit Zylinderdurchmessern von dreissig Zoll auch auf sogenannte Wäschemaschinen mit Zylinderdurchmessern von vierzehn bis zweiundzwanzig Zoll als auch auf Strumpfautomaten mit Zylinderdurchmessern von etwa vier bis acht Zoll anwenden.
Mit besonderem Vorteil wird die Erfindung bei sehr schnell laufenden Grossrundstrickmaschinen mit beispielsweise bis zu 144 Systemen, z.b. RR-Maschinen oder Interlockmaschinen, angewendet.
Erfindungsgemäss ist ferner vorgesehen, den Abzugskurven bzw. Abzugsteilen jedes einzelnen Systems je eine erfindungsgemässe Gegenführungskurve zuzuordnen, da andernfalls bei den hohen erreichbaren Drehzahlen der Nadelzylinder oder Schlösser stets an demjenigen System Nadelbrüche auftreten würden, das ein Abzugsteil aufweist, welchem kein Gegenführungsteil mit positiver Steigung zugeordnet ist. Entsprechendes würde auch für den Fall gelten, dass Abzugsteile vorgesehen sind, die nicht dazu dienen, die Strickwerkzeuge in die Kulierstellung zu überführen, sondern beispielsweise Stricknadeln von einer hohen Nichtstrickstellung in eine tiefe Strick-, Fang-, oder Durchlaufstellung abziehen, wie dies bei gewissen, Pendelvorrich-tungen aufweisenden Strumpfautomaten während oder nach Beendigung des Pendelgangs notwendig ist.
Weiterhin sind die Steigungen der Gegenführungsteile vorzugsweise unabhängig von den Steigungen nachfolgender Austriebskurven gewählt, die die Strickwerkzeuge in eine Fang- oder Strickstellung bewegen. Dies kann insbesondere dadurch realisiert werden, dass die Gegenführungsteile 4 entsprechend Fig. 3 und 4 aus einzelnen, von den Austriebsteilen 1 unabhängigen Stücken hergestellt werden, und bringt den Vorteil mit sich, dass die Steigungen sowohl der Gegenführungsteile 4 als auch der Austriebsteile 1 entsprechend der unterschiedlichen Funktion jeweils optimal ausgelegt werden können. Dabei ist allerdings zweckmässig, an den Gegenführungsteilen 4 in Bewegungsrichtung der Nadeln hinter den Auftreffzonen noch diejenigen kurzen, in Austriebsrichtung wirkenden Kurventeile vorzusehen, die dazu dienen, die Nadeln zur Entspannung der in den Nadelhaken hängenden Maschen geringfügig anzuheben, bevor die Nadeln in einem nachfolgenden Stricksystem erneut bis in die Fang- oder Strickstellung ausgetrieben werden.
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Claims (6)

643897 PATENTANSPRÜCHE
1. Schloss an einer Strickmaschine zur Steuerung von wenigstens je einen Fuss aufweisenden Strickwerkzeugen mit einer Vielzahl von auf die Füsse der Strickwerkzeuge einwirkenden, Abzugskurven mit negativer Steigung aufweisenden Abzugstellen, Dadurch gekennzeichnet, dass jedem Abzugsteil je ein Gegenführungsteil mit einer Auftreffzone (A) für die vom Abzugsteil (3) beeinflussten Füsse (10) der Strickwerkzeuge zugeordnet ist und alle Auftreffzonen (A) im Vergleich zu den Abzugskurven (21) positive Steigungen haben.
2. Schloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftreffzonen (A) eine konstante positive Steigung besitzen.
3. Schloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenführungsteile mit Gegenführungsbahnen (20) versehen sind, die eine durchgehend konstante positive Steigung besitzen.
4. Schloss nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsteile (3) unmittelbar hinter den Abzugskurven (21) vorgesehene Kurven (22) mit Steigungen aufweisen, die mit den Steigungen der zugeordneten Teile der Gegenführungsbahnen (20) übereinstimmen.
5. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die positiven Steigungen der Gegenführungsteile (4) einen Steigungswinkel (ß) von 8° bis 27° aufweisen.
6. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steigungen der Gegenführungsteile (4) unabhängig von den Steigungen nachfolgender, zum Austrieb der Strickwerkzeuge in eine Fang- oder Strickstellung bestimmter Austriebskurven (1) gewählt sind.
CH1026279A 1978-11-18 1979-11-16 Schloss an einer strickmaschine. CH643897A5 (de)

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