DD146973A5 - Schloss an einer strickmaschine - Google Patents
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Abstract
Schlosz an einer Strickmaschine zur Steuerung von wenigstens je einen Fusz aufweisenden Strickwerkzeugen mit einer Vielzahl von auf die Fuesze der Strickwerkzeuge einwirkenden Abzugskurven mit negativer Steigung aufweisenden Abzugsteilen. Waehrend das Ziel in einer Erhoehung der Arbeitsgeschwindigkeit, ohne dasz sich dadurch der Verschleisz der Strickwerkzeuge entsprechend aendert, zu sehen ist, besteht die Aufgabe darin, die Art der Fuehrung der Fuesze der Strickwerkzeuge im Bereich des Kulierpunktes zu verbessern.Dies wird im wesentlichen dadurch erreicht, dasz jedem Abzugsteil je ein Gegenfuehrungsteil mit einer Auftreffzone A fuer die vom Abzugsteil 3 beeinfluszten Fuesze 10 der Strickwerkzeuge zugeordnet ist und alle Auftreffzonen A im Vergleich zu den Abzugskurven 21 positive Steigungen haben. Die positiven Steigungen liegen vorzugsweise zwischen 8 Grad und 27 Grad.
Description
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a) Titel der Erfindung
Schloß an einer Strickmaschine
b) Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Schloß an einer Strickmaschine zur Steuerung von wenigstens je einen Fuß aufweisenden Strick werk zeug en mit einer Vielzahl von auf die Füße der Strickwerkzeuge einwirkenden, Abzugskurven mit negativer Steigung aufweisenden Abzugsteilen. Schlösser dieser Art .. können an allen Strickmaschinen angewendet werden, bei denen die Strickwerkzeuge und die Schlösser Relativbe-. wegungen ausführen, vorzugsweise jedoch an Rundstrickmaschinen. Die Strickwerkzeuge können Nadeln, Stößer, Platinen, Plüschhaken oder dergleichen sein.
c) Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Schlösser dieser Art weisen eine Vielzahl von Abzugsteilen mit Abzugskurven auf, die auf die Füße von Stricknadeln, c Platinen, Stößern oder deren Hilfsteilen einwirken und diese aus einer relativ hohen, mit Hilfe eines Austriebsteils erreichten Einschließ- oder Fangstellung in eine tiefere Stellung, z.B. die Durchlauf stellung oder die Abschlag- bzw. Kulierstellung, absenken. Dabei treffen die Füße in Abhängigkeit von der Art der Steuerung in Höhe der Einschließ-, Fang- oder Durchlauf stellung auf die · Abzugsteile auf. Diejenigen Abzugsteile, die unmittelbar auf Stricknadeln oder mit diesen fest gekoppelte Teile einwirken und diese in die Abschlag- bzw. Kulierstellung absenken, v/eisen in. der Regel unmittelbar hinter dem tiefsten Punkt der Abzugskurve noch ein kurzes, ansteigendes Kurvenstück auf, das ein geringfügiges Anheben der Stricknadeln und damit eine Entspannung der in den Nadeln hängenden Maschen ermöglicht. Außerdem sind den Abzugsteilen häufig Gegenführungsteile zugeordnet, die als GegenfUhrung für die Füße während deren Bewegung in die tiefste Stellung dienen und unmittelbar hinter dem tiefsten Punkt der Abzugskurve angeordnete, kurze ansteigende Teile aufwei-. sen, mittels derer die Nadeln zur Entspannung der Maschen
geringfügig angehoben werden, wobei das entsprechende Kurvenstück des Abzugsteils als Gegenführung wirken kann. Manchmal fehlen diese Gegenführungsteile jedoch auch völlig, so daß die Füße nach dem Abzug sofort wieder auf Austriebsteile aufprallen und von diesen in die Fang- oder Einschließstellung engehoben werden.
In Abhängigkeit davon, aus welcher Stellung, unter welchen Winkeln und mit welcher Geschwindigkeit die Füße der Strickwerkzeuge auf die Abzugskurve des Abzugsteils aufprallen, werden die Füße von der Abzugskurve mehr oder weniger stark reflektiert und dann auf ihrem weiteren Weg mehr oder weniger abrupt von einem Gegenführungsteil oder einem Austriebsteil übernommen, wobei dieser Vorgang auch durch Gegenkräfte, z.B. durch Reibungskräfte oder durch die Haltekräfte der in den Nadelhaken befindlichen Maschen, beeinflußt wird. Es kann aus diesen t Gründen im allgemeinen kein definierter Ort angegeben werden, an dem der Aufprall auf die Gegenführungsbahn stattfindet. Vielmehr ist es zweckmäßig, von einer Auftreffzone zu sprechen, innerhalb von der der Aufprall unabhängig vom Einzelfall erfolgen wird.
Es wird seit langer Zeit vermutet, daß der Aufprall der Füße auf die Abzugs- und/oder Gegenführungsteile irgendwie mit verschiedenen Verschleißerscheinungen an den Strickwerkzeugen, insbesondere mit Nadelkopf- oder Fußbrüchen zusammenhängt. In der Zeitschrift Deutsche Textiltechnik 22 (1972), Nr. 7 ist beispielsweise auf Seite 442 darauf hingewiesen, daß die im Kulierpunkt häufig auftretenden geraden Stöße Nadelkopfbrüche verursachen.
Zur Vermeidung derartiger Störungen, die eine weitere Vergrößerung der heute erzielbaren Strickgeschwindigkeiten unmöglich machen, ist es bekannt, Schloßbahnen für die Füße der Strickwerkzeuge vorzusehen, die über ihre gesamte Länge im wesentlichen geschlossen sind, aufgrund ihrer Form ein "weiches" Auflaufen der Füße auf die Ab-
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zugs- und/oder Gegenführungsteile zulassen oder zusätzliche, die Bewegung der Füße günstig beeinflussende Teile aufweisen (vgl. z.B. DE-AS 1 585 439 oder BE-OS'en 17 60 332, 23 57 053, 26 06 585, 26 36 020, 26 43 185 und 27 33 012). Alle bekannten Lösungsvorschläge lassen jedoch keine befriedigende Steigerung der Strickgeschwindigkeiten zu. Abgesehen davon sind einige bekannte Lösungsvorschläge mit einem unerwünscht hohen konstruktiven Aufwand verbunden.
d) Ziel der Erfindung
c Das Ziel der Erfindung ist eine Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit, ohne daß sich dadurch der Verschleiß der Strickwerkzeuge entsprechend ändert.
e) Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schloß zu schaffen, mit dem sich bei geringem konstruktiven Aufwand eine erhebliche Vergrößerung der Strickgeschwindigkeit erzielen läßt.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das eingangs bezeichnete Schloß erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß jedem Abzugsteil je ein Gegenführungsteil mit einer Auftreffzone für die vom Abzugsteil beeinflußten Füße der Strickwerkzeuge zugeordnet ist und alle Auftreffzonen im Vergleich zu den Abzugskurven positive Steigungen haben.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß es zur Erzielung hoher Strickgeschwindigkeiten erforderlich ist,, jedem Abzugsteil je ein Gegenführungsteil mit einer Auftreff zone mit positiver Steigung zuzuordnen. Dadurch wird eine Leistungssteigerung im Vergleich zu Schlössern üblicher Bauart um etwa 25 % erzielt. Außerdem wird durch die Erfindung ein weit verbreitetes Vorurteil beseitigt, das in der Annahme besteht, daß die Auftreffzone der Gegenführungsteile, sofern Gegenführungsteile im Zusammenhang mit der Vermeidung von Nadelbrüchen überhaupt für notwendig gehalten werden, entweder wie die Abzugsteile
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eine negative Steigung haben oder wenigstens horizontal verlaufen sollte · Dem gesamten Stand der Technik läßt sich kein Hinweis darauf entnehmen, daß die Fachwelt schon einmal die Zahl der auftretenden Nadelbrüche mit der Steigung der Gegenführungsteile in Beziehung gesetzt hat.
Erfindungsgemäß wird außerdem stets allen an der Maschine vorhandenen Abzugsteilen ^e ein Gegenführungsteil zugeordnet, da andernfalls bevorzugt dort Nadelbrüche auftreten würden,wo kein erfindungsgemäßes Gegenführungsteil vorgesehen ist.
Hinsichtlich des Steigungswinkels der positiven Steigung der Gegenführungsteile hat sich herausgestellt, daß Winkel zwischen 8° und 27°, insbesondere zwischen 10° und 25° am besten geeignet sind. Größere Winkel haben zur Folge, daß die Füße der Strickwerkzeuge bei ihrem Aufprall auf das Gegenführungsteil eine zu abrupte Änderung ihrer Bewegungsrichtung erfahren und daher beispielsweise zu stark abgebremst werden, wie dies auch der Fall wäre, wenn das Gegenfuhrungsteil fehlen würde und die Füße stattdessen auf ein nachfolgendes Austriebsteil treffen wurden, da die zum Austrieb in die Fang- oder Strickstellung verwendeten Austriebsteile normalerweise Steigungswinkel von weit mehr als 30° aufweisen. Kleinere Winkel als 8° haben dagegen zur Folge, daß die Füße der Strickwerkzeuge ähnlich wie beim Aufprall auf ein gerades GegenfUhrungsteil von der Auftreffzone zurückprallen bzw. von dieser reflektiert werden,was ebenfalls unerwünscht ist.
f) Aus führung sbei spiele
Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 und 2 Schlösser mit Abzugsteilen herkömmlicher Bau art; und
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Fig. 1 zeigt ein Strickschloß bekannter Bauart mit einem Austriebsteil/ dem ein Führungsteil 2 zugeordnet ist, und mit einem Abzugsteil 3, dem ein Gegenführungsteil 4 zugeordnet ist und das zum Abzug von Stricknadeln in eine Abschlag- bzw. Kulierstellung dient. Das Abzugsteil 3 weist eine im wesentlichen linear abfallende Abzugskurve 5, d.h. eine Abzugskurve 5 mit negativer Steigung auf, an die sich hinter dem tiefsten Punkt 6, dem Kulierpunkt, eine zunächst horizontal verlaufende, dann linear ansteigende und danach wieder horizontal verlaufende Kurve 7 anschließt, die dazu dient, die am Kulierpunkt gebildete, im Haken der Nadel sitzende Masche zu entspannen. Entsprechend weist das Gegenführungsteil 4 eine der Abzugskurve 5 und der Kurve 7 zugeordnete Gegenführungsbahn 8 auf, die bis zu einer vor dem tiefsten Punkt 6 liegenden Stelle eine negative Steigung besitzt, dann in einen horizontalen Abschnitt 9 übergeht, der etwa an derselben Stelle wie der erste horizontale Abschnitt der Kurve 7 endet, und dann nach einem kurzen linear ansteigenden Abschnitt einen weiteren horizontalen Abschnitt aufweist. Der erste horizontale Abschnitt der Gegenführungskurve kann als "Auftreffzone" für die schraffiert angedeuteten Füße 10 der Strickwerkzeuge, z.B. Stricknadeln, bezeichnet v/erden, weil die Füße 10 unabhängig davon, an welcher Stelle und mit welcher Geschwindigkeit sie auf die Abzugskurve 5 aufgelaufen sind, stets nur innerhalb des Abschnitts 9 auf die Gegenführungskurve 8 auftreffen können.
Während des Ent lang gleit ens der Füße 10 an den Kurven 5 oder 8 bewegen sich entweder die zugehörigen Strickwerkzeuge zusammen mit ihrem Träger in Pfeilrichtung nach rechts oder die aus den Schloßteilen 1 bis 4 gebildeten Schlösser entgegen der Pfeilrichtung nach links. Dies hat zur Folge, daß die Strickwerkzeuge, die in gestrichelt angedeuteten Führungskanälen oder Schlitzen 11 ihres Trägers angeordnet sind, mit ihrer einen Breitseite zumindest so lange an der einen Seitenwand des zugehörigen Führung sk an a Is 11, "d.h. in Fig. 1 an dessen
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linker Seitenwand, anliegen, wie die zugehörigen Füße an der Abzugskurve 5 entlanggleiten, und dann mit ihrer horizontal verlaufenden Unterkante auf den horizontalen Abschnitt 9 der Gegenführungsbahn 8 aufprallen, was als gerader Stoß bezeichnet wird und in Fig. 1 durch einen Pfeil 12 angedeutet ist. Beim Aufprall auf den Abschnitt wird das Strickwerkzeug entweder völlig von der einen Seitenwand des zugehörigen Führungskanals 11 abgehoben oder wenigstens leicht verkantet. Anschließend läuft der Fuß 10 auf den leicht ansteigenden Teil der Gegenführungskurve 8 auf, bis an der mit einem Pfeil 13 bezeichneten Stelle wiederum ein gerader Stoß, diesmal beim Aufprall auf den zweiten horizontalen, als Gegenführung wirkenden Abschnitt der Kurve 7 erfolgt. Es wird angenommen, daß die beim geraden Stoß unvermeidlichen Kipp- oder Verschiebebewegungen der Strickwerkzeuge in ihren Führungε-kanälen 11 eine wesentliche Ursache für die genannten Verschleißerscheinungen sind.
Fig. 2 zeigt ein bekanntes Schloß, bei dem die dem Schloß nach Fig. 1 entsprechenden Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind und das im Gegensatz zum Schloß nach Fig. 1 eine gekrümmte Abzugskurve 14 aufweist, die in ihrem ersten, in Fig. 2 linken Abschnitt zunächst eine relativ kleine negative Steigung besitzt, damit der Aufprallwinkel für die Füße 10 klein ist, dann in einen Abschnitt mit relativ großer negativer Steigung übergeht und schließlich längs eines Bogens in einer Kurve 15 mit positiver Steigung mündet, die zur Entspannung der gebildeten Maschen dient. Eine den Kurven 14 und 15 zugeordnete Gegenführungskurve 16 besitzt eine ähnliche Form. Charakteristisch für' Schlösser dieser Art ist, daß die Füße 10, solange sie an dem abfallenden Abschnitt der Abzugskurve 14 ent lang gleit en, mit der in Fig. 2 rechts oben befindlichen Ecke an diese Abzugskurve 14 anstoßen, wie an. der durch einen Pfeil 17 gekennzeichneten Stelle deutlich sichtbar ist. Prallt der Fuß 10 dagegen im weiteren Verlauf an der Stelle des Pfeils 17 oder auch erst an einer durch einen Pfeil 18 -gekennzeichneten Stelle
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auf die Gegenführungskurve 16 auf, dann kommt er mit seiner in Fig. 2 linken unteren Ecke mit der Gegenführungskurve 16 in Berührung. Entsprechend stößt der Fuß im Bereich eines Pfeils 19 mit seiner rechten unteren Ecke an den steigenden Teil der Gegenführungskurve und etwas später mit seiner linken oberen Ecke an die als Gegenführung v/irkende Kurve 15 des Abzugsteils. Es wird angenommen, daß diese ständigen Änderungen des Berührungspunktes in Verbindung mit den in Pfeilrichtung und senkrecht dazu vorhandenen Bewegungskomponenten unerwünschte Kipp- oder Schwenkbewegungen der Strickwerkzeuge in den Führung s kanal en 11 zur Folge haben und daß die hierdurch auf die Strickwerkzeuge ausgeübten Momente die Ursache der genannten Verschleißerscheinungen, insbesondere von Nadelkopfbrüchen sind.
Beim Strickschloß nach Fig. 3, bei dem wiederum gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, ist dagegen ein Gegenführungsteil 4 mit einer Gegenführungsbahn 20 vorgesehen, die durchgehend linear ansteigt, d.h. eine konstante positive Steigung besitzt. Ein wesentlicher Unterschied im Vergleich zu den Gegenführungskurven 8 und 16 nach Fig. 1 und 2 ergibt sich daraus, daß die Füße 10 der Strick werk zeuge unabhängig davon, an welcher Stelle sie nach ihrem Abgleiten von einer Abzugskurve 21 auf die Gegenführungskurve 20 aufprallen, immer mit ihrer rechten unteren Ecke (Pfeil 23) mit der Gegenführungskurve 20 in Berührung kommen, während sie beim Gleiten an der Abzugskurve 21 immer mit der rechten oberen Ecke mit der Abzugskurve 20 in Berührung sind. Der Aufprall der Füße 10 auf die Abzugs- und Führungskurven 21 bzw. 20 erfolgt somit immer auf derselben Seite, d.h. in Fig. 3 von rechts her, so daß das ohnehin schon an der in Fig. 3 linken Seitenwand des zugehörigen Führungskanals 11 anliegende Strickwerkzeug allenfalls noch stärker an diese Seitenwand gedruckt, nicht aber unkontrollierten Kipp- oder Schwenkbewegungen wie in " den anhand Fig. 1 und 2 erläuterten Fällen unterworfen werden kann. Versuche mit Stricknadeln haben ergeben, daß bei Anwendung der Gegenführungsbahn 20 insbesondere Nadelkopfbrüehe erheblich seltener auftreten bzw. daß
mit wesentlich höheren Strickgeschwindigkeiten, d.h. z.B. mit größeren Drehzahlen bei einer Rundstrickmaschine oder mit höheren Schlittengeschwindigkeiten bei einer Flachstrickmaschine gearbeitet werden kann.
Die auf die Abzugskurve 21 folgende, zur Entspannung der Maschen bestimmte Kurve 22 des Abzugsteils 3 besitzt dieselbe positive Steigung wie die Gegenführungsbahn 20 und endet in Höhe der Durchlaufstellung. Diese Ausführungsform ermöglicht auch eine besonders einfache Einstellung der Schloßteile 3 und 4 relativ zueinander.
Wie Fig. 3 zeigt, geht die Abzugskurve 21 an ihrer tiefsten, durch einen Pfeil 23 markierten Stelle abrupt in die Kurve 22 über. Versuche haben gezeigt, daß Abrundungen beider Kurven 21 und 22 an dieser Übergangsstelle nicht erforderlich sind. Alternativ könnte die Kurve 22 zunächst einen horizontalen Abschnitt aufweisen, was aus stricktechnischen Gründen vorteilhaft sein kann.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 läßt sich in vielflätiger Weise abwandeln. Es ist beispielsweise möglich, der Gegenführungsbahn 20 eine sich ändernde positive Steigung zu geben. Insbesondere könnte sich die positive Steigung auch innerhalb der Auftreffzone für die Füße 10 ändern.
Eine konstante Steigung der Gegenjführungsbahn 20 im Bereich der Auftreffzone hätte allerdings den Vorteil, daß die Füße 10 unabhängig davon, wo sie auf die Auftreffzone aufprallen, stets dieselbe Steigung vorfinden.
Abgesehen davon könnten der erste und der letzte Abschnitt der Gegenführungsbahn 20 auch negative Steigungen erhalten, wenn nur der mittlere Teil, auf die die von der Ab-* zugskurve 21 beeinflußten Füße 10 aufprallen, eine positive Steigung aufweist. Als Steigungswinkel ist beispielsweise ein Winkel von 20° geeignet. Mit Winkeln von 8° bis
27° lassen sich erfindungsgemäß die besten Ergebnisse erzielen. Unterhalb bzw. oberhalb dieser Werte werden die Ergebnisse dagegen zunehmend schlechter. Die im Einzelfall gewählte Form der Abzugskurve 21 ist nicht kritisch, d.h. die Abzugskurve kann sowohl entsprechend Fig. 1 als auch entsprechend Fig. 2 ausgebildet sein.
Die Anwendung der Erfindung ist nicht nur auf ein Strickschloß mit geschlossenem Vollaustrieb (Fig. 3) beschränkt. Bei der Aus führung s form nach Fig.' 4 können die Füße 10 vielmehr auch längs Bahnen 24,25 und 26 zur Abzugskurve 21 geführt werden, wobei beispielsweise die Bahn 24 einer bis in die Einschließstellung gehobenen Nadel, die Bahn 25 einer bis in die Fangstellung gehobenen Nadel und die Bahn 26 einer nicht strickenden, in der Durchlaufstellung verbleibenden Nadel zugeordnet ist. Die alle drei Anwendungsfälle (glatter Durchlauf, Fang und Vollaustrieb) umfassende Auftreffzone A ist durch eine verbreiterte Linie innerhalb der GegenfUhrungskurve 20 angedeutet.
Schließlich ist die Erfindung nicht auf Schloßteile 3 und 4 mit schräg zu den übrigen Seitenflächen verlaufenden Kurven 20 bis 22 beschränkt. Die Kurven 21 und einerseits und die Kurve 20 andererseits könnten vielmehr auch mit Schloßteilen verwirklicht werden, die beispielsweise eine im wesentlichen rechteckige äußere Kontur besitzen, Jedoch derart an einer Trägerplatte befestigt sind, daß eine Seitenfläche derart schräg verläuft, wie in Fig. 3 und 4 für die Kurven 21,21 und 22 gezeigt ist.
Eine Kurve mit "negativer" Steigung im Sinne der Erfindung ist eine Kurve, die mit der Pfeilrichtung nach Fig. 4, d.h. mit der Bewegungsrichtung des Strickwerkzeugträgers (oder mit der zur Bewegungsrichtung des Schloßträgers entgegengesetzten Richtung) einen Winkelt
einschließt, der im IV. Quadranten eines durch den Scheitel des WinkelsX gelegten kartesischen Koordinationssystems liegen würde. Entsprechend ist eine Kurve mit "positiver" Steigung durch einen zwischen der Kurve und der Pfeilrichtung eingeschlossenen Winkel ß definiert, der im I. Quadranten eines durch seinen Scheitel gelegten kartesischen Koordinati onssystems liegen würde (vgl. Fig. 4).
Die Erfindung läßt sich sowohl auf Flachstrickmaschinen als auch auf Rundstrickmaschinen mit drehbaren Nadelzylindern oder drehbaren Schloßmänteln und insbesondere sowohl auf Großrundstrickmaschinen mit Zylinderdurchmessern von dreißig Zoll als auch auf sogenannte Wäschemaschinen mit Zylinderdurchmessern von vierzehn bis zweiundzwanzig Zoll als auch auf Strumpfautomaten mit Zylinderdurchmessern von etwa vier bis acht Zoll anwenden.
Mit besonderem Vorteil wird die Erfindung bei sehr schnell laufenden Großrundstrickmaschinen mit beispielsweise bis zu 144 Systemen, z.B. RR-Maschinen oder Interlockmaschinen, angewendet.
Erfindungsgemäß ist ferner vorgesehen, den Abzugskurven bzw. Abzugsteilen Jedes einzelnen Systems je eine erfindungsgemäße Gegenführungskurve zuzuordnen, da andernfalls bei den hohen erreichbaren Drehzahlen der Nadelzylinder oder Schlösser stets an demjenigen System Nadelbrüche auftreten wurden, das ein Abzugsteil aufweist, welchem kein Gegenführungsteil mit positiver Steigung zugeordnet ist. Entsprechendes würde auch für den Fall gelten, daß Abzugsteile vorgesehen sind, die nicht dazu dienen, die Strickwerkzeuge in die Kulierstellung zu überführen, sondern bei spiels v/eise Stricknadeln von einer hohen Nichtstrickstellung in eine tiefe Strick-, Fang- oder Durchlaufstellung abziehen, wie dies bei gewissen, Pendelvorrichtungen aufweisenden Strumpfautomaten während cder
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nach Beendigung des Pendelgangs notwendig ist.
Weiterhin sind die Steigungen der Gegenführungsteile vorzugsweise unabhängig von den Steigungen nachfolgender Austriebskurven gewählt, die die Strickwerkzeuge in eine Fang- oder Strickstellung bewegen. Dies kann insbesondere dadurch realisiert werden, daß die Gegenführungsteile entsprechend Fig. 3 und 4/einzeInen, von den Austriebsteilen 1 unabhängigen Stücken hergestellt werden, und bringt den Vorteil mit sich, daß die Steigungen sowohl der Gegenführungsteile 4 als auch der Austriebsteile 1 entsprechend der unterschiedlichen Funktion jeweils optimal ausgelegt werden können. Dabei ist allerdings zweckmäßig, an den Gegenführungsteilen 4 in Bewegungsrichtung der Nadeln hinter den Auftreffzonen noch diejenigen kurzen, in Austriebsrichtung wirkenden Kurventeile vorzusehen, die dazu dienen, die Nadeln zur Entspannung der in den Nadelhaken hängenden Maschen geringfügig anzuheben, bevor die Nadeln in einem nachfolgenden Stricksystem erneut bis in die Fang- oder Strickstellung ausgetrieben werden.
Claims (4)
1) Schloß an einer Strickmaschine zur Steuerung von wenigstens je einen Fuß aufweisenden Strickwerkzeugen mit einer Vielzahl von auf die Füße der Strickwerkzeuge einwirkenden,. Abzugskurven mit negativer Steigung aufweisende! Abzug steilen, gekennzeichnet dadurch, daß jedem Abzugsteil je ein Gegenführungsteil mit einer Auftreffzone (A) für die vom Abzugsteil (3) beeinflußten Füße (10) der Strickwerkzeuge zugeordnet ist und alle Auftreffzonen (A) im Vergleich zu den Abzugskurven (21) positive Steigungen haben.
2) Schloß nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Auftreffzonen (A) eine konstante positive Steigung besitzen. .
3) Schloß nach Punkt 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Gegenführungsteile mit Gegenführungsbahnen (20) versehen sind, die eine durchgehend konstante positive Steigung besitzen.
4) Schloß nach Punkt 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Abzugsteile (3).unmittelbar hinter den Abzugskurven (21) vorgesehene Kurven (22) mit Steigungen aufweisen, die mit den Steigungen der zugeordneten Teile der Gegen-
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führungsbahnen (20) übereinstimmen.
5) Schloß nach einem der Punkte 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß die positiven Steigungen der Gegenführungsteile (4) zumindest im Bereich der Auftreffzone (A) einen Steigungswinkel (ß) zwischen 8° bis 27° aufweisen.
6) Schloß nach einem der Punkte 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß die Steigungen der Gegenführungsteile
(4) unabhängig von den Steigungen nachfolgender, zum Aus-.trieb der Strickwerkzeuge in eine Fang- oder Strickstellung bestimmter Austriebskurven (1) gewählt sind.
Hierzu JLSeiten Zeichnungen
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