CH644818A5 - Yarn feed device arranged between a yarn supply and a yarn consumer unit - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Garnzufuhrvorrichtung zwischen einem Garnvorrat und einer Garnverbrauchereinheit, insbesondere einer Textilmaschine, welcher ein Garnfaden mit praktisch konstanter Durchschnitts-Geschwindigkeit zugeführt werden soll. Diese Garnzufuhrvorrichtung weist folgende Teile auf:
— eine Trommel,
— eine Trommelspeiseeinrichtung zur Abnahme des Garnfadens vom Vorrat und zum Herumwickeln des Garnfadens um die Trommel zwecks späterer Weiterführung zur Verbrauchereinheit, wobei das vom Vorrat abgewickelte Garn um diesen unter Bildung eines Ballons herumläuft,
— ein mit regelbarer Drehzahl arbeitender Gleichstrom-Motor zum Antreiben der Trommelspeiseeinrichtung, um den Garnfaden vom Vorrat mit einer durch die Drezahl der Speiseeinrichtung bestimmten Geschwindigkeit abzuziehen, und
— ein elektrischer Schaltkreis zur Speisung des Gleich-strom-Motors.
Beim klassischen Schützenwebstuhl wird das Schussfadengarn in das Webstuhlfach eingebracht, indem die vom Schützen getragene Schussspule selbst gefüllt (bespult) wird. Das Abspulen erfolgt gleichzeitig mit dem Durchgang der Schusspule durch das Fach, so dass keine besonderen (Fa-den-)Spannungsprobleme auftreten.
Schützenlose Webstühle beinhalten dagegen neuartige und ziemlich umwälzende Änderungen im Schussfaden-Einsatzsystem. Da beispielsweise der Schussfadenvorrat ortsfest und ausserhalb des Webstuhls angeordnet ist, treten beim Abziehen des Garns vom Vorrat bei jedem Schlag oder Schuss des Webstuhls abwechselnde Beschleunigungen und Verzögerungen im Faden auf. Die Beschleunigungsgeschwindigkeit oder -grosse ist dabei selbstverständlich unmittelbar vom Abziehvorgang des Webstuhls abhängig. Beim Beschleunigen und Verzögern wird der beim «Über-Ende»-Ab-ziehen des Garns vom Vorratswickel erzeugte Ballon abwechselnd vergrössert und verkleinert. Infolgedessen werden beim Fehlen von zwischengeschalteten Fadenspeichermitteln in der Beschleunigungsphase jedes Schusses oder Schlags hohe Zugspannungen in dem vom ortsfesten Vorrat abgezogenen Schussfaden erzeugt. Diese hohen Zugspannungen können zu einer Schleifenbildung oder einem Abschlagen (sloughing) des vom Vorrat abgezogenen Schussfadens führen. Ausserdem können dabei Unterbrechungen des Webstuhlbetriebs und Schlingen bzw. Kinks im Gewebe auftre5
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ten, wodurch in jedem Fall die Produktionsleistung des Webstuhls vermindert und die Gewebegüte herabgesetzt werden.
Aufgrund der Notwendigkeit für die zuverlässige Garnzufuhr mit hoher Geschwindigkeit von Garnvorräten zu schützenlosen Webstühlen und dergleichen, die intermittierend arbeiten und während der oben erwähnten Schuss- bzw. Schlagbewegung jeweils Stücke der Garnlänge verbrauchen, werden daher Trommelspeicher- und Spannvorrichtungen eingesetzt, und damit Garnschleifen und Fadenbrüche zu verringern und die durch das intermittierende Abziehen des Garns vom Vorrat durch das Schussfaden-Einsetzsystem bewirkten Fadenspannungen zu vergleichmässigen. Ein Beispiel für eine solche Trommelspeichervorrichtung findet sich in der US-PS 3 776 480, auf welche hiermit bezüglich solcher Trommeln und ihrer Arbeitsweise Bezug genommen wird. Diese bisherigen Trommeln sollen eine unter konstanter Fadenspannung erfolgende Garnzufuhr zu der das Garn verbrauchenden Einheit gewährleisten.
Ebenso ist es bekannt, die Speicherung des Garnfadens auf der Zwischentrommel zu messen bzw. abzugreifen und die Abzugsgeschwindigkeit so zu regeln, dass die Trommel abgebremst wird, sobald der Garn-Speichervorrat zu gross wird. Diese Technik ist z.B. in der US-PS 3 225 446 beschrieben, gemäss welcher ein mehrfaches Differenzverhältnis zur Beschleunigung und Verzögerung der Zufuhrgeschwindigkeit in Abhängigkeit von einer Abnahme oder Zunahme des auf der Trommel gespeicherten Garnvorrats geschaltet wird. Ein anderes Beispiel für eine solche Drehzahloder Geschwindigkeitsregelung findet sich in der US-PS 3 796 385, die einen schwenkbaren, mechanischen Garnvorratsfühler und einen entsprechenden elektrischen Kontaktschalter zur Änderung der Zufuhrgeschwindigkeit durch Ein- und Ausschalten eines Wechselstrommotor-Treiberkreises vorsieht.
Die bisherigen Trommelspeichersysteme zur Regelung oder Steuerung der Fadenspannung zur Verbrauchereinheit sind entweder so ausgelegt, dass sie mit stufenloser Drehzahländerung arbeitende Antriebsmotoren mit Einführung der sich wiederholenden Beschleunigungs/Verzögerungspha-sen enthalten, oder aber so, dass die Motordrehzahl zwangsläufig (inherently) in Abhängigkeit von sich ändernder Zufuhrbelastung variiert wird, wodurch die Speicherzufuhrvorrichtung mit konstantem Drehmoment angetrieben werden soll. In jedem Fall wird dabei eine Garnschleifenbildung bzw. ein Abschlagen aufgrund der Weiterbildung des Ballons und/oder ein Fadenbruch durch die wiederholten Beschleunigungen begünstigt. Die Trommelbelastung und damit die Trommeldrehzahl kann beträchtlichen Schwankungen unterliegen. Es wurden Drehzahlschwankungen von bis zu 70% aufgrund der Reibungsänderung zwischen Kaltstart und Betrieb unter stabilen Temperaturbedingungen gemessen. In den Wickel- oder Fadenspannungen wurden ebenfalls Schwankungen entsprechend einem Mehrfachen von 100 g gemessen. Bei Wechselstrommotoren variiert die Schlumpfgeschwindigkeit mit der Belastung. Die Drehzahl von Gleichstrommotoren hängt empfindlich von sowohl Spannung als auch Belastung ab.
Die bisherigen Konstruktionen, insbesondere die mit konstantem Drehmoment arbeitenden Antriebe, warfen bisher ungelöste Probleme hinsichtlich eines weiten Bereiches von Betriebsbedingungen beim Abspulen eines Garnfadens von einem Vorratswickel auf die Trommel auf. Insbesondere verhindern die Laständerungen, bedingt durch Garnwickel-Zugspannungen und im Zwischenspeiser (Storage feeder) wirkende Reibungskräfte, einen Betrieb mit nner an die Webstuhl-Abziehgeschwindigkeit angepassten Geschwindigkeit. Im Bestreben, dieses Problem zu umgehen, wurde bisher üblicherweise mit Speicherzufuhrgeschwindigkeiten gearbeitet, die wesentlich über der Schussfaden-Abziehge-schwindigkeit zur Verbraucheinheit liegen. Infolge dieser Arbeitsweise ist das vom Vorratswickel zulaufende Garn einem intermittierenden Anhalten und Anlaufen unterworfen, wodurch Schleifenbildung bzw. ein Abschlagen und Fadenbrüche begünstigt werden.
Aufgabe der Erfindung ist damit insbesondere die Ausschaltung der beim Stand der Technik auftretenden Schwierigkeiten durch weitgehende Verringerung jeder Möglichkeit für Schleifenbildung oder Abschlagen und Fadenbruch infolge schwankender Drehzahl oder Belastung des Antriebsmotors, speziell durch Regelung der tatsächlichen Garnabzugs- und -speichergeschwindigkeit auf eine Konstante Grösse, welche praktisch der erforderlichen Garnabzugsgeschwindigkeit angepasst ist.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Garn-zufuhrvorrichtung erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der elektrische Schaltkreis mindestens folgende Elemente aufweist:
— eine Drehzahlregeleinheit zur Einstellung einer konstanten Drehzahl des Gleichstrom-Motors in Abhängigkeit von Rückkopplungs-Eingangsdaten,
— eine an die Drehzahlregeleinheit angeschlossene, selektiv einstellbare Spannungseinstelleinrichtung, um die Garnzufuhrgeschwindigkeit geringfügig über den Durchschnittswert der Garnverbrauchereinheit einzustellen,
— eine Detektoreinrichtung zur Erfassung des Garnvorrats auf der Trommel,
— eine Einr/Aus-Schaltsteuerung, die durch die Detektoreinrichtung zur Unterbrechung der Motorspeisung bei einem zu grossen Garnvorrat aktivierbar ist, wobei die Ansprechzeit dieser Ein-/Aus-Schaltsteuerung so bemessen ist, dass während der Unterbrechung der Motorspeisung der Ballon und die Garnspannung im wesentlichen konstant gehalten werden und
— eine Rückkopplungsdetektoreinheit, die ein der Drehzahl des Motors proportionales Signal liefert und die so geschaltet ist, dass sie die Motordrehzahl bei wechselnden Belastungsbedingungen durch Änderung von Motorspannung und -drehmoment auf der vorbestimmten Grösse hält.
Die Erfindung geht also von der bisherigen Antriebsregelung mit variabler Drehzahl zur Steuerung des Garnvorrats auf der Trommel ab und auf eine Regelung zur Konstanthaltung des Antriebsdrehmoments an der Speicherzufuhrvorrichtung über. Die Konstanthaltung der Drehzahl bei schwankender Belastung, wie sie unweigerlich bei derartigen Systemen auftritt, ergibt somit einen mit variablem Drehmoment arbeitenden Antrieb für die Speicherzufuhrvorrichtung, wodurch Fadenbrüche und Schleifenbildung bei der Zufuhr oder Speisung des Garns von der Vorratsspule zur Zwi-schen(speicher)trommel weitgehend vermindert werden.
Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Gemäss Fig. 1 verbraucht ein schützenloser Webstuhl 10 Schaltbild einer Anordnung zum Antreiben einer Speicherfuhreinrichtung mit konstanter Drehzahl, und
Fig. 2 ein Schaltbild einer Regelvorrichtung gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
Gemäss Fig. 1 verbraucht ein scützenloser Webstuhl 10 jeweils Stücke oder Abschnitte eines Garnfadens Y, der vom Webstuhl in üblicher Weise von einem Vorratswickel 12 mit praktisch konstanter Fadenspannung mittels einer zwischengeschalteten, umlaufenden Zwischen- oder Speichertrommel- und Spanneinheit 14 abgezogen wird. Die Einheit 14 kann im wesentlichen in an sich bekannter Weise aufgebaut sein (z.B. nach der US-PS 3 776 480): sie weist eine
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Trommel 16 auf, auf welche ein zum Webstuhl 10 zulaufender Garnfaden Y vom Garnwickel 12 aufgespult wird. Die Trommel 16 der Einheit 14 ist als Beispiel für eine Einrichtung zum Abziehen des Garnfadens Y vom Vorratswickel 12 und zu seiner Zufuhr zum Webstuhl 10 unter konstanter Spannung dargestellt.
Die Einheit 14 weist eine Hauptwelle 20 auf, die an-triebsmässig mit einem elektrischen Gleichstrommotor 22 mit variabler Drehzahl verbunden und effektiv als Anker des Motors 22 ausgebildet ist. Die Welle 20 ist mit einer Ausfräsung 26 zur Aufnahme eines kurbeiförmigen Faden-(führer)rohrs 30 (Fig. 1) versehen. Das mittenlose (center-less) Rohr 30 dient zur Führung des Garnfadens, so dass dieser vom Vorratswickel 12 durch das Rohr 30 hindurch geführt wird, an dessen Ende 32 austritt und auf die Trommel 16 aufgewickelt wird, wenn Welle 20 und Rohr 30 durch den Motor 22 in Drehung versetzt werden. Die Welle 20 und das Rohr 30 dienen somit dazu, das Garn dem Trommelumfang in Windungen zuzuführen, wenn sie durch den Motor 22 in Drehung versetzt sind. Beim Aulwickeln auf die Trommel 16 wird das Garn durch einen in der vorstehend genannten US-PS näher beschriebenen Garnvorschubmechanismus von einem ersten Ende 38 der Trommel 16 zu ihrem zweiten oder abgewandten Ende 40 geführt. Der Garnabzug vom Trommelende erfolgt über das Ende (overend) der Trommel 16 und über ein sich verjüngendes bzw. konisches Endstück 48 auf der Welle 20,
wobei das Garn unter einer an der Oberfläche des Endstücks 48 anliegenden, feststehenden Bürste 50 hindurchläuft. Die Bürste 50 wirkt mit der Regeleinrichtung zusammen, um das Garn durch den Webstuhl 10 von der Trommel 16 abzuziehen. Vom Endstück 48 aus läuft das Garn durch einen Fadenführer 54, der von einer an einem Tragrahmen 60 für die Trommel 16 und die zugeordneten Teile montierten Halterung 56 getragen wird, zum Webstuhl 10. Beim Aufspulen und Abziehen des Garns Y wird die Trommel 16 durch mehrere Magnete 64 stationär festgehalten, wobei die Trommel 16 über Kugellager 66 und 68 an den beiben Enden der Welle 20 von dieser so getragen wird,
dass sie von der Drehung der Welle 20 unabhängig ist. Weitere Einzelheiten der vorstehend beschriebenen Einheit 14 ergeben sich aus der vorstehend genannten US-PS.
Zusätzlich zum erwähnten Gleichstrommotor 22 für die Trommel 16 können auch Zahnradgetriebe oder ein Riemenantrieb, oder andere Übertragungsorgane vorgesehen sein, um den Fadenführer 30 in Abhängigkeit von der Betriebsdrehzahl des Motors 22 mit einer passenden Drehzahl anzutreiben.
Eine Regeleinheit mit einem siliziumgesteuerten Gleichrichter- bzw. SCR-Phasenregelkreis 70 erzeugt von einer +20 V-Gleichspennungsklemme 72 eine verlierende Gleichspannung auf einer Motorleitung 74 zur Regelung der Motordrehzahl entsprechend den unterschiedlichen auftretenden Belastungsbedingungen, beispielsweise zur Berücksichtigung der genannten intermittierenden Zugspannungsbelastung des Speisegarns Y beim Abziehen desselben vom Vorratswickel 12 oder Reibung im Mechanismus beim Anfahren im kalten Zustand, hierdurch wird unter allen Betriebsbedingungen über lange Betriebszeiträume hinweg eine Anpassung der Abziehgeschwindigkeit des Garnfadens vom Vorratswickel 12 an den Garnverbrauch im Webstuhl 10 gewährleistet.
Zur genauen Anpassung bzw. Einstellung der Nenn- oder Solldrehzahl des Motors und somit der gewünschten Geschwindigkeit, mit welcher Garn vom Vorratswickel 12 auf die Trommel 16 zugeführt werden soll, an die durchschnittliche Geschwindigkeit, mit welcher das Garn durch den Webstuhl 10 abgezogen wird, ist eine selektiv von Hand einstellbare Drehzahl-Spannungsregeleinrichtung 78 vorgesehen. Damit wird eine Betriebsgeschwindigkeitseinstellung für die Einheit 14 erzielt, wobei diese Geschwindigkeit bzw. Trommeldrehzahl anschliessend durch einen Rückkopplungskreis 5 aus einem Motordrehzahldetektor 80 und einem drehzahlabhängigen Wandlerkreis 82 ständig konstant gehalten wird. Zur weiteren Verminderung von Belastungsänderungen im Mechanismus ist der Detektor 80 vorzugsweise ein kontaktloser, magnetischer Hall-Effekt-Detektor, welcher die vor-10 beilaufenden Pole eines Satzes von sechs umlaufenden Magneten 84 auf einer durch den Motor 22 angetriebenen Scheibe 86 abtastet. Der Frequenz/Spannungs-Wandlerkreis 82 misst somit eine der Drehzahl des Motors 22 proportionale Frequenz zur Umwandlung derselben in eine entspre-15 chende Regelspannung. Diese korrigierende Regelspannung wird durch den Phasenregelkreis 70 auf eine Rückkop-plungsgrösse eingestellt, die bestrebt ist, die Drehzahl des Gleichstrommotors konstant auf der an der Regeleinrichtung 78 eingestellten Drehzahl zu halten, wenn Abweichungen 20 der Belastung, der Spannung oder anderer Systemveränderlicher auftreten.
Durch diesen Antrieb der Welle 20 mit konstanter Drehzahl werden die häufigen Beschleunigungs- und Verzögerungsphasen vermieden, durch welche Schleifenbildung 2s bzw. Abschlagen und Fadenbrüche in dem vom Vorratswickel 12 auf die Trommel 16 geführten Garnfaden Y hervorgerufen werden.
Für den einwandfreien Betrieb der Zwischenspeichertrommel 16 wird die auf dieser befindliche Garnmenge durch 30 ein schwenkbares Eisenelement 90 bestimmt. Diese Messung erfolgt, wie im Fall der Messung der Motordrehzahl, ohne zusätzlich eingeführte Reibung oder Belastung durch einen magnetischen Hall-Effekt-Detektor 92; sobald nämlich der Garnvorrat auf der Trommel 16 zu gross wird, schwenkt . 35 sich das Element 90 vom Detektor 92 weg und umgekehrt. Hierbei wird eine EIN/AUS-Steuerschaltung 94 für den Gleichstrommotor 22 betätigt, um ein Überfüllen der Trommel 16 mit Garn, beispielsweise bei Stillstand des Webstuhls 10, zu verhindern.
40 Im Betrieb wird daher die Spannungsregeleinrichtung 78 so eingestellt, dass die Drehzahl der Welle 20 bzw. die Umfangsgeschwindigkeit des Rohrendes 32 sehr nahe bei der Geschwindigkeit liegt, die für die Anpassung des Garnabzugs von der Trommel durch den Webstuhl erforderlich ist, 45 diese Geschwindigkeit aber ganz geringfügig übersteigt. Die EIN/AUS-Steuerschaltung braucht somit nur gelegentlich zu arbeiten, um routinemässig eine Garnüberspeisung auszugleichen, so dass die durch das Abschalten und Wiederanfahren des Motors hervorgerufenen Beschlcunigungs/Verso zögerungsphasen auf ein Mindestmass herabgesetzt und damit die entsprechenden Fadenspannungs- und Ballonbildungsprobleme beim Abziehen des Garnballons 98 vom Vorratswickel 12 auf die Trommel 16 vermieden werden.
Ersichtlicherweise wird somit, mit Ausnahme dieser sel-55 tenen Schwankungen, die Hauptwelle 20 der Einheit 14 stets mit konstanter Drehzahl angetrieben, so dass das Garn Y kontinuierlich vom Vorratswickel 12 der Trommel 16 mit einer Geschwindigkeit zugeführt wird, die der durchschnittlichen Abziehgeschwindigkeit am Webstuhl 16 angepasst ist. 60 Infolgedessen tritt im Normalbetrieb der Anlage keine Änderung der Wellendrehzahl auf.
Die elektrische Steuer- oder Regelschaltung ist in Fig. 2 veranschaulicht, in welcher die vorstehend beschriebenen Teile mit denselben Bezugsziffern wie vorher bezeichnet sind. 65 Der magnetische Motordrehzahldetektor 80 in Form einer Hall-Effekt-Vorrichtung greift bei jeder Umdrehung der Scheibe 86 nach Fig. 1 die sechs Magnetpole ab und liefert eine entsprechende Impulsfolgefrequenz zu einem Ein
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gangskreis 81 zwecks Verarbeitung im Frequenz/Spannungs-wandler 82. Die Schaltungs-Betriebsspannung von +12 V (Gleichspannung) an einer Klemme 100 sowie die Motorspeisespannung von +20 V (Gleichspannung) an der Klemme 72 werden von einer geeigneten, nicht dargestellten Gleichstromversorgung geliefert. Die einzelnen Schaltungsparameter sind zu erkennen, und die verschiedenen, in Blockform dargestellten Elemente sind noch näher zu beschreibende, handelsübliche Bauteile.
Die resultierende variable Ausgangsspannung, welche der tatsächlichen Wellendrehzahl proportional ist, erscheint auf einer Leitung 104 als Steuereingang zur Klemme 106 der Drehzahlregelschaltung 70 mit einer Grösse, durch welche die Drehzahl des Motors 22 eingestellt wird, um Änderungen der Belastung, Spannung usw. im Betrieb zu kompensieren, und zwar durch Steuerung einer silizium-gesteuerten Gleichrichtervorrichtung 110, die mit dem Motor 22 in der SpannungsVersorgungsstrecke von der Klemme 72 in Reihe geschaltet ist.
Das vom Detektor 80 gelieferte Motordrehzahlsignal wird dem Frequenz/Spannungswandler 82 zugeführt, welcher die Ausgangsimpulse des Detektors 80 in eine Gleichspannung umwandelt. Die Grösse dieser Gleichspannung wird durch die mit einer 12 V-Gleichstromquelle verbundene Spannungsregeleinheit 78 eingestellt, welche die Nenn-Drehzahl des Motors 22 bestimmt und daher so eingestellt ist, dass die Drehzahl der Welle 20 auf die mittlere Abziehgeschwindigkeit des Garns in der Verbrauchervorrichtung abgestimmt ist.
Der magnetische Hall-Effekt-Detektor 92 zur Bestimmung des Garnvorrats auf der Trommel 16 steuert den transistorisierten elektronischen Schalterkreis 94, der mittels eines Transistors 112 selektiv eine praktisch auf Massepegel liegende Spannung auf der Leitung 105 einstellt, um dadurch einen Motorstromfluss durch die Vorrichtung 70 zu verhindern und den Motor abzuschalten, so dass die Schaltung die Einheit 14 bei Garnzufuhrstörung usw. zum Stillstand zu bringen vermag und darüber hinaus das Aufnahmevermögen der Trommel 16 überwacht und eine Überfüllung derselben verhindert. Dabei braucht für das Ein- und Ausschalten nur eine Trommelüberfüllung festgestellt zu werden, um die Vorratsüberwachungsfunktion durchzuführen, da der Drehzahlregler 78 auf eine Wellendrehzahl eingestellt ist, die ganz geringfügig grösser ist als die für die Speisung der Verbrauchereinheit erforderliche Drehzahl. In dieser Betriebsart ■st die Zahl der Motordrehzahländerungen im Vergleich zur bisherigen Vorrichtung, bei welcher die Trommeldrehzahl wiederholt geändert werden muss und sich daher eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Fadenballonbildung bzw. Abschlagen und Fadenbrüche ergibt, auf ein Mindestmass verringert.
Die bevorzugte Ausführungsform gewährleistet zudem effektive Steuerungen oder Regelungen, die m keiner Weise die Trommel oder die Garnführungswege belasten und damit das empfindliche Gleichgewicht stören würden, das für eine störungsfreie Hochgeschwindigkeits-Garnverarbeitung über lange Betriebszeiträume hinweg nötig ist. Dies wird durch 5 die verwendete elektronisch-magnetische Messfühleranordnung gewährleistet, die zudem eine lange Betriebslebensdauer besitzt und keinem mechanischen Verschleiss oder elektrischen Kontaktproblem unterworfen ist. Weiterhin eignen sich die durch die verwendeten RC-Netze bestimmten io Messfrequenz-Parameter und die Zeitkonstanten der elektronischen Schaltung(en) in idealer Weise für eia schnelles Ansprechen auf die intermittierenden, augenblicklichen Belastungsbedingungen oder -zustände aufgrund des Abziehens des Garns von einer Spule oder aufgrund von Systemreibung 15 usw.; dieses schnelle Ansprechen kann durch mechanisch betätigte Messfühlerelemente oder mechanisch bewegte Steuerelemente nicht gewährleistet werden.
Obgleich die Schaltungstechnik, abgesehen vom speziellen System, an sich herkömmlich ist und auch andersartig 20 ausgeführt werden kann, kann die dargestellte Ausführungsform aus den folgenden, handelsüblichen Bauteilen aufgebaut sein:
Motor 22
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Hall-Effekt-Detektor 80 und 92
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Frequenz/Spannungswandler - integrierter Schaltkreis
SCR-Motordrehzahl-regler - integrierter Schaltkreis
Modell 12FP der Firma Printed Motor Division, Kollmorgen Corporation, Glen Gove, N.Y./USA
Modell UGN-3020T der Firma Sprague Electric Company, Concord, New Hampshire/USA
Teile-Nr. RC4151NB der Firma Raytheon, Semi-Conductor Division, Mountain View, Cal./USA
Modell Nr. L120B1, SGS - Ates, Semiconductor Corporation Newtonville, Mass./USA
40 Wie aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich sein dürfte, wird mit der Erfindung also eine verbesserte Vorrichtung zur Regelung der Fadenspannung und der Bedingungen beim Zuführen eines Garnfadens von einer Vorratsspule zu einer Verbrauchereinheit, etwa einem Webstuhl, geschaffen, 45 bei welcher die Drehzahl des Fadenführers konstant gehalten und an die durchschnittliche Garn-Abziehgeschwindigkeit des Webstuhls angepasst wird. Es wird also langfristig eine zuverlässige Garnzufuhr oder -speisung gewährleistet, während Probleme bezüglich Schleifenbildung oder Abschla-50 gen und Fadenbruch über einen weiten Bereich von Fadenstärken und Speisegeschwindigkeiten weitgehend ausgeschaltet werden.
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2 Blätter Zeichnungen
Claims (7)
- 6448182PATENTANSPRÜCHE1. Zwischen einem Garnvorrat (12) und einer Garnverbrauchereinheit (10), insbesondere einer Textilmaschine, der ein Garnfaden (y) mit praktisch konstanter Durchschnittsgeschwindigkeit zuzuführen ist, angeordnete Garnzufuhrvorrichtung mit— einer Trommel (16),— einer Trommelspeiseeinrichtung (20, 30) zur Abnahme des Garnfadens vom Vorrat (12) und zum Herumwik-keln des Garnfadens um die Trommel (16) zwecks späterer Weiterführung zur Verbrauchereinheit (10), wobei das vom Vorrat abgewickelte Garn um diesen unter Bildung eines Ballons (98/ herumläuft,— einem mit regelbarer Drehzahl arbeitenden Gleichstrom-Motor (22) zum Antreiben der Trommelspeiseeinrichtung, um den Garnfaden vom Vorrat mit einer durch die Drehzahl der Speiseeinrichtung (20, 30) bestimmten Geschwindigkeit abzuziehen und— einem elektrischen Schaltkreis zur Speisung des Gleichstrom-Motors,dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Schaltkreis mindestens folgende Elemente aufweist:— eine Drehzahlregeleinheit (70) zur Einstellung einer konstanten Drehzahl des Gleichstrom-Motors (22) in Abhängigkeit von Rückkopplungs-Eingangsdaten,— eine an die Drehzahlregeleinheit (70) angeschlossene, selektiv einstellbare Spannungseinstelleinrichtung (78), um die Garnzufuhrgeschwindigkeit geringfügig über den Durchschnittswert der Garnverbrauchereinheit (10) einzustellen,— eine Detektoreinrichtung (90, 92) zur Erfassung des Garnvorrats auf der Trommel (16),— eine Ein-/Aus-Schaltsteuerung (94), die durch die Detektoreinrichtung (90, 92) zur Unterbrechung der Motorspeisung bei einem zu grossen Garnvorrat aktivierbar ist, wobei die Ansprechzeit dieser Ein-/Aus-Schaltsteuerung so bemessen ist, dass während der Unterbrechung der Motorspeisung der Ballon (98) und die Garnspannung im wesentlichen konstant gehalten werden und— eine Rückkopplungsdetektoreinheit (80, 82), die ein der Drehzahl des Motors (22) proportionales Signal liefert und die so geschaltet ist, dass sie die Motordrehzahl bei wechselnden Belastungsbedingungen durch Änderung von Motorspannung und -drehmoment auf der vorbestimmten Grösse hält.
- 2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahlregeleinheit (70) so geschaltet ist, dass sie die dem Motor (22) zugeführte Gleichspannung regelt.
- 3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, gekennzeichnet durch eine kontaktlose Magnetkupplung (64), die die variable Rückkopplungsspannung in Abhängigkeit von Drehzahländerungen liefert.
- 4. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (16) gegen Drehung gesichert ist.
- 5. Verwendung der Garnzufuhrvorrichtung nach Patentanspruch 1 zur Einstellung der Geschwindigkeit der Garnzufuhr zwischen einem Gamvorrat und einer Garnverbrauchereinheit, welche den Garnfaden mit einer ersten praktisch konstanten mittleren Geschwindigkeit abnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass die Garnzufuhreinrichtung (20, 30) durch elektrische Antriebsmittel (22) angetrieben wird, um das Garn vom Garnvorrat (12) abzuziehen und auf der Trommel (16) aufzuwickeln zu späterer Weiterführung zur Verbrauchereinheit (10), dass der Stiomfluss zu den Anstriebsmitteln (22) gesteuert wird, um die Garnzufuhreinrichtung (20, 30) so anzutreiben, dass das Garn vomGarnvorrat (12) mit einer zweiten praktisch konstanten mittleren, geringfügig über der ersten Geschwindigkeit liegenden Geschwindigkeit abgezogen wird, dass der Garnvorrat auf der Trommel (16) erfasst und der Stromfluss zu den Antriebsmitteln (22) unterbrochen wird, wenn die Garnmenge auf der Trommel (16) einen festgelegten Wert überschreitet, wobei diese Unterbrechungen so begrenzt werden, dass auch während ihres Auftretens die Ballonbildung und die Garnspannung im wesentlichen erhalten bleiben.
- 6. Verwendung nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit des Aufwickeins des Garns auf der Trommel (16) durch eine auf die tatsächliche Aufwickelgeschwindigkeit ansprechende Rückkopplungseinheit (80, 82) konstant gehalten wird.
- 7. Verwendung nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit des Aufwickels des Garns auf der Trommel (16) durch einen Gleichstrom-Motor (22) mit veränderbarer Drehzahl im wesentlichen konstant gehalten wird und dass die an diesem angelegte Spannung gesteuert wird.
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