CH645302A5 - Tiefdruckmaschine. - Google Patents

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CH645302A5
CH645302A5 CH784579A CH784579A CH645302A5 CH 645302 A5 CH645302 A5 CH 645302A5 CH 784579 A CH784579 A CH 784579A CH 784579 A CH784579 A CH 784579A CH 645302 A5 CH645302 A5 CH 645302A5
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CH
Switzerland
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doctor blade
forme cylinder
rail
printing machine
machine according
Prior art date
Application number
CH784579A
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English (en)
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Robert H Hazelton
John J Kimball
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American Bank Note Co
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tiefdruckmaschine, insbesondere für die Herstellung von Wertpapieren, wie Banknoten, Reiseschecks od. dgl. Bei dieser Art des Druckes wird das zu druk-kende Bild in einer Druckplatte durch Vertiefungen gebildet, die entweder Punkte oder Striche sind und auch gerade und gekrümmte Linien umfassen, die länger als 1 mm sind. Die Vertiefungen variieren in ihrer Tiefe zwischen 0,01 und 0,25 mm und werden zuerst mit Druckfarbe gefüllt. Das Papier wird in die Vertiefungen hineinge-presst und auf dem Papier wird ein Auftrag von Farbe bewirkt, der zwischen 0,01 und 0,1 mm hoch ist. Diese Art des Druckes wird mit einer Druckfarbe durchgeführt, die bei 20° C eine Viskosität zwischen 5-50 Pa-s aufweist. Die Farbe wird gewöhnlich erwärmt und durch einen Walzenweg verarbeitet, um die Viskosität zu vermindern, bevor sie auf die Druckplatte aufgetragen wird. Sie haftet auf der Platte und am Grund der Vertiefungen infolge ihrer viskosen Eigenschaften. Nach dem Auftragen auf die Platte wird die überschüssige Farbe auf der Oberfläche zwischen den Vertiefungen entweder durch eine Rakel und durch eines oder mehrere Poliertücher aus Leinwand oder saugfähiges Papier oder beides zusammen entfernt. Das zu bedruckende Papier wird dann zwischen der eingefärbten und polierten Platte und einer Druckwalze, die mit einer Kraft (üblicherweise als Druck bezeichnet) von 20000-90000 N pro Zentimeter Länge der Druckwalze gegen die Platte gepresst ist, gepresst.
Bei anderen Arten von Tiefdruck, die auch Fototiefdruck oder Zylindertiefdruck genannt sind, werden farbaufnehmende Vertiefungen in Form von Punkten verwendet, die eine Fläche von weniger als 1 mm2 haben und deren Form kreisähnlich ist, obwohl sie unregelmässige Umrisslinien haben können. Sie können eine Tiefe bis zu 0,025 mm haben. Die Bindemittel der Druckfarben sind leichtflüchtig und haben eine Viskosität von 0,1-0,5 Pa-s bei 20° C und sind daher leichtflüssig. Sie werden durch Überfluten der Platte mit flüssiger Farbe aufgetragen. Die überschüssige Farbe zwischen den Vertiefungen wird durch eine einzige Rakel entfernt. Die Druckkraft liegt im Bereich von 200 und 2000 N pro Zentimeter Länge.
Der Ausdruck Rakel wird hierin für Abstreifmesser benützt, die unter einem spitzen Winkel zur Tangentenebene durch die Berührungsgerade auf dem Formzylinder, vor der Berührung in Drehrichtung betrachtet, liegen.
Bei der erfindungsgemässen Druckmaschine sollen verbesserte Mittel zur Entfernung von überschüssiger Farbe, insbesondere auf der Platte für Wertpapierdruck, zur Anwendung gelangen. Die Anordnung umfasst eine Rakel, die vorzugsweise gerade hinter der Berührung mit der Farbwalze auf der Druckplatte aufliegt, und zwei Abwischtücher, die die Platte berühren, nachdem sie unter der Rakel hinweggefahren wurde. Die erfindungsgemässen Merkmale sind im kennzeichnenden Teil des unabhängigen Anspruchs 11 angegeben.
Ein Hauptrahmengestell trägt einen Formzylinder und einen Druckzylinder, deren Achsen vorzugsweise in vertikaler Richtung aufeinander und bei einem oben liegenden Druckzylinder ausgerichtet sind. Das Hauptrahmengestell trägt auch die Rakel und die Einrichtung zu deren Betrieb. Die Druckplatte erstreckt sich über weniger als den gesamten Umfang des Formzylinders und die Rakel muss vom Zylinder weggezogen werden, wenn der Zwischenraum zwischen den Druckplattenenden unter der Rakel durchläuft. Die Rakel wird vorzugsweise durch eine Nockenscheibe betätigt, die sich mit dem Formzylinder dreht. Hierbei drückt die Nockenscheibe die Rakel gegen die Druckplatte, wenn diese sich unter der Rakel befindet, und die Rakel wird zurückgezogen, wenn sie sich zwischen den Enden der Druckplatte befindet. Diese Wegziehbewegung kann durch eine Feder oder durch einen geführten Nocken geschehen, der auf die Nockenscheibe gedrückt wird. Die Anpresskraft der Rakel auf dem Zylinder wird vollumfänglich durch die Umfangsform der Nockenscheibe und die Elastizität der Rakel selbst bestimmt. Eine Einstellbarkeit ist im Zuge der Vorrichtung zwischen dem Nockenscheibenabtaster und der Rakel vorgesehen. Die Einstellung bestimmt die Betriebslage der Rakel und damit den Anpressdruck.
Die Trägervorrichtung für die Rakel gemäss dem Ausführungsbeispiel ist derart ausgebildet, dass die Rakel zur Reinigung oder zum vollständigen Ausbau derselben ohne Störung der Einstellung der Betriebslage zurückgezogen werden kann.
Mit einem ersten Hilfswagen werden dabei die übliche Farbzufuhr und zwei Farbrücklauftröge zur Aufnahme der mit der Rakel entfernten Farbe bereitgestellt. Der Wagen kann auf einer geeigneten Spur zwischen einer Betriebsstellung, bei der die Farbzufuhr die Platte auf dem Zylinder berührt, und einer Ruhestellung, bei der der Formzylinder frei zugänglich ist, gerollt werden. Ein Satz konischer Haltestifte und dazu passende Vertiefungen dienen zur Fixierung des Hilfswagens in seiner Betriebsstellung bezüglich seitlicher Bewegung gegenüber dem Hauptrahmengestell. Eine kraftbetätigte Haltevorrichtung dient zur Fixierung des Wagens bezüglich einer Bewegung gegen das Hauptrahmengestell hin und von ihm weg und bewirkt damit eine Halterung der Stifte in ihren Vertiefungen.
Die Abwischtücher und die zugehörigen Abwickel- und Aufwik-kelhaspel befinden sich hierbei auf einem zweiten Hilfswagen auf dei gegenüberliegenden Seite des Hauptrahmengestells, bezogen auf den ersten Wagen. Jedes der beiden Abwischtücher gelangt vom Abgabehaspel über entsprechende Führungen und über eine Abwischschiene in die Nähe des Formzylinders. Die Stellung der Abwischschiene bestimmt die Kraft, mit der das Tuch gegen den Formzylinder gedrückt wird. Dann gelangt das Tuch über weitere Führungen zu einem Aufwickelhaspel, der mit einer schrittweisen Antriebsvorrichtung versehen ist, die das Tuch vorwärts bewegt, wenn der Zwischenraum auf dem Formzylinder mit der Abwischschiene zusammentrifft. Der Abgabehaspel ist mit einer konstant wirkenden Bremse versehen, um das Tuch unter Zugspannung zu halten und die Erzeugung eines Durchhangs zu verhindern. Gesonderte Mittel sind vorhanden, um die Stellungen der beiden Enden der Abwischschiene bezüglich des Formzylinders und damit die Kraft zwischen der Abwischschiene und dem Zylinder einzustellen. Wie im Falle des ersten Hilfswagens sind Haltestifte und eine kraftbetätigte Haltevorrichtung vorhanden, um den zweiten Wagen in der Betriebsstellung zu fixieren. Um die Abwischwirkung durch das Tuch zu erhöhen,
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sind jede Abwischschiene und das zugehörige Tuch seitlich hin- und herbewegbar. Die Haltestifte verhindern jegliche seitliche Bewegung oder Vibration des Hilfswagens bezüglich des Hauptrahmengestells.
Eine verbesserte Unterlage auf der Abwischschiene wird vorgeschlagen, um die Bewegung des Abwischtuches zwischen der Schiene und der Druckplatte zu erleichtern. Die Unterlage ist für einfachen Austausch konstruiert.
Der zweite Hilfswagen kann von der Betriebsstellung in die Ruhestellung gefahren werden, ohne die Einstellungen bezüglich der Anpresskraft der beiden Abwischschienen zu stören. Wenn der Wagen in die Betriebsstellung zurückgefahren wird, stellen die Haltestifte und die Haltevorrichtung sicher, dass alle Teile wieder in ihre genauen Stellungen gelangen.
Die hier beispielsweise beschriebene Druckmaschine weist demnach eine einzelne Druckplatte auf dem Formzylinder auf. Die Erfindung ist jedoch in ihrer Anwendung nicht auf eine Einzelplattenmaschine beschränkt. Überdies ist eine Einzelplattenmaschine als solche für Tiefdruck nicht neu.
Eine Einzelplattendruckmaschine besitzt verschiedene Vorteile im Vergleich zu einer Mehrplattendruckmaschine, indem es nicht notwendig ist, Duplikatplatten herzustellen. Daher sind die Kosten für Platten wesentlich niedriger. Zudem ist die Herstellung von genauen Duplikatplatten streng genommen unmöglich. Jede von zwei Duplikatplatten hat hohe und niedrige Punkte, die in der andern Platte nicht vorhanden sind. Diese Unterschiede müssten auf der Druckmaschine korrigiert werden, also alles Operationen, die bei einer Einzelplattendruckmaschine nicht nötig sind. Zudem ist es bei einer einzelnen Platte nicht nötig, die Platten auf dem Zylinder aufeinander auszurichten.
Eine Einzelplattendruckmaschine ihrerseits zeigt gewisse Probleme, die umgekehrt bei einer Mehrplattendruckmaschine nicht vorhanden sind. Zum Beispiel, um mit einer Einzelplattendruckmaschine die gleiche Anzahl Blätter pro Stunde zu bedrucken wie mit einer Zweiplattendruckmaschine, muss die Einzelplattendruckmaschine mit doppelt so hoher Geschwindigkeit rotieren wie eine Zweiplattendruckmaschine. Damit vergrössern sich die Probleme mit den Vibrationen.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Druckmaschine nach der Erfindung, zusammen mit Hilfsausrüstungen, wie Blattzufuhr-und Abgabevorrichtung,
Fig. 2 einen Aufriss eines Teils einer Druckmaschine mit weggeschnittenen Teilen und weiteren Teilen, die geschnitten dargestellt sind,
Fig. 2a einen Querschnitt in grösserem Massstab bei der Berührungsstelle zwischen Farbwalze und Formzylinder zur Darstellung des Einfarbens,
Fig. 2b einen ähnlichen Querschnitt wie in Fig. 2a zur Darstellung der Arbeitsweise zwischen einer Rakel und der Druckplatte,
Fig. 2c einen Querschnitt im gleichen Massstab zur Darstellung der Arbeitsweise im Gebiet der Berührung zwischen dem Abwischtuch und der Druckplatte,
Fig. 3 einen Ausschnitt zur Darstellung der Rakel im Schnitt gemäss der Linie 3-3 in Fig. 2,
Fig. 4 eine Schnittansicht nach der Schnittlinie 4-4 in Fig. 3 mit einzelnen entfernten Partien,
Fig. 5 einen Ausschnitt zur Darstellung der mittleren Partie von Fig. 3, aber in grösserem Massstab und mit entferntem Deckel für die Darstellung zusätzlicher Details der Rakel und deren Haltevorrichtung,
Fig. 6 eine Schnittansicht nach der Linie 6-6 in Fig. 5,
Fig. 7 eine Schnittansicht nach der Linie 7-7 in Fig. 5,
Fig. 8 eine Schnittansicht nach der Linie 8-8 in Fig. 7,
Fig. 9 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 7 zur Darstellung einer Modifikation,
Fig. 9a einen Ausschnitt nach der Linie 9a-9a in Fig. 9,
Fig. 9b einen Ausschnitt in auseinandergezogener Ansicht zur Darstellung der Nockenscheibenteile in Fig. 9,
Fig. 10 einen Ausschnitt einer Druckmaschine im Aufriss, wobei Fig. 2 und 10 zusammen die Maschine ohne die Papierzufuhr und Abnahmeausrüstung zeigen,
Fig. 11 einen Ausschnitt, zum Teil geschnitten nach der Linie 11-11 in Fig. 10,
Fig. 12 eine Schnittansicht nach der Schnittlinie 12-12 in Fig. 10 in grösserem Massstab,
Fig. 13 eine gleiche Ansicht wie in Fig. 12 zur Darstellung einer Modifikation,
Fig. 13a eine Schnittansicht nach der Linie 13a-13a in Fig. 13, Fig. 14 die Ansicht auf einen Querschnitt nach der Linie 14-14 in Fig. 13,
Fig. 15 eine Schnittansicht nach der Linie 15-15 in Fig. 12, Fig. 16 eine Schnittansicht nach der Linie 16-16 in Fig. 15, Fig. 17 eine Schnittansicht nach der Linie 17-17 in Fig. 15, Fig. 18 eine Schnittansicht nach der Linie 18-18 in Fig. 12, Fig. 19 eine Schnittansicht nach der Linie 19-19 in Fig. 10, Fig. 20 eine Schnittansicht nach der Linie 20-20 in Fig. 19, Fig. 21 eine Schnittansicht nach der Linie 21-21 in Fig. 19, Fig. 22 eine Schnittansicht zur Darstellung des Getriebes zum Antrieb des Formzylinders und des Druckzylinders,
Fig. 23 eine Schnittansicht nach der Linie 23-23 in Fig. 22, Fig. 24 eine Schnittansicht nach der Linie 24-24 in Fig. 22, und Fig. 25 eine Schnittansicht nach der Linie 25-25 in Fig. 24. Fig. 1, 2 und 10 zeigen eine Druckmaschine, von der neben einem Hauptrahmengestell 1 ein erster Hilfswagen 2 und ein zweiter Hilfswagen 3 dargestellt sind. Die Maschine ist ausserdem mit einer Blattzuführvorrichtung 7 und einer Blattabgabevorrichtung 8 versehen. Diese beiden Vorrichtungen 7 und 8 können irgendeinen üblichen Aufbau haben. Das Hauptrahmengestell 1 haltert einen Formzylinder 4, einen Druckzylinder 5 und eine Rakelvorrichtung 6 mit einer Rakel 46.
Der erste Hilfswagen 2 trägt eine Farbzuführvorrichtung mit einer Farbmulde 10 und einem Walzenzug zur Übertragung der Farbe aus der Farbmulde 10 zum Formzylinder, und die letzte Walze 11 des Walzenzuges trägt die Farbe auf die Druckplatte 9 auf dem Formzylinder 4 auf. Die Farbzuführvorrichtung kann irgendeine übliche Ausführungsform haben und ist mit Mitteln zur Einstellung der Farbwalze 11 in bezug auf den Hilfswagen 2 versehen (nicht dargestellt).
Der erste Hilfswagen 2 trägt ausserdem noch ein Paar Farbrücklauftröge 12, die aufschienen 13 ruhen. Geeignete Anschläge 14 sind vorhanden, um die Bewegung der Farbrücklauftröge 13 gegen die Druckmaschine hin zu begrenzen. Der obenliegende Farbrücklauftrog 12 ist in einer Stellung nahe beim Anschlag 14 gezeichnet und diese Stellung bedeutet die Farbaufnahmestellung unterhalb der Rakelvorrichtung 6. Ein gleichartiges Paar Anschläge 15 dient zur Bewegung der Farbrücklauftröge 12 in Richtung nach aussen hin. Nachdem einer der Farbrücklauftröge mit Farbe gefüllt ist, kann er zu einer Entladestelle, die durch den Anschlag 15 bestimmt ist, bewegt werden, in welcher Stellung der Farbrücklauftrog aus dem Hilfswagen 2 herausschaut, wie mit dem strichliert gezeichneten Farbrücklauftrog 16 in Fig. 2 dargestellt ist. Damit kann der Druk-kereiarbeiter die Farbe im Farbrücklauftrog 12 in die Farbmulde 10 zurückbringen. Der Anschlag 15 stösst an den oberen Rand des Farbrücklauftroges 12 an, und damit wird verhindert, dass der Farbrücklauftrog in der Entladestellung wie beim Trog 16 kippen kann. Ein solches Kippen könnte durch das Gewicht der Farbe im Trog bewirkt werden, wobei dann die Farbe verspritzt würde. Wenn sich ein Farbrücklauftrog in der Entladestellung befindet, wird der andere Farbrücklauftrog unter die Rakelvorrichtung geschoben, um die von dort abtropfende Farbe aufzufangen.
Das Hauptrahmengestell 1 dient auch zur Halterung eines Satzes von kraftbetätigten Haltemitteln 21, die mit vorstehenden Nocken 20 am Hilfswagen 2 im Eingriff sind, um den Hilfswagen 2 in der Betriebsstellung zu halten, bei der die Farbwalze 11 die Druckplatte
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9 auf dem Formzylinder 4 berührt. Ein konischer Stift 23 befindet sich auf dem Hilfswagen 2 und greift in eine konische Ausnehmung in einem vorstehenden Auge 24 auf dem Hauptrahmengestell 1 ein. Wenn der Hilfswagen 2 in Betriebsstellung steht, fixiert der Stift 23 den Hilfswagen 2 in bezug auf seitliche Bewegung (senkrecht zur Zeichenebene) gegenüber dem Hauptrahmengestell 1 während des Betriebes der Druckmaschine. Die Halterungen 21 fixieren dagegen den Hilfswagen, in bezug auf Bewegungen in Richtung zum Hauptrahmengestell 1 hin oder von diesem weg, und damit auch den Stift 23 in seiner Ausnehmung 24.
Die Halterung 21 und der Stift 23 sind gleich ausgestaltet und ebenso gleich in ihrer Wirkungsweise wie die weiter unten im Zusammenhang mit Fig. 19-21 beschriebenen Stifte 132 und Halterungen 133.
Ein weiterer Farbrücklauftrog 25 befindet sich noch auf dem Hauptrahmengestell 1 unterhalb der Rakelvorrichtung 6 und dient zum Auffangen der Farbe, die allenfalls von der Rakel tropfen könnte, wenn der Hilfswagen 2 in die Ruhestellung zurückgezogen ist.
Der zweite Hilfswagen 3 trägt ein Abwischtuch 80 und ein Poliertuch 80a mit den zugehörigen Vorrichtungen, wie sie später bei der Beschreibung der Fig. 10-18 im Detail behandelt werden.
An Hand der Fig. 2a-2c mit grösserem Massstab werden die Wirkungsweise der Mittel zum Auftragen der Farbe auf die Druckplatte 9 und die Wirkungsweise der Rakel 46 und des Abwischtuches 80 zur Entfernung überschüssiger Farbe beschrieben.
Die Betriebsweise gemäss den genannten Fig. 2a-2c ist typisch für Banknoten-Tiefdruckmaschinen, sowohl gemäss dem Stand der Technik als auch bei der Tiefdruckmaschine nach der Erfindung. Diese Illustrationen zeigen die Wirkungsweise von Banknoten-Tiefdruckmaschinen sehr genau, die diese Maschinen für entsprechenden Betrieb mit andern Maschinen unterscheidet, wie zum Beispiel bei Zylindertiefdruck.
Aus Fig. 2a kann entnommen werden, dass die Druckplatte 9 auf der Druckseite farbaufnehmende Vertiefungen 9a hat (die Punkte oder Linien darstellen, die gedruckt werden müssen), die durch glatte Flächen 9b voneinander getrennt sind. Von der Farbwalze 11 wird auf die Druckplatte 9 eine Schicht 26 von Farbe aufgetragen, mit der die Vertiefungen 9a ausgefüllt und auch die Flächen 9b zwischen den Vertiefungen bedeckt werden.
Die Rakel 46 schabt gemäss Fig. 2b den grössten Teil der Schicht 26 von den glatten Flächen 9b ab und lässt die Vertiefungen 9a mit Farbe ausgefüllt übrig. Einige wenige Tröpfchen 9c von Farbe verbleiben auf einigen glatten Flächen, die durch die Rakel 46 nicht vollständig gereinigt wurden.
Wie Fig. 2c zeigt, berührt das Abwischtuch 80 die Platte 9 mit zunehmendem Druck gegen die Hinterkante des Abwischtuches 80 hin. Die Aufgabe besteht darin, praktisch alle Tröpfchen 9c zu entfernen und bei allen Vertiefungen einen flachen Meniskus 9d in der Farbe zu erzeugen. Das zweite Tuch 80a übt eine gleichartige Wirkung wie das Tuch 80 aus, obwohl es üblicherweise als Poliertuch bezeichnet wird, während das erste Tuch 80 als Abwischtuch bezeichnet wird. Die Platte 9 ist nach dem Abwischen sauberer, wenn sie dem zweiten Tuch 80a zugeführt wird, so dass dort weniger Farbe zu entfernen ist.
Die Rakelvorrichtung 6 aus Fig. 3 ist im Detail in Fig. 3-9 dargestellt; sie ist in zwei Stützen la, lb am Hauptrahmengestell 1 gehaltert. Eine Stummelwelle 30 ist mit kugeligen Lagern in der Nabe 31a eines Zahnrades 31 exzentrisch gelagert. Die Nabe 31a ihrerseits ist in der Stütze la gelagert. Eine weitere Stummelwelle 32 ist mittels eines weiteren kugeligen Lagers exzentrisch in der Nabe 33a eines Zahnrades 33 gelagert. Die beiden Naben 31a, 33a sind in horizontaler Richtung aufeinander ausgerichtet. Wenn die Naben 31a, 33a je die gleiche Winkellage haben, sind auch die Stummelwellen 30, 32 in horizontaler Richtung aufeinander ausgerichtet. An den inneren Enden tragen die Stummelwellen 30, 32 je einen Halteblock 34, 35 mit einer ebenen Fläche, auf der ein Bezugsstab 36 mittels Schrauben 38, 61 befestigt ist.
Ein Paar Konsolen 37 (Fig. 5) sind an den entgegengesetzten Enden des Bezugsstabes 36 mittels Schrauben 39 befestigt. Jede Konsole 37 trägt einen Drehstift 40. Ein Paar Dreharme 41 sind drehbar auf den Drehstiften 40 befestigt und stehen davon nach oben gerichtet weg, wie Fig. 5 und 6 zeigen. Jeder Dreharm 41 trägt eine erste Backe 42 mittels eines Paares Schrauben 43. Eine zweite Backe 44 ist mittels Schrauben 45 an der ersten Backe 42 befestigt. Die beiden Backen 42,44 weisen an ihren oberen, gegeneinandergerichteten Randpartien Vertiefungen für die Aufnahme des unteren Randes einer Rakel 46 und einer Versteifungsplatte 47 auf. Die Rakel 46 besteht aus elastischem, verschleissfestem Material und kann 0,2 mm dick sein. Die Platte 47 besteht aus dickerem und starrerem Material und kann 0,5 mm dick sein.
Zwei Heftbolzen 48 sind an der Backe 42 befestigt oder können damit einstückig verbunden sein und erstrecken sich in Passöffnungen in die Backe 44 hinein. Die Heftbolzen 48 überbrücken die Vertiefungen, in denen die Rakel 46 und die Platte 47 sitzen, und bilden für die Bodenkante von Rakel 46 und Platte 47 einen Bezug. Diese Konstruktion erleichtert das genaue Einsetzen der Rakel 46 und der Platte 47, und von den Heftbolzen 48 brauchen nur die oberen Flächen genau bearbeitet zu sein.
Jede Konsole 37 trägt eine Schraube 50 als Drehstift für einen Arretierungsarm 51. In das Ende des Arretierungsarmes 51 wird eine Schraube 52 eingewindet, deren äusseres Ende einen Handgriff 53 trägt und deren inneres Ende mit einem Schuh 54 versehen ist. In der mit ausgezogenen Linien gezeigten Lage liegt der Schuh 54 auf der Backe 44 auf und arretiert die Backe 42 gegenüber einer Bezugsfläche 36a des Bezugsstabes 36 und fixiert damit die Lage der Rakel 46 bezüglich der Zentren der Stummelwellen 30, 32. Wenn die Rakel 46 zur Reinigung oder zum Auswechseln in Ruhestellung gebracht werden soll, werden die Handgriffe 53 gedreht, um die Schuhe 54 zu lösen, und die Arretierungsarme 51 werden in die in Fig. 3 strichliert gezeichnete Stellung gedreht, um die Schuhe 54 aus der Auflage auf den Backen 44 wegzudrehen. Die Backen 42,44 können dann mittels der Dreharme 41 auf den Drehstiften 40 in die Ruhelage gemäss der strichliert gezeigten Stellung in Fig. 6 gedreht werden, so dass die Rakel leicht gereinigt werden kann. Wenn die Backen 42, 44 in ihrer Ruhelage sind, können die Schrauben 45 gelöst werden, um die Backen voneinander zu trennen und die Rakel herauszunehmen. Nachdem die Rakel 46 gereinigt oder möglicherweise ersetzt wurde, kann sie in die Betriebslage zurückgebracht werden durch Festziehen der Schrauben 45, Zurückdrehen der Dreharme 41 in ihre Betriebslage und Festziehen der Backe 42 auf der Bezugsfläche 36a mittels der Handgriffe 53 und der Schrauben 52.
Mit Schrauben 55a ist ein Deckel 55 auf der Backe 44 befestigt, um die Rakelvorrichtung vor der von der Rakel 46 abtropfenden Farbe zu schützen. Der Deckel 55 wird während der Reinigung und beim Ersatz der Rakel mit der Backe 44 bewegt.
An einem Arm 60 ist eine Verlängerung 60a angeflanscht, die mittels Schrauben 61 am Bezugsstab 36 befestigt ist (Fig. 5 und 7). Der Arm 60 ist am Ende gegabelt und bildet zwei Flansche 60b.
Eine Schraube 62 ist drehbar durch die Flansche 60b gesteckt. Eine Mutter 63 hält die Schraube bezüglich einer Drehung fest. Ein Nok-kenscheibenfolgerträger 64 ist auf die Schraube 62 aufgeschraubt und dieser Träger ist am Ende ebenfalls gegabelt, um den Arm zu umfassen. Der Träger 64 hält eine Welle 65, auf der eine Nocken-scheibenfolgerwalze 66 drehbar gelagert ist. Die Walze 66 wirkt mit einer Nockenscheibe 67 zusammen, die auf der Nabe des Formzylinders befestigt ist.
Wenn die Bestandteile die in Fig. 7 dargestellte Lage haben, hat die Nockenscheibe 67 die Walze 66 nach aussen gedrückt und dadurch die Naben 31a, 33a rotiert und die Backen 42, 44 in eine Lage gezwungen, in der die Rakel 46 gegen die Druckplatte 9 ist. Die Rakel ist durch diese Berührung seitlich ausgebogen (Fig. 7). Es befindet sich kein einziges elastischesTeil im Kraftübertragungsweg zwischen der Walze 66 und der Rakel 46. Somit ist die Betriebslage der Rakel 46 und der Betrag ihrer seitlichen Ausbiegung einzig und allein durch die Einstellung des Nockenscheibenfolgerträgers 64 auf
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Ein Verbringen der Rakel 46 in die gestrichelte Lage von Fig. 6 für Reinigung oder für den Ersatz ändert in keiner Weise die Einstellung des Trägers 64 auf der Schraube 62. Zurückbringen der Backen 42 und 44 in ihre Betriebslage mittels der Handgriffe 53 bringt die Rakel 46 ebenfalls in die ursprünglich eingestellte Betriebslage zurück.
Nachdem die Walze 66 eingestellt wurde, können die Enden der Rakel 46 unabhängig voneinander, oder beide zusammen, zur Platte 9 hin oder von ihr weg durch eine Vorrichtung zum Drehen der Zahnräder 31, 32 zusammen oder des Zahnrades 31 allein eingestellt werden (Fig. 3 und 4). Das Zahnrad 31 ist im Eingriff mit einem Ritzel 70 auf einer Hülse 71, die in der Stütze la gelagert ist. Das Zahnrad 33 ist im Eingriff mit einem weiteren Ritzel 72 auf einer Welle 73. Die Welle 73 ist koaxial zur Hülse 71 angeordnet und liegt in ihr drin. Eine Scheibe 74 ist am rechten Ende der Welle 73 befestigt (Fig. 3 und 4). Mittels Schrauben 75 ist die Scheibe 76 an einem Schneckenrad 76, das auf der Hülse 71 befestigt ist, festgemacht und durch eine Schnecke 78, die durch ein Handrad 77 gedreht wird, kann das Schneckenrad rotiert werden. Wenn die Schrauben 75 festgezogen sind, um die Scheibe 74 mit dem Schneckenrad 76 zu verbinden, werden durch Drehen des Handrades 77 beide Ritzel 70,72 gleichsinnig gedreht, und damit werden beide Enden der Rakel 46 eingestellt. Wenn die Schrauben 75 gelöst sind, um die Scheibe 74 und das Schneckenrad 76 zu trennen, dann bewirkt ein Drehen des Handrades 77 nur, dass sich das Ritzel 70, nicht aber das Ritzel 72, dreht, um nur das rechte Ende der Rakel 46 einzustellen (Fig. 3). Die kugeligen Lager in den Naben 31a, 33a bewirken, dass die Stummelwellen 30, 32 kippen können, um diese unabhängige Bewegung der Enden der Rakel 46 zu ermöglichen. Durch genaue Einstellung der Lagen der Enden der Rakel kann bewirkt werden, dass die seitliche Ausbiegung der Rakel über die gesamte Länge hinweg gleich gross ist.
Mit Schrauben 38 ist ein Hebelarm 68 am Bezugsstab 36 befestigt, wie links in Fig. 5 gezeichnet ist. Eine Feder 69 (Fig. 7) verbindet das freie Ende des Hebelarmes 68 mit einem Verankerungsstift 78 an der Stütze lb. Die Feder 69 zieht den Bezugsstab 36 in eine Lage, in der die Rakel 46 von der Oberfläche der Druckplatte 9 abgehoben ist, wie mit ausgezogenen Strichen in Fig. 6 dargestellt ist. Dieses Abheben wird durch die Feder 69 jedesmal bewirkt, wenn die Nockenscheibenabtastwalze 66 in eine vertiefte Partie der Nockenscheibe 67 eintaucht. Dies ist der Fall für die Stellung, wenn die Rakel 46 den Zwischenraum zwischen den Enden der Druckplatte 9 überstreicht. Wenn die Rakel 46 die vordere Kante der Druckplatte 9 erreicht, erzwingt die Nockenscheibe 67 die Berührung der Rakel mit der Oberfläche der Druckplatte.
Die Nockenscheibe 67 besteht aus zwei halbkreisförmigen Teilen 67a, 67b. Die beiden Teile 67a, 67b sind am einen Ende mittels eines Scharnierbolzens 125 verbunden und am andern Ende mittels einer Schraube 126 untereinander befestigt, die in das Teil 67b eingeschraubt wird und deren Kopf dann in einer Vertiefung im Teil 67a liegt. Das Teil 67b ist mit einer auf dem Umfang einstellbaren geschlitzten Partie 67c versehen, durch die die Länge der hohen Partie der Nockenscheibe entlang des Umfangs eingestellt werden kann. Die Partie 67c ist mit dem Teil 67b durch eine Schraube 127 verbunden. Die Nockenscheibe 67 kann gegenüber dem Zylinder 4 nach Lösen der Schraube 126, die auch zum Trennen der Teile 67a, b, dient, als Ganzes gedreht werden. Die Lage der Anhebepartie der Nockenscheibenhälfte 67a kann auf diese Art eingestellt werden. Die Abfallpartie der Nockenscheibe wird durch die einstellbare Partie 67c bestimmt, die auf dem Teil 67b durch Lösen der Schraube 127 und Verschieben der Partie 67c an die gewünschte Lage eingestellt werden kann. Auf diese Weise kann die genaue Lage, in der die Rakel 46 auf die Druckplatte 9 aufsetzt und von dieser abgehoben wird, eingestellt werden.
Fig. 9 zeigt eine andere Ausführungsform der Nockenscheibe und des Nockenscheibenabtasters nach Fig. 7. Die Nockenscheibe 67 in Fig. 7 ist in Fig. 9 durch eine Führungsnut 140 mit sich gegenüberliegenden Führungswänden 140a, b ersetzt. Der Abtaster 66 in Fig. 7 ist durch einen Abtaster 141 ersetzt. Der Abtaster 141 wird in beiden Richtungen durch die Führungsnut 140 in erzwungener Weise geführt. Die Rakel 46 wird damit erzwungenermassen von der Druckplatte 9 am Anfang des Zwischenraumes 99 abgehoben und wird in erzwungener Weise am Ende des Zwischenraumes 99 auf die Druckplatte 9 aufgesetzt.
Die Nockenscheibe besteht aus zwei einstellbaren Partien 140c, d, die je etwas länger sind als ein Halbkreis. Jede der Partien 140c, d weisen innere und äussere abgeschrägte Seitenflächen auf, wie Fig. 9a deutlich zeigt, und sie liegen in einem Trägerkanalglied 128, das auf den Formzylinder 4 montiert ist. Beim Trägerkanalglied 128 ist die innere Seitenwand des Kanals hinterschnitten, um sich an die abgeschrägten Seiten der Partien 140c, d anzuschmiegen. Die Aus-senseiten der Partien 140c, d werden im Trägerkanalglied 128 durch mehrere gebogene Keile 180 festgehalten, die mittels Schrauben 181 am Trägerkanalglied 128 befestigt sind. Die Innenflächen der Keile 180 sind abgeschrägt, um mit den Aussenseiten der Partien 140c, d zusammenzupassen. Die gegenseitige Lage der Partien 140c, d können durch Lösen der zugehörigen Schrauben 181 eingestellt werden. Damit kann auch hier die Stellung des Formzylinders 4, an der die Rakel 46 auf die Druckplatte aufgesetzt wird, und ebenso die Stellung, bei der sie vom Druckzylinder abgehoben wird, unabhängig voneinander eingestellt werden. In der Anordnung nach Fig. 7 bewirkt die Einstellung der Position der Abhebepartie 67a erzwungenermassen auch eine zugehörige Einstellung der Aufsetzpartie 67b, die danach noch eingestellt werden muss, um die Verschiebung, die durch das Einstellen der Abhebepartie 67a bewirkt wurde, zu kompensieren. Die Einstellung bei der Nockenscheibe gemäss Fig. 9 stellt demnach eine Verbesserung der Nockenscheibe 67 dar, indem keine Kompensationseinstellung durchgeführt werden muss.
Die erzwungene Bewegung des Abtasters 66 bzw. 141 gilt für beide Ausführungsformen gleicherweise. Der erzwungene Antrieb der Rakel 46 zum Abheben beim Zwischenraum 99 gemäss Fig. 9 folgt dem Betrieb der Druckmaschine bei hoher Geschwindigkeit genauer, als es der federkraftbetriebene Rückzug der Rakel gemäss Fig. 7 erlaubt.
Der Hebelarm 68 in Fig. 7 ist in der modifizierten Ausfiihrungs-form nach Fig. 9 nicht nötig. Die übrigen Teile in Fig. 9 sind dieselben wie die entsprechenden Teile in Fig. 7 und sind deshalb mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Das Abwischtuch wird nachfolgend an Hand der Fig. 10-18 beschrieben. Ein erstes von zwei Abwischtüchern, die auf dem rotierenden Formzylinder 4 aufliegen, ist das Abwischtuch 80 in Fig. 10. Das zweite Abwischtuch, manchmal auch als Poliertuch bezeichnet, ist das Abwischtuch 80a. Indem die beiden Tücher und die zugehörigen Antriebs- und Haltemittel praktisch gleichartig sind, wird nachfolgend lediglich das Abwischtuch 80 mit den zugehörigen Teilen beschrieben.
Das Abwischtuch 80, das an sich auch aus Kreppapier, Packleinwand od. dgl. bestehen könnte, wird von einem Abgabehaspel 81, der sich auf einer Welle 82 in Zapfenlagern 83 dreht, abgewickelt. Der Haspel 81 ist mit einer einstellbaren Bremse 84 ausgerüstet, die von beliebiger Ausgestaltung sein kann und das Tuch unter Spannung hält. Das Tuch wird vom Haspel 81 über eine Führungswalze 85 und dann zwischen der gepolsterten Abwischschiene 86 und dem Formzylinder 4 hindurch geführt. Es wird dann über eine andere Führungswalze 87 und eine Antriebswalze 94 zu einem Aufwickelhaspel 90 auf einer Welle 91 geführt, die in einem Paar Schlitzführungen 92 drehbar gelagert ist. Der Aufwickelhaspel 90 liegt auf der Antriebswalze 94, die auf einer Welle 95 mit einem Ritzel 96 befestigt ist. Das Ritzel 96 wird durch eine Zahnstange 97 angetrieben, die durch einen hydraulischen Hubkolbenmotor 100 angetrieben ist. Ein einstellbarer Anschlag 98 dient zur Begrenzung des Hubes beim Motor 100.
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Der hydraulische Motor 100 wird durch eine Nockenscheibe (nicht dargestellt) gesteuert, die mit dem Formzylinder 4 in Verbindung steht und einen Abtaster zur Steuerung eines Ventils für die Zufuhr hydraulischen Fluids zum Motor 100 bewegt, um das Tuch 80 während der Intervalle, wenn der Zwischenraum 99 (Fig. 7) zwischen den Enden der Druckplatte 9 am Ort der Abwischschiene 86 vorzuschieben ist. Zu dieser Zeit ist das Tuch über der Abwischschiene 86 mit dem Formzylinder 4 nicht in Berührung und kann sich frei bewegen.
Die Zapfenlager 83 für die Welle 82 sind in einem Plattenpaar 101 gebildet, die auf Seitenwänden 3a, b des Hilfswagens 3 mittels Schrauben 102 und Abstandstücken 103 befestigt sind.
Das Ritzel 96 ist an der Welle 95 mittels einer nur in einer Drehrichtung wirkenden Kupplung 104 bekannter Bauart befestigt, so dass der Rückkehrhub der Zahnstange die Drehrichtung der Welle 95 und damit des Aufwickelhaspels 90 nicht umkehren kann. Eine zweite derartige Einwegkupplung 108 befindet sich am andern Ende der Welle 95 und erlaubt nur eine Drehung in eine Richtung bezüglich der Platte 101.
Die Abwischschiene 86 wird während des Betriebs in seitlicher Richtung hin und her bewegt; dazu dient eine Einrichtung gemäss Fig. 12-17. Die Abwischschiene 86 ist an ihren Enden an Platten 88 befestigt, die auf Gleitern 105 mit T-förmigem Querschnitt (Fig. 12 und 16) montiert sind. Von jedem Gleiter 105 ist ein Schenkel der T-förmigen Anordnung zwischen einem Paar Winkeleisen 106 auf Trägern 107, die an den Seitenplatten 3a, b befestigt sind, geführt. Die Gleiter 105 sind drehbar an Verbindungsgliedern 110 angelenkt, deren andere Enden drehbar an einem Träger 111 gehaltert sind, welcher Träger sich über die gesamte Breite der Druckmaschine erstreckt und an den Enden in Schuhen 112 endet, die zwischen oberer und unterer Führungsschiene 113 (Fig. 12 und 17) am Träger 107 und damit an den Platten 3a, b befestigt gleitend gehaltert sind. Ein weiteres Verbindungsglied 114 ist mit seinen Enden drehbar an der Mitte der Abwischschiene 86 und an der Mitte des Trägers 111 angelenkt. Es ist ersichtlich, dass der Träger 111, die Abwischschiene 86 und die Verbindungsglieder 110,114 eine Verbindung in Form eines Parallelogramms bilden, so dass die Abwischschiene 86 bezüglich der Platten 3a, b seitlich schwingen kann. Diese Schwingung wird durch einen Motor 115 (Fig. 12) erzeugt, der über einen Riemen 116 eine Riemenscheibe 117 auf einer Welle 118, die im Träger 111 gelagert ist, antreibt. Das andere Ende der Welle 118 treibt einen Exzenter 120 an. Der Exzenter 120 ist in einem Arm 121 gelagert, und dieser Arm ist an einem Ende an einem Verbindungsglied 122 angelenkt, dessen anderes Ende an der Abwischschiene 86 angelenkt ist. Somit bewirkt die Rotation des Motors 115 eine seitliche Schwingung der Abwischschiene 86 und verbessert damit die Abwischwirkung des Tuches 80.
Die Welle 118 trägt eine zweite Riemenscheibe 119 zum Antreiben eines Riemens 119a für den Antrieb des Schwingmechanismus des zweiten Tuches 80a. Die beiden Schwingmechanismen sollten mit einer Phasenverschiebung von 180° arbeiten, um die Vibrationen des Hilfswagens 3 so klein wie möglich zu halten.
Der Träger 111 kann zum Formzylinder 4 mittels zweier hydraulischer Zylinder 160 zum Formzylinder 4 hin oder von diesem weg bewegt werden. Die hydraulischen Zylinder 160 sind wahlweise betätigbar, um das Tuch 80 gegen die Druckplatte 9 zu pressen oder es von dieser abzuheben.
Die Abwischschiene 86 ist an ihren Enden von Platten 88 getragen. Jede der Platten 88 kann sich auf einem Gleiter 105 in begrenztem Umfang drehen (Fig. 15 und 16). Jeder Aufbau besteht aus einem Drehstift 88a, der im Gleiter 105 befestigt ist und mit welchem die Platte 88 drehbar gehaltert ist. Ein Paar Schrauben 88b sind ebenfalls am Gleiter 105 befestigt und liegen in Schlitzen 88c in der Platte 88. Die Lage der Platte 88 kann somit bezüglich des Formzylinders 4 verändert werden, wenn die Muttern 88d auf den Schrauben 88b gelöst werden und dadurch die Platte 88 auf dem Stift 88a gedreht werden kann.
Mittels dieser Einstellbarkeit der Platte 88 kann der Druck zwischen der Vorderkante der Abwischschiene 86 und dem Formzylinder so eingestellt werden, dass er grösser ist als der Druck zwischen der Hinterkante der Abwischschiene 86 und dem Formzylinder 4. Üblicherweise wird gewünscht, den grössten Druck an der Hinterkante zu erzeugen, weil die Menge an überschüssiger Farbe, die die Hinterkante noch erreicht, weniger ist als die Menge an der Vorderkante.
Fig. 13 und 14 zeigen modifizierte Ausführungsformen der Anordnung nach Fig. 12, bei welcher Ausführungsform die Parallelogrammverbindung 110,111,114 und 86 durch einen geradlinigen Bewegungsmechanismus ersetzt ist, der einen Träger 142 mit starren vorstehenden Armen 142a, b, c aufweist. Jeder dieser drei Arme, wie Fig. 14 für den Arm 142b zeigt, hat ein gabelartiges Ende, das eine Partie der Abwischschiene 86 umfasst. Der obere Schenkel jedes gegabelten Armes hat einen sich nach unten öffnenden Schlitz 143 auf der unteren Seite, in den eine nach oben gerichtete Rippe 144 der Abwischschiene 86 eingreift. Wenn die Abwischschiene 86 oszilliert, bewegen sich die Rippen 144 in den Schlitzen hin und her.
Die Abwischschiene 86 kann gegen den Formzylinder 4 hin bewegt werden, um den gewünschten Abwischdruck zwischen dem Tuch 80 und der Druckplatte 9 zu erzeugen. Dazu dienen zwei Antriebe 145, von denen jeder auf ein Ende des Trägers 142 einwirkt. Einer der Antriebe 145 ist im Detail in Fig. 13a dargestellt. Dieser Antrieb 145 umfasst einen Hydraulikzylinder 146, der drehbar auf Lagerzapfen 147 auf dem Träger 107 montiert ist. Der Zylinder 145 treibt eine Kolbenstange 148 an, die über einen Verbindungsarm 149 mit einem drehbaren Keil 129, der in einer Klammer 129a gelagert ist, verbunden ist und mit einem weiteren Keil 130 an einem Schuh 130a am Arm 142a in Verbindung steht und gleicherweise zwischen Führungsschienen gleiten kann, wie der Schuh 112 in Fig. 12. Mit hydraulischem Fluid unter Druck im Zylinder 146 wird der Keil 129 in der Weise gedreht, dass der Träger 142 gegen den Formzylinder 4 hin gedrückt wird, um dadurch den gewünschten Abwischdruck für das Tuch 80 zu erzeugen. Der Keil 129 weist einen festen Drehwinkel auf, der dem festen Hub der Kolbenstange 148 entspricht. Die Betriebsstellung des Endes der Abwischschiene 86 wird durch eine Schraube 129b in der Klammer 129a eingestellt. Das innenliegende Ende der Schraube 129b hat eine Verlängerung mit reduziertem Durchmesser, die als Drehzapfen für den Keil 129 dient.
Die Klammer 129a ist auf dem Träger 107 befestigt. Ein Paar Federn 145a sind unter Zug zwischen die Enden des Trägers 142 und die Klammern 129a eingesetzt. Diese Federn kommen zur Wirkung, wenn der hydraulische Druck im Zylinder 146 nachlässt, um den Träger 142 zurückzuziehen und damit den Druck des Tuches 80 gegen die Druckplatte 9 aufzuheben.
Die Enden der Arme 110,114 in Fig. 12 bewegen sich bogenförmig, wenn die Abwischschiene 86 oszilliert, so dass der Druck der Abwischschiene 86 auf den Formzylinder 4 jeweils am Ende des Weges leicht reduziert ist. Der Geradeausantrieb nach Fig. 13 vermeidet diese Druckverminderung an den Enden des Abwischschienenweges, so dass die Abwischschiene mit einem konstanten Druck gegen den Formzylinder 4 gepresst wird.
Die Polsterung auf der Abwischschiene 86 wird nun an Hand der Fig. 2c und 18 beschrieben. Die Abwischschiene 86 trägt auf der dem Zylinder zugekehrten Seite einen Keil 150. Gemäss Fig. 2c überdeckt eine elastische Beschichtung 151 den Keil 150 und dehnt sich beidseits der Fläche über die obere Kante des Keils 150 und die untere Kante der Abwischschiene 86 hinaus aus. Die Beschichtung 151 ist mittels einer Deckschicht 152 aus geeignetem verschleissfe-stem Kunststoff an Ort gehaltert und auch komprimiert. Die Beschichtung 151 und die Deckschicht 152 werden mit einer Reihe von Schrauben 153 festgehalten, die durch den unteren Rand der Beschichtung 151 und Deckschicht 152 hindurch in die Abwischschiene 86 hineingeschraubt sind.
Der obere Rand der Deckschicht 152 ist zwischen zwei halbzylindrischen Hälften 156a, b eines Aufwickelstabes 156 eingeklemmt. Die halbzylindrische Hälfte 156a des Stabes 156 trägt an ihren
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Enden ein Paar Gesperre 157 (Fig. 12) und ist mit in den Platten 88 gelagerten, vorstehenden Drehzapfen versehen. Die Gesperre 157 wirken mit Sperrklinken 158 auf den Platten 88 zusammen. Die halbzylindrische Hälfte 156b des Stabes 156 ist mittels Schrauben 159 an der zweiten halbzylindrischen Hälfte 156a befestigt. Wenn die Polsterung montiert wird, werden zuerst der untere Rand der Deckschicht 152 und die Beschichtung 151 an der Abwischschiene 86 mittels der Schrauben 153 angeheftet. Die Beschichtung 151 und die Deckschicht 152 werden dann um die Abwischschiene herumgelegt, und der obere Rand der Deckschicht 152 wird dann zwischen die Hälften des Stabes 156 eingeklemmt. Der Stab 156 wird schliesslich gedreht, um die Deckschicht 152 zu straffen und die elastische Beschichtung 151 zu komprimieren. Die Gesperre dienen zum Festhalten des Stabes in der die Beschichtung komprimierenden Stellung.
Der Keil 150 bewirkt, dass der Druck zwischen der Deckschicht 152 und der Druckplatte 9 zunehmend von Null bei der Vorderkante der Abwischschiene bis zu einem höchsten Wert am hinteren Rand der Abwischschiene höher wird. Der Aufbau der Polsterung gemäss Fig. 2c ist bekannt.
Fig. 18 zeigt eine verbesserte Ausführungsform, bei der das Auswechseln der Deckschicht bei einer modifizierten Abwischschiene 86' erleichtert ist. Der Keil 150, die Beschichtung 151 und die Deckschicht 152 sind gleich wie in Fig. 2c. Am unteren Rand der Polsterung befindet sich ein flacher Stab 154 entlang der vollen Länge ausserhalb der Deckschicht. Ein weiterer Stab 155 mit einem T-förmi-gen Querschnitt befindet sich auf der Innenseite der Beschichtung 151 und erstreckt sich ebenfalls über die gesamte Länge. Die Stäbe 154,155 und die Beschichtung 151, mit der Deckschicht 152 zusammen, werden dann zuerst mittels mehrerer Schrauben 154a zusammen befestigt. Die Abwischschiene 86' ist mit einer Nut zur Einpassung des Stabes 155 versehen. Der gesamte Zusammenbau kann vom Ende her in die Abwischschiene 86' von der Vorderseite der Druckmaschine her (Fig. 10) hineingeschoben oder herausgezogen werden, nachdem der Hilfswagen 3 in die Ruhestellung gefahren wurde, um die Abwischschiene in eine zugängliche Lage zu bringen. Der obere Rand der Deckschicht 152 wird am Stab 156 festgeklemmt, nachdem der Zusammenbau eingeschoben wurde. Die Polsterung gemäss Fig. 18 kann leichter ausgewechselt und im Unterhalt besorgt werden als die herkömmliche Abwischschiene nach Fig. 2c.
Fig. 19-21 zeigen die Feststellvorrichtung, durch die der Hilfswa-gen 3 am Hauptrahmengestell 1 fixiert werden kann, wenn der Hilfswagen 3 in Betriebsstellung ist, so dass die gegenseitige Lage von Hilfswagen und Hauptrahmengestell nicht von Vibrationen verändert wird, die infolge der Hin- und Herbewegung des Tuches oder aus einem andern Grund entstehen können. Die Stützen la, b des Hauptrahmengestells sind mit mehreren mit konischen Bohrungen versehenen Sockeln 131, die am besten in Fig. 21 ersichtlich sind, versehen. Die seitlichen Rahmenteile 3a, b des Hilfswagens 3 tragen eine entsprechende Anzahl von konischen Bolzen 132. Wenn der Hilfswagen 3 in Betriebsstellung gefahren wird, wird jeder Bolzen 132 in den zugeordneten Sockel 131 hineingefahren. Die Bolzen und die Sockel verhindern zusammen jegliche seitliche Bewegung zwischen den Stützen la, b und den seitlichen Rahmenteilen 3a, b des Hilfswagens 3.
Die Stützen la, b tragen ferner je ein Paar von kraftbetätigten Verriegelungen 133. Jede Verriegelung besteht aus einem Hydraulikzylinder 134, der eine Kolbenstange bewegt, die ihrerseits an einem konischen Bolzen 135 befestigt ist, welcher Bolzen mit einem ange-passten konischen Sockel 136 an den Rahmenteilen 3a, b des Hilfswagens 3 zusammenwirkt. Nachdem der Hilfswagen 3 in Betriebs-stellung gefahren wurde, werden die entsprechenden Enden der Zylinder 134 mit Fluid unter Druck, vorzugsweise simultan, beschickt, um die zugehörigen Bolzen 135 in die zugeordneten Sockel 136 hin-einzustossen, um so jegliche Bewegung des Hilfswagens 3 in Richtung vom Hauptrahmengestell 1 weg zu verhindern. Diese Verriegelung des Hilfswagens 3 in bezug auf eine Bewegung vom Hauptrahmengestell weg stellt auch sicher, dass die Bolzen 132 in den Sockeln 131 hineingestossen verbleiben und dass der Hilfswagen 3 und das Hauptrahmengestell 1 zwangsweise bezüglich jeder Bewegung, sowohl seitlich wie längsgerichtet, miteinander verriegelt sind. Die Zufuhr von Fluid unter Druck zu allen Zylindern 134 kann durch ein einzelnes manuell betätigtes Ventil (nicht dargestellt) gesteuert werden. Die Zylinder 134 sind doppeltwirkend und die konischen Bolzen 135 können aus ihren Sockeln 136 durch einfaches Zuführen des Fluids unter Druck an die andern Enden der Zylinder gelöst und herausgezogen werden.
Der Antrieb für den Druckzylinder 5 ist aus den Fig. 22-25 ersichtlich. Der Formzylinder 4 wird durch einen Motor (nicht dargestellt) über ein Getriebe mit beispielsweise einem Zahnrad 162 auf einer Welle 161 des Formzylinders 4 angetrieben. Der Druckzylinder 5 wird von diesem Zahnrad 162 über ein Zahnrad 163 und eine elastische Kupplung 165 angetrieben, die das Zahnrad 163 mit der Welle 164 des Druckzylinders 5 verbindet.
Die Kupplung 165 umfasst eine Nabe 166, die an der Welle 164 befestigt ist und die eine Scheibe 166a trägt. Die Scheibe 166a weist vier Stützen 167 auf, die von der Platte aus nach aussen gerichtet sind (nach rechts in Fig. 22) und im gleichen Abstand nahe bei der Peripherie der Platte 166a angeordnet sind. Das Zahnrad 163 ist drehbar auf der Welle 164 ausserhalb der Platte gelagert. Am Zahnrad 163 befinden sich vier weitere Stützen 170, die nach innen gerichtet sind. Jede Stütze 167 ist mit einem einstellbaren Federsitz 172 versehen, der gegen einen weiteren Federsitz 171 gerichtet ist. Eine Feder 173 ist unter Kompression zwischen zwei solche, sich gegenüberliegenden Federsitzen 171,172 eingespannt. Die Lage des Federsitzes 172 ist mittels einer Schraube 174 einstellbar, und die Lage der Schraube 174 ist durch eine Feststellschraube 175 fixierbar.
Wenn die Zylinder 4, 5 rotieren, aber nicht in Druckkontakt stehen, wird das Drehmoment zum Antreiben des Zylinders 5 über Zahnräder 162,163, Stützen 170, Federn 173, Stützen 167 und Nabe 166 auf die Welle des Zylinders 5 übertragen.
Die Oberfläche des Formzylinders 4 ist durch die auf einem starren Kern aufgebrachte Druckplatte 9 gebildet. Der Aufbau des Druckzylinders 5 ist ähnlich, indem er verschiedene Schichten aufweist, die alle aus kompressiblem Material bestehen. Verschiedene Druckplatten können minime Unterschiede in der Dicke aufweisen, die aber innerhalb bestimmter Toleranzen liegen müssen. Die Schichten auf dem Druckzylinder weisen ebenfalls Unterschiede in ihrer Dicke infolge von zulässigen Toleranzen bei der Herstellung dieser Schichten auf. Die Durchmesser der Zylinder 4, 5 müssen somit nicht über die ganzen Oberflächen hinweg konstant sein. Zudem können sie von einem Druckvorgang zum andern infolge von unterschiedlichem Einbau der Teile variieren.
Wenn sich die Oberflächen der Zylinder 4, 5 berühren, entsteht eine hohe Kraft, durch die die Zylinder in Walzverbindung stehen. Infolge der unterschiedlichen Masse der Zylinder, wie oben erwähnt, kann sich diese Kraft bei drehenden Zylindern ändern. Zudem kann sich die Berührungslinie zwischen den Zylindern verschieben, die von der gegenseitigen Lage, die durch Zahnräder allein bestimmt wäre, abweicht. Dieser Unterschied zwischen der wahren Berührungslinie, die durch das Abwälzen bestimmt wird, und der Berührungslinie, die sich durch die Zahnräder bestimmt, kann dazu führen, dass der eine Zylinder auf dem andern gleitet, was zu einem Verwischen der gedruckten Linien oder Punkte führt. Um jegliches Gleiten zwischen den Zylindern zu verhindern, während diese in Druckstellung sind, ist es erwünscht, die gegenseitige Lage eher durch die Walzberührung bestimmen zu lassen, als diese mit Gewalt durch die Zahnräder zu bestimmen.
Die elastische Kupplung 165 erlaubt, dass der Druckzylinder 5 frei auf dem Formzylinder 4 abrollen kann. Wenn der Zylinder 5 zum Druck übergeht, d.h. wenn er die Vorderkante der Druckplatte auf dem Zylinder 4 fasst, kann sich der Druckzylinder 5 in bezug auf den Formzylinder leicht nach rückwärts bewegen. Mit andern Worten bewegen sich die Stützen 167 auf der Nabe 166 in Fig. 23 leicht im Gegenuhrzeigersinn in bezug auf die Stützen 170, so dass die Fe-
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dem zusammengepresst werden und der Antrieb von den Stützen 170 her vollständig über die Federn 173 erfolgt. Solange der Druckzylinder 5 in Abwälzberührung mit dem Formzylinder 4 steht, bleiben die Federn über den unbelasteten Zustand hinausgehend zusammengepresst und kompensieren durch Verändern der Kompression jegliche Unregelmässigkeit bezüglich der Abmessungen der Zylinder. Somit entsteht keine Gleitbewegung zwischen den Zylindern.
Wenn dann der Druckzylinder 5 beim Ende der Druckplatte 4 anlangt, wird der Druck zwischen den beiden Zylindern aufgehoben. Die zusammengepressten Federn 173 können sich ausdehnen und die Stützen 167 im Uhrzeigersinn in bezug auf die Stützen 170 drehen. Diese Bewegung im Uhrzeigersinn ist durch eine Feststellschraube 174 in einer der Stützen 170 begrenzt. Der Kopf der Schraube 174 stösst gegen eine benachbarte Stütze 167, wenn sich der Druckzylinder 5 unter kleiner Belastung dreht. Es bedarf nur einer solchen Feststellschraube 174, indem praktisch das gesamte Drehmoment über die Zahnräder 162,163 übertragen wird.
Ein Anschlagstift 176 ist auf der Platte 166a befestigt und liegt im Weg einer Verlängerung 170a einer Stütze 170. Der Anschlagstift
176 und die Verlängerung 170a begrenzen die Rückwärtsbewegung des Druckzylinders 5 in bezug auf den Formzylinder 4.
Fig. 1 zeigt neben der Druckmaschine selbst noch Zusatzeinrichtungen, nämlich eine Blattzuführung 7 und eine Blattabgabevor-5 richtung 8. Diese Ausrüstungen sind üblich und werden hier lediglich zur Vervollständigung angeführt.
Die Blattzuführung 7 umfasst eine Blattabgabevorrichtung 171, mit der Blätter an einen Förderer 172 übergeben werden. Der Förderer 172 führt die Blätter zu einem Übergabezylinder 173, der sie io an den Druckzylinder 5 abgibt. Die bedruckten Blätter werden mittels eines Förderers 174 vom Druckzylinder abgenommen und über die Blattzuführung 7 hinweg zu einem Stapler 175 geführt. Der Stapler 175 kann mit einem Zwischenblatteinführmechanismus 176 versehen sein, der periodisch ein Blatt oder Karton aus schwerem Mais terial zum Stapler 175 führt. Diese Zwischenblätter begrenzen die Anzahl Blätter in einem einzelnen Stapel und damit den Druck auf die Blätter durch darübergeschichtete Blätter und vermindert dadurch die Farbübertragung der frischen Farbe zwischen benachbarten Blättern.
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14 Blätter Zeichnungen

Claims (16)

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1. Tiefdruckmaschine, gekennzeichnet durch a) ein Hauptrahmengestell (1) mit einem Formzylinder (4), der eine sich nicht über seinen ganzen Umfang erstreckende Druckplatte (9) trägt, einem Druckzylinder (5) und einer Rakel (46),
b) einen ersten Hilfswagen (2) mit einer Farbmulde (10), Farb-zuführmitteln (11) zum Übertragen der Farbe auf den Formzylinder (4), einem Farbrücklauftrog (12) zur Aufnahme der durch die Rakel (46) vom Formzylinder entfernten Farbe, welcher erste Hilfswagen zwischen einer Betriebsstellung, bei der die Farbzuführmittel mit dem Formzylinder zusammenwirken und einer Ruhestellung, bei der sich die Farbzuführmittel im Abstand vom Formzylinder befinden, beweglich ist, und c) einen zweiten Hilfswagen (3) mit einem Abwischtuch (80), einem Abwickel- und Aufwickelhaspel (81,90) für das Tuch, einer Abwischschiene (86) zum Anpressen des Abwischtuches an den Formzylinder, einzeln wirkenden Anpressmitteln (145,160), die je auf ein Ende der Schiene einwirken, und einem einstellbaren Hubantrieb (98,100) zum Abheben des Abwischtuches (80), wenn der zwischen den Enden der Druckplatte (9) liegende Zwischenraum (99) am Formzylinder unter der Schiene (86) durchläuft, welcher zweite Hilfswagen zwischen einer Betriebsstellung, bei der das Abwischtuch den Zylinder (4) berührt, und einer Ruhestellung, in der das Abwischtuch einen Abstand zum Zylinder aufweist, beweglich ist, ohne die Anpresseinstellung für die Schiene oder die Hublänge des Hubantriebes (98,100) zu beeinflussen.
2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (9) auf dem Formzylinder (4) farbaufnehmende Vertiefungen (9a) aufweist, die durch glatte Flächen (9b) voneinander getrennt sind, Mittel zum Auftragen von Farbe auf die Druckplatte, Mittel (6) zum Entfernen überschüssiger Farbe von der Druckplatte, bestehend aus a) einer Rakel (46) mit einer Kante, die gegen die Drehrichtung des Formzylinders (4) gerichtet ist und auf den glatten Flächengebieten der Druckplatte aufliegt, welche Rakel unter einem spitzen Winkel zu der Partie der Druckplatte steht, die von der Berührungslinie der Rakel und der Druckplatte wegführt,
b) Rakelhaltemitteln (36,41,42,44), die zwischen einer Betriebsstellung, bei der die Rakel die Druckplatte berührt, und einer Ruhestellung, bei der die Rakel einen Abstand zum Formzylinder aufweist, beweglich sind,
c) einer mit dem Formzylinder verbundenen und mit diesem mechanisch gekuppelten Nockenscheibe (67; 140), und d) einem Nockenscheibenabtaster (60, 64, 66; 141), der mit den Rakelhaltemitteln verbunden ist, wobei die Nockenscheibe eine Form aufweist, derart, dass die Rakelkante mit der Druckplatte (9) in Berührung kommt, wenn sie im Bereich der Druckplatte ist, aber vom Formzylinder abgehoben wird, wenn sie sich im Bereich des genannten Zwischenraumes (99) befindet.
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PATENTANSPRÜCHE
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die Abwischwirkung zu erhöhen, und Mittel (131,132,133,134, 135,136) zum Fixieren des Hilfswagens am Hauptrahmengestell, wenn sich der Hilfswagen in Betriebsstellung befindet.
3. Druckmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Rakel (46) parallel zur Formzylinderachse erstreckt und die Rakelkante durch eine ihrer längeren gegenüberliegenden Randpartien gebildet ist, während die andere starr eingespannt ist, wobei die Rakel flexibel ist und die Nockenscheibe (67; 140) mit dem Nockenscheibenabtaster (60, 64, 66 ; 141) derart zusammenwirkt, dass die Rakel an der Berührungslinie seitlich ausgebogen wird, die Rakel jedoch unbelastet ist, wenn sie vom Formzylinder einen Abstand aufweist.
4. Druckmaschine nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch Mittel (62,63) zur Einstellung der Lage des Nockenscheibenabtasters bezüglich der Rakel und damit zur Einstellung der Auslenkung der Rakel bei der Berührung mit der Druckplatte.
5
5. Druckmaschine nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch a) Rakelhaltemittel (36,41,42,44) mit einem am Hauptrahmengestell (1) befestigten Glied (36) mit einer Bezugsfläche (36a), an welchem Rakeleinspannmittel (41,42,44) drehbar angeordnet sind, welche Mittel zwei Klemmbacken (42, 44) zum Haltern der Rakel aufweisen, wobei die Einspannmittel (41, 42, 44) zwischen einem Betriebszustand, bei dem eine der Klemmbacken (42) auf der Bezugsfläche (36a) aufliegt, und einem Ruhezustand, bei dem diese eine Klemmbacke einen Abstand von der Bezugsfläche aufweist, bewegbar sind,
b) Feststellmittel (52, 53, 54) am Rakelhaltemittel (36,41,42, 44), die zwischen einem Feststellzustand, bei dem die Einspannmittel (41, 42,44) mit der Rakel (46) gegen die Druckplatte (9) gepresst sind, und einem gelösten Zustand, bei dem die Rakel von der Druckplatte einen Abstand aufweist, bewegbar sind, und c) Verbindungsmittel (62,63) zur einstellbaren Verbindung des Nockenscheibenabtasters (60, 64, 66; 141) mit den Rakelhaltemit- : teln (36,41,42,44), wobei die Lage der genannten Feststellmittel (52, 53, 54) die Einstellung der einstellbaren Verbindungsmittel nicht beeinflusst.
6. Druckmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rakeleinspannmittel (41,42,44) ein lösbares Mittel (45) zur Befestigung der einen Backe (44) an der anderen (42) umfassen, derart, dass dieses Mittel (45) entfernt werden kann, um die Rakel (46) zu entfernen, ohne die Einstellung des Nockenscheibenabtasters (60, 64, 66; 141) oder die Betriebslage der Feststellmittel (52, 53, 54) zu verändern.
7. Druckmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Backe (44) vollständig entfernbar angeordnet ist und dies keine Veränderung der Einstellung bei den Rakelhaltemitteln (36,41,42,44) oder der Betriebslage der Feststellmittel (52, 53, 54) bewirkt.
8. Druckmaschine nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch zweite entfernbar angeordnete Mittel (43) zur Befestigung der ersten Backe (42) derart, dass diese Backe entfernt werden kann, ohne die Einstellung der Haltemittel (62,63) des Nockenscheibenabtasters (60, 64,66; 141) zu beeinflussen.
9. Druckmaschine nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch zwei in vertikalem Abstand voneinander angeordnete Farbrücklauftröge (12) zur Aufnahme überschüssiger, durch die Rakel (46) abgestreifte Farbe, von denen jeder zwischen einer Farbaufnahmestellung unterhalb des Messers und einer Entleerungsstellung in horizontalem Abstand von der Rakel verschiebbar angeordnet ist.
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10. Druckmaschine nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch Haltemittel (13) für die Farbrücklauftröge (12), wobei jeder Farbrücklauftrog in der Entleerungsstellung (16) über die Haltemittel hinausragt, und ferner gekennzeichnet durch Mittel (15) zur Sicherung der Farbrücklauftröge gegen Kippen.
11. Druckmaschine nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch Fixiermittel (20,21,23,24) zum Fixieren des Hilfswagens (2) am Hauptrahmengestell (1) in der Betriebsstellung, bestehend aus a) Haltemitteln (23, 24) zum Fixieren des Hilfswagens bezüglich seitlicher Bewegung gegenüber dem Hauptrahmengestell, und b) Haltemitteln (20, 21) zum Fixieren des Hilfswagens bezüglich vor- und rückwärtiger Bewegung gegenüber dem Hauptrahmengestell.
12. Druckmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Tuch (80) mit Führungs- und Antriebsmitteln (81,85,86, 87, 90, 100,110,111,114) zum Abwischen der glatten Oberfläche der Druckplatte (9), mit einem Abgabehaspel (81), einem Aufnahmehaspel (90) und einer Abwischschiene, über die das Abwischtuch (80) geführt ist, ferner gekennzeichnet durch Mittel (110,111,114) zur Halterung der Abwischschiene (86) nahe beim Formzylinder, Mittel zur Bildung eines Transportweges für das Tuch vom Abgabehaspel, zwischen der Abwischschiene und dem Formzylinder hindurch zum Aufnahmehaspel und Mitteln (100) zur Fortbewegung des Tuchs während der Zeit, in der der Zwischenraum (99) zwischen den Enden der Druckplatte an der Abwischschiene (86) vorbeibewegt wird, wobei der die genannten Abwischmittel tragende zweite Hilfswagen (3) auf Rollen verschiebbar angeordnet ist.
13. Druckmaschine nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch Mittel (115,116, 118, 120,122) auf dem zweiten Hilfswagen (3) zur periodischen, seitlichen Hin- und Herbewegung des Tuches (80), um
14. Druckmaschine nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch Fixierbolzen (132) zum Fixieren des zweiten Hilfswagens (3) in der Betriebsstellung am Hauptrahmengestell, zur Verhinderung einer seitlichen Bewegung und weitere Fixiermittel zum Haltern des Hilfswagens bezüglich einer Bewegung vom Hauptrahmengestell weg.
15. Druckmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine längliche Schiene (86) parallel zur Achse des Formzylinders (4), über welche das Abwischtuch (80) geführt ist und die es an den Formzylinder andrückt, wobei eine auswechselbare Polsteranordnung (151, 152) als Abdeckung der Oberfläche der Abwischschiene vorgesehen ist, welche Polsteranordnung ein Paar starre, längliche Glieder (154, 155) aufweist, die auf sich gegenüberliegenden Seiten eines Längsrandes der Polsteranordnung befestigt sind, von welchen Gliedern das eine Glied (155) und eine das Abwischtuch nicht direkt führende Fläche der Abwischschiene ineinandergreifende Partien für ein Ineinanderschieben aufweisen, derart, dass die Anordnung durch Einschieben vom Ende der Schiene (86) her montierbar ist.
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16. Druckmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsteranordnung auf der Abwischschiene eine komprimierbare Schicht (151) und eine diese abdeckende verschleissfeste Schicht aufweist, wobei Klemmittel (154,155,156) für die eine Randpartie der Polsteranordnung vorgesehen sind, die das genannte Paar starre Glieder (154, 155) umfasst, das sich innenseitig entlang der Abdeckschiene erstreckt, welche Glieder durch Befestigungsmittel (154a) zusammengehalten sind, und ein Längsflansch des einen der beiden starren Glieder in eine Längsnut der Abwischschiene eingeschoben ist.
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