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PATENTANSPRÜCHE
1. Schliessziel mit einer Scheibenanordnung mit einem, eine Messkammer begrenzenden, durch Bespannungen nach vorn und hinten abgeschlossenen Rahmen, welcher innenseitig akustische Sensoren trägt, sowie mit einer das Schiessbild tragenden Flächenschicht, wobei die Sensoren zur Schusslageermittlung eine elektronische Auswerteeinrichtung mit einem Rechner nachgeschaltet ist, um die zeitliche Staffelung des Eintreffens einer Knallwelle bei den verschiedenen Sensoren zu messen und die Schusslage zu errechnen, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwischen der das Schiessbild (9) tragenden Flächenschicht (8) und der vorderen Messkammer-Bespannung (10) ein nach unten (16) und oben (17) offener Luftzirkulationsraum ausgebildet ist; und/oder dass die Rückseite der das Schiessbild (9) tragenden Flächenschicht (8) eine Wärmeleitschicht trägt.
2. Schiessziel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch auf der Rückseite der hinteren Messkammer-Bespannung (6) ein nach unten (18) und nach oben (19) offener Luftzirkulationsraum mit einer Abschlussbespannung (7) ausgebildet ist.
3. Schiessziel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeleitschicht eine Metall-Folie oder eine Metallbedampfung ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schiessziel mit einer Scheibenanordnung mit einem, eine Messkammer begrenzen- den, durch Bespannungen nach vorn und hinten abgeschlossenen Rahmen, welcher innenseitig akustische Sensoren trägt, sowie mit einer das Schiessbild tragenden Flächenschicht, wobei den Sensoren zur Schusslageermittlung eine elektronische Auswerteeinrichtung mit einem Rechner nachgeschaltet ist, um die zeitliche Staffelung des Eintreffens einer Knallwelle bei den verschiedenen Sensoren zu messen und die Schusslage zu errechnen.
Gemäss CH-PS 526 763 ist bereits ein Schiessziel der vorgenannten Art bekannt geworden, bei dem mehrere Sensorenpaare auf der Peripherie eines zum Schiesszielzentrum konzentrischen Kreises angeordnet sind, wobei die beiden Sensoren eines Paares sich in Bezug auf das Schiesszielzentrum diametral gegenüberliegen. Die Sensoren nehmen in Bezug auf ein Polarkoordinatensystem, dessen Nullpunkt mit dem Zielbildzentrum zusammenfällt, eine definierte Lage ein. Ist die im Schiessziel herrschende Schallausbreitungsgeschwindig- keit bekannt, kann die Schusslage im Polarkoordinatensystem auf Grund des zeitlich gestaffelten Eintreffens der Knallwelle bei den Sensoren eines Sensorenpaares im Rechner der elektronischen Auswerteeinrichtung errechnet werden.
Weiter ist es bekannt (CH- PS 589 835), in der Ebene des Schiesszieles drei oder mehr akustische Sensoren anzuordnen, um die zeitliche Staffelung des Eintreffens der Knallwelle bei den Sensoren zu messen und die Schusslage unter Beizug oder unter rechnerischer Elimination der im Schiessziel herrschenden Schallausbreitungsgeschwindigkeit zu errechnen.
Es ist nun experimentell nachweisbar, dass in einfach geschlossenen Schiesszielen ein nichtlinearer Temperaturverlauf herrscht, der mathematisch schwer erfassbar ist, da er sich ständig ändert, etwa in Abhängigkeit der Sonneneinstrahlungswinkel sowie der Sonnenstrahlungs-Intensität, des Windes, der Bemalung des Zielbildes, usw. Die Nichtberücksichtigung dieser Fakten kann zu Fehlern führen, die ausserhalb des von der UIT (Union Internationale de tir) vorgeschriebenen Toleranzbereiches für Schiessscheiben liegen.
Es hat sich dabei gezeigt, dass die Zeiten, in der die Knallwelle jeden einzelnen Sensor nach einem Treffer erreicht, von der im Zielraum herrschenden Temperatur abhängig bleibt, auch wenn sich die Schallausbreitungsgeschwindigkeit v rechnerisch eliminieren lässt, so dass nach wie vor das Ergebnis verfälscht werden kann, da die Laufzeit der Knallwelle zujedem Sensor immer zur Berechnung herangezogen werden muss.
Befinden sich also zwischen einem Treffer auf der Scheibe und etwa einem ersten Sensor andere Temperaturverhältnisse als zwischen dem Treffer und einem anderen Sensor, so wird die zeitliche Staffelung der registrierten Schallwellen erheblich von jener bei gleichen Temperaturverhältnissen im ganzen Zielraum abweichen.
Genau dies will die vorliegende Erfindung vermeiden.
Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, hier wirksame Abhilfe dadurch zu schaffen, dass im Bereich der Schiesszielebene ein möglichst unabhängiger, zumindest erfassbarer Temperaturverlauf aufrecht erhalten wird.
Dies wird nun erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass mindestens zwischen der das Schiessbild tragenden Flächenschicht und der vorderen Messkammer-Bespannung ein nach unten und oben offener Luftzirkulationsraum ausgebildet ist; und/oder dass die Rückseite der das Schiessbild tragenden Flächenschicht eine Wärmeleitschicht trägt.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erfindungsgemässes Schiessziel in schaubildlicher Darstellung, teilweise im Schnitt;
Fig. 2 eine graphische Darstellung von Messpunkten am Schiessziel;
Fig. 3 eine erste Darstellung der Temperaturverläufe in einer ersten Gruppe von Messpunkten; und
Fig. 4 eine zweite Darstellung der Temperaturverläufe in einer zweiten Gruppe von Messpunkten.
Das Schiessziel gemäss Fig. 1 umfasst eine Scheibenanordnung mit einer das in der Regel aufgemalte Schiessbild 9 tragenden, auf einem vorderen Holzrahmen 3 aufgezogenen Bespannung 8. In Richtung nach hinten.schliesst sich an diesem vorderen Holzrahmen 3 der die Messkammer umschliessende Holzrahmen 2 an. Wie im Querschnitt angedeutet, ist der Messkammer-Rahmen 2 innenseitig mit einer Wärmeisolationsschicht 4 und einer Schallabsorbtionsschicht 5 versehen. Wie erkennbar, ist die Messkammer nach vorn durch eine Bespannung 10 von beispielsweise einer Dicke von 4 bis 5 mm abgeschlossen. Diese Bespannung ist in der Regel mehrschichtig mit einem Kunststoffträger und einer schallabsorbierenden Schicht innenseitig und einer schallrefiektierenden Schicht aussenseitig des Trägers.
Weiter ist die Membrane nach hinten durch eine ähnliche Bespannung 6 wie die vordere Bespannung 10 abgeschlossen.
Innerhalb der Messkammer, hier auf dem unteren Teil des Messkammer-Rahmens 2, sind akustische Sensoren oder Schallaufnehmer 11 angeordnet, welche über entsprechende Verbindungsleitungen 12 mit einem Verstärker 13 verbunden sind, der seinerseits über die Leitung 14 am einen Rechner 15 angeschlossen ist.
Bei der üblichen, den sogenannten geschlossenen Scheiben liegt der genannte vordere Rahmen 3 mit der Zielbild-Bespannung 8 ringsum geschlossen am Messkammer-Rahmen 2 an oder die Zeitbild-Bespannung 8 bildet eine Schicht auf der vorderen Messkammer-Bespannung 10.
Hier nun ist zwischen der Zielbild-Bespannung 8 und der vorderen Messkammer-Bespannung 10 ein Kamin mit Luft zirkulationssclllitzen 16 und 17 am unteren bzw. oberen Rand der Anordnung gebildet.
Da Scheibenanordnungen dieser Art selten ideal mit genau nördlicher Schussrichtung aufbaubar sind, ist hier diese Kaminausbildung auch auf der Rückseite der Anordnung vorgesehen, wofür sich am Messkammer-Rahmen 2 ein hinte
rer Rahmen 1 mit einer rückseitigen, hier weissen Bespannung 7 anschliesst. Hierbei begrenzen die hintere Messkammer-Bespannung 6 und die hinterste Bespannung 7 wieder einen Kamin mit den Luftschlitzen 18 und 19.
Die mit diesem Aufbau der Scheibenanordnung erreichbare Wirkung in der Verteilung der Wärme über die ganze Schiesszielebene vergleichsweise einer vorbeschriebenen geschlossenen Scheibe lässt sich ohne weiteres den graphischen Darstellungen gemäss den Figuren 2, 3 und 4 entnehmen.
Fig. 2 zeigt hierbei zunächst die Messpunkte entlang der Horizontalen und der Vertikalen durch das Zentrum einer internationalen lOer-Ringscheibe von lm Durchmesser, wobei die Messungen jeweils an bzw. in geschlossenen Scheiben und an bzw. in Scheiben der vorliegenden Erfindung durchgeführt wurden, um Mittelwerte zu erhalten, bezogen auf eine Aussentemperatur von 30 C.
Fig. 3 zeigt nun den Temperaturverlauf entlang der Horizontalen, und zwar bezieht sich hier die Kurve 20 auf die geschlossenen Scheiben und die Kurve 21 auf die Luftkammer -Scheiben gemäss Erfindung.
Fig. 4 hingegen zeigt den Temperaturverlauf entlang der Vertikalen mit der Kurve 20' für die geschlossenen Scheiben und mit der Kurve 21' für die Luftkammer -Scheibe.
Anhand dieser vergleichenden Kurven 20 und 21 bzw. 20' und 21' lässt sich nun ohne weiteres erkennen, dass nunmehr durch die erfindungsgemässen Massnahmen über die ganze Schiesszielebene ein praktisch gleicher Temperaturgradient erreicht wird, wobei in den erkennbaren bisherigen Extrembereichen nun eine Verbesserung in der Schusslagemessung gegenüber den bisherigen geschlossenen Scheiben in der Grössenordnung von Faktor 10 erreicht wird.
Zusätzlich zum Kamineffekt oder ohne diesen kann eine ähnliche oder noch verbesserte Wärmeverteilung durch Anordnung einer Wärmeleitfolie, beispielsweise Kupferfolie oder Kupferaufdampfung etwa auf der Rückseite der Schiessbild-Bespannung 8 (nicht gezeigt) erreicht werden.
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PATENT CLAIMS
1. Closing target with a pane arrangement with a frame that delimits a measuring chamber and is closed off by covering to the front and back, which carries acoustic sensors on the inside, and with a surface layer bearing the shooting pattern, the sensors for determining the firing position being followed by an electronic evaluation device with a computer, in order to measure the staggering in time of the arrival of a bang wave at the various sensors and to calculate the shot position, characterized in that at least between the surface layer (8) carrying the shooting pattern (9) and the front measuring chamber covering (10) there is a downward ( 16) and above (17) open air circulation space is formed; and / or that the back of the surface layer (8) carrying the shooting pattern (9) carries a heat-conducting layer.
2. Shooting target according to claim 1, characterized in that on the back of the rear measuring chamber covering (6) a downward (18) and upward (19) open air circulation space with a final covering (7) is formed.
3. Shooting target according to claim 1, characterized in that the heat-conducting layer is a metal foil or a metal vapor deposition.
The present invention relates to a shooting target with a target arrangement with a frame which delimits a measuring chamber and is covered by coverings to the front and rear, which carries acoustic sensors on the inside, and with a surface layer carrying the shooting pattern, the sensors for determining the shooting position being provided with an electronic evaluation device is connected downstream of a computer in order to measure the time staggering of the arrival of a bang wave at the various sensors and to calculate the shot position.
According to CH-PS 526 763, a shooting target of the aforementioned type has already become known, in which a plurality of pairs of sensors are arranged on the periphery of a circle concentric with the shooting target center, the two sensors of a pair being diametrically opposed with respect to the shooting target center. The sensors assume a defined position in relation to a polar coordinate system, the zero point of which coincides with the target image center. If the sound propagation speed prevailing in the shooting target is known, the shot position in the polar coordinate system can be calculated on the basis of the staggered arrival of the crash wave at the sensors of a pair of sensors in the computer of the electronic evaluation device.
Furthermore, it is known (CH-PS 589 835) to arrange three or more acoustic sensors in the plane of the shooting target in order to measure the staggering of the arrival of the bang wave at the sensors and the firing position with the involvement or with arithmetical elimination of those prevailing in the shooting target Calculate the speed of sound propagation.
It is now experimentally demonstrable that there is a non-linear temperature curve in simply closed shooting targets that is difficult to grasp mathematically, since it changes constantly, e.g. depending on the angle of sunshine and the intensity of the sun's radiation, the wind, the painting of the target image, etc. Failure to take these facts into account can lead to errors that lie outside the tolerance range for shooting targets prescribed by the UIT (Union Internationale de tir).
It has been shown that the times in which the bang wave reaches each individual sensor after a hit remains dependent on the temperature prevailing in the target area, even if the sound propagation speed v can be eliminated by calculation, so that the result is still falsified can, since the propagation time of the bang wave must always be used for the calculation for each sensor.
If there are different temperature conditions between a hit on the target and, for example, a first sensor than between the hit and another sensor, the staggering of the recorded sound waves over time will differ considerably from that with the same temperature conditions in the entire target area.
This is exactly what the present invention aims to avoid.
It is therefore an object of the present invention to provide an effective remedy here by maintaining an as independent as possible, at least detectable, temperature profile in the region of the shooting target level.
This is now achieved according to the invention in that an air circulation space which is open at the bottom and at the top is formed at least between the surface layer carrying the shooting pattern and the front measuring chamber covering; and / or that the back of the surface layer carrying the shooting pattern has a heat-conducting layer.
An example embodiment of the subject matter of the invention is explained in more detail below with reference to the drawing. Show it:
1 shows a shooting target according to the invention in a diagrammatic representation, partly in section;
2 shows a graphical representation of measuring points at the shooting target;
3 shows a first representation of the temperature profiles in a first group of measuring points; and
4 shows a second representation of the temperature profiles in a second group of measuring points.
The shooting target according to FIG. 1 comprises a target arrangement with a covering 8, which generally carries the painted picture 9, and is attached to a front wooden frame 3. In the rearward direction, the wooden frame 2 surrounding the measuring chamber 2 is connected to this front wooden frame 3. As indicated in the cross section, the measuring chamber frame 2 is provided on the inside with a heat insulation layer 4 and a sound absorption layer 5. As can be seen, the measuring chamber is closed at the front by a covering 10 of, for example, a thickness of 4 to 5 mm. This covering is generally multi-layered with a plastic carrier and a sound-absorbing layer on the inside and a sound-reflecting layer on the outside of the carrier.
The membrane is further closed to the rear by a cover 6 similar to that of the front cover 10.
Acoustic sensors or sound recorders 11 are arranged within the measuring chamber, here on the lower part of the measuring chamber frame 2, which are connected via corresponding connecting lines 12 to an amplifier 13, which in turn is connected via line 14 to a computer 15.
In the usual, the so-called closed panes, the aforementioned front frame 3 with the target image covering 8 lies completely closed on the measuring chamber frame 2 or the time image covering 8 forms a layer on the front measuring chamber covering 10.
Here is now between the target image covering 8 and the front measuring chamber covering 10 a chimney with air circulation 16 and 17 formed at the lower and upper edge of the arrangement.
Since disc arrangements of this type can rarely be ideally constructed with an exactly north weft direction, this chimney formation is also provided on the back of the arrangement, for which purpose there is a rear on the measuring chamber frame 2
rer frame 1 with a rear, here white covering 7 connects. Here, the rear measuring chamber covering 6 and the rearmost covering 7 again limit a chimney with the air slots 18 and 19.
The effect that can be achieved with this structure of the target arrangement in the distribution of the heat over the entire target level compared to a previously described closed target can easily be seen in the graphical representations according to FIGS. 2, 3 and 4.
2 first shows the measurement points along the horizontal and the vertical through the center of an international LO ring disk of 1 m diameter, the measurements being carried out on or in closed disks and on or in disks of the present invention by average values to get, based on an outside temperature of 30 C.
3 now shows the temperature profile along the horizontal, namely curve 20 relates to the closed panes and curve 21 to the air chamber panes according to the invention.
FIG. 4, however, shows the temperature curve along the vertical with curve 20 'for the closed panes and with curve 21' for the air chamber pane.
On the basis of these comparative curves 20 and 21 or 20 'and 21', it can now be readily seen that the measures according to the invention now achieve a practically the same temperature gradient across the entire shooting target level, with an improvement in the firing position measurement in the recognizable previous extreme ranges compared to the previous closed panes in the order of a factor of 10.
In addition to or without the chimney effect, a similar or even improved heat distribution can be achieved by arranging a heat-conducting foil, for example copper foil or copper vapor deposition, for example on the rear of the shooting pattern covering 8 (not shown).