CH646439A5 - Preparation of albumin from plasma - Google Patents

Preparation of albumin from plasma Download PDF

Info

Publication number
CH646439A5
CH646439A5 CH404580A CH404580A CH646439A5 CH 646439 A5 CH646439 A5 CH 646439A5 CH 404580 A CH404580 A CH 404580A CH 404580 A CH404580 A CH 404580A CH 646439 A5 CH646439 A5 CH 646439A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
plasma
albumin
caprylate
heated
concentration
Prior art date
Application number
CH404580A
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Hoeller
Original Assignee
Oesterr Rotes Kreuz
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Oesterr Rotes Kreuz filed Critical Oesterr Rotes Kreuz
Publication of CH646439A5 publication Critical patent/CH646439A5/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K14/00Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof
    • C07K14/435Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans
    • C07K14/76Albumins
    • C07K14/765Serum albumin, e.g. HSA
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K38/00Medicinal preparations containing peptides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Gastroenterology & Hepatology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft die Herstellung von Albumin aus menschlichem oder tierischem Plasma. Der Weltbedarf an Albumin ist auf Grund neuer Heilverfahren insbesondere auf dem Gebiet der Organtransplantationen im ständigen Steigen begriffen.
Das bekannteste, derzeit weltweit überwiegend angewendete Verfahren zum Fraktionieren von menschlichem Plasma ist das Verfahren von Cohn (E J. Cohn und Mitarbeiter, J. Amer. ehem. Soc. 68,459, 1946 und 72,465,1950). Nach diesem Verfahren wird menschliches Plasma in fünf Fraktionen geteilt, die aus dem Plasma bei verschiedenen pH-Werten mit Äthylalkohol unterschiedlicher Konzentration ausgefällt werden.
Bei diesem Verfahren müssen sämtliche Verfahrensstufen zwecks Vermeidung einer Denaturierung der Proteine bei einer Temperatur von etwa -2° bis -7°C vorgenommen werden. Ferner sind von den fünf, nach diesem Verfahren zu isolierenden Fraktionen, das sind vorwiegend Fibrinogen, ß-und y-Globuline, Lipoproteide, restliche Globuline und schliesslich Albumin, für medizinische Zwecke heute nur das Albumin von überragender Bedeutung. Vor kurzer Zeit wurde noch unspezifisches y-Globulin bei verschiedenen Infektionen injiziert, wogegen derzeit hauptsächlich Hyper-
immunoglobuline für spezifische Krankheiten verwendet werden.
Daraus ist zu ersehen, dass die Herstellung von Albumin nach dem Verfahren von Cohn wegen der zur Ausführung desselben erforderlichen Kühlausrüstung, der Kältebelastung des Personals und der langwierigen Isolierung von vier kaum oder nicht verwendeten Fraktionen umständlich und mit grossen Nachteilen verbunden ist.
Es ist bekannt, dass zur Stabilisierung von Albumin häufig Caprylsäure oder Caprylate eingesetzt werden und in einer neueren Veröffentlichung wird mitgeteilt, dass in einem Plasma, das auf etwa 70°C erhitzt wird, das Albumin durch Caprylate geschützt bleibt, wogegen die meisten Globuline hiebei denaturiert und ausgefällt werden.
Auf dieser Erkenntnis beruht ein vor kurzem veröffentlichtes Verfahren zur Herstellung von Albumin; nach diesem Verfahren wird ein mit 0,004 m Natriumcaprylat stabilisiertes Plasma zusammen mit Äthanol, wobei die Alkoholkonzentration im Plasma 9% beträgt, bei einem pH-Wert von 6,5 unter Rühren erhitzt und nach Erreichung einer Temperatur von 68°C auf 10°C abgekühlt, wonach der pH-Wert auf 4,4 gebracht, das Gemisch zentrifugiert, das Sediment mit einem Puffer bei einem pH-Wert von 4,8 durch Zentrifugieren nachgewaschen wird und schliesslich die das Albumin enthaltenden überstehenden Lösungen zwecks Entfernung von Lipiden und denaturierten Proteinen abfiltriert werden, bevor das Albumin aus dieser Flüssigkeit mit Polyäthylen-glykol ausgefällt wird.
Es wurde bisher angenommen, dass bei diesem Verfahren ein Zusatz von 0,004 m Natriumcaprylat zu dem Plasma zu den besten Resultaten führt, dass dem Plasma ausserdem Äthanol zugesetzt werden muss, um Schwierigkeiten bei der Globulinabtrennung zu vermeiden, dass die nach dem Zentrifugieren erhaltene Albuminlösung filtriert werden muss, und dass schliesslich das Plasma, von dem ausgegangen wird, nicht oder nur leicht hämolytisch sein darf.
Es konnte nunmehr festgestellt werden, dass, wenn von Plasma mit einer Caprylatkonzentration von wenigstens 0,03 m ausgegangen wird, folgende wesentliche Vorteile erzielt werden können: Vor allem wird das Filtrieren der abzentrifugierten Albuminlösung nicht erforderlich, womit eine wesentliche Verfahrensvereinfachung und Kostenersparnis erreicht wird; ferner ist die Verwendung von Äthanol in dem Plasma-Caprylatgemisch, die leicht zu einem Denaturieren von Albumin führen kann, nicht erforderlich und schliesslich kann noch überraschenderweise bei Vorliegen von einer Caprylatkonzentration von zumindest 0,07 m auch aus stark hämolytischem Plasma reines Albumin erhalten werden.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Albuminisolierung aus menschlichem Plasma oder tierischem Plasma, insbesondere Rinderplasma, wobei das Plasma mit einem Caprylat, insbesondere Natrium- oder Kaliumcaprylat, auf eine Temperatur von 65 bis 75°C erhitzt, dann auf eine unter Raumtemperatur gelegene Temperatur von z.B. 10 bis 12°C abgekühlt, und nach Ansäuern zentrifugiert und gewünsch-tenfalls das Sediment nachgewaschen wird, wonach das Albumin aus den überstehenden Lösungen gewonnen wird. Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Plasma mit einer zumindest 0,03 m Caprylatkonzentration und einem pH-Wert von 5 bis 8 erhitzt, vor dem Zentrifugieren der pH-Wert auf 3,5 bis 4,5 eingestellt, zum Nachwaschen des nach dem Zentrifugieren erhaltenen Sedimentes vorzugsweise eine Natriumchloridlösung verwendet und das Albumin aus der Albuminlösung direkt z.B. mit Polyäthylenglykol, in an sich bekannter Weise ausgefällt oder durch Vakuumdestillation konzentriert wird.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungs weise dieses Ver5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
3
646439
fahrens wird ausgehend von einem stark hämolytischen Plasma ein Plasma mit einer mindestens 0,07 m, vorzugsweise 0,08 m Caprylatkonzentration eingesetzt. Im allgemeinen ist die einzusetzende Caprylatkonzentration bei hämolytischem Plasma vom Ausmass der Hämolyse abhängig, das in diesem Fall nur bei genügend hoher Caprylatkonzentration (zumindest 0,07 m) eine helle Albuminlösung erhalten wird.
Zu den vorstehend angeführten erfindungsgemäss erzielbaren Vorteilen kommt noch die vorstehend als bevorzugte Ausführungsweise aufgezeigte Waschung des Sedimentes mit Natriumchloridlösung, die, verglichen mit der bekannten Waschung mit einem den pH-Wert der Lösung auf 4,8 einstellenden Puffer, zeit- und kostensparend ist.
Von ganz besonderer wirtschaftlicher und medizinischer Bedeutung ist, dass erfindungsgemäss Albumin erstmalig nach einem einfachen Verfahren aus hämolytischem, auch stark hämolytischen Plasma erhalten werden kann. Es kann erfindungsgemäss sogar ein stark hämolytisches Plasma mit geringer Proteinkonzentration, wie z.B. eine Nachwaschflüs-5 sigkeit von Erythrocyten verarbeitet werden, wenn man die Caprylatkonzentration auf mindestens 0,07 m, vorzugsweise auf 0,08 m anhebt.
In der Figur sind bevorzugte Ausführungsweisen des erfin-dungsgemässen Verfahrens schematisch angezeigt.
io Ein Zusatz von 0,04 Mol Natriumcaprylat entspricht 0,664 g/100g.
Bei kleineren Ansätzen wird das das Caprylat enthaltende Plasma auf die Temperatur von 73°C in etwa 11 Minuten gebracht, wonach 15 min bei dieser Temperatur gehalten 15 wird. Das Abkühlen kann mit Fliess wasser und die Einstellung des pH-Wertes mit Salzsäure vorgenommen werden.
B
1 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

646439
1. Verfahren zur Albuminisolierung aus menschlichem oder tierischem Plasma, wobei das Plasma mit einem Caprylat auf eine Temperatur von 65-75°C erhitzt, auf eine unter Raumtemperatur liegende Temperatur abgekühlt, nach Ansäuern zentrifugiert wird, wonach das Albumin aus den überstehenden Lösungen gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, dass man Plasma mit einer Caprylatkonzentration von mindestens 0,03 m und einem pH-Wert von 5 bis 8 erhitzt, vor dem Zentrifugieren den pH-Wert auf 3,5 bis 4,5 einstellt und das Albumin aus der Albuminlösung direkt ausfällt oder durch Vakuumdestillation konzentriert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Natrium- oder Kaliumcaprylat verwendet.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man nach dem Erhitzen auf 10 bis 12°C abkühlt.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man nach dem Zentrifugieren das Sediment, vorzugsweise mit einer Natriumchloridlösung, nachwäscht.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man das Albumin mit Poly-äthylenglykol ausfällt.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man ein stark hämolytisches Plasma mit einer Caprylatkonzentration von mindestens 0,07 verwendet.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man ein stark hämolytisches Plasma mit einer Caprylatkonzentration von 0,08 m verwendet.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man ein nicht hämolytisches Plasma mit einer Caprylatkonzentration von 0,4 m verwendet.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man das Plasma mit dem Caprylat bei einem pH-Wert von 6,5 bis 8 erhitzt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man das Plasma mit dem Caprylat auf 70 bis 75°C, vorzugsweise 73°C, erhitzt.
CH404580A 1979-05-28 1980-05-23 Preparation of albumin from plasma CH646439A5 (en)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0387879A AT363190B (de) 1979-05-28 1979-05-28 Herstellung von albumin aus plasma

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH646439A5 true CH646439A5 (en) 1984-11-30

Family

ID=3556663

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH404580A CH646439A5 (en) 1979-05-28 1980-05-23 Preparation of albumin from plasma

Country Status (3)

Country Link
AT (1) AT363190B (de)
CH (1) CH646439A5 (de)
DE (1) DE3019456A1 (de)

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT380167B (de) * 1983-06-29 1986-04-25 Immuno Ag Verfahren zum trennen und gegebenenfalls bestimmen von lipoproteinfraktionen
DE3621828A1 (de) * 1986-06-28 1988-01-14 Biotest Pharma Gmbh Stabilisierung eines fuer therapeutische zwecke, insbesondere beim menschen, bestimmten interleukin-2-praeparates sowie dieses praeparat enthaltende stabilisierte waessrige loesung oder feststoff
US5561115A (en) * 1994-08-10 1996-10-01 Bayer Corporation Low temperature albumin fractionation using sodium caprylate as a partitioning agent
US11427613B2 (en) 2017-03-16 2022-08-30 Evolve Biologics Inc. Method for purification of albumin

Also Published As

Publication number Publication date
AT363190B (de) 1981-07-10
ATA387879A (de) 1980-12-15
DE3019456A1 (de) 1980-12-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69019074T2 (de) Verfahren zur Fraktionierung von Plasmaproteinen.
DE69505610T2 (de) Fraktionierung des Albumins bei niedriger Temperatur unter Verwendung von Sodiumcaprylat als Trennwirkstoff
EP0011231B1 (de) Verfahren zur Herstellung des kälteunlöslichen Globulins und dieses enthaltende Arzneimittel
DE2459291C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines antihämophiles Globulin A enthaltenden Konzentrats neben einem Prothrombin- Komplex und einer Lösung von lagerstabilen Serumproteinen
EP0103196B2 (de) Pasteurisiertes Human-Fibrinogen (HF), Verfahren zu dessen Herstellung und dessen Verwendung
EP0047462A2 (de) Verfahren zur Kaltsterilisation von Blutgerinnungsfaktor VIII enthaltenden Präparaten
CH633020A5 (de) Verfahren zum gewinnen gereinigten albumins aus blutplasma.
DE2324717A1 (de) Verfahren zur verbesserung der ausbeute an antihaemophilem faktor a
EP0127603B1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Faktor VIII(AHF)-hältigen Präparation
DE3782768T2 (de) Verfahren fuer die produktion von im wesentlichen reinem albumin.
DE69024105T2 (de) Verfahren zur Herstellung von gereinigten Albuminlösungen
EP0106269A2 (de) Verfahren zur Pasteurisierung von antihämophilem Kryopräzipitat (AHK) und danach hergestelltes antihämophiles Kryopräzipitat
AT391808B (de) Verfahren zur herstellung einer faktor viii (ahf)-haeltigen fraktion
DE3686390T2 (de) Verfahren zur herstellung vom antihaemophilfaktor (ahf) durch kaeltefaellung und zur verbesserung der loeslichkeit des hergestellten ahf-produktes.
US2793203A (en) Process of preparing stable, highly purified gamma globulin preparations
EP0033000A1 (de) Neues Protein PP15, ein Verfahren zu seiner Herstellung sowie seine Verwendung
EP0139975A1 (de) Verfahren zur Pasteurisierung von Humanplasma
DE2636757A1 (de) Verfahren zum aufkonzentrieren und reinigen des antihaemophiliefaktors
DE3236126A1 (de) Verfahren zur herstellung von zur intravenoesen verabreichung geeignetem (gamma)-globulin
DE2616984C3 (de) Verfahren zur Isolierung und Reinigung eines plazentenspezifischen Glycoproteins
CH646439A5 (en) Preparation of albumin from plasma
EP0238701B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines hochgereinigten Antihämophilie-Faktors
DE68913212T2 (de) Ein reines faktor i-protein und verfahren zur herstellung.
DE2415079C3 (de) Verfahren zum Isolieren von Albumin aus Blutplasma
DE2733923C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Humanalbumin

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased
PL Patent ceased