CH646463A5 - Verfahren zum elektrolytischen einfaerben von eloxiertem aluminium. - Google Patents

Verfahren zum elektrolytischen einfaerben von eloxiertem aluminium. Download PDF

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CH646463A5
CH646463A5 CH458680A CH458680A CH646463A5 CH 646463 A5 CH646463 A5 CH 646463A5 CH 458680 A CH458680 A CH 458680A CH 458680 A CH458680 A CH 458680A CH 646463 A5 CH646463 A5 CH 646463A5
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Santa-Olalla Jose Luis Gazapo
Feliu Juan Gonzalez
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Empresa Nacional Aluminio
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum elektrolytischen Einfärben von Gegenständen aus eloxiertem Aluminium.
Es sind eine Reihe von Bädern und Verfahren zum elektrolytischen Einfärben von eloxiertem Aluminium mittels anorganischer Pigmente bekannt und in der Patentliteratur beschrieben, jedoch ist die Anzahl der grosstechnisch erreichbaren Farbtöne gemäss dem Stand der Technik relativ klein.
Die Forschung auf diesem technischen Gebiet war und ist deshalb insbesondere darauf ausgerichtet, durch neue Bäder und Verfahren neue Farbtöne zu erzielen, und so beschreibt z.B. die französische Patentschrift 1605100 aus dem Jahre 1968 ein neues Einfärbeverfahren, mit dem durch teilweise anodische Auflösung der in den Poren abgelagerten Partikel in einer Natriumthiosulfatlösung gelbe und ziegelrote Farben erzielt werden.
In den deutschen Patentschriften 2106388 und 2106389 ist ein Verfahren zum Erhalt von Blautönen beschrieben, das grundlegend darin besteht, Elektroniederschläge auf eine in Chromsäure von Metallen wie Cu, Co und Ni gebildeter Eloxalschicht zu erzeugen und die Versiegelung in spezifischen Lösungen durchzuführen.
Ab 1974 wurden Verfahren bekannt, insbesondere durch die spanische Patentschrift 437 604 und die französische Patentschrift 2236029, in denen durch die Verwendung hoher Konzentrationen von Schwefelsäure Farben erzielt wurden, die vorher durch die bekannten Bäder zur elektrolytischen Einfärbung nicht möglich waren.
Diese Verfahren weisen jedoch die typischen Nachteile der Arbeit mit hohen Konzentrationen an Protonen auf, insbesondere die Gefahr des «spalling» bei nicht sehr hohen Spannungen. Einen weiteren bedeutenden Nachteil bildet die Konkurrenz zwischen der Entladung der weniger edlen Ionen als dem Wasserstoff und dem Proton selbst. Dieser Nachteil bewirkt, dass in der Mehrzahl der Bäder keine dunklen Farbtöne erzielt werden können. Ausserdem kann die hohe Konzentration an Protonen Verluste der Farbintensität in den Arbeitsstufen der Spülung und Versiegelung verursachen.
Die französische Patentschrift 2318245 beschreibt ein Verfahren, bei dem mittels einer zweifachen Eloxierung eine weite Skala von Farben und Farbtönen durch optische Interferenz zwischen dem von dem Farbpigment und dem von der Aluminiumoberfläche reflektierten Licht erzielt wird.
Dieses Verfahren zur Färbung mittels optischer Interferenz weist den Nachteil auf, dass zum Erhalt der neuen Farben die Gegenstände zwischen der Eloxierung und der Einfärbung einer chemischen oder elektrolytischen Behandlung unterworfen werden müssen, um eine Erweiterung der Poren oder zumindest der Porenböden zu erzeugen.
Ein weiterer Anspruch der genannten Patentschrift ist auf die Verwendung von Spannungen über 35 Volt in dem Eloxierverfahren gerichtet, und diese relativ hohe Spannung bildet einen Nachteil in den bisher bei diesen Verfahren verwendeten Bädern.
Schliesslich ist aus der französischen Patentschrift 2380357 ein Verfahren zur Erzeugung von Elektronieder-schlägen in verschiedenen Farben auf Aluminium bekannt, das jedoch den grossen Nachteil aufweist, dass die Niederschläge nicht festhaftend und ausserdem nicht korrosionsbeständig sind, weshalb auf die mit diesem Verfahren behandelten Gegenstände eine Lack- oder Firnisschicht aufgebracht werden muss.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur elektrolytischen Einfärbung von Gegenständen aus eloxiertem Aluminium zu schaffen, das die Nachteile der bekannten Verfahren vermeidet und diesen gegenüber insbesondere folgende Vorteile aufweist:
1. Es kann mit pH-Werten von über 0,8 gearbeitet werden.
2. Eine zweite Eloxierung ist nicht erforderlich, d.h. es handelt sich um ein übliches zweistufiges Verfahren.
3. Es wird eine zweite Skala von Farben und Farbtönen erreicht, die licht- und korrosionsbeständig sind.
Das erfindungsgemässe Verfahren geht aus von der Erzeugung einer Aluminiumoxydschicht auf dem Metall gemäss bekannten Massnahmen in einem Schwefelsäurebad, jedoch mit einer Konzentration zwischen 150 und 200 g/1, mit einer Elektrodenspannung zwischen 12 und 20 V und einer Stromdichte zwischen 1 und 2 A/dm2. Die Dauer dieses Verfahrensschrittes liegt zwischen 15 und 60 Minuten und liefert die Eloxierschicht.
Nach Erhalt der Eloxierschicht auf den Gegenständen werden diese in das Färbebad eingebracht.
In diesem Färbebad wird der Gegenstand einer elektrolytischen Behandlung in zwei verschiedenen Abschnitten unterworfen. Im ersten Abschnitt wird der eloxierte Gegenstand einer pulsierenden Gleichspannung unterworfen, wobei die Dauer dieser elektrolytischen Behandlung vorzugsweise zwischen 3 und 10 Minuten liegt und die verwendete Spitzenspannung vorzugsweise zwischen 7 und 35 Volt liegt. Die in diesem ersten Abschnitt verwendete Spannung kann beispielsweise eine sinusförmige Halbwelle sein aber auch andere Formen aufweisen.
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Im zweiten Abschnitt wird eine negative pulsierende Gleichspannung der Wellenform des ersten Abschnitts überlagert. Vorzugsweise wird die Behandlungsdauer je nach der gewünschten Farbe und dem Farbton zwischen 2 und 30 Min. liegen. Die Spitzenspannungen der negativen Halbwelle zum Erhalt von verschiedenen Farben und Farbtönen hängen von den erforderlichen Behandlungszeiten der Spitzenspannung der positiven Halbwelle ab und liegen vorzugsweise zwischen 7 und 25 V.
Anschliessend soll die Erfindung anhand der beigefügten Diagramme näher erläutert werden. In diesen zeigen:
Fig. 1: die Spannung, der der Aluminiumgegenstand in dem ersten der beiden Behandlungsabschnitte der zweiten Verfahrensstufe unterworfen wird.
Fig. 2: die Spannung während des zweiten elektrolytischen Behandlungsabschnittes.
Fig. 3: eine Abwandlung der Spannung, die an den Aluminiumgegenstand im zweiten elektrolytischen Behandlungsabschnitt angelegt werden kann.
Fig. 4: eine weitere Abwandlung der Spannung im zweiten Behandlungsabschnitt.
Fig. 5: die anodische und kathodische Spitzenspannung in den weiter unten beschriebenen praktischen Ausführungsbeispielen.
Fig. 6: den zeitlichen Verlauf der kathodischen Stromdichte entsprechend den Ausführungsbeispielen.
Fig. 7: den Verlauf der anodischen Stromdichte bei den Ausführungsbeispielen.
In dem ersten elektrolytischen Behandlungsabschnitt wird der Aluminiumgegenstand einer festen oder nach einem bestimmten Programm veränderlichen pulsierenden Gleichspannung gemäss der Fig. 1 unterworfen, während im zweiten Behandlungsabschnitt eine negative pulsierende Gleichspannung gemäss der Fig. 2 der Wellenform des ersten Behandlungsabschnittes überlagert wird. In diesem zweiten Behandlungsabschnitt können auch die Spannungen gemäss ■ den Fig. 3 und 4 angelegt werden, wobei der Aluminiumgegenstand nach Beendigung des ersten Behandlungsabschnittes einer Behandlung unter potentio-statischen Bedingungen mit polarisierten oder unpolarisierten Strömen unterworfen wird.
Die in diesen elektrolytischen Behandlungen verwendeten Bäder sind dadurch gekennzeichnet, dass sie als Färbestoffe Metallsalze der Gruppe Cu, Sn, Ni oder Co oder Mischungen dieser Salze enthalten. Mit diesen Kationen kann jede Art von Anion Verwendung finden, vorzugsweise jedoch werden Sulfate eingesetzt.
Der pH-Wert soll über 0,8 liegen, und die Arbeitstemperatur kann zwischen 15 und 25° betragen, ohne dass merkliche Änderungen der Farbe auftreten.
Die Konzentration der Färbesalze kann zwischen 5 und 50 g/1 liegen.
Anschliessend werden einige Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Verfahrens beschrieben.
Beispiel 1
Ein in.einer Mischung mit einer Konzentration von 165 g/1 Schwefelsäure und 30 g/1 Oxalsäure eloxierter Gegenstand wird in ein Bad folgender Zusammensetzung eingeführt:
S04CUH2O 20 g/1
Traubensäure 30 g/1
Borsäure 30 g/1
pH = 1,5
Der pH-Wert wird mit Schwefelsäure 1N eingestellt oder mit MgO, wenn der pH-Wert unter 1,5 fällt.
Der eloxierte Gegenstand wird in einem ersten Abschnitt einer sinusförmig pulsierenden Gleichspannung gemäss Fig. 1 unterworfen, mit einer positiven Spitzenspannung von 25 V während 7 Min. Nach Ablauf dieser Zeit wird die pulsierende negative Spannung mit einer Spitze von 12 V überlagert, wodurch der Einfärbungsprozess beginnt. Zeitabhängig wird folgende Farbskala erreicht:
Zeit (Minuten)
Farbe
1
grau-violett
2
bronze
3
bläulich-grau
4
violett
5
dunkelbraun
Beispiel 2
Ein in einer Lösung von Schwefelsäure mit einer Konzentration von 165 g/1 eloxierter Gegenstand wird in ein Bad folgender Zusammensetzung eingeführt:
BO3H3 30 g/1
S04Sn 10 g/1
SO4H2 10 g/1
Traubensäure 15 g/1
pH = 0,9
Der eloxierte Gegenstand wird im ersten Abschnitt einer Gleichspannung gemäss Fig. 1 unterworfen, mit einer positiven Spitzenspannung von 30 V während 12 Min. Danach im zweiten Abschnitt die negative Spannung auf 14 V erhöht. Hiermit beginnt der Einfärbungsprozess, der folgende Farbskala ergibt:
Zeit (Minuten)
Farbe
3
klares bronze
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gelb
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bläulich-grau
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grun
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bronze
25
schwarz
Beispiel 3
Ein gemäss Beispiel 1 eloxierter Gegenstand wird in ein Bad gemäss demselben Beispiel eingeführt.
Der eloxierte Gegenstand wird in einem ersten Abschnitt einer pulsierenden Halbwellen-Gleichspannung mit einer Spitze von 30 V während 5 Min. unterworfen. Danach wird im zweiten Abschnitt die negative pulsierende Gleichspannung angelegt, wobei deren Spitzenspannung mit einer Geschwindigkeit von 4 V/Min. bis auf 12 V ansteigt. Nach Ablauf von 7 Min. seit Beginn des Anlegens der negativen Spannung nimmt der Gegenstand eine gleichmässige olivgrüne Färbung an.
Gemäss einer Weiterentwicklung der Erfindung wurde gefunden, dass die pulsierende Gleichspannung zwischen 7 und 35 V im ersten Abschnitt der zweiten Verfahrensstufe während einer Zeitdauer von zumindest 3 Min. und höchstens 30 Min. angelegt werden sollte.
Weiterhin wurde gefunden, dass ebenfalls in diesem ersten
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Abschnitt der zweiten Verfahrensstufe der Gegenstand potentio-statischen Bedingungen mit polarisierten oder unpolarisierten Strömen unterworfen werden sollte. Hierzu kann die in diesem ersten Abschnitt angelegte Spannung mit der weiter oben bisher im zweiten Abschnitt angelegten und in Fig. 2 dargestellten Spannung übereinstimmen, oder aber diese Spannung entspricht der in Fig. 8 dargestellten.
Auf die vorgenannte Wellenform des ersten Abschnittes der zweiten Verfahrensstufe kann eine feste oder zeitlich variierende pulsierende negative Gleichspannung angelegt werden, und zwar ebenfalls während eines Zeitraumes zwischen 3 und 30 Min. in Abhängigkeit von der in diesem Abschnitt zu erzielenden Farbe und Tönung..
Die Spitzenspannungen der negativen Halbwelle zur Erzielung verschiedener Farben und Farbtöne sind abhängig s von der Behandlungsdauer und der Spitzenspannung der positiven Halbwelle, liegen jedoch zwischen 2 und 15 V unter der Voraussetzung, dass diese Spannung keine Färbung hervorruft.
Im zweiten Abschnitt dieser zweiten Verfahrensstufe wird io der vorbereitete Gegenstand der Einfärbung unterworfen, und zwar in einem Bad der vorgenannten Zusammensetzung.
B
2 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

646463
1. Verfahren zum elektrolytischen Einfärben von eloxiertem Aluminium, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Verfahrensstufe eine Aluminiumoxydschicht auf dem Metall erzeugt wird in einem Schwefelsäurebad mit einer Konzentration zwischen 150 und 200 g/1, mit einer Elektrodenspannung zwischen 12 und 20 V und einer Stromdichte zwischen 1 und 2 A/dm2, wobei die Dauer dieser Verfahrensstufe zwischen 15 und 60 Min. beträgt, dass in der zweiten Verfahrensstufe der eloxierte Gegenstand in ein Färbebad eingeführt wird und einer elektrolytischen Behandlung in zwei verschiedenen Abschnitten unterworfen wird, wobei im ersten Abschnitt eine pulsierende Gleichspannung angelegt wird, während im zweiten Abschnitt eine negative pulsierende Gleichspannung der Wellenform des ersten Abschnittes überlagert wird.
2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die im ersten Abschnitt der zweiten Verfahrensstufe angelegte Spitzenspannung zwischen 7 und 35 Volt liegt und die Dauer dieser elektrolytischen Behandlung zwischen 3 und 10 Minuten beträgt, wobei die im ersten Behandlungsabschnitt verwendete pulsierende Gleichspannung vorzugsweise sinusförmig ist.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zweiten Behandlungsabschnitt der zweiten Verfahrensstufe die negative Gleichspannung während eines Zeitraumes zwischen 2 und 30 Min. angelegt wird, wobei die Spitzenspannung der pulsierenden negativen Gleichspannung zwischen 7 und 25 V liegt.
4. Verfahren gemäss dem Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungszeit im ersten Abschnitt der zweiten Verfahrensstufe zwischen 3 und 30 Minuten beträgt.
5. Verfahren gemäss dem Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Abschnitt der zweiten Verfahrensstufe auf die pulsierende Gleichspannung eine feste oder veränderliche negative Gleichspannung angelegt wird während eines Zeitraumes zwischen 3 und 30 Min., wobei die Spitzenspannung zwischen 2 und 15 V liegt.
CH458680A 1979-07-04 1980-06-13 Verfahren zum elektrolytischen einfaerben von eloxiertem aluminium. CH646463A5 (de)

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