CH647718A5 - Vorrichtung zum waschen von zylindern in druckmaschinen. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Waschen von Zylindern in Druckmaschinen, bei denen eine Waschein-richtung mit mindestens einer Waschwalze, einer an der Waschwalze anliegenden Rakelwalze sowie einer Einrichtung zum Aufbringen von Reinigungsflüssigkeit an den zu waschenden Zylinder anstellbar ist.
Die Waschhäufigkeit des Gummituches auf dem Gummizylinder hängt im wesentlichen davon ab, welches Papier verdruckt wird. Aus Kostengründen werden immer mehr minderwertige Papiersorten verdruckt. Es kommt deshalb dadurch zu immer kürzeren Waschintervallen. Da das Waschen des Gummituches besonders bei Mehrfarbenmaschinen sehr zeitraubend ist, wurden spezielle, an die Gummizylinder anstellbare Waschvorrichtungen eingesetzt, mit denen die Gummizylinder gewaschen werden konnten. Eine Anordnung mehrerer Waschvorrichtungen an einer Mehrfarbendruckmaschine ist aber sehr kostenintensiv, so dass sich die Frage stellt, ob es nicht möglich bzw. sinnvoll ist, mit einer Waschvorrichtung mehrere Zylinder zu waschen.
Das Waschen des Druckzylinders erfolgt in grösseren Waschintervallen, da die Verschmutzung langsamer erfolgt. Die Verwendung aufwendiger Waschvorrichtungen der bisherigen Bauert war deshalb bisher unrentabel. Die Reinigung des Druckzylinders erfolgte deshalb nach wie vor noch von Hand.
Durch die DE-PS 21 58 185 ist eine Waschvorrichtung der oben beschriebenen Gattung bekannt. Mit dieser Vorrichtung ist es aber nicht möglich, zwei Zylinder einer Druckmaschine zu waschen.
Durch die DE-PS 25 31 886 ist bereits vorgeschlagen worden, den Gegendruckzylinder zusätzlich zum Gummizylinder ohne Verwendung einer zusätzlichen Waschvorrichtung automatisch mitzureinigen dadurch, dass beim bzw. nach dem Waschen des Gummizylinders — dieser wird direkt mit einer Waschvorrichtung in Kontakt gebracht — der Gegendruckzylinder an den Gummizylinder angestellt und damit über den Gummizylinder mitgewaschen wird. Dies erfordert aber erheblich lange Waschzeiten.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine klein bauende Vorrichtung zu schaffen, mit der es möglich ist, eine Wascheinrichtung an Druckmaschinen, insbesondere Offsetdruckmaschinen, so einzusetzen, dass es möglich ist, schnell und sorgfältig mehrere Zylinder einer Druckmaschine mit einer Wascheinrichtung zu reinigen.
Gelöst wird diese Aufgabe durch den kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1.
Der Vorteil dieser Vorrichtung liegt darin, dass aufgrund der Verschwenkbarkeit des Rahmens bei einer Maschine in Unitbauweise kosten- und zeitsparend Gummi- und Druckzylinder nacheinander gewaschen werden können.
Da bei Druckmaschinen, die nach der Fünfzylinderbauweise aufgebaut sind, enge Verhältnisse zwischen dem Druckzylinder und den Gummizylindern bestehen, bedurfte es besonderer Überlegungen, wie man in diesem Raum eine Waschvorrichtung unterbringen kann, mit der man zusätzlich zum Gummizylinder auch den Druckzylinder waschen kann. Es wurde demzufolge eine nur aus zwei Walzen bestehende Einrichtung erstellt, deren Kompaktheit die beabsichtigte Verwendung erst ermöglicht. Trotzdem konnte aufgrund der Gegenläufigkeit der Walzen überraschend beste Reinigungswirkung erzielt werden. Dafür hat sich eine Waschwalze mit besonders weicher Mantelfläche besonders bewährt.
Durch Überziehen dieser weichen Waschwalze mit einem besonders verschleissfesten Überzug, z.B. aus durchlässigem Kunststoff, kann auch die notwendige Standfestigkeit erreicht werden. Ähnlich gute Ergebnisse konnten mit einer im Tiefdruck als Tauchwalze verwendeten Flockwalze erzielt werden.
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Nachfolgend ist die Erfindung an einem speziell für Druckmaschinen in Fünfzylinderbauweise konzipierten Ausgestaltungsbeispiel beschrieben und an einer Skizze näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine spezielle Ausgestaltungsform der erfin-dungsgemässen Vorrichtung für eine Druckmaschine in Fünfzylinderbauweise.
Fig. 2 zeigt einen vergrösserten Ausschnitt aus Fig. 1.
Fig. 3 zeigt eine Vorrichtung wie die in Fig. 2 mit einer Düsenleiste, wobei Waschmittel auf ein Prallblech aufgespritzt wird.
Der Druckzylinder 1 steht mit zwei Gummizylindern 2 und 3 in Kontakt und dreht sich entgegen dem Uhrzeigersinn. Im Raum zwischen diesen drei Zylindern ist eine Traverse 4 vorgesehen, die sich über die Maschinenbreite erstreckt und die Drehachse für einen Hebel 5 enthält. Dieser Hebel 5 ist als Träger für die Wascheinrichtungen 6 und 6' vorgesehen und besitzt zwei parallele Flächen 7 und 8 (Fig. 2), an die die Wascheinrichtungen anschraubbar sind. Während die Wascheinrichtung 6' direkt an den Hebel 5 anschraubbar ist, ist zwischen dem Hebel 5 und der Wascheinrichtung 6 ein Zwischenstück 9 vorgesehen, auf dem die Wascheinrichtung 6 verschieb- und einstellbar befestigt ist. Gleichzeitig ist am Zwischenstück 9 eine Zugstange 10 angelenkt, mit der die ganze Waschvorrichtung um die Traverse 4 schwenkbar ist.
Hebel 5 und Zwischenstück 9 bilden zusammen einen Rahmen 11, der zusammen mit den Wascheinrichtungen 6, 6' als Waschvorrichtung bezeichnet wird.
Die Wascheinrichtung 6' ist wie folgt aufgebaut: In einem Gehäuse 12', das gleichzeitig auch als Auffangwanne für eine Reinigungsflüssigkeit dient, sind zwei Walzen drehbar angeordnet, welche einen unterschiedlichen Durchmesser aufweisen. Die Walze 13' mit dem grösseren Durchmesser ist mit einer weichen Oberfläche versehen, die farbabsorbierend ist und dient als Waschwalze. Die Waschwalze 13' wird durch ein Zahnrad 15' angetrieben, welches mit einem am Zylinderzapfen befestigten Zahnrad kämmt. Über einen Zwangstrieb 16 wird von der Waschwalze 13' die zweite Walze angetrieben, die mit einer harten Oberfläche versehen und gegenüber der Waschwalze 13' einstellbar ist. Diese Walze mit harter Oberfläche ist die Rakelwalze 14'. Da die Waschwalze 13' und die Rakelwalze 14' sich im gleichen Drehsinn bewegen, wird der von der Waschwalze 13' vom Gummizylinder 3 übernommene Schmutz von dieser Waschwalze 13' ab-gerakelt und von der Rakelwalze 14' weitertransportiert. Eine an die Rakelwalze 14' angestellte Rakel 17 rakelt den Schmutz in das Gehäuse 12' ab. Des weiteren sind im Gehäuse 12' zwei Düsen 18 und 19 vorgesehen, aus welchen Wasser und Reinigungsflüssigkeit versprühbar ist. Das Aufsprüchen erfolgt auf die gesäuberte Mantelfläche der Wasch-13' und Rakelwalze 14'. Für den Aufbau der Wascheinrichtung 6 gilt entsprechendes.
Damit nun im Falle der Verwendung beide Waschwalzen 13, 13' gleichzeitig an die Gummizylinder 2 und 3 anstellbar sind, wird zum Einjustieren der Vorrichtung zuerst die Waschwalze 13' an den Gummizylinder 3 angestellt.
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Dann wird die Wascheinrichtung 6 auf dem Zwischenstück 9 so weit verfahren, bis deren Waschwalze 13 am Gummizylinder 2 anliegt. In dieser Lage wird dann die Waschvorrichtung fixiert.
Zum An- und Abstellen der Waschvorrichtung sowie zum Waschen des Druckzylinders 1 von zwei Wascheinrichtungen 6 und 6' wird wie folgt verfahren:
Die Zugstange 10, die einerseits am Zwischenstück 9 befestigt ist, wird an einen auf einer Schaltwelle 20 befestigten Hebel 21 angelenkt. Die Schaltwelle 20 besitzt vier Schaltstellungen I, II, III, IV, von denen drei einrastbar sind, so dass vier Schaltschritte ausgeführt werden können. Diese Schaltschritte können über einen Handhebel 22 oder einen nicht gezeigten pneumatischen Kolben erfolgen. Als Raste kann eine einfache Feder oder Kugelraste verwendet werden.
Die Schaltschritte sind so aufgeteilt, dass zwischen «Abgestellt» III und «Waschen» I eine weitere Stufe II vorgesehen ist, wobei diese dazu dient, über ein Zeitrelais eine Pumpe anzusteuern, die den Düsen 18 und 19 getrennt Flüssigkeit zuführt, dergestalt, dass zuerst Wasser auf die Waschwalze 13 gespritzt wird und anschliessend Lösungsmittel.
Dies dient dazu, um zuerst Papierstaub zu entfernen, bevor Lösungsmittel auf den zu waschenden Zylinder kommt.
Das Reinigen des Druckzylinders 1 erfolgt durch Betätigung des Handhebels 22 in Stellung IV. Hierdurch wird die Wascheinrichtung 6 vom Gummizyilnder 2 wegbewegt und die Wascheinrichtung 6' wird zum Druckzylinder 1 hin verschwenkt. Zum Waschen des Druckzylinders 1 muss der Handhebel 22 in dieser Stellung gehalten werden, denn ein Einrasten ist nicht möglich, da die Waschwalze 13 über den Greiferrücken des Druckzylindergreifers 23 gehoben werden muss. Hierzu dient eine am Druckzylinder 1 im Bereich des Druckzylindergreifers 23 angeordnete Kurve 24.
Der Antrieb der Waschwalze 13 erfolgt beim Druck-zylinderwaschen durch Friktion, dadurch ist die Waschwalze 13 in dieser Stellung mitlaufend. Soll dieser Arbeitsgang ebenfalls automatisch erfolgen, so ist ein geeignetes Dämpfungsglied vorzusehen, welches es der Wascheinrichtung 6 ermöglicht, der Kurve 24 auszuweichen. Auf einen Zwangsantrieb über Zahnräder kann beim Waschen des Druckzylinders 1 verzichtet werden, da dieser nicht so sehr verschmutzt und damit auch keine intensive Reinigung erforderlich ist.
Damit je nach Grad der Verschmutzung der Zylinder eine intensive Reinigung erfolgen kann, lässt sich per Knopfdruck zusätzlich Wasser und Lösungsmittel auf die Waschwalzen 13, 13' sprühen. Die Zuführung der Reinigungsflüssigkeit kann durch eine Pumpe oder ein Druckge-fäss erfolgen, wobei in das Druckgefäss über ein Drosselventil Druckluft einleitbar ist.
Beim Beispiel nach Fig. 3 ist nur eine Düse 18 für eine Reinigungsflüssigkeit vorhanden. Letztere wird auf ein Prallblech 25 aufgespritzt, von wo aus diese Flüssigkeit dann auf die Walzen 13' und 14' gelangt.
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3 Blätter Zeichnungen
Claims (13)
1. Vorrichtung zum Waschen von Zylindern in Druckmaschinen, bei denen eine Wascheinrichtung mit mindestens einer Waschwalze, einer an der Waschwalze anliegenden Rakelwalze sowie einer Einrichtung zum Aufbringen von Reinigungsflüssigkeit an den zu waschenden Zylinder anstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Rakelwalze (14') und die Waschwalze (13') formschlüssig angetrieben und auf einem Rahmen (11) montiert sind, der auf einer Traverse (4) gelagert und derart verschwenkbar ist, dass die Wascheinrichtung (6') wahlweise an mindestens zwei Zylinder (1 und 3) anstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschwalze (13') beim Anstellen an einen zu waschenden Gummizylinder (3) mit einem Antrieb (15') kuppelbar ist, durch den die Waschwalze (13') im Gegenlauf zu dem zu waschenden Gummizylinder (3) antreibbar ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasch- (13') und die Rakelwalze (14') gegenläufig über einen Zwangsantrieb (16) antreibbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (11) zwei Flächen (7,. 8) aufweist, an welche zwei Wascheinrichtungen (6, 6') anschraubbar sind, wobei mindestens eine der Wascheinrichtungen auf dem Rahmen (11) verschiebbar angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (11) in einer ersten Stellung «Waschen Aus», in einer zweiten Stellung «Waschen Vorbereiten» und in einer dritten Stellung «Waschen Gummizylinder» durch eine Raste arretierbar ist, während der Rahmen (11) in einer vierten Stellung «Waschen Druckzylinder» während des Durchgangs des Druckzylinderkanals und der Druckzylindergreifer durch eine am Zylinder angeordnete Kurve (24) abgestützt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Stellung (II) «Waschen Vorbereiten» ein Zeitrelais ansteuerbar ist, durch welches nach einer einstellbaren Zeitspanne eine Pumpe einschaltbar ist, durch die Reinigungsflüssigkeit auf die Waschwalze (13') aufspritzbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe durch einen zusätzlichen Schaltkreis einschaltbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Reinigungsflüssigkeit nacheinander Wasser und Lösungsmittel aufspritzbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsflüssigkeit durch einen Druckbehälter der Waschwalze (13') zuführbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschwalze (13') aus einem weichen Material besteht, das eine Härte im Bereich von 5-15 Shore hat.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschwalze (13') mit einem absorbierenden Überzug versehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Waschwalze (13') eine Flockwalze verwendet wird.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass über der Waschwalze (13') eine mit Austrittsöffnungen versehene Düsenleiste für die Waschflüssigkeit vorgesehen ist, durch die ein darüber angeordnetes, eine Wirbelkammer bildendes Prallblech (25) mit Waschflüssigkeit beaufschlagbar ist (Fig. 3).
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