CH647937A5 - Elastic support insert for shoes - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine elastische Stützeinlage für Schuhe entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei einer bekannten Stützeinlage dieser Art (DE-OS 2 048 593) wird bemängelt, dass die als Hebelmechanismus ausgeführten Federkörper aufwendig sind und dass zur Herstellung ein sehr kompliziertes Werkzeug erforderlich ist. Ausserdem werden aufgrund der besonderen Hebelkonstruktionsausführung hohe Anforderungen an die Materialbeschaffenheit gestellt, da nur bei einer bestimmten Steifigkeit des Materials die angestrebte Hebelwirkung eintritt. Andererseits muss das Material so ausgerichtet werden, dass durch die ständig auftretenden Biege- und Verformungskräfte die freiliegenden, verhältnismässig dünn und schwach ausgebildeten Hebelteile bzw. Gelenke nicht vorzeitig verschlissen werden oder gar brechen. Demgemäss erfordert diese bekannte Stützeinlage zur Herstellung einen verhältnismässig harten Kunststoff, der jedoch beim Tragen der mit einer solchen Stützeinlage ausgestatteten Schuhe den Nachteil hat, dass bei einem starken Auftreten aufgrund der punktuell hohen spezifischen Flächenpressung ein verhältnismässig grosser Gegendruck an der Fusssohle auftritt, was als störend empfunden wird, insbesondere dann, wenn der Fuss stark ausgeprägt ist und beispielsweise ein stark vorstehendes sogenanntes Fersendorn od. dgl. aufweist. Bei im wesentlichen punktförmiger Belastung der bekannten Stützeinlage schwenken die balkenförmigen Hebelteile in eine Schräglage und drücken mit den hochgeschwenkten freien Enden gegen die Fusssohle, so dass an dieser Stelle eine erhöhte Druckbeanspruchung auftritt. Da die Stützeinlage wegen des komplizierten Hebelmechanismus ein bestimmtes Material hinsichtlich der Festigkeits- und Härteeigenschaften erfordert, ist eine Anpassung in der Materialauswahl für bestimmte Einsatzzwecke bzw. verschiedene Gebrauchseigenschaften kaum möglich, so dass die Stützeinlage nur für ein eng umrissenes Anwendungsgebiet bei Schuhen eingesetzt werden kann. Weiterhin ist es nachteilig, dass die Stützeinlage aufgrund des Hebelsystems eine verhältnismässig grosse Bauhöhe aufweist, wodurch im Schuh eine entsprechend grosse Raumhöhe zur Verfügung gestellt werden muss, so dass die Mindesthöhe des Schuhes zwangsläufig gross ist.
Demgemäss besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Stützeinlage der eingangs beschriebenen Art so zu verbessern, dass eine kostengünstigere Herstellung möglich ist sowie eine hohe, druckspitzenfreie Elastizität und Flexibilität bei möglichst niedriger Bauhöhe erzielt wird und ein vielfaltiger Einsatz bei Schuhen verschiedener Machart ohne weiteres erfolgen kann.
Diese Aufgabe wird erfmdungsgemäss durch die Kennzeichnungsmerkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Mit der Erfindung wird der Vorteil erreicht, dass für die Herstellung der Stützeinlage vorzugsweise im Spritzgussverfahren ein wesentlich einfacheres Werkzeug verwendet werden kann, das für die Ausbildung der kuppeiförmigen Federkörper lediglich in die Werkzeugform hineinragende Stiftansätze aufweist, die mit die Stützgewölbe formenden Kuppen versehen sind und Schlitze für die Ausbildung der Bogenstreben aufweisen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das über die Fusssohle auf die Stützeinlage einwirkende Gewicht auf einer grösseren Fläche verteilt wird und damit eine nur geringe spezifische Flächenpressung auftritt, die keine unangenehmen Spitzendruckbeanspruchungen an der Fusssohle bewirkt. Die erfindungsgemässen Stützgewölbe lassen sich verhältnismässig leicht verformen und nehmen den Fussdruck voll auf, wobei die Verformungskräfte von den einzelnen Bogenstreben der Stützgewölbe gleichmässig auf die Grundplatte übertragen werden, so dass keine einseitigen Kippbelastungen auftreten. Die Bogenstreben haben infolge ihrer dünnen Strebenausbildung und ihres bogenförmigen Verlaufs eine hohe Elastizität und gegenseitige Abstützungs-funktion. Zudem hat die erfindungsgemässe Lösung den Vorteil, dass die Stützeinlage aus verhältnismässig weichem Kunststoffmaterial hergestellt werden kann, so dass die Federkörper insgesamt schon von vornherein weicher und damit anschmiegsamer ausgebildet werden können. Aufgrund der bogenstrebenförmigen Stützgewölbegestaltung ist es möglich, die Stützeinlage bei hoher Elastizität und An-schmiegbarkeit in ihrer Gesamtstärke dünn auszuführen, so dass für die Anordnung im Schuh nur sehr wenig Platz beansprucht wird, weshalb der Schuh mit der erfindungsgemässen Stützeinlage flach ausgeführt werden kann. Darüber hinaus ist es auch möglich, die erfindungsgemässe Stützeinlage vorteilhaft bei Schuhen der sogenannten Mokassin- oder auch Kalifornia-Machart einzusetzen sowie auch bei anderen flexiblen, randgenähten und geklebten Schuhen zu verwenden. Insgesamt wird durch die Stützeinlage der Erfindung mit dem als Stützgewölbe ausgeführten und mit Öffnungen versehenen Federkörpern ein elastisch hochwirksamer Fussstützeffekt im Schuh erzielt, so dass ein weitgehend
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ermüdungsfreier Tragekomfort gegeben ist, wobei durch die Öffnungen in den Stützgewölben eine Pump- und Saugwirkung hervorgerufen wird, die die Luftzirkulation im Schuh fördert. Durch die stossdämpfende Wirkung der erfindungs-gemässen Stützeinlage wird auch beim Gehen auf einem harten Untergrund wie zum Beispiel Beton oder Asphalt selbst nach langer Tragezeit kaum eine sogenannte Fussmüdigkeit auftreten, da die erfindungsgemässe elastische Struktur der Stützeinlage zudem eine Massage der Fusssohle bewirkt, wodurch die Blutzirkulation angeregt wird.
Bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Merkmalen der abhängigen Ansprüche zu entnehmen, durch deren Anwendung in vorteilhafter Weise insbesondere eine zweckmässige Kreuzkuppelausführung der Federkörper mit gleichmässiger Lastverteilung und wirkungsvoller Grundplattenstützaufnahme erzielt wird.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen, die in schematischer Darstellung eine bevorzugte Ausführungsform als Beispiel zeigt. Es stellen dar:
Fig. 1 eine vergrösserte Schnittansicht der erfindungsge-mässen Stützeinlage im Belastungszustand,
Fig. 2 ein Teilausschnitt der Stützeinlage nach Fig. 1 in starker Vergrösserung,
Fig. 3 der Teilausschnitt nach Fig. 2, jedoch in unbelastetem Zustand und
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Oberseite der erfindungsge-mässen Stützeinlage der Fig. 1 bis 3 in starker Vergrösserung.
Die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Stützeinlage 1 besteht aus einem weichen, elastischen Kunststoffmaterial und ist in einem einzigen Arbeitsgang im Spritzgussverfahren hergestellt worden. Die Stützeinlage 1 weist eine Grundplatte 2 auf, in der runde Löcher 3 ausgebildet sind, die in gleichmäs-sigem Abstand in Reihen angeordnet sind, wobei die Lochreihen zueinander jeweils um das halbe Abstandsmass zwischen den Löchern 3 versetzt sind.
An der Grundplatte 2 sind Federkörper angeordnet, die die Unterseite 4 der Grundplatte 2 überragen und als Stützgewölbe 5 ausgebildet sind. Diese Stützgewölbe 5 sind aus Bogenstreben 6 gebildet, die die Löcher 3 kuppelartig überspannen, so dass die Stützgewölbe 5 etwa halbkugelförmig gestaltet sind.
Jedes Stützgewölbe 5 besteht aus zwei Bogenstreben 6, die rechtwinklig zueinander angeordnet sind und ein Kreuz 7 bilden. Die Kreuzungsmitte 8 des Kreuzes 7 befindet sich dabei exakt im Scheitelpunkt des Stützgewölbes 5.
Zudem weist jedes Stützgewölbe 5 vier gleiche Öffnungen 9 auf, die je von zwei Bogenteilen 10 der Bogenstreben 6 und vom Rand 11 der Innenwandung 12 des Loches 3 an der Unterseite 4 der Grundplatte 2 begrenzt sind. Die Bogenstreben 6 sind so schmal ausgeführt, dass die Öffnungen 9 einen verhältnismässig grossen Querschnitt besitzen, so dass ein ausgezeichneter Luftaustausch zwischen der Oberseite 13 der Grundplatte 2 über die Löcher 3 und die Öffnungen 9 möglich ist.
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Die Bogenstreben 6 sind im Querschnitt etwa halbrund-förmig ausgebildet und weisen somit eine Rundfläche 14 auf, die dem Innenraum 15 des Stützgewölbes 5 zugewandt ist. Die als Fussteil 16 ausgeführten Enden der Bogenstreben 6 sind an der Innenwandung 12 des Loches 3 angeordnet und befinden sich somit im Kreisbereich des Loches 3. Dabei ist die Anordnung des Fussteils 16 so getroffen, dass die Stirnfläche 17 des Fussteils 16 der Bogenstreben 6 in einer einzigen gemeinsamen Ebene mit der Oberseite 13 der Grundplatte 2 verläuft. Es wird somit an der Oberseite 13 eine grössere Aufstandsfläche erzielt, so dass bei Belastung durch den Fuss 18 eine verhältnismässig geringe spezifische Flächenpressung gegen den Fuss 18 wirkt und insbesondere störende Spitzenbeanspruchungen vermieden sind. Dazu ist es zur Erzielung einer noch gleichmässigeren Flächenabstützung möglich, auf der Oberseite 13 der Grundplatte 2 eine luftdurchlässige Decklage 19 anzuordnen, die extrem dünn ausgeführt sein kann und für einen hochwirksamen Luftaustausch eine offenzellige bzw. poröse Materialstruktur aufweist und/oder mit entsprechenden Lochungen bzw. Perforationen versehen ist. Die Decklage 19 kann mit der Grundplatte 2 der Stützeinlage 1 flächenbündig vereint sein, oder auch nur am Randbereich der Stützeinlage 1 mit dieser verbunden werden.
Wie der Fig. 1 zu entnehmen ist, tritt bei einer Druckbelastung 20 durch den Fuss 18 ein durch die Pfeile 21 dargestellter, weitgehend gleichmässig verteilter und somit flächenspezifisch geringer Gegendruck auf. Gleichzeitig wird durch die Pfeile 21 angedeutet, dass bei der erfindungsge-mässen Stützeinlage 1 eine hochwirksame Luftventilation und ein einwandfreier Temperatur- und Feuchtigkeitsaustausch vom Fuss 18 in Richtung zur Sohle 22 bzw. umgekehrt durch die Öffnungen 9 und die Löcher 3 gegeben ist. Weiterhin wird deutlich, dass über die Stützeinlage 1 eine einwandfreie Anschmieganpassung an den Fuss 18 gewährleistet ist, so dass insbesondere ein hoher Tragekomfort mit stossdämpfender Wirkung und blutzirkulationsfördernder Fussmassage zur Erzielung weitgehend ermüdungsfreier Schuhtrageeigenschaften erreicht wird.
In der Fig. 2 ist das günstige elastische Verhalten der Bogenstreben 6 der Stützgewölbe 5 bei ungleichmässiger bzw. wechselnder Druckbelastung 20 besonders deutlich zu erkennen, während der Fig. 3 die kuppelartige Gestaltung der Stützgewölbe 5 der erfindungsgemässen Stützeinlage 1 im Nichtbelastungszustand zu entnehmen ist. Die Fig. 4 verdeutlicht die Kreuzform der Stützgewölbe 5 sowie die Rundausführung der Löcher 3 und deren versetzte Lochreihenanordnung und lässt ausserdem die grossen Freiräume der Löcher 3 und der Öffnungen 9 zur einwandfreien Pumpventilation bei wechselnder Belastung der Stützeinlage 1 erkennen.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht an die Kreisform der Löcher und an den Rundbogenverlauf der Stützgewölbe 5 gebunden, sondern es ist selbstverständlich auch eine mehreckige Gestaltung der Löcher und ein abgewinkelter Verlauf der Bogenstreben möglich.
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4 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
- 647 937PATENTANSPRÜCHEElastische Stützeinlage für Schuhe mit einer Grundplatte und auf Abstand zueinander angeordneten Federkörpern, dadurch gekennzeichnet, dass der Federkörper als ein Loch (3) der Grundplatte (2) überspannendes Stützgewölbe (5) ausgebildet ist, das mindestens eine Bogenstrebe (6) und eine Öffnung (9) aufweist.
- 2. Stützeinlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützgewölbe (5) als aus zwei Bogenstreben (6) gebildetes Kreuz (7) ausgeführt ist.
- 3. Stützeinlage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreuzmitte (8) der Bogenstreben (6) im Scheitelpunkt des Stützgewölbes (5) angeordnet ist.
- 4. Stützeinlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (9) von zwei Bogenteilen (10) des Stützgewölbes (5) begrenzt ist.
- 5. Stützeinlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bogenstrebe (6) an ihren Enden mit einem Fussteil (16) an der Innenwandung (12) des Loches (3) angeordnet ist.
- 6. Stützeinlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bogenstrebe (6) eine Rundfläche (14) aufweist.
- 7. Stützeinlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rundfläche (14) der Bogenstrebe (6) dem Innenraum (15) des Stützgewölbes (5) zugewandt ist.
- 8. Stützeinlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Loch (3) der Grundplatte (2) im wesentlichen rund ausgebildet ist und dass das Stützgewölbe (5) etwa die Form einer Halbkugel aufweist.
- 9. Stützeinlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützgewölbe (5) die Grundplatte (2) an deren Unterseite (4) überragt.
- 10. Stützeinlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnfläche (17) des Fussteils (16) der Bogenstrebe (6) in einer Ebene mit der Oberseite (13) der Grundplatte (2) angeordnet ist.
- 11. Stützeinlage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberseite (13) der Grundplatte (2) eine luftdurchlässige Decklage (19) angeordnet ist.
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