CH647993A5 - Vorrichtung und verfahren zum umschnueren eines gegenstandes. - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Umschnüren eines Gegenstandes nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und ein Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung.
Es gibt automatische Bindemaschinen mit einem Joch und einem Schnürmechanismus, die zusammen einen im wesentlichen durchgehenden Bindematerial-Kanal bilden. Das Material wird darin von einem Vorrat entnommen und durch den Kanal zu einer Schleife mit sich überdeckenden Front-und Zuführabschnitten gelegt. Nach dem Erfassen des vorderen Endabschnitts der Schleife wird eine Zugkraft auf den Zuführabschnitt des Bindematerials übertragen und dadurch die Schleife um den Gegenstand gespannt. Die sich überdeckenden Endabschnitte der Schleife werden vereinigt, ge-5 gebenenfalls geschweisst.
Ferner gibt es halbautomatische Schnürmaschinen ohne Joch, bei denen der vordere Endabschnitt des Bindematerials von Hand einem Vorrat entnommen, um den Gegenstand geführt und in eine Greifposition gebracht wird. Das darin io erfasste Bindematerial wird durch Anlegen einer Zugkraft an den Zuführabschnitt in Form einer gespannten Schleife um den Gegenstand gelegt und anschliessend die Enden der gespannten Schleife miteinander vereinigt bzw. verschweisst.
Zum besseren Verständnis sei bemerkt, dass unter dem 15 Begriff «Schnürmechanismus» oder einfach «Mechanismus» eine Einrichtung zu verstehen ist, die zumindest Elemente zum Greifen des schleifenförmig um den zu schnürenden Gegenstand herumgelegten Bindematerials enthält. Erwünscht aber nicht unbedingt notwendig ist darin eine Ein-20 richtung zum Verschliessen bzw. Vereinigen der sich überdeckenden Front- und Zuführ-Endabschnitte des Bindematerials nach dem Anlegen der Spannung an das Material. Einrichtungen zum Halten oder Greifen des Bindematerial-Zuführabschnitts und zum Führen und Spannen des Mate-25 rials sind notwendig und können separat von dem Schnürmechanismus angeordnet sein. Einige nachstehend beschriebene Vorrichtungen enthalten Greif-, Zuführ- und Spannelemente zum Teil, andere enthalten alle diese Einrichtungen in dem Schnürmechanismus, beispielsweise die in der US-Pa-30 tentschrift 3 759 169 (Goodley) beschriebene bekannte Vorrichtung.
Wie in dieser Patentschrift beschrieben kann der Schnürmechanismus unter einem den Gegenstand tragenden Tisch angeordnet sein. Bei anderen herkömmlichen halbautomati-35 sehen Schnürmaschinen liegt die Schliessstelle der sich überlappenden Bindematerialabschnitte auf der Unterseite des Gegenstands. Der Schnürmechanismus kann aber auch so relativ zu der Unterlage für den Gegenstand ausgerichtet sein, dass die gespannte Schnürschleife oben oder seitlich 40 geschlossen wird. Es kann sich auch um eine Paletten-Schnürmaschine oder Horizontal-Schnürmaschine handeln, wie diese beispielsweise in den US-Patentschriften 3 949 662 (Woomer) und 4 005 647 (Goodley) beschrieben sind.
Die genannten bekannten Schnürvorrichtungen arbeiten 45 relativ zufriedenstellend, in bestimmten Fällen ist jedoch eine höhere Spannkraft erwünscht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Umschnüren eines Gegenstands der genannten Art sowie ein Verfahren zum Umschnüren von Gegenständen 50 aufzuzeigen, mit denen höhere Zugkräfte in der Bindeschleife um den Gegenstand erzielbar sind.
Erfindungsgemässe Lösungen der gestellten Aufgabe sind vorrichtungsseitig im Patentanspruch 1, und verfahrensseitig im Patentanspruch 16 angegeben.
55 Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgedankens sind in den jeweils nachgeordneten abhängigen Ansprüchen enthalten.
Ein wesentliches Merkmal der erfindungsgemässen Vorrichtung und des erfindungsgemässen Verfahrens besteht 60 darin, dass durch eine besondere und individuelle Beaufschlagung der beiden Enden des in Form einer Schleife um den zu umschnürenden Gegenstand gelegten Bindematerials eine gewünschte hohe Schleifenspannung und ferner eine gewünschte Spannungsverlteilung in der um den Gegenstand 65 gelegten Schleife erzielt werden.
Unter dem Ausdruck «Anlegen einer Zugkraft» oder ähnlichen Bezeichnungen innerhalb der Beschreibung und der Ansprüche ist die Einwirkung einer Zugkraft auf den
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•Zuführendabschnitt und/oder den vorderen Endabschnitt des schleifenförmig um den Gegenstand gelegten Bindematerials zu verstehen, um die Schleife zu spannen oder nachzuspannen. Wird beispielsweise eine Schleife um den Gegenstand gelegt und an ihrem vorderen Endabschnitt ergriffen, dann wird durch Aufbringen einer Zugkraft an dem Zuführabschnitt dieser weggezogen und damit die Schleife um den Gegenstand gespannt, und unter Aufrechterhaltung der Spannung in der Schleife wird eine Zugkraft auf den vorderen Endabschnitt übertragen, um diesen zu bewegen und die Spannung in der Schleife zu erhöhen.
Auf diese Weise wird eine bessere Spannungsverteilung in den Bindeschleifenabschnitten um den Gegenstand erzielt, insbesondere weil die während des Spannvorgangs der Schleife um den Gegenstand auftretenden Reibungswiderstände weitgehend überwunden werden.
Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung ist es möglich, eine Bindematerialschleife unter einer sehr hohen Spannung anzulegen, deren Verbindungsstelle ganz nach Wunsch unten, oben oder seitlich von dem Gegenstand liegen kann.
Während bei den herkömmlichen Verfahren die Schleife nur durch Aufbringen einer Zugkraft gespannt wird, können mit der erfindungsgemässen Vorrichtung beide Enden separaten Zugkräften ausgesetzt werden. So kann bei einer Verfahrens variante eine durch eine Zugkraft am vorderen Ende um den Gegenstand gespannte Schleife durch Anlegen einer Zugkraft an das andere, in diesem Fall hintere Ende noch mehr gespannt werden. Anschliessend werden die sich überdeckenden Endabschnitte der hochgespannten Bindematerialschleife miteinander vereinigt, vorzugsweise ver-schweisst.
Bei dem bekannten Schnürverfahren entstehen durch die an nur einem Ende aufgebrachte Zugkraft beim Spannen der Schleife um den Gegenstand unvermeidbare Reibungskräfte, die Spannkräfte in den einzelnen Schleifenabschnitten kumulativ vermindern, so dass ein beträchtlicher Spannungsunterschied zwischen den beiden Schleifen-Endabschnitten besteht. Diese Spannungsunterschiede bleiben auch nach dem Verschweissen der sich überdeckenden Endabschnitte bestehen. Beispielsweise werden bei einem rechteckigen Gegenstand die miteinander verbundenen Schleifenabschnitte unter einer wesentlich höheren Spannung stehen als der Schleifenabschnitt auf der gegenüberliegenden Seite des Gegenstands. Wenn später unter dem Einfluss der Zeit und/oder von Bewegungen des umschnürten Gegenstands bei der Lagerung oder beim Transport ein Ausgleich dieser unterschiedlichen Spannungen durch Verschiebung eintritt, dann lockert sich zwangsläufig die gesamte Bindematerialschleife etwas.
Auch diese Nachteile können mit den erfindungsgemässen Schnürverfahren überwunden werden, weil hier beide Endabschnitte Zugkräften ausgesetzt werden. Dadurch wird in der Schleife eine höhere Spannung erzeugt, und vor allem werden die beim Spannen gegenüber dem Gegenstand auftretenden Reibungskräfte weitgehend überwunden. Bei der Erfindung ist die Anfangsspannung in der Bindematerialschleife höher als bei herkömmlichen Verfahren, so dass tach (nach der Vereinigung der Endabschnitte im Laufe der Zeit nur ein geringerer Spannungsausgleich in der Schleife auftreten kann. Der Gegenstand bleibt fest und mit einer relativ hohen Spannung umschnürt.
Nach einer wichtigen Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, die Zugkräfte auf den vorderen Endabschnitt und den Zuführendabschnitt zumindest teilweise und absichtlich zeitlich aufeinanderfolgend zu übertragen. Dabei kann vorzugsweise zuerst die Zugkraft an den Zuführabschnitt angelegt werden, während der vordere Endabschnitt des Bindematerials festgelegt ist, um die um den Gegenstand gelegte Bindematerialschleife zu spannen. Dabei wird, wie bei den herkömmlichen Verfahren, in diesem Stadium die Spannung in dem Zuführabschnitt der Schleife grösser als am vorderen Endabschnitt sein. Während die Spannung am Zuführabschnitt zumindest aufrechterhalten bleibt, wird dann eine Zugkraft auf den vorderen Endabschnitt übertragen und damit die Spannung in der Schleife erhöht. Diese auf den vorderen Endabschnitt übertragene Zugkraft kann kleiner, gleich oder grösser als die auf den Zuführabschnitt übertragene Kraft sein. Wenn die auf den Zuführabschnitt übertragene Zugkraft einfach erhalten wird, nachdem die Schleife um den Artikel gespannt worden ist, kann die an dem vorderen Endabschnitt angelegte Zugkraft folgende Grössenordnung haben:
a) kleiner als die am Zuführabschnitt, um die Spannung in der Schleife etwas zu erhöhen;
b) im wesentlichen gleich der Zugkraft am Zuführabschnitt; oder c) grösser als die auf den Zuführabschnitt übertragene Zugkraft, jedoch nicht so gross, dass eine Gesamtverschiebung der gespannten Bindematerialschleife relativ zu dem Gegenstand erfolgt.
Alternativ kann nach dem Aufbringen der Zugkraft an den Zuführabschnitt zum Spannen der Schleife um den Gegenstand diese Zugkraft während der Anlegung der Zugkraft an den vorderen Endabschnitt aufrechterhalten und erhöht werden. Die Zugkräfte an beiden Enden können unterschiedlich gross sein wie zuvor beschrieben.
Als weitere Alternative kann der Zuführabschnitt des Bindematerials nach Anlegen einer Zugkraft zum Spannen der Schleife um den Gegenstand fixiert oder gehalten werden, und danach wird der vordere Endabschnitt des Bindematerials mit einer geringeren, gleichgrossen oder grösseren Zugkraft beaufschlagt. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, auf den vorderen Endabschnitt eine wesentlich grössere Zugkraft als auf den Zuführabschnitt zu übertragen, weil sich jetzt die gespannte Bindematerialschleife nicht gegenüber dem Gegenstand verschieben kann.
Dabei werden vorzugsweise beide Endabschnitte nach Beendigung des Spannvorgangs im übereinanderliegenden Zustand direkt neben der gespannten Bindematerialschleife verbunden bzw. verschweisst und bleiben in einem entspannten oder wenig gespannten Zustand. Folglich kann der ver-schweisste Abschnitt der angelegten Schleife unter einer Spannung verbleiben, die kleiner, gleich oder grösser als die auf den Zuführabschnitt der Schleife vor dem Verbindungsvorgang war, und in jedem Fall wird sie grösser sein als bei den herkömmlichen Verfahren.
Bei herkömmlichen Verfahren erfolgt das Zuführen oder Fädeln des Bindematerials auf einer von dem zu schnürenden Gegenstand entfernten Bahn, und die Verbindung oder Verschweissung der sich überdeckenden Endabschnitte der Schleife erfolgt an einer von dem geschnürten Gegenstand entfernten Stelle. Nach der Freigabe der verbundenen Bindematerialabschnitte aus der Verbindungsposition zieht die Spannung sie gegen den geschnürten Gegenstand, und dabei geht ein Teil der Gesamtspannung verloren. Das kann bei einer halbautomatischen Schnürmaschine vernachlässigbar sein, hat aber grosse Bedeutung beim Schnüren von auf einer Palette liegenden Gegenständen, wo der VerbindungsVorgang meist in einer Entfernung von 10 cm oder mehr von dem Gegenstand erfolgt.
Im Gegensatz dazu ist bei einigen Ausführungsbeispielen des erfindungsgemässen Verfahrens vorzugsweise vorgesehen, vor oder während des Spannens der Bindematerialschleife die beiden sich überdeckenden Endabschnitte entweder in eine vorgegebene Entfernung von oder direkt neben den zu schnürenden Gegenstand zu bewegen, damit die
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anschliessend gespannte und fest geschlossene Bindematerialschleife bereits dicht am Umfang des Gegenstands liegt und Spannungvserluste in der Schleife weitgehend vermieden werden.
Ähnlich wie die bekannten Vorrichtungen enthält die Vorrichtung vorzugsweise Elemente zum Herumlegen einer Bindematerialschleife um einen zu umschnürenden Gegenstand und einen Schnürmechanismus mit mindestens einer Greifeinrichtung zum Greifen des vorderen Bindematerial-Endabschnitts. Wie herkömmliche Maschinen dieser Art enthält die erfindungsgemässe Vorrichtung eine Spanneinrichtung zum Aufbringen einer Zugkraft auf den Zuführabschnitt der um den Gegenstand gelegten Schleife, Elemente zum Halten oder Greifen des Zuführabschnitts unter Aufrechterhaltung einer Schleifenspannung und eine Einrichtung zum Verbinden oder Verschweissen der sich überdeckenden beiden Endabschnitte.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann ebenso wie herkömmliche Maschinen ein Gehäuse als Teil eines Maschinenrahmens zur Aufnahme des Schnürmechanismus enthalten. Führungselemente der erfindungsgemässen Vorrichtung bilden einen in einer Ebene liegenden Bindematerial-Kanal. Bei einer halbautomatischen Schnürvorrichtung können die Führungselemente das Positionieren des vorderen Endabschnitts des Bindematerials unterstützen, welches manuell als Schleife um den Gegenstand gelengt wird. Bei der automatischen Vorrichtung gehört zu der Führungseinrichtung mindestens ein Joch, und bei einer Schnürvorrichtung für Gegenstände auf Paletten eine Lanze zum Herumfädeln des Bindematerials als Schleife um den Gegenstand. Sowohl in den halbautomatischen als auch in den automatischen Vorrichtungen wird das Bindematerial als Schleife geführt, und vorzugsweise in der Ebene des durch die Führungselemente gebildeten Kanals. Der vordere und der Zuführ-Endabschnitt des Materials überdecken sich gegenseitig.
Der Schnürmechanismus kann gegenüber dem Unterbau oder dem Gehäuse in einer durch die Bindematerial-Füh-rungseinrichtung gebildeten Ebene beweglich sein. Ferner kann die Vorrichtung einen Antrieb zum Bewegen des Mechanismus zwischen einer zurückgezogenen und einer ausgefahrenen Stellung aufweisen, um eine Zugkraft auf den vorderen Endabschnitt zu übertragen, der von der Greifeinrichtung des Mechanismus erfasst ist. Die so ausgebildete Vorrichtung kann Zugkräfte unterschiedlicher Grösse und zeitlich nacheinander auf den vorderen Endabschnitt und den Zuführabschnitt des Bindematerials übertragen, um die um den Gegenstand gelegte Bindematerilaschleife mit einer derartigen Zugbelastung zu beaufschlagen und durch Anlegen der anderen Zugkraft noch weiter zu spannen.
Nach einer Weiterbildung des Erfindungsgedankens gehört zu dem Unterbau ein fester Rahmen und ein beweglicher Schlitten, auf dem der Schnürmechanismus mit seinem Gehäuse angeordnet und relativ zu dem zu umschnürenden Gegenstand bewegbar ist.
Vorzugsweise liegt die Bewegungsbahn des Mechanismus in der Ebene des Bindematerial-Kanals. Bei Vorrichtungen zur Herstellung einer seitlichen Schleifen-Verchlussstelle, wie dies bei Palettenschnürung üblich ist, erfolgt die Bewegung des Schnürmechanismus relativ zu dessen Gehäuse in einer Vertikalebene innerhalb des Streifenzuführkanals, und vorzugsweise mindestens in einer Richtung durch einen Antrieb. Bei dieser Ausführung wird auf den vorderen Endabschnitt des Bindematerials beim Spannen der Schleife eine nach unten gerichtete Zugkraft übertragen, um die Schleife zu spannen, und dabei wird ein Teil oder das gesamte Gewicht des Schnürmechanismus zur Erzeugung der Zugkraft benutzt. In diesem Fall dient der Antrieb zur Unterstützung der auf den Mechanismus wirkenden Schwerkraft und zum
Anheben desselben in seine Ausgangsstellung, nachdem die Schleife geschlossen ist. Wenn die Vorrichtung dagegen auf den vorderen Endabschnitt eine nach oben gerichtete Zugkraft überträgt, dann hebt der Antrieb den Schnürmechanismus relativ zu seinem Gehäuse mit einer Kraft an, die des-sen'Gewicht mehr als ausgleicht. Nach dem Verschweissen der Schleife kann der Mechanismus mittels Schwerkraft in seine untere Ausgangsstellung zurückkehren.
Unabhängig von der Richtung und/oder Bewegungsart des Mechanismus relativ zu seinem Gehäuse ist beim Spannen der Schleife vorgesehen, dass die Bindematerialspanneinrichtung zuerst den Zuführabschnitt der Schleife spannt und zumindest diese Spannung aufrechterhält, bis die Zugkraft an den vorderen Endabschnitt angelegt wird und die Schleifenspannung verbessert. Diese Schrittfolge ist besonders vorteilhaft, weil sie sicherstellt, dass die Zugkraft am vorderen Endabschnitt nicht ganz oder teilweise die Funktion der Streifenspanneinrichtung übernimmt und nicht nur den Spannungsverlust am Zuführabschnitt ausgleicht, sondern die Spannung in der Schleife erhöht.
Bei einigen Ausführungen der Erfindung ruht der Schnürmechanismus mit seinem Gehäuse auf einem Schlitten, der auch in der Ebene des Bindematerial-Kanals bewegbar ist, jedoch ini einer im wesentlichen senkrechten Richtung zur Bewegungsrichtung des Schnürmechanismus gegenüber seinem Gehäuse. Dabei bewegen sich der Mechanismus und der Schlitten in der gleichen Ebene, jedoch der Mechanismus senkrecht und der Schlitten horizontal. Der Schlitten bringt den Mechanismus dabei direkt neben den zu schnürenden Gegenstand. Bei der Umschnürung von Gegenständen auf Paletten bringt der Schlitten in seiner eingefahrenen Position den Mechanismus und sein Gehäuse in Ausrichtung mit dem Joch, um einen Bindematerial-Kanal zu bilden, und in der ausgefahrenen Stellung liegt der Mechanismus dicht an dem Gegenstand.
Der dabei verwendete Schlitten behindert in keiner Weise das Zuführen des Bindematerials oder das Einlegen und/
oder Entnehmen von Gegenständen in oder aus der Vorrichtung, erleichtert jedoch die Herstellung einer einwandfrei gespannten Schnürschleife. Vorzugsweise legt der Schlitten zwischen seiner eingezogenen und ausgefahrenen Stellung eine Strecke von 10 cm bis 30 cm zurück. Kontrollelemente stellen sicher, dass das Spannen der umgelegten Schleife erst erfolgt, nachdem der Schlitten die ausgefahrene Position erreicht hat.
Ferner können diverse Gegenstände mit unterschiedlicher Grösse und/oder Form verschnürt werden; diese können z.B. aus einem einzigen Körper oder Gebinde oder aus einer Vielzahl von gestapelten Einheiten oder Packungen bestehen.
Unter dem Begriff «Binde»- oder «Schnürmaterial» fallen diverse bekannte schmale flache und in Längsrichtung zuführbare Materialien, insbesondere aber nicht ausschliesslich aus Kunststoffen wie Polypropylen, Nylon und Polyester, die zur Ausrichtung der Moleküle gestreckt und/oder gewalzt wurden. Der Begriff «Verbinden», «Verschliessen» bedeutet in diesem Zusammenhang das Verbinden der sich überdeckenden Bindematerialabschnitte durch thermisches Schweissen, Metallklammern, Kleber o. dgl. Auch das in dem o.a. Goodley-Patent erwähnte thermische Erweichen der aufeinandergelegten Oberflächen der sich überdeckenden Bindematerialstränge kann angewandt werden.
Aus Gründen der Anschaulichkeit und Einfachheit wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels einer Vorrichtung zum Umschnüren von palettierten Gegenständen, wie sie teilweise aus dem o.a. Woomer-Patent bekannt ist, und von Ausführungsbeispielen halbautomatischer Schnürvorrichtungen beschrieben.
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Nachstehend werden einige die Merkmale der Erfindung aufweisende Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf eine Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine abgebrochene Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemässen Vorrichtung,
Fig. 2 eine vergrösserte Teilansicht der Vorrichtung von Fig. 1 in Arbeitsstellung,
Fig. 3 und 4 verschiedene Teilansichten der Vorrichtung von Fig. 1, jeweils aus Pfeilrichtung III-III bzw. IV-IV gesehen,
Fig. 5 von der in Fig. 1 und 2 entgegengesetzt liegenden Seite gesehene Ansichten von Elementen eines Schnürmechanismus,
Fig. 6 und 7 schematische Teilansichten des Schnürmechanismus von Fig. 5,
Fig. 8 ein Prinzipschaltbild eines pneumatischen Systems der Vorrichtung von Fig. 1,
Fig. 9 und 10 zusammen ein schematisches Schaltbild eines elektrischen Systems der Vorrichtung von Fig. 1,
Fig. II, 12 und 13 verschiedene Darstellungen der erfindungsgemässen Vorrichtung in verschiedenen Arbeitsphasen, und
Fig. 14, 15 und 16 Ausführungsbeispiele von erfindungsgemässen halbautomatischen Bindevorrichtungen.
Das in den Fig. 1 bis 13 dargestellte Ausführungsbeispiel einer Bindevorrichtung eignet sich zur Einzbeziehung in eine Produktions- oder Verpackungsanlage und nimmt in Fig. 1 und 2 eine Position zum Anlegen von gestrafften Bindeschlingen um Gegenstände A ein, die auf Paletten P liegen und über einen herkömmlichen Rollenförderer C bewegt werden. Die herkömmliche Palette P hat eine untere Tragfläche 15, die über Zwischenstücke mit einer oberen Tragfläche 17 verbunden ist.
In ihrem Aussehen und bestimmten Arbeitsphasen ist die hier beschriebene erfindungsgemässe Vorrichtung einer in der US-Patentschrift 3 949 662 (Woomer) beschriebenen Pallet Strapping Machine ähnlich, auf die hiermit hingewiesen wird.
Gemäss Fig. 1 bis 3 besteht ein Unterbau der Vorrichtung aus einer Basis 19, je zwei in Abständen aufgestellten Stützen 21 und Pfosten 25 und einem durch einen Dachabschnitt 29 und zwei gegenüberliegenden Seitenwänden 31 gebildeten U-förmigen Tunnel 27, der zwischen seinen Enden an den Stützen und Pfosten befestigt ist. Eine Einrichtung zum Herumführen von Bindematerial um einen Gegenstand A enthält ausser Jochteilen 33, 35, 37 und 39 eine zwischen einer in Fig. 1 unterbrochen dargestellten zurückgezogenen Stellung und einer jmit durchgehenden Linien dargestellten vorgeschobenen Stellung bewegbare Lanze 41, die über eine Welle 43 von einem durch einen Elektromotor 47 mit Kettentrieb 49 gebildeten Antrieb 45 bewegt wird.
Ein um den Gegenstand A zu wickelndes Bindematerial S wird von einer Vorratsspule in einer an dem Tunnel 27 befestigten Abgabeeinheit 51 abgezogen, um eine Tänzerarmrolle 53 geführt und mittels Rollen in und durch einen Zwischenspeicher 55 zu einem Schnürmechanismus 57 geführt. Die nachstehend eingehend beschriebene Ausführung des Schnürmechanismus enthält Elemente zum Greifen beider Bindematerial-Enden, Elemente zum Fördern und Belasten des Binedmaterial-Zuführabschnitts und Elemente zum Zu-sammenschliessen der sich überlappenden Bindematerial-Enden nach der Einwirkung von Zugkräften auf beide Endabschnitte.
Der bisher beschriebene Teil der erfindungsgemässen Vorrichtung entspricht weitgehend bekannten Paletten-Schnür-maschinen wie der aus dem genannten Woomer-Patent 3 949 662. Ein wesentlicher Unterschied der erfindungsgemässen Vorrichtung gegenüber den bekannten Maschinen besteht darin, dass ihr Schnürmechanismus 57 relativ zu einem Gehäuse 59 vertikal bewegbar ist, und dass dieses Gehäuse 59 von einem horizontal zwischen einer zurückgezogenen und einer vorgeschobenen Stellung verschiebbaren Schlitten 61 getragen ist, s. Fig. 1 und 2. Bei dieser Ausführung sind das Gehäuse 59 und der Schlitten 61 als Teil der Mechanismus-Unterstützung zu betrachten.
Gemäss Fig. 2 und 3 besteht der Schlitten 61 aus einer durch Träger 65 versteiften Schiebeplatte 63, die zwischen einer Anzahl von Rollen 67 und 69 horizontal verschiebbar unterstützt und geführt ist. Wellen 71 für die Rollen sind an mittels Schrauben 75 an den Tunnelseitenwänden 31 befestigter Platten 73 so montiert, dass die Rollen 69 durch Öffnungen im Dachabschnitt 29 frei drehbar hindurchragen. Winkelschienen 77 als Schutz für die Rollen 67 sind an den Platten 73 befestigt. Eine Linear-Bewegung wird durch eine pneumatische Zylindereinheit 83 auf den Schlitten 61 übertragen, deren Kolbenstange 79 bei 81 mit dem Tunnel 27 und deren Zylinderteil bei 85 mit der Schiebeplatte 63 gelenkig verbunden ist.
Das Gehäuse 59 besteht einfach aus einer Deckplatte 87 und an dem Schlitten befestigten Eckwinkelteilen 89, und der Rest des Schnürmechanismus 57 ist von je einer Deckplatte 91 und einer Bodenplatte 93 eingefasst. Eine an der Deckplatte 91 befestigte Stange 95 des Schnürmechanismus verläuft durch eine Öffnung in der Gehäuse-Deckplatte 87, und ähnliche Stangen 97 sind an der Schiebeplatte 63 befestigt und durchragen Öffnungen 99 der Bodenplatte 93, um den Schnürmechanismus 57 bei dessen weiter unten beschriebener Vertikalbewegung zu führen. Weil ersichtlich der Raum zwischen dem Schnürmechanismus 57 und dem Gegenstand A freibleiben muss, sind die Elemente 29, 63 und 93 mit in einer Flucht liegenden Schlitzen 101, 103 bzw. 105 versehen. Der in der Deckplatte 87 enthaltene ähnliche Schlitz ist bereits erwähnt worden.
Gemäss Fig. 1 bilden in der zurückgezogenen Stellung des Schlittens 61 die Jochabschnitte 33 bis 39 und die Lanze 41 zusammen mit dem Schnürmechanismus 57 eine im wesentlichen durchgehende Bahn, durch die das Bindematerial S zur Bildung einer Bindeschlinge um den Gegenstand A längs hindurchgeführt wird. Das Jochteil 33 ist an der Basis 19 und mit Klammern 107 an den Pfosten 25 befestigt, und das Jochteil 35 ist mittels eines Gelenkes 109 ausschwenkbar gelagert (s. unterbrochene Linien). Eine Drehfeder 111 drückt das Jochteil 35 normalerweise immer gegen einen Anschlagstift 113 und damit in die mit durchgehenden Linien gezeichnete Stellung.
Beim Fädeln wird der vordere Endabschnitt des Bindematerials mit Hilfe des durch das Jochteil 37 geführten Schnürmechanismus in das Jochteil 35 geführt, und nach der Bewegung an dem Jochteil 33 und der Lanze 41 entlang wird der vordere Endabschnitt durch das Jochteil 39 in den Schnürmechanismus 57 geführt. Wie Fig. 5 zeigt, sind die Jochteile 37 und 39 nur an dem Schnürmechanismus 57 befestigt und können sich bei dessen Vertikalbewegung frei relativ zu der Schiebeplatte 63 und der Gehäusedeckplatte 87 bewegen.
Die Jochteile 33 bis 39 sind herkömmlicher Bauart. Beispielsweise besteht das in Fig. 4 geschnitten dargestellte Jochteil 37 aus einem Träger 115, Toren 117, einer Torschraube 119 mit Mutter 121, Federn 123 und Federtöpfen 125. Die bei 127 an dem Träger 115 schwenkbar abgestützten Tore 117 bilden mit einem Trägerflansch 129 einen Führungskanal 131 für das Bindematerial S. Beim Spannen des durch das Jochteil gefädelten Bindematerials bringt dieses Material die Tore zur Auslenkung, und wenn die Spannung nachlässt, führen die Federn 123 die Tore 117 in ihre darge5
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stellte Ruhelage zurück; die Bewegung wird durch elastische Einlagen 133 gedämpft.
Da der Schnürmechanismus 57 abgesehen von seiner Vertikalbeweglichkeit gegenüber dem Gehäuse 59 und gewissen Steuereigenschaften sonst weitgehend mit dem aus dem genannten Woomer-Patent übereinstimmt, werden nachstehend nur die interessierenden Einzelheiten des Schnürmechanismus 57 einschliesslich seiner Steuerelemente ausführlich erläutert.
Eine in Fig. 5 dargestellte Zuführ- und Spanneinrichtung 135 des Schnürmechanismus 57 zieht das Bindematerial von der Vorratssule und führt es in Längsrichtung durch die Greiferanordnung 137 hindurch nach oben in und durch das Jochteil 37. Anschliessend wird das Bindematerialende nacheinander an den Jochteilen 35, 33, der ausgefahrenen Lanze 41 und an dem Jochteil 39 vorbeigeführt, so dass es den Gegenstand A umschlingt, den Schnürmechanismus 57 wieder erreicht und von der Greiferanordnung 137 erfasst wird. Beim anschliessenden Spannvorgang wird das Bindematerial straff an den Gegenstand A herangezogen und die dabei freiwerdende Bindemateriallänge vom Zwischenspeicher 55 aufgenommen.
Gemäss Fig. 5 bis 7 enthält die Zuführ- und Spanneinrichtung 135 auf je einer Welle 143, 145 angebrachte Spann-und Zuführräder 139, 141. Eine die Welle 143 treibende Kette 147 umschlingt ein auf der Welle 143 befestigtes Kettenrad 149 sowie ein auf einer Welle 153 eines reversiblen Luftmotors 155 befestigtes Kettenrad 151. Eine freilaufende Zahnrolle 157 an einem Schwenkarm 159 tastet das untere Kettentrum ab und betätigt einen Spannschalter TS, um den Luftmotor 155 abzuschalten, sobald die um den Gegenstand A herumgeführte Bindeschlinge eine vorgegebene Spannung erreicht hat, wie noch eingehend beschrieben wird.
Gemäss Fig. 6 und 7 enthält die Greiferanordnung 137 einen vorderen Greifer 163 und einen hinteren Greifer 165. Beim Einführen passiert das Bindematerial S eine Öffnung 167 in dem vorderen Greifer 163, eine Öffnung 169 in einer feststehenden Scherplatte 171, läuft an einem Messer 173 vorbei, zwischen einer beweglichen Druckplatte 175 und einer rückziehbaren Zunge 177 sowie zwischen dem hinteren Greifer 165 und einem rückziehbaren Amboss 179 hindurch. Nach Durchlaufen dieses Weges passiert das vordere Ende 181 des Bindematerials schliesslich zwischen dem vorderen Greifer 163 und dem Amboss 179 sowie zwischen der Zunge 177 und dem Amboss 179, bis es gegen einen Anschlag 183 stösst. Die Räder 139, 141 laufen weiter, aber sobald sich eine Überschussschlaufe an dem Spannrad 139 bildet, gibt ein Schwenkarm 185 nach und betätigt ein Begrenzungsventil SV, welches das Schliessen des vorderen Greifers 163 zum Erfassen des vorderen Endes 181 veranlasst und den Luftmotor 155 abschaltet.
Die sich auf das Nachführen, Greifen, Versiegeln bzw. Schliessen und Abschneiden des Bindematerials beziehenden Elemente des Schnürmechanismus 57 stimmen im wesentlichen mit denen in den erwähnten Goodley-und Woo-mer-Patenten überein; diese Elemente werden dort durch einen Linearantrieb LA und eine Nockenanordnung LC betätigt.
Bei dem erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel wird die Aufwärtsbewegung des Schnürmechanismus 57 in eine ausgefahrene Stellung pneumatisch mittels einer Zylindereinheit 187 erreicht, die einerseits an der Gehäusedeckplatte 87 und andererseits mit ihrer Kolbenstange 189 an der Deckplatte des Schnürmechanismus 57 befestigt ist.
Anschliessend erfolgt die Beschreibung eines Operationszyklus in Verbindung mit einem bevorzugten erfindungsgemässen Verfahren in Verbindung mit den Fig. 8 bis 10 sowie 11 bis 13. Die Vorrichtung ist bereit zur Ausführung eines Arbeitszyklus, wenn sich der Schnürmechanismus 57
und der Schlitten 61 in ihrer zurückgezogenen bzw.. Ruhe-Stellung befinden und das Bindematerial S im Verlauf der Jochteile 37, 35 und 33 vor-gefädelt worden ist.
Zum besseren Verständnis des Operationsablaufes wird 5 zuvor die Funktion gewisser Schalter erläutert:
Endschalter:
Endschalter LS-1 und LS-2 steuern den Elektromotor 47 zum Aus- und Einfahren des Lanzenantriebs 45 durch Ab-lo Schaltung eines Motorrelais ME (Ausfahren) und eines Motorrelais MR (Einfahren).
Der Horizontal-Ruheendschalter 191 gibt die Position des Schlittens 61 an. Bei voll zurückgefahrenem Schlitten ermöglicht ein abgeschaltetes Relais R-7 die Bindematerial-15 Zuführung durch das Joch zu Beginn eines Maschinenzyklus oder am Ende eines Wickelzyklus zum Vor-Fädeln des Joches,
Ein Oberplattenendschalter 195 veranlasst über ein Magnetventil 197 das Anhalten des Schlittens 61 und das Span-20 nen des Bindematerials.
Ein Nockenendschalter 199 steuert die Abwärtsbewegung des Schnürmechanismus 57 und die Rückbewegung des Schlittens 61.
25 Elektrische Druckschalter VE:
Der Schalter PE-1 leitet die Ausfahrbewegung des Schlittens 61 ein, und ein Schalter PE-2 wird betätigt, wenn das Bindematerial voll gespannt ist und steuert das Verweilen der Linearnockenanordnung LC. In dem hier bevorzugten 30 Ausführungsbeispiel verhindert ein Schalter PE-3 eine Erregung eines Relais R-6 und erlaubt eine Vertikalverschiebung oder Bewegung des Mechanismus 57, falls sich der Schlitten nicht um eine gegebene Strecke zu dem Gegenstand A bewegt.
35 Zu Fig. 8 gehört eine Druckluftquelle AS und zu Fig. 9 eine elektrische Stromquelle ES. In Fig. 9 gestattet ein Schalter SW-1 die Schaltung auf Automatik- oder Handbetrieb, und die entsprechende Stellung wird durch eine Lampe AL oder ML angezeigt. Z.Zt. steht dieser Schalter SW-1 auf 40 Automatikbetrieb. Die Einleitung eines Maschinenzyklus beginnt entweder mit dem Drücken eines Startknopfes 201 oder durch Erregung von Relais R-l mit einem Eingangssignal. Dadurch erfolgt eine Ansteuerung eines Maschinenzyklus-Zeitgebers TDR-4, Stellen des Lanzenschalters SW-2 45 in die ausgefahrene Stellung, die Umschaltung des Zuführ-und Spannschalters SW-3 in die Zuführposition gemäss Fig. 9 und Ansteuerung des Motorrelais ME (Ausfahren), um durch entsprechenden Motoranlauf die Lanze 47 durch den Schacht in der Palette P zu fahren. Nach Ausfahren der Lanze um so etwa 2,5 cm schliesst der hintere Endschalter LS-2 und veranlasst über das Relais R-5 das Verlöschen einer Sichtanzeige 203 «Lanze eingefahren», erregt einen Lanzenblockierzeit-geber LDR-2 und präpariert das Motorrelais MR für die Rückführung der Lanze 41 am Ende des Wickelzyklus. 55 Bei voll ausgefahrener Lanze 41 schliesst der vordere Endschalter LS-1, veranlasst über das Relais R-4 das Aufleuchten der Lichtanzeige «Lanze ausgefahren» und schaltet den Verzögerungszeitgeber TDR-2 ab. Falls der vordere Endschalter LS-1 nicht schliesst, weil die Lanzen-Ausfahrbe-60 wegung blockiert wird, dann erfolgt keine Ansteuerung von Relais R-4 und der Verzögerungszeitgeber TDR-2 läuft ab, veranlasst das Aufleuchten der Anzeige 207 «Störung» und aktiviert ein Relais R-3, damit dieses das Relais R-l abschaltet und den Zyklus unterbricht. Durch Drücken eines 65 Rücksetzknopfes 209 wird die Lanze 41 in ihre Ausgangsstellung zurückgefahren.
Durch die oben beschriebene Erregung von Relais R-4 wird das Motorrelais ME für die Ausfahrbewegung abge
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schaltet, der Motor 47 angehalten. Jetzt betätigt der Magnet S-3 von Ventil V-6 das Ventil V-4, um Luft in den Luftmotor zu führen und das Einfädeln des Bindematerials S durch den Schnürmechanismus 57 und entlang der Jochteile 37, 35, 33, der Lanze 41 und des Jochteils 39 zu veranlassen, bis dessen freies Ende 181 den Anschlag 183 berührt. Die sich danach am Rad 139 bildende Bindematerialschleife löst über den Schwenkarm 185 das Begrenzungsventil SV aus, und dieses verschiebt das Ventil V-l. Jetzt gelangt Druckluft auf den vorderen Greifer 163, und dieser drückt das freie Ende 181 gegen den Amboss 179.
Jetzt wird der elektrische Druckschalter PE-1 aktiviert und erregt den Magneten S-4 eines Schlittenvorschubventils 211, welches durch Belüftung der Zylindereinheit 83 den Schlitten 61 in Richtung auf den Gegenstand A fährt, der zu umwickeln ist. Nach Durchlaufen einer gegebene Strecke durch den Schlitten 61 entlüftet ein Schlittenendventil 213 die Kolbenseite der Zylindereinheit 187 und aktiviert einen Schalter PE-3. Wenn dieser schliesst, wird Relais R-6 erregt und aktiviert damit den Magneten S-5 eines Vertikal-Schwimmventils 215. Dabei wird der Luftdruck durch einen Schwimmdruckregler 217 so reguliert, dass die Kolbenstange 189 gerade in der Lage ist, das Gewicht des gesamten Schnürmechanismus 57 auszugleichen, nachdem die Zugkraft an den Förderabschnitt des Bindematerials S angelegt worden ist.
Werden bei 191 an dem Gehäuse 59 gelenkig angebrachte Deckplatten 193 bei der Schlittenvorbewegung von dem Gegenstand A berührt, lösen sie einen Endschalter 195 aus, welcher den Schlittenhaltemagneten S-l und den Magneten S-6 von Ventil V-5 aktiviert. Jetzt endet die Horizontalbewegung des Schlittens 61, und über das Magnetventil V-5 gelangt Luft in den Luftmotor zur Bindematerial-Spannung. Sobald das Bindematerial straff um den Gegenstand A herumgelegt ist, wird über den Schwenkarm 159 (Fig. 5) der Spannschalter TS betätigt und Relais R-2 angesteuert. In diesem in Fig. 11 dargestellten Stadium wäre das Bindematerial nach herkömmlichen Wickelmethoden maximal gespannt. Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung aktiviert das ausgelöste Relais R-2 jedoch einen Spannzeitschalter TDR-5 und einen Magneten S-7 eines Vertikalantriebsventils 219, um die Zylinderseite des Vertikalschwimm-/An-triebszylinders 187 mit Druck zu beaufschlagen. Die Ein-gangsluft wird durch einen Regler 221 auf einen Druck eingeregelt, der eine Kraft an der Kolbenstange 189 von der Grösse erzeugt, dass mit einer durch das gespannte Bindematerial auf den Mechanismus 57 übertragenen Aufwärtskraft das Gewicht des gesamten Schnürmechanismus 57 ausgeglichen wird.
Mit diesem Gewichtsausgleich des Mechanismus 57 durch die Kolbenstange 189 ist die Vorrichtung jetzt in der Lage, eine Zugkraft auf das vordere Ende des Bindematerials auszuüben, die mindestens ähnlich oder vorzugsweise gleich der an den Förderabschnitt der Bindeschleife angelegten Kraft ist. Dieser Zustand ist in Fig. 12 dargestellt.
Wenn der Regler 219 so eingestellt ist, dass die von der Kolbenstange 189 aufgebrachte Kraft grösser als der notwendige Gewichtsausgleich für den Schnürmechanismus 57 ist, dann wird letzterer mit einer Kraft nach oben gedrückt, und die auf das vordere Ende 181 der Bindeschleife wirksame Kraft ist ziemlich oder genau gleich der Kraft, die auf den Förderabschnitt der Schleife wirkt. Dieses Stadium zeigt Fig. 13.
Da das Magnetventil V-5 noch aktiviert ist, spannt der Luftmotor noch das Bindematerial und steht. Ein Druckregler 223 reguliert den Luftdruck durch das Magnetventil V-5 und damit das Drehmoment des Luftmotors 155. Nach Ablaufen des Zeitgebers TDR-5 bewirkt die Ansteuerung eines Magnetventils V-10 mittels Luft eine Bewegung des Ventils V-2, welches gleichzeitig durch Betätigung des Schalters PE-2 die Abschaltung des Ventils V-5 bewirkt. Damit wird der Spannvorgang beendet, der Linearnocken-Verweil-zeitgeber TDR-1 wird aktiviert, der hintere Greifer 165 betätigt, so dass er den Zuführabschnitt der Bindeschleife gegen den Amboss 179 drückt, und durch Belüftung des zugehörigen Zylinders wird der Linearnocken ausgefahren.
Bei der Ausfahrbewegung des Linearnockens schüesst der Endschalter 199, und danach wird das gespannte Bindematerial geschnitten und durch eine beheizte Klinge 225 geschweisst. Der Zeitgeber TDR-1 läuft ab und entregt das Relais R-l.
Dadurch wird das Motorrelais MR (Einfahrbewegung) erregt, so dass die Lanze 41 zurückgezogen wird. Auch das Relais R-2, das Vertikalantriebsventil 219 und der Spannzeitgeber TDR-5 werden entregt. Das letztgenannte Element schaltet den Magneten S-8 des Ventils V-10 ab.
Mit dem Auslaufen des Zeitintervalls des Linearnocken-Verweilzeitgebers TDR-1 wird das sich selbst haltende Relais R-8 aktiviert, welches über das Relais R-l das Magnetventil V-6 entregt, so dass durch Ventil V-6 strömende Luft die Ventile V-l und V-2 umschaltet. Nach der Umschaltung veranlasst das Ventil V-2 die Entlüftung des hinteren Greifers 165 und die Belüftung der Kolbenstangenseite des Linearnocken-Zylinders, damit der Nocken zurückfährt, den Amboss 179 öffnet, das Bindematerial freigibt und den Nockenendschalter 199 öffnet. Ausserdem kehrt der Schalter PE-2 in seine Normalstellung zurück. Das Ventil V-2 entlüftet den vorderen Greifer 163 und lässt den Schalter PE-1 in seine normale offene Stellung zurückkehren.
Das Schlittenvorschub-Magnetventil 211, das Schlittenhalteventil 197 und das Vertikalschwimmventil 215 werden jetzt entregt, aber der Schlitten 61 fährt nicht zurück, bis der Knüpfmechanismus herabgefahren ist und einen Vertikalendschalter 227 betätigt hat. Sobald dies geschehen ist, fährt der Schlitten 61 zurück, betätigt den Endschalter 213, wodurch die Kolbensedte des Vertikalschwimm-/Antriebszylinders belüftet wird und der Schalter PE-3 das Relais R-6 entregt.
Mit der vollständigen Rückfahrbewegung betätigt der Schlitten 61 den Horizontal-Endschalter 191, entregt über das Relais R-7 den Vor-Fädelzeitgeber TDR-3 und das Magnetventil V-6. Jetzt gelangt Luft über das Ventil V-4 in den Luftmotor 155, damit wieder Bindematerial S durch den Schnürmechanismus und die Jochteile 37, 35 und 33 gefädelt wird. Nach Ablauf des Zeitgebers LDR-3 wird das Relais R-8 und das Magnetventil V-6 entregt, um den Luftmotor 155 anzuhalten und die Bindematerialförderung zu stoppen.
In der in Fig. 11 dargestellten Betriebsphase befindet sich der Knüpfmechanismus 57 direkt neben dem zu bindenden Gegenstand A, das Frontende 181 der Bindeschleife ist erfasst und die Schleife wird von der Spanneinrichtung 135 fest um den Gegenstand gezogen. Die Spannung in den einzelnen Abschnitten 197, 199, 201, 203 und 205 der angelegten Bindeschleife sind mit Tl, T2, T3, T4 und T5 bezeichnet, und Reibungskräfte, welche die Bindematerialbewegung beim Spannen besonders in den Ecken behindert, tragen die Bezeichnungen Fl, F2, F3, F4.
Offenbar nimmt die Spannung in der Bindeschleife in Längsrichtung stufenförmig von einer Maximalspannung Tl bis zu einer Minimalspanunng T5 ab. Da die Spannung T5=T1-F1-F2-F3-F4 ist, würde bei einer Verschweissung des vorderen Endes mit dem Zuführende der angelegten Schleife die Spannung auf der durch die Abschnitte 197 und 205 gebildeten Seite zwischen der von Tl und T5 liegen.
Erfindungsgemäss ist in Verbindung mit Fig. 12 vorgesehen, dass nach und während der fortgesetzten Anspannung s
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der Bindeschleife durch die Spanneinrichtung 135 der Schnürmechanismus 57 mit einer durch Pfeil 209 angegebenen Kraft in der Weise nach oben gedrückt wird, dass sein Gewicht ausgeglichen ist.
In Fig. 13 dagegen wird der Schnürmechanismus 57 mit einer Kraft 211 nach oben gedrückt, die grösser als das Eigengewicht des Mechanismus 57 ist. Damit sind die Abschnitte 197 und 199 der Schleife Spannungen Tl und T2 unterworfen, die durch die Kraft 211 hervorgerufen werden. Die Kräfte T5 und T4 an den Abschnitten 205 und 203 werden von dem ausgefahrenen Schnürmechanismus 57 erzeugt und sind möglichst gleich gross wie die Spannkräfte Tl und T2, während die Kraft T3 an dem Abschnitt 201 der Schleife annähernd gleich gross nach beiden Seiten ist und von beiden Einrichtungen 135 und 57 aufgebracht wird. Auf diese Weise ist wie erwünscht T1=T5 und T2=T1-F1 = T4=T5-F4, während T3=T2-F2=T4-F3 und grösser als bei Fig. 11 ist.
Nach dem Verschweissen der Abschnitte 197 und 205 der Schleife wird die Spannung an dieser Schleifenseite gleich der ursprünglichen Spannung an ähnlichen Abschnitten sein, oder Tl ist gleich T5.
Die auf den Schnürmechanismus 57 wirkende Aufwärs-kraft 211 in Fig. 13 ist abhängig von den Reibungskräften an dem betreffenden Gegenstand A und ferner von den Oberflächeneigenschaften wie Griffigkeit und Glätte des Bindematerials S abhängig. Wenn der Schnürmechanismus 57 mit einer sein Eigengewicht übersteigenden Aufwärtskraft angehoben wird, dann sollte diese nicht so gross sein, dass der Gegenstand A angehoben oder die Reibungskräfte Fl bis F4 überschritten werden, damit die Schleife nicht um den Artikel A herumrutscht.
Abweichend von dem bevorzugten Verfahrensablauf bei dem zuvor in Verbindung mit den Fig. 1 bis 13 beschriebenen Ausführungsbeispiel kann auch ohne Vorschub des Schlittens 61 gearbeitet werden. In diesem Fall wird durch die auf den Schnürmechanismus 57 einwirkende Aufwärtskraft, die gleich oder grösser als sein Eigengewicht sein kann, das Jochteil 37 eine Auslenkung des Jochteils 35, von dem es getragen wird, in die in Fig. 1 unterbrochen angedeutete Position bewirken. Bei der anschliessenden Verschweissung des vorderen und des Zuführendes der Bindeschleife wird die verschweisste Seite wie bei der herkömmlichen Vorrichtung gegen die Seite des umwickelten Gegenstands gedrückt. Da jedoch das freie Ende und das Zuführende der Schleife unter Spannungen stehen, die zumindest denen vor der Verschweissung entsprechen, ist die Gesamtspannung in der angelegten Bindeschleife grösser als sie mit der herkömmlichen Vorrichtung erzielbar wäre.
Bei dem beschriebenen erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel bleibt die Spanneinrichtung 135 nach dem Anlegen der Bindeschleife an den Gegenstand A gemäss Fig. 11 weiterhin aktiv und erzeugt eine Zugkraft an dem freien Endabschnitt oder Abschnitt 205 der Bindeschleife in der in Fig. 12 und 13 dargestellten Weise. Die Aufrechterhaltung der Spannung an der Bindeschleife über die Spanneinrichtung 135 kann auch durch Erfassen des Abschnitts 197 der gespannten Bindeschleife an einer Stelle ausserhalb des •Schnürmechanismus 57 erreicht werden, und anschliessend kann der Betrieb der Spanneinrichtung unterbrochen werden.
Nachstehend werden weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung in Verbindung mit den Fig. 14 bis 16 erläutert. Zu der halbautomatischen Schnürvorrichtung von Fig. 14 gehören, soweit dies zur Erläuterung der Erfindung erwähnt werden muss, ein Rahmen 213 mit einem Tisch 215 und einer feststehenden Führung 217, und ein Schnürmechanismus 219. Seitlich von einer Schnürbahn angeordnete Anschläge 221 und 223 sind zueinander verstellbar, um unterschiedlich grosse Gegenstände aufnehmen zu können.
Der auf der Führung 217 durch Lager 225 geführte Schnürmechanismus 219 von Fig. 14umfasst eine Greifer-5 einrichtung 227 und eine Halteeinrichtung 229 zum Festhalten des vorderen Endes und des Zuführabschnitts eines Bindematerials S, ferner eine Schweisseinrichtung 231 zum Verschweissen der übereinandergelegten Bindematerialabschnitte und eine Zuführ- und Spanneinrichtung 223 mit io Rädern 235, 237. Wird ein Bindematerial S aus einem thermoplastischen Material verwendet, dann können die mit 227, 229, 231 und 223 bezeichneten Elemente so ausgebildet sein, wie sie in dem genannten Goodley-Patent beschrieben sind. In eine an den Schnürmechanismus 219 befestigte 15 Zahnstange 239 greift ein durch einen nicht dargestellten Motor angetriebenes Zahnrad 241 ein. In Fig. 14 ist die Bewegung des Mechanismus 219 nach links durch einen Anschlag 243 begrenzt.
In Betrieb dieses Ausführungsbeispiels führt die Zuführ-20 einrichtung 233 von einem nicht dargestellten Vorrat ein Stück Bindematerial S vorbestimmter Länge so zu, dass sein vorderes Ende 244 erfasst und manuell als Schleife um den Gegenstand A gelegt werden kann. Wie bei herkömmlichen automatischen Schnürmaschinen wird beim Einlegen des 25 Frontendes 244 in die Greifeinrichtung 227 ein nicht dargestellter Schalter betätigt, der einen Operationszyklus einleitet. Im Verlauf dieses Operationszyklus erfasst die Greifeinrichtung 227 zuerst das vordere Ende 244 des Bindematerials fest, und danach arbeitet die Spanneinrichtung 233 30 und legt das Bindematerial S als gespannte Schleife um den Gegenstand A. Soweit wie bei Fig. 14 beschrieben tut dies auch die herkömmliche halbautomatische Schnürmaschine. Der Unterschied der erfindungsgemässen Vorrichtung besteht jedoch darin, dass nach dem Spannen der Binde-35 schleife um den Gegenstand A die Spanneinrichtung 233 weiterhin in Betrieb bleibt und die Bindeschleife unter Spannung hält, während der Schnürmechanismus 219 über Zahnstange 239 und Zahnrad 241 in Pfeilrichtung 245 in Bewegung gesetzt wird. Bei diesem Ausführungsbeispiel kann die 40 durch die Zugkraft auf das vordere Ende der Schleife übertragene Kraft kleiner oder gleich der Zugkraft am Förderabschnitt der Schleife sein.
Die Ausführung in Fig. 15 unterscheidet sich von der in Fig. 14 durch eine separat vom Schnürmechanismus 219 an-45 geordnete Zuführ- und Spanneinrichtung 233. Hier wird der Schnürmechanismus 314 in Pfeilrichtung 245 über Zahnrad 241 und Zahnstange 239 angetrieben und überträgt dabei eine Zugkraft auf das vordere Ende des Bindematerials, die geringer oder gleich der durch die Einrichtung 233 über-50 tragene ist, und wenn der Bindematerial-Förderabschnitt nicht gegenüber der Einrichtung 233 gleitet, kann die auf das vordere Bindematerialende übertragene Kraft grösser als die am Förderabschnitt sein.
Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 16 trägt ein an der 55 Unterseite des Tisches 215 befestigter Unterrahmen die Führung 217 und die Zuführ- und Spanneinrichtung 233; sonst entspricht diese Ausführung im wesentlichen der in Fig. 15 dargestellten. In Fig. 16 ist ferner eine Hilfsgreif-oder Halteeinrichtung 251 an dem Tisch 215 befestigt, die 6o nicht Bestandteil des Schnürmechanismus 219 ist. Im Betrieb dieser Ausführung wird der um den Gegenstand A gefädelte Bindematerialstreifen S durch die Greifeinrichtung 227 gehalten und durch die Spanneinrichtung 233 um den Gegenstand gespannt. Danach wird der Förderabschnitt des Binde-65 materials von der Halteeinrichtung 251 gehalten. Hier bestehen zwar Ähnlichkeiten mit bekannten Schnürmaschinen, jedoch wird ben dem Ausführungsbeispiel in Fig. 16 vor dem Verschweissen der sich überlappenden Bindematerialab
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schnitte der Schnürmechanismus 219 durch Zahnstange 239 und Zahnrad 241 in Pfeilrichtung 245 bewegt, um dabei auf das vordere Ende der Bindeschleife eine zusätzliche Spannung zu übertragen. In diesem Augenblick kann die auf das vordere Ende des Streifenmaterials übertragene Kraft kleiner, gleich oder grösser als die auf den Zuführabschnitt des Materials übertragenen Kraft sein. Sobald dieser Spannvorgang beendet ist, hält die Halteeinrichtung 229 den Zuführabschnitt des Bindematerials, danach, wird die Hilfshalteein-richtung 251 gelöst, und die übereinanderliegenden Bindematerialabschnitte der Schleife werden miteinander ver-schweisst.
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9 Blätter Zeichnungen
Claims (27)
- 6479932PATENTANSPRÜCHE1. Vorrichtung zum Umschnüren eines Gegenstands, mit einem Unterbau, Einrichtungen zum Zuführen eines ein vorderes Ende und einen Zuführabschnitt aufweisenden Bindematerials und zum Herumlegen einer Bindematerialschleife um den Gegenstand, einem Schnürmechanismus mit Einrichtungen zum Greifen des vorderen Bindematerialendes und zum Anlegen einer Zugspannung an das vordere Ende der um den Gegenstand gelegten Schleife, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnürmechanismus (57; 219) mittels einer Antriebseinrichtung (187, 189; 239, 241) relativ zu dem Unterbau zwischen einer ein- und einer ausgefahrenen Stellung bewegbar ist, um auf das vordere Ende (181; 244) des von der Greifeinrichtung (163; 227) erfassten Bindematerials (S) eine Zugkraft zu übertragen und die um den Gegenstand (A) gelegte Schleife durch von dem Schnürmechanismus (57; 219) und einer Zuführ- und Spanneinrichtung (135; 233) aufgebrachte Kräfte zu spannen; und dass eine Verbindungseinrichtung (z.B. 231) zum Vereinigen der sich überdeckenden Bindematerialabschnitte vorhanden ist, um die um den Gegenstand gespannte Bindematerialschleife im gespannten Zustand zu halten.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnürmechanismus (57) in einer Ebene relativ zu dem Unterbau bewegbar geführt ist; und dass die Zu-führ- und Spanneinrichtung (135; 233) das Bindematerial (S) zum Herumfädeln in Form einer Shcleife um den Gegenstand (A) zumindest annähernd in der genannten Ebene führt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnürmechanismus (57) in dieser Ebene horizontal relativ zu dem Unterbau bewegbar ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch zumindest annähernd in dieser Ebene angeordnete und mit der Zuführ- und Spanneinrichtung (135) und dem Schnürmechanismus (57) zusammenwirkende Bindematerial-Füh-rungselemente (33, 35,41) zum Herumfädeln des Bindematerials in Form einer Schleife um den zu schnürenden Gegenstand.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnürmechanismus (57) in dieser Ebene horizontal relativ zu dem Unterbau und den Bindematerial-Füh-rungselementen bewegbar ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterbau aus einem festen Rahmen, einem den Schnürmechanismus tragenden und mit diesem horizontal in der genannten Ebene bewegbaren Schlitten (61) sowie aus einem den Schlitten in dieser Ebene relativ zu dem festen Rahmen zwischen einer ein- und einer ausgefahrenen Stellung bewegenden Antrieb (83) besteht; dass der Schnürmechanismus (57) in der eingefahrenen Stellung mit den Bindematerialführungselementen in Verbindung steht, jedoch in der ausgefahrenen Stellung unmittelbar neben dem zu schnürenden Gegenstand ist; und dass Einrichtungen zum Bewegen des Schnürmechanismus in eine ausgefahrene Stellung zumindest nach dem Verbringen des Schlittens in seine ausgefahrene Stellung vorhanden sind.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnürmechanismus auf dem Unterbau in einer Vertikal ebene relativ zu dem Unterbau und zu den Binde-material-Führungselementen beweglich angeordnet ist.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterbau aus einem festen Rahmen und einem Schlitten (61) besteht, dass der Schnürmechanismus auf dem Schlitten in der Vertikalebene verschiebbar geführt ist, dass der Schlitten durch einen Antrieb (83) in der Horizontalebene gegenüber dem festen Rahmen zwischen einer eingefahrenen Stellung, wo der Schnürmechanismus mit den Bindematerial-Führungselementen in Verbindimg steht, und einer ausgefahrenen Stellung wo der Schnürmechanismus sich unmittelbar neben dem zu schnürenden Gegenstand befindet, bewegbar ist; und dass der Schnürmechanismus (57) durch einen Antrieb (187, 189) vorschiebbar ist, zumindest nachdem der Schlitten in seine ausgefahrene Stellung gelangt ist.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführ- und Spanneinrichtung (135; 233) zumindest während der Bewegung des Schnürmechanismus in dessen vorgeschobene Stellung arbeitet, und dass eine Greifeinrichtung (165; 229; 251) zum Halten des Zuführabschnitts der um einen Gegenstand geschlungenen Schleife vorhanden ist.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekeimzeichnet, dass die Zuführ- und Spanneinrichtung vor- und während der Bewegung des Schnürmechanismus in die vorgeschobene Stellung arbeitet.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführ- und Spanneinrichtung (135) mit dem Schnürmechanismus bewegbar ist und eine Anfangsspannung in einer um einen Gegenstand gelegten Bindematerialschleife unter Übertragung einer im wesentlichen gleichförmigen Zugkraft auf den Zuführabschnitt des Bindematerials erzeugt, und dass der Schnürmechanismus (57) bei der Bewegung in seine vorgeschobene Stellung eine Zugkraft auf das vordere Bindematerial-Ende überträgt.
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführ- und Spanneinrichtung (135) zumindest während der Vertikalbewegung des Schnürmechanismus in seine vorgeschobene Stellung arbeitet und der Zuführabschnitt der Schleife von einer Greifeinrichtung (165) gehalten und um einen Gegenstand (A) gespannt wird.
- 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung vor der Vertikalbewegung des Schnürmechanismus in dessen vorgeschobene Stellung arbeitet.
- 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführ- und Spanneinrichtung mit dem Schnürmechanismus vertikal bewegbar ist und eine Anfangsspannung in einer um einen Gegenstand gelegten Bindematerialschleife unter Übertragung einer im wesentlichen gleichförmigen Zugkraft auf den Zuführabschnitt des Bindematerials erzeugt, während der Schnürmechanismus (57) bei der Vertikalbewegung in seine vorgeschobene Stellung eine Zugkraft auf das vordere Bindematerial-Ende überträgt.
- 15. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführ- und Spanneinrichtung (135; 233) zeitlich vor der Bewegung des Schnürmechanismus (57) in seine vorgeschobene Stellung arbeitet; und dass der Zuführabschnitt eines um einen Gegenstand schleifenförmig geschlungenen Bindematerials mittels einer Greifeinrichtung (165; 229; 251) gehalten und mit einer Zugkraft beaufschlagt wird.
- 16. Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass— ein Bindematerial mit einem vorderen Endabschnitt und einem Zuführabschnitt in einer in einer Ebene liegenden Schleife um den zu schnürenden Gegenstand gefädelt wird,— die beiden Endabschnitte erfasst und unter Aufbringung von Zugkräften zueinander bewegt werden, um die um den Gegenstand gelegte Schleife zu spannen, und— danach die beiden sich überdeckenden Endabschnitte miteinander vereinigt werden, um die Bindematerialschleife im um den Gegenstand gespannten Zustand zu halten.
- 17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Endabschnitte mit unterschiedlich grossen Zugkräften zueinander bewegt werden.51015202530354045505560653647993
- 18. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die beiden Endabschnitte des in Form einer Schleife um den Gegenstand gelegten Bindematerials übertragenen Zugkräfte zumindest teilweise zeitlich nacheinander übertragen werden, und dass in dem anderen Endabschnitt zumindest die Spannung erhalten wird, während der eine Endabschnitt einer Zugkraft ausgesetzt wird.
- 19. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass— die beiden Endabschnitte nach dem Erfassen und zumindest teilweise aufeinanderfolgend durch Aufbringen der Zugkräfte an den Endabschnitten bewegt werden, der eine Endabschnitt zumindest während der Einwirkung einer Anfangszugkraft auf den anderen Endabschnitt festgehalten wird, um den anderen Endabschnitt und die um den Gegenstand gelegte Schleife zu spannen; und dass— in dem anderen Endabschnitt zumindest die Spannung erhalten wird, während der eine Endabschnitt einer Zugkraft ausgesetzt wird.
- 20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Endabschnitt des Bindematerials festgehalten ist, während zuerst eine Zugkraft auf den Zuführabschnitt übertragen wird.
- 21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den Zuführabschnitt des Bindematerials übertragene Zugkraft zumindest während der Einwirkung der Zugkraft auf den vorderen Endabschnitt des Materials konstant gehalten wird.
- 22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den vorderen Endabschnitt übertragene Zugkraft kleiner als die auf den Zuführabschnitt übertragene Kraft ist.
- 23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den Zuführabschnitt übertragene Zugkraft während der Einwirkung der Zugkraft auf den vorderen Endabschnitt erhöht wird.
- 24. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den vorderen Endabschnitt übertragene Zugkraft grösser als die auf den Zuführabschnitt übertragene Kraft ist.
- 25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den Zuführabschnitt übertragene Kraft erhöht wird, während die Zugkraft auf den vorderen Endabschnitt übertragen wird.
- 26. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführabschnitt des Bindematerials nach Übertragung der Zugkraft auf ihn fixiert wird, und dass die auf den vorderen Endabschnitt übertragene Zugkraft kleiner als die auf den Zuführabschnitt übertragene Kraft ist.
- 27. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführabschnitt des Bindematerials nach Übertragung der Zugkraft auf ihn festgelegt wird, und dass die auf den vorderen Endabschnitt übertragene Zugkraft grösser als die auf den Zuführabschnitt übertragene Kraft ist.
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