CH648377A5 - Window or door - Google Patents
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- E05Y2900/10—Application of doors, windows, wings or fittings thereof for buildings or parts thereof
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Fenster oder eine Tür mit einem wenigstens schiebbaren inneren Flügel, dessen von der Schliessseite abgewandter Vertikalholm in der Schliesslage des inneren Flügels vor dem inneren Vertikalholm eines parallel versetzt zum inneren Flügel angeordneten festen Feldes oder eines zweiten mindestens schiebbaren äusseren Flügels steht, wobei der Spaltraum zwischen den beiden Vertikalholmen mittels eines Dichtstreifens überbrückt ist. Im Bereich dieser beiden Vertikalholme, die bei einem Fenster bzw. einer Tür dieser Art den sogenannten senkrechten Mit-telstoss bilden, kommt es nicht selten zu einem Verziehen oder Verbiegen unter Winddruck. Das führt zu undichten Stellen, über welche Zugluft, Wasser und gegebenenfalls auch Staub und Schmutz eindringen können.
Die Aufgabe der Erfindung besteht infolgedessen darin, diesen Nachteil zu beheben und ein Fenster oder eine Tür der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welchem derart undichte Stellen verhindert werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Fenster oder eine Tür gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechend dem kennzeichnenden Teil des ersten Anspruchs ausgebildet. Diese Verriegelungsvorrichtung - je nach Ausbildung derselben und Länge der Vertikalholme können es auch mehrere sein - gewährleistet, dass in der Schliesslage des oder der Flügel die beiden Vertikalholme des Mittelstossbereichs ihre vorgesehene Form, zumindest weitgehend, einnehmen und beibehalten, so dass es zu keinen durch Verziehen, Winddruck oder andere äussere Einflüsse bedingten undichten Stellen kommen kann, die zu den erwähnten Nachteilen führen.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Verriegelungsvorrichtung ein Riegelglied für den einen Holm aufweist, welches in der Schliesslage des schiebbaren inneren Flügels eine Riegelplatte oder -leiste des anderen Holms hintergreift, wobei das Verhakungsende des Riegelglieds etwa in Schliessrichtung des schiebbaren inneren Flügels weist. Beim Schliessen des oder der Flügel findet automatisch die Verhakung und damit gegebenenfalls Ausrichtung der Vertikalholme auf ihre vorgegebene Lage bzw. Form statt. Um auch einen etwas verbogenen Holm heranziehen zu können, kann man zweckmässigerweise wenigstens eines der miteinander verhakenden Teile mit einer Anzugsschräge ausstatten.
Die Riegelplatte ist vorteilhafterweise Teil einer Schliess-kappe, die insbesondere mit einem Befestigungsrand versehen ist, so dass man sie leicht an den betreffenden Holm anmontieren, beispielsweise anschrauben kann.
Eine wichtige Weiterbildung der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass das Riegelglied aus einem Befestigungselement und einem verstell- und feststellbar daran gelagerten Riegel besteht. Hierdurch kann man einerseits auf enge Toleranzen verzichten und andererseits gibt das die Möglichkeit einer Nachjustierung, falls sich einer oder beide Holme im Verlaufe der Zeit so stark verzogen haben, dass eine Verhakung mit der ursprünglichen Einstellung nicht mehr möglich ist. Gerade im letzteren Falle ist es von besonderem Vorteil, wenn beispielsweise der Riegel mit einer ungenügend grossen Anzugsschräge versehen ist, die ein zumindest weitgehendes Zusammenziehen der beiden Holme auf die ursprüngliche Abstandslage ermöglicht.
Der Riegel weist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung im wesentlichen eine winkelförmige Gestalt auf, wobei der eine Schenkel als Befestigungsschenkel und der andere als Verriegelungsschenkel ausgebildet ist. Beide Schenkel müssen entsprechend der maximal auftretenden Belastung kräftig genug gehalten sein. Das gilt insbesondere beim Vorhandensein von lediglich einer einzigen Verriegelungsvorrichtung zwischen den beiden Vertikalholmen. Der Riegel ist zweckmässigerweise in Schieberichtung des schiebbaren inneren Flügels einstellbar. Damit ist eine Verriegelung auch in den Fällen gesichert, in denen sich einer oder gar beide Holme innerhalb der Flügelebene nach aussen biegen.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht in diesem Zusammenhange vor, dass das Befestigungselement eine Schiebeführung für den Befestigungsschenkel des Riegels aufweist und im Befestigungselement eine Schraube dreh- aber unverschiebbar gelagert ist, die sich in Verschieberichtung des schiebbaren inneren Flügels erstreckt und in ein Gewinde des Befestigungsschenkels des Riegels eingreift. Diese Schraube ist von aussen gut zugänglich und kann beispielsweise mit Hilfe eines Schraubendrehers verstellt werden. Das Befestigungselement besitzt vorteilhafterweise zumindest eine entsprechende Einstecköffnung für die Klinge des Schraubendrehers.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
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Fig. 1 eine Vorderansicht eines Fensters oder einer Tür mit einem zumindest schiebbaren inneren Flügel und einem festen Feld,
Fig. 2 einen abgebrochenen Schnitt gemäss der Linie II-II der Fig. 1 in vergrössertem Massstab,
Fig. 3 in perspektivischer Darstellung die bzw. eine Verriegelungsvorrichtung gemäss Fig. 2.
Das Fenster oder die Tür besitzt einen festen Rahmen 1, einen wenigstens schiebbaren inneren Flügel 2 und vorzugsweise ein festes Feld oder einen wenigstens schiebbaren äusseren Flügel 3. In der Schiebeöffnungsstellung befindet sich der innere schiebbare Flügel 2 parallel vor dem festen Feld. In der in Figur 1 gezeigten Schliessstellung des schiebbaren inneren Flügels 2 steht dessen innerer, in der Zeichnung rechter, von der Schliessseite 4 abgewandter Vertikalholm 5 parallel und mit geringem Seitenabstand 6 von dem inneren Vertikalholm 7 des festen Felds. Dieser Spaltraum zwischen den Vertikalholmen 5 und 7 wird beim Ausführungsbeispiel mit Hilfe von drei Dichtungsstreifen überbrückt, von denen zwei in Befestigungsnuten des festen Felds und eine in eine Befestigungsnut des schiebbaren inneren Flügels 2 eingesetzt sind. Die Dichtleiste 8 übergreift den gesamten Spaltraum 6, während die Dichtleisten 9 und 10 etwas kürzer gehalten sind. Ihre Dichtlippen liegen in der Schliessstellung des schiebbaren inneren Flügels 2 weitgehend flach aneinander an, während das freie Ende der Dichtlippe 8 unter Schrägstellung der letzteren gegenüber der zugeordneten Holmfläche 11 abdichtet.
Falls sich der Vertikalholm 5 in Richtung des Pfeils 12 und/oder der Vertikalholm 7 in Pfeilrichtung 13 vorzieht, kann die Dichtwirkung an den genannten Stellen entfallen. Um das zu verhindern, wird an den beiden Vertikalholmen 5 und 7 wenigstens eine den Spaltraum 6 überbrückende Verriegelungsvorrichtung 14 befestigt. Sie bzw. jede Verriegelungsvorrichtung besteht im wesentlichen aus dem Riegelglied 15 und der Riegelplatte 16. Letztere ist ein Teil einer Schliesskappe 17 mit einem Befestigungsrand 18. Letzterer besitzt beispielsweise zwei Befestigungsbohrungen 19 und 20. Ausserdem ist die Riegelplatte 16 in zweckmässiger Weise innen an ihrem freien Ende mit einer Einlaufschräge 21 versehen.
Das Riegelglied 15 ist zweiteilig ausgebildet, wenn man von der Verbindungs- und Verstellschraube 22 absieht. Das als Grundkörper anzusehende Befestigungselement 23 wird am zugeordneten Vertikalholm 5 angeschraubt und besitzt zu diesem Zwecke beispielsweise zwei angesenkte Befestigungs-
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bohrungen 24 und 25. In einer Führung 26 des Befestigungselements 23 ist der Riegel 27 im Sinne des Pfeils 39 bzw. in Gegenrichtung verschiebbar gelagert. Das Verschieben bzw. Einstellen erfolgt in der nachfolgend beschriebenen Weise mit Hilfe der Schraube 22. Der Riegel hat eine im wesentlichen winkelförmige Gestalt, wobei der eine Schenkel 29 als Befestigungsschenkel dient und seine Form der Führung 26 angepasst ist, während der andere Schenkel 30 den Verriegelungsschenkel bildet. Wenn man den einen Schenkel 29, wie beim Ausführungsbeispiel vorgesehen, etwas länger ausbildet, so könnte man auch von einer U-Form des Riegels 27 sprechen.
Der Befestigungsschenkel 29 weist ein Innengewinde 31 auf, in welches die Schraube 22 eingedreht ist. Ausserdem greifen zwei nichtgezeigte, senkrecht zur Bildebene nach oben und unten abstehende Führungsleisten des Riegels bzw. des einen Riegelschenkels 29 in entsprechende Führungsnuten 32 des Befestigungselements 23 ein oder umgekehrt. Wenn sich der Kopf der Schraube 22 an den beiden Leisten 33 und 34 einerseits bzw. der Wand 35 des Befestigungselements 23 andererseits abstützen kann, wird die Schraube dreh- aber unverschiebbar im Befestigungselement 23 gehalten. Über ein Einsteckloch 36 erreicht man den Schlitz oder gegebenenfalls einen Innensechskant der Schraube 22. Dreht man letztere in der einen Richtung, so hat das eine Verstellung des Riegels in Pfeilrichtung 39 zur Folge, während eine Drehung der Schraube in Gegenrichtung zu einer umgekehrten Verschiebung des Riegels gegenüber seinem Befestigungselement 23 führt. Somit lässt sich der Riegel leicht gegenüber der Riegelplatte 16 einstellen. Ausserdem ist der freie Winkelschenkel des Riegels keilförmig gestaltet, wodurch eine weitere Anzugsschräge 38 entsteht. Diese beiden Schrägen bewirken ein Zusammenziehen der möglicherweise etwas auseinanderstrebenden Vertikalholme entgegen den Pfeilen 12 und 13. Mit der VerStelleinrichtung kann ein Verziehen des oder der Vertikalholme senkrecht zu den genannten Richtungen ausgeglichen werden. Weil das freie Ende des Riegels in Schliessrichtung 39 des Flügels 2 und das freie Ende der Riegelplatte 16 in entgegengesetzter Richtung weisen, findet in der Schliesslage des schiebbaren inneren Flügels 2 automatisch eine Verhakung der beiden Teile und damit gewissermassen das Schliessen der Verriegelungsvorrichtung oder -Vorrichtungen 14 statt. Infolgedessen werden die möglicherweise verzogenen Holme zumindest weitgehend geradegerichtet, so dass auch die Dichtungen ihre Aufgabe voll erfüllen können. Die Verriegelungsvorrichtung öffnet sich automatisch mit dem Verschieben des schiebbaren inneren Flügels 2 entgegen dem Pfeil 39.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Fenster oder Tür mit einem wenigstens schiebbaren inneren Flügel (2), dessen von der Schliessseite abgewandter Vertikalholm (5) in der Schliesslage des inneren Flügels (2) vor dem inneren Vertikalholm (7) eines parallel versetzt zum inneren Flügel angeordneten festen Feldes oder eines zweiten, mindestens schiebbaren äusseren Flügels steht, wobei der Spaltraum (6) zwischen den beiden Vertikalholmen (5,7) mittels eines Dichtstreifens überbrückt ist, gekennzeichnet durch wenigstens eine an den beiden einander zugeordneten Vertikalholmen (5,7) angebrachte, den Spaltraum (6) an dieser Stelle überbrückende Verriegelungsvorrichtung (14).
2. Fenster oder Tür nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung (14) ein Riegelglied (15) für den einen Holm (5) aufweist, welches in der Schliesslage des schiebbaren inneren Flügels (2) eine Riegelplatte (16) oder -leiste des anderen Holms (7) hintergreift, wobei das Verhakungsende des Riegelglieds (15) etwa in Schliessrichtung (39) des schiebbaren inneren Flügels (2) weist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Fenster oder Tür nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelplatte (16) Teil einer Schliess-kappe (17) ist, die insbesondere mit einem Befestigungsrand (18) versehen ist.
4. Fenster oder Tür nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelglied (15) aus einem Befestigungselement (23) und einem verstell- und feststellbar daran gelagerten Riegel (27) besteht.
5. Fenster oder Tür nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (27) im wesentlichen eine winkelförmige Gestalt aufweist, wobei der eine Schenkel (29) als Befestigungsschenkel und der andere (30) als Verriegelungsschenke] ausgebildet ist.
6. Fenster oder Tür nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (27) wenigstens in Schieberichtung (39) des inneren schiebbaren Flügels (2) einstellbar ist.
7. Fenster oder Tür nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (23) eine Schiebeführung (26,32) für den Befestigungsschenkel (29) des Riegels (27) aufweist und im Befestigungselement (23) eine Schraube (22) dreh- aber unverschiebbar gelagert ist, die sich in Verschieberichtung (28) des schiebbaren inneren Flügels (2) erstreckt und in ein Gewinde (31) des Befestigungsschenkels (29) des Riegels eingreift.
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Legal Events
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