CH649355A5 - Parallel clamp, preferably for clamping cables - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Parallelklemme, vorzugsweise zum Spannen von Seilen, welche mindestens ein Paar paralleler, nebeneinander angeordneter, an einer an ihren Enden Befestigungsösen aufweisenden Klemmentraverse schwenkbar gelagerte Lenker aufweist, zwischen welchen sich die Backen der Klemme erstrecken, die an Bolzen beweglich abgestützt sind, die ihrerseits an den Lenkern befestigt sind.
Solche Parallelklemmen sind bekannt. Sie werden häufig zum Spannen von Drähten, insbesondere von Freileitungsdrähten verwendet. Sie sind einfach im Aufbau und einfach in der Handhabung, da sie sich beim Anheben oder Anziehen von selbst schliessen. Sobald die Klemme von der Zugkraft entlastet ist, öffnet sie sich aber ebenso selbsttätig. Zum Spannen schwerer Seile, also beispielsweise zum Spannen von Tragseilen von Kranseilbahnen sind diese Klemmen jedoch nicht geeignet. Für diesen Zweck wurden Keilklemmen entwickelt, die zum Spannen solcher Tragseile in der Regel paarweise verwendet werden. Die eine dieser beiden Keilklemmen wird beispielsweise an einem Baum verankert, die andere wird mit dem zu spannenden Tragseil verbunden. Zwischen diesen beiden Keilklemmen ist dann ein Flaschenzug angeordnet, wobei die Flaschenrollen direkt am Klemmengehäuse gelagert sein können. Durch die Betätigung des Flaschenzuges wird vorerst die mit dem Tragseil verspannte Keilklemme angezogen, wobei das freie Ende des Tragseiles durch die verankerte Keilklemme frei hindurchgeführt wird. Ist das Seil soweit gespannt, dass die beiden Klemmen unmittelbar nebeneinanderliegen, so wird das Tragseil in der verankerten Klemme eingespannt, die andere Klemme wird gelöst und auf dem Tragseil zurückversetzt und dann neuerlich festgeklemmt, worauf nach Lösen der verankerten Klemme durch Betätigung des Flaschenzuges das Tragseil weiter gespannt werden kann. Diese Klemmen sind ausserordentlich aufwendig und daher sehr teuer. Beim Lösen der Klemme müssen in der Regel zahlreiche Schrauben betätigt werden, die dann beim nachträglichen Schliessen der Klemmen wiederum festgezogen werden müssen. Von der für das Spannen des Tragseiles erforderlichen Zeit wird ein erheblicher Teil stets für das Öffnen und Schliessen der aufwendigen Klemmen benötigt.
Die Erfindung greift nun auf die sehr einfachen Parallel-klemmen zurück, bildet sie jedoch so aus, dass sie sich für das Spannen schwerer Tragseile verwenden lässt, was vorschlags-gemäss dadurch gelingt, dass zur Verriegelung mindestens eines der Lenkerpaare gegenüber der Klemmentraverse in der Schliessstellung der Klemme eine Zugstange oder eine Druckstange vorgesehen ist, welche einerseits mit der Klemmentraverse und andererseits mit dem äusseren Endbereich dieses Lenkerpaares verbunden ist bzw. sich an diesem abstützt, die bezüglich der Klemmbacken schräg verläuft und seitlich des Lenkerpaares angeordnet ist. Die Verriegelungsglieder werden einerseits mit der Klemmentraverse verankert und stützen sich andererseits vorzugsweise am äusseren Ende eines der Lenker ab. Solche Verriegelungsglieder können auf einer Seite der Klemme angeordnet sein, sie können auch beidseitig der Klemme vorgesehen werden. Zweck der Verriegelungsglieder ist es, die Beweglichkeit zwischen Lenker und Klemmentraverse zu unterbinden, so dass die einmal gespannte Klemme sich nicht willkürlich lösen kann. Zur Veranschaulichung der Erfindung wird ein Ausführungsbeispiel derselben anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Parallelklemme in Seitenansicht und Fig. 2 in Vorderansicht, und zwar in Teilschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1; die Fig. 3 eine Draufsicht auf die an der Klemmentraverse angeordnete Befestigungsöse für die Aufnahme eines Ankerseiles und Fig. 4 eine Ansicht derselben in Richtung des Pfeiles A in Fig. 3.
Die Parallelklemme nach Fig. 1 besteht aus einer Klemmentraverse 1. Am einen Ende trägt diese Klemmentraverse 1 eine Öse 2, an der beispielsweise eine Flasche eines Flaschenzuges einhängbar und befestigbar ist. Am anderen Ende eine Befestigungsöse 3 für die Aufnahme éines Verankerungsseiles. An der Klemmentraverse 1 sind mit Abstand voneinander zwei Lenkerpaare 4 und 5 schwenkbar um die Lagerzapfen 6 und 7 angeordnet. Die Lenker 4' und 5' der Lenkerpaare 4 und 5 sind als einarmige Hebel ausgebildet. Zwischen den Lenkern 4' und 5' liegen die eigentlichen Klemmbacken 8 und 9. Die beiden Lenker 4' bzw. 5' eines Lenkerpaares 4 bzw. 5 sind im Mittelbereich durch einen eingeschweissten Bolzen 10 bzw. 11 miteinander verbunden. Am äusseren Endbereich sind die Lenkerpaare 4 und 5 von Lagerbolzen 12 und 13 durchsetzt. Die Klemmenbacken 8 und 9 sind an den einander zugewandten Seiten, die das zu spannende Tragseil 14 zwischen sich klemmend fassen, profiliert. An der Aussen-kante 8' bzw. 9' besitzen diese beiden Backen bogenförmige, und zwar vorzugsweise kreisbogenförmige Aussparungen 25, in welche die Bolzen 10 bis 13 eingreifen. Dies ist aus Fig. 1 am rechten oberen Bolzen 13 erkennbar. Dort ist die Fig. 1 aufgeschnitten, um dies zu veranschaulichen. Bei Parallel2
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klemmen der bekannten Art besitzen in der Regel die beiden Klemmbacken umfangsgeschlossene Aussparungen oder Bohrungen, durch welche die Bolzen ragen, die Lenker und Backen schwenkbar miteinander verbinden. Bei der gegenständlichen Konstruktion sind nunmehr keine umfangsge-schlossenen Bohrungen für die Aufnahme dieser Bolzen vorgesehen, vielmehr sind an den äusseren Rändern der Klemmbacken halbkreisförmige Ausnehmungen, welche diese Lagerzapfen 10 bis 13 aufnehmen. Trotzdem werden die Klemmbacken dann unverlierbar gehalten, wenn die Summe ihrer Breiten b etwas grösser ist als der kleinste Abstand zweier einem Lenkerpaar 4 oder 5 zugeordneter Bolzen 10-12 bzw. 11-13, also deren innere Weite, wobei jedoch durch die halbkreisförmigen Ausnehmungen ausreichend Spielraum freigehalten werden muss, damit ein Seil zwischen die Klemmbacken eingelegt werden kann. So werden die Klemmbacken unverlierbar gehalten, obgleich in diesen keine umfangsgeschlossenen Bohrungen für die Aufnahme der Bolzen vorhanden sind. Der Lagerzapfen 7, der die Klemmentraverse 1 und das Lenkerpaar 5 schwenkbar miteinander verbindet und der Bolzen 12, am äusseren Ende des anderen Lenkerpaares 4 besitzen vergrösserte Köpfe 15 und 16, wobei der eine Bolzenkopf 15 eine Durchgangsbohrung aufweist und der andere Lagerzapfenkopf 16 eine Gewindebohrung. Der Lagerzapfen 7 und der Bolzen 12 sind in den sie aufnehmenden Bohrungen verdrehbar, gegen axiale Versetzung in bekannter Weise gesichert. Durch die Durchgangsbohrung des einen Kopfes 15 gestreckt und in die Gewindebohrung des anderen Kopfes 16 eingeschraubt, ist eine Zugstange 17, deren Kopf 18 sich über eine Distanzbüchse 19 und über ein Tellerfedernpaar 20 auf einer abgeplatteten Fläche des Bolzenkopfes 15 abstützt. Diese Zugstange 17 ist auf einer Seite der Lenkerpaare angeordnet (siehe Fig. 2). Grundsätzlich ist es denkbar, beidseitig solche Zugstangen vorzusehen. Die Öse 3 besteht aus einem kreisbogenförmig gebogenen Rohrstück 21, mit einem im Bogen eingeschweiss-ten Versteifungsblech 22 und zwei mit Abstand voneinander angeordneten und angeschweissten Laschen 23, welche über den Bolzen 24 mit der Klemmentraverse 1 verbunden sind.
Zum Spannen von Tragseilen werden diese Klemmen paarweise verwendet. Die erste Klemme wird dabei verankert, wobei ein Verankerungsseil durch den Rohrbogen 21
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geschoben und dann beispielsweise an einem Baum befestigt wird. Das Ende des Tragseiles 14 läuft durch die erste Klemme hindurch. Die zweite Klemme wird ebenfalls am Tragseil befestigt und am Tragseil verspannt, indem nach dem Spannen der Klemme die Zugstange 17 eingeschraubt wird, so dass sich die Klemmen nicht mehr öffnen können. Dann wird zwischen beiden Klemmen ein Flaschenzug angeordnet. Die verriegelte Klemme hat einen äusserst festen Sitz, wie Versuche gezeigt haben. Ausser der Verriegelung durch die Zugstange 17 wird diese unerwartet hohe Halte-kraft wahrscheinlich auch durch eine gewisse Keilwirkung erzielt, die zwischen den Bolzen 10 bis 13 und den offenen Ausnehmungen 25 der Klemmbacken beim Anziehen des Seiles 14 eintritt. Das Spannen des Seiles erfolgt dann in der eingangs beschriebenen Weise, die jeweils angezogene Klemme kann auf einfache Weise gelöst werden, in dem die Zugstange 17 aus der Gewindebohrung des Lagerzapfenkopfes 16 herausgeschraubt wird.
Anstelle einer Zugstange kann aber auch eine Druckstange vorgesehen werden, welche einerseits an der Klemmentraverse 1 angreift und andererseits gegen das äussere Ende des einen Lenkerpaares wirkt und dieses auch in diesem Falle im Uhrzeigersinn zu verdrehen sucht (Fig. 1). Beim beschriebenen und gezeigten Ausführungsbeispiel greift die Zugstange 17 an den Lagerbolzen bzw. den Köpfen der Lagerbolzen der Lenkerpaare 4 und 5 an. Grundsätzlich ist es aber auch denkbar, an der Klemmentraverse 1 ein Widerlager für die Zugstange direkt vorzusehen und das andere Widerlager direkt am einen Lenkerpaar anzuordnen. Was hier von der Zugstange gesagt wird, gilt in korrespondierender Weise auch für die Druckstange. Da das Verriegelungsglied (Zugstange-Druckstange) an weit auseinanderliegenden Punkten der Parallelklemme angreift, werden dadurch günstige Kraftübersetzungsverhältnisse erzielt, was für die Dimensionierung dieser Verriegelungsglieder wichtig ist. Zum Lösen der Klemme muss nur die einzige Zug- bzw. Druckstange betätigt werden, wobei es nicht einmal notwendig ist, die Zug- bzw. Druckstange ganz aus der Gewindebohrung herauszudrehen. Ein geringes Lösen reicht in der Regel aus, um die Klemme frei zu bekommen und um sie auf dem Tragseil verschieben zu können.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Parallelklemme, vorzugsweise zum Spannen von Seilen, welche mindestens ein Paar (4; 5) paralleler, nebeneinander angeordneter, an einer an ihren Enden Befestigungsösen (2, 3) aufweisenden Klemmentraverse (1) schwenkbar gelagerte Lenker (4'; 5') aufweist, zwischen welchen sich die Backen (8, 9) der Klemme erstrecken, die an Bolzen (10,12; 11,13) beweglich abgestützt sind, die ihrerseits an den Lenkern (4', 5') befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verriegelung mindestens eines der Lenkerpaare (4; 5) gegenüber der Klemmentraverse (1) in der Schliessstellung der Klemme eine Zugstange (17) oder eine Druckstange vorgesehen ist, welche einerseits mit der Klemmentraverse (1) und andererseits mit dem äusseren Endbereich dieses Lenkerpaares (4; 5) verbunden ist bzw. sich an diesem abstützt, die bezüglich der Klemmbacken (8,9) schräg verläuft und seitlich des Lenkerpaares (4; 5) angeordnet ist.
2. Parallelklemme nach Anspruch 1 mit zwei Lenkerpaaren (4; 5), dadurch gekennzeichnet, dass ein in der Klemmentraverse (1) zur Lagerung des einen Lenkerpaares (5) vorgesehener Lagerzapfen (7) einen eine zur Achse des Zapfens querliegende Gewindebohrung aufweisenden Kopf (16) trägt und der am äusseren Ende des anderen Lenkerpaares (4) vorgesehene Lagerbolzen (12) für die eine Klemmbacke (8) ebenfalls einen eine zur Achse des Bolzens querliegende Bohrung aufweisenden Kopf (15) besitzt und die Zugstange (17) sich durch diese Bohrungen erstreckt und an den Köpfen (15,16) abgestützt ist (Fig. 1).
3. Parallelklemme nach Anspruch 1 mit zwei Lenkerpaaren (4; 5), dadurch gekennzeichnet, dass ein in der Klemmentraverse (1) zur Lagerung des einen Lenkerpaares (4) vorgesehener Lagerzapfen (6) einen Kopf aufweist und der am äusseren Ende des anderen Lenkerpaares (5) vorgesehene Lagerbolzen für die eine Klemmbacke (8) ebenfalls einen Kopf besitzt und die Enden der Druckstange an diesen Köpfen verankert sind.
4. Parallelklemme nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zug- (17) bzw. Druckstange unter Zwischenschaltung von Federn (20), vorzugsweise von Tellerfedern, an den Köpfen abgestützt ist.
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