CH649529A5 - Verfahren zur herstellung von n-acylamiden. - Google Patents

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CH649529A5
CH649529A5 CH489281A CH489281A CH649529A5 CH 649529 A5 CH649529 A5 CH 649529A5 CH 489281 A CH489281 A CH 489281A CH 489281 A CH489281 A CH 489281A CH 649529 A5 CH649529 A5 CH 649529A5
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Mice Kovacevic
Juraj Herak
Branimir Gaspert
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Pliva Pharm & Chem Works
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D499/00Heterocyclic compounds containing 4-thia-1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. penicillins, penems; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring

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  • Pyrrole Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N-Acylamiden der allgemeinen Formel I
0 0
II Ii
R/CxN^ XX2
I
X1
in welcher R einen organischen Säurerest bedeutet, welcher durch andere funktionelle Gruppen substituiert ist; X! und X2 jeweils ein Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, ein Arylrest oder ein Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen mit einem Heteroatom aus der Gruppe N, O oder S ist oder Xj und X2 zusammen eine Alkylengruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten.
Die Verbindungen der Formel (I) sind bekannt und zahlreiche davon werden in grossem Umfang in der pharmazeutischen Industrie eingesetzt, da sie unter anderem Penicillin-amide, welche bedeutende Intermediate in der Synthese von Antibiotica sind, umfassen.
Es ist bekannt, dass man einfache N-Acylamide durch die Acylierung von Amiden mittels Erhitzen mit einem Anhydrid oder Chlorid der entsprechenden Säure erhält, vorausgesetzt, dass eine anorganische Säure als Katalysator zugegeben wird, da sonst überwiegend das Nitrii der entsprechenden Säure anfällt [D. Davidson und H. Skovronek, J. Amer. Chem. Soc. 80 (1958) 376]. Zwecks Gewinnung von N-Acyllactamen wurde eine analoge Methode angewandt, nämlich das Erhitzen der entsprechenden Lactame mit Anhydriden oder Chloriden von einfachen Säuren, wie mit Ace-tanhydrid, z. B. bei der Herstellung der N-Acetylderivate des Butyrolactams [W. Reppe et al., Ann. 596 (1955) 201], Vale-40 rolactams [C. Schotten, Ber. 21 (1888) 2242] oder Caprolactams [R.E. Benson und T.L. Cairns, J. Amer. Chem. Soc. 70 (1948) 2115]; sowie mit Benzoylchlorid, z.B. bei der Herstellung von N-Benzoylderivaten des Butyrolactams (W. Reppe, ibid.), Valerolactams [T. B. Graves, J. Amer. Chem. Soc. 46 45 (1924) 1469] oder Caprolactams [L. Ruzicka, Hei. Chem. Acta 4 (1921) 478],
Es wurde auch beschrieben, dass man N-Acetylderivate durch Reaktion der Amide mit Isopropenylacetat [W. Hent-schel, Ber. 23 (1890) 2395; A.W. Hoffmann, Ber. 14 (1881) so 2731; US-PS 2 656 360] sowie mit Ketenen [R.E. Dunbar und W.M. Svebson, J. Org. Chem. 23 (1958) 1793] gewinnen kann.
Bekannt ist Mumm'sche Reaktion der Iminochloride mit Carbonsäuresalzen, bei welcher als Endprodukt N-Acylami-55 de anfallen [O. Mumm, H. Hesse und H. Volquartz, Ber. 48 (1915) 388], Diese Reaktion wird bei der Herstellung von halbsynthetischen Penicillinen als eine Methode zur Trans-acylierung von Benzylpenicillin mit entsprechenden Carbonsäuren eingesetzt [DE-PS 1 942 667; J. Cieslak et al., Rocz. 60 Chem. 45 (1971) 111]. Es wurde auch die Herstellung von einigen N-Penicillinylamiden durch eine Modifizierung dieser Methode beschrieben (A.B. A. Jansen und T. J. Russell, J. Chem. Soc. 1965,2127).
65 Es ist bekannt, dass Cephalosporine, die wichtige antibakterielle Mittel sind, durch die Umlagerung der entsprechenden Penicillinsulfoxidester gewonnen werden [R. R. Chauvette et al., J. Org. Chem. 36 (1971) 1259].
3
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Unlängst wurde gefunden, dass man Mischanhydride von Carbonsäuren mit sek.-Amiden erfolgreich durch die Reaktion von Carbonsäuren mit N-Chlorcarbonyl-sek.-amiden erhalten kann.
Es wurde nun gefunden, dass erfindungsgemäss N-Acylamide der Formel I hergestellt werden können, indem man Mischanhydride der Formel
0 0 0
einer Umlagerung unter COz-Abspaltung unterwirft.
Das Mischanhydrid der Formel IV ist durch Umsetzung des Carbonsäure-Derivats der Formel
O
II
R-C-OY II
worin Y ein Wasserstoff- oder ein Alkalimetallatom bedeutet, mit einem N-Chlorcarbonyl-sek.-amid oder -lactam der Formel
0 0 II II
Ct/'C'VvN^'Cv~"X2 ® X1
zugänglich. In den Formeln II, III und IV haben die Symbole R, Xj und X2 die oben angegebene Bedeutung.
Die Herstellung des Mischanhydrids wird vorzugsweise in einem inerten, organischen, mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, am vorteilhaftesten in Methylenchlorid oder Toluol, und in Gegenwart einer tert. organischen Base, vorzugsweise Pyridin oder Triäthylamin, ausgeführt. Die Reaktion findet bevorzugt bei einer Temperatur im Bereich von —20 °C bis +10 °C, am vorteilhaftesten bei etwa 0 °C, statt. Die Carbonsäure kann auch in Form eines Alkalimetallsalzes, am vorteilhaftesten als ein Natrium- oder Kaliumsalz, eingesetzt werden. Die Reaktionszeit kann bei der Herstellung des Mischanhydrids IV üblicherweise 5 bis 30 Minuten unter Rühren betragen.
Die Umlagerung des Mischanhydrids IV wird durch das . Rühren der Mischung, welche bei der Reaktion der Carbonsäure mit dem N-Chlorcarbonylamid oder -lactam anfallt, während 10 bis 120 Minuten bei einer Temperatur im Bereich von 0 °C bis 40 C erreicht.
Bei beiden Reaktionsstufen werden die Reagenzien üblicherweise in äquimolaren Verhältnissen eingesetzt, obwohl man auch einen bis zu 10 Mol.-%igen Überschuss der organischen Base oder des N-Chlorcarbonyl-sec.-amids oder -lactams mit Bezug auf die Carbonsäure verwenden kann.
Der Vorteil der vorliegenden Erfindung im Vergleich mit dem Stand der Technik ist bedeutend, da damit eine allgemein einsetzbare Methode zur Acylierung von N-Amiden zur Verfügung gestellt wurde, während die bekannten Verfahren auf die Herstellung von einfachen N-Acylderivaten, wie z. B. Acetyl- oder Benzoylderivaten, eingeschränkt sind. Die erfindungsgemässe Methode ist insbesondere geeignet zur Acylierung mittels empfindlicher Carbonsäuren, z. B. Aminosäuren sowie Penicillansäure- und Cephalosporinsäu-rederivaten.
Das anfallende Produkt der Formel I wird auf übliche Weise aus dem Reaktionsgemisch isoliert und gereinigt, z.B. durch Zugabe von kaltem Wasser, Rühren, Abtrennung der organischen Schicht, Waschen mit Wasser, Trocknen (z.B. Na2S04, MgS04) und Verdampfung des Lösungsmittels. Der Rückstand kann, falls erwünscht, mit einem geeigneten Lösungsmittel, wie n-Hexan, digeriert oder aus Toluol-Petroläther umkristallisiert werden. Alternativ kann das Reaktionsgemisch schwach, z.B. mit 0,1 N HCl, angesäuert werden, wonach die organische Schicht abgetrennt, mit Wasser und mit einer NaHC03-Lösung gewaschen wird. Die weiteren Reinigungsschritte werden auf die oben erläuterte Weise ausgeführt.
Die Erfindung soll durch die folgenden Beispiele illustriert, jedoch keineswegs eingeschränkt werden.
Beispiel 1
N-6-Phenylacetamidopenicillinyl-önantholactam a) Eine Suspension von Benzylpenicillin-kalium (7,4 g; 20 mMol) und Pyridin (1,6 g; 20,2 mMol) in Methylenchlorid (100 ml) wurde unter Rühren bei einer Temperatur von 0 °C einer Lösung von N-Chlorcarbonyl-önantholactam (3,8 g; 20 mMol) in Methylenchlorid (50 ml) zugegeben und das Reaktionsgemisch wurde 40 Minuten gerührt. Unter Rühren wurde während 5 Minuten Wasser eingetragen, die organische Schicht wurde anschliessend abgetrennt, mit Wasser gewaschen und getrocknet (Na2S04). Nach Verdampfung des Lösungsmittels verblieb ein schaumartiges Produkt, Rf 0,5 (Methylenchlorid : Äther = 4:1).
Ausbeute: 6,75 g (76%)
Für die Analyse wurde das Produkt aus dem Äthylace-tat : Äther-Gemisch umkristallisiert; es wurde ein kristallinisches Produkt, Fp. 158-161 °C, Rf 0,5 (Methylenchlorid : Äther = 4:1), [a]D23 = +185,3° (0,5; CH2C12) erhalten.
Analyse: C23H29N304S (443,5)
Ber.: C 62,27; H 6,59; N 9,47; S 7,22%
Gef.: C 62,07; H 6,62; N 9,76; S 6,04%
IR (KBr): 3390 (s), 1777 (s), 1678 (s), 1510 (m), 1375 (s),
1295 (m), 1250 (m), 1205 (s), 1130 (m) und 700 (m) cm"1. 'H NMR (CDClj) 8:1,43 [s, C(CH3)2]; 1,0-2,2 [m, ~(CH2)4-]; 2,35-2,85 [m, CO-CH2]; 3,60 [s, Ph-CH2]; 3,60-4,30 [m, -N-CH2-]; 5,30-5,70 [m, C3-H, C5-H, C6-H]; 6,23 [d, J = 9 Hz, NH] und 7,34 [s, CeHs] ppm.
b) Eine Suspension von Benzylpenicillin-kalium (7,4 g; 20 mMol) in Methylenchlorid (100 ml) wurde unter Rühren bei einer Temperatur von 0 °C mit 10 Tropfen Triäthylamin versetzt und anschliessend mit einer Lösung von N-Chloro-carbonyl-önantholactam (3,8 g; 20 mMol) in Methylenchlorid (50 ml) im Laufe von 20 Minuten versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 90 Minuten bei einer Temperatur von
0 C gerührt und schliesslich auf die unter a) beschriebene Weise aufgearbeitet.
Ausbeute: 5,17 g (58,3%)
Beispiel 2
N-6-Phenylacetamidopenicillinyl-butyrolactam Eine Suspension von Benzylpenicillin-kalium (7,4 g; 20 mMol) und Pyridin (1,6 g; 20 mMol) in Methylenchlorid ( 100 ml) wurde unter Rühren bei einer Temperatur von 0 °C mit einer Lösung von N-Chlorcarbonyl-pyrrolidin-2-on (2,95 g; 20 mMol) in Methylenchlorid (50 ml) im Laufe von 10 Minuten tropfenweise versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde anschliessend auf 40 "C erwärmt und 30 Minuten gerührt, wonach ohne Erwärmung noch 30 Minuten weiterge5
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rührt wurde. Der Inhalt wurde auf + 5 °C abgekühlt, mit kaltem Wasser (+5 °C, 50 ml) unter Rühren während 5 Minuten versetzt, die organische Schicht wurde abgetrennt, erneut mit Wasser gewaschen, getrocknet (MgS04), filtriert und das Lösungsmittel wurde durch Verdampfen entfernt. Es verblieb ein schaumartiges Produkt; Rf 0,35 (Methylenchlorid : Äther = 4:1).
Ausbeute: 5,36 g (66,8%)
Für die Analyse wurde das Produkt aus dem Äthylace-tat : Äther : n-Hexan-Gemisch kristallisiert. Das kristalline Produkt wies einen Fp. von 152-156 °C, einen RrWert von 0,35 (Methylenchlorid : Äther = 4:1) sowie ein [a]D23 = +90,9° (0,5; CH2C12) auf.
Analyse: C20H23N3O4S (401,4)
Ber.: C 59,83; H 5,77; N 10,47%
Gef.: C 59,58; H 6,27; N 10,21%
IR (KBr): 3340 (m), 1775 (ns), 1737 (s), 1680 (vs), 1515 (s), 1365 (s), 1310 (s), 1255 (s), 720 (m) und 705 (m) cm- K 'H NMR (CDC13) §: 1,37 und 1,40 [2s, C(CH3)2]; 1,75-2,32 [m, -CH2-]; 2,35-2,85 [m, -CO-CH2-]; 3,63 [s,
Ph-CH2];
3,50-4,00 [m, N-CH2]; 5,35-5,75 [m, C5-H und C6-H]; 5,87 [s, C3-H]; 6,34 [d, J = 9 Hz, NH] und 7,34 [s, C6H5] ppm.
Beispiel 3
N-6-Phenylacetamidopenicillinyl-caprolactam Eine Suspension von Benzylpenicillin-kalium (7,4 g; 20 mMol) und Pyridin (1,6 g; 20,2 mMol) in Methylenchlorid (100 ml) wurde unter Rühren bei 0 °C mit einer Chlorcarbo-nyl-caprolactam-Lösung (3,7 g; 21 mMol) in Methylenchlorid (20 ml) im Laufe von 10 Minuten versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 90 Minuten bei einer Temperatur 0 °C gerührt und anschliessend mit kaltem Wasser (+5 °C, 50 ml) versetzt. Es wurde wie im Beispiel la) zwecks Isolierung des Produktes aufgearbeitet. Es wurde eine schaumartige Masse erhalten, welche aus einem Äthylacetat : Äther-Gemisch (1 : 1) kristallisiert wurde. Fp. 157-163 °C; Rf 0,60 (CH2C12 : Äther = 4:1); [a]D23 = +180,6° (0,5; CH2C12) Ausbeute: 6,6 g (77,2%)
IR (KBr): 3345 (m), 1775 (vs), 1678 (vs) cm-1 »H NMR (CDC13) 8: 1,41 und 1,42 [2s, C(CH3)2]; 1,40-2,0 [m, -(CH2)3]; 2,5-2,8 [m, -COCH2-]; 3,67 [s, Ph-CH2]; 3,70-4,0 [m, N-CH2]; 5,35-5,67 [m, Cs-H und C6-H]; 5,7 [s, C3-H]; 6,23 [d, J = 8 Hz, NH]; 7,38 [s, C6H5] ppm.
Beispiel 4
N-(N-Oxid-6-phenoxyacetamidopenicillinyl)-önantholactam Eine Lösung von Phenoxymethylpenicillin-N-oxid (6,6 g; 18 mMol) und Pyridin (1,6 g; 20,2 mMol) in Methylenchlorid (100 ml) wurde unter Rühren bei —20 °C mit einer Lösung von N-Chlorcarbonyl-önantholactam (3,8 g; 20 mMol) in Methylenchlorid (50 ml) versetzt. Die Reaktionslösung wurde 120 Minuten bei 0 °C gerührt, dann wurde sie mit kaltem Wasser (+2 °C, 50 ml) versetzt und schliesslich wurde die Reaktionslösung auf die im Beispiel la) beschriebene Weise aufgearbeitet. Es verblieb ein schaumartiges Produkt mit einem Rf-Wert von 0,45 (CH2C12 : Äther = 4:1); [a]D23 = +75,3° (0,5; CH2C12).
Ausbeute: 6,94 g (81%).
IR (CH2C12): 3370 (s), 1795 (vs), 1685 (vs) cm"1.
'H NMR (CDC13) 8: 1,34 und 1,80 [2s, -C(CH3)2]; 0,9-2,15 [m, -(CHJ; 2,20-2,60 [m, -CO-CH2-]; 3,0-3,5 [m, -N-CH2-];
4,5 [s, PhCH2]; 4,9 [s, C3H]; 5,07 [d, J = 4 Hz, C5-H]; 6,03 [2d, J = 4,10 Hz, C6-H]; 6,4-7,5 [m, C6H5]; 8,34 [d, J = 10 Hz, NH] ppm.
Beispiel 5
N-6-Phenoxyacetamidopenicillinyl-N-phenyl-acetamid
Eine auf 0 °C abgekühlte Lösung von N-Chlorcarbonyl-s acetanilid (9,85 g; 50 mMol) in Toluol (100 ml) wurde mit Pyridin (4,0 g; 50 mMol) und anschliessend mit Phenoxymethylpenicillin (17,5 g; 50 mMol) versetzt. Das Gemisch wurde während 30 Minuten bei einer Temperatur von 0 °C gerührt, dann wurde es mit 0,1 N Salzsäure (50 ml) versetzt, 10 die organische Schicht wurde abgetrennt, mit Wasser und einer gesättigten NaHC03-Lösung und erneut mit Wasser gewaschen. Nach der Trocknung wurde das Lösungsmittel durch Destillation entfernt, wonach eine schaumartige Masse verblieb, welche anschliessend mit n-Hexan digeriert wur-15 de. Es wurde eine kristalline Masse mit einem Fp. 65 bis 67 °C erhalten.
Ausbeute: 17,45 g (74%).
Zur Analyse wurde eine Probe an einer Silicagelsäure chromatographiert und mit einem Methylenchlorid : Äther-20 Gemisch (10: 1) eluiert, wonach ein Produkt mit einem Fp. 78-80 °C erhalten wurde; Rf 0,58 (CH2C12 : Äther = 4:1); [a]D23 = +154,3° (0,5; CH2C12).
Analyse: C24H25N3OsS (467,5)
Ber.: C 61,66; H 5,40; N 8,99%
25 Gef.: C 61,42; H 5,13; N 9,17%
IR (CH2C12): 1780 (s), 1700 (vs), 1600 (m), 1510 (s), 1490 (s),
1560 (m), und 1230 (vs) cm-1.
!H NMR (CDC13) 8:1,66 [s, -C(CH3)2]; 2,00 [s, CH3CO]; 4,50 [s, -OCH2J; 5,4-5,65 [m, C5-H und C6-H]; 30 5,75 [s, C3-H]; 6,7-7,6 [m, C6H5 und CONH] ppm.
Beispiel 6
6-Phenylacetamidopenicillinyl-N-phenyl-acetamid Eine auf 0 °C abgekühlte Suspension von Benzylpenicil-35 lin-kalium (18,62 g; 50 mMol) und Pyridin (4,0 g; 50 mMol) in Methylenchlorid (100 ml) wurde mit einer Lösung von N-Chlorcarbonylacetanilid (9,85 g; 50 mMol) in Methylenchlorid (50 ml) versetzt und 2 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde auf die im Beispiel 5 be-40 schriebene Weise aufgearbeitet und das Produkt wurde in der Form einer schaumartigen Masse isoliert.
Das gewonnene Produkt wurde in Methylenchlorid gelöst und an einer Silicagelsäule chromatographiert. Die Eluierung mit einem Methylenchlorid : Äther-Gemisch 45 (10: 1) ergab ein kristallines Produkt, Fp. 82-85 °C; Rf 0,50 (CH2C12 : Äther = 4:1); [a]D23 = +185,1° (0,5; CH2C12). Ausbeute: 15,8 g (70%)
Analyse: C24H2SN304S (451,5)
Ber.: C 63,38; H 5,59; N 9,30%
50 Gef.: C 63,52; H 5,82; N 9,57%
IR (CH2C12): 1780(vs), 1710 (vs), 1690(vs), 1490 (s), 1370
(m), 1230 (vs) cm-1.
'H NMR (CDCI3) 8: 1,46 und 1,55 [s, -C(CH3)2]; 2,0 [s, COCH3]; 3,67 [s, CH2]; 5,3-5,65 [m, Cs-H und C6-H]; 55 5,75 [s, C3-H]; 6,23 [d, J = 10 Hz, CONH];
6,95-7,5 [m, C6H5]; 7,33 [s, N-C6H5] ppm.
Beispiel 7 N-6-PhenyIacetamidopenicilIinyl-60 N-propylbenzamid
Eine auf 0°C abgekühlte Suspension von Benzylpenicillin-kalium (18,62 g; 50 mMol) und Pyridin (10 Tropfen) in Toluol (200 ml) wurde mit einer N-Chlorcarbonyl-N-propyl-benzamid-Lösung (11,25 g; 50 mMol) in Toluol (50 ml) ver-65 setzt und 1 Stunde bei 0 °C gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde anschliessend mit Wasser (+5 °C, 100 ml) versetzt, die organische Schicht wurde abgetrennt, erneut mit Wasser gewaschen und nach der Trocknung (Na2S04) wurde das
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Lösungsmittel durch Verdampfen entfernt. Der feste Rückstand wurde aus einem Toluol : Petroläther-Gemisch (1:1) umkristallisiert. Es wurde ein kristallines Produkt mit einem Fp. 122-125 °C erhalten.
Ausbeute: 16,5 g (69%)
Für die Analyse wurde eine Probe aus demselben Lösungsmittel kristallisiert und es wurde ein Produkt mit FP. 128-129 °C erhalten; Rf 0,61 (CH2C12 : Äther = 4:1); [a]D23 = +155,1° (0,2; CH2C12).
Analyse: C26H29N304S (479,5)
Ber.: C 65,12; H 6,10; N 8,76%
Gef.: C 64,97; H 6,35; N 8,92%
IR (KBr): 3340 (m), 2960 (m), 1770 (s), 1670 (vs), 1520 (m),
1565 (s), 1500 (vs), 1210 (vs), 1120 (s) cm"1.
!H NMR (CDC13) 8: 0,78 [t, J = 8 Hz, C-CH3]; 1,15-1,75 [m, C-CH2-C]; 1,43 und 1,60 [s, C2-(CH3)2]; 3,20-4,20 [m, N-CHJ;
3,65 [s, CH2CO]; 5,13 [s, C3-H]; 5,40-5,70 [m, C5-H und Ce-H]; 6,13 [d, J = 9 Hz, CONH]; 7,32 und 7,58 [s, C6H5]ppm.
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55
60
65
S

Claims (3)

  1. 649 529
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, worin R einen heterocy-clischen Rest, insbesondere einen 4-Thia-l-azabicyclo[3,2,0]-heptan Rest bedeutet.
    2
    PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung von N-Acylamiden der allgemeinen Formel
    0 o
    II il r/c\n/c\x2
    X1
    I
    o
    R-C-OY
    II
    in welcher Y ein Wasserstoff- oder ein Alkalimetallatom ist und R die oben angegebene Bedeutung hat, mit einem N-Chlorcarbonyl-sek.-amid oder -lactam der Formel m
    io in welcher Xi und X2 die oben angegebene Bedeutung haben, umsetzt und das Mischanhydrid der Formel in welcher R einen organischen Säurerest bedeutet, welcher durch andere funktionelle Gruppen substituiert ist; X! und X2 jeweils ein Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, ein Arylrest oder ein Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen und einem Heteroatom aus der Gruppe N, O oder S ist oder X1 und X2 zusammen eine Alkylengruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Carbonsäure-Derivat der Formel
    25
    in welcher R, Xx und X2 wie oben definiert sind, einer Umla-gerung unter C02-Abspaltung unterwirft.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, worin Y Kalium als Alkalimetallatom bedeutet.
CH489281A 1980-07-28 1981-07-28 Verfahren zur herstellung von n-acylamiden. CH649529A5 (de)

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