CH650387A5 - Sportschuh, insbesondere skischuh. - Google Patents
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Description
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Sportschuh der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem eine Veränderung der Rückhaltewirkung des Rückhalteteils auf den Fuss wirkungsvoll und auf einfache Weise vermieden ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruches 1 gelöst.
Dank der erfindungsgemässen Ausgestaltung der Verbindung zwischen dem Rückhalteteil und der Spanneinrichtung bleibt die einmal eingestellte und vom Träger des Schuhs als richtig erachtete Rückhaltekraft bestehen, und zwar unabhängig von der jeweiligen Winkelstellung des Unterschenkels bzw. unabhängig von der Schwenklage des hintern Schaftteils. Der Fuss wird somit nie ungewollt zu stark zusammen-gepresst und sitzt auch nie ungewünscht zu locker im Schuh. Letzteres ist vor allem beim Gehen von Vorteil, wird doch der Fuss auch dann noch in genügendem Masse zurückgehalten, wenn der hintere Schaftteil so weit gelöst ist, dass der Unterschenkel die für ein angenehmes Gehen erforderliche Bewegungsfreiheit hat.
Eine von einer Schwenkbewegung des hintern Schaftteils unbeeinflusste Verbindung zwischen der Spanneinrichtung und dem Rückhalteteil wird insbesondere dann erhalten, wenn zwischen dieser Spanneinrichtung und dem Rückhalteteil ein Verbindungselement, vorzugsweise jedoch zwei Verbindungselemente, vorgesehen wird bzw. werden, von denen jedes die Schwenkachse des hintern Schaftteiles kreuzt, und zwar vorzugsweise im Bereich einer Anlenkstelle des Schaftteiles am Schalenteil.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen des Sportschuhs bilden Gegenstand der Ansprüche 4-12.
Im folgenden wird an Hand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes näher erläutert. Es zeigt rein schematisch:
Fig. 1 in Seitenansicht einen Skischuh mit einem am hintern Schaftteil angebrachten Spannhebel in Spann- bzw. Entlastungsstellung,
Fig. 2 in gegenüber Fig. 1 grösserem Massstab und in Seitenansicht einen Teil des Fersenbereiches des Skischuhs gemäss Fig. 1 in teilweise geschnittener Darstellung, und Fig. 3 in gegenüber Fig. 1 grösserem Massstab und in Rückansicht einen Teil des Skischuhs gemäss Fig. 1 in teilweise geschnittener Darstellung.
Der in den Fig. dargestellte und mit 1 bezeichnete Skischuh weist einen den Fuss umfassenden, verhältnismässig steifen Schalenteil 2 mit einer Sohle 3, einen den Rist-Schien-bein-Bereich überdeckenden Zungenteil 4 sowie einen den Fersen-Waden-Bereich stützenden hintern Schaftteil 5 auf. Im Innern der durch die letztgenannten Teile gebildeten äussern Schale ist auf an sich bekannte Weise ein weicher, gepolsterter Innenschuh 6 angeordnet. Der Zungenteil 4, der einen den Ristbereich überdeckenden Abschnitt 4a und einen den untern Schienbeinbereich überdeckenden Abschnitt 4b aufweist, übergreift sattelartig den Schalenteil 2 und ist beidseits des Schalenteils 2 an mit 4a bezeichneten Verbindungsstellen mit dem Schalenteil 2 verbunden. Der Abschnitt 4b des Zungenteiles 4 kann um die durch die beiden Verbindungsstellen 4a festgelegte Achse verschwenkt werden, was es diesem Abschnitt 4b erlaubt, den Bewegungen des Unterschenkels des Trägers zu folgen.
Der hintere Schaftteil 5 ist beidseits des Schalenteiles 2 an mit 7 und 8 bezeichneten Anlenkstellen (Fig. 3) schwenkbar am Schalenteil 2 befestigt. Diese beiden Anlenkstellen 7 und 8 legen die Schwenkachse 9 des hintern Schaftteiles 5 fest, die quer, insbesondere im wesentlichen rechtwinklig, zur Schuhlängsachse verläuft. Der hintere Schaftteil 5 ist somit ebenfalls in der Lage, den Bewegungen des Unterschenkels zu folgen. Der hintere Schaftteil 5 lässt sich mittels einer Schliesseinrichtung 10, die an sich bekannter Bauart sein kann, mit dem Zungenteil 4 verbinden. Die Schliesseinrichtung 10 weist zwei sich bezüglich der Schuhlängsrichtung gegenüberliegende und am Abschnitt 4b des Zungenteiles 4 befestigte Halteelemente 11 auf, von denen in Fig. 1 nur eines sichtbar ist. In jedes dieser Halteelemente 11 greift ein Verbindungsriemen 12 ein, der am hintern Schaftteil 5 befestigt ist und an seinem freien Ende eine Zahnung 13 aufweist. Die Halteelemente 11 halten die Verbindungsriemen 12 demnach durch Rastwirkung fest. Diese Verbindung zwischen dem hintern Schaftteil 5 und dem Abschnitt 4b des Zungenteiles 4 ermöglicht nun, dass der hintere Schaftteil 5 und der Abschnitt 4b gemeinsam der Beinbewegung folgen können.
Aus Fig. 3 ist der Aufbau der Gelenkverbindung 14,15 zwischen dem Schalenteil 2 und dem hintern Schaftteil 5 ersichtlich. Jede dieser Gelenkverbindungen 14,15 weist einen sich in Richtung der Schwenkachse 9 erstreckenden Gelenkzapfen 16 bzw. 17 auf, der an seinem aussen liegenden Ende mit einem Gewinde 16a bzw. 17a versehen ist. Auf dieses Gewinde 16a, 17a ist von der Aussenseite des Skischuhs 1 her eine Mutter 18 bzw. 19 aufgeschraubt.
Im Innern des Schalenteiles 2, jedoch auf der Oberseite des Innenschuhs 6 ist ein sattelartig ausgebildeter Rückhalteteil 20 angeordnet, der auf noch näher zu beschreibende Weise auf die Oberseite des Fusses einzuwirken bestimmt ist. An seinem der Skischuhspitze zugekehrten Ende ist der Rückhalteteil 20 mit einem sich in Schuhlängsrichtung erstreckenden Langloch 21 versehen, in das ein Stift 22 eingreift, welcher am Schalenteil 2 befestigt ist. Der Rückhalteteil 20 ist somit derart am Schalenteil 2 befestigt, dass er sich in Schuhlängsrichtung um ein gewisses Mass bewegen kann. An sich gegenüberliegenden Seiten des Schalenteiles 2 verlaufen auf dessen Innenseite zwei Kabelstränge 23 und 24 (siehe aus Fig. 3), die im Bereich des Rückhalteteiles 20 durch einen bogenförmigen Verbindungsteil 25, miteinander verbunden, der über den Rückhalteteil 20 verläuft. Die auf der Innenseite des Schalenteiles 2 liegenden Kabelstränge 23 und 24 treten durch eine Bohrung 26 bzw. 27 im Gelenkzapfen 16 bzw. 17 hindurch und werden kann in einem Kanal 28 bzw. 29 geführt, der im hintern Schaftteil 5 vorgesehen ist und sich in diesem von der Bohrung 26 bzw. 27 bis zu Schlitzen 30 bzw. 31 erstreckt, die in einem am hintern Schaftteil 5 befestigten Widerlager 32 vorgesehen sind. Die Kabelstränge 23 und 24 verlaufen nach ihrem Austritt aus den Kanälen 28 und 29 in diesen Schlitzen 30 und 31 im Widerlager 32 und werden anschliessend in Schlitzen 33a bzw. 33b (Fig. 3) geführt, die sich parallel und in einem Abstand zueinander in Längsrichtung eines Spannhebels 33 erstrecken. Letzterer bildet Teil eines Spannmechanismus 34, der weiter ein im Innern des Spannhebels 33 angeordnetes Befestigungselement 35 für die Kabelstränge 23 und 24 aufweist. Wie aus Fig. 3 hervorgeht, sind die beiden Kabelstränge 23 und 24 im Bereich dieses Befestigungselementes 35 ebenfalls mittels eines bogenförmigen Verbindungsteils 36 miteinander verbunden,
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über den diese Kabelstränge 23,24 am Befestigungselement 35 verankert sind. Die beiden Kabelstränge 23 und 24 bilden somit zusammen mit den Verbindungsteilen 25 und 36 einen einstückigen Kabelzug. Der Verbindungsteil 36 ist so im Befestigungselement 35 geführt, dass er sich in diesem bewegen kann. Das erlaubt einen Ausgleich der Zugspannungen in den Kabelsträngen 23 und 24.
Der Spannhebel 33, der mit seiner Längsachse etwa in der Längsmittelebene des Skischuhs 1 liegt, ist um eine quer, insbesondere rechtwinklig zur Schuhlängsrichtung verlaufende Achse 37 am Widerlager 32 schwenkbar befestigt. Im Innern des Spannhebels 33 ist eine sich in dessen Längsrichtung erstreckende Gewindespindel 38 angeordnet, die mit dem Befestigungselement 35 in Eingriff steht. An ihrem obern Ende ist die Gewindespindel 38 mit einem gerändelten Kopfteil 39 versehen, mittels welchem die Gewindespindel 38 gedreht werden kann.
Beim Drehen der Gewindespindel 38 bewegt sich das Befestigungselement 35 in Richtung des Pfeiles B (Fig. 3) entlang der Gewindespindel 38. Diese Bewegung des Befestigungselementes 35 hat eine Veränderung der Länge desjenigen Abschnittes der Kabelstränge 23 und 24 zur Folge, der zwischen dem Befestigungselement 35 und den Bohrungen 26 und 27 in den Gelenkzapfen 16 und 17 liegt. Entsprechend ändert sich auch die Länge der Kabelstrangabschnitte zwischen diesen Bohrungen 26 und 27 und dem Rückhalteteil 20. Durch Verstellen des Befestigungselementes 35, welches eine Bewegung der Kabelstränge 23 und 24 in Richtung des Pfeiles C (Fig. 3) zur Folge hat, kann somit die Kraft, die der Rückhalteteil 20 gegen den Innenschuh 6 bzw. den in diesem steckenden Fuss ausübt, d.h. die Fusshaltekraft, eingestellt werden. Durch Verschwenken des Spannhebels 33 kann der Rückhalteteil 20 gespannt bzw. gelockert werden. Befindet sich dieser Spannhebel 33 nämlich in seiner Entlastungsstellung, in der er, wie in den Fig. gezeigt, vom hintern Schaftteil 5 weggeschwenkt ist, so nimmt der Rückhalteteil die in Fig. 1 mit 20 bezeichnete entlastete Position ein. Wird der Spannhebel 33 in Richtung des Pfeiles A aus seiner Ent-lastungsstellung in die Spannstellung verschwenkt, in der er am hintern Schalenteil 5 anliegt, so wird der Rückhalteteil in seine in Fig. 1 mit 20' bezeichnete Spannstellung zurückbewegt.
Da die beiden Kabelstränge 23 und 24 durch die Gelenkzapfen 16 und 17 hindurchgeführt werden und somit die Schwenkachse 9 des hintern Schaftteiles 5 in den Anlenk-punkten 7 und 8 des hintern Schaftteiles 5 kreuzen, hat die Schwenklage des hintern Schalenteils 5 keinen Einfluss auf den Spannzustand des Rückhalteteiles 20. Das bedeutet,
dass die Kraft, mit welcher der Fuss durch den Rückhalteteil 20 zurückgehalten wird und die durch den Spannmechanismus 34 festgelegt ist, gleichbleibt, auch wenn der hintere Schaftteil 5 nach vorwärts oder nach rückwärts verschwenkt wird.
Um den Fuss in den Skischuh 1 einführen zu können, wird die Schliesseinrichtung 10 gelöst und der hintere Schalenteil 5 soweit nach rückwärts verschwenkt, bis eine genügend grosse Einstiegöffnung für den Fuss vorhanden ist. Um das Einsteigen zu erleichtern, ist es von Vorteil, durch Zurückschwenken des Spannhebels 33 in seine Entlastungsstellung den Rückhalteteil 20 etwas freizugeben. Nach dem Zurückklappen des hintern Schalenteiles 5 und dem Schliessen der Schliesseinrichtung 10 wird durch Drehen der Gewindespindel 38 die gewünschte bzw. für richtig befundene Kraft eingestellt, mit der der Rückhalteteil 20 auf den Fuss einwirkt. Danach wird der Spannhebel 33 in seine Spannstellung zurückgeschwenkt, in der er nach Überwindung einer Totpunktstellung gehalten wird. Unter Umständen wird es erforderlich sein, zwecks richtiger Einstellung der vom Rückhalteteil 20 ausgeübten Rückhaltekraft den erläuterten Anpassvorgang zu wiederholen.
Wie bereits erwähnt, bleibt jedoch die mittels des Spannmechanismus 34 einmal eingestellte Rückhaltekraft bestehen, und zwar auch bei Änderungen der Winkelstellung des Unterschenkels, welche beim Skilaufen, Gehen oder Stéhen zwangsläufig auftreten. Zum Zwecke des bequemen Stehens und Gehens wird nun die Schliesseinrichtung 10 häufig etwas gelöst, so dass der hintere Schaftteil 5 um einen gewissen Betrag nach rückwärts verschwenkt werden kann, so dass der Unterschenkel eine aufrechte Lage einnehmen kann. Auch bei diesem leichten Öffnen des hintern Schaftteiles 5 bleibt aus den erläuterten Gründen die eingestellte Rückhaltewirkung des Rückhalteteiles 20 bestehen. Der Fuss wird somit auch beim Gehen im Skischuh zurückgehalten, wodurch ein unangenehmes Scheuern des Fersen- oder Ristbereiches am verhältnismässig steifen Schalenteil 2 beim Gehen verhindert wird.
Zum Ausziehen des Skischuhs werden die Handgriffe in gegenüber dem Einsteigen umgekehrter Reihenfolge durchgeführt, d.h. dass der Spannhebel zuerst in seine Entlastungsstellung zurückgeschwenkt und anschliessend die Schliesseinrichtung 10 geöffnet wird. Je nach Einstellung der auf den Rückhalteteil 20 einwirkenden Zugkraft und der damit verbundenen Verengung des Durchschlupfbereiches für den Rist des Fusses des Trägers ist es jedoch auch möglich, den Skischuh 1 ohne Verschwenken des Spannhebels 33 in die Entlastungsstellung ein- und auszuziehen. Hiefür bietet der erfindungsgemässe Skischuh dank der durch den schwenkbaren hintern Schaftteil 5 gegebenen Möglichkeit des Einstieges von hinten die besseren Voraussetzungen als ein Schuh, in den der Fuss von vorn oder gar von der Seite eingeführt werden muss.
Obwohl die beschriebene Führung der Kabelstränge 23 und 24 in den Kanälen 28,29 und den Schlitzen 30, 31, 33a und 33b den besondern Vorteil hat, dass die Kabelstränge 23, 24 geschützt sind, ist es auch möglich, diese Kabelstränge 23, 24 auf andere Weise zu führen. Im weitern ist es auch denkbar, die beiden Kabelstränge 23 und 24 im Bereich des Rückhalteteils 25 und/oder im Bereich des Befestigungselementes 35 nicht miteinander zu verbinden. Eine solche Lösimg mit zwei voneinander getrennten Kabelsträngen 23, 24 hat jedoch gegenüber der gezeigten Ausführungsform den Nachteil, dass eine ungleiche Zugbeanspruchung der Kabelstränge 23,24 nicht mehr auf einfache Weise stattfinden kann.
Bei einer weitern möglichen Variante kann nur ein Kabelstrang 23 oder 24 vorgesehen werden, was bedeutet, dass der Rückhalteteil 20 auf der andern Seite des Schuhs am Schalenteil 2 befestigt werden muss. Diese Variante hat jedoch nicht den Vorteil einer im wesentlichen symmetrischen Anordnung des Kabelzuges 23,24,25, 36 und des Spannmechanismus 34.
Anstatt die Kabelstränge 23 und 24 wie gezeigt an einem Befestigungselement 35 zu befestigen, dessen Lage mittels der Gewindespindel 38 stufenlos verstellt werden kann, ist es auch möglich, am Spannhebel 33 eine Anzahl von Rasthaken vorzusehen, die in Richtung der Längsachse des Spannhebels übereinander angeordnet sind und in die der Verbindungsteil 36 der Kabelstränge 23,24 wahlweise eingehängt werden kann.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (14)
- 6503872PATENTANSPRÜCHE1. Sportschuh, insbesondere Skischuh, mit einem eine Sohle aufweisenden Schalenteil, einem an letzterem angelenkten, um eine quer zur Schuhlängsachse verlaufende Achse schwenkbaren hintern Schaftteil und einem im Schuhin-nern angeordneten Rückhalteteil, der auf die Oberseite des Fusses einzuwirken bestimmt ist und der mittels einer auf der Aussenseite des Fersenteils angeordneten Spanneinrichtung spannbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung (23, 24) zwischen dem Rückhalteteil (20) und der Spanneinrichtung (34) derart ausgebildet ist, dass die durch die Spanneinrichtung (34) festgelegte, vom Rückhalteteil (20) auf den Fuss auszuübende Kraftwirkimg von der Schwenklage des hintern Schaftteils (5) unbeeinflusst ist.
- 2. Sportschuh nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch wenigstens ein den Rückhalteteil (20) mit der Spanneinrichtung (34) verbindendes Verbindungselement (23, 24), das die Schwenkachse (9) des hintern Schaftteils (5) kreuzt, vorzugsweise an einer Anlenkstelle (7, 8) des letzteren am Schalenteil (2).
- 3. Sportschuh nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch zwei je an einer Seite des Schuhs (1) verlaufende Verbindungselemente (23,24), von denen jedes die Schwenkachse (9) des hintern Schaftteils (5) vorzugsweise an einer Anlenkstelle (7, 8) des letzteren am Schalenteil (2) kreuzt.
- 4. Sportschuh nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Schaftteil (5) an zwei sich gegenüberhegenden Anlenkstellen (7, 8) mittels je einer Gelenkverbindung (14,15) mit dem Schalenteil (2) verbunden ist, wobei das Verbindungselement bzw. die Verbindungselemente (23,24) durch eine Öffnung (26,27) im Gelenkzapfen (16, 17) jeweils einer Gelenkverbindung (14,15) hindurchgeführt ist bzw. sind.
- 5. Sportschuh nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Verbindungselemente (23, 24) im Bereich des Rückhalteteils (20) miteinander verbunden sind.
- 6. Sportschuh nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Verbindungselement (23,24) in einem im hintern Schaftteil (5) vorgesehenen Kanal (28,29) geführt ist, der sich vorzugsweise bis zu den Anlenkstellen (7, 8) des hintern Schaftteils (5) erstreckt.
- 7. Sportschuh nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückhalteteil (20) in Schuhlängsrichtung verschiebbar am Schuh (1), vorzugsweise am Schaftteil (2), befestigt ist.
- 8. Sportschuh nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung (34) eine in seiner Lage veränderbare Verankerungsstelle (35) für das Verbindungselement bzw. die Verbindungselemente (23,24) aufweist.
- 9. Sportschuh nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung mehrere in einem Abstand angeordnete Verankerungsstellen für das Verbindungselement bzw. die Verbindungselemente (23, 24) aufweist.
- 10. Sportschuh nach den Ansprüchen 3 und 8 oder den Ansprüchen 3 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (23,24) im Bereich der Verankerungsstelle (35) bzw. der Verankerungsstellen miteinander verbunden sind.
- 11. Sportschuh nach einem der Ansprüche 8-10, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung (34) einen Spannhebel (33) aufweist, der wenigstens eine Verankerungsstelle (35) für das Verbindungselement bzw. die Verbindungselemente (23,24) aufweist und der vorzugsweise um eine quer zur Skilängsachse verlaufende Achse (37) schwenkbar am hintern Fersenteil (5) angebracht ist.
- 12. Sportschuh nach einem der Ansprüche 1-11, gekennzeichnet durch eine VerStelleinrichtung (38, 39) zum Verstellen der Länge des Verbindungselementes bzw. der Verbindungselemente (23, 24) zwischen deren Kreuzungspunkt mit der Schwenkachse (9) des hintern Schaftteil (5) und der Verankerungsstelle (35).
- 13. Sportschuh nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die VerStelleinrichtung (38, 39) ein in Längsrichtung des Spannhebels (33) verstellbares Befestigungselement (35) für das Verbindungselement bzw. die Verbindungselemente (23,24) aufweist.
- 14. Sportschuh nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (35) mittels einer Gewindespindel (38) verstellbar ist, die vorzugsweise im Innern des Spannhebels (33) verläuft und mit einem Kopfteil (39) versehen ist, der vorzugsweise am freien Ende des Spannhebels (33) angeordnet ist.Die vorhegende Erfindung betrifft einen Sportschuh, insbesondere einen Skischuh, gemäss Oberbegriff des Anspruches 1.Bei Skischuhen mit einer äussern Schale aus steifem Material, in die der Fuss von der Seite her bzw. mittels einer Ausnehmung an der Vorderseite der Schale eingeführt werden kann, ist es bekannt, mittels einer Rückhalteeinrichtung die Ferse des Fusses im Schuh unten und hinten zu halten (US-PSen 3 529 368 und 3 599 351). Diese Rückhalteeinrichtung besteht aus Riemen, die oberhalb des Ristes über den Fuss verlaufen und deren Spannung einstellbar ist, z.B. mittels einer Schnallenverbindung oder eines Spannhebels, der an der Aussenseite der Schale befestigt ist.Diese bekannten Rückhalteeinrichtungen sind nun reichlich umständlich in der Handhabung und erlauben zudem kein leichtes und rasches Ein- und Aussteigen in den bzw. aus dem Skischuh. Im weitern sind diese bekannten Lösungen nicht für Skischuhe geeignet, die einen im Fersenbereich eines Schalenteiles gelenkig befestigten, hintern Schaftteil aufweisen.Es sind nun Skischuhe der letztgenannten Art bekannt, z.B. aus der veröffentlichten internationalen Patentanmeldung WO 79/00770 und der DE-OS 2 712 001 bzw. der letzteren entsprechenden US-PS 4 160 332, bei denen ein über den Rist des Fusses verlaufendes Rückhalteelement vorhanden ist, das mit einem Spannmechanismus verbunden ist, der von der Aussenseite des Schuhs zugänglich bzw. an der Aussenseite des hintern Schaftteils angebracht ist. Die Anordnung dieses Spannmechanismus bzw. die Verbindung zwischen Rückhalteelement und Spannmechanismus ist bei den zuletzt genannten bekannten Skischuhen jedoch derart, dass die Schwenkbewegung des hintern Schaftteiles direkt auf das Rückhalteelement übertragen wird. Diese Kopplung hat nun zur Folge, dass sich die durch das Rückhalteelement auf den Fuss ausgeübte Rückhaltekraft bei einer Änderung der Winkelstellung des hintern Schaftteils ebenfalls ändert. Ein Beugen des Unterschenkels nach vorn, welches ein Vorwärtsschwenken des hintern Schaftteiles zur Folge hat, bewirkt, dass die auf den Fuss einwirkende Zugkraft grösser wird. Umgekehrt hat eine Bewegung des Schienbeins nach hinten eine Verringerung dieser Zugkraft zur Folge.Diese Änderung der auf den Fuss wirkenden Haltekraft bei jeder Änderung der Winkelstellung des Schienbeines ist an sich jedoch unerwünscht, kann doch bei zu starker Vorlage das Rückhalteelement einen zu grossen Druck auf den Mittelfussbereich ausüben bzw. kann sich bei Rücklage das51015202530354045505560653650 387Rückhalteelement so stark lockern, dass der Fuss nicht mehr richtig im Schuh gehalten ist.Bei den zuletzt erwähnten Skischuhen wird zum Gehen über längere Strecken der hintere Schaftteil häufig etwas gelöst, um dem Schienbein eine grössere Bewegungsfreiheit zu geben bzw. dem Schienbein überhaupt zu ermöglichen, eine aufrechte Stellung einzunehmen. Ein solches Lösen des hintern Schaftteiles, welches einer Schwenkbewegung des letzteren nach rückwärts gleichkommt, hat jedoch aus den vorstehend erwähnten Gründen ein Lockern des Rückhalteelementes zur Folge. Dies bedeutet, dass der Fuss durch das Rückhalteelement nicht mehr im gleichen Mass zurückgehalten wird und sich somit im Schalenteil bewegen kann, was das Gehen wieder erschwert.
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