CH651264A5 - Spundfass. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein geblasenes Spundfass aus thermoplastischem Kunstoff, bei dem die Spunde in muldenförmigen Vertiefungen des Fasskopfes angeordnet und Rollreifen «L»-förmiger Querschnittsform unmittelbar aus dem Fassmantel mit Abstand unterhalb der Endflächen des Fasses ausgeformt sind.
Gegenüber Fässern, bei denen vorgefertigte Rollreifen in die Blasform eingelegt werden, und die sich beim Aufblasen des in die Form extrudierten Schlauches mit letzterem verschweissen, haben Fässer der eingangs erwähnten Art den Vorteil grosser Herstellungsvereinfachung. Die unmittelbar aus dem Fassmantel ausgeformten Rollreifen sind Teil des Fasses und können nicht bei rauhen Betriebsbedingungen abspringen.
Die Blasform zur Herstellung derartiger Spundfässer besteht aus zwei Formhälften mit längs verlaufender Teilungsebene. In ihren oberen und unteren Bereichen sind beide Formhälften nochmals horizontal geteilt, so dass Formschieber entstehen.
Wenn sich der Schlauch aus dem Schlauchkopf der Blasmaschine absenkt, sind die beiden Formhälften nach links und rechts auseinandergefahren, so dass der Schlauch in die geöffnete Blasform eintreten kann. Hierbei sind die Formschieber oben und unten geöffnet. Nachdem der Schlauch sich in Längsrichtung durch die Form abgesenkt hat, werden die beiden Formhälften geschlossen und der Aufblasvorgang beginnt. Die durch die Blasdorne einströmende Luft weitet den Schlauch auf, der sich an die Innenwand der geschlossenen Form anlegt und somit die vorgegebene Gestalt des Fasses annimmt. Die Ober- und Unterschieber sind geöffnet, so dass das Material in die geöffneten oberen und unteren Formtaschen eindringen kann und hierdurch die nach innen offenen Rollreifen entstehen.
Sodann werden die Schieber geschlossen. In den Formteilungsflächen sind der Rollreifenform entsprechende Profilierungen vorgesehen, in die das aus dem Fassmantel ausgeformte Material eindringt. Die in dieser Weise geformten Rollreifen haben «L»-förmige Querschnittsform mit einem waagerecht und senkrecht nach oben bzw. unten gerichteten Schenkel.
Mit dieser Gestaltung der Rollreifen hat es seine besondere Bewandtnis. Das Greifwerkzeug zum Anheben und Transportieren des Fasses greift mit seinen Zangenarmen einmal unter den waagerecht nach aussen gerichteten Rollreifensteg und hinter den senkrecht nach oben gerichteten Steg. Die Gesamtlast des Fasses wird auf den unteren Zangenarm übertragen, während der hinter den senkrechten Steg eingreifende Zangenarm das Fass gegen ein Abrutschen sichert. Deswegen muss der senkrechte Schenkel des oberen Rollreifens nach oben bzw. der senkrechte Schenkel des unteren Rollreifens nach unten gerichtet sein.
Schwierigkeiten bei der Rollreifenausformung entstehen durch die unterschiedliche Materialverteilung im Fassmantel. Im Quetschnahtbereich ist das Material des extrudierten Schlauches bei geschlossener Form stark massiert. Während des Aufblasvorganges wird der Schlauch ausgereckt, das heisst, die sich von der Quetschnaht entfernenden Schlauchbereiche nehmen in ihrer Dickendimension stark ab.
Bei der Ausformung der Rollreifen in den Ober- und Unterschiebern stehen unterschiedliche Materialvolumen zur Verfügung mit der Folge, dass sich die Schieberwerk-zeuge wegen der grösseren Materialmenge im Quetschnahtbereich nicht ganz schliessen können und damit eine zufriedenstellende Rollreifenausbildung im Bereich der Dünnstellen ausgeschlossen ist. Wegen des Einsatzes von Greifwerkzeugen ist eine einwandfreie Rollreifenausbildung Voraussetzung.
Man hat deshalb eine solche Dimensionierung der Form und damit der Rollreifen vorgenommen, dass die Wandstärke der waagerechten Schenkel bei Einhaltung überall gleicher Nutentiefe der Rollreifen vom Formtrennahtbereich beginnend bis zìi einem Fassumfangswinkel von 90° stetig zu einer der Fassmanteldicke entsprechenden Wandstärke abnimmt und von dort stetig in den Bereich der nächsten Formtrennaht zunimmt, wobei die waagerechten Schenkel des Rollreifens im Kopfteil im Bereich der grössten Materialansammlung durch in das Fassinnere gerichtete Manteleinbuchtungen verbreitert ist.
Da das Werkzeug zur Herstellung in der Querteilungs-ebene unterhalb der Schieber eine Wellenkontur erhält, bei der die Wellentäler im Bereich grosser Materialansammlung und die Wellenberge im Bereich geringster Materialansammlung angordnet sind, können die Schieber vollständig geschlossen werden, ohne dass das grösste Materialvolumen in das Fassinnere gepresst wird bei gleichzeitiger Gewährleistung überall gleicher Höhe der senkrechten Stege der Rollreifen.
Damit die Rollreifen beim Rollen des Fasses über Kopf nicht durch schräges Abwälzen des Fasses auf dem Boden beschädigt werden, und damit beim Abwurf oder beim Absturz eines gefüllten Fasses aus einer gewissen Stapelhöhe die Rollreifen nicht die gesamte Aufprallenergie aufzufangen haben, ist den Rollreifen durch ihre Lage unterhalb der Endflächen des Fasses eine sogenannte Knautschzone vorgeschaltet. In diesem Fall sind im Quetschnahtbereich des Fasses Mulden zur Aufnahme der Spunde vorgesehen. Je näher die Rollreifen an die Fässern bereiche gerückt sind, umso grösser werden die Materialanhäufungen im Bc ; -ich der Mulden.
Wenn auf die vorbeschriebene Weise eine günstige Materialverteilung im Rollreifen erzielt wird, ergeben sich ungünstige Spannungsverhältnisse im Übergangsbereich des waagerechten Rollreifenschenkels in den Muldenboden, denn der Muldenboden befindet sich auch im Quetschnahtbereich vor allem in denjenigen Teilen, in denen nahezu keine Ma-terialreckung beim Aufblasen des in die Form extrudierten Schlauches eintritt, und in denen die grösste Materialmenge verbleibt. Um dieses Materialangebot beim Formschluss zu beherrschen, wurde im Muldenboden zwischen Spund und Rollreifen ein die parallelen Seitenwände der Mulde miteinander verbindender Materialwulst belassen, der einen übergangslosen Bodeneinlauf in den waagerechten Schenkel des Rollreifens unterbricht und die Wirkung eines Versteifungssteges hat. Eine derartige Massnahme hat sich insoweit als nachteilig erwiesen, als bei Schlagbeanspruchung, insbesondere beim seitlichen Aufprall eines gefüllten Fasses, bei dem sogenannten Mantelwurf, Rissbildungen im
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Übergang zwischen Rollreifen und Aussenrand des sich über dem Muldenboden erhebenden Materialwulstes eintreten.
Wegen der Aussteifung des Muldenbodens durch den Materialwulst und wegen der sich hierdurch in der Verbindungsstelle zwischen dem nachgiebigen Fassmantel, dem Rollreifen und dem starren Muldenboden bei Schlagbeanspruchung einstellenden Scherspannung, reisst das Fass in Umfangsrichtung auf.
Es handelt sich um die Aufgabe, durch Materialver-gleichmässigung im Vorderbereich des Muldenbodens einen Abbau der Spannungsspitzen zwischen Rollreifen und Fasskopf und damit die Gefahr einer partiellen Rissbildung abzubauen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Böden der zum zugeordneten Rollreifen in offenen Mulden glatt in den waagerechten Rollreifenschenkel einlaufen. Dabei bildet mit dem Vorteil jeder Muldenoberbo-den eine Ebene mit der Oberfläche des waagerechten Rollreifenschenkels.
Durch diese Massnahme wird eine Versteifung in den äusseren Quetschnahtbereichen aufgehoben. Der bisher gefährdete Muldenboden kann Schlagbeanspruchungen ausweichen, so dass durch die elastische Verformung die Auf-prallenergie vernichtet wird. Ein Einriss des Fasses in der gefährdeten Übergangsstelle zwischen Muldenboden und Rollreifen im Quetschnahtbereich ist ausgeschaltet.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Spundfass und
Fig. 2 den vergrösserten Schnitt AB der Fig. 1.
Der Fassmantel des Spundfasses ist mit 1 bezeichnet. 5 Unmittelbar aus dem Fassmantel 1 sind die Rollreifen 10 radial nach aussen ausgeformt. Aus den jeweiligen waagerecht nach aussen gerichteten Rollreifenstegen 3 sind die parallel zur Fassachse in Richtung auf den Fassboden bzw. Fasskopf 11 (Fig. 2) abgewinkelten senkrechten Schenkel 2 io der Rollreifen 10 vorgesehen.
Nach Fig. 2 ragt der Fasskopf 11 über den Rollreifen 10 hervor. Dasselbe gilt für den in der Zeichnung nicht dargestellten Fassboden, so dass die Rollreifen beim Überein-anderstapeln mehrerer Fässer geschützt sind. Die Spunde 15 6 sind in den Mulden 5 des Fasskopfes 11 untergebracht. Die Mulden 5 und die Spunde 6 befinden sich im Endbereich der Quetschnaht 12 (Fig. 1).
Mit Quetschnaht sind diejenigen Zonen des Fasses bezeichnet, die bei der Herstellung durch Zusammenfahren 20 der Formhälften entstehen. In diesen Stellen ist der zwischen den Formhälften beim Extrusionsvorgang abgesenkte Schlauch zu einem geschlossenen Hohlkörper zusammengequetscht und durch Eigenwärme verschweisst worden.
Die Mulden 5 sind zum Rollreifen 10 hin offen. Die 25 Muldenböden 4 laufen glatt, d.h. bei gleichmässiger Materialverteilung, in den waagerechten Schenkel 3 des Rollreifens 10 ein. Wie am besten aus Fig. 2 hervorgeht, geht die Oberfläche 8 des Muldenbodens 4 über in die Oberfläche 9 des waagerechten Rollreifenschenkels 3.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Geblasenes Spundfass aus thermoplastischem Kunststoff, bei dem die Spunde in muldenförmigen Vertiefungen des Fasskopfes angeordnet und Rollreifen in «L»-förmiger Querschnittsform unmittelbar aus dem Fassmantel mit Abstand unterhalb der Endflächen des Fasses ausgeformt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Böden (4) der zum zugeordneten Rollreifen (10) hin offenen Mulden (5) im Fasskopf (11) glatt in den waagerechten Rollreifenschenkel (3) einlaufen.
2. Spundfass nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche (8) jedes Muldenoberbodens (4) in die Oberfläche (9) des waagerechten Rollreifenschenkels (3) übergeht.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased | ||
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