CH652039A5 - Sohlenauflageplatte einer sicherheits-skibindung. - Google Patents

Sohlenauflageplatte einer sicherheits-skibindung. Download PDF

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CH652039A5
CH652039A5 CH3390/81A CH339081A CH652039A5 CH 652039 A5 CH652039 A5 CH 652039A5 CH 3390/81 A CH3390/81 A CH 3390/81A CH 339081 A CH339081 A CH 339081A CH 652039 A5 CH652039 A5 CH 652039A5
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sohlenauflageplatte gemäss Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Es sind bereits Sohlenauflageplatten ähnlicher Art bekannt, die, um die Einflüsse von Abnützung und Verschmutzung der Skischuhsohle auf die Seitwärtsauslösung der Skibindung auszuschalten, im Absatzbereich des Schuhs um eine zur Skioberfläche senkrechte Achse schwenkbar gelagert sind und sich bis zum Bereich des Vorderbackens erstrecken, wobei sie begrenzt um ihren Drehpunkt schwenkbar sind. Alle bekannten Lösungen sind aber aufwendig in der Konstruktion und dadurch teuer, ausserdem anfallig gegen Vereisung und Verschmutzung.
Die vorliegende Erfindung hat nun die Aufgabe, eine Sohlenauflageplatte der eingangs genannten Art zu schaffen, die möglichst einfach ist und dadurch kostengünstig hergestellt werden kann, und deren einwandfreies Funktionieren durch Eis, Schnee und Schmutz nicht nennenswert beeinträchtigt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfmdungsgemäss durch die im kennzeichnenden Teile des Anspruches I aufgeführten Merkmale gelöst.
Beim seitlichen Ausschwenken des Vorderbackens (Torsionssturz) bewegt sich der durch den aufliegenden Skischuh belastete Vorderteil der Sohlenplatte um einige Winkelgrade - bis zur Freigabe des Skischuhs - nach der Seite und zentriert sich dann selbsttätig in die Mittellage zurück.
Damit können Schnee, Eis und Schmutz an der Skischuhsohle wie auch Abnützungserscheinungen durch Gehen auf schneefreien Strassen keinen Einfluss auf die Sicherheit beim Torsionssturz ausüben.
Im folgenden werden anhand von Zeichnungen verschiedene Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigen
Fig. 1 in Seitenansicht eine Skibindung mit eingespanntem Skischuh und der erfindungsgemässen Sohlenauflageplatte in Normalstellung,
Fig. 2+3 in Draufsicht bzw. Seitenansicht die Sohlenauflageplatte unmontiert in Normalstellung,
Fig. 6+7 in zu Fig. 2+3 entsprechender Draufsicht bzw. Seitenansicht Varianten der erfindungsgemässen Sohlenauflageplatte.
Die mit 1 bezeichnete Fersenautomatik bekannter Art weist ein Basiselement 2 auf, das - zusammen mit der darunterliegenden Sohlenauflageplatte 3 - auf dem Ski 4 festgeschraubt ist. Zwischen der Fersenautomatik 1 und einem Vorderbacken 5 bekannter Art ist ein Skischuh 6 eingespannt. Letzterer liegt im Ballenbereich auf der Sohlenauflageplatte 3 auf, die sich über den Gleitstreifen 7 auf dem Ski 4 abstützt.
Der Gleitstreifen 7 ist durch die Verbindungsplatte 8 mit dem Vorderbacken 5 skifest verbunden und kann aus reibungsarmem Material, wie Polytetrafluoräthylen, bekannt z.B. unter der Markenbezeichnung «Teflon», bestehen.
Der Aufbau und die Wirkungsweise von Fersenautomatik 1, Vorderbacken 5 und Gleitstreifen 7 ist an sich bekannt. Unter der Fersenautomatik 1 ist die Sohlenauflageplatte 3, die sich bis zum Bereich der Schuhspitze erstreckt, mittels Montageschrauben 9,10 auf bekannte Art befestigt. An ihrem vorderen Ende 3' ist die Sohlenauflageplatte quer zur Skilängsrichtung nach links und rechts und ausserdem senkrecht zur Skiebene abhebbar beweglich, wobei diese Bewegungsfreiheit durch Ausnützung der Eigenelastizität des Werkstoffes der Platte erzielt wird. Dabei hat die seitliche Bewegung quer zur Skilängsachse die Hauptfunktion, nämlich das Ausschalten von unerwünschten Einflüssen auf die Sicherheit beim Torsionssturz durch Schnee, Eis und Schmutz an der Skischuhsohle und Abnützung derselben durch das Gehen ohne Ski.
Die vertikale Beweglichkeit senkrecht zur Skiebene bringt den Vorteil, allfallige Verschmutzung zwischen Gleitstreifen 7 und Unterseite der Sohlenauflageplatte 3, die durch Transport auf dem Auto und beim Fahren in verschmutztem Schnee (Frühjahr, Sommer) entstehen kann, mühelos reinigen zu können.
Während die vertikale Beweglichkeit durch geeignetes Material, z.B. Kunststoff oder Stahlblech, und durch entsprechende Dimensionierung leicht erreicht werden kann, liegt es durchaus nicht nahe, die seitliche Beweglichkeit und vorallem auch die selbsttätige Rückstellung in die Mittellage durch Ausnützung der Eigenelastizität des Werkstoffes und durch geeignete Aussparungen zu erzielen. Hierin liegt auch das Wesentliche der Erfindung. Wie aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht, besteht der Erfindungsgegenstand aus einem einzigen Stück, vorzugsweise aus Kunststoff.
Die Montage erfordert keine zusätzlichen Bohrungen im Ski, denn das Lochbild 11, 11', 13,13' ist identisch mit dem der Fersenautomatik 1.
Die Aussparungen 15 sind so gewählt, dass die bereits erwähnte Seitwärtsbewegung des Vorderteils 3' der Platte 3 ermöglicht wird und zwar nur um einige Winkelgrade zur Ski-Längsachse, nämlich bis zur Schuhfreigabe bei der Seitwärtsauslösung (Torsionssturz).
Die Eigenelastizität des Werkstoffes der Platte 3 kommt durch die Aussparungen 15 und 15' zur Wirkung und gewährleistet auch das sofortige und präzise Zurückschwenken des Plattenvorderteils in die Normallage nach erfolgter Schuhfreigabe. Die Aussparungen im Plattenhinterteil sind ausserdem so ausgebildet, dass eine Überbeanspruchung der Elastizität, z.B. durch nicht bestimmungsgemässen Gebrauch der Platte nicht ohne weiteres möglich ist, indem der Mittelteil 16 einen Anschlag bildet.
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Die leichten Erhönungen 12 und 14 sorgen dafür, dass eine minimale Distanz zwischen Unterseite der Basisplatte 2 und Sohlenauflageplatte 3 erhalten bleibt, damit ein unbehindertes Aus- und Rückschwenken des Platten-Vorderteiles gewährleistet ist, auch bei festem Anziehen der Montageschrauben der Fersenautomatik 1.
Zweiteilig ist die Ausführungsform gemäss Fig. 4 und 5. Die Wirkungsweise ist insofern etwas anders, als die Schwenkbewegung der Platte um einen definierten Drehpunkt im Schuh-Absatzbereich erfolgt. Hierzu weist die Platte 3 eine Bohrung 17 auf, mit der eine skifeste Scheibe 16 zusammenwirkt. Die Scheibe 16 wird durch die nicht sichtbaren Schrauben 10 der Grundplatte 2 mit dem Ski verbunden, d.h. durch das Montieren der Fersenautomatik 1 festgeklemmt. Die Scheibe 16 ist etwas dicker als die Platte 3, sodass keine Klemmwirkung entstehen kann, d.h. die Drehbewegung um die Scheibe 16 nicht behindert wird.
Die Aussparungen 15' bewirken - auf etwas andere Weise als bei Fig. 2 und 3 - den Elastizitätseffekt.
Die Fig. 6 und 7 zeigen eine dreiteilige Variante. Neben der Scheibe 16 analog Fig. 4 ist eine Platte 19 vorgesehen, mit der die in Normalstellung anliegenden Arme 18 und 18' zusammenwirken. Die Verformung des Armes 18 bei der Schwenkung der Platte 3 nach links bzw. 18' bei der Schwenkung nach rechts erzeugt hier den Elastizitätseffekt. Die Aussparung 15 ist in diesem Falle als Öffnung nach hinten ausgebildet. Gegenüber Platte 3 und deren Arme 18 und 18' ist die Platte 19 leicht dicker, genau wie die Scheibe 16, um Klemmwirkung auszuschalten.
Bei allen Ausführungsformen gemäss Fig. 1 bis 7 sind die Aussparungen schematisch dargestellt. Es versteht sich, dass Abweichungen in vielen Variationen möglich sind.
Der Vorderteil der Platte kann natürlich auch zweiteilig sein, beispielsweise eine Kombination von Kunststoff und Stahlblech.
Ferner kann die Platte ganz aus Stahlblech statt aus Kunststoff hergestellt sein, wobei Verstärkungsrippen durch Materialverformung vorgesehen sein könnten.
Da es nicht von Bedeutung ist, ob das vordere Ende der Sohlenauflageplatte 3 genau bündig ist mit der Vorderkante des Gleitstreifens 7 oder 20 bis 30 mm darüber hinausragt bzw. 5 bis 10 mm dahinter liegt, kann auf einen komplizierten und teuren Längenanpass-Mechanismus in der Platte 3 für das Erfassen einer möglichst grossen Zahl von verschiedenen Schuhgrössen verzichtet werden. Um den gesamten Bereich von der kleinsten Damen- bis zur grössten Herren-grösse (ca. 80 mm) erfassen zu können, ist vorgesehen, den Erfindungsgegenstand in zwei bis drei verschiedenen Längen (small, medium, large) anzubieten. Die Sohlenauflageplatte 3 kann auch als Träger von Schriftzügen und Texten verwendet werden.
Es ist auch möglich, den Erfindungsgegenstand in umgekehrter Anordnung anzuwenden wenn die Sicherheits-Skibindung entsprechend konzipiert ist, d.h. wenn der Drehpunkt der Seitwärtsauslösung im Bereich der Schuhspitze liegt.
Ferner ist es denkbar, die Auflageplatte 3 mit einer Bindung zu kombinieren, deren Drehpunkt zwischen Vorderbacken und Fersenautomatik liegt (Zentralscheibe), also im Bereich der Sohlenmitte. In diesem Falle würde die Befestigung der Sohlenauflageplatte im Bereich der Sohlenmitte erfolgen, und es müssten dann beidseits des Befestigungsbereiches Aussparungen vorgesehen sein zur Gewährleistung der elastisch federnden Beweglichkeit.
Schliesslich wird auch an die Möglichkeit gedacht, die Sohlenauflageplatte auf die Steigplatte einer Tourenbindung zu montieren. Für die reibungsintensiven Vibramsohlen von Tourenskischuhen wäre eine solche Kombination von besonderer Bedeutung.
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4 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

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1. Sohlenauflageplatte (3) einer Sicherheits-Skibindung, die im Bereich der Fersenhalterung (1) der Bindung mit einem Ski (4) verbunden ist und sich bis vor den oder zum Bereich des Yorderbackens (5) der Bindung erstreckt und quer zur Skilängsachse nach beiden Seiten hin elastisch bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Beweglichkeit durch die Eigenelastizität des Werkstoffes der Sohlenauflageplatte (3) und durch Aussparungen (15), die in der Sohlenplatte (3), im im Bereich der Fersenhalterung (1) der Bindung befindlichen Abschnitt angeordnet sind, gegeben ist.
2. Sohlenauflageplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (3) aus einem einzigen Stück besteht.
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■ PATENTANSPRÜCHE
3. Sohlenauflageplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (3) im Bereich der Fersenhalterung (1), quer zur Skilängsachse, nach beiden Seiten hin verschiebbar und/oder verschwenkbar gelagert ist.
4. Sohlenauflageplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (3) im Bereich der Fersenhalterung (1) um eine zur Skioberfläche senkrechte Drehachse elastisch schwenkbar gelagert ist.
5. Sohlenauflageplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (3) unter Zwischenschaltung der Steigplatte einer Tourenbindung mit dem Ski (4) verbunden ist.
6. Sohlenauflageplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (3) vor dem Bereich der Vorderbacke (5) über einen aus reibungsarmem Material bestehenden Gleitstreifen (7), vorzugsweise Polytetrafluor-äthylen, auf dem Ski (4) abgestützt ist.
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