CH652890A5 - Mittel und verfahren zur bekaempfung von insekten und deren larven. - Google Patents
Mittel und verfahren zur bekaempfung von insekten und deren larven. Download PDFInfo
- Publication number
- CH652890A5 CH652890A5 CH5968/82A CH596882A CH652890A5 CH 652890 A5 CH652890 A5 CH 652890A5 CH 5968/82 A CH5968/82 A CH 5968/82A CH 596882 A CH596882 A CH 596882A CH 652890 A5 CH652890 A5 CH 652890A5
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- insects
- caterpillars
- micrococcus
- pseudoflaccidifex
- insect
- Prior art date
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
- A01N63/00—Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing microorganisms, viruses, microbial fungi, animals or substances produced by, or obtained from, microorganisms, viruses, microbial fungi or animals, e.g. enzymes or fermentates
- A01N63/20—Bacteria; Substances produced thereby or obtained therefrom
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12N—MICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
- C12N1/00—Microorganisms; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
- C12N1/20—Bacteria; Culture media therefor
- C12N1/205—Bacterial isolates
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12R—INDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES C12C - C12Q, RELATING TO MICROORGANISMS
- C12R2001/00—Microorganisms ; Processes using microorganisms
- C12R2001/01—Bacteria or Actinomycetales ; using bacteria or Actinomycetales
- C12R2001/265—Micrococcus
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S435/00—Chemistry: molecular biology and microbiology
- Y10S435/8215—Microorganisms
- Y10S435/822—Microorganisms using bacteria or actinomycetales
- Y10S435/859—Micrococcus
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Zoology (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Biotechnology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Microbiology (AREA)
- Virology (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Genetics & Genomics (AREA)
- Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Agronomy & Crop Science (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Tropical Medicine & Parasitology (AREA)
- Pest Control & Pesticides (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Dentistry (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Plant Pathology (AREA)
- Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
- Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)
- Catching Or Destruction (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Mittel und ein Verfahren zur Bekämpfung von Insekten- und Larvenpopulationen, insbesondere von pflanzenfressenden Insekten, auf biologischem Wege. Der Einfachheit halber wird im folgenden von «Insekten» gesprochen, doch sind Insekten und deren Larven darunter zu verstehen.
Verschiedene Insektenspezies beeinträchtigen in nur einem oder mehreren ihren Entwicklungsstadien die lokale Vegetation und/oder Tierwelt. Derartige Umweltbelastungen erweisen sich häufig auch als schädlich für das'physische, wirtschaftliche und soziale Wohlbefinden von Menschen. Beispiele für Insekten, die in letzter Zeit besonders häufig aufgetreten sind, sind der Grosse Schwammspinner (vgl. E. Marshall*), der hauptsächlich breitblättrige Blätter kahl frisst, und die Mittelmeer-Fruchtfliege, die für den menschlichen Verbrauch bestimmtes Obst befällt und zerstört.
Unabhängig davon, ob die Insekten direkt für den Menschen schädlich sind, wie die vorgenannten Insekten, oder nur eine Störung des lokalen Naturgleichgewichts bewirken, ist eine Bekämpfung von Insektenpopulationen oder Insekten erforderlich. Die ersten Bekämpfungsverfahren waren vorwiegend chemischer Natur. In letzter Zeit wurden chemische und biologische Bekämpfungsverfahren entwickelt. Verschiedene Verfahren wurden zur Bekämpfung von Insekten während empfindlicher Phasen ihres Entwicklungszyklus eingeführt, zum Beispiel Anwendung von toxischen Chemikalien, Einführung von sterilen Exemplaren in Insektenpopulationen und die Verwendung von Ködern, wie Pheromo-ne, um die Insekten anzuziehen. Es wurden auch krankheitserregende Organismen, wie Bacillus thuringiensis, mit einem gewissen Erfolg zur Insektenbekämpfung eingesetzt.
Welches der vorgenannten Verfahren zur Bekämpfung von Insekten angewendet wird, hängt vom beteiligten Insektentyp sowie von der Umgebung, in der eine Bekämpfung stattfinden soll, ab. Ungünstigerweise hat die Verwendung 5 von chemischen Mitteln zur Insektenbekämpfung bestimmte Nachteile, beispielsweise unerwünschte Restwirkungen, eine undifferenzierte tödliche Wirkung auflebende Organismen, unvorhersehbare Langzeitwirkungen auf die die Mittel aufnehmenden Organismen, Auftreten in der Nahrungsmittel-io kette und öffentliche Abneigung gegen die Anwendung von chemischen Mitteln.
Infolgedessen besteht ein Bedürfnis für alternative Verfahren zur Bekämpfung von Insektenpopulationen durch 15 biologische Mittel. Ein derartiges Bekämpfungsverfahren besteht darin, dass man in Insektenpopulationen einer bestimmten Spezies sterile männliche Insekten einbringt, so dass es zu einer Befriedung des Geschlechtstriebs ohne die Bildung einer Nachkommenschaft kommt. Auch dieses Ver-20 fahren weist gewisse Nachteile insofern auf, als eine unmittelbare Wirkung fehlt und es angesichts von grossen Insektenpopulationen nicht ausreichend wirksam ist. Viele mit der Bekämpfung von Insektenpopulationen verbundene Probleme, wie Selektivität, Auftreten von Rückständen, Mangel an 25 unmittelbarer Wirkung und dergleichen, werden offensichtlich durch das erfindungsgemässe Verfahren gelöst, bei dem es sich darum handelt, dass der Tod der Insekten durch einen Mechanismus, der mit Flacherie (wilt disease) verbunden ist, herbeigeführt wird.
30 Flacherie macht sich bei Insekten durch Einstellung der Nahrungsaufnahme und schwerfällige Bewegungen, gefolgt von vollständiger Bewegungslosigkeit, bemerkbar. Nach einer bestimmten Zeit, im allgemeinen nach einigen Stunden, tritt eine dunkle eitrige Flüssigkeit aus den Körperöffnun-35 gen, wie Mund und Anus, aus. Die Insekten, beispielsweise Raupen erschlaffen und ihre Beine verlieren den Halt, bis die Tiere schliesslich nur mehr mit einem oder zwei ihrer Schein-füsse oder mit ihren Afterfortsätzen hinken und sterben. Ihre Haut, die zum Zeitpunkt des Todes im allgemeinen schwarz 40 ist, kann leicht aufgebrochen werden, wobei eine schwarze, dünne Flüssigkeit von äusserst aggressivem Geruch austritt.
Es ist bekannt, dass Flacherie insbesondere Larven des Grossen Schwammspinners (Lymantria dispar Linnaeus) be-45 fallt. Es wurde aber auch berichtet, dass mindestens 35 andere Insektenspezies von dieser oder sehr ähnlichen Krankheiten befallen werden; vgl. Stienhaus, Insect Microbiology: An Account of the Microbes Associated with Insects & Ticks, 1946, S. 414. Zunächst wurde angenommen, dass kleine be-50 wegliche Kokken, Gyrococcus flaccidifex, die Krankheitsursache beim Grossen Schwammspinner sind. Jedoch haben eingehende Untersuchungen über Flacherie beim Grossen Schwammspinner von R.W. Glaser und J.W. Chapman zu Beginn dises Jahrhunderts ergeben, dass Flacherie beim 55 Grossen Schwammspinner durch einen filtrierbaren Virus verursacht wird. Die Bedeutung dieser Arbeit ergibt sich aus der Tatsache, dass der Ausdruck «wilt disease» (Flacherie) als allgemeiner Ausdruck zur Bezeichnung von Viruserkrankungen von Insekten (vgl. a. a. O. S. 421) verwendet wird.
60 Weitere Untersuchungen über Flacherie führten zur Entdeckung eines weiteren Micrococcus, nämlich Micrococcus flaccidifex danai, Index Nr. 3322-22120-2131, der als Erreger von Flacherie bei der Chrysippusfalterraupe (Danais plexip-pus) identifiziert wurde; vgl. American Museum Novitiates, 65 Nr. 251 (1927), S. 5 und 6.
* E. Marshall Science, Bd. 213. 28. August 1981, S. 991-993.
Während diese und eventuelle andere ätiologischen Untersuchungen über die Tötung von Insekten durch Flacherie
3
652 890
zur Entdeckung von unterschiedlichen, letalen Mikroorganismen führten, wurden bisher Flacherie induzierende Mikroorganismen nicht zur wirksamen biologischen Bekämpfung von Insektenpopulationen verwendet.
Gegenstand der Erfindung ist ein neues biologisches Insektizid zur Bekämpfung von Insekten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass es eine biologisch reine Kultur des Mikroorganismus Micrococcus pseudoflaccidifex enthält, wobei eine Aufnahme dieser Kultur durch die Insekten deren Tod hervorruft.
Eine lebensfähige Kultur dieses Mikroorganismus wurde am 28. Sept. 1981 bei der American Type Culture Collection, 12301 Parklawn Drive, Rockville, Maryland 20852, V.St.A., hinterlegt und hat die Hinterlegungsnummer ATCC 31970 erhalten.
Dieser Mikroorganismus Micrococcus pseudoflaccidifex ATCC 31970 ruft in sehr wirksamer Weise den Tod von Insekten, im allgemeinen in Larvenstadien, hervor. Unter Insekten sind Insekten an sich und deren Larven zu verstehen. Insbesondere sind diese Bakterien in der Lage, den Tod von solchen Insekten hervorzurufen, die den Mikroorganismus auf- oder einnehmen. Es hat den Anschein, dass die Bekämpfung der Insekten-Zielpopulation dadurch erfolgt, dass durch mit Flacherie verbundene Mechanismen der Tod dieser Insekten hervorgerufen wird. Es wird angenommen, dass es sich bei diesen Mechanismen um eine Eingeweidepenetration, Gewebeverdauung und/oder Inaktivierung von Immunmechanismen und dergleichen handelt. Die Angabe dieser Mechanismen soll aber keine Einschränkung des Schutz-umfangs der Erfindung darstellen.
Micrococcus pseudoflaccidifex wurde als Verursacher von Flacherie beim Chrysippusfalter entdeckt. Der Mikroorganismus wurde nach üblichen mikrobiologischen Verfahren aus toten Larven einer Laboratoriumspopulation isoliert. Bisherige Versuche lassen darauf schliessen, dass Micrococcus pseudoflaccidifex auch den Tod von Raupen des Grossen Schwammspinners, Seidenraupen, Tabakschwärmerrau-pen und anderen Insekten hervorruft, wenn diese den Mikroorganismus in sich aufnehmen. Die Angabe dieser Insekten soll aber in keiner Weise den Schutzumfang der Erfindung einschränken.
Gegenstand der Erfindung ist ein Insektizid wie in Patentanspruch 1 definiert sowie ein Verfahren zur Bekämpfung von Insekten wie in Patentanspruch 2 definiert.
Da der Tod durch blosse Aufnahme des Mikroorganismus durch die Larven hervorgerufen wird, ist eine Bekämpfung von Populationen leicht möglich, indem man M. pseudoflaccidifex in der Umgebung der zu bekämpfenden Insektenpopulation in einer Form ausbringt, die eine leichte Aufnahme durch die Insektenlarven ermöglicht. Beispielsweise kann der letal wirkende Mikrooragnismus in entsprechender Konzentration in einem vom Umweltstandpunkt her unbedenklichen Medium suspendiert und sodann nach einem beliebigen gangbaren Verfahren in einem zu behandelnden Bereich auf als Nahrungsaufnahme dienendes Material durch Verspritzen, Vernebeln oder anderweitige Auftragung aufgebracht werden.
Im allgemeinen werden bekannte Träger- oder Füllstoffe für entsprechende insektizide Mittel verwendet. Beispiele für flüssige Träger oder Verdünnungsmittel, die normalerweise in Spritzmitteln zum Einsatz kommen, sind Wasser, Äthy-lenglykol, Glycerin, höhermolekulare Polyglykole, Kerosin, verschiedene Mineralöle, Maisöl und andere organische Flüssigkeiten, wie Xylol, Alkohole und Ketone. Das Präparat kann in Form einer Emulsion, üblicherweise einer Öl-in-Wasser-Emulsion unter Verwendung bekannter Emulgiermittel vorliegen. Füllstoffe oder Pulver können zur Herstellung von trockenen Präparaten zum Verstäuben verwendet werden. Trockene Pulver aus den Bakterien (die hauptsächlich aus Sporen oder den endgültigen vollständigen Kulturen bestehen) können durch Sprühtrocknung, Vakuumtrocknung oder Gefriertrocknungsverfahren hergestellt werden. 5 Beispiele für entsprechende Pulver sind Talcum, Kaolin, Bentonit und andere Tone, Calciumcarbonat, Zeolith, Diatomeenerde und Aluminiumdioxid. Die insektiziden Mittel können auch durch Aerosoltechnik unter Verwendung entsprechender unter Druck befindlicher Kohlenwasserstoffga-lo se als Treibmittel aufgebracht werden.
Vorzugsweise wird eine mikrobiologisch reine Kultur des Mikroorganismus Micrococcus pseudoflaccidifex ATCC 31970, der bei Insekten den Tod hervorruft, gezüchtet. Der vorgenannte Mikroorganismus, bei dem es sich um einen 15 Micrococcus handelt, wurde aus den Körpern von Chrysip-pusfalterraupen aus Queens, N.Y. isoliert. Die Chrysippusfalter wurden aus Eiern gezüchtet und in einer von der natürlichen Umgebung getrennten Kolonie aufgezogen.
Bei der Beobachtung der Falter im Larvenzustand ergab 20 sich bei mehreren Proben eine verringerte Aktivität, gefolgt vom Tod der Tiere, offensichtlich durch Flacherie verursacht. Nach dem Öffnen der Körper der toten Raupen trat eine dünne, dunkle, eitrige Flüssigkeit aus. Es liess sich feststellen, dass im wesentlichen die gesamten inneren Organe 25 der Raupen zerstört waren. Zur Ermittlung der Todesursache wurde die Körperflüssigkeit auf Kulturplatten ausgestrichen. Schliesslich wurde eine reine Kultur des Mikroorganismus durch herkömmliche Giessplattentechnik isoliert und sodann untersucht.
30 Der Mikroorganismus wurde an Chrysippusfalterraupen verfüttert und diesen eingeimpft. Sämtliche Insekten starben. Der Mikroorganismus konnte wieder aus den so behandelten Raupen isoliert werden.
Micrococcus pseudoflaccidifex ATCC 31970 weist die 35 nachstehenden morphologischen Eigenschaften auf. Es handelt sich um einen gram-positiven Micrococcus. Die Färbung kann je nach dem Alter der Kultur variieren. Der Mikroorganismus wächst unter aeroben Bedingungen auf Agar oder in Brühmedien im allgemeinen in Zweiergruppen, 40 wenngleich gelegentlich auch kurze Stäbchen mit 4 oder mehr Zellen in einer Kette auftreten können. Die Kolonien sind ringförmig, glatt und weisen ein glänzendes, grauweis-ses Aussehen auf. Der Mikroorganismus wächst auf einer Reihe von Medien in ausreichendem Masse. Die bestmögli-45 che Züchtung wurde bisher auf Hirn-Herz-Infusionsbrühe (BHI) oder auf Agar, das pro 10 ml mit 0,5 ml inaktiviertem Pferdeserum ergänzt ist, festgestellt.
M. pseudoflaccidifex weist folgenden Kohlenhydratstoffwechsel auf (1 Prozent Phenolrot-Zucker):
50 .
Kohlenhydrate
Säurewachstum
Arabinose Fructose 55 Galactose Maltose Stärke Saccharose Inulin 60 Lactose Mannose Sorbit Xylose
Säurebildung Säurebildung Säurebildung Säurebildung Säurebildung Säurebildung leichte Säurebildung leichte Säurebildung leichte Säurebildung leichte Säurebildung leichte Säurebildung
65 Zur Bestimmung des Kohlenhydratstoffwechsels wurden Standardverfahren (Vgl. z.B. A.C. Baird-Parker, «Methods for Identifying Staphylocci and Micrococci», Aufl. 1979, Identification Methods for Microbiologists, Society of Ap-
652890
plied Microbiologists, Hrsg. F. A. Skinner und D.W. Lave-lock) sowie die Testverfahren von Gunn et al., «Comparison of Methods for Identifying Staphylococcus and Micrococcus», Journal of Chemical Microbiology, Bd. 14, Nr. 2, August 1981, S. 195 bis 200 angewendet. Weitere biochemische Reaktionen wurden gemäss den in den vorstehenden Veröffentlichungen angegebenen Verfahren mit folgenden Ergebnissen durchgeführt:
Biochemischer Stoffwechsel von Micrococcus pseudoflaccidifex aerod und mikroaerophil Hämolyse: alpha Katalase: positiv Gelatinestich:
sackartige Verflüssigung, mit Häutchen und Sediment Lakmus-Milch: langsame Caseinhydrolyse - 48 Std. H2S: negativ
Kapsel: in Hirn-Herz-Infusion (BHI)-Medium Indol: negativ
Desoxycholat: positiv nach 7 Tagen Nitratreduktion: positiv s thermostabile Nuclease: positiv Wachstum in 10-prozentiger NaCl-Lösung: negativ Löslichkeit in Gallenflüssigkeit: löslich Erythromycin: empfindlich Lysostaphin: empfindlich io Lysozym: resistent Novobiocin: resistent
Zur Unterscheidung von Micrococcus pseudoflaccidifex von Micrococcus flaccidifex danai entsprechend den Anga-i5 ben von F. Martin Brown (vgl. Descriptions of New Bacte-. ria Found in Insects, American Museum Novitiates, Nr. 251 (1927), S. 5) wurde der nachstehende pyhsiologische Vergleich durchgeführt.
gram-Färbung
M. pseudoflaccidifex positiv
M. flaccidifex danai negativ
Fermentation:
Arabinose
Saccharose
Inulin
Mannose nur Säure nur Säure nur Säure nur Säure
Säure und Gas Säure und Gas Säure und Gas Säure und Gas
Kolonien rund
Es wurden Untersuchungen zur Bestimmung der Wirksamkeit des Mikroorganismus gegen verschiedene Larventypen durchgeführt. Dabei wurden die Larven zunächst mit M. pseudoflaccidifex-Dosen inokuliert. Beispielsweise wurden Seidenraupen mit über 1000 bis 40 Mikroorganismen inokuliert, wobei sämtliche Raupen an Flacherie eingingen. (Die Anzahl 40 hat sich als Untergrenze als zweckmässig erwiesen, da es schwierig ist, derart geringe Mengen an Mikroorganismen zu erhalten). In ähnlicher Weise wurde Chry-sippusfalterraupen, Raupen des Grossen Schwammspinners und Tabakschwärmerraupen inokuliert. Auch hier gingen 100 Prozent der Tiere ein.
Zur Untersuchung der letalen Wirkung der Bakterien wurden 24-stündige Kulturen auf Blätter gestrichen und den 4 verschiedenen Raupenarten als Nahrung angeboten. Sämtliche Raupen gingen an Flacherie ein.
gekerbter Rand
Bei einem Versuch mit Chrysippusfalterraupen gingen innerinnerhalb von 2 Tagen 76 Prozent und in 3 Tagen 100 Prozent der Tiere ein. Bei Kontrollraupen ergab sich eine Todesrate von 4 bis 5 Prozent in 3 Tagen, was eine Todesra-35 te von mindestens 95 Prozent für die Bakerien bestätigt.
Es ist zu erwarten, dass Micrococcus pseudoflaccidifex bei allen Insekten, insbesondere bei pflanzenfressenden Insekten im Larvenstadium, bereits bei sehr geringen Konzen-40 trationen wirksam ist. Zur Zeit ist nichts darüber bekannt, dass dieses Bakterium beim Menschen oder bei Nichtinsek-ten Krankheiten hervorruft. Somit umfasst die Erfindung ein Verfahren zur Bekämpfung von Populationen aller Insekten und insbesondere zur Bekämpfung von pflanzenfres-45 senden Insekten.
50
55
60
65
Claims (8)
1. Mittel zum Bekämpfen von Insekten und deren Larven, enthaltend eine krankheitsverursachende Population von Micrococcus pseudoflaccidifex ATCC 31970 in einem geeigneten Trägerstoff.
2. Verfahren zum Bekämpfen von Insekten und deren Larven, dadurch gekennzeichnet, dass man eine krankheitserregende Population von Micrococcus pseudoflaccidifex ATCC 31970 in einem geeigneten Trägerstoff verwendet.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Mikroorganismen auf oder in einem zur Nahrungsaufnahme durch die Insekten dienenden Material als Trägerstoff in der Umgebung, in der eine Bekämpfung der Insekten erwünscht ist, anwendet.
4. Verfahren nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als Trägerstoff Wasser verwendet.
5. Verfahren nach Patentanspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikroorganismenkonzentration im Medium etwa 1 ppm, bezogen auf das Gewicht, beträgt.
6. Verfahren nach einem der Patentansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man pflanzenfressende Insekten bekämpft.
7. Verfahren nach einem der Patentansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man Insekten im Larvenstadium bekämpft.
8. Verfahren nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den Insekten um Chrysippusfalter-raupen, Raupen vom Grossen Schwammspinner, Seidenraupen oder Tabakschwärmerraupen handelt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US06/311,008 US4425331A (en) | 1981-10-13 | 1981-10-13 | Biological control |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH652890A5 true CH652890A5 (de) | 1985-12-13 |
Family
ID=23204985
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH5968/82A CH652890A5 (de) | 1981-10-13 | 1982-10-12 | Mittel und verfahren zur bekaempfung von insekten und deren larven. |
Country Status (10)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4425331A (de) |
| JP (1) | JPS5877807A (de) |
| AU (1) | AU568582B2 (de) |
| CA (1) | CA1181704A (de) |
| CH (1) | CH652890A5 (de) |
| DE (1) | DE3238013A1 (de) |
| FR (1) | FR2519648B1 (de) |
| GB (1) | GB2107736B (de) |
| IL (1) | IL66974A (de) |
| NL (1) | NL8203931A (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| HUT58474A (en) * | 1989-06-27 | 1992-03-30 | Richter Gedeon Vegyeszet | Herbicidal compositions, as well as process for applying them and for producing the active ingredients |
| JP5529389B2 (ja) * | 2008-03-13 | 2014-06-25 | 株式会社ゲノム創薬研究所 | 被検対象物の病原性微生物による汚染度を評価する方法 |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3911110A (en) | 1972-12-22 | 1975-10-07 | Canadian Patents Dev | Insecticidal compositions |
| US4223007A (en) | 1979-04-27 | 1980-09-16 | Battelle Development Corporation | Microbial insecticide |
-
1981
- 1981-10-13 US US06/311,008 patent/US4425331A/en not_active Expired - Fee Related
-
1982
- 1982-09-30 CA CA000412572A patent/CA1181704A/en not_active Expired
- 1982-10-04 GB GB08228312A patent/GB2107736B/en not_active Expired
- 1982-10-05 AU AU89116/82A patent/AU568582B2/en not_active Ceased
- 1982-10-08 JP JP57178262A patent/JPS5877807A/ja active Granted
- 1982-10-11 NL NL8203931A patent/NL8203931A/nl not_active Application Discontinuation
- 1982-10-12 CH CH5968/82A patent/CH652890A5/de not_active IP Right Cessation
- 1982-10-12 IL IL66974A patent/IL66974A/xx unknown
- 1982-10-13 FR FR8217160A patent/FR2519648B1/fr not_active Expired
- 1982-10-13 DE DE19823238013 patent/DE3238013A1/de not_active Ceased
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US4425331A (en) | 1984-01-10 |
| GB2107736A (en) | 1983-05-05 |
| NL8203931A (nl) | 1983-05-02 |
| AU568582B2 (en) | 1988-01-07 |
| JPH0339041B2 (de) | 1991-06-12 |
| FR2519648B1 (fr) | 1986-04-11 |
| JPS5877807A (ja) | 1983-05-11 |
| DE3238013A1 (de) | 1983-05-11 |
| IL66974A (en) | 1985-09-29 |
| GB2107736B (en) | 1985-06-12 |
| CA1181704A (en) | 1985-01-29 |
| FR2519648A1 (fr) | 1983-07-18 |
| AU8911682A (en) | 1983-04-21 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| Waksman | Antagonistic relations of microörganisms | |
| DE69835206T2 (de) | Neuartiger Bacillus-Stamm für die Bekämpfung von Planzenkrankheiten und des Maiswurzelbohrers | |
| DE69530003T2 (de) | Verwendung von koniferylaldehyd und alpha-hexyl cinnamaldehyd zur bekämpfung von insekten und milben | |
| DE112004002508B4 (de) | Der neue Bacillus Amyloliquefaciens KTGB202 und Verfahren zur Eindämmung von Pflanzenpathogenen Pilzen unter Verwendung von selbigem | |
| DE60021867T2 (de) | Biologische Zusammensetzungen und Verfahren zur Förderung des Pflanzenwachstums und der Gesundheit und Herstellung immuner Pflanzen | |
| DE69213947T2 (de) | Biologische bekämpfung von mollusken | |
| DE69033697T2 (de) | Mykonematizide | |
| DE60018203T2 (de) | Cis-jasmon als semio-chemikalie | |
| Wraight et al. | Natural enemies of Russian wheat aphid (Homoptera: Aphididae) and associated cereal aphid species in spring-planted wheat and barley in Colorado | |
| DE69821995T2 (de) | Antimikrobielle zusammensetzung | |
| DE68908206T2 (de) | Gegen Coleoptera wirksamer Bacillus thuringiensis isolate. | |
| DE2534765A1 (de) | Verfahren zum vernichten und vertreiben von insekten sowie mittel zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE69528753T2 (de) | Mikroorganismen zur biologischen bekämpfung von pflanzenkrankheiten | |
| DE69207685T2 (de) | Neue Mikroorganismen, entdeckt durch einzigartigen Prozess | |
| Poprawski et al. | Contact toxicity of the mycotoxin destruxin E to Empoasca vitis (Göthe)(Hom., Cicadellidae) | |
| DE29921512U1 (de) | Kontrolle der Feuerfäule an Kernobstbäumen mit Erwinia herbicola | |
| DE69017223T2 (de) | Bioherbizide, die chemische wirkstoffe und pflanzenpathogene bakterien kombinieren. | |
| CH652890A5 (de) | Mittel und verfahren zur bekaempfung von insekten und deren larven. | |
| EP3842052B1 (de) | Mittel und verfahren zur stabilisierung der darmflora und verbesserung der hygiene | |
| CN109077069A (zh) | 一种复配生物杀虫剂及其制备方法和应用 | |
| Wolf | CITRUS CANKER¹ | |
| Martin | Chemical aspects of ecology in relation to agriculture | |
| US20040037904A1 (en) | Antibacterial composition comprising as an active ingredient saponificated vegetable oil | |
| James | The development of suppression tactics for Biprorulus bibax (Heteroptera: Pentatomidae) as part of an integrated pest management programme in citrus in inland south-eastern Australia | |
| Helson | Bacillus thuringiensis Berl. as a potential means of control of cabbage white butterfly (Pieris rapae L.), diamond‐back moth (Plutella maculipennis Curt.), and some other lepidoptera |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased | ||
| PL | Patent ceased |