CH654277A5 - Fadenspleissvorrichtung. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fadenspleissvorrichtung gemäss 50 dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Da die Einsatzmöglichkeiten der bekannten Fadenspleissvor-richtungen begrenzt sind und man für verschiedene Fäden und Garne, zum Beispiel Langstapelgarne, Kurzstapelgarne, für unterschiedliche Garnstärken und unterschiedliche Garndrehun-55 gen nicht gut ein- und denselben Spieisskopf verwenden kann,
wird in der DE-OS Nr. 3001917 vorgeschlagen, einen stationären Grundkörper mit einem Druckluft führenden Kanal vorzusehen und den Spieisskopf leicht auswechselbar mit dem Grundkörper zu verbinden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fadenspleissvorrichtung zu schaffen, deren Spieissköpfe nicht nur leicht auswechselbar sind, sondern bei der jeder einzelne Spieisskopf bereits auf effektives Spleissen von Garnen, Zwirnen und Fäden von bestimmter Drehung eingestellt oder einstellbar 65 ist.
Das Grundkonzept der Erfindung liegt darin, dafür zu sorgen, dass Form, Querschnitt. Anordnung, Ausrichtung und Ausmün60
dung der in die Längsnut einmündenden Blasöffnung an die Drehung der miteinander zu verbindenden Fäden optimal ange-passt ist.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Dieser Vorschlag eröffnet mehrere Möglichkeiten zum optimalen Spleissen. Einmal kann man durch längs der Längsnut verteilte Luftaustrittsschlitze in mehr oder weniger grossem Abstand voneinander einzelne Spieissverbindungen zustande bringen. Zum anderen kann bei stark gedrehten Garnen die Garndrehung günstiger durch entsprechende Luftwirbel aufgelöst werden; dies insbesondere dann, wenn in weiterer Ausgestaltung der Erfindung der Luftaustrittsschlitz oder die Luftaustrittsschlitze links und rechts von einer durch die Länge der Nut gehenden Symmetrieebene verteilt angeordnet sind und die Symmetrieebene in einem spitzen Winkel schneiden. Die Grösse des Winkels richtet sich nach dem Mass der Fadendrehung und die Richtung des Luftaustrittsschlitzes nach der Art der Fadendrehung.
Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist die Herstellung von Spieissverbindungen erhöhter Festigkeit.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der im Spieisskopf gelegene Druckluftkanal einen grösseren freien Querschnitt aufweist, als der Luftaustrittsschlitz oder die Summe der Luftaustrittsschlitze. Am Übergang in die Luftaus-trittsschlitze ist so in jedem Fall eine Unstetigkeitsstelle vorhanden, die vorteilhaft Luftverwirbelungen auslöst. Dabei macht sich vorteilhaft der Druckabfall des Druckluftkanals während des Spieissens nicht störend bemerkbar.
Wenn in weiterer Ausgestaltung der Erfindung der Luftaustrittsschlitz beziehungsweise die Luftaustrittsschlitze eine vom Druckluftkanal abweichende Querschnittsform besitzen, dann ist ebenfalls am Übergang in die Luftaustrittsdüsen eine Unstetigkeitsstelle vorhanden, ohne dass notwendigerweise der freie Querschnitt unterschiedlich gross sein muss.
Eine universelle Einsatzmöglichkeit für sowohl S-gedrehte als auch Z-gedrehte Fäden ist gegeben, wenn die Spieisskammer zwei sich kreuzende Luftaustrittsschlitze besitzt.
Die Umstellung der Fadenspleissvorrichtung auf Fäden anderer Drehung muss nicht unbedingt durch Wechseln des Spieisskopfes geschehen, wenn in weiterer Ausgestaltung der Erfindung zwischen dem Druckluftkanal und der Spieisskammer ein auswechselbares Einsatzstück angeordnet ist, in das der Luftaustrittsschlitz oder die Luftaustrittsschlitze eingearbeitet sind. Durch einfaches Verdrehen des Einsatzstückes kann sowohl der Austrittswinkel als auch die Austrittsrichtung der Luftaustrittsschlitze eingestellt beziehungsweise je nach Art der Fadendrehung gewechselt werden. Hier bietet sich insbesondere die Möglichkeit, die Richtung des Luftaustrittsschlitzes durch Nachstellen des Einsatzstückes genügend genau auf die jeweilige Fadendrehung einzustellen.
Ein solches Einsatzstück könnte zum Beispiel als vierkantiges oder allgemein als polygones Einsatzstück ausgebildet sein. Je nach der Anzahl der Flächen des Polygons könnte eine Umstellung und Änderung des Richtungswinkels des Luftaustrittsschlitzes erfolgen. Besser ist es jedoch, wenn in weiterer Ausgestaltung der Erfindung das Einsatzstück als Drehkörper und die Aufnahmeöffnung für das Einsatzstück als eine Ausdrehung ausgebildet ist. Die Einstellung des Drehkörpers kann dann stufenlos erfolgen. In bestimmten Fällen ist ein polygonartiges Einsatzstück aber auch vorteilhaft, weil sich dann eine absolut gleichartige Einstellung einer Vielzahl parallel arbeitender Fadenspleissvorrichtungen rascher und leichter einstellen lässt.
Damit die einmal gefundene Einstellung des Einsatzstückes nicht verlorengeht, wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, dass das Einsatzstück durch ein Sicherungselement in seiner Lage arretierbar ist. Ein solches Sicherungselement kann zum Beispiel aus einer Stellschraube bestehen.
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Die Fadenspleissvorrichtung ermöglicht es dem Fachmann die Luftzufuhr beim Spleissen so zu gestalten, dass sie insgesamt an den Durchmesser, den Querschnitt, das Volumen, die Nummer, die Art der Drehung, das Mass der Drehung, die Faserart, die Faserlänge, die Faserstruktur, die Oberflächenstruktur der Fasern, die Oberflächenrauhigkeit der Fasern, die Stapellänge, die Oberflächenstruktur des Fadens, die Fadenrauhigkeit und/ oder an den Feuchtigkeitsgehalt, den Grad der elektrostatischen Aufladung, den Schlichtegehalt, den Fremdkörpergehalt der miteinander zu verbindenden Fäden optimal anpassbar ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Anhand dieser Ausführungsbeispiele wird die Erfindung in den weiteren Textabschnitten noch näher erläutert und beschrieben.
Auf dem ersten Zeichnungsblatt ist in Fig. 1 schematisch, zum Teil im Schnitt, eine erfindungsgemässe Vorrichtung dargestellt.
Fig. 2 zeigt den Spieisskopf dieser Vorrichtung in Vorderansicht;
Fig. 3 in Seitenansicht.
Ein anderes Ausführungsbeispiel des Spieisskopfes ist in Fig. 4 perspektivisch;
in Fig. 5 in Vorderansicht und in
Fig. 6 in einer zum Teil längs der Linie VI-VI der Fig. 5 aufgeschnittenen Seitenansicht dargestellt.
Fig. 7 zeigt in Vorderansicht einen Teilausschnitt eines dritten und
Fig. 8 ebenfalls in Vorderansicht einen Teilausschnitt eines vierten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Fig. 1 zeigt von der nur in wesentlichen Einzelheiten dargestellten Fadenspleissvorrichtung 11 einen Rahmen 12, der einen Grundkörper 13 trägt. Der Grundkörper 13 hat einen abgewinkelten, Druckluft führenden Kanal 14,14'. Ausserdem besitzt der Grundkörper 13 eine Haltevorrichtung für einen Spieisskopf 15, bestehend aus einem Stutzen 16 mit einer Aufnahmebohrung
17 und einem Halteelement in Form einer Befestigungsschraube
18 für den Spieisskopf 15. Das Gegenstück dieser Haltevorrichtung ist am Spieisskopf 15 in Form eines zylindrischen Steckfus-ses 19 vorhanden, der eine Abflachung 20 aufweist, die gegen das Halteelement 18 gerichtet ist.
Der Spieisskopf 15 besitzt eine Spieisskammer, bestehend aus einer Längsnut 21. Ein in Fig. 3 mit unterbrochenen Linien angedeuteter Druckluftkanal 22 führt durch den Steckfuss 19 bis in die Nähe der Längsnut 21, wo er an einem Einsatzstück 23 endet, das insbesondere in den Zeichnungen Fig. 2 und 3 dargestellt ist. In das Einsatzstück 23 ist ein Luftaustrittsschlitz 24 eingearbeitet. Der Luftaustrittsschlitz 24 mündet somit auf der einen Seite in den Druckluftkanal 22 und auf der anderen Seite in die Spieisskammer beziehungsweise die Längsnut 21.
Das Einsatzstück 23 ist als zylindrischer Drehkörper ausgebildet. Die hierzu passende Aufnahmeöffnung 25, deren Konturen in Fig. 3 mit unterbrochenen Linien dargestellt sind, ist als eine zylindrische Ausdrehung ausgebildet. Das Einsatzstück 23 ist somit drehbar in der Aufnahmeöffnung 25 gelagert und durch ein Sicherungselement 26 in seiner Lage arretiert. Das Sicherungselement 26 hat die Form einer Stellschraube.
Klar ersichtlich hat der Luftaustrittsschlitz 24 einen kleineren freien Querschnitt als der im Spieisskopf 15 gelegene Druckluftkanal 22. Der Luftaustrittsschlitz 24 besitzt auch eine vom Druckluftkanal 22 abweichende Querschnittsform.
Der Luftaustrittsschlitz 24 ist links und rechts von einer durch die Länge der Längsnut 21 gehenden Symmetrieebene 27 verteilt angeordnet und schneidet die Symmetrieebene 27 in einem spitzen Winkel Alpha. Die Schräglage der Luftaustrittsdüse 24 ist so gewählt beziehungsweise eingestellt, dass vorteilhaft mit einer S-Drehung versehene Fäden gespleisst werden können.
25
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Fig. 1 lässt erkennen, dass der Spieisskopf 15 durch einen schwenkbaren Deckel 28 abdeckbar ist. Der Deckel 28 hat eine gegen die Längsnut 21 gerichtete glatte Oberfläche. Mittels einer Haltevorrichtung 29 ist der Deckel 28 unter Zwischenlage einer 5 federnden Kunststoffplatte 30 an einem Deckelhalter 31 nachgiebig befestigt. Der Deckelhalter 31 ist an einem Drehgelenk 31 an dem Rahmen 12 schwenkbar gelagert. Zum Einlegen der beiden miteinander zu verspleissenden Fäden 33 und 34 in die Längsnut 21 kann der Deckel 28 geöffnet und zum Beispie in die strich-10 punktiert dargestellte Lage 28' geschwenkt werden. Die beiden Fäden 33,34 sind in Fig. 1 im Schnitt dargestellt. In den anderen Zeichnungen wurde auf die Darstellung der Fäden verzichtet.
Die Fäden werden von entgegengesetzten Seiten her kommend so in die Längsnut 21 eingelegt, dass ihre Fadenenden noch 15 aus der Längsnut herausragen. Zum Spleissen wird der Deckel 28 geschlossen und eine bestimmte Zeit lang Druckluft in den Kanal 14' eingeblasen. Die Druckluft tritt aus dem Luftaustrittsschlitz 24 aus, verwirbelt die beiden Fäden und ihre Fasern unter Drehungsauflösung miteinander und verspleisst sie. Nach dem 20 Abstellen der Luftzufuhr wird der Deckel 28 geöffnet, die Fäden werden aus der Spieisskammer 21 herausgenommen und die überstehenden Fadenenden nahe an der Spleissstelle abgetrennt.
Will man bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1,2 und 3 dem Luftaustrittsschlitz 24 eine andere Lage oder Richtung geben, muss zunächst das Sicherungselement 26 gelöst werden. Dann kann das Einsatzstück 23 mit einem in den Luftaustrittsschlitz 24 eingeführten Schraubendreher in die gewünschte Lage gedreht werden. Danach wird das Sicherungselement 26 wieder festgeschraubt.
Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel ist beim zweiten Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 4,5 und 6 die Verstellbarkeit des Luftaustrittsschlitzes nicht gegeben. Auch hier ist ein Spieisskopf 35 mit einem zylindrischen Steckfuss 36 vorhanden. Die Längsnut 37 hat auch hier einen einer Kreislinie folgenden 35 Querschnitt. Der zylindrische Druckluftkanal ist mit einem schräg zur Längsachse der Spieisskammer 37 angeordneten Luftaustrittsschlitz 39 verbunden. Der Luftaustrittsschlitz 39 ist auch hier links und rechts von einer durch die Länge der Längsnut 37 gehenden Symmetrieebene 40 verteilt angeordnet. 40 Er schneidet die Symmetrieebene 40 ebenfalls in einem spitzen Winkel.
Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel hat hier der Luftaustrittsschlitz 39 eine andere Richtung, wodurch der Spieisskopf 35 für das Spleissen Z-gedrehter Fäden geeignet ist. 45 Das Gegenstück zu der Ausführungsform nach Fig. 4,5 und 6 zeigt Fig. 7. Der hier dargestellte Ausschnitt eines Spieisskopfes 41 mit einer Längsnut 42 hat einen nach links weisenden Luftaustrittsschlitz 43, der links und rechts von einer durch die Länge der Längsnut 42 gehenden Symmetrieebene 44 verteilt angeordnet 50 ist und die Symmetrieebene 44 in einem spitzen Winkel schneidet. Diese Ausführungsform ist besonders für S-gedrehte Fäden geeignet.
Die Ausführungsform nach Fig. 8 eignet sich für Z-gedrehte, für S-gedrehte, aber auch für ungedrehte oder nur schwach 55 gedrehte Fäden. Der Spieisskopf 45 besitzt hier zwei sich kreuzende Luftaustrittsschlitze 46 und 47. Die Luftaustrittsschlitze kreuzen sich unter Winkeln von 90 Grad und liegem symmetrisch zu einer durch die Länge der Längsnut 48 gehenden Symmetrie-ebene 49.
60 Bei allen Ausführungsbeispielen sollen die Ränder der Längsnut jeweils gerundet geglättet sein. Hierauf wird besonders hingewiesen, weil dies aus den zeichnerischen Darstellungen nicht ohne weiteres ersichtlich ist.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebe-65 nen Ausführungsbeispiele beschränkt.
1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
- 654 277PATENTANSPRÜCHE1. Fadenspleissvorrichtung mit einem stationären Grundkörper (13) und einem mit diesem auswechselbar verbundenen Spieisskopf (15 ; 35 ; 41 ; 45), in dessen als Längsnut ausgebildete 5 Spieisskammer (21; 37; 42; 48) ein mit seinem anderen Ende mit einem Druckluft führenden Kanal (14,14') im stationären Grundkörper (13) in Verbindung stehender Druckluftkanal (22,38) ausmündet, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckluftkanal (22; 38) an seinem austrittseitigen Ende mit einer fixen 10 oder drehverstellbaren Luftaustrittsschlitzdüse (43; 39; 24) oder einer fixen Luftaustrittskreuzschlitzdüse (46/47) versehen ist,deren Schlitz(e) schräg zur Längsachse der Spieisskammer (21 ;37; 42; 48) angeordnet ist bzw. sind.
- 2. Fadenspleissvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn-15 zeichnet, dass derLuftaustrittsschlitz (24; 39; 43) links und rechts von einer durch die Länge der Längsnut (21 ; 37; 42) gehenden Symmetrieebene (27; 40; 44) verteilt angeordnet ist und die Symmetrieebene (27; 40; 44) in einem spitzen Winkel (a)schneidet. 20
- 3. Fadenspleissvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass derim Spieisskopf (15; 35; 41; 45) gelegene Druckluftkanal (22; 38) einen grösseren freien Querschnitt aufweist, als derLuftaustrittsschlitz (24; 39; 43) oder die Summe der Luftaustrittsschlitze (46, 47).
- 4. Fadenspleissvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftaustrittsschlitz (24; 39; 43) beziehungsweise die Luftaustrittsschlitze (46,47) eine vom Druckluftkanal (22; 38) abweichende Querschnittsform besitzen.
- 5. Fadenspleissvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Druckluftkanal (22) und der Spieisskammer (21) ein auswechselbares Einsatzstück (23) angeordnet ist, in das der Luftaustrittsschlitz (24) oder die Luftaustrittsschlitze eingearbeitet sind.
- 6. Fadenspleissvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzstück (23) als Drehkörper ausgebildet ist.
- 7. Fadenspleissvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeöffnung (25) für das Einsatzstück als eine Ausdrehung ausgebildet ist.
- 8. Fadenspleissvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzstück (23) durch ein Sicherungselement (26) in seiner Lage arretierbar ist.
- 9. Fadenspleissvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnut der Spieisskammer (21; 37 ; 42; 48), 45 vorzugsweise mittels eines Deckels, vorübergehend abdeckbar ist.25303540
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