CH654339A5 - Vorrichtung zum oeffnen und reinigen von baumwollabfaellen. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von Baumwollabfällen, insbesondere Strips, Kardenflug, Batteurabfällen, Kämmlingen, Filterabfällen und Unterkardenabfällen, mit einer Fasermaterialeinzugseinrich-tung zum Zuführen des Fasermaterials zu einer Öffnerwalze und mit einem Rost, der in Drehrichtung der Öffnerwalze hinter der Einzugseinrichtung liegt sowie einem nachgeordneten Fasermaterialsammelbehälter.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-AS 27 55 380 bekannt.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine solche Vorrichtung dahin zu verbessern, dass der Grad der Öffnung und Reinigung erheblich erhöht wird.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, eine dosierte Menge Abfallmaterial in einem eng dimensionierten Schlägerraum mit Hilfe einer Schlagwalze solange über eine gross-dimensionierte Rostfläche zu führen, bis eine vorbestimmte Vorreinigung erreicht ist. Weitere Arbeitsorgane wie Leitbleche, Schlagleisten, Arbeiterwalzen, Ausscheidemesser oder Abstreifer sind entbehrlich. Das Faserflockenmaterial wird dadurch schonend aufgeschlossen und gereinigt. Der Rost ist exzentrisch zur Schlagwalze angeordnet. Der Raum zwischen Schlagwalze und Gehäuse ist sehr eng dimensioniert und so ausgebildet, dass er das Faserflockenmaterial bei jedem Umlauf pulsierend in und aus dem Spitzenkreis der Schlagwalze driften lässt, aber die Faserflocken diesen nur jeweils sehr kurzzeitig verlassen können. Auf diese Weise wird dem Faserflockenmaterial während des gesamten Reinigungsintervalls (zwei bis fünf Sekunden) eine hohe Eigengeschwindigkeit vermittelt, so dass die sich in wechselnder Formierung bildenden Faserflocken über den Rost geführt und durch Fliehkraft laufend entstaubt und gereinigt werden. Da als einzige Arbeitsorgane der Rost und die Schlagwalze vorhanden sind, ist die hohe Reinigungswirkung der erfindungsgemässen Vorrichtung insbesondere auf die vorteilhafte Ausbildung des Schlägerraumes und des Rostes in Verbindung mit der intermittierenden Arbeitsweise zurückzuführen. Der besondere Vorteil besteht darin, dass das Abfallmaterial derartig vorgereinigt wird, dass es anschliessend mit nur einer Schlägerpassage (z.B. ein gehaltener Schlag) in einem solchen Grad ausgereinigt werden kann, dass es wieder in die Putzereilinie eingespeist werden kann, ohne die frische Baumwolle zu verunreinigen.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Neuerung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 schematisch eine erfindungsgemässe Vorrichtung in Seitenansicht,
Fig. 2 ein Roststab in Seitenansicht und
Fig. 3 eine Leiste mit Rundstiften in Seitenansicht.
Fig. 1 zeigt einen Reserveschacht 1 (Beschickungs-schacht), dem das Abfallmaterial von einzelnen Maschinen einer Putzereianlage zugeführt wird. Am unteren Ende des Reserveschachtes 1 sind zwei gegenläufig rotierende Abzugswalzen 2 angeordnet, die das Abfallmaterial einer nachgeordneten Schlagwalze 3 (Öffnerwalze) zuführen. Die Schlagwalze 3 läuft mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 13 bis 15 m/s um. Am Umfang der Schlagwalze 3 sind mehrere Leisten 3a angeordnet, die mit Rundstiften 3b bestückt sind (s. Fig. 3). Die Schlagtrommel 3 ist von einem Gehäuse eng umschlossen, das teilweise aus einem Rost 4 und einer Abdeckung 5, z.B. einer um eine waagerechte Achse drehbaren Klappe, besteht. Der Rost 4 ist exzentrisch in bezug auf die Schlagwalze 3 angeordnet, wobei sich der Abstand zwischen der Schlagwalze 3 und den Stäben des Rostes 4 in Drehrichtung der Schlagwalze 3 vergrössert. Die Fläche des Rostes 4 nimmt etwa 40% der Umfangsfläche ein (z.B. 140° ; vgl. Fig. 1). Der Rost 4 besteht aus mehreren Roststäben 4a (s. Fig. 2), die zentral verstellbar sind. Unterhalb des Rostes 4 ein druckneutraler Abfallraum 9 vorhanden. Die Abdeckung 5 liegt in Drehrichtung der Schlagwalze 3 gesehen hinter dem Rost 4; sie kann geöffnet und geschlossen werden. Die Höhe der Materialsäule im Reserveschacht 1 wird durch ein Messglied, z.B. durch eine Fotozelle 7, erfasst. Die Abzugswalzen 2 und die Klappe 5 werden über ein (nicht dargestelltes) Zeitwerk
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gesteuert. Diese Steuerung erfolgt elektromechanisch. Der Raum 8 wird dadurch nach einer vorgegebenen Zeit automatisch entleert.
Das Abfallmaterial wird durch die Abzugswalzen 2 der Schlagwalze 3 zugeführt, die das Material mehrfach durch den Raum 8 über den Rost 4 führt. Die Klappe 5 ist dabei geschlossen. Durch die Zwischenräume zwischen den Stäben des Rostes 4 treten durch Fliehkraft Fremdkörper wie Trash und Staub in den Abfallraum 9 ein. Nach mehrfachem Umlauf, z.B. 20 bis 30 Umläufen, wird das vorgereinigte Material bei geöffneter Klappe 5 in den nachgeordneten Speiseschacht 6 (Füllschacht) abgeliefert. Vom Speiseschacht 6 gelangt das Material in eine nachgeschaltete (nicht dargestellte) Reinigungsmaschine, z.B. eine «Novacotonia» NCA. Der gesamte Vorreinigungsvorgang im Raum 8 erfolgt zwar in intermittierender Arbeitsweise. Jedoch wird das Material in bezug auf den Reserveschacht 1 kontinuierlich eingefüllt und 5 intermittierend abgenommen und in bezug auf den Speiseschacht 6 intermittierend eingefüllt und kontinuierlich abgenommen. Die Höhe der Materialsäule im Reserveschacht 1 und im Speiseschacht 6 werden durch je eine Fotozelle 7 bzw. 10 gesteuert. Auf diese Weise können sowohl die durch die io Abzugswalzen 2 eingezogene Abfallmenge als auch die Reinigungszeit durch das Zeitwerk in gewünschtem Umfang eingestellt werden, so dass die Vorrichtung der unterschiedlichsten Art des vorgelegten Abfallmaterials angepasst werden kann.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (13)
1. Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von Baumwollabfällen, insbesondere Strips, Kardenflug und Batteurabfäl-len, mit einer Fasermaterialeinzugseinrichtung zum Zuführen des Fasermaterials zu einer Öffnerwalze und mit einem Rost, der in Drehrichtung der Öffnerwalze hinter der Einzugseinrichtung liegt, sowie einem nachgeordneten Fasermaterialsammelbehälter, dadurch gekennzeichnet, dass der Rost (4) exzentrisch in bezug auf die Öffnerwalze (3) angeordnet ist und dass eine offen- und verschliessbare Abdeckung (5) vorhanden ist, die in Drehrichtung der Öffnerwalze (3) hinter dem Rost (4) liegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnerwalze (3) mit Nasen, Stiften oder Sägezähnen bestückt ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnerwalze (3) mit fünf bis sieben Leisten (3a) bedeckt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leisten (3a) mit Rundstiften (3b) bestückt sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnerwalze (3) einen Durchmesser von 350 bis 400 mm aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnerwalze (3) eine Umfangsgeschwindigkeit von 13 bis 15 m/s aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche des Rostes (4) etwa die Hälfte der Umfangsfläche einnimmt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche des Rostes (4) etwa 40% der Umfangsfläche einnimmt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Rost (4) mehrere Roststäbe (4a) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die die Fasermaterialeinzugs-einrichtung bildenden Abzugswalzen (2) und die Öffnungsund Schliesseinrichtung der Abdeckung (5) durch ein Zeitwerk steuerbar sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung der die Faserma-terialeinzugseinrichtung bildenden Abzugswalzen (2) und der Öffnungs- und Schliesseinrichtung der Abdeckung (5) elek-tromechanisch erfolgt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Überwachung des Fasermaterials im Reserveschacht und im Speiseschacht (6) je eine Fotozelle (7 bzw.
13) vorhanden ist, die jeweils mit Mitteln zum Nachfüllen von Faserflockenmaterial im Reserveschacht (1) bzw. im Speiseschacht (6) verbunden ist.
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