CH654981A5 - Stabilisiertes titanhaltiges pflanzenkonditionierendes mittel. - Google Patents

Stabilisiertes titanhaltiges pflanzenkonditionierendes mittel. Download PDF

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CH654981A5 CH7899/81A CH789981A CH654981A5 CH 654981 A5 CH654981 A5 CH 654981A5 CH 7899/81 A CH7899/81 A CH 7899/81A CH 789981 A CH789981 A CH 789981A CH 654981 A5 CH654981 A5 CH 654981A5
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Kerteszeti Egyetem
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Description

Die Erfindung betrifft titanhaltiges pflanzenkonditionierendes Mittel, das einen Stabilisator enthält. Das erflndungs-gemässe Mittel weist eine erhöhte physikochemische und biologische Stabilität auf. Es liegt in Form einer stabilen Spritzbrühe vor und dient zur Düngung von Laub.
Es ist aus der Fachliteratur bekannt, dass Titan als Nährelement in Lebensprozessen verschiedener Pflanzen eine wichtige Rolle spielt.
Es ist ebenfalls bekannt, dass die Pflanzen den verhältnismässig hohen Titangehalt des Bodens nicht verwerten können, da die unlöslichen Titansalze nicht wirksam sind.
Gemäss der ungarischen Patentschrift Nr. 170 693 kann ein zur Behandlung von Pflanzen notwendige Titankomplex durch Umsetzung einer vierwertige Titan-Ionen enthaltenden Lös-ng mit Ascorbinsäure hergestellt werden. Die Ascorbinsäure ist auf den Titangehalt der Lösung bezogen, vorzugsweise in 50-200-fachem Überschuss anwesend. Er-fahrungsgemäss besitzen jedoch wässrige Lösungen, welche einen zur Pflanzenbehandlung zweckmässigen Überschuss an Ascorbinsäure enthalten, keine ausreichende Stabilität. Mikrobiologische Versuche haben gezeigt, dass z. B. Clostridium botulinum, Aspergillus niger, Lactobacillus lactis, Clostridium bytilicum sowie Thermobacterium mobile Stämme die zur Komplexbildung verwendete Ascorbinsäure zersetzen. Diese Wirkung wird vermutlich durch die Gegenwart des Titans noch verstärkt. Andererseits kann das auf die Oberfläche der Blätter filmartig ausgespritzte Titan unter Einwirkung der Umgebung unwirksam werden, so dass während der vegetativen Periode die Verabreichungsmenge der zur Erreichung der gewünschten Wirkung notwendigen Pflanzenbehandlungen erhöht werden muss; diese Tatsache beeinflusst die Wirtschaftlichkeit der Behandlung wegen der erhöhten Energie- und Arbeitsaufwände in ungünstiger Weise.
Zweck der Erfindung ist die Bereitstellung eines, die obigen Nachteile nicht aufweisenden, einen Stabilisator enthaltenden, titanhaltigen stabilen pflanzenkonditionierenden Mittels, welches in der Regel in Form einer sehr verdünnten.
vierwertiges Titan enthaltenden Lösung in Gegenwart eines hohen Überschusses an Ascorbinsäure auf eine grosse Oberfläche durch Spritzen aufgebracht wird und sich oxydationsbeständig bzw. gegenüber Mikroorganismen widerstandsfa-5 hig verhält.
Die obigen wichtigsten Zielsetzungen können so erreicht werden, indem man zu einer Lösung, die vierwertiges Titan sowie einen grossen Überschuss an Ascorbinsäure enthält, mindestens 0,01 Gew.-%, bezogen auf den Feststoff, als Staio bilisator eine der nachstehenden Verbindungen oder ein Gemisch solcher Verbindungen zufügt:
Sorbinsäure und Salze davon, Benzoesäure und Salze davon, Salicylsäure und Salze davon, p-Chlorbenzoesäure und Salze davon, p-Nitrobenzoesäure und Salze davon, Pro-15 pionsäure und Salze davon und p-Hydroxybenzoesäure und Salze davon sowie Hexamethylentetramin.
Die Ascorbinsäure ist gewöhnlich im Verhältnis zum Titan in einem 20-200-fachen Überschuss vorhanden.
Die obere Grenze der Mengen der obigen Verbindungen 20 beträgt vorzugsweise 25 Gew.-%. Es wurde gefunden, dass bei mehr als 2 Gew.-% die Wirkung aus wirtschaftlichem Gesichtspunkt nicht mehr proportional gesteigert werden kann. Mit Hilfe des erfindungsgemässen pflanzenkonditionierenden Mittels kann die Häufigkeit der Behandlungen 25 verringert werden. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Mittels beruht darauf, dass mit einer gleichen Anzahl von Behandlungen eine Erhöhung des Mehrertrages um 5-8% erreicht werden kann. Es ist weiterhin von grosser Wichtigkeit, dass die sehr verdünnten Spritzbrühen trotz ih-30 res hohen Ascorbinsäuregehaltes über einen langen Zeitdauer ohne Zersetzung in einer zur Anwendung in der Landwirtschaft geeigneter Form gelagert werden können.
Das erfindungsgemässe pflanzenkonditionierende stabilisierte Mittel in Form einer Spritzbrühe zur Düngung von 35 Laub, enthaltend in einer Menge von 0,5-15,0 Gew.-% in wässriger Lösung, bezogen auf 1 gAtom metallisches Titan, ein mit 14-28 gMolen Ascorbinsäure gebildetes, auf einen pH-Wert zwischen 5 und 7 eingestelltes Chelat und, bezogen auf das metallische Titan in einem Verhältnis von 1:0,1-2, in 40 Form von wasserlösbaren Salzen, Bor, Magnesium, Mangan, Eisen, Zink, Molybdän oder einen wasserlöslichen Stickstoff-Phosphor-Kalium-Kunstdünger, ist dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich, bezogen auf die Gesamtmenge der festen Komponenten, als Stabilisator mindestens 45 0,01 Gew.-% Sorbinsäure, Salicylsäure, Benzoesäure, p-Nitrobenzoesäure, p-Chlorbenzoesäure, p-Hydroxybenzoesäure oder Propionsäure bzw. Salze dieser Säuren, oder Hexamethylentetramin oder ein Gemisch aus den genannten Verbindungen enthält.
so Als Spurenelemente sind in dem erfindungsgemässen Mittel in Form wasserlöslicher Salze Magnesium, Eisen, Bor, Mangan, Zink und Molybdän enthalten. Als pflanzliche Nährstoffe ist in dem Mittel ein wasserlöslicher Stick-stoff-Phosphor-Kalium-Künstdünger enthalten. Dieser 55 kann ein üblicher Dünger sein und in Form einer Suspension vorliegen.
Das erfindungsgemässe Mittel kann so hergestellt werden, dass man ein vierwertiges Titansalz in geeigneter Konzentration im Wasser löst, den notwendigen Überschuss an 60 Ascorbinsäure zufügt und die Lösung vorteilhaft auf den pH-Wert von 5 einstellt. Der so erhaltenen Lösung kann dann eine der oben aufgezählten Verbindungen oder ein Gemisch derselben zugegeben werden.
Ohne Zugabe der vorgeschlagenen Verbindungen, die als 65 Stabilisator wirken, ist die Oberfläche der Flüssigkeit gewöhnlich bereits nach 2 Wochen von Kolonien von Mikroorganismen bedeckt. Dies hat einerseits eine Verminderung des Wirkstoffgehaltes zur Folge und andererseits wird
die gewünschte Anwendung der Spritzbrühe gehindert. In Anwesenheit der genannten Stabilisator-Zusatzstoffe wird nicht nur das Wachstum der Mikroorganismen gehemmt und dadurch die gewünschte Anwendung der hergestellten Spritzbrühe gesichert, sondern als Folge der erhöhten mikrobiologischen Widerstandsfähigkeit kann mit einer Wirkstofflösung derselben Konzentration ein Mehrertrag von 5-8% erreicht werden; die letztere Tatsache konnte mit Hilfe von an behandelten Parzellen durchgeführten Freilandsversuchen nachgewiesen werden.
Es wurde weiterhin gefunden, dass eine bevorzugte Kombination der zum Pflanzenwachstum erforderlichen Mikro-bzw. Makronährelemente und Substanzen pflanzenphyto-hormonaler Wirkung mit dem mit Ascorbinsäure gebildeten Komplex des vierwertigen Titans das Pflanzenwachstum gefördert.
Die bevorzugten Makro- bzw. Mikroelemente enthaltenden Mittel werden in der Regel in einer niedrigen Dosis in Form von Laub- oder Spritzbrühdünger aufgebracht oder als Saatgutheizmittel verwendet, sie regulieren das Pflanzenwachstum, beschleunigen die Aufnahme der Mikronährelemente und fördern die Wirkung der pflanzlichen hormonartigen Substanzen unter dem toxischen Schwellenwert.
Die erfindungsgemässen pflanzenkonditionierenden Mittel enthalten in einer Menge von 0,5-15,0 Gew.-% in wässriger Lösung, bezogen auf 1 Gewichtsteil vierwertiges metallisches Titan, ein mit 10-1000 Gewichtsteilen Ascorbinsäure gebildetes und auf einen pH-Wert zwischen 5 und 7 eingestelltes Chelat, und, bezogen auf das Gewicht des anwesenden metallischen Titans in einem Verhältnis von 1:0,1-2,0 ein in biochemischer Hinsicht wichtiges Nährelement oder eine Kombination davon und vorzugsweise zusätzlich in einem Verhältnis von 1:0,001-0,01 eine Substanz mit phyto-hormonaler Wirkung bevorzugt zusammen mit Vernetzmitteln, haftfördernden Mitteln und anderen Hilfsstoffen.
Als Nährstoffkomponente, die in dem Mittel enthalten ist, wird ein wasserlösliches Salz von Bor, Magnesium, Mangan, Eisen, Zink oder Molybdän eingesetzt und als Makronährelement sind in dem Mittel wasserlösliche Stickstoff-Phosphor-Kalium-Kunstdünger enthalten.
Als zusätzliche phytohormonal wirksame Komponente der Mittel können Auxine, Gibberelline, Cytokinine, Hete-roauxine, a-Naphthylessigsäure, ß-Indolylessigsäure usw. dienen. Die phytohormonal wirksame Substanz kann auch in Form der 2,4-Dichlor-phenoxyessigsäure oder Salze davon eingesetzt werden. Das Mittel enthält in 1 Liter Lösung gewöhnlich 1000-2000 ppm vierwertiges Titan sowie 50 000-1 000 000 ppm Ascorbinsäure. Das Verhältnis der Mikroelemente wird im erfindungsgemässen Mittel vorzugsweise so eingestellt, dass das Mittel, bezogen auf 1000 ppm vierwertiges metallisches Titan, 1000 ppm metallisches Bor, 500 ppm metallisches Mangan, 500 ppm Zink, 1000 ppm Magnesium und 500 ppm Eisen in Form von wasserlöslichen Salzen enthält. Dem Mittel werden bevorzugt, bezogen auf 1000-2000 ppm metallisches Titan, 25 ppm 2,4-Dichlor-phenoxyessigsäure oder 10 ppm Gibberellinsäure oder Substanzen ähnlicher Wirkung zugegeben.
Die pflanzenkonditionierenden Mittel können so hergestellt werden, dass man ein wasserlösliches vierwertiges Titansalz (z.B. Titantetrachlorid oder Natriumtitanat) und Ascorbinsäure - 14-28 gMol Ascorbinsäure auf 1 gAtom metallisches Titan - in Lösung bringt, den pH-Wert der wässrigen Lösung zwischen 5 und 7 einstellt und der so erhaltenen Titanchelatlösung die wässrigen Lösungen der Mi-kro- bzw. Makronährelementkomponenten zugibt.
Der wässrigen Lösung werden neben dem Stabilisator im allgemeinen geeignete Vernetzungsmittel oder haftungsför-dernden Mittel zugegeben. Das Stabilisierungsmittel dient
3 654 981
zur Stabilisierung der Konzentration des Titans und der Mikroelemente auf der Oberfläche der durch Spritzen behandelten Pflanzen.
Das erfindungsgemässe pflanzenkonditionierende Mittel s kann auf die Blätter von Pflanzen in Form einer Spritzbrühe aufgebracht werden. Nach den Versuchsergebnissen dringen die auf das Laub aufgebrachten Nährstoffe in die Chloropla-sten der Blätter ein und bewirken einerseits die Erhöhung der Photosynthese und andererseits eine Steigerung der En-lo zymaktivität.
Freilandsversuche und unter geregelten Bedingungen durchgeführte Lichtkammerversuche haben gezeigt, dass das erfindungsgemässe Mittel in den Pflanzen die Aufnahme der von biochemischer Hinsicht wichtigen Nährstoffe wesentlich i5 erhöht. Die erhöhte Absorption des zu der Phytosynthese erforderlichen Magnesiums, Mangans, Eisens und Zinks wirkt auf den Ertrag von Obstbäumen und Getreidearten und erhöht auch den inneren Wert des Ertrages. Bei dem Spritzen von Schmetterlingsblütlern und Grasarten steigert der Ge-20 halt an Molybdän und bei dem Sprühen von Rübenarten der Gehalt an Bor den Ertrag, verbessert die Bedingungen für die Kohlehydratsynthese und übt eine günstige Wirkung auf die Zellwandbildung aus. Bei Boden mit schlechterer Nährstoffversorgung enthält das erfindungsgemässe Mittel was-25 serlösliche Stickstoff-, Phosphor- und Kaliumverbindungen.
Die in geringer Konzentration bevorzugt zugegebenen Phytohormone oder hormonwirkende Herbizide steigern wesentlich das Wachstum von jungen Pflanzen und Spröss-lingen und fördern eine stärkere Sprossenwachstum und so Knospenbildung.
Die anwendbare Menge des erfindungsgemässen pflanzenkonditionierenden Mittels hängt von der Art der zu behandelten Pflanzen ab und zur Erreichung einer optimalen Wirkung müssen verschiedene Dosen eingesetzt werden. Bei 35 Gemüsearten kann während der vegetativen Periode das Sprühen mit einer Menge von 5-101/ha drei- oder viermal wiederholt werden. Bei Getreide reicht im allgemeinen ein einmaliges Spritzen unmittelbar nach der Blüte mit einer Menge von 1 liter/ha aus. Eine im 3-4 laubblättrigen Alter 40 angefangene und zehntäglich wiederholte Behandlung von jungen Sprösslingen fördert das Wachstum intensiv und stark.
Das Sprühen im Freiland kann mit Flugzeugen (Helikopter) oder mit Hilfe von Sprühgeräten durchgeführt wer-45 den. Die von der Art der Anwendung abhängende Menge des Mittels (1-5 liter/ha) wird gewöhnlich mit Wasser bis zum gewünschten Volumen verdünnt. Es ist aus wirtschaftlichen Gründen zweckmässig, das Sprühen mit anderen Pflanzenschutzarbeiten zu verknüpfen. Es ist in dieser Hinsicht so besonders vorteilhaft, dass das erfindungsgemässe Mittel mit beliebigen Pflanzenschutzmitteln mit neutralen oder schwach sauren pH-Werten verträglich ist.
Die Herstellung und Wirksamkeit der erfindungsgemässen Mittel wird in den nachstehenden Beispielen gezeigt. 55 Der Schutzumfang der Erfindung soll jedoch keinesfalls auf diese Beispiele eingeschränkt werden.
Beispiel 1
Eine solche Menge Titantetrachlorid oder Titan (IV)-6o sulfat, die 1 g metallischem Titan entspricht, und 100 g Ascorbinsäure werden in Wasser aufgelöst (auf ein Spritzbrühevolumen von 1 Liter bezogen). Der pH-Wert der Lösung wird auf 5 eingestellt, wonach 1 g Salicylsäure zugegeben wird. Die Lagerfähigkeit des so erhaltenen Mittels er-65 höht sich mindestens auf zwei Jahre.
Dem nach Beispiel 1 hergestellten Mittel werden, auf das Volumen der Lösung bezogen, eine 3 Gew.-% Stickstoff entsprechende Menge eines lösbaren Ammoniumsalzes, eine
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4
4 Gew.-% Phosphorpentoxyd entsprechende Menge von Phosphorsäure und eine 5 Gew.-% K20 entsprechende Menge eines Kaliumsalzes zugegeben. Das so erhaltene Mittel enthält ausser der zur Pflanzenkonditionierung notwendigen Komponenten auch wichtige Nährstoffe. Die Lagerfä-. higkeit dieses Mittels entspricht derjenigen des ersten Mittels.
Wenn man anstatt von 1 g Salicylsäure 0,5 g Natrium-benzoat verwendet, bleibt die Stabilität des Mittels unverändert.
Anstelle Salicylsäure kann auch ein Gemisch aus 0,5 g Salicylsäure und 0,25 g Natriumbenzoat eingesetzt werden; die Stabilität des Mittels wird dadurch nicht beeinträchtigt.
Zwecks Bestimmung der Wirksamkeit des Mittels wird Weizen (Sorte Rana-1) mit dem erfindungsgemässen Mittel, das eine Titankonzentration von 3x1 g/ha aufweist, behandelt.
Der Ernteertrag wird bestimmt und mit demjenigen von unbehandeltem Weizen verglichen.
Die erhaltenen Ergebnisse werden in der nachstehenden Tabelle angegeben.
Behandlung Ernteertrag
102 kg/ha %
Mit dem Mittel nach Beispiel 1
behandelter Weizen (Rana 1) 47,25 121,4 Unbehandelter
Weizen (Kontrolle) 38,93 100,0
Der Versuch wurde in der staatlichen Wirtschaft von Mezöhegyes durchgeführt.
Beispiel 2
Auf 1 Liter Spritzbrühe bezogen, werden eine solche Menge Titantetrachlorid oder Titan(IV)-sulfat, die 1 g metallischem Titan entspricht, und 95 g Ascorbinsäure in Wasser aufgelöst. Nach Einstellung des pH-Wertes werden der Lösung 0,5 g Natriumbenzoat zugegeben. Das natriumben-zoatenthaltende Mittel kann unter üblichen Bedingungen ohne Herabsetzung des Wirkstoffgehaltes über eine Zeitdauer von mehr als zwei Jahren gelagert werden. Die Wirksamkeit des Mittels wird in Keimversuchen (Testpflanze: Sorte TC 3344/A) bestimmt. Es werden die folgenden Versuche durchgeführt:
Kontrolle I = unbehandelte Pflanzen;
Kontrollen =
mit einem nach Beispiel 3 frisch hergestellten, jedoch kein Natriumbenzoat enthaltenden Mittel in einer Menge gemäss Beispiel 1.
Versuch an den mit dem Mittel nach Beispiel 3 behandelten Pflanzen.
Die Wirksamkeit der Behandlungen ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
Behandlung
Kontrolle I 4,09 100,0
Kontrollen 4,65 113,7 Mit dem Mittel gemäss Beispiel 3 behandelte
Pflanzen 4,74 115,9
Zwecks einem weiteren Nachweis der Wirksamkeit des erfindungsgemässen Mittels wird der obige Versuch bei der Züchtung von Silomais unter Freilandsbedingungen durchgeführt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der nachstehen-s den Tabelle angegeben:
Behandlung Ernteertrag
102 kg/ha %
10 Kontrolle I 406,0 100,0
Kontrolle II 471,0 116,0
Mit dem Mittel gemäss
Beispiel 3 behandelte Pflanzen 484,0 119,2
is
Beispiel 3
Auf 1 Liter Spritzbrühe bezogen, werden solche Menge Titantetrachlorid oder Titan (IV)-sulfat, die 1000 ppm vier-wertigem metallischem Titan entspricht, 100 000 ppm Ascor-20 binsäure, ein wasserlösliches Mangansalz (entsprechend 500 ppm Mangan), ein wasserlösliches Zinksalz, entsprechend 500 ppm Zink und ein wasserlösliches Eisensalz, entsprechend 700 ppm Eisen, in Wasser gelöst. Der pH-Wert der Spritzbrühe wird auf 5 eingestellt, wonach 0,5 g Na-25 triumbenzoat und 1000 ppm Natriumligninsulfonat (haf-tungsförderndes Mittel, Vernetzungsmittel) zugefügt werden.
Das so erhaltene Mittel wird in 200-facher Verdünnung zum Spritzen von Paprika und in einer 500-1000-fachen 30 Verdünnung zum Spritzen von Jonathan- und Starkingäpfeln verwendet. Der Paprika wird in 4-5 laubblättrigem Zustand insgesamt dreimal gespritzt. Die Apfelbäume werden zum ersten Mal bei Herabfallen der Blütenblätter und dann noch zweimal jede dritte Woche gesprüht. Das Mittel hat bei 35 Pfirsich-, Aprikosen-, Bim- und Kirschbäumen ähnlich günstige Ergebnisse wie bei Apfelbäumen gezeigt. Die mit dem erfindungsgemässen Mittel erhaltenen Testergebnisse werden in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst.
40
Versuch an Paprika
Behandlung Kontrolle Behandelt
Durchschnittliches Gewicht 45 kg/Stamm 7,46 9,19
%
100,0
123,5
Stückzahl
Stück/100 Stämme
280,0
324,0
50 %
Ascorbinsäuregehalt
100,0
115,7
mg/100g
72,0
266,0
%
100,0
369,4
Versuch an Äpfeln
Sorte und
Behandlung
Ernteertrag kg/ha %
Glukosegehalt %
60 Starking Jonathan
Kontrolle Behandelt Kontrolle Behandelt
3540 5960 7262 11066
100,0 168,3 100,0 152,3
9,1 9,8 8,3 10,6
65
Beispiel 4
Auf 1 Liter Spritzbrühevolumen bezogen, werden Titantetrachlorid oder Titan (IV)-sulfat, entsprechend einer Menge von 1000 ppm metallischem Titan, ein 28-facher molarer
Durchschnittliche 60
Marking
Stiellänge der T .,
Keimpflanzen % Jonathan
5
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Überschuss an Ascorbinsäure und 0,5 g Salicylsäure in Wasser aufgelöst, worauf der pH-Wert der Lösung auf 5 eingestellt wird. Der erhaltenen Lösung werden 10 ppm Gibberel-linsäure und 2000 ppm Natriumdodecylbenzolsulfonat (Vernetzungsmittel) zugegeben.
Die Wirksamkeit des so erhaltenen Mittels wird an Weizenkeimversuchen und am Wachstum der Pflanze Saintpau-lis ionantha nachgewiesen. Die Weizenkörner werden mit einer 0,02 ppm Lösung gebeizt. Die Pflanze Saintpaulis ionantha wird im Alter von 6 Monaten mit einer 0,2 %-igen wässrigen Lösung jeden zehnten Tag zweimal gesprüht.
Die Ergebnisse der beiden obigen Versuche sind in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst:
Weizenkeimversuch
Sorte und
Behandlung Durchschnittliche Länge der Keimpflanzen
%
Jublajnaja
Kontrolle 10,46
100,0
Behandelte Pflanze 12,18 cm
116,4
Versuch an Saintpaulis ionantha
Behandlung
Pflanzendurchmessej, Trocken-(Durchschnittlichwert substanz von 100 Pflanzen)
%
Knospenbildung
%
Kontrolle 15,75 3,96 23
Behandelte Pflanze 21,20 ' 4,58 48
Es geht aus den obigen Tabellen hervor, dass die gebeizten Weizenkörner binnen kürzerer Zeit auskeimten und die Keimpflanzen stärker wuchsen als die Kontrollpflanzen (unbehandelte Pflanzen). Bei den Zierpflanzen wurde ein stärke-s res Wachstum beobachtet, die behandelten Pflanzen blühten früher und konnten zwei Wochen früher auf den Markt gebracht werden als die unbehandelten Kontrollpflanzen.
Beispiel 5
Auf 1 Liter Spritzbrühevolumen bezogen, werden Titantetrachlorid oder Titan(IV)-sulfat, entsprechend 2000 ppm i5 metallischem Titan, und 100 000 ppm Ascorbinsäure in Wasser aufgelöst. Der Lösung werden 0,5 g Natriumbenzoat, 500 ppm eines wasserlöslichen Molybdänsalzes und 1000 ppm eines Polyäthylen-polypropylen-Blockpolymers (Vernetzungsmittel) zugegeben. Der pH-Wert der Lösung 20 wird auf 5 eingestellt.
Mit dem so erhaltenen Mittel wird Luzerne in 5-6 laubblättrigem Zustand einmal in einer Menge von 1 Liter/ha behandelt. Grüne Erbsen werden mit dem obigen Mittel bei 25 der Knospung und der ersten Fruchtbildung, jedesmal mit einer Menge von 2 Liter/ha, insbesamt zweimal, besprüht. Weidegras wird mit dem Mittel in einer Menge von 1 Liter/ ha einmal gesprüht. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in den nachstehenden Tabellen zusammengefasst.
Versuch an grünen Erbsen
Sorte und
Behandlung
Ernteertrag kg/ha %
Durchschnittlicher Wert der ersten Ernte
Saccharose %
Puget
Grüne Erbse
Kontrolle Behandelt Kontrolle Behandelt
4450 5250 4210 5260
100,0 118,0 100,0 124,9
140,5 127,5 136,2 123,8
5,35 5,88 5,35 5,75
Versuch an Luzerne
Behandlung
Ernte der grünen Pflanzen kg/m3
T rockensubstanz g/kg
Roheiweiss g/kg
Verdauliches
Eiweiss g/kg
Stärkewert g/kg
Kontrolle Behandelt
1,25 1,87
905 915
128 171
93 124
301 316
Versuch an Weidegras
Behandlung
Ernteertrag kg/ha %
Roheiweiss g/kg
Stärkewert g/kg
Kontrolle Behandelt
4300 6500
100,0 151,2
46
47
110 106
Es ist aus dem obigen Versuch ersichtlich, dass bei grünen Erbsen unter Einwirkung der Behandlung mit dem erfindungsgemässen Mittel der Ernteertrag erhöht und der Ertrag beim ersten Pflücken verbessert wird.
65 Bei der Züchtung von Luzerne wird neben der Verbesserung der quantitativen und qualitativen kennzeichnenden Werte eine wesentliche Erhöhung der Zahl der Wurzelknollen und der Stickstoffenzymaktivität beobachtet. Bei dem
6
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Sprühen von Weidegras ist die sehr starke Steigerung des Gewichtes der grünen Pflanzen neben identischen Eiweiss-und Stärkewerten auffallend.
Beispiel 6
Auf 1 Liter Spritzbrühevolumen bezogen, werden Titantetrachlorid oder Titan (IV)-sulfat in einer Menge, die 1000 ppm metallischem Titan entspricht, und 90 000 ppm Ascorbinsäure im Wasser gelöst, worauf der pH-Wert der
Lösung auf 5 eingestellt wird. Der wässrigen Lösung werden 25 ppm Natrium-2,4-dichlor-phenoxy-acetat und 0,5 g Natriumbenzoat und Petroleumnatriumsalz (Vernetzungsmittel) zugegeben.
s Weinreben werden während der vegetativen Periode mit dem obigen Mittel in geeigneter Konzentration dreimal besprüht. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle angegeben.
Behandlung von Weinreben
Sorte und Behandlung Glucose Verhältnis von g/100 ml % Zucker-Säure
Schatz von Pannonia
Kontrolle 8,0 100,0 13,2
Behandelt 9,4 117,5 19,2
Italienischer Riesling
Kontrolle 12,6 100,0 15,1
Behandelt 17,6 139,6 28,3
Es ist aus dem obigen Versuch ersichtlich, dass als Ergeb- 25 tes, des Ertrages und entsprechenderweise eine Verbesserung nis der Behandlung eine Steigerung des Kohlenhydratgehal- des Zucker-Säure-Verhältnisses eintritt.
30
35
40
45
50
55
60
65
s

Claims (3)

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1. Stabilisiertes pflanzenkonditionierendes Mittel in Form einer Spritzbrühe zur Düngung von Laub, enthaltend in einer Menge von 0,5-15,0 Gew.-% in wässriger Lösung, bezogen auf 1 gAtom metallisches Titan, ein mit 14-28 gMo-len Ascorbinsäure gebildetes, auf einen pH-Wert zwischen 5 und 7 eingestelltes Chelat und, bezogen auf das metallische Titan in einem Verhältnis von 1:0,1—2, in Form von wasserlösbaren Salzen, Bor, Magnesium, Mangan, Eisen, Zink, Molybdän oder einen wasserlöslichen Stickstoff-Phosphor-Kalium-Kunstdünger, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich, bezogen auf die Gesamtmenge der festen Komponenten, als Stabilisator mindestens 0,01 Gew.-% Sorbinsäure, Salicylsäure, Benzoesäure, p-Nitrobenzoesäure, p-Chlor-benzoesäure, p-Hydroxybenzoesäure oder Propionsäure bzw. Salze dieser Säuren, oder Hexamethylentetramin oder ein Gemisch aus den genannten Verbindungen enthält.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich als phytohormonalen Wirkstoff Auxine, Gibbe-relline, Cytokinine und Heteroauxine, wie z. B. a-Naphthyl-essigsäure und ß-Indolylessigsäure, enthält.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich als hormonalen Wirkstoff 2,4-Di-chlor-phenoxyessigsäure oder Salze davon enthält.
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