CH655134A5 - Process for producing a strongly adhesive, electroconductive, electrodeposited silver coating on parts made of aluminium or aluminium alloys - Google Patents

Process for producing a strongly adhesive, electroconductive, electrodeposited silver coating on parts made of aluminium or aluminium alloys Download PDF

Info

Publication number
CH655134A5
CH655134A5 CH673583A CH673583A CH655134A5 CH 655134 A5 CH655134 A5 CH 655134A5 CH 673583 A CH673583 A CH 673583A CH 673583 A CH673583 A CH 673583A CH 655134 A5 CH655134 A5 CH 655134A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
aluminum
parts
bath
silver
pickling
Prior art date
Application number
CH673583A
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Schachermayr
Original Assignee
Sprecher & Schuh Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sprecher & Schuh Ag filed Critical Sprecher & Schuh Ag
Publication of CH655134A5 publication Critical patent/CH655134A5/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D5/00Electroplating characterised by the process; Pretreatment or after-treatment of workpieces
    • C25D5/34Pretreatment of metallic surfaces to be electroplated
    • C25D5/42Pretreatment of metallic surfaces to be electroplated of light metals
    • C25D5/44Aluminium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23GCLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
    • C23G1/00Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts
    • C23G1/02Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts with acid solutions
    • C23G1/12Light metals
    • C23G1/125Light metals aluminium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Coating With Molten Metal (AREA)
  • Electroplating Methods And Accessories (AREA)

Description


  
 

**WARNUNG** Anfang DESC Feld konnte Ende CLMS uberlappen **.

 



   PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Erzeugung eines gut haftenden und elektrisch leitenden galvanisch abgeschiedenen Silberüberzuges auf Teilen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen, insbesondere Aluminiumgusslegierungen, wobei die Teile durch Entfetten und mehrmaliges Beizen, Ätzen und dazwischen Spülen vorbehandelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Beizvorgang in einem erwärmten Bad aus einem   H2SO4-HNO3-Gemisch    im Verhältnis 2   1,    der erste Ätzvorgang in einem erwärmten Bad aus 20prozentigem NaOH, der zweite Beizvorgang in einem Bad aus einem HNO3-H20 Gemisch im Verhältnis   1:

  :1,    der zweite Ätzvorgang in einem erwärmten Bad aus 20prozentigem NaOH und der dritte Beizvorgang in einer cyanidischen Zinkatbeize mit einem pH Wert von 12 und einer Dichte von 1,41 g/ml aus einer wässrigen Lösung mit NaOH,   Zn(OH)2,    12 g pro Liter Na CN und einem Netzmittel vorgenommen wird und die Teile anschliessend in ein galvanisches Silberbad unter Strom eingehängt werden.



   2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Beizvorgang bei einer Badtemperatur von 50 bis 60   "C    auf eine Dauer von 2 bis 6 Minuten vorgenommen wird.



   3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Ätzvorgang bei einer Badtemperatur von etwa 50   "C    auf eine Dauer von 10 Sekunden vorgenommen wird.



   4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Beizvorgang bei einer Badtemperatur, die etwa der Raumtemperatur von 20   "C    entspricht, auf eine Dauer von 5 Sekunden vorgenommen wird.



   5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Ätzvorgang bei einer Badtemperatur von etwa 50   "C    auf eine Dauer von 5 Sekunden vorgenommen wird.



   6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Beizvorgang bei einer Badtemperatur von 27 bis 40   "C    auf eine Dauer von 30 Sekunden vorgenommen wird.



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erzeugung eines gut haftenden und elektrisch leitenden galvanisch abgeschiedenen Silberüberzuges auf Teilen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen, insbesondere Aluminiumgusslegierungen, wobei die Teile durch Entfetten und mehrmaliges Beizen, Ätzen und dazwischen Spülen vorbehandelt werden.



   Aluminium und Aluminiumlegierungen, die mit einem elektrisch gut leitenden Metall wie Silber überzogen sind, können als elektrische Leiter oder Kontaktteile in Schaltern und Schaltanlagen oder ähnlichen Einrichtungen verwendet werden. Der Zweck der metallischen Oberflächenbeschichtung ist es, den Oberflächenwiderstand des Aluminiums oder deren Legierungen zu reduzieren. Der Oberflächenwiderstand von reinem Aluminium wird durch das Aluminiumoxid gebildet, welches sich an der freien Atmosphäre an der Oberfläche des Metalls ausbildet.



   Es ist bekannt, Aluminium galvanisch mit Metallen für dekorative oder elektrotechnische Zwecke zu beschichten.



  Das Hauptproblem dabei ist jedoch eine ausreichende Haftung dieser Metalle am Grundmetall zu erhalten.



   Aus der DE-AS 19 15 762 ist ein Verfahren bekannt, bei dem man durch das Aufbringen einer haftfähigen Zwischenschicht aus Kupfer auf Aluminium und Aluminiumlegierungen eine gute Unterlage für galvanisch abgeschiedene Metall überzüge erreicht. Die Vorbehandlung vor der eigentlichen Verkupferung dauert aber relativ lange, und durch das Aufbringen der Zwischenschicht ist dieses Verfahren relativ aufwendig und dadurch unwirtschaftlich.



   Ein bekanntes Verfahren zur Oberflächenbeschichtung von Aluminium ist der sogenannte Zinkatprozess. Darin werden die Aluminiumteile gleichzeitig gebeizt, d.h. die natürliche Oxidschicht wird abgelöst und chemisch mit Zink oberflächenbeschichtet. Dies erreicht man dadurch, dass der Aluminiumteil in eine stark alkalische Zinkatlösung getaucht wird und der Teil anschliessend mit dem gewünschten Metall elektrolytisch oberflächenbeschichtet wird. Bevor man zur letzten galvanischen Oberflächenbeschichtung kommt sind jedoch bis zu 13 Verfahrensschritte erforderlich, wodurch auch dieser Prozess relativ aufwendig ist.



   Die CH-PS 597 373 beschreibt ein Verfahren, das mit weniger Verfahrensschritten auskommt und bei dem die Aluminiumteile, insbesondere Drähte, vor der eigentlichen Metallbeschichtung mittels einer Lösung vorbehandelt werden, die mindestens zwei verschiedene anorganische Säuren, von denen die eine Fluorwasserstoff, Bromwasserstoff oder   Jodwasserstoff und    die andere Fluorwasserstoff, Bromwasserstoff, Jodwasserstoff, Chlorwasserstoff, Phosphorsäure, Chromsäure, Perchlorsäure oder Schwefelsäure ist, und ein Metallsalz von Nickel, Chrom, Eisen, Kobalt, Mangan, Magnesium oder Zink enthält.



   Auch andere Verfahren, die zur Vorbehandlung von Aluminium Lösungen mit Fluorwasserstoffsäure und gelöste Metallsalze enthalten, sind bekannt.



   In allen diesen Fällen ist jedoch die Adhäsionskraft der Metallbeschichtung aus den entsprechend vorbereiteten Leichtmetallen und auch der erreichte Oberflächenwiderstand nicht zufriedenstellend. Vor allem bei Teilen aus Aluminiumgusslegierungen zeigte sich, dass eine ausreichende Haftfähigkeit der Silberschicht nur durch Aufbringen einer Zwischenschicht aus Kupfer erzielt werden kann.



   Durch das in der Folge aufgezeigte, erfindungsgemässe Verfahren wird bezweckt, gut haftende und elektrisch leitende galvanisch abgeschiedene Silberüberzüge auf Teilen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen, insbesondere Aluminiumgusslegierungen, zu erzeugen, ohne dass vor der galvanischen Versilberung eine Zwischenschicht aus Kupfer aufgebracht wird, wobei handelübliche Bäder verwendet werden können und nur wenige Verfahrensschritte zur Vorbehandlung der Teile erforderlich sind und sich dadurch ein relativ wirtschaftliches Verfahren ergibt.



   Dies wird dadurch erreicht, dass ein erster Beizvorgang in einem erwähnten Bad aus einem   H2SO4-HNO3-Gemisch    im Verhältnis 2 : 1, ein erster Ätzvorgang in einem erwärmten Bad aus 20prozentigem NaOH, ein zweiter Beivorgang in einem Bad aus einem   HNO3-H20-Gemisch    im Verhältnis 1 1, ein zweiter Ätzvorgang in einem erwärmten Bad aus 20prozentigem NaOH und ein dritter Beizvorgang in einer cyanidischen Zinkatbeize mit einem pH-Wert von 12 und einer Dichte von 1,41 g/ml aus einer wässrigen Lösung mit NaOH,   Zn(OH)2,    12 g/l NaCN und einem Netzmittel vorgenommen wird und die Teile anschliessend in ein galvanisches Silberbad unter Strom eingehängt werden.

 

   Durch Versuche hat sich überraschenderweise gezeigt, dass nach dem erfindungsgemässen Verfahren vorbehandelte und galvanisch versilberte Teile aus Aluminium, Aluminiumlegierungen, insbesondere Aluminiumgusslegierungen, ausgezeichnete Resultate hinsichtlich Haftfähigkeit und Aussehen der Silberschicht, elektrischer Leitfähigkeit und Oberflächenwiderstand aufweisen, die nur mit versilberten Teilen mit einer Zwischenschicht von Kupfer vergleichbar sind.



   Die besten Resultate konnten erzielt werden, wenn der erste Beizvorgang bei einer Badtemperatur von 50 bis 60   "C    auf eine Dauer von 2 bis 6 Minuten, der erste Äztvorgang bei  



  einer Badtemperatur von etwa 50   ¯    C auf eine Dauer von 10 Sekunden, der zweite Beizvorgang bei einer Badtemperatur, die etwa der Raumtemperatur von 20   "C    entsprach, auf eine Dauer von 5 Sekunden, der zweite Ätzvorgang bei einer Badtemperatur von etwa 50   "C    auf eine Dauer von 5 Sekunden und der dritte Beizvorgang bei einer Badtemperatur von 27 bis 40   "C    auf eine Dauer von 30 Sekunden vorgenommen wurde.



   Die Vorbehandlung ist damit in relativ kurzer Zeit abgeschlossen, es können handelsübliche Bäder eingesetzt werdem wobei sämtliche Badtemperaturen unter 60   "C    liegen, wodurch sich ein energiesparendes wirtschaftliches Verfahren ergibt.



   Im folgenden wird das erfindungsgemässe Verfahren beispielsweise näher beschrieben:
Die zu versilbernden Teile aus einer Aluminiumgusslegierung z.B. AlSi9Mg wa, werden zuerst sorgfältig entfettet.



  Bevorzugterweise wird eine Dampfentfettung mit Trichlor äthan 1.1.1 vorgenommen. Dann kommen die Teile in das erste Beizbad aus einem Schwefelsäure-Salpetersäure-Gemisch im Verhältnis 2   1,    das eine Temperatur von 50 bis 60   "C    aufweist. Je nach Grösse bleiben die Teile 2 bis 6 Minuten im Beizbad, werden anschliessend mit reinem Wasser gründlich gespült und kommen dann 10 Sekunden lang in das Ätzbad, welches 20prozentiges NaOH enthält und auf 50   "C    erwärmt ist. Nach dem Ätzen wird wieder gründlich mit reinem Wasser gespült und anschliessend in einem Bad, das im Verhältnis
1 :1 Salpetersäure und Wasser enthält, bei Raumtemperatur 5 Sekunden lang gebeizt.



   Nachdem die Teile wiederum gründlich mit reinem Wasser gespült wurden, kommen sie 5 Sekunden lang in dasselbe Ätzbad wie beim ersten Ätzvorgang.



   In der Folge wird dann gründlich mit reinem Wasser gespült und die Teile in die cyanidische Zinkatbeize, die eine Temperatur von 27 bis 40   "C    aufweist, auf eine Dauer von 30 Sekunden eingehängt. Vorzugsweise wird eine handelsübliche Zinkatbeize mit dem Markennamen Alugal U.S. der Firma Glasberg GmbH, Solingen verwendet.



   Nach einem letzten gründlichen Spülen mit reinem Wasser können die Teile auf bekannte Weise in einem galvanischen Silberbad mit einer Silberschicht überzogen werden.



   Wichtig ist dabei, dass die Teile unter Strom in das Bad eingehängt werden, wobei die Hängevorrichtungen aus einem Aluminiumwerkstoff gefertigt sind.



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren vorbehandelte Teile werden bevorzugterweise in der Elektrotechnik für Kontakte von Schaltgeräten und -anlagen verwendet.



   Sie weisen neben einem fehlerfreien, glänzenden dekorativen Aussehen einen sehr geringen Oberflächenwiderstand auf. Die Teile können aussserdem grossen mechanischen Kräften ausgesetzt werden, ohne dass die Silberschicht bricht oder abblättert. Versuche durch Biegen von Probekörpern zeigten, dass die gebogene Oberfläche, untersucht unter dem Stereomikroskop, im wesentlichen frei von Fehlern blieb und keine Rissbildungen, Abblätterungen oder Blasenbildungen aufwies.



   Befürchtungen, dass durch die verwendete Zinkatbeize eine rasche Verunreinigung des Silberbades eintritt, haben sich als unbegründet erwiesen. Nach dem erfindungsgemässen Verfahren vorbehandelte Teile z.B. aus folgenden Legierungen ergaben ausgezeichnete Ergebnisse:
Al Mg Si 1 F 32, Al Mg Si 0,5 F 22, G-AI Si 10 Mg, G-AI Si 7 Mg, G-AI 9 Mg.

 

   Auf den Teilen aus Aluminiumgusslegierungen aus Sandguss, Druckguss oder Kokillenguss, unbehandelt oder warmausgehärtet, konnten einwandfreie Silberüberzüge hergestellt werden.



   Durch die relativ niedrigen Badtemperaturen konnte eine Beeinträchtigung der Festigkeitseigenschaften von Teilen aus warmausgehärteten Aluminiumgusslegierungen verhindert werden.



   Versuche mit verschiedenen Bädern, Temperaturen und Behandlungszeiten ergaben, dass eine kontinuierliche erfindungsgemässe Vobehandlung, insbesondere bis zum dritten Beizvorgang, entscheidend für die Qualität des Silberüberzuges ist. 

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Erzeugung eines gut haftenden und elektrisch leitenden galvanisch abgeschiedenen Silberüberzuges auf Teilen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen, insbesondere Aluminiumgusslegierungen, wobei die Teile durch Entfetten und mehrmaliges Beizen, Ätzen und dazwischen Spülen vorbehandelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Beizvorgang in einem erwärmten Bad aus einem H2SO4-HNO3-Gemisch im Verhältnis 2 1, der erste Ätzvorgang in einem erwärmten Bad aus 20prozentigem NaOH, der zweite Beizvorgang in einem Bad aus einem HNO3-H20 Gemisch im Verhältnis 1:
    :1, der zweite Ätzvorgang in einem erwärmten Bad aus 20prozentigem NaOH und der dritte Beizvorgang in einer cyanidischen Zinkatbeize mit einem pH Wert von 12 und einer Dichte von 1,41 g/ml aus einer wässrigen Lösung mit NaOH, Zn(OH)2, 12 g pro Liter Na CN und einem Netzmittel vorgenommen wird und die Teile anschliessend in ein galvanisches Silberbad unter Strom eingehängt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Beizvorgang bei einer Badtemperatur von 50 bis 60 "C auf eine Dauer von 2 bis 6 Minuten vorgenommen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Ätzvorgang bei einer Badtemperatur von etwa 50 "C auf eine Dauer von 10 Sekunden vorgenommen wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Beizvorgang bei einer Badtemperatur, die etwa der Raumtemperatur von 20 "C entspricht, auf eine Dauer von 5 Sekunden vorgenommen wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Ätzvorgang bei einer Badtemperatur von etwa 50 "C auf eine Dauer von 5 Sekunden vorgenommen wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Beizvorgang bei einer Badtemperatur von 27 bis 40 "C auf eine Dauer von 30 Sekunden vorgenommen wird.
    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erzeugung eines gut haftenden und elektrisch leitenden galvanisch abgeschiedenen Silberüberzuges auf Teilen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen, insbesondere Aluminiumgusslegierungen, wobei die Teile durch Entfetten und mehrmaliges Beizen, Ätzen und dazwischen Spülen vorbehandelt werden.
    Aluminium und Aluminiumlegierungen, die mit einem elektrisch gut leitenden Metall wie Silber überzogen sind, können als elektrische Leiter oder Kontaktteile in Schaltern und Schaltanlagen oder ähnlichen Einrichtungen verwendet werden. Der Zweck der metallischen Oberflächenbeschichtung ist es, den Oberflächenwiderstand des Aluminiums oder deren Legierungen zu reduzieren. Der Oberflächenwiderstand von reinem Aluminium wird durch das Aluminiumoxid gebildet, welches sich an der freien Atmosphäre an der Oberfläche des Metalls ausbildet.
    Es ist bekannt, Aluminium galvanisch mit Metallen für dekorative oder elektrotechnische Zwecke zu beschichten.
    Das Hauptproblem dabei ist jedoch eine ausreichende Haftung dieser Metalle am Grundmetall zu erhalten.
    Aus der DE-AS 19 15 762 ist ein Verfahren bekannt, bei dem man durch das Aufbringen einer haftfähigen Zwischenschicht aus Kupfer auf Aluminium und Aluminiumlegierungen eine gute Unterlage für galvanisch abgeschiedene Metall überzüge erreicht. Die Vorbehandlung vor der eigentlichen Verkupferung dauert aber relativ lange, und durch das Aufbringen der Zwischenschicht ist dieses Verfahren relativ aufwendig und dadurch unwirtschaftlich.
    Ein bekanntes Verfahren zur Oberflächenbeschichtung von Aluminium ist der sogenannte Zinkatprozess. Darin werden die Aluminiumteile gleichzeitig gebeizt, d.h. die natürliche Oxidschicht wird abgelöst und chemisch mit Zink oberflächenbeschichtet. Dies erreicht man dadurch, dass der Aluminiumteil in eine stark alkalische Zinkatlösung getaucht wird und der Teil anschliessend mit dem gewünschten Metall elektrolytisch oberflächenbeschichtet wird. Bevor man zur letzten galvanischen Oberflächenbeschichtung kommt sind jedoch bis zu 13 Verfahrensschritte erforderlich, wodurch auch dieser Prozess relativ aufwendig ist.
    Die CH-PS 597 373 beschreibt ein Verfahren, das mit weniger Verfahrensschritten auskommt und bei dem die Aluminiumteile, insbesondere Drähte, vor der eigentlichen Metallbeschichtung mittels einer Lösung vorbehandelt werden, die mindestens zwei verschiedene anorganische Säuren, von denen die eine Fluorwasserstoff, Bromwasserstoff oder Jodwasserstoff und die andere Fluorwasserstoff, Bromwasserstoff, Jodwasserstoff, Chlorwasserstoff, Phosphorsäure, Chromsäure, Perchlorsäure oder Schwefelsäure ist, und ein Metallsalz von Nickel, Chrom, Eisen, Kobalt, Mangan, Magnesium oder Zink enthält.
    Auch andere Verfahren, die zur Vorbehandlung von Aluminium Lösungen mit Fluorwasserstoffsäure und gelöste Metallsalze enthalten, sind bekannt.
    In allen diesen Fällen ist jedoch die Adhäsionskraft der Metallbeschichtung aus den entsprechend vorbereiteten Leichtmetallen und auch der erreichte Oberflächenwiderstand nicht zufriedenstellend. Vor allem bei Teilen aus Aluminiumgusslegierungen zeigte sich, dass eine ausreichende Haftfähigkeit der Silberschicht nur durch Aufbringen einer Zwischenschicht aus Kupfer erzielt werden kann.
    Durch das in der Folge aufgezeigte, erfindungsgemässe Verfahren wird bezweckt, gut haftende und elektrisch leitende galvanisch abgeschiedene Silberüberzüge auf Teilen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen, insbesondere Aluminiumgusslegierungen, zu erzeugen, ohne dass vor der galvanischen Versilberung eine Zwischenschicht aus Kupfer aufgebracht wird, wobei handelübliche Bäder verwendet werden können und nur wenige Verfahrensschritte zur Vorbehandlung der Teile erforderlich sind und sich dadurch ein relativ wirtschaftliches Verfahren ergibt.
    Dies wird dadurch erreicht, dass ein erster Beizvorgang in einem erwähnten Bad aus einem H2SO4-HNO3-Gemisch im Verhältnis 2 : 1, ein erster Ätzvorgang in einem erwärmten Bad aus 20prozentigem NaOH, ein zweiter Beivorgang in einem Bad aus einem HNO3-H20-Gemisch im Verhältnis 1 1, ein zweiter Ätzvorgang in einem erwärmten Bad aus 20prozentigem NaOH und ein dritter Beizvorgang in einer cyanidischen Zinkatbeize mit einem pH-Wert von 12 und einer Dichte von 1,41 g/ml aus einer wässrigen Lösung mit NaOH, Zn(OH)2, 12 g/l NaCN und einem Netzmittel vorgenommen wird und die Teile anschliessend in ein galvanisches Silberbad unter Strom eingehängt werden.
    Durch Versuche hat sich überraschenderweise gezeigt, dass nach dem erfindungsgemässen Verfahren vorbehandelte und galvanisch versilberte Teile aus Aluminium, Aluminiumlegierungen, insbesondere Aluminiumgusslegierungen, ausgezeichnete Resultate hinsichtlich Haftfähigkeit und Aussehen der Silberschicht, elektrischer Leitfähigkeit und Oberflächenwiderstand aufweisen, die nur mit versilberten Teilen mit einer Zwischenschicht von Kupfer vergleichbar sind.
    Die besten Resultate konnten erzielt werden, wenn der erste Beizvorgang bei einer Badtemperatur von 50 bis 60 "C auf eine Dauer von 2 bis 6 Minuten, der erste Äztvorgang bei **WARNUNG** Ende CLMS Feld konnte Anfang DESC uberlappen**.
CH673583A 1983-01-03 1983-12-19 Process for producing a strongly adhesive, electroconductive, electrodeposited silver coating on parts made of aluminium or aluminium alloys CH655134A5 (en)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0000383A AT375095B (de) 1983-01-03 1983-01-03 Verfahren zur erzeugung eines gut haftenden und elektr. leitenden galvanisch abgeschiedenen silberueberzuges auf teilen aus aluminium oder aluminiumlegierungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH655134A5 true CH655134A5 (en) 1986-03-27

Family

ID=3479076

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH673583A CH655134A5 (en) 1983-01-03 1983-12-19 Process for producing a strongly adhesive, electroconductive, electrodeposited silver coating on parts made of aluminium or aluminium alloys

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT375095B (de)
CH (1) CH655134A5 (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6846401B2 (en) 2001-04-20 2005-01-25 Corus Aluminium Walzprodukte Gmbh Method of plating and pretreating aluminium workpieces
US6994919B2 (en) 2002-01-31 2006-02-07 Corus Aluminium Walzprodukte Gmbh Brazing product and method of manufacturing a brazing product
US7056597B2 (en) 2002-12-13 2006-06-06 Corus Aluminium Walzprodukte Gmbh Brazing sheet product and method of its manufacture
US7078111B2 (en) 2002-12-13 2006-07-18 Corus Aluminium Walzprodukte Gmbh Brazing sheet product and method of its manufacture
US7294411B2 (en) 2002-01-31 2007-11-13 Aleris Aluminum Koblenz Gmbh Brazing product and method of its manufacture

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT193220B (de) * 1955-07-08 1957-11-25 Vaw Ver Aluminium Werke Ag Verfahren zur Vorbehandlung von Werkstücken aus Aluminium und Aluminiumlegierungen zur Herstellung von hochtransparenten anodish erzeugten Oxydschichten
US4270957A (en) * 1977-06-03 1981-06-02 Ford Motor Company Method for cleaning aluminum articles

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6846401B2 (en) 2001-04-20 2005-01-25 Corus Aluminium Walzprodukte Gmbh Method of plating and pretreating aluminium workpieces
US6994919B2 (en) 2002-01-31 2006-02-07 Corus Aluminium Walzprodukte Gmbh Brazing product and method of manufacturing a brazing product
US7294411B2 (en) 2002-01-31 2007-11-13 Aleris Aluminum Koblenz Gmbh Brazing product and method of its manufacture
US7056597B2 (en) 2002-12-13 2006-06-06 Corus Aluminium Walzprodukte Gmbh Brazing sheet product and method of its manufacture
US7078111B2 (en) 2002-12-13 2006-07-18 Corus Aluminium Walzprodukte Gmbh Brazing sheet product and method of its manufacture

Also Published As

Publication number Publication date
AT375095B (de) 1984-06-25
ATA383A (de) 1983-11-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69703798T2 (de) Verfahren zum elektrobeschichten nichtleitender materialien
US3664933A (en) Process for acid copper plating of zinc
DE2630151C2 (de)
DE2014285C3 (de) Verfahren für die Vorbereitung von Aluminium oder Aluminiumlegierungsflächen zur stromlosen Vernickelung
US5730851A (en) Method of making electronic housings more reliable by preventing formation of metallic whiskers on the sheets used to fabricate them
DE2510328C2 (de) Verfahren zur Verbesserung der Korrosions-Widerstandsfähigkeit von Formkörpern aus Stahl oder Eisen
DE3821073A1 (de) Verfahren zum galvanischen beschichten von aus aluminium oder aluminiumlegierungen gefertigten gegenstaenden mit einem vorzugsweise loetbaren metallueberzug
DE60213131T2 (de) Vorbereitung von stahloberflächen zum galvanisieren in aluminiumreichem zinkbad
DE2012846A1 (de) Elektroplattierlösung und Elektroplattierverfahren
CH655134A5 (en) Process for producing a strongly adhesive, electroconductive, electrodeposited silver coating on parts made of aluminium or aluminium alloys
DE661936C (de) Verfahren zum Elektroplattieren
US3708405A (en) Process for continuously producing nickel or nickel-gold coated wires
DE2917019C2 (de) Verfahren zur Metallisierung von Verbundmaterial und dazu geeignete Badzusammensetzung
JPS591666A (ja) 錫又は錫合金の連続メツキ方法
DE2512339A1 (de) Verfahren zur erzeugung einer haftenden metallschicht auf einem gegenstand aus aluminium, magnesium oder einer legierung auf aluminium- und/oder magnesiumbasis
DE1794272B2 (de) Verfahren zur herstellung von mit einer metallschicht ueberzogenen polypropylenformkoerpern
DE1496899C3 (de) Verfahren zum Galvanisieren von Aluminium und Aluminiumlegierungen
DE2538817C3 (de) Bad und Verfahren zum stromlosen Vernickeln von Metall und Metallegierungen, insbesondere Aluminium und Aluminiumlegierungen
DE1521080A1 (de) Verfahren zur Aufbringung von metallischen Oberflaechenschichten auf Werkstuecke aus Titan
DE1621145B1 (de) Verfahren zur vorbehandlung von aluminium oder seinen legie rungen vor der galvanischen beschichtung
DE813472C (de) Vorbehandlung von Aluminium vor dem Aufbringen von Deckschichten
DE671150C (de) Verfahren zur Erzeugung von eisblumenartig gemusterten Metallueberzuegen
DE3443471C2 (de) Verfahren zur Neuaktivierung einer wäßrigen, Edelmetallionen enthaltenden Lösung für die Initiierung der stromlosen Nickelabscheidung auf mit Kupfer beschichteten Substraten und seine Anwendung
DE68902917T2 (de) Verfahren zur plattierung von titan.
DE1932011C (de) Verfahren zur Vorbehandlung von Aluminium und seinen Legierungen für das galvanische Aufbringen ton metallischen Überzügen

Legal Events

Date Code Title Description
PFA Name/firm changed

Owner name: GEC ALSTHOM T&D GESELLSCHAFT M.B.H.

PL Patent ceased