CH655906A5 - Druckempfindliches oder waermeempfindliches aufzeichnungsmaterial. - Google Patents

Druckempfindliches oder waermeempfindliches aufzeichnungsmaterial. Download PDF

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CH655906A5
CH655906A5 CH3930/81A CH393081A CH655906A5 CH 655906 A5 CH655906 A5 CH 655906A5 CH 3930/81 A CH3930/81 A CH 3930/81A CH 393081 A CH393081 A CH 393081A CH 655906 A5 CH655906 A5 CH 655906A5
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein druckempfindliches oder wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial, welches in seinem Farbreaktantensystem als Farbentwickler für den Farbbildner mindestens eine metallfreie Verbindung der Formel 60
R—S02—Hai mit einer Phenolverbindung der Formel
(4)
HO
(1)
HO—•:
x
4-
\ i /
• — «
\
65
so2-r umsetzt. Dabei haben X und R die angegebene Bedeutung und Hai bedeutet Halogen wie z, B. Chlor, Brom oder Fluor. Die Umsetzung erfolgt in wasserfreiem Medium in Gegenwart von Lewis-Säuren, wie z. B. A1C13, FeCl?, ZnCl2. SnCl4, SbCl5 oder BF, und vorteilhafterweise bei einer Temperatur von 50 bis
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200°C, vorzugsweise 80 bis 130°C. Ein weiters Verfahren besteht darin, dass man eine Verbindung der Formel
(5)
R—SO.
/ \
m
\ Y
Hai worin R und Hai die angegebene Bedeutung haben, mit wässeriger Kaliumhydroxidlösung auf 200 bis 220°C erhitzt.
Verbindungen der Formel (1) und deren Herstellung werden z. B. in Beilstein, Ell, 6, S. 852-855 und EHI, 6, S. 4445-55 beschrieben.
Die erfindungsgemäss eingesetzten Vebindungen der Formel (1) sind praktisch färb- und geruchlos und mit den üblichen Farbbildnern sehr reaktiv, so dass damit spontane, beständige und nicht verblassende Aufzeichnungen oder Kopien erhalten werden.
Die im erfindungsgemässen Aufzeichnungsmaterial oder Kopiermaterial in Betracht kommenden Farbbildner sind bekannte farblose oder schwach gefärbte chromogene Stoffe, die, sofern sie mit den Verbindungen der Formel (1) in Kontakt kommen, farbig werden oder die Farbe ändern. Farbbildner oder deren Mischungen können verwendet werden, welchez. B. den Klassen der Azomethine, Fluorane, Benzofluorane, Phthalide, Spiropyrane, Spiridopyrane, Leukoauramine, Triarylmethan-leukofarbstoffe, Carbazolylmethane, Chromenoindole, Chro-menopyrazole, Phenoxazine, Phenothiazine sowie der Chro-meno- oder Chromanofarbbildner angehören. Als Beispiele solcher geeigneter Farbbildner seien genannt: KristallvioIettlacton,3,3-(Bisaminophenyl)-phthalide,3,3-(Bis-substituierte-Indolyl)-phth alide, 3-(AminophenyI)-3-Indolyl-phthalide, 6-Dialkylamino-2-n-octylamino-fhiorane, 6-Dialkyla-mino-2-arylamino-fluorane,6-Dialkylamino-3-methyl-2-aryl-amino-fluorane, 6-Dialkylamino-2- oder 3-niederalkyl-fluorane, 6-Dialkylamino-2-dibenzyl-amino-fluorane, 6-Pyrrolidino-2-arylamino-fluorane, Bis-(aminophenyl)-furyl- oder-phenyl-oder -carbazolyl-methane, 3'-Phenyl-7-dialkyl-amino-2,2'-spiro-dibenzopyrane, Bisdialkylamino-benzhydrol-alkyl- oder -aryl-sulfinate, Benzoyldialkylamino-phenothiazine oder -phenoxazine.
Die Verbindungen der Formel (1) eignen sich als Farbentwickler für druckempfindliches oder insbesondere für wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial, das sowohl Kopier- als auch Registriermaterial sein kann.
Ein druckempfindliches Material besteht beispielsweise aus mindestens einem Paar von Blättern, die mindestens einen Farbbildner, gelöst in einem organischen Lösungsmittel, und einen Entwickler der Formel (1) enthalten.
Die Entwickler werden vorzugsweise in Form einer Schicht auf die Vorderseite des Empfangsblattes aufgebracht.
Die Entwickler der Formel (1) können für sich allein, als Mischungen oder in Mischung mit bekannten Entwicklern eingesetzt werden. Typische Beispiele für bekannte Entwickler sind Aktivton-Substanzen, wie Attapulgus-Ton, Säureton, Bentonit, Montmorillonit; aktivierter Ton, z. B. säureaktiviertes Bentonit oder Montmorillonit; ferner Halloysit, Zeolith, Siliciumdioxid, Aluminiumoxid, Aluminiumsulfat, Aluminiumphosphat, Zinkchlorid, Zinknitrat, Kaolin oder irgendein beliebiger Ton oder sauer reagierende, organische Verbindungen, wie z.B. gegebenenfalls ringsubstituierte Phenole, Salicylsäure oder Sali-cylsäureester und deren Metallsalze; ferner ein sauer reagierendes, polymeres Material, wie z.B. ein phenolisches Polymerisat, ein Alkylphenolacetylenharz, ein Maleinsäure-Kolophonium-Harz oder ein teilweise oder vollständig hydrolisiertes Polymerisat von Maleinsäureanhydrid mit Styrol, Ethylen oder Vinylme-thylether, oder Carboxypolymethylen.
10
Die Entwickler können zusätzlich auch mit an sich unreaktiven oder wenig reaktiven Pigmenten oder weiteren Hilfsstoffen wie Kieselgel gemischt eingesetzt werden. Beispiele für solche Pigmente sind: Talk, Titandioxid, Zinkoxid, Kreide; Tone wie Kaolin, sowie organische Pigmente, z. B. Harnstoff-Formalde-hyd- oder Melamin-Formaldehyd-Kondensationsprodukte.
Der Farbbildner liefert an den Punkten, an denen er mit dem Entwickler in Kontakt kommt, eine gefärbte Markierung. Um zu verhindern, dass die Farbbildner, die in dem druckempfindlichen Aufzeichnungsmaterial enthalten sind, frühzeitig aktiv werden, werden sie in der Regel von dem Entwickler getrennt. Dies kann zweckmässig erzielt werden, indem man die Farbbildner in schäum-, schwamm- oder bienenwabenartige Strukturen einarbeitet. Vorzugsweise sind die Farbbildner in Mikrokapseln eingeschlossen, die sich in der Regel durch Druck zerbrechen lassen.
Wenn die Kapseln durch Druck, beispielsweise mittels eines Bleistiftes zerbrochen werden und wenn die Farbbildnerlösung auf diese Weise auf ein benachbartes Blatt übertragen wird, das mit dem Entwickler der Formel (1) beschichtet ist, wird eine farbige Stelle erzeugt. Diese Farbe resultiert aus dem dabei gebildeten Farbstoff, der im sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums absorbiert.
Die Farbbildner werden vorzugsweise in Form von Lösungen in organischen Lösungsmitteln eingekapselt. Beispiele für geeignete Lösungsmittel sind vorzugsweise nichtflüchtige Lösungsmittel, z. B. polyhalogeniertes Paraffin oder Diphenyl, wie Chlorparaffin, Monochlordiphenyl oder Trichlordiphenyl, ferner Tricre-sylphosphat, Di-n-butylphthalat; aromatische Ether, wie Benzyl-phenylether; Kohlenwasserstoff öle, wie Paraffin oder Kerosin, alkylierte Derivate, (z. B. mit Isopropyl oder Isobutyl) von Diphenyl, Diphenylalkane, Naphthalin oderTriphenyl, Diben-zyltoluol, Terphenyl, partiell hydriertes Terphenyl, benzylierte Xylole oder weitere chlorierte oder hydrierte, kondensierte, aromatische Kohlenwasserstoffe. Oft werden Mischungen verschiedener Lösungsmittel eingesetzt, um eine optimale Löslichkeit für die Farbbildung, eine rasche und intensive Färbung und eine für die Mikroverkapselung günstige Viskosität zu erreichen.
Die Kapselwände können durch Koazervationskräfte gleich-mässig um die Tröpfchen der Farbbildnerlösung herum gebildet werden, wobei das Einkapselungsmaterial, z. B. aus Gelatine und Gummiarabikum bestehen kann, wie dies z. B. in der US-Patentschrift 2800457 beschrieben ist. Die Kapseln können vorzugsweise auch aus einem Aminoplast oder aus modifizierten Aminoplasten durch Polykondensation gebildet werden, wie es 43 in den britischen Patentschriften 989264,1156725,1301052 und 1355127 beschrieben ist. Ebenfalls geeignet sind Mikrokapseln, welche durch Grenzflächenpolymerisation gebildet werden, wie z. B. Kapseln aus Polyester, Polycarbonat, PolySulfonamid, Polysulfonat, besonders aber aus Polyamid oder Polyurethan.
Die Farbbildner enthaltenden Mikrokapseln können kombiniert mit den Farbentwicklern zur Herstellung von druckem- ■ pfindlichen Kopiermaterialien der veschiedensten bekannten Arten verwendet werden. Die verschiedenen Systeme unterscheiden sich im wesentlichen voneinander durch die Anordnung 55 der Kapseln, derFarbreaktanten, d. h. der Entwickler und durch das Trägermaterial. Bevorzugt wird eine Anordnung, bei der der eingekapselte Farbbildner in Form einer Schicht auf der Rückseite eines Übertragungsblattes und der erfindungsgemäss zu verwendende Entwickler in Form einer Schicht auf der Vorder-60 seite eines Empfangsblattes vorhanden sind.
Eine andere Anordnung der Bestandteile besteht darin, dass die Farbbildner enthaltenden Mikrokapseln und der Entwickler in oder auf dem gleichen Blatt in Form einer oder mehrerer Einzelschichten oder in der Papierpulpe vorliegen.
Die Kapseln werden vorzugsweise mittels eines geeigneten Binders auf dem Träger befestigt. Da Papier das bevorzugte Trägermaterial ist, handelt es sich bei diesem Binder hauptsächlich um Papierbeschichtungsmittel, wie Gummiarabikum, Poly-
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25
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50
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vinylalkohol, Hydroxymethylcellulose, Casein, Methylcellulose, Die bevorzugte Anordnung ist jedoch diejenige, bei der der
Dextrin, Stärke, Stärkederivate oder Polymerlatices. Letztere Farbbildner und der Entwickler in einer Schicht in einem was-
sind beispielsweise Butadien-Styrolcopolymerisate oder Acryl- serslöslichen Bindemittel enthalten sind.
mono- oder -copolymere. Die thermoreaktiven Schichten können weitere Zusätze ent-Als Papier werden nicht nur normale Papiere aus Cellulosefa- 5 halten. Zur Verbesserung des Weissgrades, zur Erleichterung sern, sondern auch Papiere, in denen die Cellulosefasern (teil- des Bedruckens der Papiere und zur Verhinderung des Festkieweise oder vollständig) durch Fasern aus synthetischen Polymeri- bens der erhitzten Feder können diese Schichten, z. B. Talk,
säten ersetzt sind, verwendet. Titandioxid, Zinkoxid, Calciumcarbonat (z. B. Kreide), Tone
Die Verbindungen der Formel (1) werden insbesondere als wie Kaolin, sowie organische Pigmente, wie z.B. Harnstofform-
Entwickler in einem thermoreaktiven Aufzeichnungsmaterial 10 aldehyd- oder Melaminformaldehydpolymerisate enthalten. Um verwendet. Dieses enhält in der Regel mindestens einen Träger, zu bewirken, dass nur innerhalb eines begrenzten Temperaturbe-
einen Farbbildner, einen Entwickler und gegebenenfalls auch ein reiches die Farbe gebildet wird, können Substanzen, wie Harn-
Bindemittel. stoff, Thioharnstoff, Diphenylthioharnstoff, Acetamid, Acetani-
Thermoreaktive Aufzeichnungssysteme umfassenz. B. wär- lid, Stearinsäureamid, Phthalsäureanhydrid, Metallchloride, meempfindliche Aufzeichnungs- und Kopiermaterialien und 15 Metallstearate z. B. Zinkstearat, Phthalsäurenitril oder andere -papiere. Diese Systeme werden beispielsweise zum Aufzeichnen entsprechende, schmelzbare Produkte, welche das gleichzeitige von Informationen, z. B. in elektronischen Rechnern, Ferndruk- Schmelzen des Farbbildners und des Entwicklers induzieren, kern, Fernschreibern oder in Aufzeichnungsgeräten und Messin- zugesetzt werden. Bevorzugt enthalten thermographische Aufstrumenten verwendet. Die Bilderzeugung (Markierungserzeu- Zeichnungsmaterialien Wachse, z. B. Carnaubawachs, Paraffin-gung) kann auch manuell mit einer erhitzten Feder erfolgen. 20 wachs, Polyethylenwachs.
Eine weitere Einrichtung der Erzeugung von Markierungen In den folgenden Beispielen beziehen sich die angegebenen mittels Wärme sind Laserstrahlen. Prozentsätze, wenn nichts anderes angegeben ist, auf das
Das thermoreaktive Aufzeichnungsmaterial kann so aufge- Gewicht und Teile sind Gewichtsteile.
baut sein, dass der Farbbildner in einer Bindemittelschicht gelöst oder dispergiert ist und in einer zweiten Schicht der Entwickler in 25 Beispiel 1
dem Bindemittel gelöst oder dispergiert ist. Eine andere Mög- Es werden zunächst zwei Dispersionen (A und B) hergestellt.
lichkeitbestehtdarin,dasssowohlderFarbbildneralsauchder Zur Herstellung der Dispersion A werden
Entwickler in einer Schicht dispergiert sind. Das Bindemittel 5 g 4-Hydroxydiphenylsulfon,
wird in spezifischen Bezirken mittels Wärme erweicht und an 20 g einer 10%igen wässerigen Lösung von polyvinylalkohol 25/
diesenPunkten,andenenWärmeangewendetwird,kommtder 30 140, und
Farbbildner mit dem Entwickler in Kontakt und es entwickelt 10 g Wasser mit Kugeln bis zu einer Korngrösse von 2-4 [im sich sofort die erwünschte Farbe. innerhalb 2-4 Stunden
Die Entwickler der Formel (1) können auch in wärmeempfind- gemaheln.
liehen Aufzeichnungsmaterialien für sich allein, als Mischungen Zur Herstellung der Dispersion B werden oder in Mischung mit bekannten Entwicklern eingesetzt werden.35 1 g Kristallviolettlacton,
Bekannt sind für diesen Zweck die gleichen Entwickler, wie sie 4g einer 10%igen wässerigen Lösung von Polyvinylalkohol 25/
in druckempfindlichen Papieren verwendet werden, sowie auch 140, und phenolische Verbindungen, wie z. B. 4-tert.-Butylphenol, 4- 2g Wasser mit Kugeln bis zu einer Korngrösse von 2-4 (im
Phenylphenol, 4-Hydroxydiphenylether, a-Naphthol, ß-Naph- gemahlen.
thol, 4-Hydroxybenzoesäuremethylester, 4-Hydroxyacetophe- 40 Anschliessend werden die beiden Dispersionen vermischt,
non, 2,2'-Dihydroxydiphenyl, 4,4'-Isopropylidendiphenol, 4,4'- Das farblose Gemisch wird auf ein Papier mit einem Flächen-
Isopropyliden-bis-(2-methylphenol), 4,4'-Bis-(hydroxyphenyl- gewicht von 50 g/m2 mit einem Rakel aufgetragen. Der Anteil des
)valeriansäure,Hydrochinon, Pyrogallol,Phloroglucin, p-, m-, aufgebrachten Gemisches beträgt 3g/m2 (Trockengewicht).
o-Hydroxybenzoesäure, Gallussäure, l-Hydroxy-2-naphthoe- Das so hergestellte themographische Aufzeichnungspapier säure sowie Borsäure und organische, vorzugsweise aliphatische 45 besitzt eine farblose Oberfläche und ist bei Raumtemperatur
Dicarbonsäuren, wie z. B. Weinsäure, Oxalsäure, Maleinsäure, stabil. Bei 90°C entwickelt sich rasch ein blauer Farbton, dessen
Zitronensäure, Citraconsäure und Bernsteinsäure. Sättigung bereits bei zirka 125°C erfolgt.
Vorzugsweise werden zur Herstellung des thermoreaktiven Auf-
zeichnungsmaterials schmelzbare, filmbildende Bindemittel ver- eispie ,
wendet. Diese Bindemittel sind normalerweise wasserlöslich, » Herstellung eines warmeempfindlichen Aufzeichnungspapiers währenddieFarbbildnerundderEntwicklerin Wasserunlöslich gemäss de^n Beispiel 1 beschriebenen Verfahren wobei die sind. Das Bindemittel sollte in der Lage sein, den Farbbildner folgenden Dispersionen C und D verwendet wurden:
und den Entwickler bei Raumtemperatur zu dispergieren und zu Dispersion C
fixieren. g,Q g Hydroxydiphenylsulfon,
Bei Einwirkung von Wärme erweicht oder schmilzt das Binde- 55 33 g Kaolin mittel, so dass der Farbbildner mit dem Entwickler in Kontakt 0 35" Zinkstearat kommt und sich eine Farbe bilden kann. Wasserlösliche oder ° paraffinwachs mindestens in Wasser quellbare Bindemittel sind z. B. hydro- 4g'0 10%ige wässerige Polyvinylalkohol-Lösung und phile Polymerisate, wie Polyvinylalkohol, Polyacrylsäure, 240 »Wasser
Hydroxyethylcellulose, Methylcellulose, Carboxymethylcellu- 60 ' °
lose, Polyacrylamid, Polyvinylpyrrolidon, Gelatine und Stärke. Dispersion D
Wenn der Farbbildner und der Entwickler in zwei getrennten \ g Kristallviolettlacton
Schichten vorliegen, können in Wasser unlösliche Bindemittel. 4,0 g lOÇHge wässerige Polyvinylalkohol-Lösung und d. h. in nichtpolaren oder nur schwach polaren Lösungsmitteln 2,0g Wasser.
lösliche Bindemittel, wie z.B. Naturkautschuk, synthetischer « Auftragsgewicht: ca. 4g/m2 (Trockengewicht).
Kautschuk, chlorierter Kautschuk, Alkydharze, Polystrol, Sty- Die Grundfarbe des so erhaltenen Aufzeichnungspapiers ist rol/Butadien-Mischpolymerisate, Polymethylacrylate, Ethylcel- farblos. Bei 90°C entwickelt sich rasch ein blauer Farbton, dessen lulose, Nitrocellulose und Polyvinylcarbazol verwendet werden. vone Farbstärke bereits bei 125°C erreicht ist.
5
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io
Beispiel 3
Wärmeempfindliches Aufzeichnungspapier unter Verwendung der folgenden beiden Dispersionen E und F gemäss dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren.
Dispersion E
4 g 4-Hydroxydiphenylsulfon
4 g Harnstoff-Formaldehyd-Kondensat (BET-Oberfläche
20nr/g)
lg Zinkchlorid
36 g 10%ige wässerige Polyvinylalkohol-Lösung 18g Wasser.
Dispersion F lg Kristallviolettlacton 4g 10%ige wässerige Polyvinylalkohol-Lösung 2 g Wasser.
Auftragsgewicht: ca. 4g/m2 (Trockengewicht).
Die Grundfarbe des so erhaltenen Aufzeichnungspapiers ist weiss. Bei 90°C entwickelt sich rasch ein blauer Farbton, dessen 20 volle Farbstärke bereits bei 125°C erreicht ist.
Beispiel 4
Man verfährt wie in Beispiel 1 beschrieben, verwendet jedoch anstelle von Kristallviolettlacton 1 g 2-Phenylamino-3-methyl-6-diethylamino-fluoran für die Dispersion B.
Die Grundfarbe des so erhaltenen Aufzeichnungspapiers ist praktisch farblos. Bei 90°C entwickelt sich rasch ein schwarzer Farbton, dessen volle Farbstärke bereits bei 125°C erreicht ist.
dung nur einer Dispersion K, das gemäss dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren hergestellt wird.
Dispersion K
4 g 4-Hydroxydiphenylsulfon 1 g Kristallviolettlacton
1 g Harnstoff-Formaldehyd-Kondensat (BET-Oberfläche 20m2/g)
24g 10%-ige wässrige Polyvinylalkohollösung 10 g Wasser
Die Grundfarbe des so erhaltenen Aufzeichnungspapiers ist praktisch farblos. Bei 90°C entwickelt sich rasch ein blauer Farbton, dessen volle Farbstärke bereits bei 125°C erreicht ist.
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Beispiel 5
Wärmeempfindliches Aufzeichnungspapier unter Verwendung der folgenden beiden Dispersionen G und H gemäss dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren.
Dispersion G
6,0 g 4-Hydroxydiphenylsulfon 1,3 g Zinkstearat
31,8 g 4%-ige wässrige Polyvinylalkohollösung
Dispersion H 0,8g Kieselgel,
0,9 g Harnstoff-Formaldehyd-Kondensat (BET-Oberfläche 20m2/g)
l,0g2-Anilino-3-methyl-6-N-cyclohexyl-N-methyl-amino-fluoran
16,0g 4%-ige wässrige Polyvinylalkohollösung.
Die Grundfarbe des so erhaltenen Aufzeichnungspapiers ist farblos. Bei 90°C entwickelt sich rasch ein schwarzer Farbton, dessen volle Farbstärke bereits bei 125°C erreicht ist.
Beispiel 6
Wärmeempfindliches Aufzeichnungspapier unter Verwen35
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45
50
Beispiel 7
Eine Lösung von 3 g Kristallviolettlakton in 97 g partiell hydriertem Terphenyl wird in einer Lösung von 12 g Schweine-hautgelatine in 88g Wasser von 50°C emulgiert. Sodann wird eine Lösung von 12 g Gummiarabikum in 88 g Wasser von 50°C zugegeben und hierauf200ml Wasser von 50°C zugefügt. Die erhaltene Emulsion wird in 600g Eiswasser eingegossen und gekühlt, wobei die Koazervation bewirkt wird. Mit der dabei erhaltenen Suspension der Mikrokapseln wird ein Blatt Papier beschichtet und getrocknet.
Ein zweites Blatt Papier wird mit einer wässerigen Dispersion P beschichtet, welche einen 35%igen Feststoffgehalt bestehend aus
11 Teilen 4-Hydroxydiphenylsulfon,
75Teilen Kaolin 25Teilen Kieselgel,
8Teilen Kreide,
7Teilen eines Styrol/Butadiencopolymerisates und 11 Teilen Stärke aufweist. Auftragsgewicht 6g/m2 auf 48g/m2 Basispapier.
Das erste Blatt und das mit 4-Hydroxydiphenylsulfon beschichtete Papier wird mit den Beschichtungen benachbart aufeinander gelegt. Durch Schreiben mit der Hand oder mit der Schreibmaschine auf dem ersten Blatt wird Druck ausgeübt und es entwickelt sich sofort auf dem mit dem Entwickler beschichteten Blatt eine intensive blaue Kopie.
Anstelle der Dispersion P kann in Beispiel 7 auch eine wässerige Dispersion Q eingesetzt werden, welche aus 25 Teilen 4-Hydroxydiphenylsulfon,
llOTeilen Kaolin,
40Teilen Harnstoff-Formaldehyd-Kondensat (BET-Oberfläche 20 m2/g)
20Teilen Titandioxid,
20 Teilen Kreide
35Teilen Styrol/Butadiencopolymerisat (50%) und 300Teilen Wasser besteht.
Auftragsgewicht 5,5g/m2 auf 52g/m2 Basispapier.
M

Claims (3)

655 906 PATENTANSPRÜCHE
1.
^ T V
\ i /
so2-r
10
15
enthält, worin
R Alkyl mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, Cycloalkyl, Phenyl, Benzyl oder durch Halogen, Nitro, Methyl, Methoxy,
Ethoxy oder Methylendioxy substituiertes Phenyl bedeutet, und
X Wasserstoff, Halogen, Carboxyl, Methyl, Methoxy oder 20 Ethoxy bedeuten.
(1)
HO—•
1. Druck- oder wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass es in seinem Farbreaktanten-system als Farbentwickler für den Farbbildner mindestens eine metallfreie Verbindung der Formel
(2)
HO—
X
4*
V
\ I /
ist.
55
S02 Hai mit einer Verbindung RH umsetzt oder dass man eine Verbindung der Formel
2-Hy droxydiphenylsulfon,
4-Hydroxydiphenylsulfon,
4'-Nitro-4-hydroxydiphenylsulfon, 2'-Nitro-4-hydroxydiphenylsulfon, 4'-Chlor-4-hydroxydiphenylsulfon,
4' -FIuor-4-hy droxydiphenylsulfon, 4'-Methyl-4-hydroxydiphenylsulfon, 3', 4'-Dimethyl-4-hydroxy-diphenylsulfon oder 4'-Methoxy-4-hydroxy-diphenylsulfon.
Im Vordergrund des Interesses steht als Farbentvvickler 4-Hydroxy-diphenylsulfon.
Die erfindungsgemäss eingesetzten Verbindungen der Formel (1) sind als Stoffe bekannt, stellen jedoch eine neue Klasse von Farbentwicklern oder Elektronenakzeptoren für Farbbildner dar. Beispielsweise kann die Herstellung dadurch erfolgen, dass man eine Verbindung der Formel
45
2. Aufzeichnungsmaterial gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbentwickler der Formel (1) entspricht, worin R Phenyl, Methylphenyl oder Methoxyphenyl und X Wasserstoff bedeuten.
3. Aufzeichnungsmaterial gemäss Anspruch2, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbentwickler der Formel (1) entspricht, worin R Phenyl bedeutet.
4. Aufzeichnungsmaterial gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es wärmeempfindlich ist.
5. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial gemäss Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass es in mindestens einer Schicht mindestens einen Farbbildner, einen Farbentwickler und gegebenenfalls ein Bindemittel enthält, worin der Farbentwickler die in einem der Ansprüche 1 bis 3 angegebene Formel hat.
6. Aufzeichnungsmaterial gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es druckempfindlich ist.
7. Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial gemäss Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass es den Farbbildner gelöst in einem organischen Lösungsmittel enthält.
8. Druckempfindliches Aufceichnungsmaterial gemäss einem der Ansprüche 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbbildner in Mikrokapseln eingekapselt ist.
9. Druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der eingekapselte Farbbildner in Form einer Schicht auf der Rückseite eines Übertragungsblattes und der Farbentwickler der Formel (1) in Form einer Schicht auf der Vorderseite eines Empfangsblattes vorhanden sind.
10. Druckempfindliches oder wärmeempfindliches Aufzeich- 50 nungsmaterial gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Formel (1) gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Farbentwicklern vorhanden
25
30
35
40
enthält, worin
R Alkyl mit 1 bis 12, vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Cycloalkyl, Phenyl, Benzyl oder durch Halogen, Methyl, Methoxy, Ethoxy, Nitro oder Methylendioxy substituiertes Phenyl bedeutet, und X Wasserstoff, Halogen, Carboxyl, Methyl, Methoxy oder Ethoxy bedeuten.
X ist vorzugsweise Wasserstoff.
Die R-S02-Gruppe befindet sich vorteilhafterweise in o- oder vorzugsweise in p-Stellung zur Hydroxylgruppe.
Stellt R eine Alkylgruppe dar, so kann sie geradkettig oder verzweigt sein. Beispiele für solche Alkylreste sind Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl, Hexyl, Octyl, Isooctyl, Nonyl oder Dodecyl. Als Cycloalkyl bedeutet R beispielsweise Cyclopentyl oder vorzugsweise Cyclohexyl. Bevorzugte Substituenten in der Phenylgruppe des R-Restes sind Methyl oder Methoxy. Halogen bedeutet beispielsweise Fluor, Brom oder vorzugsweise Chlor.
Unter den Verbindungen der Formel (1) sind diejenigen, in denen R Methylphenyl, Methoxyphenyl oder insbesondere Phenyl und X Wasserstoff bedeuten, bevorzugt.
Typische Vertreter der erfindungsgemäss zur Anwendung gelangenden Phenolsufonylverbindungen sind 4-Hydroxy-l-methylsulfon-benzol, 4-Hydroxy-l-ethylsulfon-benzol, 4-Hydroxy-l-cyclohexylsulfon-benzol, 4-Hydroxy-l-benzylsulfon-benzol,
(3)
CH3930/81A 1981-06-15 1981-06-15 Druckempfindliches oder waermeempfindliches aufzeichnungsmaterial. CH655906A5 (de)

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