CH656412A5 - Verfahren zum montieren einer zelle eines aus mehreren skelettzellen bestehenden stahlhochbauwerkes und schablonengeruest hiefuer. - Google Patents

Verfahren zum montieren einer zelle eines aus mehreren skelettzellen bestehenden stahlhochbauwerkes und schablonengeruest hiefuer. Download PDF

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Montieren einer Zelle eines aus mehreren Skelettzellen bestehenden Stahl-Hochbauwerkes, welche Zelle aus miteinander verschraubten oder vernieteten, selbsttragenden, vertikalen Skelettstützen und horizontalen Deckenträgern besteht, sowie auf ein Schablonengerüst mit Orientierungseinrichtungen für ein zu erstellendes räumliches Skelett einer solchen Zelle.
Ein derartiges Verfahren ist z.B. der DE-B 25 11 271 entnehmbar, in der ein Gebäude mit mehreren prismatischen Raumelementen beschrieben ist. Die Elemente bestehen aus tragenden Säulen, die auf dem jeweiligen Fundament montiert und anschliessend mit den die Deckfläche bildende Balken verschraubt werden. Die von den oberen Säulenenden zur Mitte der Deckfläche laufenden Radialbalken sind in der Mitte der Deckflächen mit einem Knotenstück verschraubt.
Bei der Montage solcher Zellenelemente am Bauwerk, die im wesentlichen manuell erfolgen muss, ergibt sich oft ein nur wenig rationeller Arbeitsablauf und eine wenig exakte Positionierung der Einzelteile.
Die Erfindung hat sich nun zur Aufgabe gestellt, ein Verfahren zu schaffen, nach welchem die Zellenelemente einerseits rationeller als bisher, andererseits in exakter Positionierung montiert werden können, da bei der Herstellung von Skeletthochbauten die Genauigkeit in der Grössenordnung von einem oder wenigen Millimetern liegt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zumindest die horizontalen Träger an einem Schablonengerüst exakt ausgerichtet und festgehalten werden, und dass die Träger und die Stützen miteinander verschraubt oder vernietet werden, worauf die derart auf der Baustelle vorgefertigte Zelle an die entsprechende Stelle des zu errichtenden Bauwerks gesetzt wird.
Für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens bei einer Zelle, deren Deckenträger aus Randträgern und Radialträgern bestehen, gibt es unter anderem zwei Möglichkeiten, die je nach den Gegebenheiten bevorzugt sind: Entweder es werden einerseits die Skelettstützen, andererseits die Radialträger an dem Schablonengerüst orientiert und festgehalten, anschliessend die Radialträger zu einem Stern verbunden, worauf schliesslich der Stern und anschliessend die Randträger an die Skelettstützen geschraubt werden. Bei anderen Voraussetzungen werden zwar auch die Skelettstützen am Schablonengerüst orientiert und festgehalten, anschliessend aber die Radialträger und die Randträger einzeln angeschraubt.
Für das Verschrauben oder Vernieten einzelner Teile konnte man sich im Bauwesen der Verwendung eines Scha-blonengerüsts bisher entschlagen, weil die Positionierung durch die zur Deckung kommenden Löcher gegeben sein musste. Die Genauigkeit einer solchen Positionierung reicht aber, wie bereits erwähnt, nicht aus. Auch ein Schablonengerüst, wie es beispielsweise bei der Verschweissung von Armierungseinlagen für Stahlbeton bereits vorgeschlagen wurde, z.B. gemäss der SU-A 690 150, um die miteinander zu verbindenden senkrechten Stäbe an einem Schablonengerüst festzuklemmen, diente nur dazu, dass die Vertikalstäbe nicht umfallen, an die anschliessend Bewehrungsgitter geschweisst werden, während das Schablonengerüst langsam heruntergelassen wird.
Die Erfindung hat sich daher zur weiteren Aufgabe gestellt, ein Schablonengerüst zur Durchführung des Verfahrens zum Montieren der Zelle eines aus mehreren Skelettzellen bestehenden Stahlskelett-Hochbauwerkes zu schaffen, an dem - unabhängig vom Bauwerk, vorzugsweise aber in seiner Nähe - die einzelnen Elemente einer Skelettzelle exakt positioniert und anschliessend verschraubt werden können, so dass die fertige Zelle gegebenenfalls mit einem Kran angehoben und als Ganzes an die vorgesehene Stelle des Bauwerkes gesetzt werden kann.
Dies ist mit dem erfindungsgemässen Schablonengerüst möglich, bei dem Orientierungseinrichtungen für die horizontalen Deckenträger durch Masten mit Stützflügeln und/oder Orientierungsleisten und/oder Öffnungen bzw. Ausnehmungen in einem Rahmen gebildet sind.
Wie sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen ergibt, kann ein Rationalisierungseffekt bereits bei Verwendung einer zweidimensionalen Schablone erzielt werden. Vorzugsweise wird jedoch ein dreidimensionales Schablonengerüst verwendet. Zweckmässigerweise sind die Orientierungseinrichtungen für die vertikalen Stützen von Hülsen oder Dornen gebildet und an einer Montagebühne angeordnet, die sich über den gesamten Innenraum der Zelle erstreckt und an ihrem Rande mit einem Schutzgeländer oder einem Schutzgitter versehen ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung von in der Zeichnung sche2
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matisch dargestellten Ausführungsbeispielen. Dabei zeigen: Fig. 1 ein erfindungsgemässes Schablonengerüst im Auf-riss, das in
Fig. 2 im Grundriss veranschaulicht ist;
Fig. 3 in einer der Fig. 1 ähnlichen Darstellung das der Skelettstützen; die
Fig. 4 und 5 die Montage der die Skelettstützen verbindenden Randträger im Auf- und Grundriss :
Fig. 6 im Grundriss, teilweise im Schnitt die Montage der radial verlaufenden Deckenträger;
Fig. 7 das Abheben des fertigen Skelettes eines Zellenelementes aus dem Schablonengerüst mittels eines Kranes: und die
Fig. 8 und 9 zweidimensionale Schablonen zum Montieren des Skelettes eines Zellenelementes ;
Fig. 10 eine weitere Ausführung einer dreidimensionalen Schablone in Perspektive.
Zu Beginn der Montage des aus Fig. 7 ersichtlichen Skelettes 1 eines Stahlskelett-Hochbaues wird gemäss den Fig. 1 und 2 ein als Schablone dienendes Montagegerüst 2 erstellt. Das Montagegerüst 2 steht auf vier Füssen 3, die einen aus vier Trägern 4 gebildeten Rahmen tragen. Am Rahmen aus den Trägern 4 ist ein durchlaufender Querträger 5 befestigt, der an seinen Enden mit Auslegern 6 versehen ist. An den Trägern 4 und an den Auslegern 6 sind Gerüststützen 7 angeordnet, die eine Montagebühne 8 tragen.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, besteht die Montagebühne 8 aus gleichartigen und paarweise achssymmetrisch angeordneten Elementen, die in ihrer Mitte durch einen Bühnenstern 9 untereinander verbunden sind. Dieser Bühnenstern 9 sitzt an einem sich am Querträger 5 abstützenden Mast 10, der die Elemente der Montagebühne 8 an der Innenseite über dem Stern 9 trägt, wogegen an der Aussenseite jedem Bühnenelement eine Gerüststütze 7 zugeordnet ist. Die Oberseite des Mastes 10 dient - wie anhand der Fig. 6 noch erläutert werden wird - als Stütze, weshalb sein Ende zur Vergrösserung der Stützfläche mit vier Flügeln 11 versehen ist.
Jedes Elementpaar der Montagebühne 8 ist mit einem von je zwei Ständern 12 getragenen Schutzgeländer 13 versehen. Gemäss Fig. 2 sind diese Schutzgeländer 13 entlang den Seiten eines gedachten Sechseckes angeordnet und jeweils untereinander durch ein Verbindungsgeländer 14 verbunden. Die Verbindungsgeländer 14 sind, wie aus Fig. 7 hervorgeht,
etwas niedriger als die Schutzgeländer 13 und umfassen jeweils einen Ausschnitt 15 der Montagebühne 8. In der Win-kelsymmetrale dieser dreieckförmigen Ausschnitte 15 sind am Querträger 5 und an zweien der vier Rahmenträger 4 jeweils Orientierungseinrichtungen 16 angeordnet.
Die Orientierungseinrichtungen 16 dienen dazu, die Lage von Skelettstützen 17 (vgl. Fig. 3) eines Zellenelementes des Skelett-Hochbaues 1 (vgl. Fig. 7) eindeutig vorzugeben, so dass Vermassungsarbeiten oder dergleichen entfallen können. Hiezu mögen die Orientierungseinrichtungen 16 beispielsweise von den Fuss 18 (Fig. 3) der Stützen 17 aufnehmenden Hülsen oder von in das Innere der hohlen Stützen 17 von unten her eindringenden, passenden Dornen gebildet sein. Um aber die spätere Abnahme des fertigen Zellenskelettes (vgl. Fig. 7) zu erleichtern, sind in der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführung vorragende Teile, wie Hülsen oder Dorne, vermieden und lediglich dem Grundriss jeweils eines Fusses 18 der Stützen 17 entsprechende Unterlagscheiben 19 vorgesehen, auf denen der jeweilige Fuss 18 mittels Spannvorrichtung 20 nur gelöst wird, worauf das fertige Skelett in der in Fig. 7 gezeigten Weise entfernt werden kann.
Nach Errichtung des aus den Fig. 1 und 2 ersichtlichen und als Schablone für die Aufstellung der Stützen 17 dienenden Montagegerüstes 2 werden also die Stützen 17 in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise auf die Unterlagscheiben 19 (Fig. 2)
auf den Trägern 4 und 5 gestellt und darauf an ihren Füssen 18 (Fig. 3) mit Hilfe der Spanneinrichtungen 20 (Fig. 2) festgespannt. Jede Skelettstütze 17 ist an ihrer Oberseite mit zwei seitlichen, miteinander einen Winkel von 120 Grad einschlies-senden Verbindungsflügeln 21 versehen. Wie Fig. 5 zeigt, weisen die Stützen 17 überdies einen zum Mast 10 hin weisenden weiteren Verbindungsflügel 22 auf, der in der Winkelsymme-tralen zwischen den beiden Flügeln 21 liegt. Die Unterkante der Verbindungsflügel 21,22 liegt wenig oberhalb der Ebene der Oberkante der Stützflügel 1.1. Der Grund hiefür ergibt sich aus der späteren Beschreibung der Fig. 6. Im Falle, dass eine Montagebühne 2 für Zellenskelette mit verschieden hohen Stützen 17 verwendet werden soll, kann daher der Mast 10 teleskopartig ausfahrbar und in verschiedenen Höhen feststellbar sein. Beispielsweise endet der untere Teil des Mastes 10 in einem Kragen 23, und aus diesem Unterteil ist ein oberer Mastabschnitt 10a mit den Flügeln 11 ausfahrbar bzw. durch in Löcher einer seiner Länge nach verlaufenden Lochreihe steckbare Bolzen fixierbar.
Die Verbindungsflügel 21, 22 sind an den Stützen 17 fest-geschweisst und mit Löchern 24 zum Hindurchstecken von Schrauben oder Nieten versehen. Sobald daher alle Stützen 17 für ein Sechseck-Zellenelement in der aus den Fig. 3 und 5 ersichtlichen Weise auf ihren durch die Orientierungseinrichtungen 16 vorgegebenen Plätzen aufgestellt sind, brauchen an den Verbindungsflügeln 21 lediglich zuerst die über den Umfang verlaufenden Randträger 25 mittels durch die Löcher 24 hindurchgesteckter Schrauben oder Nieten befestigt zu werden. Im Prinzip wäre es auch möglich, zuerst jeweils an den Verbindungsflügeln 22 die Radialträger 27 entsprechend Fig. 6 zu befestigen, doch hat es sich als zweckmässig erwiesen, mit der Anbringung der Randträger 25 zu beginnen. Wie Fig. 5 zeigt, sind die einzelnen Elemente der Montagebühne 8 so lang, dass zwischen dem Schutzgeländer 13 und den Randträgern 25 genügend Platz bleibt, um bei der Montage der letzteren von beiden Seiten her an die Verbindungsstellen zu gelangen.
Nachdem die Skelettstützen 17 durch die Randträger 25 untereinander verbunden sind, wird auf die Oberseite der durch die Stützflügel 11 gebildeten Stützfläche eine sechsek-kige Verbindungsplatte 26 (vgl. Fig. 4,6), der sog. Unterstern, aufgelegt. Hiebei können die Stützflügel 11 als Orientierungseinrichtung dienen und mit Vertiefungen und/oder Vorsprüngen des Untersternes 26 zum lagerichtigen Ausrichten desselben zusammenwirken. Der Unterstern 26 ist, ähnlich den Verbindungsflügeln 21, 22, in später noch erläuterter Weise mit Löchern zum Hindurchstecken von Schrauben oder Nieten versehen. Als Orientierungseinrichtung für den Unterstern 26 können gegebenenfalls statt der Stützflügel 11 auch andere Einrichtungen, wie eine ihn aufnehmende Platte gleichen Grundrisses mit leicht hochgezogenen Rändern oder seine Konturen aufnehmende Orientierungsstifte vorgesehen sein.
Danach werden paarweise die Radialträger 27 mit einem Ende auf den Unterstern 26 gelegt und somit vom Mast 10 abgestützt, wogegen ihr anderes Ende am Verbindungsflügel 22 mit Schrauben oder Nieten befestigt wird. Wie aus Fig. 6 ersichtlich, sind die Radialträger 27 an ihren Enden konvergierend abgeschrägt, um ihre Montage zu erleichtern.
Aus dem oben Gesagten ergibt sich auch das Verhältnis der Ebene der Unterkanten der Verbindungsflügel 22 zu der der Oberkanten der Stützflügel 11. Diese beiden Ebenen besitzen gerade einen solchen Höhenunterschied, dass der Unterstern 26 dazwischen Platz findet (vgl. Fig. 4).
Sobald sämtliche Radialträger 27 an den zugehörigen Verbindungsflügeln 22 der Stützen 17 befestigt sind, wird auf sie ein Oberstern 28 so aufgelegt, dass die an ihm vorgesehenen Löcher 29 mit ebensolchen Bohrungen in den Enden der Radialträger 27 und des Untersterns 26 fluchten, so dass alle
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diese Teile durch Nieten oder Schrauben miteinander verbunden werden können. Im Falle einer Schraubverbindung werden sodann alle Schrauben nochmals nachgezogen, und die Montage ist beendet. Hierauf kann die vormontierte Skelettzelle entsprechend Fig. 7 mittels eines Kranes 30 (der auch das Hochheben der Rand- und Radialträger 25 bzw. 27 während der Montage besorgt) und eines dreiarmigen Hebegerüstes 31 hochgehoben und dem Skelett des Skelett-Hoch-baues 1 angefügt. Dort ist die Lage der Skelettzelle einerseits durch die im Fundament eingelassenen Schrauben und andererseits durch die Lage der bereits versetzten Zellen exakt vorgegeben, so dass der eigentliche Montagevorgang lediglich ein Absetzen der Skelettzelle darstellt. Die Fuss- und Kopfplatten werden miteinander verschraubt, und der Montagevorgang ist abgeschlossen.
Da sich dieser Montagevorgang je nach der Grösse eines Gebäudes von 10 mal bis zu einigen 100 mal in genau gleicher Weise wiederholt, ergeben sich verständlicherweise durch das erfindungsgemässe Verfahren und das dabei verwendete Montagegerüst eine Reihe von Vorteilen, wie:
- Das Personal kann durch die Montagebühne 8 die Befestigungsarbeiten in der arbeitstechnisch richtigen Höhe ausführen;
- Die Montagebühne 8 ist durch das Geländer 13, 14 rundherum geschützt, so dass die Unfallgefahr auf ein Minimum gesenkt wird;
- Die Hauptarbeit bei der Montage für ein Gebäude 1 geschieht am Boden bzw. auf der Montagebühne 8 und nicht wie sonst in der Höhe der Stockwerke, so dass auch dadurch die Unfallgefahr gemindert wird;
- Die Lage der Bauteile ist exakt vorgegeben, das Personal braucht nicht nachzumessen, was erhebliche Zeitersparnis mit sich bringt;
- Da bei der Montage der Rand- und Radialträger 25 bzw. 27 ein Hebezug nicht unbedingt erforderlich ist, ist der Kran 30 nur sehr kurz für den Zusammenbau erforderlich. Auch werden die Kranwege sehr klein. So ergeben sich Zeit-und Kostenersparnisse;
- Die Montagegeschwindigkeit für ein aus Zellenelementen bestehendes Stahlskelett lässt sich fast beliebig durch gleichzeitige Verwendung mehrerer Schablonengerüste 2 steigern;
- insgesamt bringen alle diese Vorteile auch wieder erhebliche Kosteneinsparungen.
Obwohl das vorher beschriebene Ausführungsbeispiel bevorzugt ist, soll anhand der Ausführungen nach den Fig. 8 und 9 gezeigt werden, dass eine erfindungsgemäss verwendete Schablone für den gleichen Zweck auch zweidimensional ausgebildet sein kann, wenngleich dabei die Arbeitsbedingungen nicht ganz so günstig sind, wie bei der vorher beschriebenen Ausführungsform. Hiebei wird eine Schablonenplatte 2a verwendet, die als Orientierungseinrichtung Halteschellen 16a jeweils für ein Paar von Skelettstützen 17 (vgl. Fig. 3) besitzt. Gegebenenfalls verstellbare Anschläge 16b dienen der höhenmässigen Ausrichtung der Stützenfüsse 18. Falls erforderlich, können die Stützen 17 in den Schellen 16a befestigt werden, und es ist möglich, sechs solcher Schablonenplatten 2a rund um eine weitere Schablonenplatte 2b (Fig. 9) so anzuordnen, dass jeweils ihre Unterkante 32 parallel zu einer der Seiten 33 der Schablonenplatte 2b liegt. Auf diese Weise liegen die sechs Platten 2a in einer Ebene rund um die Schablonenplatte 2b. Hier können nun gleichzeitig die Stützen 17 in die Schellen 16a eingebracht werden, während in eine mittige Vertiefung 34 der Schablonenplatte 2b der Unterstern 26 (vgl. Fig. 4,6) eingelegt wird. Durch Leisten 35 sind an der Platte 2b Orientierungseinrichtungen für je ein Paar von Radialträ-gern 27 (vgl. Fig. 6) gegeben, wobei die Breite jeweils der mittleren der drei Leisten 35 der Breite des Verbindungsflügels 22 (Fig. 6) entspricht. Nach dem Einlegen des Untersternes 26 können daher die Radialträger 27 zwischen die Leisten 35 gelegt werden, worauf der Oberstern 28 angeordnet und das Ganze verschraubt wird. Um den Zugang zu den 5 Schraubköpfen bzw. Muttern zu sichern, sind entsprechend grosse Bohrungen 29a in der Schablonenplatte 26 vorgesehen.
Danach kann die aus den Radialträgern 27 und dem Stern 26, 28 bestehende Konstruktion mittels eines Kranes hochgehoben werden. Nach der Reihe werden auch die Platten 2a !o mit den daran befindlichen Skelettstützen 17 hochgestellt und mit Hilfe von seitlichen Verbindungslappen 36, deren beide Arme miteinander einen Winkel von 120 Grad einschliessen, miteinander verbunden, so dass sich die Stützen 17 in jener Lage befinden, die auch gemäss Fig. 3 durch das Montagege-i5 rüst 2 gegeben ist. Nun kann die vom Kran gehaltene und mit Hilfe der Schablonenplatte 2b vorgefertigte Konstruktion an den Stützen 17 befestigt werden, worauf die Schablonenplatten 2a für die weiteren Arbeiten bereits entbehrlich sind. Die Befestigung der Randträger 25 kann dann beispielsweise mit-20 tels einer kleinen, verfahrbaren Montagebühne erfolgen, die von Befestigungstelle zu Befestigungstelle fährt und ein Arbeiten in der benötigten Höhe erlaubt, oder mit Hilfe einer Hebebühne bekannter Art. Es ist aber ersichtlich, dass in diesem Falle die Befestigungsarbeiten arbeitstechnisch nicht auf 25 so einfache Weise erfolgen können, wie mittels der Montagebühne 8.
Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche verschiedene Ausführungen möglich; so kann das erfindungsgemässe Verfahren und eine Schablone nach der Erfindung prinzipiell zur io Erstellung aller Arten von Skeletten, insbesondere aber für die von Zellenelementen beliebigen Grundrisses verwendet werden. Beispielsweise ist das Verfahren für den Bau einzelner Hallen für Ausstellungen oder dergleichen anwendbar. Dabei können Schablonen auch nur für Teile des Skelettes verwendet werden, etwa nur eine der Schablonenplatten 2a oder 2b benützt werden. Ferner kann die Montagebühne 8 bloss als breiter, rund um den Umfang bzw. um den Mast 10 des Montagegerüstes 2 laufender Gang ausgebildet sein. Für Zellenelemente viereckigen Grundrisses kann es bei die ■>" Decke schachbrettartig unterteilenden Deckenträgern mehrere durch Mäste 10 oder dergleichen zu unterstützende Verbindungsstellen der Deckenträger geben.
Wie sich aus der obigen Beschreibung ergibt, wird im Falle der Ausführung der Schablone nach den Fig. 1 bis 7, bei 4> der hauptsächlich Orientierungseinrichtungen 16 für die Stützen 17 vorgesehen sind, mit letzteren bei der Montage begonnen. Im Falle der Fig. 8 und 9 können die Stützen 17 und die Radialträger 27 im wesentlichen gleichzeitig oder nacheinander montiert bzw. aufgestellt werden, wobei sich bei gleichzei-tiger Montage ein grösseres Bautempo, gleichzeitig aber auch ein grösserer Platzbedarf an der Baustelle ergibt, der nicht immer zu erfüllen ist. Anhand der Fig. 10 soll nun ein Montagegerüst 2c erläutert werden, bei dem die Deckenträger vor den Stützen montiert werden, wobei für Teile gleicher Funk-s • tion dieselben Bezugsziffern wie in den vorher beschriebenen Figuren, allenfalls unter Hinzufügen eines Buchstabens verwendet werden.
Demnach ist zur Errichtung des Skelettes eines im Grundriss viereckigen Zellenelementes auf den Gerüststützen 7 ein Rahmen 37 angeordnet. Dieser Rahmen 37 besitzt zur Montage von Randträgern 25a des Skelettes Orientierungseinrichtungen in Form von Öffnungen bzw. Ausnehmungen 35a, in die Randträger 25a zu Beginn der Montage eingelegt werden. Es versteht sich, dass an Stelle von Öffnungen 35a auch wie-derum Orientierungsleisten 35 entsprechend Fig. 9 verwendet werden können. Ferner ist vorzugsweise zur Erleichterung der Montage in nicht dargestellter Weise eine Montagebühne 8 (vgl. Fig. 1,2) vorgesehen, wie überhaupt die Ausführung
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nach Fig. 10 gewünschtenfalls ohne weiteres auch mit Elementen der Ausführungsform gemäss den Fig. 1 und 2, gegebenenfalls auch zur Errichtung von Zellenelementen sechs-oder mehreckigen Grundrisses, kombiniert werden können.
Die Randträger 25a werden in den Öffnungen 35a so ausgerichtet, dass sie an ihren Enden miteinander verbunden werden können, wodurch die Eckpunkte der dabei entstehenden Deckenträgerkonstruktion und damit die Anschlussstellen für die Skelettstützen 17 festgelegt sind, welch letztere anschliessend montiert werden können.
Bei Anwendung eines solchen Rahmens für ein Montagegerüst 8 nach den Fig.l und 2 kann auch hier die Arbeit an der Aufstellung der Stützen 17 gleichzeitig mit der Anfertigung der Deckenträgerkonstruktion erfolgen. Dabei kann der Rahmen so ausgebildet sein, dass er mit seinen Orientierungs-5 einrichtungen die äusseren Enden der Radialträger 27 festlegt, wogegen für die inneren Enden wiederum der Mast 10 vorgesehen ist. Ebenso kann ein Rahmen 37 auch für die Montage von einander kreuzenden Deckenträgern an einem Zellenelement viereckigen Grundrisses verwendet werden, io welche Deckenträger dann quer über die Decke zwischen den Randträgern 25a verlaufen.
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6 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

656 412 PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zum Montieren einer Zelle (1) eines aus mehreren Skelettzellen bestehenden Stahlskelett-Hochbauwerkes, die aus miteinander verschraubten oder vernieteten, selbsttragenden, vertikalen Skelettstützen (17) und horizontalen Dek-kenträgern (25,25a, 27) besteht, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest die horizontalen Träger (25,25a, 27) an einem Schablonengerüst (2,2a, 2b, 2c) exakt ausgerichtet und festgehalten werden, und dass die Träger (25,25a, 27) und die Stützen (17) miteinander verschraubt oder vernietet werden, worauf die derart auf der Baustelle vorgefertigte Zelle (1) an die entsprechende Stelle des zu errichtenden Bauwerks gesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Deckenträger (25,27) einer Zelle (1) aus Randträgern (25) und Radialträgern (27) bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits die Skelettstützen (17) an dem Schablonengerüst (2,2a, 2b, 2c) orientiert und festgehalten, sowie andererseits die Radialträger (27) zu einem Stern verbunden werden, worauf der Stern und anschliessend die Randträger (25) an die Skelettstützen (17) geschraubt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Deckenträger (25,27) einer Zelle (1) aus Randträgern (25) und Radialträgern (27) bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Skelettstützen (17) an dem Schablonengerüst (2,2a, 2b, 2c) orientiert und festgehalten werden, worauf die Radialträger (27) und anschliessend die Randträger (25) angeschraubt werden.
4. Schablonengerüst (2,2a, 2b, 2c) mit Orientierungseinrichtungen für ein zu erstellendes räumliches Skelett einer Zelle (1) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Orientierungseinrichtungen für die horizontalen Deckenträger (25, 25a, 27) von Masten (10) mit Stützflügeln (11) und/oder Orientierungsleisten (35) und/oder Öffnungen bzw. Ausnehmungen (35a) in einem Rahmen (37) gebildet sind.
5. Schablonengerüst nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Orientierungseinrichtungen für die vertikalen Stützen (17) von Hülsen bzw. Dornen (16) gebildet sind.
6. Schablonengerüst nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Orientierungseinrichtungen an einer Montagebühne (8) angeordnet sind, die sich vorzugsweise über den gesamten Innenraum der Zelle (1) erstreckt.
7. Schablonengerüst nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagebühne (8) an ihrem Rande mit einem Schutzgeländer (13, 14) oder einem Schutzgitter versehen ist.
CH398/82A 1982-01-22 1982-01-22 Verfahren zum montieren einer zelle eines aus mehreren skelettzellen bestehenden stahlhochbauwerkes und schablonengeruest hiefuer. CH656412A5 (de)

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