CH656464A5 - Kraftmessplattform mit adapterplatte. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kraftmessplattform gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. In der Kraftmesstechnik stellt sich öfters die Aufgabe, dass alle Kräfte und Momente, die ein Körper (z.B. Lebewesen oder toter Gegenstand) auf die Umgebung ausübt, bzw. die von der Umgebung auf den Körper ausgeübt werden, gemessen werden sollen. Die Kräfte und Momente können im Körper selbst durch Beschleunigung von Massen oder durch Gravitation oder andere Kraftfelder, erzeugt worden sein, oder sie wurden durch Kontakt mit anderen Körpern eingeleitet. In solchen Fällen pflegt man, in den Kraft- und Momenten-flussweg vom Körper in die Umgebung, in der er verankert ist, eine Messplattform einzuschalten, mit der im allgemeinen Falle drei orthogonale Kräfte und drei orthogonale Momente
übertragen und gemessen werden können. In gewissen Spezialfällen ist die Übertragung auf eine oder einige wenige Komponenten beschränkt, so dass die Messeinrichtungen an der Plattform nur für diese Komponenten ausgebildet werden können, was eine Vereinfachung und Verbilligung bedeutet.
Die Plattform besteht meistens aus zwei Platten, die mit mindestens drei Kopplungselementen, die als Kraftmesszellen ausgebildet sind, zusammengespannt sind. Bevorzugt sind Plattformen mit vier Kopplungselementen bzw. Kraftmesszellen, die vorteilhafterweise als Dreikomponenten-kraftmesszellen ausgebildet sind.
Die eine Platte dient als Deckplatte, die zum Aufspannen bzw. Aufsetzen des Prüflings vorgesehen ist, und die zweite, welche manchmal nur aus einem Rahmen besteht, dient zum Festschrauben in den Fundamenten. Das Doppelplattensystem ergibt ein relativ starres Gebilde. Die Elastizität der Verbindung des Prüflings mit seinen Fundationen wird durch die Anwesenheit der Plattform nicht wesentlich vergrössert und die experimentellen Verhältnisse bleiben gleich wie wenn keine Plattform vorhanden wäre, was natürlich eine fundamentale Voraussetzung für eine praxisnahe Messung ist. Als Kraftmesszelle werden Deformationskörper, z.B. Ringe oder Rohrstücke, mit aufgeklebten Strain-Gauges verwendet, die jedoch eine gewisse Elastizität haben müssen, damit überhaupt die Strain-Gauges ansprechen können. Dies widerspricht etwas der Forderung nach Steifheit, die man inbezug auf die ganze Plattform stellen muss. Besser geeignet sind piezoelektrische Elemente mit Quarzscheiben, die sehr steif und platzsparend gebaut werden können und die sich durch hohe Empfindlichkeit und geringes Übersprechen von einer Kraftkomponente auf die Messkanäle, die für die andern Komponenten bestimmt sind, auszeichnen. Die Zweiplattenkonstruktionen kann man als Stand der Technik bezeichnen.
Eine typische derartige Konstruktion mit Strain-Gauges-Kraftelementen ist in der Zeitschrift «Industrie-Anzeigen, Essen, 88. Jahrgang, Nr. 50, S. 1053, 24. Juni 1966, im Artikel «Entwicklung eines Vielkomponentenschnittkraftmessers» von W. Hoffmann beschrieben. Eine Ausführung mit Quarz ist in CH PS 502 590 beschrieben. Die Zweiplattenausführung wird der an sie gestellten Messaufgabe im grossen und ganzen gerecht, jedoch zeigt sie besonders in der Ausführung mit den starren Quarzzellen gewisse Mängel in bezug auf Nullpunktsdrift, die durch Temperatureinflüsse verursacht ist, sowie Übersprechfehler und Ungleichmässigkeiten der Empfindlichkeit. Bei der praktischen Arbeit mit den Plattformen ist nicht zu vermeiden, dass diese Temperaturänderungen unterworfen sind (z.B. durch Sonneneinstrahlung, Regen oder Wind), bei Bioplattformen, oder heissen Spänen, die sich in unmittelbarer Nähe der Plattform ablagern bei Dreh- oder Fräsplattformen. Die inhomogene Temperaturverteilung, die bei solchem Wärmeeinfall auftritt, bewirkt durch Wärmeausdehnung innere Verspannung der Plattformen und Kraftwirkungen auf die Messzellen und als Folge davon Nullpunktsdrift. Die Nullpunktsdrift ist manchmal zeitlich recht konstant, so dass man aus der Nullpunktslage auf dem Registrierstreifen vor und nach der Messung die Nullpunktslage für einen beliebigen Zeitpunkt während der Messung interpolieren kann. Die Auswertung solcher Messungen wird aber durch die Drift stark erschwert. In gewissen Fällen, wie z.B. beim Ablagern von heissen Spänen, ist der zeitliche Ablauf des Wärmeeinfalles und der Drift nicht bekannt. Die Drift hat daher einen grossen Messfehler zur Folge. In jedem Falle ist Nullpunktsdrift eine äusserst unliebsame Erscheinung, die man möglichst vermeiden möchte. Eine genaue Beobachtung der Nullpunktsdrifterscheinung bei Kraftmessplattformen habe gezeigt, dass diese in den meisten Fällen und zum grössten Teil durch Wärme-
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Spannungen, also mechanisch, verursacht wird und der Anteil der elektronischen Geräte, der bekanntlich immer auch vorhanden ist, und an den der Messtechniker immer zuerst denkt, gegenüber der mechanisch verursachten Drift, verschwindet.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Kraftmessplattform anzugeben, die diese Nachteile durch Schaffung einer Adapterplatte überwindet. Diese Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale der Patentanspruches 1 gelöst.
Die erfindungsgemässe Messplattform ist ein Dreiplattensystem. Dieses besteht aus einem bekannten Zweiplattensystem, auf dessen Deckplatte eine dritte Adapterplatte montiert ist. Dadurch wird erreicht, dass punktuell oder unsymmetrisch an der Adapterplatte angreifende Kräfte, wie sie beispielsweise an Werkzeugen von Werkzeugmaschinen während der mechanischen Bearbeitung auftreten, vorerst auf der Adapterplatte flächig verteilt werden und infolge der zentralen und symmetrischen Montage der Adapterplatte im wesentlichen zentral und symmetrisch auf die Deckplatte übertragen werden, was bewirkt, dass die Krafteinwirkung auf das zwischen Grund- und Deckplatte liegende Messsystem unabhängig wird vom Ort des Kraftangriffes und von komplizierten Verspannungszuständen, z.B. hervorgerufen durch lokale Erwärmung der Adapterplatte durch ein arbeitendes Werkzeug. Die symmetrische Montage der Adapterplatte auf die Messplatte erzeugt auch eine symmetrische Verteilung der durch die Adapterplatte bereits herabgesetzten Wärmeübertragung vom Werkzeug auf die Messplatte, wodurch die Kraftmessung den Wärmeeinflüssen im wesentlichen entzogen ist.
Die Vorteile der erfindungsgemässen Konstruktion sollen anhand der folgenden Figuren erläutert werden:
Fig. 1 zeigt eine Messplattform in bekannter Bauweise mit zwei Platten. (Ansicht von oben und von der Seite).
Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemässe Plattform mit drei Platten im Schnitt.
Fig. 3a zeigt eine Ansicht von unten einer demontierten Adapterplatte für Fräsen mit der Auflagefläche.
Fig. 3b zeigt eine Ansicht von unten einer demontierten Adapterplatte für Drehen mit der zweiteiligen Auflagefläche.
Fig. 4 zeigt eine Ansicht der Plattform mit Adapterplatte für Drehen.
Anhand von Figur 1 soll das Zustandekommen einer durch Wärmeeinfall verursachten Nullpunktsdrift einer Zweiplattenausführung einer Messplattform bekannter Konstruktion erläutert werden. Die Plattform besteht aus einer Grundplatte 5 und einer Deckplatte 6. Dazwischen befinden sich die Kraftmesszellen 1,2,3 und 4, die alle zwischen Grund- und Deckplatte befestigt sind. Wird zum Beispiel die Deckplatte 6 durch Sonneneinstrahlung erwärmt, so dehnt sie sich aus. Dieser Ausdehnung wirkt die Grundplatte 5, die keine Erwärmung erfahren hat, über Messzellen 1,2,3 und 4 entgegen, wobei die letzteren auf Scherung in Diagonalrichtung beansprucht werden. Diese Scherkräfte werden von den Messzellen 1,2,3 und 4 an und für sich gemessen. Da jedoch die X-Kanäle von Zellen 1 und 2 bzw. 3 und 4 und die Y-Kanäle von Zellen 1 und 4 resp. 2 und 3 in einer Summierschaltung zusammengekoppelt sind, kompensieren sich die Messwerte gegenseitig zu 0, sofern die entsprechenden Messkanäle genau die gleiche Empfindlichkeit haben. Da jedoch in bezug auf die Empfindlichkeiten Unterschiede bis zu 1% vorhanden sind, ist die Kompensation nicht vollständig und es entsteht, von der überwiegenden Empfindlichkeit verursacht, eine gewisse Nullpunktsdrift. Aber selbst wenn die entsprechenden Empfindlichkeiten der Messzellen exakt gleich gross wären, könnte man bei unsymmetrischem Wärmeeinfall die Nullpunktsdrift nicht vermeiden.
Angenommen, bei Beispiel Figur 1 wäre die Einstrahlung nur im schraffierten Teilquadrat in der Umgebung von Messzelle 2 vorhanden, entständen Schubspannungen Kt2 und Kt4 in diagonaler Richtung und ebensolchen Kxl in vorwiegend X-Richtung in Zelle 1 und Y-Richtung Ky3 in Zelle 3. Da die Kompensationskräfte der X-Komponenten von Kraft Kt2 die X-Komponenten von den Kräften Ktl und Kt4 sind, und nur die erstere in Kompensationsschaltung mit Kraft Kt2 ist, fehlt die letztere zur Kompensation und eine Kompensation kann nicht Zustandekommen. Etwas Ähnliches im umgekehrten Sinne passiert für die X-Kompensation von Kraft Ky3 und Kt4, jedoch in viel geringerem Masse, so dass bei der Summation aller X-Komponenten eine erhebliche unkompensierte Driftkomponente übrig bleibt. Die Temperaturverteilungen, deren Kraftwirkungen sich nicht kompensieren, und die Nullpunktsdrift verursachen, zeichnen sich durch zwei Merkmale aus. Dies sind:
1. Grosse Inhomogenität, d.h. Vorhandensein grosser Temperaturgradienten.
2. Unsymmetrie.
Auf dieselben Merkmale stossen wir, wenn wir nach den Fehlern fragen, die durch unterschiedliche Krafteinleitung in die Plattform entstehen.
Die Empfindlichkeit einer Kraftmesszelle ist in beträchtlichem Masse davon abhängig, auf welche Weise eine Kraft in die Zelle eingeleitet wird. Die Umstände spielen eine Rolle, ob eine Kraft punktförmig oder über die ganze Deckoder Bodenfläche der Zelle verteilt eingeleitet wird.
Wenn eine Kraft punktförmig eingeleitet wird, spielt es eine Rolle, wo dieser Punkt liegt. Bei flächenhaft ausgedehnten piezoelektrischen Kraftelementen ist bekannt, dass die Empfindlichkeit am Rande grösser ist als in der Mitte der Fläche. Auch spielen Vorspann- und Abdeckelemente einer Kraftmesszelle eine Rolle, die als Kraftleitungsnebenschluss wirken. Beispielsweise konstatiert man bei einem ringförmigen Kraftmesselement mit einem Vorspannbolzen in der Mitte eine erniedrigte Empfindlichkeit, wenn man die Kraft oberhalb des Bolzens in die Deckplatte einleitet. Kraftmesszellen mit Strain-Gauges besitzen meistens einen runden Verformungskörper, auf dessen Peripherie nur vier Strain-Gauges aufgeklebt sind. Die Empfindlichkeit bei Kraftmesszellen ist nicht dieselbe, ob die Kraft direkt oberhalb einer Strain-Gauge, zwischen den Strain-Gauges oder in der Mitte des Verformungskörpers eingeleitet wird. Bei piezoelektrischen Kraftaufnehmern mit Vorspannschraube ist die Empfindlichkeit über der Vorspannung ebenfalls vermindert und bei Kantenpressung der Piezoplatten erhöht. Bei der 3-Platten-Ausführung gemäss Fig. 2 erreicht man durch die Krafteinleitung im Zentrum der Deckplatte 6 eine gleichmäs-sigere Kraftverteilung im Auflagebereich der Kraftmesszellen 1 bis 4. Die Empfindlichkeitsunterschiede in bezug auf örtlich verschiedene Einwirkstellen einer Kraft sind bei einer 3-Platten-Messplattform viermal kleiner als bei einer entsprechenden 2-Platten-Messplattform.
Ein anderer Nachteil einer inhomogenen Spannungsverteilung in der Deckplatte einer Plattform ist ein Übersprechen von Vertikalkräften in die Messkanäle für horizontale Kräfte. Eine Vertikalkraft, welche die Messplatte beaufschlagt, bewirkt immer eine gewisse Durchbiegung der Platte. Die nunmehr verbogene Verbindung über die Platte von einer Kraftmesszelle zur anderen verkürzt sich etwas in ihrer horizontalen Distanz, was horizontale Kräfte in diesen zwei Zellen hervorruft. Wenn der Kraftangriffspunkt auf einer Mittellinie zwischen zwei Kraftmesszellen liegt, verteilt sich
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diese Seitenkraft gleichmässig und mit umgekehrten Vorzeichen auf die Zellen und kompensiert sich im elektrischen Ausgang. Liegt der Kraftangriffspunkt näher bei der einen Zelle, ist die Wirkung auf diese Zelle grösser und die Kompensation erfolgt nur teilweise. Es bleibt daher eine Wirkung von der Vertikalkraft auf die horizontalen Messkanäle, was als Übersprechen interpretiert wird.
Eine Messplattformkonstruktion gemäss Fig. 2 vermeidet all diese Fehler weitgehend dank der erfinderischen Anwendung einer dritten Platte. Diese erfindungsgemässe Plattform besteht auch aus einer Grundplatte 5, oder in abgewandter Form aus einem Grundrahmen und einer Deckplatte 6. Zwischen diesen beiden Platten 5 und 6 sind vier Messzellen 1,2, 3 und 4 beidseitig, beispielsweise mittels Schrauben 23 in Schraubenlöcher 20, befestigt. Aus Sparsamkeitsgründen kann man sich auch nur mit drei Zellen begnügen. Auf die Deckplatte 6 ist mittels einer grösseren Anzahl Schrauben 8 die Adapterplatte 7 bzw. 25 montiert. Vorteilhaft ist eine Anzahl von 10 Schrauben. Adapterplatte 7 bzw. 25 liegt mit einer Fläche 9 bzw. 28, bzw. 30, deren Form in Fig. 3a und 3b gezeigt ist, auf der Deckplatte 6 auf. Die Adapterplatte 7 besitzt seitlich auf dem ganzen Umfang eine Schürze 10, welche als Wärmeschutz der Innereien der Platte und zur Versteifung der Adapterplatte dient. Der Zwischenraum am Rande der Grundplatte 5 und der Deckplatte 6 ist mit einer weiteren Abschirmung 11 abgedeckt, die mit einem weichen Polster 12, vorteilhafterweise aus Moosgummi, aufliegt. Ebenfalls die Schürze 10 liegt mit einer elastischen Zwischenlage 13 auf der Grundplatte 5 auf. Über einen Gummischlauch 15 und Zuführstutzen 14 und eine Zwischenverbindung im Innern, wird Kühlwasser in die Kühlbohrungen 21 der Deckplatte 6 eingespiesen und über Zwischenverbindung 19, Stutzen 18 und Gummischlauch 17 wird das Wasser wieder abgeführt. In der Adapterplatte 7 für das Fräsen befinden sich Aufspannvorrichtungen, beispielsweise T-Nuten 22 oder Gewindelöcher zum Aufspannen des Prüflings. Die Ausbildung der Adapterplatte 7 für das Fräsen ist in Fig. 3a gezeigt. Die Figur zeigt die Ansicht von unten auf die Adapterplatte 7 mit der erhöhten Auflagefläche 9, die weniger als 25% der gesamten Plattformfläche ausmacht. Die Oberfläche der Deckplatte 6 ist plan. Das Muster der Auflagefläche ist in der Unterseite der Adapterplatte 7 als eine Erhöhung von zirka 0.5 mm eingeformt. Die Auflagefläche 9 ist auf Deckplatte 6 bei der Demontage nur als schwacher Abdruck sichtbar. Durch das Kleinhalten der Auflagefläche 9 bzw. 28 und 30, erreicht man eine hohe Flächenpressung der Auflage und eine Reduktion des Wärmeübergangquerschnittes. Die hohe Flächenpressung ist notwendig, um eine Spaltfederung auszuschliessen, die eine Erniederung der Eigenfrequenzen der Plattform zur Folge hätte.
Die wesentlichen Merkmale der Form und Lage dieser Aufiagefläche bestehen darin, dass die Befestigungsschrauben 8 der Adapterplatte 7 mit der Deckplatte 6 nicht über den Befestigungsschrauben 23 für die Kraftmesszellen 1, 2,3 und 4 sind, bzw. mit diesen nicht identisch sind, so dass eine direkte Kraftwirkung von der Oberfläche der Adapterplatte zu den Kraftmesszellen nicht möglich ist und die Kraftflusslinien immer ein Stück weit in der Deckplatte verlaufen müssen. Die Kraftumleitung bringt eine homogene Kraftverteilung in der Nachbarschaft der Befestigungsstellen für die Kraftmesszellen, was ein Vorteil ist. Es besteht somit die Tendenz bei der Formgebung der Auflagefläche 9, die Schrauben 23 für die Kraftmesszellen möglichst zu meiden und die Begrenzung der Fläche gegen das Zentrum der Platte zurückzunehmen. Jedoch darf dieser Tendenz nicht bis zum Exzess Folge geleistet werden, indem man die Auflagefläche als Kreis in der Mitte der Platte gestaltet, da das Flächenträgheitsmoment in bezug auf eine horizontale Achse und damit die Kippsteifheit um diese Achse, zu klein würde. Es ist somit ein erfinderischer Kompromiss gemacht worden, indem eine O-ringförmige Auflagefläche gewählt wurde, die zum grossen Teil noch innerhalb der Befestigungen für die Kraftmesszellen liegt.
Die Adapterplatte 25 für Dreharbeiten ist in Fig. 3b dargestellt. Beim Drehen liegt der Kraftangriffspunkt ausserhalb der Plattformfläche, worauf bei der Gestaltung der Auflagefläche Rücksicht genommen werden muss.
Die Adapterplatte 25 besitzt einen Kanal mit rechteckigem Querschnitt 31 zur Aufnahme des Drehstahls 26, der mit vier Schrauben 32 gegen den Boden und Schrauben 33 gegen eine Seitenwand des Kanals gepresst wird. Der Drehstahl 26 ragt mit seiner Arbeitsfläche 27 über eine Plattformschmalseite hinaus, wo die Krafteintrittstelle ist. Die Auflagefläche 28 ist teilweise gleich gestaltet wie diejenige 9 der Adapterplatte 7 für Fräsen. Sie unterscheidet sich von letzterer dadurch, dass auf der der Arbeitsfläche 27 abgewendeten Seite keine Mittelschraube verwendet wird und dass auf dieser Seite der Querbalken des O-Ringes in Nähe dieses Schraubenloches weggelassen ist, wodurch eine U-förmige Auflagefiäche entsteht. Dafür sind eine zweite zusätzliche Auflagefläche 30 und zwei Montageschrauben 29 am Rande der Plattform vorgesehen. Diese zusätzliche Auflagefläche dient dazu, die grossen Drehmomente, welche die Drehkräfte um die Vertikalachse und die Horizontalachse parallel zur Schmalseite erzeugen, abzufangen. An und für sich verletzt diese zusätzliche Auflagefiäche 30 am Rand etwas die Philosophie der Erfindung, wonach die Kräfte von der Adapterplatte möglichst in den zentrischen Teil der Deckplatte 6 eingeleitet werden sollten. Da aber die Auflagefläche 28 wenigstens in bezug auf die Längsachse der Plattform symmetrisch angeordnet ist, ist der Wärmeeinfluss auf die Zellen paarweise gleich gross und die Fehler kompensieren sich.
In bezug auf den ausserhalb der Plattform liegenden Kraftangriffspunkt wäre zu erwarten, dass an dieser Stelle die Kraftempfindlichkeit doch bedeutend anders ist als zum Beispiel in der Mitte der Plattform. Da der Kraftangriffspunkt nicht ständig wandert wie bei den Fräsarbeiten, sondern praktisch immer am gleichen Ort bleibt, kann die Abweichung bei der Kalibrierung berücksichtigt werden und führt zu keinen Fehlern.
Bei der Verwendung einer dritten Platte wie Fig. 2 zeigt, wird auch im Falle, dass der Kraftangriffspunkt in der Ecke der Plattform liegt in die Deckplatte in Nähe des Mittelpunktes der Platte eine Kraft und ein Biegemoment relativ grossflächig eingeleitet, das zwar auch unsymmetrisch zu den Mittelachsen der Plattform sein kann, aber dessen Horizontalkräfte sich gleichmässiger als bei der 2-Plattenausführung auf die Kraftzellen verteilen und deren Übersprechen wesentlich geringer ist.
Das obenerwähnte Beispiel einer inhomogenen Temperaturverteilung, welche zu einem Driftfehler führt, und die Beispiele von unsymmetrischer Krafteinleitung, welche zu Empfindlichkeitsstreuung und zu Übersprechen führt, könnte durch viele andere Beispiele von anderen Unsymmetrien von Temperaturverteilung und Krafteinleitung, welche alle zu Fehlern führen, ergänzt werden. All diese Fehler werden durch die ausgleichende Wirkung der zusätzlichen Adapterplatte bzw. um einen Faktor in Grössenordnung von 4 vermindert. Dieser Verbesserung steht als Nachteil die Vergrös-serung der Masse der Plattform gegenüber, welche die Eigenfrequenz etwa um 20% vermindert. Wo die Anwendung es erfordert, dass die Eigenfrequenz hoch liegen soll, kann diese Absenkung von 20% durch Wahl eines grösseren und steiferen Typs einer Kraftmesszelle leicht ausgeglichen werden.
Es empfiehlt sich, die Deckplatte 6 in der Plattform mit Wasserkanälen zur Kühlung der Plattform zu versehen.
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Durch die Wärmeschutzwirkung der Adapterplatte wird erreicht, dass nur noch wenig Wärme über die Auflagefiäche in die Deckplatte 6 einfliesst, die dort durch Wasserkanäle 21 praktisch ganz abgefangen werden kann. Die Messzellen sind dann von allen Wärmeeinflüssen bewahrt. Dies erlaubt dann ein Messen ohne ärgerliche Störeffekte. Die missliebigen
Mängel der bekannten 2-Plattenkraftmessplattform, wie Nullpunktsdrift, Übersprechen und örtliche Unterschiede der Kraftempfindlichkeit, konnten also dank der erfinderischen Massnahme einer Anwendung einer dritten Platte s behoben werden.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1 cm seitlich versetzt sind.
1. Kraftmessplattform mit einer Grundplatte oder einem Grundrahmen, einer Deckplatte und dazwischen mindestens drei Kraftmesszellen, die mit den angrenzenden Platten starr verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Deckplatte (6) eine Adapterplatte (7; 25) befestigt ist, auf die die zu messenden Kräfte einleitbar sind.
2. Kraftmessplattform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (9; 28,30) zwischen Deckplatte (6) und Adapterplatte (7; 25) weniger als 25% der Plattformfläche ausmacht.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Kraftmessplattform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Schrauben (8), welche die Adapterplatte (7; 25) mit der Deckplatte (6) verbinden, gegenüber Schrauben (23) zur Befestigung der Messzellen (1,2,3,4) mindestens um
4. Kraftmessplattform nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (9; 28,30) zwischen Adapterplatte (7; 25) und Deckplatte (6) zum überwiegenden Teil innerhalb dem Viereck, welches durch die Befestigungsschrauben gebildet ist, liegt.
5. Kraftmessplattform nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Berandung der Auflagefläche (9; 28,30) mindestens 1 cm Abstand von den Schraubenachsen der Befestigungsschrauben (23) einhält.
6. Kraftmessplattform nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Deckplatte (6) plan ist und die für die Auflage auf der Deckplatte (6) vorbestimmten Partien (9, 28,30) der Gegenfläche der Adapterplatte erhöht sind.
7. Kraftmessplattform nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (9) zwischen der Adapterplatte (7) für Fräsarbeiten und der Deckplatte (6) die Form eines O-Ringes hat.
8. Kraftmessplattform nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Adapterplatte (25) für Dreharbeiten und der Deckplatte (6) eine U-förmige (28) und eine rechteckförmige Auflagefläche (30) vorhanden ist, wobei die U-förmige (28) nahezu in der Mitte der Plattform und die rechteckförmige unter dem U am Rande der Plattform liegt.
9. Kraftmessplattform nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Adapterplatte (7; 25) eine Schürze ( 10) angeformt ist, die die Deckplatte (6), die Kraftmesszellen ( 1,2,3,4) und die Grundplatte (5) abdeckt.
10. Kraftmessplattform nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckplatte (6) Kanäle (21) zur Kühlung enthält.
11. Kraftmessplattform nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Schürze (10) und Grundplatte (5) eine elastische Dichtung (13) eingebaut ist.
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