CH656852A5 - Verfahren zum herstellen von versandbereiten paketen von in schuppenformation anfallenden druckprodukten. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von versandbereiten Paketen von Druckprodukten, die in einer Sehuppenformation anfallen, sowie ein nach diesem Verfahren hergestelltes Paket.
Es ist bekannt, zur Bildung von Paketen aus in einer Schuppenformation anfallenden Druckprodukten letztere in einem vertikalen Stapelschacht zu stapeln. Dabei werden im Zuge der Stapelbildung jeweils Teilstapel kreuzweise übereinandergelegt. Zum Erzielen einer genügenden Stabilität des aus aufeinandergeschichteten Druckprodukten gebildeten Stapels muss dieser während und/oder am Ende des Stapelvorganges zusammengepresst werden (siehe z.B. DE-OS 27 52 514 oder die entsprechende US-PS 4 140 052). Anschliessend erfolgt ein Zwischentransport des Stapels aus lose aneinanderliegenden Druckprodukten zu einer Verpackungsstation, in welcher das Paket mittels einer Einwickelmaschine mit einem z.B. aus einer Kunststoffolie bestehenden Schutzumschlag versehen und anschliessend umreift wird. Für diese Umreifung, die häufig eine Kreuzum-reifung ist, wird vorzugsweise Schnur oder Kunststoffband verwendet.
Wie sich aus dem vorher Gesagten ohne weiteres erkennen lässt, 5 erfordert ein derartiges Bilden von versandfertigen Paketen einen erheblichen apparativen und zeitlichen Aufwand. Zudem müssen die Druckprodukte — wie erwähnt — während des Stapeins und auch beim Umreifen zusammengepresst werden, was deswegen unerwünscht ist, weil bei einer solchen Pressung die Gefahr des Ver-io schmierens der noch nicht ganz eingetrockneten Druckfarbe besteht.
Auf Seiten des Empfängers des Paketes ist es nun erforderlich, zur Entnahme einzelner Druckprodukte das Paket zu öffnen, d.h. die Umreifung zu lösen und in den meisten Fällen auch den Schutzumschlag zu entfernen. Abgesehen von dem damit verbundenen 15 Aufwand hat dieses Öffnen des Paketes den Nachteil, dass die Druckprodukte im Paket nicht mehr zusammengehalten werden, so dass das Paket zum Auseinanderfallen neigt. Im weitern kann ein Transportieren des offenen Druckproduktepaketes an einen andern Ort recht mühsam werden, es sei denn, das Paket werde vorgängig 20 wieder verschnürt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, die vorstehend erwähnten Nachteile, die sich aus dem herkömmlichen Bilden von Druckproduktepaketen ergeben, zu beseitigen. Es stellt sich somit die Aufgabe, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, 25 das auf einfache und produkteschonende Weise ein Bilden von Paketen erlaubt, die leicht zu handhaben sind und denen ohne Schwierigkeiten und mühelos einzelne Druckprodukte entnommen werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des 30 kennzeichnenden Teils des Anspruches 1 gelöst.
Im Gegensatz zum eingangs beschriebenen, bekannten Verfahren, bei dem zur Bildung eines Stapels die ankommende Schuppenformation zuerst zerstört werden muss, kann beim Aufrollen der Schuppenformation diese erhalten bleiben, d.h. die Druckprodukte 35 müssen zur Paketbildung nicht vorgängig aus der Schuppenformation herausgelöst werden. Die Paketbildung kann somit auf einfachere und produkteschonendere Weise erfolgen als beim bisher üblichen Verfahren.
Mit Vorteil wird die Umhüllung bzw. die Umreifung über den 40 Endabschnitt der Schuppenformation vorstehend mit letzterer zusammengebracht und mit dieser aufgewickelt. Vorzugsweise wird dabei bei fertig aufgewickelter Umhüllung bzw. Umreifung deren über den Endabschnitt der Schuppenformation überstehender Endabschnitt mit einem andern Abschnitt der Umhüllung bzw. Umrei-45 fung, vorzugsweise mit deren andern Endabschnitt, verbunden. Dieses Umhüllen oder Umreifen des rollenförmigen Paketes kann somit im Zuge des Aufwickeins der Druckprodukte erfolgen. Ein separater Einwickel- oder Umschnürvorgang ist somit nicht erforderlich. Die Umhüllung kann derart ausgebildet werden, dass sie ausser so dem Zusammenhalten der Rolle noch dem Schutze der Druckprodukte dient.
Das durch Aufrollen der Schuppenformation erhaltene Paket gemäss Anspruch 6 lässt sich leicht handhaben. Wegen der besondern Art des Aufwickeins der Schuppenformation ist es mühelos 55 möglich, das Paket vom Innern der Rolle her abzubauen, ohne dass das Paket geöffnet zu werden braucht, ohne dass die Druckprodukte dabei beschädigt werden und ohne dass andere Druckprodukte mit aus der Rolle herausgezogen werden. Da die Umhüllung bzw. Umreifung bis zum letzten Druckprodukt erhalten bleibt, werden die co Druckprodukte auch noch nach Entnahme einiger Druckprodukte aus dem Paket zusammengehalten.
Im folgenden wird der Erfindungsgegenstand an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1-4 in schematischer Seitenansicht den Auf Wickelvorgang 65 einer Schuppenformation zu einer Rolle in zeitlich aufeinanderfolgenden Phasen,
Fig. 5 + 6 ebenfalls schematisch eine Stirnseite des versandbereiten Druckproduktepaketes in verschiednene Massstäben, und
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Fig. 7 perspektivisch die Entnahme eines Druckproduktes aus dem rollenförmigen Paket.
An Hand der Fig. 1-4 wird nun die Bildung eines Paketes aus in einer Schuppenformation 1 anfallenden Druckprodukten 2 erläutert.
Die Schuppenformation 1. die eine Sektion einer längern Schuppenformation sein kann, die z.B. von einer Rotationsdruckmaschine ausgestossen wird, wird auf nicht näher dargestellte Weise, z.B. mittels eines Bandförderers, in Richtung des Pfeiles A bewegt. Innerhalb der Schuppenformation 1 liegen die Druckprodukte 2 dachziegelartig übereinander, wobei jedes Druckprodukt 2 mit seiner unten liegenden Seite 4 auf der Oberseite 3 des vorangehenden Druckproduktes aufliegt. Somit liegt die vorlaufende Kante 2a, die im vorliegenden Fall die Falzkante ist, der Druckprodukte 2 frei, während die nachlaufende Kante 2b der Druckprodukte 2 durch das nachfolgende Druckprodukt überdeckt ist.
Die Schuppenformation 1 wird in Richtung des Pfeiles A gegen eine mit 5 bezeichnete Aufrollstelle bewegt, an welcher die Schuppenformation 1 an ihrem vorlaufenden Ende la beginnend zu einer Rolle aufgewickelt wird. Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, wird mit dem Aufwickeln so begonnen, dass die vorlaufende und freiliegende Kante 2a des vordersten Druckproduktes 2' in Richtung gegen die Unterseite 4 dieses ersten Druckproduktes 2' eingerollt wird. Wie aus Fig. 3 hervorgeht, erfolgt dann das weitere Aufwickeln im selben Sinne. Dieser Aufwickelsinn ist in den Fig. durch den Pfeil B dargestellt. Das Aufwickeln der Schuppenformation 1 erfolgt somit so, dass die vorlaufende Kante 2a jedes Druckproduktes gegen seine Unterseite 4 zurückgerollt und somit vom nachfolgenden Druckprodukt 2', 2" weg gerollt wird.
Das Aufrollen der Schuppenformation 1 im vorher erläuterten Sinn B ist, wie das noch näher zu erläutern sein wird, die Voraussetzung dafür, dass die Druckprodukte 2 dem fertigen Paket leicht entnommen werden können.
Gegen Ende des Aufrollvorganges wird, wie das die Fig. 4 zeigt, auf den hintern Endabschnitt lb der Schuppenformation 1 ein bandförmiges Umhüllelement 6 aufgelegt, das aus einem geeigneten Werkstoff, z.B. aus Kraftpapier oder Kunststoff, besteht. Die Breite des Umhüllelementes 6 entspricht etwa der Breite der Druckprodukte 2, kann jedoch auch kleiner sein als die Druckproduktebreite. Das Umhüllelement 6 hat eine Länge, die um einen gewissen Betrag grösser ist als die Umfangslänge der fertigen Druckprodukterolle 7.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich wird, wird das Umhüllelement 6 derart auf den Endabschnitt lb der Schuppenformation 1 aufgelegt, dass der Endabschnitt 6b des Umhüllelementes 6 nach hinten über den Endabschnitt lb der Schuppenformation 1 übersteht. Das Umhüllelement 6 wird mit dem Endabschnitt lb der Schuppenformation 1 aufgerollt, wobei das Umhüllelement 6 auf die Aussenseite der Rolle 7 zu liegen kommt. Wie die Fig. 5 zeigt, überlappt bei fertig aufgewickeltem Umhüllorgan 6 dessen nachlaufendes Ende 6b das vordere Ende 6a des Umhüllorganes 6. Die beiden sich überlappenden Abschnitte 6a und 6b werden auf geeignete Weise miteinander verbun- ' den. Wird beispielsweise vor dem Auflegen des Umhüllelementes 6 auf die Schuppenformation 1 der eine oder beide Abschnitte 6a, 6b mit einem geeigneten Selbstklebemittel versehen, so kann das Verbinden der beiden Abschnitte 6a und 6b im Zuge des Aufrollens erfolgen, ohne dass hiefür ein erheblicher zusätzlicher Aufwand erforderlich ist. Selbstverständlich kann auch die Verbindung zwischen den beiden Abschnitten 6a und 6b des Umhüllelementes 6 auf andere geeignete Weise erfolgen, z.B. bei Verwendung einer Kunststoffolie durch Schweissung.
Es ist auch möglich, das Umhüllelement 6 so lang auszubilden und so auf das hintere Ende lb der Schuppenformation 1 aufzule-5 gen, dass das Umhüllelement 6 mit seinem vordem Ende 6a zwischen die letzten durch die aufgerollten Druckprodukte 2 gebildeten Wicklungslagen eingewickelt wird. Wie aus den Fig. 5 und 6, die das versandbereite, rollenförmige Paket in verschiedenem Massstab zeigen, hervorgeht, dient das die Druckprodukterolle 7 umgebende 10 Umhüllelement 6 nicht nur zum Zusammenhalten der Rolle 7, sondern auch zum Schutz der Druckprodukte. Das Umhüllelement 6 kann jedoch auch so ausgebildet sein, dass es nur eine Schutzfunktion ausübt und für das Zusammenhalten der Rolle 7 ein zusätzliches Umreifungsorgan, z.B. ein Kunststoffband oder eine Schnur, 15 verwendet wird. Falls ein Schutz der Druckprodukte 2 nicht erforderlich ist, so genügt es, zur Bildung eines fertigen Paketes die Rolle 7 zu umreifen. Die Fig. 6 lässt nun den Aufbau des rollenartigen Paketes näher erkennen. Als Folge des gewählten und an Hand der Fig. 1-4 erläuterten Aufrollsinnes B steht die dem Zentrum der Rolle 20 7 zugekehrte Seite 4' des innersten Druckproduktes 2' mit keinem der nachfolgenden Druckprodukte 2" oder 2"' in Berührung. Das zweite Druckprodukt 2" liegt an seiner dem Zentrum der Rolle 7 zugekehrten Innenseite 4" nur an dem innersten Druckprodukt 2' an. Ähnlich verhält es sich bei den übrigen Druckprodukten, wie das 25 durch das mit 2"' bezeichnete Druckprodukt veranschaulicht wird. Diese Anordnung der Druckprodukte 2 innerhalb der Rolle 7 erlaubt es nun, das rollenförmige Paket von innen abzubauen. Das bedeutet, dass jeweils das innerste Druckprodukt 2 aus der Rolle 7 herausgezogen werden kann, ohne dass weitere Druckprodukte mitge-30 nommen werden, wie das aus Fig. 7 hervorgeht. Aus Fig. 6 ist ohne weiteres ersichtlich, dass nach Entnahme des innersten Produktes 2' das nächste Produkt 2" auf seiner dem Zentrum der Rolle 7 zugekehrten Innenseite 4" mit keinem andern Druckprodukt mehr in Berührung steht, so dass auch das zweite Druckprodukt 2" mühelos 35 aus der Rolle 7 herausgezogen werden kann, ohne dass ein weiteres Druckprodukt mitgenommen wird. Dasselbe trifft durchwegs auch auf die übrigen Druckprodukte zu.
Dieses Abbauen des Paketes von innen heraus, welches wie er-40 läutert mühelos und ohne Beschädigung der einzelnen Druckprodukte 2 erfolgen kann, macht ein Öffnen des Paketes überflüssig. Das bedeutet, dass die Umhüllung 6 bis ans Ende des Abbauvorganges bestehen bleiben kann. Die Druckprodukte 2 werden somit auch dann noch in ihrer gerollten Form zusammengehalten, wenn dem 45 Paket bereits Exemplare entnommen worden sind.
Es ist auch möglich, dass die Druckprodukte 2 innerhalb der Schuppenformation eine andere als in den Fig. 1-4 gezeigte gegenseitige Lage aufweisen. Durch geeignete Wahl des Aufrollsinnes ist es jedoch auch in einem solchen Fall möglich, ein rollenförmiges Paket so zu erhalten, das aufbaumässig dem in Fig. 6 gezeigten Paket entspricht. Falls in der anfallenden Schuppenformation jedes Druckprodukt mit seiner Unterseite 4 auf der Oberseite 3 des nachfolgenden Druckproduktes aufliegt, müsste die Schuppenformation in einem Sinne aufgerollt werden, der dem Wicklungssinn B gemäss 55 den Fig. 1-4 entgegengesetzt ist. D.h., die vorlaufende Kante 2a des ersten Druckproduktes 2' müsste nach oben gegen die freiliegende Oberseite 3 dieses ersten Druckproduktes zurückgerollt werden.
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2 Blätter Zeichnungen
Claims (8)
1. Verfahren zum Herstellen von versandbereiten Paketen von Druckprodukten, die in einer Schuppenformation anfallen, dadurch gekennzeichnet, dass die Schuppenformation (1) vom einen Ende (la) herzu einer Rolle (7) aufgewickelt wird, wobei mit dem Einrollen der freiliegenden Kante (2a) des Druckproduktes (2') am einen Ende (la) der Schuppenformation (1) in Richtung (B) gegen die vom nächsten Druckprodukt (2") nicht überdeckte Seite (4) dieses Druckproduktes (2') begonnen wird, und das Aufrollen im selben Sinne (B) fortgesetzt wird, und dass um die Druckprodukterolle (7) eine letztere zusammenhaltende Umhüllung (6) bzw. Umreifung gelegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Schuppenformation ( 1 ) in Bewegung befindet und an ihrem vorlaufenden Ende (la) beginnend aufgerollt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung (6) bzw. die Umreifung über den Endabschnitt (lb) der Schuppenformation ( 1 ) vorstehend mit letzterer zusammengebracht und mit dieser aufgewickelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei fertig aufgewickelter Umhüllung (6) bzw. Umreifung deren über den Endabschnitt (lb) der Schuppenformation (1) überstehender Endabschnitt (6b) mit einem anderen Abschnitt der Umhüllung (6) bzw. Umreifung, vorzugsweise mit deren anderem Endabschnitt (6a) verbunden wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Umhüllung (6) bzw. Umreifung grösser als die Um-fangslänge der fertigen Druckprodukterolle (7) gewählt wird, so dass sich die miteinander zu verbindenden Abschnitte (6a, 6b) der Umhüllung (6) bzw. Umreifung überlappen.
6. Paket von Druckprodukten, hergestellt nach dem Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckprodukte (2) zu einer Rolle (7) aufgewickelt sind und vom Zentrum der Rolle (7) her einzeln der Rolle (7) entnehmbar sind und dass um die Rolle (7) herum eine diese zusammenhaltende Umhüllung (6) bzw. Umreifung verläuft.
7. Paket nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckprodukte (2) so aufgerollt sind, dass das jeweils innerste Druckprodukt (2') an seiner dem Zentrum der Rolle (7) zugekehrten, innenliegenden Seite (4) mit keinem andern Druckprodukt (2) in Berührung steht, bzw. dieser innenliegenden Seite (4) kein anderes Druckorodukt (2) gegenüberliegt.
8. Paket nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung (6) bzw. Umreifung länger ist als die Umfangslänge der fertigen Rolle (7) und zwei sich überlappende Abschnitte (6a, 6b) aufweist, die miteinander verbunden sind.
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