CH657593A5 - Aufreissverpackung fuer druckfrische wertscheinpakete. - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Aufreissverpackung für druckfrische Wertscheinpakete.
Druckfrische, auf Format geschnittene Wertscheine, insbesondere Banknoten, werden vor ihrer Auslieferung zu Paketen verpackt, die im allgemeinen 1000 fortlaufend numerierte Wertscheine einer Serie enthalten. Insbesondere sind bereits automatisch arbeitende Vorrichtungen zur Verarbeitung druckfrischer Banknoten bekannt (CH-PS 577 426 bzw. DE-PS 2 502 987 bzw. US-PS 3 939 621), in denen die bedruckten, je 100 Bogen enthaltenden Bogenstapel in einer automatisch arbeitenden Schneidmaschine in Banknotenbündel geschnitten, dann diese Banknotenbündel banderoliert, umsortiert und zu jeweils 10 Bündel umfassenden Paketen gestapelt und schliesslich diese Bündelpakete mit einer Banderole umgeben und in einer automatischen Verpackungsmaschine mit einer thermoplastischen Kunststoffolie verpackt und verschweisst werden, wobei abschliessend die Kunststoffolie noch eingeschrumpft wird, so dass sie auf allen Seiten des Pakets straff anliegt. Aufgrund dieser Verpak-kung, die zweckmässigerweise als Aufreissverpackung ausgebildet ist, ergibt sich ein hoher Grad an Diebstahlsicherheit während des Banknotentransports.
Während der Verarbeitung der Bogenstapel und der Banknotenbündel werden die Bogen bzw. die Banknoten wiederholt zur Kontrolle automatisch gezählt, wobei die letzte Zählung an einem Banknotenpaket unmittelbar vor dem Verschweissen der Kunststoffolie durchgeführt wird, um sicherzugehen, dass das zu verschweissende Paket die vorgeschriebene Anzahl von Banknoten, im allgemeinen 1000 Banknoten, enthält. Nach der Auslieferung eines verschweiss-ten Banknotenpaketes an eine Bank werden natürlich nach dem Aufreissen der Verpackung die im Paket befindlichen Banknoten erneut gezählt. Sollte es sich hierbei herausstellen, dass eine oder mehrere Banknoten fehlen, dann erhebt sich die Frage, ob trotz der automatischen Zählungen während der Verarbeitung der druckfrischen Banknoten fehlerhafterweise ein unvollständiges Banknotenpaket verpackt wurde, oder aber, ob der Verlust erst nach dem Aufreissen des Pakets bei der Empfängerbank eingetreten ist. Tatsächlich steht bei diesbezüglichen Reklamationen, wie sie ab und zu durchaus vorkommen, der Empfängerbank kein objektives, alle Zweifel vollkommen ausschliessendes Beweismittel zur Verfügung, aufgrund dessen einwandfrei festgestellt werden könnte, dass eine als fehlend gemeldete Banknote bereits im ordnungsgemäss verpackten Banknotenpaket gefehlt hat.
Obwohl seit langem ein Bedürfnis besteht, die vorstehend erläuterten Schwierigkeiten zu vermeiden und im Falle des Fehlens einer Banknote jeden möglicherweise auftauchenden Zweifel oder Verdacht auszuschliessen, hat die Fachwelt bisher keine Lösung für dieses Problem gefunden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Aufreissverpackung für ein Wertscheinpaket so zu gestalten, dass vor dem vollständigen Öffnen der Verpackung die Wertscheine eines Pakets einwandfrei gezählt, dem Paket jedoch keine Wertscheine entnommen werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Auf diese Weise kann ein Wertscheinpaket beim Empfänger zunächst nach dem Lösen des abreissbaren Abschnitts des Verpak-kungsmaterials auf einfache Weise auf Vollständigkeit überprüft werden, indem die freigelegten Wertscheinecken mit einer automatischen Zählmaschine gezählt werden, und, wenn tatsächlich das Fehlen eines oder mehrerer Wertscheine festgestellt wird, das Paket in seiner verbliebenen, unbeschädigten Verpackung an die Wertscheindruckerei zurückgegeben werden.
Vorzugsweise ist die Aufreissverpackung nach der Erfindung so gestaltet, dass die Aufreisslinie wenigstens näherungsweise in einer zur erwähnten Paketkante parallelen, das Wertscheinpaket durchdringenden Ebene liegt, die eine Seitenfläche eines geraden dreiseitigen Prismas bildet, zu welchem diese Paketkante als Seitenkante gehört.
Weitere zweckmässige Ausgestaltungen ergeben sich aus den übrigen abhängigen Patentansprüchen.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt perspektivisch ein Wertscheinpaket 1, welches aus zehn übereinanderliegenden, banderolierten Wertscheinbündeln 2 mit je 100 Wertscheinen 3 besteht, von einer Paketbanderole 4 umgeben und in einer Kunststoffolie als Verpackungsmaterial 5 verpackt ist. An der in der Zeichnung rechten unteren Paketecke ist hinter der dort nicht dargestellten Verpackung schematisch das Paketinnere angedeutet. Die Kunststoffolie ist in bekannter Weise verschweisst und eingeschrumpft, so dass sie auf allen Paketseiten straff anliegt.
Die Verpackung ist als Aufreissverpackung mit einem Aufreissfaden 7 ausgebildet und derart gestaltet, dass die durch den Aufreissfaden 7 bestimmte, in sich geschlossene Aufreisslinie den Bereich einer senkrecht zur Ebene der Wertscheine 3 orientierten Paketkante 6 einschliesst, längs der also die Ecken der Wertscheine 3 übereinanderliegen. Die Aufreisslinie verläuft auf den vier der Paketkante 6 benachbarten Paketflächen längs der Geraden 8, 9,10 und 11 und liegt daher in einer parallel zu dieser Paketkante 6 orientierten, das Wertscheinpaket 1 durchdringenden Ebene, die von diesem Wertscheinpaket 1 ein gerades, dreiseitiges Prisma abschneidet, dessen dieser Ebene gegenüberliegende Seitenkante die erwähnte Paketkante 6 ist.
Die Abmessungen des so gebildeten abreissbaren Abschnitts 5a des Verpackungsmaterials 5 in den zur Paketkante 6 senkrechten Richtungen sind so gewählt, dass sie wesentlich kleiner als die Schmalseite eines Wertscheins 3 sind. Auf diese Weise wird nach dem Abziehen des Aufreissfadens 7 und dem Ablösen des Abschnitts 5a des Verpackungsmaterials 5 der Bereich der Paketkante 6 so weit freigelegt, dass die Wertscheine im Paket mit einer bekann5
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ten, serienmässigen Zählmaschine gezählt werden können, dass es jedoch wegen der nur begrenzten Öffnung im Verpackungsmaterial 5 nicht möglich ist, aus dem Paket einen einzelnen Wertschein 3 ohne Zerstörung der übrigen Verpackung zu entfernen. Weicht daher das Zählergebnis von der vorgeschriebenen Anzahl ab, dann steht mit Sicherheit fest, dass die Ursache für die nichtstimmende Anzahl von Wertscheinen im Paket beim Hersteller, d.h. in der Wertscheindruk-kerei zu suchen ist.
Anstelle eines einzigen Aufreissfadens 7 können auch aus Zweck-mässigkeits- bzw. Herstellungsgründen mehrere, die Aufreisslinie definierende Aufreissfäden vorgesehen sein, insbesondere beispielsweise zwei Aufreissfäden, von denen der eine zum Beispiel längs der Geraden 8 und 9 und der andere längs der Geraden 10 und 11 verläuft.
Die Aufreisslinie braucht auch nicht in sich geschlossen zu sein, sondern kann auf nur drei Paketflächen, beispielsweise längs der Geraden 9,10 und 11, verlaufen, so dass nach dem Abziehen des Aufreissfadens der Abschnitt 5a des Verpackungsmaterials 5 in der
5 Zeichnung nach links aufgeklappt werden kann. Der Verlauf der Aufreisslinie bzw. des Aufreissfadens oder der Aufreissfäden braucht nicht gradlinig zu sein, sondern kann jede beliebige geeignete Gestalt haben und beispielsweise auch gekrümmt oder gewellt sein.
io Durch die Erfindung wird eine Aufreissverpackung geschaffen, die ohne zusätzliche Kosten und ohne jeden zusätzlichen Aufwand auf sehr einfache Weise das in der Einleitung erläuterte Problem löst.
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1 Blatt Zeichnung
Claims (5)
1. Aufreissverpackung für druckfrische Wertscheinpakete, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Aufreisslinie (8, 9,10, 11) definierte ablösbare oder abreissbare Abschnitt (5a) des Verpak-kungsmaterials (5) den Bereich einer Paketkante (6) einschliesst, längs der die Ecken der das Paket (1) bildenden Wertscheine (3) übereinanderliegen, und in den zu dieser Paketkante (6) senkrechten Richtungen Abmessungen hat, die wesentlich kleiner als die Schmalseite eines Wertscheins (3) sind, derart, dass der durch Aufreissen freilegbare Paketbereich eine Zählung der Wertscheine (3), jedoch keine Entnahme eines Wertscheins (3) ohne Zerstörung der verbliebenen Verpackung erlaubt.
2. Aufreissverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufreisslinie (8, 9, 10, 11) wenigstens näherungsweise in einer zur erwähnten Paketkante (6) parallelen, das Wertscheinpaket (1) durchdringenden Ebene liegt, die eine Seitenfläche eines geraden dreiseitigen Prismas bildet, zu welchem diese Paketkante (6) als Seitenkante gehört.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Aufreissverpackung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die durch wenigstens einen Aufreissfaden (7) bestimmte Aufreisslinie (8, 9, 10, 11) in sich geschlossen ist und auf den beiden, der erwähnten Paketkante (6) benachbarten Paketflächen längs zweier zu dieser Paketkante (6) parallelen Geraden (8,10) und auf den zu dieser Paketkante (6) senkrecht orientierten, gegenüberliegenden Paketflächen längs zweier die Enden der erwähnten Geraden miteinander verbindenden Geraden (9,11) verläuft.
4. Aufreissverpackung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufreisslinie nur auf drei Paketflächen verläuft.
5. Aufreissverpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufreisslinie (8, 9, 10,11) durch zwei Aufreissfäden definiert ist.
Priority Applications (4)
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| CH4165/81A CH657593A5 (de) | 1981-06-24 | 1981-06-24 | Aufreissverpackung fuer druckfrische wertscheinpakete. |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH4165/81A CH657593A5 (de) | 1981-06-24 | 1981-06-24 | Aufreissverpackung fuer druckfrische wertscheinpakete. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH657593A5 true CH657593A5 (de) | 1986-09-15 |
Family
ID=4271014
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH4165/81A CH657593A5 (de) | 1981-06-24 | 1981-06-24 | Aufreissverpackung fuer druckfrische wertscheinpakete. |
Country Status (4)
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