CH657883A5 - Salzstreugeraet mit streugutbefeuchtungseinrichtung fuer ein fahrzeug. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Salzstreugerät mit einer Streugutbefeuchtungseinrichtung für ein Fahrzeug, bei dem das in einem Streugutbehälter befindliche trockene Streusalz mittels eines fahrgeschwindigkeitsabhängig angetriebenen Endlosförderers dosiert einem Wurfrotor zugeführt und vor oder während des eigentlichen Streuvorganges mit einer mittels einer fahrgeschwindigkeitsabhängigen Flüssigkeitsdosiervorrichtung aus einem Flüssigkeitsbehälter zugeführten Flüssigkeit gemischt wird, wobei die Fördergeschwindigkeit des Endlosförderer und die Flüssigkeitsdosiereinrichtung von einem rotierenden Organ des Fahrzeuges fahrgeschwindigkeitsabhängig gesteuert wird und bei dem zugleich mit dem Einschalten der Flüssigkeitszufuhr, die mittels eines elektromagnetisch gesteuerten Ventils erfolgt, eine Reduzierung der Fördergeschwindigkeit des Endlosförderer mittels eines auf eine niedrigere Ausgangsdrehzahl umschaltbaren Wechselgetriebes erfolgt, welches zwischen dem rotierenden Organ des Fahrzeuges einerseits und einer von diesem drehzahlabhängig gesteuerten Fördergeschwindigkeitssteuervor-richtung für das Streusalz sowie der Flüssigkeitsdosiervorrichtung andererseits angeordnet ist und wobei die Flüssigkeitsdosiervorrichtung aus einer Flüssigkeitspumpe besteht, die von einem Hydraulikmotor angetrieben ist, welcher durch das Ventil mit einem den Endlosförderer antreibenden Hydraulikmotor in Reihe schaltbar ist.
Eine solche Streuvorrichtung ist aus der DE-PS 26 32 794 bekannt. Als Befeuchtungsflüssigkeit wird bei derartigen Streugeräten in der Regel eine CaCb - Lösung verwendet, mit denen es nicht nur möglich ist, das trockene Streusalz anzufeuchten, um eine bessere Haftung auf der zu bestreuenden Verkehrsfläche zu erreichen, sondern auch eine stärkere Herabsetzung des Taupunktes, als durch Kochsalz. Mit ( solchen Streugeräten ist es zur Vermeidung des Ausstreuens unnötiger Mengen von CaCk- Lösung einerseits möglich, die Flüssigkeitszufuhr immer dann zu unterbrechen, wenn nach den örtlichen gegebenen Bedingungen das Ausstreuen von trockenem Streusalz ausreicht. Andererseits ist man damit in der Lage, die beim Ausstreuen trockenen Streusalzes vorgesehenen Taumittelmengen pro Flächeneinheit einzuhalten, d.h. nicht zu überschreiten. Es ist dabei nicht nur die Möglichkeit gegeben, die Zufuhr der Befeuchtungsflüssigkeit bedarfsweise ein- und auszuschalten, sondern es wird erreicht, dass sich jeweils beim Einschalten der Befeuchtungsflüssigkeitszufuhr automatisch eine Verringerung der jeweils eingestelltenTrockensalz-Streudichte ergibt und dass das Verhältnis zwischen normaler Trockensalz-Streudichte und verminderter Trockensalz-Streudichte bei allen einstellbaren Streudichten konstant bleibt. Dabei ist das UntersetzungsVerhältnis zwischen den beiden Schaltstufen eines elektromagnetischen Untersetzungsgetriebes so gewählt, dass sich bei Feuchtsalzstreuung eine Verminderung des Trockensalzanteiles um etwa 30 bis 40% ergibt. Unter Feuchtsalzstreuung versteht man dabei, dass das ausgestreute Streusalz durch die Befeuchtungsflüssigkeit vollständig benetzt wird, d.h. dass sämtliche Bestandteile des Granulats intensiv mit der Befeuchtungsflüssigkeit vermischt werden. Um dies zu erreichen, wird bei dem bekannten Streugerät die Befeuchtungsflüssigkeit dem granulierten Streugut in unmittebarer Nähe des Wurfrotors in einem solchen Mengenverhältnis zugeführt, dass eine intensive Anfeuchtung bzw. Benetzung des Streusalzes stattfindet.
Ausgehend von diesem bekannten Salzstreuverfahren liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einem solchen Salzstreugerät die zusätzliche Möglichkeit zu schaffen, das Salz vor dem Streuvorgang mit einer erheblich geringeren Menge von Befeuchtungsflüssigkeit derart anzufeuchten, dass von der Befeuchtungsflüssigkeit im wesentlichen nur die Staubanteile des granulierten Streugutes gebunden werden, damit
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diese bei dem an sich trockenen Ausstreuen von Tausalz vom Fahrtwind nicht Verblasen werden, sondern ebenfalls wie die grösseren Granulatkörner auf die zu bestreuende Verkehrsfläche niederfallen. Dabei ist es erforderlich, wahlweise eine geringere Flüssigkeitsmenge dem trockenen, granulierten Streugut zuzuführen, als dies bei der Feuchtsalzstreuung der Fall ist.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass die Flüssigkeitsdosiervorrichtung mit zwei Hydraulikmotoren ausgestattet ist, die unterschiedliche Schluckvolumina aufweisen und die wahlweise abwechselnd mit dem Hydraulikmotor des Endlosförderers für das Salz in Reihe schaltbar und gemeinsam abschalt'bar sind.
Eine solche Vorrichtung ist nicht nur einfach steuerbar und mit geringem Aufwand realisierbar, sondern sie hat auch den Vorteil, dass die fahrgeschwindigkeitsproportionale Zufuhr der Flüssigkeit beim Umschalten von der einen Flüssigkeitsmenge auf die andere erhalten bleibt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass zwischen dem Ausgang des den Endlosförderer antreibenden Hydraulikmotors und den Eingängen der beiden die Flüssigkeitspumpe antreibenden Hydraulikmotoren ein elektromagnetisch betätigtes, mittels zweier separater elektrischer Schalter umschaltbares 4/3-Wege-Umschaltventil angeordnet ist. Dadurch ist eine einfache, funktionssichere Anordnung zum Steuern bzw. zum Ein- und Ausschalten der beiden Hydraulikmotoren der Flüssigkeitspumpe geschaffen.
Um auch bei der Zufuhr der geringeren Flüssigkeitsmenge, mit der lediglich der Staubanteil des Streusalzes angefeuchtet werden soll, eine ausreichende Vermischung der Flüssigkeit mit dem Tausalz zu gewährleisten, ist bei einem Streugerät mit einer Förderschnecke als Endlosförderer, von der sich ein Endabschnitt in ein sich an den Streugutbehälter anschliessendes Förderrohr erstreckt und bei dem die Flüssigkeit dem Streusalz in unmittelbarer Nähe des Wurfrotors zugeführt wird, in weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass in der von der Flüssigkeitspumpe zum Wurfrotor führenden Flüssigkeitsleitung ein 3-Wege-Umschalt-ventil angeordnet ist, durch welches die Flüssigkeit durch eine Zweigleitung in das Förderrohr der Förderschnecke umleitbar ist. Da in diesem Förderrohr bei der Drehung der Förderschnecke das Streusalz dauernd umgerührt wird, kann man mit der Zufuhr der verminderten Flüssigkeitsmenge in das Förderrohr eine bessere Durchmischung der Flüssigkeit mit dem Tausalz erzielen, als dies der Fall wäre, wenn die verminderte Flüssigkeitsmenge dem Tausalz in unmittelbarer Nähe des Wurfrotors zugeführt würde, wie das bei der Zufuhr der normalen, für die Feuchtsalzstreuung vorgesehenen Flüssigkeitsmenge der Fall ist.
Dabei ist es zweckmässig, wenn das Drei-Wege-Umschaltventil elektrisch mit demselben elektrischen Schalter umschaltbar ist, mit dem das 4/3-Wege-Umschaltventil auf den die Flüssigkeitspumpe antreibenden Hydraulikmotor mit dem grösseren Schluckvolumen umschaltbar ist.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Ausgänge der beiden Hydraulikmotoren der Flüssigkeitsdosiervorrichtung, die antriebsmässig starr mit der Flüssigkeitspumpe verbunden sind, an eine gemeinsame Rücklaufleitung der Hydraulikflüssigkeit angeschlossen sind, welche zur Bildung eines Leerlaufhydraulikkreises durch das 4/3-Wege-Umschaltventil wechselweise über eine Zweigleitung jeweils auf den Eingang des nichttreibenden Hydraulikmotors schaltbar ist.
Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, dass beide Hydraulikmotoren der Flüssigkeitsdosiervorrichtung starr mit der Flüssigkeitspumpe in Antriebsverbindung stehen können und dass diese Antriebsverbindung beim
Umschalten des Antriebes vom einen Hydraulikmotor auf den anderen zugleich bestehen bleiben kann, ohne dass der jeweils andere Motor, der leer mitläuft, Schaden nimmt oder dem Antrieb des jeweils anderen Motors einen allzu grossen 5 Widerstand entgegensetzt, weil der jeweils nichttreibende Hydraulikmotor leer mitlaufen kann und dabei als Pumpe wirkend Hydraulikflüssigkeit durch den Leerlaufhydraulikkreis fördern kann. Es ist auch sichergestellt, dass im gesamten Hydraulikleitungssystem kein schädlicher Unter-10 druck entsteht.
Anhand der Zeichnung wird nun im folgenden ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein auf einem Fahrzeug sitzendes Salzstreugerät i5 nach der Erfindung in Seitenansicht und
Fig. 2 ein Blockschaltbild der hydraulischen Antriebs- und Dosiervorrichtung mit der erfindungsgemässen Umschalteinrichtung.
20 Das auf der Ladepritsche 2 eines Streufahrzeuges 1 sitzende Salzstreugerät 3 besteht aus einem Salzbehälter 4 und einem in diesem Salzbehälter 4 untergebrachten, geschlossenen Flüssigkeitstank 5. Im unteren Teil des Salzbehälters 4 ist ein in Fig. 1 in strichpunktierten Linien dargestellter und 25 in Fig. 2 nur schematisch wiedergegebener, als Förderschnecke ausgebildeter Endlosförderer 6 angeordnet, dessen hinteres Ende sich in einem horizontalen Förderrohr 7 befindet, durch welches das Streusalz einem vertikalen Fallrohr 8 zugeführt wird. Durch dieses vertikale Fallrohr 8 fällt 30 das Streusalz auf einen von einem Hydraulikmotor 9 angetriebenen Streuteller 10, von welchem es radial ausgestreut wird. Die Drehgeschwindigkeit des Streutellers 10 ist durch eine hier nicht näher interessierende Steuervorrichtung auf verschiedene, bestimmten Streuweiten entsprechende Werte 35 einstellbar. Der Antrieb des Endlosförderers 6 erfolgt durch einen Hydraulikmotor 11, der an die Druckleitung 12 einer von einem fahrzeugunabhängigen Dieselmotor 13 angetriebenen Hydraulikpumpe 14, deren Fördermenge fahrgeschwindigkeitsabhängig mittels einer Ovalradpumpe 15 gere-40 gelt wird. Die Ovalradpumpe 15 befindet sich in der Saugleitung 16, welche die Hydraulikpumpe 14 mit einem Druckmitteltank 17 verbindet. Die Ovalradpumpe 15 wird ihrerseits angetrieben vom Tellerrad 18 eines als Reibradgetriebe ausgebildeten Flüssigkeitsmengenregelgetriebes 19, welches 45 als treibendes Element ein auf verschiedene Radien des Tellerrades 18 einstellbares Reibrad 20 aufweist. Das Reibrad 20 steht über eine biegsame Welle 21 mit einem elektromagnetisch betätigbaren Wechselgetriebe 22 in Verbindung, das seinerseits an einem Verteiler- oder Adaptergetriebe 23 ange-50 schlössen ist. Das Verteilergetriebe 23 sitzt an einem Anschlussstutzen 24 des Fahrzeuggetriebes 25 und treibt zugleich die zum Tachographen des Fahrzeuges 1 führende Tachowelle 26 an. Das Wechselgetriebe 22 besitzt zwei Übertragungsstufen, deren auf die Drehzahlübertragung bezo-55 gene Übersetzungsverhältnisse 1:1 und 1:0,65 betragen. Mittels eines im Fahrerhaus 1 ' des Streufahrzeuges an geeigneter Stelle, zweckmässigerweise im Armaturenbrett, untergebrachten elektrischen Schalters 27, der einerseits an eine fahrzeugeigene Stromquelle 28 und andererseits durch eine 60 elektrische Leitung 29 mit der nicht dargestellten Magnetspule des Wechselgetriebes 22 verbunden ist, lässt sich das Wechselgetriebe 22 von der Übertragungsstufe mit dem Übersetzungsverhältnis 1:1 auf die Übertragungsstufe mit dem Übersetzungsverhältnis 1:0,65 umschalten. Durch eine 65 elektrische Parallelleitung 30, die mit der Leitung 29 verbunden ist, steht ein als elektromagnetisches 4/3-Wege-Umschaltventil ausgebildetes Schaltorgan 31 ebenfalls mit dem Schalter 27 in Verbindung. Dieses Schaltorgan 31 besitzt
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zwei Magnetspulen 31/1 und 31/2 sowie vier Anschlüsse A, B, P und T. Die mit dem Schalter 27 verbundene elektrische Leitung 30 ist auf die Magnetspule 31/1 geschaltet. Für das elektrische Ein- und Ausschalten der Magnetspule 31/2 ist ein zweiter elektrischer Schalter 27/1 vorgesehen, der zum elektrischen Schalter 27 parallel geschaltet ist und der über eine elektrische Leitung 30/1 und eine Zweigleitung 30/2 mit der Magnetspule 31/2 verbunden ist. Das Schaltorgan 31 liegt in der Rücklaufleitung 32 des den Endlosförderer 6 antreibenden Hydraulikmotors 11, die an den Anschluss P angeschlossen ist. Der Anschluss T des Schaltorgans 31 ist an eine Verbindungsleitung 32/1 angeschlossen, die zu einer Rücklaufsammelleitung 40 führt. An den Anschluss A ist die Druckleitung 33/1 eines Hydraulikmotors 34/1 angeschlossen, während an den Anschluss B die Druckleitung 33/2 eines Hydraulikmotors 34/2 angeschlossen ist. Aus-gangsseitig sind die beiden Hydraulikmotoren 34/1 und 34/2 jeweils durch Leitungen 39/1 bzw. 39/2 an die Rücklauf-Sammelleitung 40 angeschlossen. Die beiden Hydraulikmotoren 34/1 und 34/2 sind antriebsmässig gemeinsam mit einer Flüssigkeitspumpe 35 verbunden und bilden mit dieser zusammen eine fahrgeschwindigkeitsabhängig gesteuerte auf zwei unterschiedliche Fördermengen umschaltbare Flüssig-keitsdosiervorrichtung. Saugseitig ist die Flüssigkeitspumpe 35 an den Flüssigkeitsbehälter 5 angeschlossen, während sie ausgangsseitig über eine Flüssigkeitsleitung 37 mit einem elektromagnetisch betätigbaren 3-Wege-Umschaltventil 41 in Verbindung steht. Der eine Ausgang AI des 3-Wege-Umschaltventils 41 ist an eine Flüssigkeitsleitung 37/1 angeschlossen, die zum Streuteller 10 führt und eine unmittelbar über dem Streuteller 10 angeordnete, auf dessen Streufläche gerichtete Auslassdüse 38 besitzt An den Ausgang A2 des 3-Wege-Umschaltventils 41 ist eine Flüssigkeitsleitung 37/2 angeschlossen, die im Förderrohr 7 des Endlosförderers 6 endet. Durch diese Anordnung ist es möglich, die von der Flüssigkeitspumpe 35 geförderte Flüssigkeit wahlweise entweder direkt dem Streuteller 10 oder aber dem Förderrohr 7 zuzuführen. Beim Streuen von Feuchtsalz wird die dosierte Flüssigkeit direkt auf den Streuteller geleitet, wo sie während des Streuvorganges intensiv mit dem durch das Fallrohr 8 auf den Streuteller fallenden Streusalz vermischt wird. Dies geschieht dann, wenn der Schalter 27 geschlossen, die Magnetspule 31/1 des Schaltorgans 31 erregt und in entsprechender Schaltstellung der Anschluss P mit dem Anschluss B und der Anschluss T mit dem Anschluss A verbunden ist. Dieser Schaltstellung des Schaltorgans 31 wird fahrgeschwindigkeitsabhängig eine bestimmte Menge von Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsbehälter 5 dem Streuteller 10 zugeführt.
Wenn man hingegen quasi trockenes Streusalz ausstreuen will, dessen Staubanteile durch eine entsprechend geringere Menge von Flüssigkeit gebunden sein sollen, führt man diese geringere Flüssigkeitsmenge, die etwa 1/6 der bei Feuchtsalzstreuung geförderten Flüssigkeitsmenge beträgt, über die Flüssigkeitsleitung 37/2 direkt dem Förderrohr 7 zu, in dem durch die Wirkung der Förderschnecke eine ausreichende Durchmischung zwischen Flüssigkeit und Streusalz erfolgt. Um diese verminderte Fördermenge zu erzielen, wird der elektrische Schalter 27/1 geschlossen, der die Magnetspule 31 /2 des Schaltorgans 31 erregt und zugleich das 3-Wege-
Umschaltventil 41 in der Weise umschaltet, dass die Verbindung zwischen der Flüssigkeitsleitung 37 und der Flüssigkeitsleitung 37/2 hergestellt wird. Bei erregter Magnetspule 31/2 des Schaltorgans 31 ist der Anschluss P mit dem Anschluss A und der Anschluss T mit dem Anschluss B verbunden. Das bedeutet, dass in diesem Falle der Hydraulikmotor 34/1 mit Druckmittel beaufschlagt ist und anstelle des Hydraulikmotors 34/2 die Flüssigkeitspumpe 35 antreibt. Der Hydraulikmotor 34/1 hat ein Schluckvolumen, das dem sechsfachen des Schluckvolumens des Hydraulikmotors 34/2 enstpricht. Dies bedeutet, dass bei gleichem Druckmittel-durchfluss der Hydraulikmotor 34/1 nur 1/6 der Drehzahl des Hydraulikmotors 34/2 erreicht. Wähend in der in Fig. 2 dargestellten Schaltstellung des Schaltorgans 31, die dann gegeben ist, wenn beide elektrische Schalter 27 und 27/1 geöffnet sind, ist der Anschluss P unmittelbar mit dem Anschluss T verbunden, so dass keiner der beiden Hydraulikmotoren 34/1 und 34/2 beaufschlagt ist und somit jegliche Flüssigkeitsförderung unterbunden ist.
Mit Hilfe des Schaltorgans 31 sind in der beschriebenen Weise die beiden Hydraulikmotoren 34/1 und 34/2 wechselweise einschaltbar bzw. mit Druckmittel beaufschlagbar, so dass sie abwechselnd die Flüssigkeitspumpe 35 bei gleicher Druckmittelfördermenge mit unterschiedlichen Drehzahlen antreiben und somit unterschiedliche Flüssigkeitsfördermengen bewirken.
Durch die vorstehend beschriebenen vom Schaltorgan 31 bewirkten Verbindungen zwischen der Rücklaufleitung 32 des Hydraulikmotors 11 einerseits und den Druckleitungen 33/1 und 33/2 und der Verbindungsleitung 32/1 andererseits wird für die beiden Hydraulikmotoren 34/1 und 34/2 bei Erregung einer der beiden Magnetspulen 31/1 oder 31/2 für den jeweils nicht mit Druckmittel beaufschlagten Hydraulikmotor 34/1 bzw. 34/2 ein Leerlauf-Hydraulikkreis gebildet, der im einen Falle aus den Leitungen 39/1,40,32/1 und 33/1 besteht und im anderen Falle aus den Leitungen 39/2,40, 32/1 und 33/2. Durch diese wechselweise gebildeten Leerlaufhydraulikkreise ist es möglich, die beiden Hydraulikmotoren 34/1 und 34/2 antriebsmässig starr mit der Flüssigkeitspumpe 35 zu verbinden, weil der jeweils nicht angetriebene Hydraulikmotor 34/1 oder 34/2 leer mitlaufen und als Pumpe wirkend in seinem Leerlaufhydraulikkreis Druckmittel fördern kann, ohne dass er dabei Schaden nimmt und ohne dass er dabei im Antriebsmoment des jeweiligen anderen Hydraulikmotors ein zu grosses Widerstandsmoment entgegensetzt. Im gezeichneten Ausführungsbeispiel bestehen die Antriebsverbindungen zwischen den Hydraulikmotoren 34/1 und 34/2 einerseits und der Flüssigkeitspumpe 35 andererseits aus Zahn- oder Keilriemen 42 bzw. 43. Stattdessen könnten andere Getriebeverbindungen vorgesehen sein.
Wie der elektrische Schalter 27 ist auch der elektrische Schalter 27/1 im Führerhaus 1' des Streufahrzeuges 1 angeordnet, so dass die gesamte Steuerung von dort aus erfolgen kann. Um Fehlbedienungen zu vermeiden, ist es zweckmässig, die beiden elektrischen Schalter 27 und 27/1 mit einer Sperre zu versehen, die sicherstellt, dass jeweils nur einer dieser beiden elektrischen Schalter 27 oder 27/1 in Schliessstellung gebracht werden kann.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Salzstreugerät mit einer Streugutbefeuchtungseinrichtung für ein Fahrzeug, bei dem das in einem Streugutbehälter befindliche trockene Streusalz mittels eines fahrgeschwindigkeitsabhängig angetriebenen Endlosförderers dosiert einem Wurfrotor zugeführt und vor oder während des eigentlichen Streuvorganges mit einer mittels einer fahrgeschwindigkeitsabhängigen Flüssigkeitsdosiereinrichtung aus einem Flüssigkeitsbehälter zugeführten Flüssigkeit gemischt wird, wobei die Fördergeschwindigkeit des Endlosförderers und die Flüssigkeitsdosiereinrichtung von einem rotierenden Organ des Fahrzeuges fahrgeschwindigkeitsabhängig gesteuert wird und bei dem zugleich mit dem Einschalten der Flüssigkeitszufuhr, die mittels eines elektromagnetisch gesteuerten Ventils erfolgt, eine Reduzierung der Fördergeschwindigkeit des Endlosförderers mittels eines auf eine niedrigere Ausgangsdrehzahl umschaltbaren Wechselgetriebes erfolgt, welches zwischen dem rotierenden Organ des Fahrzeuges einerseits und einer von diesem drehzahlabhängig gesteuerten Förder-geschwindigkeitssteuervorrichtung für das Streusalz sowie der Flüssigkeitsdosiervorrichtung andererseits angeordnet ist und wobei die Flüssigkeitsdosiereinrichtung aus einer Flüssigkeitspumpe besteht, die von einem Hydraulikmotor angetrieben ist, welcher durch das Ventil mit einem den Endlosförderer antreibenden Hydraulikmotor in Reihe schaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitsdosiervorrichtung mit zwei Hydraulikmotoren (34/1,34/2) ausgestattet ist, die unterschiedliche Schluckvolumina aufweisen und die wahlweise abwechselnd mit dem Hydraulikmotor (11) des Endlosförderers (6) für das Salz in Reihe schaltbar und gemeinsam abschaltbar sind.
2. Streugerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Ausgang des den Endlosförderer (6) antreibenden Hydraulikmotors (11) und den Eingängen der beiden die Flüssigkeitspumpe (35) antreibenden Hydraulikmotoren (34/1,34/2) ein elektromagnetisch betätigtes, mittels zweier separater elektrischer Schalter (27,27/1) umschaltbares 4/3-Wege-Umschaltventil (31) angeordnet ist.
3. Streugerät nach Anspruch 1 mit einer Förderschnecke
(6) als Endlosförderer, von der sich ein Endabschnitt in ein sich an den Streugutbehälter (4) anschliessendes Förderrohr
(7) erstreckt und bei dem die Flüssigkeit dem Streusalz in unmittelbarer Nähe des Wurf rotors (10) zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in der von der Flüssigkeitspumpe (35) zum Wurfrotor (10) führenden Flüssigkeitsleitung (37,37/1) ein 3-Wege-Umschaltventil (41) angeordnet ist, durch welches die Flüssigkeit durch eine Zweigleitung (37/2) in das Förderrohr (7) der Förderschnecke (6) umleitbar ist.
4. Streugerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das 3-Wege-Umschaltventil (41) elektrisch mit demselben elektrischen Schalter (27/1) umschaltbar ist, mit dem das 4/3-Wege-Umschaltventil (31) auf den die Flüssigkeitspumpe (35) antreibenden Hydraulikmotor (34/1) mit dem grösseren Schluckvolumen umschaltbar ist.
5. Streugerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgänge der beiden Hydraulikmotoren (34/1,34/2) der Flüssigkeitsdosiereinrichtung, die antriebs-mässig starr mit der Flüssigkeitspumpe (35) verbunden sind, an eine gemeinsame Rücklaufleitung (40) der Hydraulikflüssigkeit angeschlossen sind, welche zur Bildung eines Leerlaufhydraulikkreises durch das 4/3-Wege-Umschaltventil (31) wechselweise über eine Zweigleitung (32/1) jeweils auf den Eingang des nicht treibenden Hydraulikmotors (34/2 bzw. 34/1) schaltbar ist.
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Legal Events
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| PL | Patent ceased | ||
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