CH658585A5 - Vorgefertigtes sockelelement fuer bade- und dusch-wannen. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein vorgefertigtes Sockelelement nach dem Oberbegriff des Anspruch 1.
Ein auf Füssen höhenverstellbares Sockelelement mit Schaumstoffisolation ist bekannt, bei welchem man vier plattenartige Schaumstoffteile auf der Baustelle zusammenschrauben und die Höheneinstellung der Füsse von unten und teilweise im Inneren unten vornehmen muss. Erst hiernach kann ein Isolierteil-Boden eingesetzt werden. Es verbleibt um die Wanne ein grosser Lufthohlraum was zumindest schalltechnisch nicht problemlos ist. Eine Montageöffnung für den Ablauf bereich ist auf der Baustelle zu schaffen.
Die Vliesen müssen auf der dafür ungünstigen Schaumstoffschicht angebracht werden, was auch die Robustheit beeinträchtigt. Ein Einbau in eine die Wanne an drei Seiten umfassende Nische ist sehr schwierig und bedingt grosse Abstände des Sockelelementes von wenigstens einer an einer Kurzseite befindlichen Nischenwand.
Aus einem einzigen Schaumstoffstück bestehende Sockel, welche der Wannenunterseite nachgebildet sein können, sind ebenfalls bekannt. Ihr einziger Vorteil zur geschilderten bekannten Ausführungsform ist das Entfallen des Zusammenbaus auf der Baustelle, während sie neben allen anderen Nachteilen auch noch den der durch Unterlagen vorzunehmenden Nivellierung aufweisen. Auch eine aussen Hartschaum und innen Weichschaum aufweisende derartige Sok-kelausführung ändert an diesen Nachteilen nichts, ausser, dass der Hohlraum unter der Wanne entfallen könnte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein isolationstechnisch vorteilhaftes, vorfertigbares Sockelelement der eingangs genannten Art zu schaffen, das wirtschaftlich herstellbar und versetzbar ist. Es soll vielseitig anwendbar sowie leicht und dauerhaft mit Vliesen belegbar sein. Dabei sollen die Nachteile der bisherigen Konstruktionen vermieden aber ihre Vorteile erhalten werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Sockelelement der im Anspruch 1 definierten Art vorgeschlagen.
Es ist dabei vorteilhafterweise eine teilweise Trennung der mechanischen, schall- und wärme-isolationstechnischen, sanitäranschlusstechnischen und vliesenlegetechnischen Funktionen bei vollständiger gegenseitiger Integration im Sockelelement vollzogen.
Die Einstückigkeit der Schaumstoffisolation lässt deren Zusammenbau auf dem Bauplatz vermeiden.
Die wenigstens teilweise Nachbildung der Wannenunterseite im Inneren der Schaumstoffisolation bietet für thermische wie akustische Isolation beste Voraussetzungen.
Die äussere Belegung mit einer saugfähigen Leichtbauplatte schützt den Schaumstoff vor Beschädigung und bietet eine optimierte Oberfläche für die Belegung mit Vliesen, dabei kann die Leichtbauplatte auch bei der Herstellung als eine «verlorene Schalung» dienen, so dass Trennprobleme kaum zu berücksichtigen sind.
Bei einer z.B. vorzugsweise aus Holzwollzement bestehenden Leichtbauplatte ist es dann besonders gut möglich ein innenseitiges Eindringen und Durchdringen mit dem Isolierschaumstoff zu erzielen, was eine hervorragende Verbindung sicherstellt und das Ganze verfestigt.
Man kann einen relativ weichen Schaumstoff, bevorzugt ist ein Polyurethan-Pressschaum, verwenden, weil ja die mechanischen Eingenschaften durch die Leichtbauplattenverkleidung und die genannte Verbundbauweise einen weniger harten Schaumstoff zulassen.
Wenn man die Nivellierung in bevorzugter Weise durch von oben betätigbare Schraubenspindeln vornehmen kann, ist auch das Versetzen im Bau bequem und sicher sowie rasch durchführbar.
Wenn man die Füsse in Reibschalen am Boden abstützt, ist eine Selbstverstellung nicht zu befürchten, wenn die Nivellierung abgeschlossen ist.
Ein vorzugsweise metallenes Stützgerüst kann integriert werden, welches mit den Füssen verbunden und vorzugsweise zwischen Schaumstoff und Leichtbauplatte bzw. im Schaumstoff vorgesehen ist. Man kann es bei der Herstellung samt den Füssen an den Leichtbauplatten provisorisch anheften bevor man schäumt, wobei die einzelnen Stücke miteinander durch Kleben und/oder Schweissen vorverbind-bar sind.
Die Befestigung des Sockelelementes am Baukörper kann vorzugsweise an einem solchen Stützgerüst angreifen,
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was der Stabilität förderlich ist. Dazu kann man eine Anzahl Löcher in entsprechenden Metallteilen, wie in Profilstäben, vorsehen, die durch den Schaumstoff zugänglich und gegebenenfalls sichtbar sind.
Wenn eine Wanne in einer sie dreiseitig umgebenden Nische am Bau zu montieren ist, ist jene Ausführungsform der Erfindung besonders vorteilhaft, die einen Sockel-Hauptteil aufweist, der den Ablaufbereich der Wanne ganz (also nicht nur unten), d.h. auf allen drei Seiten und unten sowie oben freilässt. Man kann dann diesen Sockel-Hauptteil, der die Füsse aufweist, entsprechend versetzen und am Baukörper befestigen, die Sanitärinstallation am Bau unbehindert vornehmen und einen Schirm zum Schliessen der Lücke an der einen Längswand anbringen, wobei hier ein Traggerüst besondere Vorteile zu bieten hat. Der vorzugsweise einen Metallrahmen aufweisende Schirm ist vorzugsweise mit der gleichen Leichtbauplatte belegt, so dass zum Vliesenlegen eine problemlose Oberfläche vorgesehen ist. Im Schirm soll ein entnehmbarer Verschluss als Sanitär-Installationsöffnung vorgesehen sein, der auch mit der Leichtbauplatte verkleidet und mit Vliesen belegbar ist.
Der Hohlraum hinter dem Schirm kann mit einem Isoliermaterial, wie Glaswolle, Steinwolle und dergleichen ausgestopft werden, wobei nebst hervorragender Isolation und Vermeiden eines Resonanzraumes auch der Vorteil der Reparaturfreundlichkeit besteht.
Der Schirm kann so ausgestattet sein, dass er beidseitig verwendbar ist, was bei der bevorzugten Belegung von drei Seiten des Sockel-Hauptteiles mit Leichtbauplatten eine universelle Verwendung eines Sockelelementes für einen Wannentyp zulässt. Dabei kann man den Schirm auch so ausbilden, dass er den Abflussbereich auch auf zwei oder auf drei Seiten zu verkleiden erlaubt, wenn dies nötig werden sollte.
Anhand der rein schematischen Zeichnung wird nachstehend eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise besprochen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemässen Sok-kelelementes in einer Tieflage,
Fig. 2 eine Seitenansicht dieses Sockelelementes in einer Hochlage (stärker ausgefahrene Füsse),
Fig. 3 eine Draufsicht nach Pfeil III in Fig. 1 und 2 auf das Sockelelement,
Fig. 4 einen mehrfach gebrochenen vergrösserten Schnitt nach Linie IV—IV in Fig. 3 des Metallgerüstes, wobei die linke Seite einen in Tiefstellung und die rechte Seite einen in Hochstellung befindlichen Fuss darstellend gezeichnet ist, Fig. 5 eine fragmentare Draufsicht auf das Metallgerüst, Fig. 6 eine gegenüber den Fig. 1 und 2 vergrösserte Seitenansicht des Schildes, und
Fig. 7 eine Ansicht des Schildes nach Pfeil VII in Fig. 6. Das in Fig. 1 bis 3 abgebildete Sockelelement 1 (für eine Badewanne) besteht aus einem Hauptteil 2, welcher den Abflussbereich 3 freilässt, sowie aus einem am Hauptteil 2 befestigten Schild 4, welcher den Abflussbereich 3 einseitig abdeckt. Der Schild könnte für andere Zwecke auch eine zweiseitige oder gar dreiseitige Abdeckung des Abflussbereiches bewirken, was leicht einzusehen ist und daher nicht weiter dargestellt oder besprochen zu werden braucht. Bei den heute üblichen relativ kleinen Badezimmern wird man eine Badewanne vorzugsweise in einer sie auf drei Seiten umgebenden Bauwerksnische unterbringen. Daher ist auch das hier abgebildete Sockelelement 1 auf einen solchen Fall abgestimmt.
Der Hauptteil 2 weist innen eine einstückige Schaumstoffisolation 5 auf, welche der Unterseite der einzusetzenden (nicht dargestellten) Badewanne nachgebildet ist (mit Ausnahme des Abflussbereiches). Diese Schaumstoffisolation 5 ist aussen mit Leichtbauplatten 6, durch in letztere eingedrungenen Schaumstoff fest verbunden verkleidet. Die Leichtbauplatten 6 sind hier aus einem Holzwollzement gedacht, während es sich beim Schaumstoff um einen Polyurethanpressschaum mittlerer Härte handelt.
In der Schaumstoffisolation 5 eingebettet ist ein Metallgerüst 7 (Fig. 4 und 5), welches Füsse 8 umfasst, die in noch zu beschreibender Weise höhenverstellbar sind.
Ein Fuss 8 umfasst ein äusseres Führungsrohr 80 (Fig. 4 und 5), in welchem eine Gewindemutter 81 fest sitzt, in welcher der Gewindespindelteil 82 des Fusses 8 läuft, wobei durch das oben offene Führungsrohr 80 der Fuss 8 mittels eines Schraubenziehers drehbar ist. Eine auf dem Boden B aufliegende Kunstostoff-Reibschale 9 (Fig. 4) verhindert,
dass die eingestellte Höhe sich ungewollt verändert. Die Reibschale 9 dient dabei als eine Drehsicherung.
Es ist leicht einzusehen, dass auf diese Weise die Höhenlage und Neigung des Sockels und somit der später in ihn einzusetzenden Badewanne leicht von oben einstellbar ist.
Nach dieser Höheneinstellung kann man mittels Schrauben, welche man durch in Fig. 4 ersichtliche Löcher 10 in die Mauer (Dübel) dreht, sicher fixieren.
Der Schild 4 kann entweder jetzt schon oder erst nach dem Einsetzen der Badewanne montiert werden, wobei er mittels der an seinen beiden Endseiten 40 (Fig. 6 und 7) vorgesehenen Knopflochlöchern 41 (Fig. 7) an Schrauben 70 des Metallgerüstes 7 eingehängt werden kann. Die Schrauben 70 können dabei festgezogen werden. Eine Montageöffnung 42 (Fig. 6 und 7) im Schild 4 ist durch eine von Magneten 43 gehaltenen Deckel 44 verschlossen. Auch hier ist eine Leichtbauplatte 60 (Fig. 7) als äussere Verkleidung vorgesehen. So ist eine optimierbare Anpassung des Sockels 1 an die baulichen Gegebenheiten erzielbar und durch die Montageöffnung 42 lässt sich der Abflussbereich 3 mit Isoliermaterial, z.B. Glaswatte, ausstopfen, was eine optimierte Isolation erbringt.
Die Funktion des Tragens und Isolierens erfüllt das Metallgerüst 7 mit seinen Füssen im Verein mit dem Isolierschaumstoff 5.
Die Funktion des Isolierens erfüllt der Isolierschaumstoff 5, wobei auch die Leichtbauplatten 6 daran einen gewissen Anteil haben können.
Die Funktion des Schutzes und der Vliesenaufnahme erfüllen die Leichtbauplatten 6.
Der Schild 4 vereinfacht dabei die Montage der Wanne und schafft die Möglichkeit den Sockel in engster Passung in einer Gebäudenische unterzubringen.
So ist trotz einer Aufgabenteilung ein synergistischer Effekt erzielbar.
Der erfindungsgemässe Sockel lässt sich sehr einfach wirtschaftlich herstellen. Man legt in eine Stützform die Leichtbauplatten 6 ein und setzt aus Einzelstücken das Metallgerüst 7 zusammen, wobei man es leicht an den Leichtbauplatten 6 anheften und allenfalls seine Teile untereinander verkleben, vernieten, verschrauben, verschweissen oder sonst verbinden kann.
Nun setzt man eine abzubildende Wanne darüber und schäumt darunter aus, wobei der Schaumstoff auch in die Leichtbauplatte eindringt und alles verbindet. Die mit einem Trennmittel vorbehandelte Wanne lässt sich entfernen. Der Schild 4 ist aus Metallteilen und Leichtbauplattenteilen einfach herstellbar, wobei Verkleben zu den bevorzugten Verbindungsarten zählt.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Sockelelement für eine Bade- oder Dusch-Wanne, mit einem auf durch Gewinde höhen verstellbaren Füssen ruhenden, eine Schaumstoffisolation und eine mit Vliesen belegbare Aussenfläche aufweisenden, an einem Baukörper befestigbaren Tragkörper zur Aufnahme der Wanne, dadurch gekennzeichnet, dass die einstückig vorgefertigte Schaumstoffisolation (5) innen wenigstens einem Teil der Wannenunterseite nachgebildet und aussen wenigstens teilweise mit einer saugfähigen Leichtbauplatte (6) fest verkleidet ist.
2. Sockelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die, vorzugsweise aus Holzwoll-Zement bestehende, Leichtbauplatte (6) auf ihrer Innenseite mindestens teilweise von der Schaumstoffisolationsmasse durchdrungen ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Sockelelement nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaumstoffisolation (5) aus einem Polyurethan-Pressschaum, vorzugsweise in Halbhartausführung besteht.
4. Sockelelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Fuss (8) durch eine von oben zugängliche Gewindespindel (82) höhenverstellbar ist.
5. Sockelelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Fuss (8) in einer am Boden (B) abstützbaren Reibschale (9) sitzt.
6. Sockelelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein vorzugsweise metallenes Stützgerüst (7) vorgesehen ist.
7. Sockelelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungsmittel (10) zur Befestigung an einem Baukörper vorgesehen sind, welche Befestigungsorgane vorzugsweise mit einem metallenen Traggerüst verbunden sind.
8. Sockelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein den grössten Teil einer Badewanne aufzunehmen bestimmter, auf den Füssen höhenverstellbarer Sockel-Hauptteil (2) vorgesehen ist, welcher einen Ablaufbereich (3) der Wanne freilässt und der zur Befestigung eines den Ablaufbereich (3) wenigstens einseitig abdek-kenden Schirmes (4) eingerichtet ist, wobei der mit einer gleichartigen Leichtbauplatte (60) belegte Schirm (4) vorzugsweise mit einer durch einen entnehmbaren Deckel (44) verschlossenen Installationsöffnung (42) versehen ist.
9. Sockelelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Sockel-Hauptteil (2) wenigstens an seinen beiden Längsseiten und vorzugsweise an seiner dem Schirm (4) abgewandten Kurzseite mit Leichtbauplatten (6) belegt ist.
10. Sockelelement nach einem der Ansprüche 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schirm (4) einen Metallrahmen zur starren Befestigung am Sockel-Hauptteil (2) aufweist.
Priority Applications (5)
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