CH659457A5 - Fadenfuehrungseinrichtung fuer eine textilmaschine, insbesondere eine stickmaschine. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fadenführungseinrichtung für berührt er, sobald er sich vom Fadenreibbelag lösen will, eine eine Textilmaschine, insbesondere eine Stickmaschine, nach ss der stationären Führungsscheiben und gleitet wieder auf den dem Oberbegriff des Anspruches 1. Fadenreibbelag zurück.
Derartige Fadenführungseinrichtungen dienen zum Er- Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausfüh-
zeugen der notwendigen Fadenspannung der beispielsweise rungsbeispielen mit Bezug auf die Zeichnungen näher er-von den Nadeln einer Stickmaschine vom Spulenkörper abge- läutert.
zogenen Fäden. Durch die Beeinflussung der für die Fäden so Es zeigt:
einzeln vorgesehenen Fadenleitrollen durch eine gemeinsame Fig. 1 einen Axialschnitt durch eine erste Ausführungs-Brems- und/oder Antriebswelle wird dabei sichergestellt, dass form und der Fadenvorschub zu jeder Stickstelle gleich ist, so dass sich Fig. 2 einen Axialschnitt durch eine zweite Ausfüh-
auch ein über alle Arbeitsstellen gleichmässiges Produkt rungsform.
ergibt. 65 Fig. 1 zeigt eine Fadenleitrolle für die Fadenzuführung zu
Dabei ist es aus den CH-PS 515 372, 535 313 und 616 715 einer Sticknadel einer Stickmaschine. Sie ist an einem Rollen-auch schon bekannt, die Fadenleitrolle mit einem Fadenreib- hebel angeordnet, durch dessen Verschwenken zwischen zwei belag zu versehen. Die Fadenspannung kann dann nicht mehr Endlagen nach Massgabe der Maschinensteuerung die Fa-
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denleitrolle über ein Ritzel 1 mit einer nicht dargestellten Brems- und/oder Antriebswelle kuppelbar oder von dieser abhebbar ist. An die Stelle des Ritzels 1 könnte ein Reibrad treten.
Das Ritzel 1 ist einstückig an einen Rollenkörper 2 angeformt. Der Rollenkörper wird von einer zentralen Axialöffnung 3 durchsetzt. An seinem Umfang weist er eine Fadennut 4 auf, die mit einem Fadenreibbelag 5 ausgekleidet ist. Der Fadenreibbelag 5 bedeckt im gezeigten Ausführungsbeispiel nicht nur den Nutengrund, sondern auch die seitlichen Nutenwände 6.
Dem frei drehbaren Rollenkörper 2 dient als Drehlager ein Zapfen 7. Der Zapfen 7 ragt aus einer nabenförmigen Ausbuchtung 8 im Zentrum einer ersten Führungsscheibe 9 vor. Die Ausbuchtung 8 weist Durchbrechungen ihrer Um-fangswand auf, durch die das Ritzel 1 mit der nicht dargestellten Brems- und/oder Antriebswelle koppelbar ist, wenn es bis zur Stirnwand 10 der Ausbuchtung 8 auf den Zapfen 7 eingeschoben ist.
An seinem freien Ende ist der Zapfen 7 geschlitzt und weist eine Ringschulter 11 auf. Durch leichtes Zusammendrücken der Zapfenteile unter Verminderung der Schlitzbreite lässt sich eine zweite Führungsscheibe 12 drehfest, jedoch leicht lösbar auf den Zapfen 7 aufstecken, wodurch der Rollenkörper 2 gesichert ist. Der Rollenkörper 2 lässt sich aber jederzeit auf einfachste Weise nach dem Abziehen der zweiten Führungsscheibe 12 vom Zapfen 7 abziehen, auf den er nur aufgesteckt ist, und durch einen anderen Rollenkörper 2 mit einem beispielsweise für einen anderen Faden passenden anderen Fadenreibbelag 5 austauschen.
Die beiden Führungsscheiben 9 und 12 bilden einen gegenüber dem Rollenkörper 2 nicht drehenden Teil der dargestellten Fadenleitrolle. Der Durchmesser der beiden Führungsscheiben 9,12 übertrifft dabei denjenigen des Rollenkörpers 2, so dass sie beidseits des Rollenkörpers 2 radial über dessen Umfang vorstehen. Die vorstehenden Teile der Führungsscheiben 9,12 sind nun so geformt, dass sie über den Umfang des Rollenkörpers 2 vorstehende Ringflansche 13 bilden, die eine radiale Fortsetzung der seitlichen Nutwände 6 der Fadennut 4 des Rollenkörpers 2 bilden.
Durch diese Ausbildung der Fadenleitrolle mit einem bezogen auf die Fadennut 4 peripher äusseren drehfesten und einem inneren drehenden Teil wird nun das lästige Hochklettern des in der Fadennut 4 laufenden Fadens unter Abheben vom Fadenreibbelag 5 wirksam verhindert.
Um nicht für jeden neuen Fadenreibbelag 5 den ganzen Rollenkörper 2 austauschen zu müssen, könnte auch in einer nicht dargestellten Variante der Fadenreibbelag auf einen Ring aufgezogen werden, der dann in geeigneter Weise vom 5 übrigen Rollenkörper 2 lösbar und drehfest auf diesen aufsetzbar ausgebildet ist. Angesichts der geringen im Betrieb auftretenden Kräfte genügt bereits eine Haftverbindung zwischen einem solchen Ring und dem übrigen Rollenkörper 2. Zur Sicherheit könnten zusätzlich noch zusammenwirkende io Nocken und Rasten an den beiden drehfest zu verbindenden Teilen vorgesehen werden.
Die Stirnwand 10 der Ausbuchtung 8 bildet zweckmässig einen Teil des Rollenhebels, mit dem die erste Führungsscheibe 9 zweckmässig einstückig hergestellt ist. Andererseits i5 sind natürlich auch andere Befestigungen der Fadenleitrolle über die erste Führungsscheibe am Rollenhebel denkbar.
Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform des Rollenkörpers und insbesondere der Fadennut. Die im Rollenkörper 20 dieser Ausführungsform gebildete Fadennut 21 hat die allge-2o meine Form eines flachen V mit entsprechend weitem Basiswinkel. An der Basis weist die Fadennut 21 überdies eine im Querschnitt rechteckige Vertiefung 22 auf. Diese dient zur Aufnahme und Halterung eines Fadenreibbelages 23 derart, dass dieser teilweise über die Vertiefung 22 hinaus in den sich 25 öffnenden Teil der Fadennut 21 vorragt, so dass die Reibbelagflanken 24 mit den ihnen gegenüberliegenden Nutwänden 25 einen Spalt 26 bilden.
Der Fadenreibbelag 23 ist im Querschnitt rechteckig, zweckmässig quadratisch und besteht aus einem elastisch-30 weichen Material, zum Beispiel aus weichelastischem Gummi oder weichelastischem Kunststoff mit geeignetem Reibungskoeffizienten. Er lässt sich somit durch Dehnen über den Aus-senrand des Rollenkörpers 20 leicht entfernen und einsetzen. Das Auswechseln des Fadenreibbelages 23 ist so leicht 35 möglich.
Im Betrieb wird der oft ruckweise abgezogene Faden unter Zug entlang einer Nutenwand 25 der Fadennut 21 in den Spalt 26 gezogen und durch den dabei erfolgenden Kontakt mit der Reibbelagflanke 24 gebremst. Sollte er dabei in den io Spalt zwischen den Fadenreibbelag 23 und der Vertiefung 22 hineingezogen werden, so lässt er sich wegen der parallelen Wände die diesen Spalt begrenzen und wegen der weichen Beschaffenheit des Fadenreibbelages 23 jederzeit leicht wieder herausziehen.
C
1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
- 659 457 2PATENTANSPRÜCHE dadurch verändert werden, dass der Faden auf seiner Rolle1. Fadenführungseinrichtung für eine Textilmaschine, ins- rutscht. Die Praxis zeigt daher, dass es keinen Fadenreibbelag besondere eine Stickmaschine, wobei für jeden Faden eine mit gibt, der sich für alle zu verarbeitenden Fadenqualitäten eig-einem Fadenreibbelag versehene, frei drehbar gelagerte Fa- net. So neigen einige Fadenarten auf den üblichen Fadenreib-denleitrolle mit einer für alle Fadenleitrollen gemeinsamen 5 belägen zum Rutschen, andere zeigen eine ausgesprochene Brems- und/oder Antriebswelle kuppelbar ist, dadurch ge- Tendenz an den Seitenwänden der Fadenleitrolle hochzuklet-kennzeichnet, dass ein den Fadenreibbelag (5,23) in einer Fa- tern. Dadurch wird der Reibschluss mit dem Fadenreibbelag dennut (4,21) aufweisender Rollenkörper (2,20) zwischen beeinträchtigt. Überdies kommt es in vielen Fällen schliess-zwei drehfesten Führungsscheiben (9,12) frei drehbar gela- lieh auch dazu, dass der Faden aus der Fadennut herausfällt, gert ist, von denen die erste Führungsscheibe (9) ein Drehla- i0 Betriebsstörungen sind die Folge.ger (7) des auf dieses auswechselbar aufgesteckten Rollenkör- Eine dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechende Fa-pers (2,20) bildet, die zweite Führungsscheibe (12) jedoch für denführungseinrichtung an einer Stick- oder Steppmaschine die Entnahme des Rollenkörpers (2,20) lösbar auf die erste ist der CH-PS 584 651 zu entnehmen. Der Fadenreibbelag beaufgesteckt ist. steht hier aus einem in eine Fadenführungsnut der Fadenleit-
- 2. Fadenführungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch 15 rolle eingelegten elastischen O-Ring. Dieser bildet beidseits gekennzeichnet, dass die Führungsscheiben (9,12) radial über mit den Nutwänden Führungsspalten, die insbesondere feine den Rollenkörper (2) vorstehen und mit über den Umfang des Fäden aufnehmen können. Eine Auswechslung des O-Ringes Rollenkörpers (2) greifenden Teilen (13) eine radiale Fortset- oder der Fadenleitrolle mit dem O-Ring ist nicht vorgesehen, zung der die Fadennut (4) seitlich begrenzenden Nutwände Die DE-OS 31 32 843 zeigt an Textilmaschinen allgemein (6) des Rollenkörpers (2) bilden. 20 ebenfalls die Verwendung eines in eine Führungsnut der Fa-
- 3. Fadenführungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, da- denleitrolle eingelegten O-Ringes für die Führung feiner Fä-durch gekennzeichnet, dass am Rollenkörper (2) ein Ritzel (1) den beziehungsweise einen in den Grund der Führungsnut oder ein Reibrad angeformt ist, das in einer nabenförmigen eingelegten Fadenreibbelag in Form eines Gummibandes. Ausbuchtung (8) in einer der Führungsscheiben (9) läuft und Auch diese sind nicht zur Auswechslung zwecks Anpassung durch Öffnungen in dieser Ausbuchtung hindurch mit einer 25 der Reibung an den jeweils zu verarbeitenden Faden vorgese-Welle kuppelbar ist. hen.
- 4. Fadenführungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Fadenfüh-gekennzeichnet, dass an der nabenförmigen Ausbuchtung (8) rungseinrichtung zu schaffen, die auf einfache Weise mit dem ein Zapfen (7) gebildet ist, der die Drehachse für den frei dreh- für den jeweils zu verarbeitenden Faden beziehungsweise Ver-bar auf den Zapfen (7) aufgesteckten Rollenkörper (2) bildet 30 wendungszweck optimalen Fadenreibbelag versehen werden und auf dessen freien Enden die andere Führungsscheibe (12) kann, wobei der Faden im Betrieb weder rutscht, noch sich drehfest jedoch lösbar aufgesteckt ist. verklemmt, noch durch Hochklettern an den Seitenwänden
- 5. Fadenführungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 vom Fadenreibbelag abhebt.bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die eine der beiden Füh- Die Lösung dieser Aufgabe für eine Fadenführungsein-rungsscheiben (9) zur verschwenkbaren Lagerung der Faden- 35 richtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist im kenn-leitrolle einstückig mit einem Rollenhebel versehen ist. zeichnenden Teil desselben angegeben.
- 6. Fadenführungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 Dadurch, dass die Fadenleitrolle aus einem zwischen zwei bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenreibbelag (5) drehfesten Führungsscheiben angeordneten Rollenkörper be-auf einem auswechselbar auf den Rollenkörper (2) drehfest steht, der auf ein durch die eine Führungsscheibe gebildetes aufsetzbaren Ring befestigt ist. 40 Drehlager aufgesteckt ist, kann er leicht ausgewechselt wer-
- 7. Fadenführungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch den. Für das Auswechseln des Rollenkörpers genügt es, die gekennzeichnet, dass der Rollenkörper (20) eine V-förmige ihn lösbar haltende Führungsscheibe und danach den Rollen-Fadennut (21) mit einer an deren Basis angeordneten Vertie- körper abzuziehen. Es kann dann einfach ein anderer mit dem fung (22) zur teilweisen Aufnahme eines auswechselbaren Fa- zum jeweiligen Faden passenden Fadenreibbelag versehener denreibbelages (23) aufweist, der die Form eines im Quer- 45 Rollenkörper eingesetzt oder der Fadenreibbelag gegen den schnitt rechteckigen, vorzugsweise quadratischen Ringes aus gewünschten ausgetauscht werden. Durch die Verwendung elastisch-weichem Material hat und in dem V-förmigen Teil des jeweils optimalen Fadenreibbelages ist das Rutschen des der Fadennut (21) vorsteht und mit seinen Flanken (24) mit Fadens oder seine Verklemmung im Betrieb vermieden.den gegenüberliegenden Nutenwänden (25) einen Spalt (26) Überdies ist auch seine Tendenz zum Hochklettern erheblich bildet. so vermindert.Mit der Ausführung nach Anspruch 2 wird die Tendenz zum Hochklettern des Fadens an den Nutwänden weiter unterdrückt. Klettert nun ein Faden an der Nutwand hoch, so
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