CH660077A5 - Sicherungseinrichtung fuer schusswaffen, insbesondere automatische pistolen. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sicherung für Schusswaffen, insbesondere automatische Pistolen.
Derartige Einrichtungen dienen im Bedarfsfall zur Sicherung des Zündmechanismus der Waffe, um ein unerwünschtes Abfeuern eines Schusses zu verhindern. Derartige Sicherungen sind von beiden Seiten der Waffe betätigbar und können sowohl mit der rechten als auch der linken Hand des Schützen betätigt werden.
Aus der Praxis sind verschiedene Ausführungen der Sicherungen bekannt, welche zur Sicherstellung eines bestimmten Elementes des Mechanismus bei Schusswaffen dienen und das unerwünschte Abfeuern des Schusses verhindern. Die meisten bekannten Ausführungen der Sicherungen werden so gelöst, dass sie aus mehreren Bestandteilen bestehen,
deren Herstellung und Montage sehr mühsam ist, weil es sich um die genaue Herstellung von verhältnismässig kleinen Bestandteilen handelt. Bei einigen Typen von Waffen ist es aus Platzgründen sehr schwierig, die Betätigungsdruckknöpfe der Sicherung so anzubringen, dass sie gut zugänglich, leicht beherrschbar und in ihrer Funktion einwandfrei sind. Diese Anforderung ist an sich sehr anspruchsvoll und, wenn die Sicherung sowohl durch die rechte als auch die linke Hand des Schützen betätigt werden soll, wird sie zusätzlich erschwert und wurde bisher nicht zufriedenstellend erfüllt. Es ist sehr schwierig, alle diese Anforderungen zu erfüllen und es ist noch nicht gelungen, alle Anforderungen komplex zu lösen. Sofern es gelingt, eine von diesen Anforderungen in vollem Umfang zu erfüllen, geschieht es gewöhnlich zum Nachteil einer anderen Anforderung.
Bei Sicherungen an bekannten Waffen werden meistens hohe Anforderungen an deren Einbau in die Waffe gestellt. Ausserdem wird es verlangt, dass der Betätigungsteil oder Drücker der Sicherung den ästhetischen Anforderungen genügt, und dass er weder durch seine Durchführung noch s Unterbringung die äussere Oberfläche der Waffe und begreiflicherweise nicht einmal das gesamte Aussehen der Waffe stört. Dies bedeutet, dass die Betätigungsglieder der Sicherung nicht zu weit aus dem Rahmen der Waffe heraustreten, dass sie beim Tragen nicht stören und auch beim Heraus-io nehmen der Waffe aus dem Futteral oder aus der Tasche nicht im Wege stehen.
Die bisher bekannten Sicherungen erfüllen nicht alle diese Anforderungen und dazu sind sie auf eine komplizierte Weise gelöst, und sie bestehen aus einer grossen Anzahl von 15 Bestandteilen und stellen bedeutende Ansprüche an die Herstellungsgenauigkeit der einzelnen Teile, deren Montage usw.
Aufgabe der Erfindung ist es, die beschriebenen Nachteile zu beheben und eine Lösung zu schaffen, bei der die ein-20 zelnen Funktionslagen der Sicherung, nämlich «gesichert» und «entsichert» vollkommen und sicher fixiert sind, und dass der Übergang von einer Lage in die andere keine grössere Kraft verlangt. Dabei sollen die Betätigungsdruckelemente der Sicherung von beiden Seiten der Waffe leicht 25 beherrschbar sein, und infolgedessen kann die Waffe aus der gewöhnlichen Produktion sicher und zuverlässig sowohl durch die rechte als auch die linke Hand des Schützen betätigt werden.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäss durch die Merkmale 30 im Kennzeichnungsteil des ersten Anspruches gelöst.
Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen umschrieben.
Die beschriebene Sicherungseinrichtung beseitigt auch die Notwendigkeit der parallelen Produktion der Waffen, die für 35 Linkshänder zugerichtet sind, weil die beschriebene Lösung die sichere Betätigung der Sicherung von beiden Seiten der Waffe ermöglicht, so dass die eine Ausführung der Waffe sowohl vom Rechts- als auch vom Linkshänder benützt werden kann, ohne dass es nötig wäre, etwas an der Kon-40 struktion der Waffe zu ändern.
Die Konstruktion der vorliegenden Sicherungseinrichtung ist gegenüber bekannten Ausführungen sehr einfach und verlangt die Durchführung minimaler Operationen im Rahmen der Waffe. Infolgedessen ist sowohl die Herstellung als auch 45 die Montage der vorliegenden Sicherungseinrichtung sehr einfach. Die Sicherungseinrichtung kann als ein Ganzes oder aus einem Stück hergestellt werden und zur Befestigung im Rahmen der Waffe ist die Öffnung im Rahmen der Waffe für den Sicherungszapfen ausreichend. Ein weiterer Vorteil der so Sicherungseinrichtung beruht darin, dass sie bezüglich Herstellung anspruchslos ist. Sie kann mit Vorteil als ein Ganzes durch Giessen hergestellt werden.
Die Klinke kann ferner mit einer Feder belastet sein und der Einschnitt oder die schräge Kante kann für die Berüh-55 rung mit einer Kugel bestimmt sein, die in der Öffnung des Rahmens der Waffe gelagert ist.
Ferner kann die erwähnte Klinke ein Vorsprung aufweisen, der in eine Aussparung im Arm eingreift, auf dem die Klinke gelagert ist.
60 Zudem können die Arme der Sicherung mit dem Verbindungsteil U-förmig sein, wobei in diesen Armen an der Stelle nahe des Verbindungsteiles die Öffnungen für den Durchgang des Zapfens gebildet sind, während an den freien Enden dieser Arme gekrümmte Flächen vorhanden sind, die für die 65 Berührung mit dem Einschnitt des Verschlusses der Waffe ausgerichtet sind.
Anhand der beigelegten Zeichnungen wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Teiiseitenansicht der linken Seite einer Pistole mit Sicherungseinrichtung in der nicht gesicherten Lage, wobei die Sicherungskante, welche die Klaue des Schnappers des Hahnes berührt, gestrichelt ist,
Fig. 2 wie Fig. 1, jedoch von der rechten Seite, mit einem Teilausschnitt der Sicherung, der so geführt ist, dass einerseits die Klinke der Sicherung mit der Feder und ferner ein Teilschnitt durch den Rahmen an der Lagerstelle der Kugel gut sichtbar ist,
Fig. 3 wie Fig. 1, mit einem gespannten Hahn und dem eingefallenen Schnapper des Hahnes, gestrichelt dargestellt, wobei das Betätigungselement der Sicherung in die Sicherungslage ausgelenkt ist.
Fig. 4 wie Fig. 2, wobei die Sicherungseinrichtung so geführt ist, dass deren Klinke mit Feder und Lagerung der Kugel sichtbar sind,
Fig. 5 eine Draufsicht des eigentlichen Körpers der Sicherung,
Fig. 6 einen Schnitt durch den Körper nach Fig. 5, in der Ebene A-A, in welcher der innere Teil des linken Armes der Sicherung durch die Sicherungskante ersichtlich ist und
Fig. 7 einen Schnitt durch den Körper nach Fig. 5, in der Ebene B-B, in welcher der innere Teil des rechten Armes der Sicherung sichtbar ist.
Im Rahmen 1 der Waffe 2 der Pistole ist ein Zapfen 3 gelagert, der das Sicherungsstück 4 trägt. Dieses Stück 4 ist in der senkrechten Ebene um den Zapfen 3 ausschwenkbar, und, wie es aus Fig. 1 und 2 gut ersichtlich ist, befindet sich dieser Zapfen 3 am hinteren Ende des Rahmens 1 der Waffe 2.
Das Sicherungsstück 4 ist in Draufsicht U-förmig, wie dies aus Fig. 5 hervorgeht. Das Sicherungsstück 4 besteht aus zwei parallelen Armen 5,6, die über ein Verbindungsteil 7 verbunden sind. Nahe des Verbindungsteiles 7 haben die Arme 5,6 eine Queröffnung 8, die u.U. direkt in dem Verbindungsteil 7 angeordnet sein kann. An den freien Enden der Arme 5, 6 sind Betätigungselemente 9,10 mit gerillten Druckflächen vorhanden, welche so zugerichtet sind, dass die Waffe bequem und zuverlässig betätigt werden kann. Im oberen Innenteil des Armes 5 der Sicherung 4 sind gekrümmte Flächen 11,12 vorhanden, während der obere Innenteil des zweiten Armes 6 analog gekrümmte Flächen 13,14 trägt, wie es aus Fig. 6 und 7 ersichtlich ist. Diese gekrümmten Flächen 11, 12, 13 dienen als Sicherungsklauen, die bei gesicherter Waffe in die Quereinschnitte 15 im Verschluss 17 der Waffe 2 eingreifen.
Auf der Innenfläche des Armes 5 des Sicherungsstückes 4 ist eine Kante 18 vorhanden, die in Fig. 1 gestrichelt und in Fig. 5 und 6 voll ausgezogen ist. Diese Kante 18 dient zur Sicherstellung des Schnappers 19 des Hahnes 29 mit Hilfe der Sicherungsfläche 20 am Ende des Schnappers 19, wie es aus Fig. 1 und 3 ersichtlich ist.
Auf der Innenfläche des Arms 6 des Sicherungsstückes 4 ist eine Aussparung vorhanden, in der die Klinke 21 gelagert ist, deren eines Ende mit der Feder 22 belastet wird, während
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ihr zweites Ende mit einem Einschnitt 23 und einer schrägen Kante 24 versehen ist.
Die Sicherungseinrichtung arbeitet wie folgt:
In Fig. 1 ist das Sicherungsstück 4 in der Ruhestellung dargestellt, in welcher der Hahn 29 nicht gespannt ist. In dieser Lage ragt die Sicherungsfläche 20 auf dem Schnapper 19 des Hahnes 29 über die Kante 18 am Innenteil des Armes 5 des Sicherungsstückes 4 hinaus. Diese Kante 18 (Fig. 6) erlaubt nicht, dass das Sicherungsstück 4 in die Sicherungslage abgelenkt wird, und das Sicherungsstück wird in dieser Stellung mit Hilfe des Einschnitts 23 der Klinke 21 gehalten, der durch die Feder 22 in Eingriff mit der Kugel zugedrückt wird, die in der Öffnung 26 des Rahmens 1 der Waffe 2 gelagert ist.
Beim Spannen des Hahnes 29 (Fig. 3) wird die Sicherungsfläche 20 des Schnappers 19 des Hahnes 29 in eine Stellung nach links versetzt, in welcher das Sicherungsstück sich in die Sicherungslage auslenken kann. Dadurch fällt die am Innenteil des Armes 5 des Sicherungsstückes 4 gebildete Kante 18 hinter die Sicherungsfläche 20 des Einstellelementes 19 des Hahnes ein und die gekrümmten Flächen 11, 12,13, 14 an den Innenteilen des Armes 5, 6 fallen in den Quereinschnitten 15 im Verschluss 17 der Waffe 2 ein. Dadurch wird eine Bewegung des Verschlusses 17 verunmög-licht. Infolgedessen ist die Waffe vollkommen gesichert,
denn es kommt nicht nur zur Sicherung des Anlassmechanismus, sondern auch zur Sicherstellung des Verschlusses 17 der Waffe, die nicht schiessen kann.
Das Sicherungsstück 4 wird in der gesicherten Lage durch die Feder 22 gehalten, die durch die Klinke 21 belastet wird, deren schräge Kante 24 auf die Kugel 25 aufsitzt.
Das Sichern und Entsichern der Waffe 2 wird so durchgeführt, dass von der linken oder rechten Seite mit dem Daumen des Schützen ein Druck von unten oder oben auf das Betätigungselement 9 oder 10 des Sicherungsstückes 4 ausgeübt wird, um es um den Zapfen 3 zu drehen, der im Rahmen der Waffe 2 eingesetzt ist.
Aus Fig. 5 geht hervor, dass das Sicherungsstück 4 aus den Armen 5,6 und dem Verbindungsteil 7 besteht. Diese Ausführung erleichtert die Montage und die Demontage dadurch, dass eine Feder 22 in das Sicherungsstück 4 eingeschoben wird, und anschliessend die Klinke 21 in die Aussparung im Arm 6 des Sicherungsstückes 4, bis der Vorsprung 27 der Klinke 21 in die Aussparung 28 in dem Innenteil des Armes 6 fällt. Beim abgespannten Hahn 29 wird das Sicherungsstück 4 mit der eingelegten Feder 22 und der Klinke 21 von hinten auf den Rahmen 1 der Waffe 2 so weit aufgeschoben, bis sich der Zapfen 3 durch die Öffnung 8 der Arme und den Rahmen 1 der Waffe 2 durchschieben lässt, wodurch die Montage der Sicherungseinrichtung beendet ist.
Die Form der Sicherungseinrichtung ist so gewählt, dass sie sowohl mit dem Rahmen 1 der Waffe 2 als auch mit dem Griff 16 vollkommen verfliesst, wobei die Ausführung und die Lage der Betätigungselemente 9, 10 sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder betätigbar ist.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Sicherungseinrichtung für eine Schusswaffe, insbesondere automatische Pistolen, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus zwei parallel geführten und gegenseitig verbundenen Armen (5,6) besteht, die mittels eines Zapfens (3) am Rahmen ( 1 ) der Waffe (2) befestigt sind, wobei auf dem einen Arm (5) eine Kante ( 18) gebildet ist, die für die Berührung mit einer Sicherungsfläche (20) auf einem Schnapper (19) des Hahnes (29) ausgerichtet ist, während in einem zweiten Arm (6) eine Klinke (21) gelagert ist, die mit einem Einschnitt (23) und einer schrägen Kante (24) versehen ist.
2. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (21) mit einer Feder (22) belastet ist, dass der Einschnitt (23) und die schräge Kante (24) für die Berührung mit einer Kugel (25) bestimmt sind, die in der Öffnung (26) des Rahmens (1) der Waffe (2) gelagert ist.
3. Sicherungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (21) einen Vorsprung (27) aufweist, der in eine Aussparung (28) im Arm (6) hineinragt.
4. Sicherungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Arme (5,6) mit dem Verbindungsteil (7) zusammen U-förmig sind, und die Arme (5, 6) an der Stelle benachbart zum Verbindungsteil (7) Öffnungen (8) für den Durchgang des Zapfens (3) aufweisen, während an den freien Enden der Arme (5,6) gekrümmte Flächen (11,12,13,14) vorhanden sind, die für eine Berührung mit einem Einschnitt (15) des Verschlusses (17) der Waffe (2) bestimmt ist.
5. Sicherungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Betätigungselemente (9,10) an den freien Enden der Arme (5,6) angebracht sind.
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