CH660627A5 - Hohlladung. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hohlladung, die eine primäre Wirkung erzielt, indem ein Ziel unter Bildung eines Loches durchschlagen wird, und eine sekundäre Wirkung erzielt, indem weitere Teile, die durch das Loch eindringen, im Ziel zerstörend wirken, welche Hohlladung einen kegelförmigen, mit der Wirkungsrichtung derselben ausgerichteten Hohlraum und eine Einlage aus Metall aufweist, wobei beim Zünden der Ladung ein die erste Wirkung erzielender Stachel mit einer ersten Geschwindigkeit und ein Stössel mit einer zweiten, kleineren als die erste Geschwindigkeit erzeugt wird, welche Hohlladung einen zusätzlichen Körper aufweist, der vor der Einlage angeordnet oder damit einstückig ausgebildet ist und dazu dient, nach erfolgtem Zünden der Ladung einen getrennten Teil zu bilden, der dem Stachel nachfolgt und Teil der weiteren Teile ist, die die sekundäre Wirkung erzielen.
Ziel der Erfindung ist eine Hohlladung zu zeigen, die einen sehr wirkungsvollen Zerstörungseffekt schafft, jedoch immer noch in bezug auf ihre Herstellung eine technisch einfache und billige Lösung bildet. Die kennzeichnenden Merkmale der neuen Hohlladung sind im Patentanspruch 1 definiert. Durch die vorgeschlagene Erfindung ist eine wirksame Eindringfunktion für sogar einen verhältnismässig dicken Panzerschutz für Ziele erhalten. Im Falle, dass die Teilchen der hinteren Abschnitte des Stachels eine Geschindigkeit von beispielsweise 3000 m/s aufweisen, ist die Geschwindigkeit des nachfolgenden getrennten Teiles, der vorzugsweise pfeilspitzen- oder geschossförmig ist, ungefähr 2800 m/s, das heisst, dass die Geschwindigkeit diejenige des Stössels von ungefähr 500 m/s deutlich übersteigt. Durch die vorgeschlagene Ausbildung ist ein wirksamer, sogenannter Tandemstrahl erzeugt, welcher ein entscheidende, sekundäre Wirkung aufweist. Es muss darauf hingewiesen werden, dass der getrennte Teil nicht nur in das Loch eindringt, welches durch den Stachel erzeugt worden ist, sondern auch das Loch ver-grössert, so dass der Stössel, welcher den getrennten Teil nachfolgt, ebenfalls in das Loch eindringen kann.
. Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Hohlladung wird unter Bezugnahme auf die beigelegte Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt:
Figur 1 schematisch die verschiedenen Teile eines Strahles einer Hohlladung gemäss der vorliegenden Erfindung und ihre relativen Stellungen beim Ziel nach der Zündung der Ladung, und
Figur 2 eine Ausführung der Erfindung, bei welche die Hohlladung in einem Geschoss oder ähnlichem eingebaut ist.
In der Figur 1 ist ein Zielgegenstand mit 1 bezeichnet. Dieser Zielgegenstand könnte mit einer Schutzpanzerung versehen sein, die durchgeschlagen werden soll, um eine zerstörende Wirkung in der Form von Druck, Feuer, Splitter oder Gift innerhalb des Zieles zu bewirken. Dabei wirkt die Hohlladung mit einer primären Wirkung und einer sekundären Wirkung. Die primäre Wirkung wird durch ein Eindringen bzw. Durchschlagen eines Stachels 2 der Hohlladung erzielt, welcher Stachel 2 in der Schutzpanzerung ein Loch bildet. Die sekundäre Wirkung wird durch weitere Teile erzielt, welche durch das genannte Loch eindringen, den
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erwünschten Druckanstieg, das Feuer, die Splitter und/oder das Gift innerhalb des Zieles bewirken. Das Loch im Schutzpanzer, das durch den Stachel gebildet wird, ist mittels der strichlinierter Linien la eingedeutet.
Gemäss der Erfindung erzeugt die Hohlladung einen Stachel der einen verhältnismässig hohe Durchschlagkraft aufweist. Ein charakteristisches Merkmal dieser Hohlladung ist die Tatsache, dass die verschiedenen Teilchen beim vorderen Abschnitt des Stachels eine verhältnismässig hohe Geschwindigkeit aufweisen, beispielsweise weisen die Teilchen des vorderen Abschnittes 2a des Stachels eine Geschwindigkeit von etwa 10 000 m/s auf. Blickt man im Stachel rückwärts, nimmt die Geschwindigkeit der Teilchen ab, derart, dass die Geschwindigkeit der Teilchen bei den hinteren Abschnitten 2b des Stachels nurmehr ungefähr 3000 m/s beträgt.
Hohlladungen dieser Bauform erzeugen zusätzlich zum Stachel 2 einen Stössel 3, der eine verhältnismässig tiefe Geschwindigkeit V3 aufweist, z.B. etwa 500 m/s. Der Aussen-durchmesser des Stössels 3 ist bedeutend grösser als der Durchmesser D des Loches la, das durch den Stachel 2 gebildet worden ist.
Gemäss der Erfindung ist weiter ein getrennter Teil 4 vorhanden, der durch die Hohlladung gebildet worden ist und welcher dem Stachel 2 nachfolgt, jedoch vom Stössel 3 getrennt ist und eine Geschwindigkeit V4 aufweist, welche sehr viel höher ist als die Geschwindigkeit V3 des Stössels 3 ist. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist dieser getrennte Teil 4 eine Geschwindigkeit V4 auf, welche kleiner als die Geschwindigkeit V2 der hinteren Teile des Stachels ist, welche Geschwindigkeit jedoch nicht mehr als 1000 m/s und vorzugsweise 500 m/s beträgt. In dieser genannten Ausführung weist der getrennte Teil 4 eine Geschwindigkeit V4 von etwa 2800 m/s auf, das heisst ungefähr 2000 m/s weniger als die Geschwindigkeit vi und ungefähr 2300 m/s mehr als die Geschwindigkeit V3 des Stössels 3.
Gemäss der bevorzugten Ausführung weist der getrennte Teil 4 eine pfeilspitzen- odergeschossförmige Form auf, welche Form bewirkt, dass dieser Teil einfacher durch das Loch la hindurchdringen kann. Dergrösste Durchmesser des Teiles 4 ist grösser als der Durchmesser D des Loches la, jedoch weist dieser getrennte Teil 4, aufgrund seiner Geschwindigkeit V4 und zum Teil auch aufgrund seiner Form 4 eine beträchtliche Durchstossfähigkeit im Loch la auf. Der Durchmesser d des Teiles 4 ist in diesem Beispiel ungefähr zehnmal grösser als der Durchmesser d' des Stachels. Die Erfindung ist nicht auf diese Figur beschränkt; beispielsweise kann der Durchmesser d 5-30mal grösser sein als der Durchmesser d' des Stachels. Der Teil 4 könnte auch als eine Verlängerung des Stachels betrachtet werden, so dass der Stachel 2 und der Teil 4 einen sogenannten Tandemstrahl bilden. Der Teil 4 erweitert das Loch 1 a, so dass der begleitende Stössel einfacher durch das Loch Ia hindurchdringen kann. Der Teil 4 vergrössert auch die sekundäre Zerstörungswirkung in Form von Splittern, plötzlichem Druck, Feuer und/oder Ausbreitung von Gift, welche Wirkung in einigen Fällen durch den Stössel erhöht werden.
Eine Hohlladung, welche einen wie oben erwähnt ausgebildeten Strahl erzeugt, ist in der Figur 2 dargestellt. Diese Hohlladung ist ein einstückiger Teil eines Geschosses, bei welchem der Sprengkopf den mittleren oder hinteren Teil bildet. In einem solchen Fall weist die Hohlladung 5 ein äusseres Gehäuse 6 und bei den hinteren Teilen eine Vorrichtung 7 zum Zünden der Ladung auf. Es ist noch zu bemerken, dass das Geschoss in einer als solche bekannten Weise eine festgelegte Strecke vor der Oberfläche des Zieles entfernt gezündet wird, so dass eine optimale Strahlform gemäss demjenigen der Figur 1 erhalten wird.
Die Ladung innerhalb des Gehäuses 6 weist einen rotationssymmetrisch geformten Sprengstoff 8 auf, beispielsweise ein gegossenes Hexatol. In der Ladung ist ein Hohlraum 9 ausgebildet, der von einer Einlage 10 überdeckt ist; beispielsweise ist hier eine Kupferschicht vorhanden. Der Hohlraum 9 ist ungefähr konisch auseinanderlaufend ausgebildet, wobei seine Aussenfläche ein wenig konkav verläuft. Der Scheitelbereich des kegelförmigen Hohlraumes 9 ist beim hinteren Teil angeordnet, wobei der Kegel in Richtung des auszubildenden Strahles auseinanderlaufend ausgebildet ist, welche Richtung durch den Pfeil S angedeutet ist. Beim Ende 5a der Hohlladung endet die metallene Einlage 10 vor dem Ende des Sprengstoffes, und beim hintersten Teil der Ladung ist ein weitgehend zylindrischer Ring 11 angeordnet, welcher teilweise im Sprengstoff 8 eingesenkt ist. Der Ring ist, in axialer Längsrichtung gesehen, um mehr als 50% im Sprengstoff eingesenkt, vorzugsweise um 60-90%. Der zylindrische Ring ist aus Zirkon, Titan, Aluminium oder einem entsprechenden Metall hergestellt. Der Ring ist von einem ringförmigen Teil 8a des Sprengstoffes umgeben, und die Dicke des Ringes berägt 2-10% des Aussendurchmessers der Munition. Das Gewicht des Ringes beträgt für eine Munition mit einem Kaliber von 70 mm etwa 1.75 N. Das Gewicht des Ringes kann jedoch zwischen 1,00 und 2,50 N betragen, vorzugsweise 1,50-2,00 N.
Die innere Endseite 1 Ia des Ringes berührt die entsprechende Endseite 10a der Metalleinlage 10 derart, dass eine weitgehend dichte Verbindung gebildet ist. Die Endfläche 1 la des Ringes weist einen Flansch 1 lb auf, der einen kleinen Teil der Aussenfläche der Metalleinlage beim Ende 10a umschliesst. Weiter weist der Ring beim äusseren Ende 11 d ein Aussengewinde 1 lc auf. Mittels dieses Gewindes kann der Ring in einem entsprechenden Innengewinde 6a im äusseren Gehäuse 6 festgemacht werden. Bei dem genannten Ende 11 d weist der Ring zusätzlich einen Führungsflansch 1 le auf.
Wenn der Sprengstoff 8 gezündet wird, wird die Einlage 10, beginnend bei ihrem oberen Ende, zusammengedrückt. Der Einlageabschnitt, welcher der Längsachse der Hohlladung zugekehrt ist, bildet dann den Stachel, welcher mit hoher Geschwindigkeit ausgestossen wird. Der andere Abschnitt der Einlage erzeugt den Stössel, derart, dass Metall vom Scheitelbereich des Kegels den hinteren Teil des Stössels bildet und Metall vom Basisbereich des Kegels die vorderen Teile des Stössels bildet. Etwa 50% der Einlage bildet den Stachel, währenddem der Rest der Einlage im Stössel enthalten ist.
Wie bereits erwähnt worden ist, wird aufgrund der besonderen Formgebung und Stellung des Ringes 11 zusätzlich ein getrennter Teil 4 gebildet, welcher Teil eine viel höhere Geschwindigkeit als der Stössel 3 aufweist, beziehungsweise eine Geschwindigkeit, die nur wenig kleiner ist als die Geschwindigkeit der hinteren Abschnitte des Stachels. Etwa 0,27 N des Ringes bildet den Teil 4. Der Rest des Materials des Ringes ist im Stössel 3 enthalten.
Die Erfindung ist nicht auf diese Ausführung begrenzt und kann innerhalb des Geltungsbereiches der Ansprüche geändert werden. Beispielsweise kann anstelle des getrennten Ringes der Ring auch einstückig mit der Einlage 10 ausgebildet sein und eine andere Form aufweisen sowie an einer anderen Stelle angeordnet sein. Weiter ist es nicht notwendig, dass der Raum 8a ringförmig ist.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Hohlladung, die eine primäre Wirkung erzielt, indem ein Ziel ( 1 ) unter Bildung eines Loches ( 1 a) durchschlagen wird, und eine sekundäre Wirkung erzielt, indem weitere Teile (3,4), die durch das Loch (la) eindringen, im Ziel zerstörend wirken, welche Hohlladung einen kegelförmigen, mit der Wirkungsrichtung (S) derselben ausgerichteten Hohlraum (9) und eine Einlage (10) aus Metall aufweist, wobei beim Zünden der Ladung (8) ein die erste Wirkung erzielender Stachel (2) mit einer ersten Geschwindigkeit (vi, V2) und ein Stössel (3) mit einer zweiten, kleineren als die erste Geschwindigkeit (vî) erzeugt wird, welche Hohlladung einen zusätzlichen Körper (11) aufweist, der vor der Einlage ( 10) angeordnet oder damit einstückig ausgebildet ist und dazu dient, nach erfolgtem Zünden der Ladung einen getrennten Teil (4) zu bilden, der dem Stachel (2) nachfolgt und Teil (4) der weiteren Teile (3,4) ist, die die sekundäre Wirkung erzielen, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzliche Körper (11) derart angeordnet ist, dass der getrennte Teil (4) vor dem Stössel (3) fliegt und davon einen Abstand hat und eine Geschwindigkeit aufweist, die viel höher ist als die Geschwindigkeit des Stössels (3).
2. Hohlladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der durch den zusätzlichen Körper (11) gebildete getrennte Teil (4) pfeilspitzen- oder geschossförmig ist und in einem kleinen Abstand dem hinteren Abschnitt (2b) des Stachels (2) folgt und ungefähr dieselbe Geschwindigkeit (V4) wie der hintere Abschnitt (2b) des Stachels (2) aufweist.
3. Hohlladung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der getrennte Teil (4) eine Geschwindigkeit aufweist, die höchstens 1000 m/s kleiner als die Geschwindigkeit des hinteren Abschnitts des eindringenden Stachels (2) ist, welche Geschwindigkeit vorzugsweise 500 m/s kleiner ist.
4. Hohlladung nach einem der Ansprüche 1 -3, dadurch gekennzeichnet, dass der zusätzliche Körper ( 11 ) als weitgehend zylindrischer Ring ausgebildet ist, der von der Einlage (10) aus Metall getrennt ist, jedoch mit seinen hinteren Teilen ( 11 a) nach hinten ragt und damit in Berührung mit dem vorderen Ende (10a) der Einlage (10) steht und vorzugsweise aus Zirkon, Titan oder Aluminium gefertigt ist.
5. Hohlladung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Ring (11) innerhalb der Sprengladung (8) der Hohlladung angeordnet ist, so dass ein Teil (8a) der Sprengladung (8) den Hauptteil der Aussen-fläche des Ringes (11) umgibt.
6. Hohlladung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Länge des Teiles (8a) der Sprengladung (8) mehr als 50%, vorzugsweise 60-90%, der axialen Länge des zylindrischen Ringes misst.
7. Hohlladung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil (8a) der Sprengladung (8) ringförmig ist und in radialer Richtung gesehen eine Dicke von 2-10% des Aussendurchmessers derselben aufweist.
8. Hohlladung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Ring (11) eine Stirnseite (10a) der metallenen Einlage (10) berührt und ungefähr dieselbe Dicke wie die metallene Einlage (10) aufweist.
9. Hohlladung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring ( 11 ) ein Aussengewinde (1 lc) aufweist, welches zum Festhalten desselben in einem entsprechenden Innengewinde des Aussen-gehäuses (6) der Hohlladung dient.
10. Hohlladung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewicht des Ringes 1,00-2,50 N, vorzugsweise 1,50-2,00 N, beträgt.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased | ||
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