CH660759A5 - Flachstrickmaschine mit durch kurbeln betaetigtem antrieb der nadeln. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Flachstrickmaschine mit durch Kurbeln betätigtem gesonderten Antrieb für jede Nadel nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus der SU-PS 164 914 ist bereits eine Flachstrickmaschine mit längs jedes Nadelbettes angebrachten Wellen zum Antrieb der Nadeln bekannt. Zwei dieser Wellen sind
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mit Nocken zum Zusammenwirken mit den Nadeln versehen, während die dritte Welle einen Programmlochstreifen aufweist. Zur Erzielung der verschiedenen Nadelstellungen, z.B. Masche oder Fang, sind die Nocken so stufenförmig ausgebildet, dass die eine Hälfte ihrer Dicke den Anlauf für den vollständigen Austrieb der Nadeln und die andere Hälfte den Anlauf für den Fangaustrieb aufweist. Zur Ermöglichung des Strickens von Masche oder Fang ist die Nockenwelle um eine halbe Nadelteilung in ihrer Achse verschiebbar. Diese Lösung hat aber den Nachteil, dass zur Herstellung gemusterter Gestricke aufgrund der erforderlichen Achsverschiebung und damit Massebewegung in einem Hub die Geschwindigkeit stark verringert werden muss.
Der Gewinn des schlosslosen Strickens und damit der Systemzahl- und Geschwindigkeitserhöhung wird zu einem erheblichen Teil wieder zunichte gemacht.
Weiterhin ist aus der DE-PS 1 296 733 eine Flachstrickmaschine bekannt, bei der jede Nadel von einer Kurvenscheibe angetrieben wird. Die Nadel ist über einen zweiarmigen Hebel mit der Kurvenscheibe verbunden, indem sein eines Ende in eine U-förmige Kröpfung der Nadel eingreift und sein anderes Ende mittels Federkraft gegen die Kurvenscheibe gedrückt wird. Dabei sind weiterhin zu Musterungszwecken ein abgestufter oder zwei die Austriebsbewegung der Nadel begrenzende und entsprechend betätigbare, gegen die Kröpfung der Nadel stossende Anschläge vorgesehen. Ist kein Anschlag wirksam, wird eine Masche gebildet. Die Tätigkeitsstellung des einen Anschlages bzw. der einen Anschlagstellung bewirkt den Fangaustrieb der Nadel, und der andere Anschlag bzw. die weitere Anschlagstellung verhindert den Nadelaustrieb. Zur Begrenzung der Abzugsbewegung der Nadel ist ein stufenlos verstellbarer Anschlag vorgesehen. Der Nachteil dieser Lösung besteht jedoch darin, dass aufgrund der vorhandenen Anschläge die Nadeln ständig Stössen ausgesetzt sind, was zu deren vorzeitigem Verschleiss und ausserdem zu unkontinuierlicher Nadelbewegung führt. Der Austrieb der Nadeln über Federn und die fehlende durchgehende Zwangsführung der Nadeln gestatten keine hohen Geschwindigkeiten und Sicherheiten beim Strickvorgang.
Schliesslich sind auch schon Strickmaschinen mit einem gesonderten Antrieb für jede einzelne Nadel bekannt, deren Nadeln jeweils über ihren Fuss mit einem Ende eines zweiarmigen Hebels verbunden sind. Dieser Hebel trägt an seinem Gelenk oder an seinem anderen Ende drehbar eine in einem Platinenbett lagernde, durch Gleitstücke über ihren Fuss mustergemäss in bezug auf den Drehpunkt frei bewegliche bzw. starre Platine oder den Nadelantrieb.
Es ist Aufgabe der Erfindung, die bekannte Lösung des gesonderten Antriebs jeder Nadel mittels Kurbeln so zu vervollkommen, dass bei stoss- und ruckfreier Bewegung der Nadeln ohne Einschränkung des Vorteils der hohen Strickleistung bei einfacher programmierbarer Einstellmöglichkeit der Gestrickfestigkeit und unkompliziertem Fadenwechselvorgang eine Vielzahl Musterbindungen realisierbar sind.
In allen Nadelfeinheitsbereichen soll ein gutes Maschenbild erreichbar und die Fadenbelastung beim Maschenbildungsvorgang äusserst gering sein. Erfindungsgemäss wird das durch die im Patentanspruch 1 definierte Lösung erreicht. Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen erläutert.
Mit dieser neuen Flachstrickmaschine kann eine Leistungssteigerung der Strickwarenherstellung auf etwa das Achtfache gegenüber herkömmlichen Flachstrickmaschinen unter Beibehaltung der bisher möglichen Mustervariationen erreicht werden. Die geringe Belastung des Fadenmaterials beim Strickprozess schliesst Fadenbrüche weitestgehend aus, es kann für besondere Zwecke minderwertigeres Fadenmaterial eingesetzt werden.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch den Maschenbildungskopf einer Strickmaschine mit Mustervorrichtung,
Fig. 2 eine vergrösserte Darstellung der Antriebselemente einer Nadel und Platine,
Fig. 2a einen Schnitt durch die Kurbelscheibe,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Bewegungsbahn der Platin-enfüsse sowie der Nadelfüsse zur Verstellung der Gestrickfestigkeit,
Fig. 4 einen Querschnitt durch die Mustervorrichtung, Fig. 5 einen Schnitt durch die Steuervorrichtung zur Festigkeitsverstellung,
Fig. 6 eine Draufsicht auf die Musterverstellvorrichtung gemäss Fig. 5,
Fig. 7 eine Teilansicht der Steuerbänder aus den Fig. 4 und 5,
Fig. 8 einen Schnitt durch den Antrieb der Mustervorrichtung,
Fig. 9 eine schematische Darstellung des Antriebes der Flachstrickmaschine, und
Fig. 10 die Darstellung einer weiteren Ausführungsform des Kurbelscheibenantriebes.
Der Maschenbildungskopf der Flachstrickmaschine gemäss Fig. 1 umfasst in den Nadelbetten 1 gelagerte Nadeln 2 mit Füssen 3 und 4, angetrieben durch Schwingen 5. Die Schwingen 5 sind in Platinen 6 gelagert und werden durch einen Kreuzschieber 7 angetrieben. Der Kreuzschieber 7 besitzt eine Kulisse 8, in die ein Exzenterbolzen 9 der Kurbelscheibe 10 eingreift. Die Kurbelscheibe 10 wird durch die Welle 11 über die Antriebsscheiben 75 angetrieben und ist durch die Wellen 12 abgestützt. Zur Vermeidung des Schlupfes der einzelnen Wellen 12 und der Kurbelscheiben 10 ist es vorteilhaft, die Wellen 12 durch ein nicht dargestelltes Zahnradgetriebe zwangsläufig zu bewegen. Zwischen den Antriebsscheiben 75 befinden sich zur zusätzlichen Führung der Kurbelscheiben 10 Distanzscheiben 14. Die Wellen 12 werden mehrfach über auf ihren Umfang einwirkende Kugellager 15 von Stützen 16 abgefangen. Die Keuzschieber 7 sind in geschlitzten Betten 17 gleitend gelagert, welche ebenfalls durch die Stützen 16 gehalten werden. Die Stützen 16 sind über die Schienen 18 mit den Nadelbetten 1 bzw. den Platinenbetten 19 verbunden. Die Kupplungsstelle zwischen dem Kreuzschieber 7 und der Schwinge 5 ist zwischen Stegen 20 eines Bettes 21 gelagert.
Die Platinen 6 haben Füsse 22, die von Führungselementen 23 gehalten werden. Die Führungselemente 23 befinden sich in einer Musterverstellvorrichtung, welche über Zwischenelemente mit dem Schlittenbügel 25 verbunden ist.
Der Fuss 4 der Nadel 2 wird über ein verstellbares Kurvenstück 26 in der gewünschten Abzugsstellung gehalten. Hierfür dient eine Festigkeitsverstellung, welche über ein auf einer Rolle 29 laufendes Band 28 auswählbar ist. Das endlose Band 28 befindet sich in einer Kassette 30. Die Führungselemente 23 werden durch Schieber 32 über die Stufen 33 von einem weiteren Band 34 ausgewählt. Das Band 34 läuft über die Rollen 35 und befindet sich ebenfalls in einer Kassette 36. Die Rollen 29, 35 mit den Bändern 28. 34 werden je nach Schlittenlaufrichtung verschwenkt, sie sind über ein Kegelradgetriebe 37 synchron laufend miteinander verbunden und werden über die Welle 38 und das Kegelradgetriebe 39 angetrieben. Der Antrieb der Welle 38 wiederum erfolgt durch das Umlaufrädergetriebe 40, welches schaltbar gestaltet über Zahnräder mit einer Spindel 43 verbunden ist. Die Spindel 43 greift in die Spindelmutter 44 ein. Diese ist am Schlittenbügel 25 fest angebracht. Ihr Antrieb, und damit die Hin- und
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Herbewegung des Schlittens, erfolgt über einen Reversiermotor 131 mit entsprechenden Zwischengetrieben. Der Schlitten ist auf Schienen 45 gelagert. Zwischen den Schlittenbügeln 25 befindet sich auf einer Platte 46 die Fadenzuführung und Fadenführerwechselvorrichtung. Diese Platte 46 weist zwei jeweils parallel zu den Nadelbetten 1 angeordnete Betten 47 zur Führung des mit einem Raster 51 versehenen Fadenführerschieber 48 auf. Jedes Bett 47 trägt soviel Fadenführerschieber 48 mit Fadenführern 49, wie Stricksysteme vorhanden sind. Im dargestellten Beispiel gemäss Fig. 1 ist ein Zweifachfadenwechsel realisiert. Es ist ohne weiteres denkbar, auf der Platte 46 noch mehrere Betten 47 anzuordnen. Die Fadenführerschieber 48 mit ihren Fadenführern 49 werden durch Federn 50 in Ausserarbeitsstellung gezogen.
Die Fadenführerschieber 48 sind mit Füssen 52 versehen, auf die, dem Strickprozess jedes Schlittenhubes folgend, vor der Schlittenumkehr Kurvenstücke 53 einwirken und die Fadenführer 49 entgegen der Kraft der Federn 50 in Arbeitsstellung bringen. Das Auswählen der Fadenführer 49, deren Bringen in Arbeitsstellung, erfolgt durch Nocken 56 über Rasthebel 57, 58. Anstelle der Nocken 56 ist auch der Einsatz von Magneten denkbar. In dieser Stellung rasten die Faden-führerschieber 48 in die Raster 51 der Schieber 54 ein. Die Schieber 54 werden durch Federn 55 gegen die Raster 51 gedrückt.
An der Platte 46 befinden sich weiterhin Fadenleitorgane 59, die den Faden 60 über Fadenrücklaufsperren 62 an die Fadenführernüsschen 63 weiterleiten.
Die Nadeln 2 mit ihrem U-förmig ausgebildeten Fuss 3 und dem Fuss 4 werden entsprechend der Darstellung in Fig. 2 im Nadelbett 1 geführt. In den Fuss 3 greift das untere birnenförmige Ende 64 der Schwinge 5 ein. Dieses Ende 64 ist so gestaltet, dass es in beiden Nadelbewegungsrichtungen vollen Kontakt mit den U-förmigen Schenkeln des Fusses 3 besitzt und jeder Austriebsstellung der Nadeln 2, also auch der Überhängestellung, mit seinem unteren Abschnitt im Nadelkanal geführt wird. Es ist zum Auswechseln der Nadeln 2 aus deren Fuss 3 ausklinkbar. Das andere Ende 65 der Schwinge 5, kugelförmig gestaltet, ist in einem U-förmigen Ausschnitt des Schiebers 7 angeordnet und über den Bolzen 66 drehbar in der Platine 6 gelagert. Diese Lagerung der Bolzen 66 ermöglicht durch Anheben der Schwinge 5 und Ausklinken der Platine 6 aus dem Bolzen 66 ein Auswechseln der Platinen 6. Jede Platine 6 besitzt einen Fuss 22, der an unterschiedlichen Stellen ihres Schaftes angeordnet ist. Die Anzahl der möglichen Fussstellungen ergibt sich aus den gewünschten Mustermöglichkeiten. Jede der Fussstellungen besitzt eine aus den Führungselementen 23 gebildete Führungsbahn. Das Spiel der einzelnen Führungsbahnen dient der Festigkeitsverstellung der Maschen, indem bei der Maschenbildung, im Kulierbereich, die Platine 6 nicht an der Führungsbahn anliegt, sondern durch das Kurvenstück 26 begrenzt wird. Dieses Kurvenstück 26 ist Teil eines Schiebers 68, welcher in einem Bett 69 gleitet und über einen Arm 70 durch die Festigkeitsverstellung in seiner Lage fixiert wird.
Die Kuppelstelle des kugelförmigen Endes 65 der Schwinge 5 mit der U-förmigen Aussparung des Kreuzschiebers 7 ist zwischen den Stegen 20 gelagert. Diese Stege 20 werden durch das Teil 72 im Bett 21 gehalten.
Der Antrieb des Kreuzschiebers 7 erfolgt über den in der Kurbelscheibe 10 befindlichen Bolzen 9. Die Kurbelscheibe 10 wird aus einer starr mit einer Rundlaufscheibe 73 verbundenen Zahnscheibe 74 gebildet. Die Rundlaufscheibe 73 und damit die gesamte Kurbelscheibe 10 wird durch die Wellen 12 gestützt. In die Zahnscheiben 74 greifen Antriebsscheiben 75 ein, die auf Wellen 11 befestigt sind. Die Stellung der Bolzen 9 in der Kurbelscheibe 10 ist von Nadel zu Nadel um einen Winkel a verdreht. Es wird dadurch ein reihenweises Verstricken des Fadens möglich. Der Divisor des vollen Kreiswinkels von 360° durch den von Nadel zu Nadel vorhandenen Winkel a ergibt den realen Abstand der Systeme voneinander in Nadelteilungen. Die in Fig. 3 dargestellte Mustervorrichtung zeigt zwei Stricksysteme I, II mit je zwei Nadelauswahlvorrichtungen. Sie umfasst durchgehende Schienen 77, denen Gleitstücke 78, 79, 80 so gegenüberstehen. Diese Schienen 77 und Gleitstücke 78, 79, 80 begrenzen eine Bahn 81, in der die Füsse 22 der Platinen 6 laufen. Die Bahnen 81 sind breiter als die Füsse 22. Dadurch liegen diese entweder an den durchgehenden Schienen 77 oder an den Gleitstücken 78,79, 80 an. Die Gleitstücke 78,79, 80 sind schaltbar gestaltet und können entsprechend dem gewünschten Muster ausser Tätigkeit gebracht werden. Gemeinsam ergeben sie die Breite eines Stricksystems. Das linke untere in Fig. 3 dargestellte Stricksystem (I) ist so gestaltet, dass keine Stricknadelbewegung erfolgt. Der Fuss 22 der Platine 6 wird durch die Gleitstücke 78,79, 80 nicht gehalten, die Schwinge 5 kann keine Bewegung auf die Nadeln 2 übertragen. Die Fäden bilden Flottungen. Die Gleitstücke 78,79, 80 sind versenkt. Das rechte obere Stricksystem (II) treibt die Nadeln in Fangstellung aus. Dazu ist das Gleitstück 78 versenkt. Der Fuss 22 der Platine 6 wird im Bereich des Gleitstückes 78 nicht gehalten. Die beiden anderen Stricksysteme (linkes oberes und rechtes unteres) sind so geschaltet, dass über die dazugehörigen Platinen 6 die Nadeln 2 Maschen bilden. Die Gleitstücke 78,79, 80 könne vorteilhafterweise als Kurvenstücke ausgebildet werden, um beim Anlagenwechsel der Platine 6 Stösse zu vermeiden. Sie können als Sinuide oder höheres Polynom gestaltet sein. Die Füsse 22 der Platinen 6 wechseln ihre Anlage in den Bahnen 81 mit der Umkehr der Bewegungsrichtung der Nadel 2 am Anfang und in der Mitte des Stricksystems, d.h. in der tiefsten Nadelstellung, dem ICulierpunkt, und am oberen Totpunkt der Nadel, der Einschlussstellung. Während der Anlagewechsel in der Mitte des Systems bei strickenden Nadeln 2 immer vollzogen wird, wird am Systemanfang die -Bewegungsstrecke des Fusses 22 entsprechend der gewünschten Gestrickfestigkeit verkürzt. Die minimalste Wechselstrecke ergibt die lockerste Masche. Die Verkürzung der Anlagewechselstrecke der Platine 6 erfolgt über den Fuss 4 der Nadel 2. An diesen greift das Kurvenstück 26 an und begrenzt über die Schwinge 5 den Weg des Fusses 22 der Platine 6. Das Kurvenstück 26 kann längs der Nadelachse durch eine Justiervorrichtung verschoben werden.
Diese Justiervorrichtung ist in Fig. 5 dargestellt. Wie hieraus zu ersehen ist, befindet sich das Kurvenstück 26 an einem Schieber 68. Dieser Schieber 68 gleitet in einer Nut 67 des am Schlitten befindlichen Bettes 69. Sein Arm 70 besitzt eine Ausnehmung 83, in welche Justierschrauben 84 eines Schiebers 85 eingreifen. Durch die Ausstanzungen 42 des Bandes 28 wird düber sein abgestuftes Ende 89 der Schieber 85 verstellt. Diese Verstellung des Schiebers 85 ist nur möglich, wenn vorher der Schieber 87 ebenfalls durch das Band 28 verstellt wurde. Parallel mit der Verstellung des Schiebers 87 wird über die Schräge 88 der Schieber 68 vermittels des Bolzens 86 verschoben. Dabei hebt sich die Ausnehmung 83 von den Justierschrauben 84 ab. Gleichzeitig wird über den Bolzen 91 ein mehrarmiger Hebel 90 verschwenkt und dabei über den Bolzen 92 der Schieber 85 in Auswahlstellung gebracht. Der Bolzen 91 gleitet über das Ende 93 des Hebels 90 hinweg. Der Hebel 90 gelangt somit in seine Ausgangslage zurück. In dieser Auswahlstellung des Schiebers 85 hält der Schieber 87 über seinen Bolzen 86 auch den Schieber 68 gegen Federdruck in Auswahlstellung. Hierzu dienen Federn 95,96 sowie eine Feder 97 für den Hebel 90. In dieser Stellung kann das Band 28 die Neuauswahl einer der Justierschrauben 84 vornehmen.
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Zur Musterauswahl, d.h. zur Auswahl der Gleitstücke 78, 79, 80, dient das Band 34 (Fig. 4). Über dieses Band 34 werden pro Stricksystem zwei Schieber 32 gesteuert. Diese Schieber 32 besitzen Kerben 99, in welche eine Arretiervorrichtung 100 einrastet. Weiterhin sind sie mit einem zentralen 5 Fuss 102 versehen, über welchen sie mittels eines am Platinenbett 19 befestigten Kurvenstückes 103 in ihre Ausgangsstellung zurückführbar sind.
Die Schieber 32 sind im Bereich der Gleitstücke 78,79, 80 mit einer höher oder tiefer liegenden Oberkante 104 versehen, |0 auf welchen Nasen 105,106 eines Hohlwellenteils 107 und eines Achsenteils 108 aufsitzen. Zwischen den höher und tiefer liegenden Oberkanten 104 sind Schrägen 109 vorhanden,
über die beim Bewegen des Schiebers 32 die Gleitstücke 78, 79, 80 vermittels der Nasen 105, 106 der Teile 107, 108 in oder |5 ausser Arbeitsstellung gelangen. Die Nasen 105, 106 werden durch Federn 110 auf die Oberkante des Schiebers 32 gedrückt. Das Teil 108 ist als Achse ausgebildet, die im Teil 107 als Hohlwelle gleitet. Am Teil 107 sind die Gleitstücke 79,80 befestigt, während sich am Teil 108 das Gleit- 2o stück 78 befindet. Durch das Führen der Teile 108 in den Teilen 107 ist eine Unterbringung auf engstem Raum möglich. Als Lager für die Teile 107,108 dienen einmal ein Bett 112 und zum anderen ein Führungsteil 111, in welchem sich auch die Bahn 81 befindet. 25
Die Musterauswahl sowie die Gestrickfestigkeitsverstellung erfolgen über die Bänder 34,28 mit Ausstanzungen 41, 42. Die Ausstanzungen 41 des Bandes 34 wirken über die Stufen 33 auf die Schieber 32 und die Ausstanzungen 42 des Bandes 28 über das gestufte Ende 85 auf den Schieber 89 30 sowie direkt auf den Schieber 87 ein. Die Bänder 28, 34 werden über die Kegelradgetriebe 37, 39, die Welle 38 sowie das Umlaufrädergetriebe 40 bewegt. Das Umlaufrädergetriebe 40 dient dabei einmal als Übersetzungsgetriebe für die Bänder 28, 34 und zum anderen als schlupffreie Kupplung. Die 35
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Musterübertragung erfolgt durch Zahnräder über ein Schraubradpaar 114 und eine Hohlwelle 115 auf Stege 116 (Fig. 8). Die Stege 116 sind über eine Achse 117 miteinander verbunden, auf welcher sich zwei starr gekoppelte Zahnräder 118, 119 befinden. Diese Zahnräder 118, 119 kämmen mit Zahnrädern 120, 121. Das Zahnrad 120 befindet sich auf der Welle 38. Auf der Welle 38 sind auch die Hohlwellen 115 und 122 des Steges 116 bzw. des Zahnrades 121 gelagert. Die Welle 38 ist mit einem Nocken 123 versehen, auf welchem ein verstellbarer Anschlag 124 eines Magneten 125 einwirkt. Bei Aufliegen des Nockens 123 auf dem Anschlag 124 ist der Transport der Bänder 28, 34 blockiert. Dafür wird über das Zahnrad 121 das Zahnrad 119 angetrieben.
Die Hohlwelle 122 ist mit einem Nocken 126 versehen, der mit einem Anschlag 127 eines Magneten 128 zusammenwirkt. Durch die wechselseitige Schaltung der Magnete 125, 128 ist entweder das Zahnrad 120 oder das Zahnrad 121 blok-kiert. Bei Blockieren des Zahnrades 120 bewegt sich über das Zahnrad 119 der Nocken 126 und bei Blockieren des Zahnrades 121 über das Zahnrad 118 der Nocken 123. Damit wird bei ständigem Antrieb eine Unterbrechung des Antriebes der Bänder 28, 34 gesichert. Dieses gesamte Getriebe befindet sich im Gehäuse 129.
Der exakte Gleichlauf zwischen Schlitten und Nadelgetriebe wird durch einen Spindelantrieb über Zahnräder verwirklicht (Fig. 9). Als Antriebselement dient ein Reversiermotor 131. Dieser treibt über ein Keilriemengetriebe 132 die Welle 133 der Spindel 43 an. Über ein ebenfalls auf der Welle 133 befindliches Zahnrad 134, das mit einem auf der Welle 11 angebrachten Zahnrad 135 kämmt, erfolgt der Antrieb der Antriebsscheiben 75 für die Kurbelscheiben 10.
Anstatt der Verwendung von Kurbelscheiben 10 mit Bolzen 9 ist es natürlich auch denkbar, die Kurbelscheiben 10 mit in der Kulisse 8 geführten Kreisexzentern 136 zu versehen.
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5 Blatt Zeichnungen
Claims (13)
- 660 7592PATENTANSPRÜCHE1. Flachstrickmaschine mit durch Kurbeln betätigtem gesondertem Antrieb für jede Nadel, wobei jede Nadel über eine Kurbelschwinge, eine durch Wellen gestützte und angetriebene Kurbelscheibe (10) mit einem Exzenterelement (9; 136), welches in einen mit dem Nadelfuss zusammenwirkenden Kreuzschieber (7) eingreift, bewegt wird, und die Nadelauswahl über mustergemäss ansteuerbare Kupplungsglieder erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurbelscheiben (10) aus einer auf in Abständen zum Ausschliessen von Schwingungen sich auf Kugellager (15) abstützenden Wellen (12) gelagerten Rundlaufscheibe (73) und aus einer Zahnscheibe (74) bestehen, in die Antriebsscheiben (75) eingreifen, und ihr Exzenterelement (9; 136) den in einem ersten Bett (17) gelagerten Kreuzschieber (7) bewegt, der mit einer Schwinge (5) verbunden ist, wobei die Übertragungsstelle zwischen dem Kreuzschieber (7) und der Schwinge (5) zwischen Stegen (20) eines zweiten Bettes (21) lagert und die Schwinge (5) über einen Bolzen (66) mit einer in einem Platinenbett (19) befindlichen Platine (6) sowie über ihr unteres Ende (64) mit dem Fuss (3) der Nadel (2) in Verbindung steht, dass zur mustergemässen Auswahl der Nadeln (2) an den Platinen (6) Füsse (22) angeordnet sind, welche mit Führungselementen (23) zusammenwirken, und zur Festigkeitsverstellung, zur Verstellung der Kuliertiefe jede Nadel (2) mit einem weiteren Fuss (4) versehen ist, welcher mit einem über einen ersten Schieber (68) verstellbaren Kurvenstück (26) zusammenwirkt, dass zur Befehlsübertragung für die Musterung ein Band (34) mit ersten Ausstanzungen (41) und für die Festigkeitsverstellung ein Band (28) mit zweiten Ausstanzungen (42) vorgesehen sind, welche über Getriebe (37,39) durch ein als Kupplung wirkendes Umlaufrädergetriebe (40) in Gleichlauf mit dem Schlittenantrieb bringbar sind, dass jeder Fadenführer (499) auf einem Fadenführerschieber (48) angeordnet ist, welcher wiederum auswähl- und verschiebbar in einem mit Schlittenbügeln (25) fest verbundenen, mit diesen hin-und herbewegbaren Bett (47) lagert, wobei für jedes Stricksystem über Nocken (56) ein Fadenführer (49) auswählbar ist, und dass schliesslich der Gleichlauf zwischen Fadenführerbewegung und Antrieb der Kurbelscheiben (10) über die Antriebsscheiben (75) vermittels eines Spindelantriebes, bestehend aus einer Spindel (43), einer Spindelmutter (44), einer Welle (133) und einem Zahnradgetriebe (134,135) erfolgt, welcher über ein Keilriemengetriebe (132) mit einem Reversiermotor (131) verbunden ist.
- 2. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellung der Exzenterelemente (9) benachbarter Kurbelscheiben (10) um einen Winkel zueinander versetzt sind.
- 3. Flachstrickmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Platine (6) jeweils nur einen Fuss (22) aufweist, der zur Erhöhung der Mustermöglichkeiten, zum Zusammenwirken mit einem der Führungselemente (23) bei den einzelnen Platinen (6) an unterschiedlichen Stellen angeordnet ist.
- 4. Flachstrickmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Ende (64) der Schwinge (5) birnenförmig gestaltet, ein- und ausklinkbar in U-förmigen Schenkeln des Fusses (3) der Nadel (2) lagert.
- 5. Flachstrickmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente (23) enthalten: ein Bett (112), einen darin gleitenden Schieber (32) mit Fuss (102), am Bett (112) befestigte Schienen (77), eine Arretiervorrichtung (100), einen Achsenteil (108), ein erstes Gleitstück (78) und einen Hohlwellenteil (107), der weitere Gleitstücke (79, 80) trägt; wobei der Schieber (32) zur Erzielung unterschiedlicher Stellungen vom Achsenteil und vom Hohlwellenteil (107, 108) und damit des ersten und der weitern Gleitstücke (78,79, 80) sowie der Platinen (6) stufenweise verstellbar ist, mit Schrägen (109) zum Zusammenwirken mit Nasen (105, 106) von Achsenteil und Hohlwellenteil (107,108) versehen ist, und sich zwischen dem, den je nach gewünschtem Nadelaustrieb geschalteten ersten und weitem Gleitstücken (78,79, 80) und den Schienen (77) eine Bahn (81) für die Füsse (22) der Platinen (6) befindet.
- 6. Flachstrickmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung einer stoss- und ruckfreien Bewegung der Platinenfüsse (22) in den Bahnen (81) und damit der Nadeln (2) das erste und die weitern Gleitstücke (78,79, 80) sowie die Schienen (77) kurvenförmig gestaltet sind.
- 7. Flachstrickmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermöglichung eines direkten Verstellens der Gestrickfestigkeit an der Nadel (2) die Bahn (81) grösser als der Fuss (22) der Platine (6) ist.
- 8. Flachstrickmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schieber (68) mit dem Kurvenstück (26) in einer Nut (67) eines dritten Bettes (69) gleitet und das untere Ende des ersten Schiebers (68) einen Arm (70) mit Ausnehmungen (83) zum Zusammenwirken mit Justierschrauben (84) aufweist, wobei die Justierschrauben (84) an einem vom Band (28) verstellbaren zweiten Schieber (85) mit mehrfach gestuftem Ende (89) angeordnet sind, und dass sich neben dem zweiten Schieber (85), ebenfalls vom Band (28) betätigbar, ein dritter Schieber (87) mit zugeordnetem Bolzen (91) befindet, der über einen zweiarmigen Hebel (90) mit dem zweiten Schieber (85) über einen diesem Schieber zugeordneten Bolzen (92) verstellbar verbunden ist.
- 9. Flachstrickmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zum Abheben der Ausnehmungen (83) von den Justierschrauben (84) der erste Schieber (68) ebenfalls einen mit der Schräge (88) des dritten Schiebers (87) zusammenwirkenden Bolzen (86) aufweist.
- 10. Flachstrickmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bänder (34,28) endlos in auswechselbaren Kassetten angeordnet sind.
- 11. Flachstrickmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das als Kupplung dienende Umlaufrädergetriebe (40) eine zweigeteilte Welle (38), darauf angeordnete Hohlwellen (122,115) sowie erste Zahnräder (120,121) umfasst, welche über einen Steg (116), eine Achse (117) und zweite Zahnräder (118,119) miteinander verbunden sind und zur Steuerung der Bänder (34,28) wahlweise Magnete (125, 128) mit zugeordneten Anschlägen (124,127) zur Einwirkung auf Nocken (123,126) und damit zur Bewegung der Welle (38) bzw. der einen der genannten Hohlwellen (122) ansteuerbar sind.
- 12. Flachstrickmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführer (49) sowie deren Auswahlvorrichtung, die Führungselemente (23) sowie die Festigkeitsverstellung an den über die Spindel (43) hin- und herbewegbaren Schlittenbügeln (25) angeordnet sind.
- 13. Flachstrickmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bewegung des Kreuzschiebers (7) die Kurbelscheibe (10) mit einem in der Kulisse (8) geführten Kreisexzenter (136) versehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23622481A DD209084A3 (de) | 1981-12-24 | 1981-12-24 | Flachstrickmaschine mit durch kurbeln betaetigtem antrieb der nadeln |
Publications (1)
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|---|---|
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Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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