CH660763A5 - Pflug zum raeumen von schnee, schutt oder dgl. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Pflug zum Räumen von Schnee, Schutt oder dergleichen gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Pflüge dieser Gattung weisen entweder eine schräg angeordnete Pflugschar oder bei den sogenannten Spitz- oder Keilpflügen zwei keilförmig angeordnete Pflugscharen auf. Der Pflug ist an einer Trageplatte befestigt und ist an einem Fahrzeug, vorzugsweise einem Mehrzweckfahrzeug, montierbar. Die Trageplatte wird mittels Parallel-Lenkern an einer Anbauplatte des Fahrzeuges befestigt, wobei ein hydraulisches Zylinderaggregat zum Heben und Senken des Pfluges dient. Der Pflug nimmt eine waagerechte oder mit seiner Spitze leicht nach oben angehobene Stellung ein und behält aufgrund der Parallel-Lenken auch beim Heben und Senken diese im wesentlichen waagerechte Stellung bei.
Stösst der Pflug im Einsatz auf ein Hindernis, so kann er zum Überwinden dieses Hindernisses angehoben werden. Häufig ist ein solches Hindernis, z.B. ein Bordstein, ein Kanaldeckel oder eine Fahrbahnwelle nicht zu erkennen, da das Hindernis zum Beispiel vom Schnee bedeckt ist. In solchen Fällen verursacht die Spitze des Pfluges, insbesondere bei Keilpflügen, leicht eine Beschädigung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Pflug der eingangs genannten Gattung so zu verbessern, dass solche Beschädigungen vermieden werden.
Diese Aufgabe wird erfmdungsgemäss gelöst durch die
Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1.
Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Der erfindungsgemässe Pflug ist nicht nur wie ein herkömmlicher Pflug heb- und senkbar, sondern seine Spitze kann auch um die an seinem hinteren Ende vorgesehene horizontale Querachse hochgeschwenkt werden. Befindet sich in der Bahn des Pfluges ein Hindernis, so trifft der Pflug zunächst mit seiner an dem vorderen Ende angebrachten Ausweichkufe auf dieses Hinderais. Die Ausweichkufe läuft auf das Hindernis auf und schwenkt die Spitze des Pfluges nach oben, ohne dass es zu einer Beschädigung kommt. Ist der Pflug ausreichend weit auf das Hindernis aufgefahren, so hebt sich durch die Schwimmstellung der hydraulischen Heb-und Senkeinrichtung auch das hintere Ende des Pfluges auf das Hindernis.
Die zwischen dem Pflug und der Trageplatte eingesetzte Feder wird beim Hochschwenken der Spitze zusammengedrückt und bringt den Pflug nach dem Überfahren des Hindernisses wieder in die waagerechte Stellung.
Die Feder ist vorzugsweise als Druckfeder ausgebildet, die auf einer Gewindespindel sitzt, welche am vorderen Ende des Pfluges angelenkt ist und frei verschiebbar die Trageplatte durchsetzt. Die Druckfeder stützt sich auf diese Weise einerseits an der Trageplatte ab und andererseits an einer auf der Gewindespindel verstellbaren Mutter. Eine auf dem durch die Trageplatte hindurchragenden Ende der Gewindespindel verstellbar sitzende Mutter dient zum Einstellen des Neigungswinkels des Pfluges. Durch Verstellung der Mutter, an welcher sich die Druckfeder abstützt, kann die Federkraft eingestellt werden, mit welcher die Spitze des Pflugs nach unten in die waagerechte Stellung gedrückt wird. Je nach den Einsatzbedingungen des Pfluges können daher die Pflugstellung waagerecht oder mit leicht angehobener Spitze und ein mehr oder weniger schweres Ausweichen der Spitze nach oben eingestellt werden.
Die horizontale Querachse, um welche der Pflug schwenkbar ist, befindet sich vorzugsweise vertikal über dem rückwärtigen Ende der Schürfkante des Pfluges. Dies ergibt ein besonders günstiges Ausweichverhalten des Pfluges. An den rückwärtigen Enden der Schürfkanten des Pfluges sind zweckmässigerweise Gleitkufen vorgesehen, die verhindern, dass die rückwärtigen Enden beim Hochschwenken des Pfluges die Fahrbahn beschädigen.
Ausser der an der Spitze des Pfluges vorgesehenen Ausweichkufe können eine oder mehrere weitere Ausweichkufen seitlich und nach hinten versetzt an der Schürfkante des Pfluges vorgesehen sein. Dadurch wird erreicht, dass der Pflug auch über kleinere Hindernisse, z.B. Kanaldeckel, hinwegläuft, die nicht von der Spitze des Pfluges getroffen werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Draufsicht auf einen Pflug gemäss der Erfindung;
Figur 2 eine Seitenansicht des Pfluges, wobei eine Pflugschar weggeschnitten ist;
Figuren 3 und 4 das Auffahren des Pfluges auf ein Hindernis in einer der Figur 2 entsprechenden Darstellung.
Der in der Zeichnung dargestellte Pflug ist als Keilpflug ausgebildet, der an ein Mehrzweckfahrzeug 10 anbaubar ist. Das Mehrzweckfahrzeug 10 weist zu diesem Zwecke eine Anbauplatte 11 auf. An der Anbauplatte 11 wird mittels Parallel-Lenkern 12 eine Trageplatte 13 des Pfluges vertikal heb- und senkbar angebracht. Ein hydraulisches Zylinderaggregat 9 dient zum Heben und Senken der Trageplatte 13.
Um eine von an der Trageplatte angebrachten Lagern
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gebildete horizontale Querachse 7 ist eine Traverse 14 aus einem U-Profileisen schwenkbar. Die Traverse 14 trägt die keilförmig angeordneten Pflugscharen 15 des Pfluges.
An der vorderen Spitze und etwa in der Mitte der beiden Pflugscharen ist jeweils eine Ausweichkufe 1 angebracht. Die 5 Ausweichkufen 1 haben die Form von vertikal angeordneten, in Bewegungsrichtung des Pfluges verlaufenden Platten,
deren Unterkante mit der Schürfkante der Pflugscharen 15 bündig ist und die nach vorne über die Schürfkanten der Pflugscharen 15 bzw. über die Spitze des Pfluges vorragen, io wobei sie aus der Ebene der Schürfkanten nach oben gewölbt sind.
Oben am vorderen Ende des Pfluges ist eine Gewindespindel 3 um eine horizontale Achse schwenkbar angelenkt. Das freie Ende der Gewindespindel 3 durchsetzt frei beweg- is lieh einen Durchbruch der Trageplatte 13. Auf der Gewindespindel 3 sitzt eine als Schraubenfeder ausgebildete Druckfeder 2, die sich mit einem Ende an einer auf der Gewindespindel 3 verstellbar sitzenden Mutter 4 und mit ihrem anderen Ende an der Trageplatte 13 abstützt. Auf dem durch die Tra- 20 geplatte 13 hindurchragenden freien Ende der Gewindespindel 3 sitzt verstellbar eine weitere Mutter 5, die in ihrer Lage durch eine Kontermutter 6 festlegbar ist.
Die horizontale Querachse 7 befindet sich vertikal über den rückwärtigen Enden der Schürfkanten der Pflugscharen 25 15. An den rückwärtigen Enden der Schürfkanten der Pflugscharen 15 sind jeweils Gleitkufen 8 angebracht, die sich aus der Ebene der Schürfkanten nach rückwärts hochbiegen.
Nachfolgend wird die Funktionsweise des Pfluges erläutert: 30
Die Druckfeder 2 schwenkt den Pflug um die Querachse 7 in der Weise, dass die Spitze des Pfluges nach unten gedrückt wird. Die Schwenkbewegung der Pflugspitze nach unten wird durch die Schraube 5 begrenzt. Mittels dieser Schraube 5
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kann somit die Stellung des Pfluges eingestellt werden. Der Pflug kann beispielsweise waagerecht oder mit leicht angehobener Spitze eingestellt werden. Mittels der Mutter 4 kann die Vorspannung der Druckfeder 2 und damit die Kraft bzw. das Drehmoment eingestellt werden, mit denen die Spitze des Pfluges nach unten gedrückt wird.
Der Pflug nimmt somit im normalen Einsatz die in Figur 2 dargestellte Lage ein, in welcher er durch den Druck der Druckfeder 2 in der durch die Mutter 5 bestimmten Neigungsstellung gehalten wird. In dieser Neigungsstellung kann der Pflug mittels des hydraulischen Zylinderaggregates 9 und der Parallel-Lenker 12 parallel angehoben und abgesenkt werden.
Während des Einsatzes gleitet der Pflug in dieser in Figur 2 dargestellten Lage über die zu räumende Fläche. Stösst der Pflug dabei auf ein Hindernis, wie dies in Figur 3 dargestellt ist, so schiebt sich die nach oben gewölbte Ausweichkufe 1 auf dieses Hindernis. Die Spitze des Pfluges wird gegen die Kraft der Druckfeder 2 angehoben, wobei der Pflug um die Querachse 7 geschwenkt und die Druckfeder 2 zusammengedrückt werden. Die Gleitkufen 8 verhindern dabei eine Beschädigung der räumenden Fahrbahn durch die rückwärtigen Enden der Schürfkanten der Pflugscharen 15.
Je weiter der Pflug auf das Hindernis aufläuft, um so mehr wird der Pflug verschwenkt, um so weiter schiebt sich die Gewindespindel 3 durch die Trageplatte 13, und um so stärker wird die Druckfeder 2 zusammengepresst. Hat sich der Pflug ausreichend weit auf das Hindernis hinaufgeschoben, so reicht die Kraft der Druckfeder 2 aus, um die Spitze des Pfluges nach unten zu drücken, wobei das rückwärtige Ende des Pfluges durch das hydraulische Zylinderaggregat 9 angehoben wird, so dass der Pflug die in Figur 4 gezeigte Stellung einnimmt.
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4 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Pflug zum Räumen von Schnee, Schutt oder dergleichen, der eine schräg angeordnete Pflugschar oder zwei keilförmig angeordnete Pflugscharen aufweist und der an einer Trageplatte befestigt ist, die mittels Parallel-Lenkern an einem Fahrzeug montierbar und hydraulisch heb- und senkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der vorderen Spitze des Pfluges eine Ausweichkufe (1) vorgesehen ist, die mit der unteren Schürfkante des Pfluges bündig ist und über dessen Spitze vorragt, dass der Pflug an seinem hinteren Ende um eine horizontale Querachse (7) schwenkbar an der Trageplatte (13) angelenkt ist und dass zwischen dem Pflug und der Trageplatte (13) eine dem Hochschwenken der Spitze des Pfluges entgegenwirkende Feder eingesetzt ist.
2. Pflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder eine zwischen das vordere Ende des Pfluges und die Trageplatte (13) eingesetzte Druckfeder (2) ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Pflug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfeder (2) auf einer am vorderen Ende des Pfluges angelenkten Gewindespindel (3) sitzt, die die Trageplatte (13) frei verschiebbar durchsetzt, dass die Druckfeder (2) sich einerseits an einer auf der Gewindespindel (3) verstellbaren Mutter (4) und andererseits an der Trageplatte (13) abstützt und dass eine weitere Mutter (5) auf dem durch die Trageplatte (13) hindurchragenden Ende der Gewindespindel (3) sitzt.
4. Pflug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weitere mit der unteren Schürfkante des Pfluges bündige und über diese vorragende Ausweichkufen (1) zwischen der Spitze und dem hinteren Ende des Pfluges vorgesehen sind.
5. Pflug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontale Querachse (7) vertikal über dem rückwärtigen Ende der Schürfkante des Pfluges angeordnet ist.
6. Pflug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am hinteren Ende der Schürfkanten des Pfluges Gleitkufen (8) vorgesehen sind.
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