CH660784A5 - Geschoss, insbesondere fuer automatische schnellfeuerwaffen und maschinenkanonen, und verfahren zu seiner herstellung. - Google Patents
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- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
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Description
Die Erfindung betrifft ein Geschoss, insbesondere für automatische Schnellfeuerwaffen und Maschinenkanonen, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus der US-PS 2 996 012 ist ein Geschosskörper bekannt, der am rückwärtigen Ende eine Ausnehmung besitzt, in die Ringnuten mit Zwischenstegen eingesetzt sind. Die Zwischenstege erhalten durch radialen Druck einen im wesentlichen trapezförmigen Querschnitt. Die radialen Begrenzungswände der Ausnehmung weisen in Anlehnung an den Trapezquerschnitt der Zwischenstege eine Hinterschneidung auf. Die Zwischenstege sind kopfseitig mit axial ausgerichteten Rändelrillen versehen. Das Kunststofführungsband wird in die so gestaltete Ausnehmung des Geschosskörpers gespritzt. Bei dieser bekannten Lösung werden vorteilhafterweise Hinterstiche bei den Zwischenstegen vermieden. Ferner sind solche Ausgestaltungen auch für breite Kunststofführungsbänder geeignet. Von Nachteil ist bei der offenbarten Ausführungsform, dass die Hinterstiche bei den Zwischenstegen nur durch Stauchung bzw. Quetschung bei hohen Drücken realisierbar sind. Dadurch können die Zwischenstege nur gering verformt werden und das Führungsband hat nur wenig Halt in seiner Verankerung. Ferner ist die Form der Zwischenstege bei der US-PS 2 996 012 immer nur symmetrisch, und die Gesamtanordnung eignet sich somit nur bedingt für beim Schuss stets mit bevorzugter Richtung erfolgenden Belastungen.
Die Erhöhung der Lebensdauer des Waffenrohres wird munitionsseitig durch Verwendung von Kunststoff als Führungsband werkstoffseitig realisiert. Auf die Gestaltung der Verankerung des Kunststofführungsbandes mit dem Geschosskörper ist daher grosser Wert zu legen. Zum einen sollen ein Abplatzen und ein Durchdrehen des Kunststofführungsbandes verhindert werden, zum anderen ist es notwendig, fertigungstechnisch günstige Lösungen zu finden.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, bei einem Geschosskörper mit einem Kunststofführungsband der eingangs genannten Art ein Abplatzen, Aufbeulen und Durchrutschen des Kunststofführungsbandes zu verhindern, dazu die Verwendung auch breiter Kunststofführungsbänder zu erlauben und in der Herstellung einfach und kostengünstig zu sein. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Geschosskörpers mit einem Kunststofführungsband vorzuschlagen, das einfach ist und einen Grossserieneinsatz ermöglicht.
Die erfindungsgemässen Lösungen dieser Aufgaben gehen aus den Patentansprüchen 1 und 7 hervor.
Die angegebenen erfindungsgemässen Lösungen gestatten ein Geschoss der genannten Art herzustellen, bei dem das Ablösen des Kunststofführungsbandes beim Abschuss wirksam verhindert ist. Die besondere Ausbildung des Geschosses zur Verankerung des Kunststofführungsbandes sichert weiterhin dessen Haltbarkeit auch bei sehr hohen Winkelbeschleunigungen. Insofern ist die aufgezeigte Lösung sowohl für konstanten als auch progressiven Drall gleichermassen geeignet. Die Lage und Form kann dergestalt optimiert werden, dass die sonst üblichen Hinterstiche bei den Zwischenstegen entfallen können. Die Höhe der Zwischenstege ist durch die radiale Erstreckung bis maximal bündig mit der Geschossmantelfläche so gewählt, dass sich beim Einschneiden der Felder des Waffenrohres der Kunststoff des Führungsbandes nicht über den Zwischenstegen aufschiebt bzw. abreisst. Die erfindungsgemässe Lösung eignet sich ferner vorteilhaft dazu, doppelte Führungsbänder zu einem einfachen, breiteren Führungsband umzufunktionieren.
Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes sind in der nachfolgenden Spezialbeschreibung beispielsweise beschrieben.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung an mehreren Beispielen erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 einen Geschosskörper mit Kunststofführungsband, teilweise im Schnitt;
Figur 2 einen vergrösserten Teilausschnitt des Geschosskörpers mit Zwischenstegen;
Figur 3 einen vergrösserten Teilausschnitt des Geschosskörpers mit mehreren Zwischenstegen in der Ausführung wie in Figur 2;
Figur 4 einen vergrösserten Teilausschnitt des Geschosskörpers mit noch anderen Zwischenstegen;
Figur 5 einen vergrösserten Teilausschnitt des Geschosskörpers mit wiederum anders geformten Zwischenstegen;
Figur 6 einen vergrösserten Teilausschnitt des Geschosskörpers mit eingesetztem Kunststofführungsband;
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Figur 7 einen Schnitt durch den Geschosskörper gemäss der Linie VII-VII in Figur 6 ; und
Figur 8 den Formstahl im Einsatz im Geschosskörper im Schnitt.
In Figur 1 ist ein Geschoss mit einem Geschosskörper 1 und einem eingespritzten Kunststofführungsband 2 teilweise im Schnitt dargestellt. Nuten 3 und abgebogene Zwischenstege 4 für die Verankerung des Kunststofführungsbandes 2 befinden sich am rückwärtigen Ende 5 des Geschosskörpers 1.
Bevorzugte Ausführungsformen der Zwischenstege zeigen die Figuren 2 bis 5. In Figur 2 sind zwei Zwischenstege 4 angeordnet, die in V-Form gebogen sind. Zwischen den Zwischenstegen 4 befindet sich die Nut 3, und aussenseitig davon befinden sich Nuten 6. Die periphere Oberfläche 7 der Zwischenstege 4 ist mit Aufrauhungen in der Form von Rändelrillen 8 versehen. Der Nutboden 9 zwischen den beiden Zwischenstegen 4 ist zur besseren Kraftübertragung ebenfalls mit Rändelrillen 8 versehen. Die axialen Begrenzungswände 10 stehen bei allen Beispielen im rechten Winkel 11 zur Geschossmantelfläche 12. Ferner gilt bei allen Beispielen, dass die Breite der Zwischenstege gleich oder kleiner als die Breite der Nuten ist und sich die Breite zur Höhe der Zwischenstege wie 1:2 oder grösser verhält. Die maximale Höhe der Zwischenstege schliesst bündig mit der Geschossmantelfläche 12 ab. In den Beispielen endet diese Höhe unterhalb der Geschossmantelfläche 12, wodurch beim Einschneiden der Felder des Waffenrohres der Kunststoff des Führungsbandes 2 über den Zwischenstegen nicht aufgeschoben werden bzw. nicht abreissen kann.
Figur 3 zeigt Zwischensteg 4a in Doppel-V-Form bei sonst gleicher Ausführungsart wie in Figur 2.
Die Zwischenstege 4b nach Figur 4 sind an ihren peripheren Enden 13 abgebogen und bilden offene Ösen oder Widerhaken. Die Ausrichtung der Zwischenstege 4c unter einem gleichen Winkel zur Bildung der Sägezahnform zeigt Figur 5
bei sonst wiederum gleichen Verhältnissen wie zur Figur 2 beschrieben.
Die durch die erfindungsgemässe Ausbildung mögliche, feste Verankerung des Kunststofführungsbandes 2 am 5 Geschosskörper 1 verdeutlicht Figur 6 in vergrössertem Massstab. Während die V-förmig gebogenen Zwischenstege 4 im wesentlichen die Halterung des Kunststofführungsbandes 2 in axialer Richtung des Geschosskörpers 1 bewirken, erlauben die eingerändelten Rillen 8 eine feste Verbindung auch io bei grossem Drall und hoher Winkelbeschleunigung, wie dies in Figur 7 herausgestellt ist.
Die Herstellung der Nuten 3 und der Zwischenstege 4 erfolgt gemäss Figur 8 durch Einstechen mit einem Formstahl 15 in den Geschossmantel 14. Dadurch werden Ringnuten 3 i5 bzw. 6 gebildet, die einerseits von den Zwischenstegen 4 und andererseits von den axialen Wänden 10 begrenzt sind. Die Zwischenstege stehen dabei senkrecht zur Geschossmantelfläche 12 und weisen rechteckigen Querschnitt auf. Ihre Höhe endet knapp unterhalb der Geschossmantelfläche 12. In 20 einem zweiten Arbeitsgang werden die Zwischenstege 4 in die gewünschte Form gebogen. Dabei werden gleichzeitig die Rändelrillen 8 zwischen den V-förmig zueinanderstehenden Zwischenstegen 4 erzeugt. Ferner werden Rändelrillen 8 an den peripheren Oberflächen 7 der Zwischenstege 4 durch ein 25 Rändelwerkzeug angebracht. Die Rändelrillen 8 verlaufen parallel zur Mittelachse des Geschosskörpers. Nachdem der Geschosskörper in dieser Weise fertiggestellt worden ist, wird das Kunststofführungsband 2 in die Nuten 3, 6 und um die Zwischenstege 4 gespritzt. Dabei wird ein Fasern enthalten-30 der Kunststoff mit einer Russpigmentierung verwendet, um die notwendigen Festigkeitseigenschaften, eine stabilisierende Wirkung und eine Langzeitlagerung zu erzielen.
Statt der Rändelrillen können auch Vertiefungen oder Einprägungen auf und/oder zwischen die Zwischenstege 4 35 eingeformt sein.
G
1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Geschoss, insbesondere für automatische Schnellfeuerwaffen und Maschinenkanonen, mit einem Geschosskörper (1), einem Kunststoff-Führungsband (2) und nahe am rückwärtigen Ende (5) im Geschossmantel zur Verankerung des Kunststoff-Führungsbandes (2) umlaufende Nuten (3,6) mit Zwischenstegen (4,4a, 4b, 4c), auf deren peripheren Bereichen rillen- oder schuppenförmige Aufrauhungen (8) eingeformt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenstege (4,4a, 4b, 4c) in ihrer gesamten Höhe aus der zur Geschossmantelfläche (12) senkrechten Lage abgewinkelt oder an ihren radialäussern Enden mit einwärts gerichteten Anlegungen versehen sind, dass die Breite der Zwischenstege (4, 4a, 4b, 4c) gleich oder kleiner der Breite der Nuten (3, 6) am Nutenboden sind, und dass die Zwischenstege (4,4a, 4b, 4c) mindestens doppelt so hoch als breit sind, wobei die radiale Erstreckung der Zwischenstege (4,4a, 4b, 4c) maximal bündig mit der Geschossmantelfläche (12) ist, zu welcher die axialen äusseren Begrenzungswände (10) der jeweils aussenliegenden Nuten (6) in einem rechten Winkel (11) stehen.
2. Geschoss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenstege (4,4a) V-förmig angeordnet sind (Fig. 2,3,6).
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Geschoss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenstege (4c) unter einem gleichen Winkel zum Nutenboden schräg stehen (Fig. 5).
4. Geschoss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die radialäusseren Enden (13) der Zwischenstege (4b) in Form einer offenen Öse oder eines Hakens gebogen sind (Fig. 4).
5. Geschoss nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (3) zwischen den V-förmig zueinander stehenden Zwischenstegen (4) koaxial verlaufende Rändelrillen oder Einprägungen (8) aufweisen.
6. Geschoss nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Nuten (3) zwischen V-förmig stehenden Zwischenstegen (4,4a) geringer ist als die Tiefe der übrigen Nuten (6).
7. Verfahren zur Herstellung eines Geschosses nach einem der Ansprüche 1,2,5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Arbeitsgang durch Einstechen mit einem Formstahl (15) in den Geschossmantel (14) Zwischenstege (4) mit im wesentlichen rechteckförmigem Querschnitt erzeugt werden, in einem zweiten Arbeitsgang die Zwischenstege (4) in die gewünschte Richtung gebogen werden bei gleichzeitigem Erzeugen von Aufrauhungen auf und/oder zwischen den Zwischenstegen (4), und in einem dritten Arbeitsgang ein Führungsband (2) aus einem Fasern enthaltenden Kunststoff mit Russpigmentierung in die Nuten (3, 6) und allseitig um die Zwischenstege (4) gespritzt wird.
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