CH661304A5 - Pflasterstein aus einer abbindefaehigen masse, insbesondere aus beton und daraus hergestellte pflasterung. - Google Patents

Pflasterstein aus einer abbindefaehigen masse, insbesondere aus beton und daraus hergestellte pflasterung. Download PDF

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CH661304A5
CH661304A5 CH3663/83A CH366383A CH661304A5 CH 661304 A5 CH661304 A5 CH 661304A5 CH 3663/83 A CH3663/83 A CH 3663/83A CH 366383 A CH366383 A CH 366383A CH 661304 A5 CH661304 A5 CH 661304A5
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Description

Die Erfindung betrifft einen Pflasterstein aus einer abbindefähigen Masse, insbesondere aus Beton, mit annähernd quadratischem Grundriss, sowie eine aus solchen Steinen hergestellte Pflasterung.
Der Strassen- und Wegebau in den öffentlichen und privaten Freianlagen, in Parks usw. tendiert zum überwiegenden Teil zu freien Formen und geschwungenen Bewegungslinien. Abgesehen von kreisrunden Steinen sind rechteckige oder quadratische Pflastersteine für gekrümmte Linienführungen nur dann verwendbar, wenn sie mit ihren vertikalen Kanten aneinanderstossend über Eck verlegt werden. Für diesen Zweck sind sie aber nicht bestimmt ; es ergeben sich daraus gestalterisch formale und funktionale, oft aber auch technische Unzulänglichkeiten, wie z.B. die Notwendigkeit des nachträglichen Ausfüllens von sich öffnenden Fugen, Zurechtschlagen oder-schneiden von Steinen usw.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Pflasterstein zu schaffen, mit dem nicht nur eine Verlegung dieser Steine in parallelen geraden Reihen, sondern auch in gekrümmten Reihen möglich ist, ohne dass die einzelnen Steine den Kontakt untereinander in der Ebene der Pflasterung verlieren. A
Die Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass zwei einander gegenüberliegende Seitenflächen des Pflastersteins aus jeweils zwei über die durch deren zur Grundfläche senkrechte Seiten bestimmte Ebene hinaus schwach nach aussen geneigten und in einer zur Grundfläche des Steins senkrechten, in der Mittelebene des Steins verlaufenden Schnittkante zusammenstossenden ebenen Teilflächen bestehen, während die beiden anderen Seitenflächen eben sind und dass die dem annähernd quadratischen Grundriss des Steins entsprechenden Aussenkanten zu seiner Oberseite hin unter Bildung von zu den Schnittpunkten der Schnittkanten mit den zugeordneten Oberflächenkanten und zu den
Mittelpunkten der anderen Oberflächenkanten hin auslaufenden dreieckförmigen Zwickeln derart abgeschrägt sind, dass die Oberfläche des Steins einen Umriss in Form eines regelmässigen Achtecks aufweist. Zweckmässig sind die Aussenkanten etwa über die Hälfte ihrer Länge abgeschrägt.
Gegenstand der Erfindung ist noch eine Pflasterung aus solchen Pflastersteinen, bei der die einzelnen Steine in zueinander parallelen Reihen derart verlegt sind, dass einander benachbarte Steine in einer Reihe sich mit den Schnittkanten der Teilflächen und die Steine der Reihen untereinander sich mit den ebenen Flächen berühren.
Der Grundgedanke des erfindungsgemässen Pflastersteins liegt darin, dem Stein gewissermassen einen Drehpunkt zu geben. Dieser Drehpunkt wird durch die vertikalen Schnittkanten der nach aussen geneigten Teilflächen auf den beiden einander gegenüberliegenden Aussenseiten des Steins gebildet. Dadurch wird erreicht, dass sich die Steine bei der Aneinanderreihung immer an der gleichen Stelle berühren, und zwar sowohl bei geraden Reihen als auch bei konkaven und bei konvexen Krümmungen. Es entsteht auf diese Weise im Stein eine Mittelachse bzw. bei Mehrfachreihungen parallel verlaufende Mittelachsen. Die so ausgebildeten Steine lassen entsprechend unterschiedlicher Grössenvarianten praktisch jede Krümmung zu.
Wesentlich für den erfindungsgemässen Pflasterstein ist auch, dass diese vertikalen Schnittkanten sich über die ganze Höhe des Steins erstrecken, also über die ganze Höhe der Pflasterung eine Anlagekante bilden und dass die beiden anderen Seitenflächen wenigstens in ihrem mittleren Bereich ebenfalls über die gesamte Höhe des Steins reichen. Damit haben einander benachbarte Steine nicht nur innerhalb einer Reihe, sondern auch die Steine benachbarter Reihen untereinander grösstmögliche Berührungskanten bzw. -flächen für die Kraftübertragung.
Dennoch bietet der Pflasterstein durch die Abschrägungen im oberen Bereich auch bei unterschiedlichen Verlegeweisen immer ein gleichmässig ansprechendes Bild. Durch die Abschrägung der Aussenkanten mit der Bildung von dreieckförmigen Zwickeln werden zwischen den Steinen immer Fugen gebildet, wenn auch mit unterschiedlicher Öffnungsweite. Hierdurch entsteht zugleich eine ausgewogene Harmonie im Einzelstein, der keine harten rechtwinkligen Ecken erscheinen lässt. Dies ist vor allem in der Summierung der Steine in der Pflasterung von grosser Bedeutung. Zusätzlich wird damit aber auch erreicht, dass ein durch Krümmung der Reihen variierendes, aber immer einer gewissen Gesetzmässigkeit folgendes Fugenbild entsteht. Die Fugen sind Teil der Pflasterung und ihrer Erscheinungsform; sie können aber auch durch Grasbewuchs einen fliessenden Übergang zu seitlich an die Pflasterung anschliessenden Vegetationsflächen ergeben.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Pflasterstein nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Seitenansicht aus Richtung II—II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht aus Richtung III-III in Fig. 1,
Fig. 4 ein Schrägbild des Pflastersteins, und die
Fig. 5 und 6 in schematischer Draufsicht Ausschnitte aus Pflasterungen mit erfindungsgemässen Steinen.
Der Pflasterstein 1, der zweckmässig aus Beton besteht, ist in der Grundform im Grundriss etwa quadratisch ausgebildet (Fig. 1). Zwei einander gegenüberliegende Kanten 2 und 3 der Grundfläche 4 sind zueinander parallel ; die anderen Kanten 5 und 6 sind gegenüber der geraden Seite
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eines Quadrats etwas nach aussen geneigt. Sie bilden jeweils einen Schnittpunkt 7, der in der Symmetrieebene S-S des Steins 1 liegt (Fig. 4).
So wird der Grundkörper des Steins 1 einesteils von Seitenflächen 8 begrenzt, die etwa die Form eines Satteldaches haben (Fig. 2 und 4) und sich über den Grundseiten 2 bzw. 3 erheben, sowie andernteils von Seitenflächen, die aus Teilflächen 9 und 10 bestehen, welche etwa die Form eines Pultdaches haben und sich über den Teilen 5' und 5" der geknickten Grundkante 5 erheben und eine senkrecht über dem Schnittpunkt 7 aufragende Schnittkante 11 bilden (Fig. 3 und 4). Die Seitenflächen 8 und die Teilflächen 9 bzw. 10 schneiden sich jeweils in vertikalen Aussenkanten 12.
Die Aussenkanten 12 sind von einem Punkt 13 ab (Fig. 4), der etwa in der Hälfte ihrer Länge liegt, nach oben hin abgeschrägt ausgebildet; sie verlaufen im Bereich 12' schräg nach innen zu einem der oberen Eckpunkte 14 der Oberfläche 15 des Steins, die so das Aussehen eines regelmässigen Achtecks erhält. Dadurch entstehen dreieckförmige Zwickel 16, die sich in schrägen Kanten 17 mit den Seitenflächen 8 und in schrägen Kanten 18 mit den Teilflächen 9 bzw. lOschneiden.
Die dreieckförmigen Zwickel 16 laufen mit einer Spitze jeweils zu den Schnittpunkten 19 der Schnittkanten 11 mit den Oberflächenkanten 20 bzw. zu den Mittelpunkten 21 der Oberflächenkanten 22 aus. Die Oberflächenkanten 20 bzw. s 22 sind bei 23 gebrochen ausgebildet, was dem leichteren Entschalen des Steins bei der Fertigung und der Erzielung eines ansprechenderen Bildes in der Pflasterung dient.
Aus den Skizzen der Fig. 5 und 6 für die Verlegung von Pflastersteinen nach der Erfindung ist erkennbar, wie durch i» Aneinanderreihung von Steinen 1 zu geraden Reihen im Bereich der Schnittkanten 11 eine Mittelachse M entsteht, in der die einzelnen Steine sich berühren und von wo aus ein regelmässiges Netz von sich öffnenden und schliessenden Fugen 24 entsteht. Die Kanten 11 bilden also gewissermassen 15 Drehpunkte, die Steine können also auch so verlegt werden, dass die durch die Verbindungslinie der Drehpunkte gebildete Mittelachse M gekrümmt verläuft (Fig. 6). Im Extremfall berühren sich die Steine hier jeweils mit den Teilflächen 9 bzw. 10. Um dies deutlich zu machen, ist derNeigungs-20 winkel, den die in den Kanten 11 aneinanderstossenden Teilflächen 9 und 10 miteinander bilden, gegenüber Fig. 1 übertrieben gross gezeichnet.
B
1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

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1. Pflasterstein aus einer abbindefähigen Masse, mit annähernd quadratischem Grundriss, dadurch gekennzeichnet, dass zwei einander gegenüberliegende Seitenflächen des Pflastersteins aus jeweils zwei über die durch deren zur Grundfläche senkrechte Seiten bestimmte Ebene hinaus schwach nach aussen geneigten, und in einer zur Grundfläche des Steins senkrechten, in der Mittelebene des Steins verlaufenden Schnittkante (11) zusammenstossenden ebenen Teilflächen (9,10) bestehen, während die beiden anderen Seitenflächen (8) eben sind und dass die dem annähernd quadratischen Grundriss des Steins entsprechenden Aussenkanten
( 12) zu seiner Oberseite hin unter Bildung von zu den Schnittpunkten ( 19) der Schnittkanten (11) mit den zugeordneten Oberflächenkanten (20) und zu den Mittelpunkten (21) der anderen Oberflächenkanten (22) hin auslaufenden dreieckförmigen Zwickeln (16) derart abgeschrägt sind, dass die Oberfläche ( 15) des Steins einen Umriss in Form eines regelmässigen Achtecks aufweist.
2. Pflasterstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenkanten (12) etwa über die Hälfte ihrer Länge abgeschrägt sind.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Pflasterung aus gemäss den Ansprüchen 1 oder 2 ausgebildeten Pflastersteinen, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Steine in zueinander parallelen Reihen derart verlegt sind, dass einander benachbarte Steine in einer Reihe sich mit den Schnittkanten (11) der Teilflächen (9, 10) und die Steine der Reihen untereinander sich mit den ebenen Flächen (8) berühren.
CH3663/83A 1982-07-22 1983-07-04 Pflasterstein aus einer abbindefaehigen masse, insbesondere aus beton und daraus hergestellte pflasterung. CH661304A5 (de)

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