CH662157A5 - Spritzversteller. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Spritzversteller für die Einspritzpumpe von Kolbenbrennkraftmaschinen, bei dem das durch die Pumparbeit bei der Einspritzung bedingte, positive Antriebsdrehmoment zwischen zwei Kupplungsteilen durch Fliehgewichte übertragen wird, die jeweils zwischen zwei den Kupplungsteilen zugeordneten Gleitbahnen angeordnet sind und abhängig von der Drehzahl die Winkellage zwischen den beiden Kupplungsteilen und damit den Kraftstoff-Einspritz-Zeitpunkt verändern.
Beim Einspritzvorgang bewirkt das Drehmoment der Pumpe eine Verzögerung der Pumpenmasse mit gleichzeitiger elastischer Verspannung des Antriebswellenstranges der Pumpe. Nach dem Einspritzvorgang wird die Pumpenmasse unter Ausgleich der Verspannung des Antriebswellenstranges wieder beschleunigt. Beim Erreichen der Drehgeschwindigkeit des Pumpenantriebes werden die Fliehgewichte von den Gleitbahnen abgehoben, um beim nächsten Einspritzvorgang wieder an den Gleitbahnen anzuliegen. Diese Entlastung der aufeinandergleitenden Flächen ist erwünscht, um schon bei kleinen Drehzahländerungen eine Bewegung der Fliehgewichte entlang der Gleitbahnen und damit eine Veränderung des Einspritzzeitpunktes zu erzielen. Dem Abheben wirken Rückstellfedern entgegen, die zwischen den beiden Kupplungsteilen angeordnet sind und deren Kraft der Fliehkraft der Fliehgewichte entgegengesetzt gerichtet ist.
Setzt man eine vorhandene Pumpenmasse und Elastizität des Antriebsstranges voraus, dann ist das von der Einspritzpumpe auf die Brennkraftmaschine rückwirkende, negative Drehmoment abhängig von der Grösse des beim Einspritzvorgang erforderlichen Drehmomentes und damit von der Höhe des Einspritzdruckes. Bei Überschreiten eines bestimmten Einspritzdruckes wird das Abheben mit entsprechendem
Wieder-Aufschlagen der Fliehgewichte auf den Gleitbahnen so stark, dass die Gleitflächen nach kurzer Betriebszeit zerstört werden.
Es ist zwar möglich, dem Abheben durch Vergrössern der Kraft der Rückstellfedern entgegenzuwirken. Dies verringert jedoch das nutzbare Arbeitsvermögen des Spritzverstellers, so dass Fliehgewichte mit grösserer Masse und dementsprechend ein grösseres Bauvolumen für den Spritzversteller notwendig werden, um das ursprüngliche Arbeitsvermögen wieder zu erhalten.
Es sind Spritzversteller bekannt, bei denen sowohl die Fliehgewichte in dem einen Kupplungsteil als auch mit ihnen verbundene Gleitsteine in entsprechenden Nuten des anderen Kupplungsteiles geführt sind. Bei diesen Spritzverstellern werden die positiven und auch die negativen Drehmomente durch Anliegen der Gleitsteine und der Fliehgewichte an den entsprechenden Nutflanken übertragen. Die Herstellung derartiger Spritzversteller ist jedoch verhältnismässig aufwendig, und gekrümmte Nuten mit geringem Spiel der Gleitsteine zum Erzielen bestimmter Einspritzcharakteristiken nur schwer darzustellen.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei den eingangs beschriebenen Spritzverstellern einfacher Bauart dem Abheben der Fliehgewichte von ihren Gleitbahnen entgegenzuwirken.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass ein Teil des zwischen den Einspritzvorgängen auftretenden, negativen Drehmomentes durch Ölfilme übertragen wird, die sich jeweils zwischen zwei aneinander angepassten Flächen ausbilden, die den Kupplungsteilen und zwischen den Kupplungsteilen angeordneten Übertragungsteilen zugeordnet sind.
Dadurch wird ein Teil des negativen Drehmomentes von den Adhäsionskräften zwischen Fläche und Ölfilm und von den Kohäsionskräften innerhalb des Ölfilmes übertragen. Der andere Teil des negativen Drehmomentes wird wie bisher von der Kraft der Rückstellfedern aufgenommen. Wie Versuche und Messungen ergeben haben, wird dadurch das negative Drehmoment zum grössten Teil aufgenommen, so dass das unerwünschte Abheben der Fliehgewichte mit den geschilderten Folgen unterbleibt und trotzdem eine Verstellung der Fliehgewichte auch bei kleinen Drehzahlunterschieden stattfindet.
Eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung wird durch die Kombination folgender Merkmale erzielt:
a) Der Spritzversteller weist ein beide Kupplungsteile umschliessendes Gehäuse auf, in das durch eine Bohrung in einer Welle des Spritzverstellers Schmieröl der Brennkraftmaschine gelangt, das nach Durchströmen des Spritzverstellers über einen Dichtspalt wieder aus dem Gehäuse gedrückt wird.
b) Mindestens eines der Fliehgewichte des Spritzverstellers ist als Übertragungsteil für die negativen Drehmomente ausgebildet und arbeitet mit einem Gleitstück zusammen, wobei die zugehörigen Gleitflächen der Kupplungsteile, des Übertragungsteiles und des Gleitstückes untereinander flächenförmige Anlagen bilden, so dass zwischen ihnen ein wirksamer Ölfilm entstehen kann.
Mit diesen Merkmalen ist die Bildung der Ölfilme zwischen den Flächen in einfacher Weise sichergestellt. Die durch die Drehmomentübertragung entstehende Wärme wird problemlos abgeführt. Durch Verändern der Grösse der beteiligten Flächen und durch Variieren der Zahl der als Übertragungsteil wirkenden Fliehgewichte kann das übertragene, negative Drehmoment fein eingestellt werden. Das in dem Spritzversteller vorhandene Öl dämpft darüber hinaus auch noch die hochfrequenten Schwingungen des Räderantriebes. Eine Vergrösserung des Bauraumes vorhandener Spritzversteller wird weitgehend vermieden.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Spritzversteller mit Anordnung der Fliehgewichte und Übertragungsteile;
Fig. 2 den Längsschnitt eines Spritzverstellers.
Der in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellte Spritzversteller für die Einspritzpumpe einer Kolbenbrennkraftmaschine weist ein mit der Kolbenbrennkraftmaschine verbundenes Kupplungsteil 11, ein mit der Einspritzpumpe verbundenes Kupplungsteil 12 und Fliehgewichte 13 auf. Diese Fliehgewichte sind jeweils zwischen zwei Gleitbahnen 14, 15 angeordnet, die den Kupplungsteilen 11 bzw. 12 zugeordnet sind.
Mit steigender Drehzahl wandern die Fliehgewichte infolge der auf sie einwirkenden Fliehkraft nach aussen und verändern durch die Form der Gleitbahnen die Winkellage der beiden Kupplungsteile 11 und 12 zueinander. Rückstellfedern 16 wirken der Fliehkraft entgegen und drücken die Kupplungsteile bzw. ihre Gleitbahnen gegen die Fliehgewichte.
Erfindungsgemäss weist der Spritzversteller ein mit dem einen Kupplungsteil 11 verbundenes Gehäuseteil 17 auf, das den anderen Kupplungsteil 12 umschliesst und mit ihm einen Dichtspalt 18 bildet. In das dadurch entstehende Spritzver-stellergehäuse gelangt durch eine Bohrung 19 in der Welle 20 des Spritzverstellers Schmieröl der Brennkraftmaschine, das s nach Durchströmen des Spritzverstellers über den Dichtspalt 18 wieder aus dem Gehäuse gedrückt wird. Ausserdem ist eines der Fliehgewichte des Spritzverstellers als Übertragungsteil 21 ausgebildet, das mit einem Gleitstück 22 zusammenarbeitet. Zugehörige Gleitflächen 23, 24 der Kupplungs-10 teile, Gleitflächen 25, 26 des Übertragungsteiles und Gleitflächen 27, 28 des Gleitstückes bilden untereinander flächenförmige Anlagen, zwischen denen ein für die Übertragung der negativen Drehmomente wirksamer Ölfilm entstehen kann.
Beim Auftreten von negativen Drehmomenten müssen vor |5 einem Abheben der Fliehgewichte 13 von ihren Bahnen 14, 15 zwei der über Ölfilme aneinander haftenden Flächen 23/25, 26/27 oder 24/28 voneinander getrennt werden. Da hierzu verhältnismässig grosse Kräfte notwendig sind, kann zusammen mit den Rückstellfedern ein Abheben der Fliehgewichte 20 von ihren Gleitbahnen und das folgende Aufschlagen der Fliehgewichte auf den Gleitbahnen praktisch vollkommen vermieden werden.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Spritzversteller für die Einspritzpumpe von Kolbenbrennkraftmaschinen, bei dem das durch die Pumparbeit bei der Einspritzung bedingte, positive Antriebsdrehmoment zwischen zwei Kupplungsteilen durch Fliehgewichte übertragen wird, die jeweils zwischen zwei den Kupplungsteilen zugeordneten Gleitbahnen angeordnet sind und abhängig von der Drehzahl die Winkellage zwischen den beiden Kupplungsteilen und damit den Kraftstoff-Einspritz-Zeitpunkt verändern, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des zwischen den Einspritzvorgängen auftretenden, negativen Drehmomentes durch Ölfilme übertragen wird, die sich jeweils zwischen zwei aneinander angepassten Flächen (23-28) ausbilden, die den Kupplungsteilen (11,12) und zwischen den Kupplungsteilen angeordneten Übertragungsteilen (21,22) zugeordnet sind.
2. Spritzversteller nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
a) der Spritzversteller weist einen mit einem der Kupplungsteile (11) verbundenen, den anderen Kupplungsteil (12) umschliessenden und mit ihm einen Dichtspalt (18) bildenden Gehäuseteil (17) auf, wodurch ein Spritzverstellergehäuse entsteht, in das durch eine Bohrung (19) in einer Welle (20) des Spritzverstellers Schmieröl der Brennkraftmaschine gelangt, das nach Durchströmen des Spritzverstellers über den Dichtspalt (18) wieder aus dem Gehäuse gedrückt wird,
b) mindestens eines der Fliehgewichte (13) des Spritzverstellers ist als Übertragungsteil (21) für die negativen Drehmomente ausgebildet und arbeitet mit einem Gleitstück (22) zusammen, wobei die zugehörigen Gleitflächen (23-28) der Kupplungsteile, des Übertragungsteiles und des Gleitstückes untereinander flächenförmige Anlagen bilden, so dass zwischen ihnen ein wirksamer Ölfilm entstehen kann.
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