CH665154A5 - Vorrichtung zur halterung von werkzeugen. - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Halterung von Werkzeugen gemäss Oberbegriff des Anspruches 1.
Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der DE-GM 7801757 bekannt. Bei dieser Vorrichtung werden Haltekörper auf Schienen abgesetzt, wobei mehrere Haltekörper zusammen dadurch festgehalten werden, dass ihre den Schienen zugewandten Ränder jeweils mit einer gemeinsamen Klemmleiste abgedeckt werden, die mittels Schrauben oder einer komplizierten Verriegelungsvorrichtung mit der jeweiligen Schiene verbunden werden. Zum Befestigen und Lösen ist entweder ein Werkzeug oder die in Aufbau und Handhabung komplizierte Verriegelungsvorrichtung erforderlich. In jedem Falle müssen zum Auswechseln oder Einstellen eines Haltekörpers die Klemmleisten für mehrere Haltekörper entfernt werden. Demnach ist diese Vorrichtung relativ kompliziert, kostspielig und zeitraubend zu handhaben.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs ge-5 nannten Art so auszubilden, dass die Haltekörper einen besonders einfachen Aufbau aufweisen und insbesondere ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen einfach und schnell einzeln in Schienen eingesetzt bzw. entfernt werden können.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die kenn-io zeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Durch das von Hand bedienbare federnde Schnappglied ist es möglich, jeden Haltekörper einzeln und ohne Beeinträchtigung der anderen Haltekörper ohne Zuhilfenahme eines Werkzeuges ausserordentlich schnell einzusetzen bzw. zu entfernen, so dass ein Umrü-15 sten der Vorrichtung mit einem Minimum an Zeit möglich ist.
Durch das Schnappglied sind auch Schrauben, Befestigungsleisten, Verriegelungsvorrichtungen und dergleichen nicht mehr erforderlich, so dass sich die Ausbildung der Vorrichtung auch wesentlich vereinfacht.
20 Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den Ansprüchen 2 bis 10 beschrieben.
Der Haltekörper kann auf der dem Schnappglied gegenüberliegenden Seite ebenfalls ein solches Schnappglied zur Verriegelung mit der entsprechenden Schiene aufweisen oder mittels einfacher lösba-25 rer formschlüssiger Mittel an der Schiene gehalten sein.
An sich kann das Schnappglied genügen, um den Haltekörper an den Schienen zu befestigen. Dabei ist nicht nur eine Sicherung des Haltekörpers quer zur Richtung der Schienen gegeben, sondern aufgrund der Haltekraft des Schnappgliedes auch längs der Schienen. 30 Um auch unter ungünstigen Bedingungen jegliches Verschieben längs der Schienen auszuschalten, ist eine Ausgestaltung der Vorrichtung nach Anspruch 2 von Vorteil. Dabei kann eine solche Rastvorrichtung unabhängig vom Schnappglied ausgestaltet sein. Die Vorrichtung lässt sich jedoch in konstruktiver und bedienungstech-35 nischer Hinsicht weiter vereinfachen, wenn sie nach Anspruch 3 weitergebildet ist.
Für die Ausgestaltung des Schnappgliedes ergeben sich verschiedene Möglichkeiten. Besonders vorteilhaft ist jedoch eine Ausgestaltung nach Anspruch 4. Dabei kann eine solche Zunge entweder ein-40 stückig mit dem übrigen Teil des Haltekörpers angeformt sein, insbesondere wenn dieser gemäss Anspruch 5 aus Kunststoff besteht. Zur Unterstützung der Federkraft kann dann gegebenenfalls eine zusätzliche Feder vorgesehen sein. Es ist aber auch möglich, das Schnappglied als einen vom übrigen Teil des Gehäuses des Halte-45 körpers unabhängigen Bauteil auszubilden, der mittels einer Feder gegen die Schiene vorgespannt ist.
Auch für die Rastvorrichtungen ergeben sich die verschiedensten Ausgestaltungsmöglichkeiten. Dabei können gegebenenfalls an der oder den Schienen Rastvorsprünge angeordnet sein, die in Rastausso nehmungen am Haltekörper eingreifen. Vorteilhafter ist jedoch eine Ausgestaltung nach Anspruch 6, da sich im Haltekörper auf einfachere Art Rastnocken ausbilden lassen, insbesondere wenn dieser aus Kunststoff hergestellt ist. Hingegen ist das Anbringen von Rastausnehmungen in den Schienen in der Regel einfacher. Die Ansprü-55 che 7 bis 10 beschreiben verschiedene Ausführungsformen solcher Rastvorrichtungen.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Vorrichtung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher beschrieben, dabei zeigen:
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Figur 1 eine erste Vorrichtung mit einer auf der Unterseite angeordneten Rastvorrichtung im Querschnitt;
Figur 2 die Vorrichtung der Figur 1 in Draufsicht;
Figur 3 eine zweite Vorrichtung mit seitlich angeordneten Rast-65 Vorrichtungen im Querschnitt;
Figur 4 die Vorrichtung der Figur 3 im Grundriss;
Figur 5 eine dritte Vorrichtung mit seitlich angeordneten Rastvorrichtungen im Querschnitt.
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Die Figuren 1 und 2 zeigen ein erstes Beispiel einer solchen Vorrichtung zur Halterung von Werkzeugen 2. Das strichpunktiert an-degeutete Werkzeug ist beispielsweise ein Werkzeugkopf einer Werkzeugmaschine. Das Werkzeug 2 ist in einer im vorliegenden Fall konischen Öffnung 4 eines Haltekörpers 6 angeordnet. Letzterer 5 ist zwischen zwei Schienen 8,10 befestigt. Auf der einen Seite ist der Haltekörper über lösbare formschlüssige Mittel mit der Schiene 10 verbunden und weist hierzu eine. Ausnehmung 12 auf, mit der er in einen gegen die andere Schiene 8 ragenden Schenkel 14 der Schiene 10 eingreift. Auf der anderen Seite enthält der Haltekörper 6 ein 10 Schnappglied 16 zum Verriegeln des Haltekörpers an der anderen Schiene 8 sowie eine Rastvorrichtung 18, um den Haltekörper 6 in Längsrichtung der Schienen 8,10 zu fixieren.
Das Schnappglied 16 ist eine am Gehäuse 20 des Haltekörpers 6 angeformte Zunge 22, die eine Nase 24 aufweist, die einen Schenkel 15 26 der Schiene 8 untergreift. Eine untere schräge Auflauffläche 28 erleichtert das Einbringen und Einschnappen des Schnappgliedes an dem Schenkel 26 der Schiene 8. Zur Unterstützung der Federkraft des Schnappgliedes 16, welches wie der übrige Teil des Haltekörpers 6 aus Kunststoff besteht, ist zwischen dem Schnappglied und der 20 Wandung 30 des Haltekörpers 6 eine Blattfeder 32 angeordnet.
Die Rastvorrichtung 18 der Vorrichtung wird gebildet durch eine an der Unterseite des Haltekörpers 6 angeformte Rastnocke 34, die in eine Rastausnehmung 36 in einem unteren Auflageteil 38 der Schiene 8 eingreift. Mehrere solcher Rastausnehmungen 36 sind in Längsrichtung über die Schiene 8 verteilt und ermöglichen es, den Haltekörper 6 an verschiedenen Stellen der Schienen 8,10 anzusetzen und zu fixieren.
Die Figuren 3 und 4 zeigen eine abgewandelte Vorrichtung, bei der ein Haltekörper 6a zwischen Schienen 8a und 10a angeordnet ist. Eine erste Rastvorrichtung 40 wird gebildet durch Rastausnehmungen 42, die an einem gegen die andere Schiene 8a weisenden Schenkel 44 der Schiene 10a angeordnet sind. Der Haltekörper 6a enthält in seinen Querwänden 46, 48 Schlitze 50, 52, die in den Schenkel 44 einrasten. Diese Schlitze 50, 52 sind jedoch nicht so tief wie die Breite der Schenkel 44, so dass Wandteile als Rastnocken 54, 56 in die Rastausnehmungen 42 eingreifen.
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Der Haltekörper 6a weist an seiner anderen Seite wiederum ein Schnappglied 58 auf, das gleichzeitig auch als Rastvorrichtung 60 ausgestaltet ist. Das zungenartig ausgebildete Schnappglied 58 enthält wiederum eine Nase 62, welche einen gegen die andere Schiene 10a weisenden Schenkel 64 der Schiene 8a untergreift.
Dieser Schenkel ist wiederum mit Rastausnehmungen 66 versehen, analog den Rastausnehmungen 42 der Schiene 10a. Das zungenartige Schnappglied 58 weist zusätzlich einen Rastnocken 68 auf, der in eine Rastausnehmung 66 eingreift. An der Seite der Schiene 8a sind die Querwände 46,48 so weit zurückgesetzt, dass sie den Schenkel 64 nicht hintergreifen, sondern nur in die Rastausnehmungen 66 eingreifen. Eine V-förmige Blattfeder unterstützt die Federkraft des Schnappgliedes 58.
Die Figur 5 zeigt eine dritte Vorrichtung, bei der wiederum ein Haltekörper 6b zwischen Schienen 8b und 10b eingespannt ist. Der Haltekörper 6b ist ähnlich den Haltekörpern 6 und 6a der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele ausgestaltet. Ähnliches gilt für die Schienen 8b und 10b. Die Vorrichtung enthält wiederum eine erste Rastvorrichtung 72 an der Schiene 10b. Hierzu ist die Seitenwand 74 der Schiene 10b in Längsrichtung mit einer Reihe von Rastausnehmungen 76 versehen, in die Rastnocken 78 eingreifen, welche an den Stirnwänden 80 des Haltekörpers 6b angeformt sind.
Auf der der Rastvorrichtung gegenüberliegenden Seite weist der Haltekörper 6b wiederum ein zungenartiges Schnappglied 82 auf, welches überdies als zweite Rastvorrichtung 84 ausgebildet ist. Das Schnappglied 82 enthält hierzu einen nach aussen vorstehenden Rastnocken 86, der in eine Rastausnehmung 88 eingreift, welche an der Seitenwand 90 der Schiene 8b angeordnet ist. Mehrere solcher Rastausnehmungen 88 sind über die Länge der Schiene 8b verteilt angeordnet.
Die Handhabung der in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Vorrichtungen ist äusserst einfach, da zum Lösen der Haltekörper die Schnappglieder lediglich von Hand so weit zurückzudrängen sind, dass ihre Nasen bzw. Rastnocken von den Schienen freikommen. Durch Kippen der Haltekörper um die andere Schiene werden dann auch die. Rastvorrichtungen gelöst, und die Haltekörper können von den Schienen abgenommen werden und an anderer Stelle in umgekehrter Reihenfolge der Handhabung wieder angesetzt werden.
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2 Blätter Zeichnungen
Claims (10)
1. Vorrichtung zur Halterung von Werkzeugen, mit zwischen zwei Schienen lösbar befestigten Haltekörpern, die jeweils mindestens eine Öffnung zur Aufnahme eines Werkzeuges aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Haltekörper (6, 6a, 6b) mindestens ein mit einer Schiene lösbar verriegeltes, federndes, von Hand bedienbares Schnappglied (16, 58, 82) aufweist, welches in verriegelter Stellung den Haltekörper and den Schienen festhält und in entriegelter Stellung den Haltekörper quer zur Richtung der Schienen (8, 8a, 8b, 10, 10a, 10b) von diesen lösbar freigibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Haltekörper (6, 6a, 6b) über eine ein seitliches Verschieben verhindernde Rastvorrichtung (18, 40, 60, 72, 84) mit den Schienen (8, 8a, 8b, 10, 10a, 10b) zusammenwirkt.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schnappglied (58, 82) gleichzeitig als Teil einer Rastvorrichtung (60, 84) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schnappglied (16, 58, 82) als Zunge (22) ausgebildet ist und eine Nase (24, 62, 86) aufweist, die entweder einen vorspringenden Teil (26, 64) einer Schiene (8, 8a) hintergreift oder in eine Ausnehmung (88) einer Schiene (8b) eingreift.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltekörper (6, 6a, 6b) vorzugsweise aus Kunststoff besteht, wobei zwischen dem zungenartigen, angeformten Schnappglied (16, 58) und einer Wandung (30, 74) des Haltekörpers eine Feder, vorzugsweise eine V-förmige Blattfeder (32, 70) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorrichtungen (18, 40, 60, 72, 84) jeweils mindestens einen am Haltekörper (6, 6a, 6b) angeordneten Rastnocken (34, 54, 56, 68, 78, 86) aufweisen, der in eine der Rastausnehmungen (36, 42, 66, 76, 88) eingreift, die längs mindestens einer Schiene (8, 8a, 8b, 10, 10a, 10b) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnocken (34) jeweils an einem unteren Auflageteil der Haltekörper (6) angeordnet sind, mit dem sie auf einem mit Rastausnehmungen (36) versehenen Auflageteil (38) der Schienen (8) aufliegen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnocken (54, 56, 68, 78, 86) jeweils an einem Seitenteil der Haltekörper (6a, 6b) angeordnet sind und mit Rastausnehmungen (42, 66, 76, 88) in einem seitlichen Schienenteil (44, 64, 74, 90) zusammenwirken.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen (8, 8a, 10, 10a) gegeneinander gerichtete Schenkel (14, 26, 44, 64) aufweisen, die an der dem Schnappglied (16, 58) abgewandten Seite des Haltekörpers in eine Ausnehmung (12, 50, 52) desselben eingreifen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die gegeneinander gerichteten Schenkel (44, 64) der Schiene (8a, 10a) Rastausnehmungen (42, 66) aufweisen, in die Rastnocken (54, 56, 68) des Haltekörpers (6a) eingreifen.
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