CH665268A5 - Steckkupplung zum verbinden der enden zweier rohre. - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG Die Erfindung bezieht sich auf eine Steckkupplung zum Verbinden der Enden zweier Rohre, mit einer Muffe aus Gummi zur Aufnahme der Rohrenden und einer die Muffe umgebenden Spannschelle mit einem Schellenband, wobei die Muffe auf ihrer Innenseite eine mittlere umlaufende
Rippe zur Anlage an den Stirnflächen der Rohre, auf beiden Seiten der mittleren Rippe jeweils eine Ringnut, deren an die mittlere Rippe angrenzende Flanke einen von der mittleren Rippe zum Einführungsende der Muffe zunehmenden Durchmesser hat, und an jedem Einführungsende eine axial äussere umlaufende Rippe aufweist, deren axial äussere Flanke einen vom Einführungsende zur mittleren Rippe abnehmenden Durchmesser hat, das Schellenband die Stirnseiten der Muffe mit nach innen abgewinkelten Flanschen übergreift, in seiner axialen Mitte eine in Umfangsrichtung der Spannschelle umlaufende, radial nach innen vorstehende Sicke aufweist, die in eine Ringnut auf der Aussenseite der Muffe eingreift, und an seinen Enden je eine radial nach aussen ragende, angeschweisste Spannbacke mit nur einer die Spannbacken durchsetzenden Spannschraube aufweist.
In der nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung P 3 339 169.6-12 ist bereits eine derartige Steckkupplung beschrieben. Sie wird vornehmlich zum Verbinden von Abflussrohren aus Gusseisen verwendet. Bei dieser Steckkupplung ist jede Spannbacke ein etwa I-förmiges Blechstück, das mit seinem einen Schenkel am Spannband in dem zwischen den Flanschen liegenden Bereich angeschweisst ist. Dabei ragt der andere Schenkel etwa radial nach aussen. Da die etwa radial nach innen abgewinkelten Flansche des Spannbandes beim Spannen der Spannschelle so fest gegen den Umfang der zu verbindenden Rohre gedrückt werden sollen, dass die Steckkupplung auch eine gewisse Axialsicherung der Rohrverbindung bewirkt, muss eine entsprechend hohe Spannkraft über den Spannkopf der Spannschelle auf das Schellenband ausgeübt werden. Hierbei neigen die radial nach aussen ragenden Schenkel der Spannbacken zum Verbiegen. Um das Verbiegen zu vermeiden, könnte die Blechstärke der Spannbacken grösser gewählt werden. Abgesehen von dem höheren Materialbedarf erschwert ein stärkeres Material die Ausbildung der üblicherweise angewandten Punktschweissung. Sodann würden steifere Spannbacken die im Bereich der im Spannband umlaufenden Sicke zum Ausgleich von Rohrdurchmessertoleranzen und zur Anpassung an eine gegenseitige Abwinkelung der Rohre angestrebte Gelenkigkeit der Spannschelle im Spannkopfbereich beeinträchtigen. Dessen ungeachtet wird die vom Spannkopf auf den mittleren Bereich des Schellenbandes ausgeübte Spannkraft praktisch erst in dem dem Spannkopf diametral gegenüberliegenden Schellenbandbereich in die etwa radial abgewinkelten Flansche geleitet, so dass die Flansche in diesem Bereich mit höherer Radialkraft als in der Nähe des Spannkopfes an die Umfangsflächen der Rohre gedrückt werden. Diese ungleichmässige Spannkraftverteilung über den Umfang der Flansche beeinträchtigt die Axialsicherung der Rohrverbindung. Während ein Verbiegen der radialen Spannbacken die Ausübung einer hinreichend hohen Spannkraft verhindert, da die Spannbacken gegebenenfalls vorzeitig aneinanderstossen würden, so dass auf diese Weise nicht für eine hinreichende Abdichtung der Verbindung gesorgt wäre, beeinträchtigt auch die ungleichmässige Spannkraftverteilung über den Umfang der Flansche die Abdichtung wegen einer unzureichenden Axialsicherung, sei es im Falle einer Abwicklung der Rohre oder bei Ausübung axialer Zugkräfte auf die Rohre, z.B. im Falle eines hohen Innendrucks. Die Gefahr der unzureichenden Abdichtung besteht insbesondere bei einer gattungsgemässen Steckkupplung, die mit nur einer Spannschraube und einem verhältnismässig schmalen Spannband von nur etwa 35 bis 50 mm auskommt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steckkupplung der gattungsgemässen Art anzugeben, bei der ohne Erhöhung des Materialaufwands eine höhere Sicherheit gegen eine unzureichende Abdichtung gewährleistet ist.
Erfindungsgemäss ist diese Aufgabe dadurch gelöst, dass
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jede Spannbacke ein sich etwa quer zur Spannschellenebene erstreckendes, mit seiner einen Breitseite dem Schellenband zugekehrtes, den Schaft der Spannschraube durch eine radial nach aussen gerichtete Wölbung überdeckendes Stützband ist, das an den zwischen der Sicke und den Flanschen liegenden Bereichen des Schellenbandes und an den Flanschen angeschweisst ist.
Bei dieser Lösung haben die Spannbacken eine höhere Bie-gesteifigkeit, da sie im wesentlichen auf Schub beansprucht werden. Die Spannschelle kann daher mit höherer Spannkraft angezogen werden, so dass sich auch eine höhere Axialsicherung und Dichtigkeit ergibt. Unabhängig von Durchmessertoleranzen der Rohre können die Spannbacken,
wegen der Biegsamkeit der radialen Flansche, auch bei dem höchsten Ubermass der Rohre mit hoher Spannkraft ohne zu verbiegen, stets soweit zusammengezogen werden, dass sie unmittelbar aneinander anliegen und leicht visuell der Spannzustand der Schelle überprüft werden kann. Darüber hinaus wird die Spannkraft gleichmässiger über die Breite des Schellenbandes verteilt, so dass sie bereits in der Nähe des Spannkopfes in die seitlichen Flansche des Schellenbandes geleitet wird. Dies ergibt eine gleichmässigere Spannkraftverteilung über den Umfang der Flansche und damit eine entsprechend höhere Axialsicherung und im Gefolge damit eine höhere Dichtigkeit. Der Materialaufwand für die Stützbänder ist geringer als für abgewinkelte, auf Biegung beanspruchte Blechstücke. Insbesondere kann die Dicke geringer gewählt werden. Es bestehen daher keine Schwierigkeiten hinsichtlich der Ausbildung einer Puhktschweissverbindung hoher Festigkeit. Das durch die Spannschraube auf die Spannbacken ausgeübte Biegemoment ist verhältnismässig gering, da die Spannschraube sehr nahe am Spannband liegt, so dass sie sogar teilweise in der äusseren Nut der Sicke versenkt ist. Die Spannschraube greift daher nur mit verhältnismässig kurzem Hebelarm an den Spannbacken an. Die auf die Flanken ausgeübte resultierende Radialkraft ist nicht nur in Umfangsrichtung gleichmässiger verteilt, sondern auch höher, so dass auch aus diesem Grund eine bessere Axialsicherung gewährleistet ist.
Vorzugsweise ist dafür gesorgt, dass die ausserhalb der Wölbung liegenden Abschnitte des Stützbandes jeweils durch wenigstens zwei Schweissstellen mit dem Schellenband verbunden sind, die in einer geraden Ebene liegen, die einen spitzen Winkel auf der dem Schellenspalt abgekehrten Seite mit der Sicke einschliesst. Hierbei unterliegen die Schweissstellen einer geringeren Beanspruchung als bei einer Anordnung der Schweissstellen in einer quer (im rechten Winkel) zur Längsrichtung des Schellenbandes bzw. der Sicke verlaufenden Radialebene. Sodann ist das durch die vom Schellenspalt weiter entfernt liegenden Schweissstellen - bei allen Schweissstellen handelt es sich vorzugsweise um Punkt-schweissstellen - gegen ein Kippen der Spannbacken beim Spannen ausgeübte Gegendrehmoment wegen des grösseren Abstands von den auf Seiten des Schellenspalts liegenden Fusspunkten der Wölbung grösser als bei einer Anordnung der Schweisspunkte in einer zur Längsrichtung des Schellenbandes rechtwinklig verlaufenden Radialebene.
Ferner können die ausserhalb der Wölbung liegenden Abschnitte des Stützbandes jeweils ein Parallelogramm bilden, das ebenfalls einen spitzen Winkel auf der dem Schellenspalt abgekehrten Seite mit der Sicke einschliesst. Hierbei haben die Punktschweissstellen einen grösseren Abstand von der dem Schellenspalt zugekehrten Kante der Wölbung als bei einer Anordnung der Schweissstellen auf einer senkrecht zur Längsrichtung des Schellenbandes verlaufenden Linie. Die Schweissstellen üben daher ein grösseres Gegendrehmoment gegen ein Kippen der betreffenden Spannbacke aus. Ausserdem unterliegen sie einer geringeren Belastung.
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Günstig ist es, wenn das Parallelogramm in Umfangsrichtung der Spannschelle breiter als die Wölbung ist und wenigstens drei Schweissstellen aufweist, von denen zwei einen grösseren Abstand vom Schellenspalt zwischen den Spannbacken aufweisen als die dem Schellenspalt abgekehrte Kante der Wölbung. Dies ergibt ein noch höheres Gegendrehmoment der Schweissstellen gegenüber einem Kippmoment bei insgesamt geringerer Belastung aller Schweissstellen.
Die Spannschraube kann einen zylindrischen Kopf mit Innensechskant und eine Mehrkantmutter aufweisen, deren eine Kante in die äussere Nut der Sicke eingreift. Auf diese Weise ist die Mutter bereits am äussersten Ende der Spannschraube gegen eine Drehung gesichert, insbesondere wenn eine Vierkantmutter verwendet wird.
Sodann kann der Innendurchmesser des Nutengrund es in jeder Ringnut der Muffe in Axialrichtung der Muffe von der mittleren Rippe zur axial äusseren Rippe hin zunehmen. Auf diese Weise wird ein Einrollen der axial äusseren Rippen beim Einführen der Rohrenden in die Steckkupplung vermieden. Vielmehr werden die Rippen lediglich nach innen in Richtung auf den Nutengrund der angrenzenden Ringnut gebogen.
Die Erfindung, ihre Weiterbildung und weitere Vorteile werden nachstehend anhand der Zeichnung bevorzugter Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Es zeigen :
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Steckkupplung,
Fig. 2 eine andere Seitenansicht der Steckkupplung nach Fig. 1,
Fig. 3 den Schnitt I-I nach Fig. 1 im ungespannten Zustand der Steckkupplung mit eingeführten Rohrenden,
Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Teil des Spannkopfes der Steckkupplung nach Fig. 1 und
Fig. 5 eine Draufsicht auf einen Teil eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemässen Steckkupplung.
Die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Steckkupplung besteht aus einer Muffe 1 aus Gummi, wie EPDM, und einer die Muffe 1 umgebenden Spannschelle 2. Die Steckkupplung dient zum Verbinden der Enden zweier Rohre 3, die axial in die Steckkupplung eingeführt werden.
Die Muffe 1 (auch Manschette genannt) hat auf der Innenseite eine umlaufende mittlere Rippe 4, die eine Abdichtung der Rohrverbindung zwischen den Stirnflächen der Rohre 3 bewirkt. Ihr Innendurchmesser ist daher kleiner als der Aus-sendurchmesser der Rohre 3. Ferner ist auf der Innenseite der Muffe 1 beiderseits der mittleren Rippe 4 jeweils eine Ringnut 5 ausgebildet, die jeweils durch eine axial äussere umlaufende Rippe 6 an den Einführungsenden der Muffe 1 begrenzt wird. Die Durchmesser der axial äusseren Flanken 7 der Rippen 6 und die Durchmesser der Flanken 8 und 9 der Ringnuten 5 nehmen vom jeweiligen Einführungsende der Muffe 1 zur mittleren Rippe 4 hin linear ab, so dass die Flanken 8 hinterschnitten sind. Der Innendurchmesser der Rippen 6 entspricht dem Aussendurchmesser der Rohre 3, während der Nutengrunddurchmesser der Ringnuten 5 grösser als der Aussendurchmesser der Rohre 3 ist und von der mittleren Rippe 4 zur angrenzenden äusseren Rippe 6 hin zunimmt. Statt konisch können die Flanken 7 bis 9 auch zum Einführungsende hin gewölbt (ausgebaucht) sein.
Auf der Aussenseite gegenüber der Rippe 4 ist die Muffe 1 mit einer im Querschnitt etwa V-förmigen Ringnut 10 versehen.
Die Spannschelle 2 besteht aus einem etwa C-förmig gebogenen Schellenband 11 (Fig. 1) aus Stahlblech, mit einer Breite von etwa 40 mm ± 10 mm, vorzugsweise ± 5 mm, bei
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einem Rohrdurchmesser von etwa 112 mm ± 3 mm, an den Enden des Schellenbandes 11 angeschweissten Spannbacken 12 und 13, einer durch je eine Wölbung 14 der Spannbacken hindurchgeführten Spannschraube 15 mit einem Zylinderkopf 15a mit Innensechskant, einer Mutter 15b und einer den Spalt zwischen den Spannbandenden bzw. zwischen den Spannbacken überbrückenden Lasche 16.
In der Mitte ist das Schellenband 11 mit einer über die gesamte Länge des Schellenbandes 11 durchgehenden, radial nach innen vorstehenden Sicke 17 versehen, die in die Ringnut 10 eingreift. An den seitlichen Umfangsrändern ist das Schellenband 11 mit radial nach innen abgewinkelten konischen Flanschen 18 versehen, die an konischen Stirnflächen 19 der Muffe 1 anliegen. Der Innendurchmesser der Flansche 18 (am Einführungsende) liegt zwischen den Innendurchmessern der Ringnuten 5 und der Rippen 6.
Die Spannbacken 12 und 13 bestehen jeweils aus einem Stützband, das sich über die gesamte Breite des Schellenbandes 11 erstreckt und mit seiner einen Breitseite im Schellenband 11 zugekehrt ist. Die in der Mitte des Stützbandes gebildete, radial nach aussen gerichtete Wölbung 14 überdeckt den Schaft der Spannschraube 15, wobei sich der Spannschraubenkopf 15a und die Mutter 15b an den Kanten der jeweiligen Wölbung 14 abstützen (Fig. 1) und die Vierkantmutter 15b zur Drehsicherung mit einer ihrer Kanten in die äussere Nut der Sicke 17 eingreift, wie es in Fig. 2 dargestellt ist.
Die seitlich an die Wölbung 14 angrenzenden Abschnitte 14a sind durch Punktschweissstellen Pi und P2 an den Flanschen 18 und an den zwischen den Flanschen 18 und der Sicke 17 liegenden Bereichen 11' angeschweisst. Die Abschnitte 14a sind parallelogrammförmig und schliessen ebenso wie die gerade Verbindungslinie V der Punktschweissstellen Pi und P2 auf der dem Spalt zwischen den Spannbacken 12,13 (Fig. 1) abgekehrten Seite einen spitzen Winkel ßi ein. Statt nur zweier Punktschweissstellen können auch mehrere auf jedem Abschnitt 14a vorgesehen sein. Bei dieser Ausbildung und Anbringung der Spannbacken 12, 13 wird die Spannkraft der Spannschraube 15 nicht nur auf die mittleren Bereiche 11', sondern auch auf die am Rande des Schellenbandes 11 liegenden Flanschen 18 übertragen. Die Flanschen 18 legen sich daher beim Spannen fest an die Rohre 3 an und tragen in höherem Masse zur Axialsicherung der Rohre 3 bei. Die Abwinkelung der Abschnitte 14a und der Verbindungslinie V um den Winkel ßi hat den Vorteil, dass die Punktschweissstellen Pi und P2 einer geringeren Belastung als ohne die Abwinkelung (bei ßi = 90°) ausgesetzt sind. Ausserdem wirkt die Abwinkelung in höherem Masse einer Drehung (einem Kippen) der Spannbacken um eine quer zum Schellenband 11 verlaufende Achse entgegen.
Die Lasche 16 ist mit einer der Sicke 17 entsprechenden, über die gesamte Länge der Lasche 16 im Umfangsrichtung der Spannschelle 2 durchgehenden (nicht dargestellten)
Sicke versehen, die ebenfalls in die Ringnut 10 der Muffe 1 eingreift und die Sicke 17 auf der radial inneren Seite übergreift. Sodann weist die Lasche 16 den Flanschen 18 entsprechende Flansche 20 auf. Wenn nach dem Einführen der Rohre 3 in die Steckkupplung die Spannschraube 15 angezogen und mithin die Spannschelle 2 gespannt wird, werden die Rippen 6 und die Flanken 7,8 und 9 etwa so verformt, dass das Material der Muffe 1 im Bereich der Rippen 6 und im Bereich der an die Rippe 4 angrenzenden Wände 21 radial verdichtet und axial gedehnt wird, während die Flansche 18 dadurch, dass sie schliesslich gegen die Aussenseite der Rohre 3 gedrückt werden, etwas radial nach aussen umgebogen werden. Die Verdichtung und Dehnung des Muffenmaterials ergibt mit zunehmender Spannkraft eine grössere Dichtfläche zwischen den Rohren 3 und der Muffe 1.
Darüber hinaus erhöht sich der Widerstand der Muffe 1 gegen eine Abwinkelung des einen oder beider Rohre relativ zueinander. Die Flansche 18 bewirken eine zusätzliche Abstützung der Rohre 3 gegen ein Abwinkein, wobei sie aufgrund ihres schrägen Verlaufs und ihrer Durchbiegung eine Rückstellfederwirkung haben. Die Abstützung der Schelle über die Flansche 18 an den Rohren 3 verhindert ferner eine starke Verpressung der Muffe 1 über ihre Elastizitätsgrenze hinaus und trägt zur Axialsicherung der Rohrenden bei. Sodann ergibt die Sicke 17 eine Gelenkwirkung im Falle einer Abwinkelung eines Rohres 3. Diese Gelenkwirkung verhindert bei der Abwinkelung eines Rohres weitgehend ein Abheben der Muffe 1 im Bereich des anderen Rohrendes und damit eine Undichtigkeit. In Verbindung mit der Ringnut 10 trägt die Sicke 17 ebenso wie die Flansche 18 zur Axialsicherung der Muffe 1 in der Spannschelle 2 nach dem Einführen der Rohrenden in die Muffe 1 sowie zur Zentrierung der Muffe 1 in der Spannschelle 2 bei. Sodann wird das Muffenmaterial im Bereich der Rippe 4 zwischen den Rohrenden durch die Sicke 17 verdichtet und damit die Dichtwirkung erhöht.
Auch bei unterschiedlichen Rohrdurchmessern, z.B. wenn der Aussendurchmesser des einen Rohres 3 grösser als der Nennaussendurchmesser des anderen Rohres 3 ist, auf den die Steckkupplung ausgelegt ist, kann die Steckkupplung im Bereich des kleineren Rohres weiterhin praktisch bis auf den Durchmesser dieses Rohres zusammengezogen werden, während sie im Bereich des grösseren Rohres 3 einen grösseren Durchmesser beibehält, ohne dass der Bereich 21 auf Seiten des kleineren Rohres merklich weniger verdichtet wird. Ausserdem ist auch für das Rohr mit dem grösseren Durchmesser eine stirnseitige Abdichtung durch die Anlage an der Flanke 9 sichergestellt. Die schrägen Flanken 7 nach Fig. 3 erleichtern das Einführen der Rohrenden in die Muffe 1. Wenn die Rohre 3 axialen Zugkräften ausgesetzt werden, die bestrebt sind, die Rohre 3 auseinanderzuziehen, erleichtern die hinterschnittenen Flanken 8 (Fig. 3) der Rippen 6 in Verbindung mit den schrägen Flanken 7 ein Aufrichten der Rippen 6 in eine radiale Lage durch die Reibungskraft zwischen den Rippen 6 und den Rohren 3 und damit eine Verringerung des Innendurchmessers der Rippen 6 mit der Folge, dass die Dichtwirkung der Rippen 6 erhöht wird. Der zu den Rippen 6 hin zunehmende Durchmesser des Nutengrunds der Ringnuten 5 verhindert ein Einrollen der Rippen 6 beim Einführen der Rohre 3 in die Muffe 1.
Die Sicke in der Lasche 16 zwischen den Spannbacken 12 und 13 und die Sicke 17 haben den Vorteil, dass die Längsmittelachse der Spannschraube 15 und damit die Spannkraft der Spannschraube in einem geringeren Abstand von der Tangentialebene des Schellenbandes 11 auf die Spannbacken 12 und 13 einwirken kann. Auf die Spannbacken 12 und 13 wird daher bei einer vorbestimmten Spannkraft ein geringeres Biegemoment ausgeübt. Auch die durch eine Anlage der Spannschraube an der Aussenseite des Schellenbandes bei (grossem Rohrdurchmesser, entsprechend weit auseinanderliegenden Spannbacken und) zunehmender Spannkraft bedingte Durchbiegung der Spannschraube 15 ist wegen des möglichen Eingriffs der Spannschraube 15 in die Sicken geringer. Dies ermöglicht die Ausübung einer hohen Spannkraft. Um die Spannschraube 15 tiefer in die Sicke der Lasche 16 und ggf. in die Sicke 17 eindringen zu lassen, können die Krümmungsradien der Sicken grösser gewählt sein, als es in Fig. 3 dargestellt ist. Insbesondere können sie so gross gewählt sein, dass die Sicke 17 den Zylinderkopf 15a der Spannschraube 15 teilweise aufnimmt.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Lasche 16 einteilig mit dem Schellenband 11 ausgebildet. Es ist aber auch möglich, die Lasche 16 an der radial inneren Seite des
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einen Schellenbandendes anzuschweissen. In beiden Fällen verjüngt sich das Schellenband zumindest im Übergangsbereich zur Lasche, so dass es zwischen den Flanschen 18 des anderen Schellenbandendes eingeführt werden kann.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5, in der nur die eine Hälfte eines Endabschnitts der Spannschelle 2 dargestellt ist, da die andere Hälfte mit der dargestellten identisch ist, unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 4 nur in der Ausbildung der Abschnitte 14b und der Anzahl und Anordnung der Punktschweissstellen Pi, P2 und P3. Die Abschnitte 14b sind in Umfangsrichtung der Schelle
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etwas breiter als die Wölbung 14, der Winkel ß2 ist etwas kleiner (spitzer) als der Winkel ßi und eine dritte Punkt-schweissstelle P3 liegt weiter vom Schellenspalt (der durch die Lasche 16 überbrückt ist) entfernt als die Wölbungskante, an s der die Mutter bzw. der Spannschraubenkopf anliegt. Der Punkt Pi hat in Fig. 5 einen noch grösseren Abstand vom Schellenspalt als der Punkt P3. Bei dieser Ausbildung werden die Punktschweissstellen Pi bis P3 noch weniger beansprucht, während die Punktschweissstellen Pi und P3 das Gegendreh-10 moment gegen ein Kippen der Spannbacken 12,13 erhöhen.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Steckkupplung zum Verbinden der Enden zweier Rohre, mit einer Muffe aus Gummi zur Aufnahme der Rohrenden und einer die Muffe umgebenden Spannschelle mit einem Schellenband, wobei die Muffe auf ihrer Innenseite eine mittlere umlaufende Rippe zur Anlage an den Stirnflächen der Rohre, auf beiden Seiten der mittleren Rippe jeweils eine Ringnut, deren an die mittlere Rippe angrenzende Flanke einen von der mittleren Rippe zum Einführungsende der Muffe zunehmenden Durchmesser hat, und an jedem Einführungsende eine axial äussere umlaufende Rippe aufweist, deren axial äussere Flanke einen vom Einführungsende zur mittleren Rippe abnehmenden Durchmesser hat, das Schellenband die Stirnseiten der Muffe mit nach innen abgewinkelten Flanschen übergreift, in seiner axialen Mitte eine in Umfangsrichtung der Spannschelle umlaufende, radial nach innen vorstehende Sicke aufweist, die in eine Ringnut auf der Aussenseite der Muffe eingreift, und an seinen Enden je eine radial nach aussen ragende, angeschweisste Spannbacke mit nur einer die Spannbacken durchsetzenden Spannschraube aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass jede Spannbacke (12,13) ein sich etwa quer zur Spannschelle (2) erstreckendes, mit seiner einen Breitseite dem Schellenband (11) zugekehrtes, den Schaft der Spannschraube (15) durch eine radial nach aussen gerichtete Wölbung ( 1 4) überdeckendes Stützband ist, das an den zwischen der Sicke (17) und den Flanschen (18) liegenden Bereichen
( 11 ' ) des Schellenbandes (11) und an den Flanschen ( 18) angeschweisst ist.
2. Steckkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ausserhalb der Wölbung (14) liegenden Abschnitte ( 14a) des Stützbandes jeweils durch wenigstens zwei Schweissstellen (Pi, P2) mit dem Schellenband (11) verbunden sind, die in einer geraden Ebene (V) liegen, die einen spitzen Winkel (ßi, ß2) auf der dem Schellenspalt abgekehrten Seite mit der Sicke (17) einschliesst.
3. Steckkupplung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ausserhalb der Wölbung (14) liegenden Abschnitte ( 14a) des Stützbandes jeweils ein Parallelogramm bilden, das einen spitzen Winkel auf der dem Schellenspalt abgekehrten Seite mit der Sicke (17) einschliesst.
4. Steckkupplung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Parallelogramm (14b) in Umfangsrichtung der Spannschelle (2) breiter als die Wölbung (14) ist und wenigstens drei Schweissstellen (P1-P3) aufweist, von denen zwei (Pi, P3) einen grösseren Abstand vom Schellenspalt zwischen den Spannbacken (12,13) aufweisen als die dem Schellenspalt abgekehrte Kante der Wölbung (14).
5. Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannschraube (15) einen zylindrischen Kopf (15a) mit Innensechskant und eine Mehr-kantmutter ( 15b) aufweist, deren eine Kante in die äussere Nut der Sicke (17) eingreift.
6. Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser des Nutengrundes jeder Ringnut (5) der Muffe (1) in Axialrichtung der Muffe (1) von der mittleren Rippe (4) zur axial äusseren Rippe (6) hin zunimmt.
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